IDS-Neuheiten 2015 (7) – Neue Mittelklasse- Dentalmikroskope von Global und CJ- Optik

von Hans – Willi Herrmann

Auf Kursen werde ich immer wieder gefragt, welches Dentalmikroskop man sich kaufen soll. Und ich verweise stets auf das Zeiss Pro Ergo.

Natürlich ist  mir bewußt, dass dies nicht die Antwort ist, die der Fragesteller gerne hören möchte.
Denn natürlich setzt jeder Fragende voraus, dass für die nicht unbeträchtliche Summe, die beim Erwerb des Zeiss Pro Ergo im Raum steht, ein adäquater Gegenwert zu erwarten ist.

Aber man möchte eben nicht so viel Geld investieren, sondern ist vielmehr daran interessiert, für weniger Geld ein mögliches Maximum an Qualität und Leistung zu bekommen.

Ich persönlich bin nach wie vor der Meinung, das der finanzielle Mehraufwand nicht zum Fenster rausgeschmissen ist.  Sich auszahlt. Ich habe den Kauf meines Zeiss Pro Magis und Zeiss Pro Ergo ungeachtet der beträchtlichen Investitionssummen nie auch nur eine Sekunde bereut. Aber ich kann verstehen, dass man diese Ausgabe scheut.

Die gute Nachricht ist –  es gibt immer mehr Mikroskope in der Preisklasse 15.000 – 25.000 Euro, mit denen sich wirklich gut arbeiten lässt. Der Unterschied zum Pro Ergo ist da, aber bei weitem nicht mehr so eklatant, wie dies 1997 war, als ich mich für mein erstes Mikroskop, das Zeiss Pro Magis (dem Pro Ergo Vorgänger) entschied.

Zwei neue interessante Modelle, die gegen die Platzhirsche Zeiss Pico und Leica M320 antreten, wurden auf der IDS 2015 vorgestellt. Es ist zum einen das neue Global-Mikroskop (Deutschland- Vertrieb Sigma Dental) und zum anderen ein Dentalmikroskop von CJ Optik aus Wetzlar.

Würde ich mich heute für ein Mittelklasse- Mikroskop entscheiden wollen, so würde ich vor der Kaufentscheidung zunächst die  verschiedenen hier angesprochenen Modelle einer genaueren vergleichenden Betrachtung unterziehen. Das Zeiss Pro Ergo sehe ich nach wie vor einzigartig im Markt. Dies trifft für das Zeiss Pico in dieser Form mittlerweile nicht mehr zu. Konkurrenz belebt das Geschäft. Wenn dem so ist, darf man gespannt sein, was noch alles an Neuem in der nächsten Zeit auf uns zukommt und wie Zeiss auf die Mitbewerber reagiert.

Global Mikroskop Neuvorstellung IDS 2015

Global Mikroskop Neuvorstellung IDS 2015

Neues Dentalmikroskop von CJ- Optik

Neues Dentalmikroskop von CJ- Optik

IDS – Neuheiten 2015 (4) – Ein Traum wird wahr (II) – Connect drive

Von Christoph Kaaden

Seit 2008 ist die Verwendung eines kabellosen Endodontie-Motors aus unserem Praxisalltag nicht mehr wegzudenken. Meine Erfahrungen mit dem von mir sehr geschätzten ENTRAN habe ich in diversen Beiträgen (u.a. auch hier) auf WURZELSPITZE veröffentlicht.

Leider war es diesem Motor (wie auch anderen) nicht möglich neben der vollrotierenden auch die reziproke Bewegung für Nickel-Titan-Instrumente umzusetzen.

Wie für Hans-Willi Herrmann (und viele andere) wird daher in Kürze auch für mich mit der Vorstellung solcher „Kombigeräte „ein Traum“ in Erfüllung gehen . Das von VDW für diesen Zweck entwickelte Gerät wird der breiten Öffentlichkeit erstmals auf der IDS unter dem Namen Connect drive vorgestellt.

VDW Connect drive

VDW Connect drive

In dieser Produktbroschüre finden sie hierzu vorab schon nähere Informationen.

Auf die regelmässige klinische Anwendung und unsere Erfahrungen mit diesem und anderen Kombimotoren bin ich selber maximal gespannt…

ich werde sicher weiter berichten!

IDS – Neuheiten 2015 (3) – Neues innovatives Endo – Instrument von FKG – XP – Endo Finisher

von Hans – Willi Herrmann

Wenn dieser Artikel erstmalig erscheint, sind es nur noch wenige Stunden, bis die IDS 2015 in Köln  ihre Tore öffnet.
Für den Fachhandel zumindest, morgen dann geht es dann auch offiziell für Alle  los.

Und – gute Nachrichten – von dem, was ich schon jetzt an Info zu Neuerscheinungen für den Endo – Bereich kenne, ist diese IDS wesentlich interessanter als die vorherige.

Die Liste der Neuheiten ist lang (bei mir im Moment schon zweistellig) und über das erste Highlight, einen akkubetriebenen Endo- Motor, der auch Reciproc kann, habe ich bereits hier schon mal geschrieben. Aber auch in der Rubrik „Wurzelkanalinstrumente“ gibt es echte Neuheiten.

Echte Neuheiten ?
Also nicht die 10. Variante eines „Gleitpfad“ – Instrumentes, dessen einzige „wirkliche“ Innovation und größte Schwierigkeit im Entstehungsprozess darin besteht – Achtung Original- Zitat – Marketing- Mitarbeiter einer Herstellerfirma – „einen Namen zu finden, der noch nicht lizenzmäßig geschützt ist…“.

Sondern was grundlegend Neues, das so noch nie da war.

Noch kann, nein darf ich nichts Genaues sagen, aber wenn Sie in Köln sind, dann schauen Sie doch mal bei FKG vorbei, es wäre möglich, dass sie dort ein Endo – Instrument vorfinden werden, dass sie so, in dieser Form bislang live noch nicht gesehen haben.

Vermutlich darf ab Mittwoch offiziell darüber gesprochen werden.

Bis dahin nur soviel – das Instrument wird XP – Endo Finisher heißen, sieht so aus wie unten abgebildet und ich hoffe, sie haben Kältespray in ihrer Praxis.

XP_Endo-1-2

 

Ein Traum wird wahr – IDS Neuheiten 2015 (1)

von Hans – Willi Herrmann

Obwohl der entsprechende Beitrag schon Jahre her ist, erreichen mich in schöner Regelmäßigkeit immer wieder – so zuletzt vor ca. einer Woche – Mails, in denen ich gefragt werde, welche Erfahrungen ich mit dem hier beschriebenen kabellosen akkubetriebenen Endo- Handstück „made in China“ gemacht habe.

Ich verweise dann immer auf das Datum des Blog – Artikels – es war der 1. April 2011 –  und dass ein solches Winkelstück bis heute lediglich ein wünschenwerter Traum sei, der bedauerlicherweise noch keine Realisierung erfahren habe.

Szenenwechsel.
Es ist Ende Januar und wie jedes Jahr hat Dentsply Maillefer Deutschland auch 2015 einen (mittlerweile nicht mehr ganz so kleinen) Kreis von Endo- Interessierten zusammengerufen, um Ihnen die Neuheiten des IDS- Jahres 2015 vorzustellen.

Und da ist es nun.
Das erste kabellose, weil akkubetriebene Endo- Winkelstück, dass sowohl vollrotierend als auch reziprok arbeiten kann.

Es heißt Maillefer XSmart iQ und wird zur IDS 2015 offiziell einem breiten Publikum vorgestellt werden.

Doch der kabellose Betrieb per se ist nicht das alleinig Innovative. Die Namensendung iQ gibt den entscheidenden Hinweis, denn ausgewählt werden die unterschiedlichen Instrumente, die zur Anwendung kommen sollen, via Ipad. Maillefer hat hierzu eine im Apple App Store erhältliche App entwickelt, die gelinde gesagt, sehr beeindruckend ist. Geht Sie doch weit über das bisher Gekannte an Einstellmöglichkeiten und Infos hinaus.

Ist der XSmart iQ das ideale „Endo-Aufbereitungs“- Gerät ?
Näheres hierzu, sobald ein entsprechender ausführlicher Praxistest stattgefunden hat.

Eines kann ich jedoch jetzt schon sagen.

Maillefer ist – sowohl den Motor als auch die dazugehörige App betreffend –  ein großer Wurf gelungen. Dieses Gerät ist vermutlich das innovativste, was seit dem SET Endostepper auf den Markt gebracht wurde. Kurze Anmerkung für die jüngeren Mitleser – der Endostepper war der erste Torque Control Endo – Motor überhaupt und kam 1999, also vor nunmehr 16 Jahren auf den Markt.

Nachdem wir 2008 schweren Herzens vom Arbeiten mit zwei kabellosen Akku- Handstücken wieder zu kabelgebundenen VDW Reciproc- Motoren und später auch zum Schlumbohm Endopilot Mini zurückgewechselt sind, besteht nun zum ersten Mal die Möglichkeit, wieder kabelos zweimotorig unter dem Dentalmikroskop zu arbeiten.

Ich zitiere mich gerne aus gegebenem Anlaß. „Sechshändiges Arbeiten in der Endodontie ist der Versuch der Kompensation einer suboptimalen Ergonomie der Arbeitsumgebung.“ Und damit nicht erstrebenswerter Idealzustand,  sondern – streng genommen – Armutszeugnis, weil lediglich ein personal- und damit auch kostenintensives Arrangement mit dem nicht vermeidbar Schlechten.

In unserem Fall befinden sich die kabelgebundenen Endo – Motoren auf dem Arztelement rechts neben dem Behandler. Ein Instrumentenwechsel erfolgt demnach durch den Behandler notgedrungen mit obligatem  Abwenden vom Mikroskop, oder bedarf hierfür zwingend einer weiteren Assistenz an seiner Seite.

Mit zwei XSmart iQ´s kann auch vierhändig – also nur mit einer Assistenz –  ergonomisch optimal mit reziproken Instrumenten unter dem Dentalmikroskop gearbeitet werden.

Ein Riesenfortschritt.
Endlich.

Kleiner Bruder – HR Front Spiegel -Mini-

von Christoph Kaaden

Über unsere Vorliebe für HR-Front Spiegel der Firma Röder haben wir bereits vor einiger Zeit hier berichtet…

Pünktlich zur IDS wartet der Hersteller mit einer sinnvollen Erweiterung seiner Produktpalette auf.

Als „kleiner Bruder“ des bisherigen 14 Millimeter Spiegels (Grösse 0) ist nun auch einer mit einem Durchmesser von 10 Millimetern (Grösse 000) verfügbar.

HR Front Spiegel Grösse 0 vs 000

HR Front Spiegel Grösse 0 vs 000

Eine wirklich sinnvolle Ergänzung und in vielen kleinen und grossen endodontischen Alltagssituation ein sehr nützliches Tool.

IDS

von Olaf Löffler

IDS -AppAlle 2 Jahre ist die IDS in Köln.
Hier die wichtigsten Kurzinfos.

Tickets für die IDS 2013 ab sofort erhältlich

Die Eintrittskarte (Tageskarte) online im Ticket- Shop 13 Euro statt 16 Euro an der Tageskasse.

Termine & Öffnungszeiten

Die IDS findet von Dienstag, 12. März bis Samstag, 16. März 2013 statt.
Der 1. Messetag (12. März) ist dem Dentalfachhandel und den Importeuren vorbehalten.

Öffnungszeiten für Besucher:  Täglich von 09.00 bis 18.00 Uhr.

Hier weitere Details und unter diesem Link finden Sie das Messe App für iPhone und Android.

 

IDS 2011 Rückblick (8) – Reziprokes Endo – Handstück – Made in China

von Hans – Willi Herrmann

Ich gebe offen zu, dass ich nie erwartet hätte, daß das offensichtliche Billiggerät wirklich was taugt.
Ein Kollege hatte mir vor einigen Monaten den von einer Schanghaireise mitgebrachten 150 Dollar China No Name Apexlokator zum Testen gegeben, Zitat „weil ich mich mit so was auskenne“.

Dann die Überraschung. Das Gerät zeigte so verblüffend genau die gleichen Werte wie unser hochgeschätztes Root ZX, dass man vermuten musste, die Chinesen hätten nur das Gehäuse verändert und das Innenleben 1: 1 kopiert.

Soweit die Vorgeschichte. Auf der IDS fand ich in Halle 11.3 ein „chinesisches Viertel“ mit vielen kleinen Firmenbuden, darunter auch der Hersteller von besagtem Apexlokators.
Ich berichtete bei LI  TION am Stand zu großen Freude des anwesenden Präsidenten der Firma über meine Erfahrungen.
Worauf er mir ein Endohandstück in die Hand drückte und fragte, ob ich dieses nicht auch testen wolle.

Natürlich wollte ich, denn das zierliche Gerät (und rein äußerlich ebenfalls ein Morita – Clone)  hatte es offensichtlich in sich.

Es ist ein Akku – Endohandstück, dass sowohl vollrotierend wie programmierbar reziprok arbeitet und sogar mit integrierter Längenmessung, die laut Aussage des Herstellers dem mir bekannten Standgerät in nichts nachstehen soll.

Keine Ahnung wie die chinesischen Techniker es geschafft haben, die Reziprok – Funktion in das Gerät zu pressen zu einem Zeitpunkt, zu dem im gleichen Augenblick zwei Stockwerke tiefer die offizielle IDS Vorstellung von Maillefer Wave One und VDW Reciproc gerade eben erfolgt war. Mit einem stationären kabelgebundenen Motor wohlgemerkt.

Und das Beste kommt noch. Der Motor kommt ohne störende Kabel aus, die ELM –  Lippenklemme hängt an einem kleinen, streichholzschachtelgroßen Satelliten und sendet via Bluetooth an das Handstück.
Was mir ein Mitarbeiter sofort an sich selbst demonstrierte, in dem er die Klemme in seinen Mundwinkel hängte und mit dem Kopf des Endohandstücks an die Zungenspitze drückte.

Ich nahm den LI TION 2 BT mit nach Hause, nicht ohne dem Chef den voraussichtlichen Verkaufspreis abgefragt zu haben.
598 US – Dollar und damit rund 200 Dollar teurer als das Modell ohne Reziprok-  Funktion und ohne Blue Tooth ELM.
Für chinesische Verhältnisse demnach sogar überraschend teuer. Meines Erachtens ein Zeichen für das immer stärker aufkommende Selbstbewußtsein der Produzenten aus der Mitte und dass man sich sehr wohl ganz genau bewußt ist, welchen Knüller man da nach Köln gebracht hatte.

Wie sich das Gerät nach einer Woche in der Praxis geschlagen hat, darüber morgen hier an dieser Stelle.

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IDS 2011 Rückblick (6) – Sigma Dental

von Hans – Willi Herrmann

Im Oktober 2007 habe ich mir für meine Orascoptic Lupenbrille ein LED  – Licht von Sigma Dental zugelegt.

Mit Abstand einer der besten Investition für meine Praxis in den letzten fast 20 Jahren. Mir fällt ausser dem ROOT ZX – Gerät  auf Anhieb nichts ein, dass mit so wenig Kapitaleinsatz soviel an Gewinn für das tagtägliche Arbeiten bereitstellt wie dieses Licht.

Bis dato hatte ich 14 Jahre mit einem Orascoptic – Halogenlicht mit Lichtleiter gearbeitet. Tat seine Dienste, fesselte mich jedoch an den Arbeitsplatz, weshalb wir die Lichtquelle nur für ZE – Präparationen aufbauten und anschlossen.  Die LED ION gibt einem vollständige Bewegungsfreiheit und damit einen Riesengewinn an schattenfreier Beleuchtung.

Aber – von nun an – wehe, wenn vergessen wird, die Batterien aufzuladen. Selbst eine kurze 01 zehrt an den Nerven, weil man alle 5 Sekunden gezwungen ist, die Stuhllampe nachzuführen.

Sie merken es, ich bin glücklich mit meinem Lupenlicht. Allerdings ließ nach mehr als 3 Jahren tagtäglichen Arbeiten der Akku in der letzten Zeit immer mehr nach. Gegen Ende eines langen  Arbeitstages war aus dem hellen Licht dann doch eher eine vor sich hin glimmende Funzel geworden und in den meisten Fällen würde auch ein Steckdosentankstopp in der bei uns kurzen  Mittagspause zum Nachladen nicht ausreichen.

Ich fuhr also nach Köln zur IDS mit dem Vorsatz, einen zweiten Akku zu kaufen.

Er wäre es mir wert gewesen, aber ich kam ohne ihn zurück.

Denn bei Sigma – Dental schlug man mir vor, die Akkus meines Battery Packs auszutauschen. Für rund 100 Euro um eine Vielfaches (vermutlich 6- 700 Euro) günstiger als ein Zweitakku.

Und –  damit ich nicht auf mein Licht verzichten muss, bot man mir bei Sigma Dental an, ich solle  meinen Akku erst dann  einschicken, wenn ich den neuen Akku in der Praxis hätte.

Vorbildlich.

Bei Sigma Dental hat sich, wie ich dann am Stand feststellen konnte,  im Übrigen im Bezug auf Lupenbrillen einiges getan in der Zwischenzeit.

Ich bin mit meiner Orascoptic 4,3 TTL nachwievor sehr zufrieden, aber im Vergleich zu den neuen stylischen Modellen sieht mein Nasenfahrrad sehr sehr altbacken, sprich wirklich ausgesprochen häßlich aus. Und für kleine Kinder wirkt es vermutlich auch ein wenig furchteinflößend, was der  Grund ist, warum ich sie dort beim Erstkontakt zunächst weglasse.

Das ist bei den neuen sportlichen Modellen, die so aussehen, als seien sie vom Mountain – Biken entliehen, nicht mehr der Fall. Die sehen richtig cool aus.

Ich hätte gerne meine vorhandenen Gläser in ein solches Gestell umgebaut, aber dafür müsste ich die Brille für eine gewisse Zeit aus der Hand geben.
Keine Chance. Ich kann und will nicht darauf verzichten. Ich hoffe also drauf, dass mein Gestell irgendwann wieder in Mode kommt. :-)

Noch was Neues ?
Über das neue LED ION Ultra Smart – Licht haben wir schon hier berichtet.

Was  ich aber  noch nicht kannte, ist eine andere neue Lupenbrille,  die  Orascoptic FREEDOM.
Mit integrierter LED – Beleuchtung, die völlig ohne Kabel auskommt.

Lithium Ionen Akkus in den Brillenbügeln,  vom Gewicht her austariert, erlauben ständige Betriebsbereitschaft und das bei sehr geringem Gewicht.
Kein Vergleich zum Gewicht des Lichtleiters der Halogenlampen von früher, man spürt das Mehrgewicht der Akkus zumindest kurzzeitig gegenüber meiner TTL  kaum.

Wer sich also vom Stromkabel der LED ION gestört fühlt, oder immer wieder an der Stuhllehne des Behandlerstuhls hängenbleibt, der sollte sich diese Brille mal anschauen.

Das mit dem Hängenbleiben an der Armlehne kenne ich.
Ich werde deshalb trotzdem nicht wechseln, denn seitdem ich den Tipp von Winfried Zeppenfeld beherzigt habe, passiert mir dieses Missgeschick nicht mehr.  Einfach das Kabel am Hemdkragen einfädeln und hinter dem Rücken unter dem Arbeitshemd zum Akku verlaufen lassen.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt, kleine Dinge, große Wirkung.
Danke, Winfried.

Eine Sache hab ich noch, allerdings erst zu Hause entdeckt, im Katalog, den ich vom Stand mitgenommen hatte.

Eien Blendschutzbrille.
Für die Patienten, die unter dem Mikroskop behandelt werden, sicherlich eine Alternative zu unseren bisherigen orangenen Brillen.
Ich werds ausprobieren.

IDS – Rückblick 5 – Dental Art

von Christian Danzl

Was mir sehr gut gefallen hat auf dem Stand von Dental-Art, dem italienischen Marktführer bei Stahlmöbeln, war der Zero.

Zero ist ein Hängeschrank, genauer ein Wandhygieneschrank.

Wenig nutzbare Fläche, „umständliche“ Bedienung, „lange“ Laufzeiten der Türen, auf Strom angewiesen und kein Sonderangebot.

Aber ein Blickfang erster Güte!

Mit 70 cm Durchmesser, knapp 30 cm Tiefe und in bunten Farbe kaum zu übersehen.
Ein schönes Design-Objekt.
Zwei halbkreisförmige „Türen“ drehen sich gegenläufig und öffnen den vorher per touch-Schalter Bereich. Konstruktionsbedingt lässt sich maximal nur der halbe Schrank öffnen.

Was sonst noch auffiel bei Dental-Art, waren die erstklassig verarbeiteten Stahlmöbel in zeitlos minimalistischen Design und aussergewöhnlichen, frischen Farben, wie auch geniale versenkbare Wasserhähne und PC-Lösungen.

Und es gab auf diesem Stand mit Abstand den besten Espresso, den ich nördlich der Donau getrunken habe. ;-)

IDS-Rückblick 4 – Schlumbohm

von Christian Danzl

Schon auf der DG-Endo-JT in Berlin angekündigt, hat jetzt Schlumbohm zum Endo-Pilot auf der IDS den Co-Pilot vorgestellt. Eine gelungene Erweiterung.

Der Co-Pilot beinhaltet

  • einen Akku-Pack, um von der Steckdose – zumindest während der Behandlung unabhängig zu sein (ein Kabel weniger!!!)
  • ein Ultraschall-Handstück, lieferbar mit Satelec- oder EMS-Gewinde
  • die von mir ersehnte blaue „Steckdose“ mehr, um von der Aufbereitung zum Downpack nicht mehr umstecken zu müssen
  • einen 2-Kanaligen Funk-Fussanlasser (nochmal zwei Kabel weniger!!!)

Mit diesen Zusätzen und auf dem lieferbaren Wägelchen ist es schon fast ein komplettes Endo-Cart. Vervollständigt wir es dann noch in naher Zukunft mit einer ansetzbaren Peristaltik-Pumpe, um mit dem US auch verschiedenene Spüllösungen zum Einsatz bringen zu können.

Desweitern:

  • Es gibt ein Nachrüstmodul, um jeden Endo-Pilot – ohne Co-Pilot – mit Funkfussanlasser (1 Kanal, da kein US zu steuern ist) zu betreiben (auch hier ein Kabel weniger!!!)
  • Ein Update-Service ist geplant, um die Daten für neue Feilen einzupflegen. An einem Steckplatz wird der neue Kartenleser angeschlossen, dort wird dann die Datenkarte eingelesen.
  • Ein Universal-Montage-System, mit dem der Endo-Co-Pilot in verschiedenen Behandlungzimmern schnell und sicher montiert und demontiert werden kann – wenn man denn keinen Wagen will. Besfestigung über das Stativ-Gewinde hinten am Pilot


IDS Rückblick 3 – Nachtrag zur HyFlex CM

von Christian Danzl

Die Coltene HyFlex CM wurde heute schon beschrieben, hier das Video dazu.

Die Feile habe ich mit den Händen verbogen – ohne großen Kraftaufwand. Anschliessend wird sie eingetaucht in den Glasperlen-Sterilisator von Hager und Werken.

IDS 2011 Rückblick 2 – Neue NiTi – Feilen – HyFlex CM (Coltene)

von Hans – Willi Herrmann

Endodontisch sicherlich die meiste Beachtung fanden auf der diesjährigen IDS die Maillefer Wave One – Feile und die VDW Reciproc – Feile.

Wir haben hier im Vorfeld schon des öfteren berichtet über diese Feilen, nichts Neues also und so habe ich, die Zeit war knapp, beide Systeme bei meinem Messerundgang ausgelassen. Für mich neu hingegen  war die HyFlex CM – Feile von Coltene.

Eine Feile der 4. Generation, also mit Wärmebehandlung des Nickel – Titan – Ausgangsmaterials.

Und mit einer neuen Variante dieser „Veredelung“ des Materials.

Hatten wir bisher enorme Flexibilität (Twisted Files) und hohe Ermüdungsbruchresistenz (GTX, Wave One, RECIPROC) so weist (Zitat aus der Werbebroschüre) die HyFlex CM NiTi-Feile Dank eines speziellen Produktionsverfahrens  im Gegensatz zu handelsüblichen NiTi-Feilen fast keinen Rückstelleffekt auf und ist deshalb extrem flexibel. Somit kann sich die Feile optimal an die Kanalanatomie anpassen und reduziert die Risiken einer Via Falsa, Verlagerung des Kanalzentrums oder Perforation des Kanals erheblich.

Nun gut, dass war jetzt bislang auch nicht gerade das Problem mit NiTi – Instrumenten, aber 2 Aspekte an diesen Feilen sind sehr wohl interessant. Zunächst, ich zitiere noch einmal den Werbetext…

Dieser kontrollierte Rückstelleffekt (Controlled Memory) erlaubt auch ein Vorbiegen ähnlich wie bei Edelstahl-Feilen. Speziell bei extrem gekrümmten Wurzelkanälen ein entscheidender Vorteil, der eine Stufenbildung vermeidet.

Ich sehe das ein wenig anders.  Die Feile hat im Gegensatz zu den üblichen NiTi – Feilen keinen Rückstelleffekt, dass heißt, wenn ich sie verbiege, bleibt sie verbogen und stellt sich nicht wieder gerade.  Möglicherweise ist diese nicht vorhandene Rückstellung im stark gekrümmten Wurzelkanal von Vorteil. Was zu beweisen ist. Mit Sicherheit jedoch erlaubt uns die Feile, damit um Stufen drumherumzuarbeiten. Also – die vorgebogene Feile über die Stufe bringen, und dann – idealerweise das Instrument auf den Motor aufpoppen und maschinell weiterarbeiten. Wenn ich das in der Vergangenheit gemacht habe, dann immer unter Adrenalin und auf ein glückliches frakturfreies Ende hoffend. Ich bin gespannt, ob dies in solchen Situationen mit der HyFlex  nun stressfrei durchgeführt werden kann.

Und da wäre noch ein Killer – Feature, verspricht zumindest die Coltene – Werbung: HyFlexTM CM NiTi-Feilen reagieren bei extremem Widerstand mit Verlängerung der Spiralen, was eine Verblockung im Kanal vermeidet und die Bruchfestigkeit massiv verbessert.

Ganz ehrlich, da glaub ich erst dran, wenn ich es mit eigenen Augen sehe, denn es widerspricht allem, was wir bislang von RNTI wissen.

Was man allerdings sehen kann, ist, dass ein Aufdrehen des Instrumentes schnell rückgängig gemacht werden, indem man die HyFlexTM CM NiTi-Feile erwärmt, sei es durch Autoklavieren oder im Glasperlensterilisator.  Die Feile nimmt sofort ihre ursprüngliche Form wieder an. Bleibt die Feile nach der Wärmebehandlung verbogen oder aufgedreht, so ist das als Signal zu werten, die Feile nicht mehr einzusetzen und auszutauschen. Sagt Coltene.

Ich bin gesapnnt, wie sich die Feile im Wurzelkanal schlägt. Bisherige Erfahrungen mit ähnlichen Feilen haben gezeigt, dass diese sich gegenüber den konventionellen Feilen unter Belastung im Wurzelkanal wesentlich schneller aufdrehen und damit unbrauchbar werden.

Vielleicht macht die HyFlex CM durch ihre Möglichkeit der Reaktivierung eine Ausnahme, wer weiss ? Ich werde auf jeden Fall am Montag als Erstes überprüfen, ob unser seit  mehr als 15  Jahren nicht mehr benutzter Glasperlen – Sterilisator noch in der Praxis vorhanden ist. Ich befürchte, wir haben ihn weggeworfen….

IDS 2011 Rückblick 1 – Zeiss

von Hans – Willi Herrmann

Ich habe zwei ZEISS – Mikroskope und weiss daher ziemlich genau, dass ich dieses Jahr kein weiteres PRO ergo zukaufen werde. Zum ZEISS – Stand kam ich daher eher zufällig. Zum Glück – denn mir haben  zwei Neuheiten in der Produktpalette so gut gefallen, dass ich meinen IDS Rückblick 2011 genau damit beginnen möchte:

Neuheit 1:
Ein neuer Mikroskop – Kopf für das ZEISS PRO ergo.  Endlich – hat der Mikroskop – Kopf  die Ergonomie, die der Carr-Extender beim Global schon vor vielen Jahren im Hinblick auf die Kopfposition des Behandlers als sinnvoll vorgegeben hat.  Ein weiterer Schritt  auf dem Weg zur optimalen Ergonomie für das Arbeiten unter dem Dentalmikroskop.

Was bewirkt dieser Mikroskopkopf ?
Der Behandler sitzt deutlich weiter weg vom Mikroskop, muss den Kopf nicht mehr oder kaum noch  im Nacken beugen. Die Wirbelsäule und die Nacken – und Schultermuskulatur wird es danken. Ich kenne eine Reihe von  Mikroskop – Besitzern, die wissen (wenn sie das hier lesen) genau, was ich meine.

Darüberhinaus erlauben die nun möglichen  unterschiedlichen Winkeleinstellungen der Okulare eine bessere Anpassung an die Größe des Behandlers.

Und dann wäre da noch der Extender, der eine zusätzliche 50 %ige Vergrößerung erlaubt. Ein  praktisches Feature, da es den Zoombereich des PRO ergo nach oben hin den Vorgaben der Festbrennweiten der anderen Mikroskope  annähert.
Bei wohlgemerkt erstaunlich geringem Lichtverlust.

Der neue Mikroskopkopf, für mich wäre es ein Pflichtkauf bei der Zusammenstellung eines ZEISS PRO ergo´s.

Neuigkeit 2:
Eine vollständig in den Mikroskopkörper integrierte HD – Kamera.
Saubere Lösung.
Echtes Full HD.
Zunächst beim Pico, aber auch das PRO ergo wird früher oder später  nicht aussen vor bleiben.

Externe Lösungen sind günstiger, reichen jedoch in der Summe ihrer positiven Eigenschaften nicht an die ZEISS – Lösung heran. Und – wer eine Kamera als Videoquelle für die Assistenz zur Mitbeobachtung sucht, der ist bei ZEISS mit diesem Produkt genau richtig, denn die Assistenz ist auf diese Art viel viel näher am Okularbild des Behandlers als mit all den anderen bisherigen Lösungen.

Eine genauere Betrachtung der neuen Kamera demnächst hier bei Wurzelspitze.

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IDS – Iphone App statt Messekatalog

von Hans – Willi Herrmann

Kurze Vorab – Info für all die, die noch nach Köln fahren.

Noch einmal habe ich einen IDS – Katalog gekauft, wie in all den Jahren zuvor. Zum schnellen Nachschlagen.

Die Zeit auf der Messe ist begrenzt, Zeit ist Geld.
Da fallen die 15 Euro nicht ins Gewicht.

Es wird mein letzter sein, das Geld  spare ich mir von nun an ein.

Die Köln Messe App auf meinem Iphone hat mir all die Informationen geliefert, die ich brauchte. Und das schneller und komfortabler als mit dem Katalog.

Der blieb unberührt bis zum Ende meiner beiden Besuchstage in der Tasche.


Was kostet die Cleankeys -Tastatur ?

von Hans – Willi Herrmann

Das ist ein Nachteil eines Blogs.
Einstmals Geschriebenes  (ganz im Gegensatz zu Konrad Adenauers berühmter Bemerkung vom dummen Geschwätz von gestern) bleibt „ewig“ bestehen.

Der Importeur der Cleankeys – Tastatur, Alain Neuens,  hat mich darauf hingewiesen, dass der in unserem Blog gelistete Preis für die Cleankeys – Tastatur der IDS Messepreis war und nach  der IDS nicht mehr gültig ist.

Der reguläre Preis beträgt 390 Euro + MWS.

IDS 2009 (8) Neue Spitzen braucht das Land

von Hans – Willi Herrmann

Man kann nicht sagen, dass es bei Maillefer nichts Neues gab, dieses Jahr auf der IDS.

Über die  Path Files und die GTX Feilen habe ich schon berichtet.
Jetzt sind die Start X – Ultraschallspitzen an der Reihe.

Ihr besonderes Kennzeichen mit Alleinstellungsmerkmal (Businessleute sprechen natürlich vom „USP“) ist ihre nicht diamantierte Oberfläche. Durch eine Rillung wird auch ohne Diamantierung ein effizienter Substanzabtrag erreicht.

Und wo keine Diamantierung, da kann auch nichts abgehen.
Denn nichts ärgert mehr als die 100 Euro Ultraschallspitze, bei der sich beim ersten Arbeiten schon eine metallisch glänzende Oberfläche bildet, weil die Diamantierung an dieser Stelle verlustig gegangen ist.
Doch – eine Sache ist noch schlimmer. Wenn die 100 Euro – Spitze beim ersten Einsatz bricht, aber das ist eine andere Geschichte.

Die Start X -Spitzen sind auf jeden Fall ziemlich robust (ich habe diese seit Juni 2008 in der Praxis und es ist noch keine gebrochen, allerdings setze ich in der Regel für das Darstellen von Isthmen und versteckten Kanaleingängen den Komet – Rosenbohrer ein, so dass die grazile Start X 3 – Spitze in unserer Praxis nur eins, zwei mal in dieser Zeit zum Einsatz gekommen ist).

Am Anfang war das Arbeiten mit den Start X ungewohnt.
Ich war sogar geneigt, diese als wenig effizient einzustufen, aber das stimmt so nicht.

Die Instrumente sind in ihrer Effizienz sehr wohl mit diamantierten Ultraschall – Ansätzen vergleichbar.
Allerdings muss man seine Arbeitsgewohnheiten etwas (keine Angst nur ein wenig) an die Spitzen anpassen. So arbeiten auf Grund der größeren Schwingungsamplitude die Instrumente effizient im unteren Spitzenbereich. Der Abtrag im oberen Bereich fällt gegenüber diamantierten Spitzen geringer aus.
Das kompensiert man sehr schnell, indem man gezielt die untere Hälfte des Instrumentes einsetzt.
Auch ein etwas stärkerer Druck nach lateral, zum Werkstück „Zahn“ hin ist sinnvoll, weil effizienzsteigernd. Seitdem ich diese Dinge herausgefunden habe, arbeite ich recht gerne mit der Start X 1 und 2.

Achja, eine Sache noch.
Die StartX – Spitzen  sind günstiger als diamantierte Spitzen.
Es gibt sie in zwei verschiedenen Versionen, jeweils passend für Ultraschall- Geräte mit „EMS“- und mit „Satelec“ – Gewinde.

IDS 2009 (3) Neue Nickel – Titan – Systeme

von Hans – Willi Herrmann

Über die  Twisted Files von Sybron Endo, dem ersten NiTi – System der 4. Generation haben wir gestern, über die nagelneuen Path – Files von Maillefer vor kurzem berichtet.
Und bei Maillefer gibt es als IDS- Premiere darüber hinaus ein weiteres neues Nickel – Titan  System für den deutschen Markt.
Die GTX – Feilen sind die Weiterentwicklung der System GT – Feilen, die wiederum auf den bereits 1999 in Deutschland vorgestellten GT Rotary Files aufbauten. Sozusagen also die dritte Generation dieser Instrumente aus der Hand von Steve Buchanan, und diese Versionnummer 3 besteht zu Recht, denn die Feilen sind eine deutliche Weiterentwicklung. Im Plexiglasblock arbeiteten die flexiblen, da speziell wärmebehandelten Instrumente effizient und meisterten sogar den tückischen S – Block  tadellos.

Auch bei Komet gibt es zwei neue Ni –  Ti – Systeme, beide wie vom Hersteller gewohnt,  titannidridbeschichtet für eine höhere Schneideneffizienz und längere Haltbarkeit.
Die bekannten Alpha -Feilen wurden in das AlphaKite – System überführt.
Namensgebend  ist der drachenförmige Querschnitt der Feilen, die in Crown Down -Technik eingesetzt werden.
Mit dem EasyShape – System wurde ein zweites System aufgelegt, dessen Ähnlichkeit zu  Mtwo – Instrumenten unverkennbar ist.
Ebenso wie dieses wird es in Single Length – Technik eingesetzt.
Ob es  das Mtwo – System, das laut Herstellerangaben  im  Jahr 2008 das meistverwendete NiTi – System in Deutschland war, von  Platz 1 verdrängen kann, bleibt abzuwarten, denn die Easy Shape – Feilen sind  deutlich steifer als die Instrumente des Marktführers. Es zeigt aber das Engagement von Komet in diesem Bereich, die ihre Instrumente komplett im Haus produzieren.

„Ein flotter Dreier“ – unter diesem Marketing – Claim präsentiert MicroMega seine neuen NiTi – Feilen.
Revo S.
Drei Instrumente für die Basissequenz ermöglichen eine Aufbereitung bis 25/.06.
Für höhere apikale Aufbereitungen gibt es 30,35 und 40er Instrumente in einer 6% Konizität. Eine Besonderheit des Instrumentendesigns ist der asymmetrische Querschnitt der Instrumente. Er  ermöglicht eine höhere Flexibilität im Vergleich zu Instrumenten mit symmetrischem Aufbau.
Die Revo S sind nicht die ersten Instrumente mit einem solchen Designmerkmal, hier war FKG  mit den Bio Race – Instrumenten Vorreiter, aber es ist davon auszugehen,  dass noch weitere Hersteller dieses Designfeature für zukünftige Feilengenerationen aufnehmen werden. Hier wird vermutlich ein neuer Trend gesetzt.

A pro po Biorace.
Die sind auch noch nicht so lange auf dem Markt, ein Besuch bei FKG ist daher sicherlich sinnvoll für viele endointeressierte IDS – Besucher. Und das gilt auch für einen Abstecher zu den  beiden Platzhirschen, Mtwo und ProTaper.

Nachwievor geben diese beiden Systeme den Maßstab vor, den alle anderen Systeme erfüllen müssen, und den gilt es auszuloten. Ein Besuch am Messestand macht daher Sinn, zumal VDW, solange Vorrat reicht, Mtwo – Basis -Sets im Wert von rund 24 Euro kostenlos an die Besucher ausgibt.


IDS 2009 (2) Gedränge bei Sirona

von Hans – Willi Herrmann

Heute war der erste Tag der IDS 2009, der allen Besuchern zugänglich war.
Und – um es vorweg zu nehmen – wenn es um die Abstimmung mit den Füssen geht, dann kann man sagen, dass die Weltwirtschaftskrise noch nicht in der Zahnmedizin angekommen ist, denn die Hallen waren voll mit Besuchern.

6 Prozent mehr als 2007 an den ersten zwei Tagen sollen es gewesen sein, laut Messeinfo und wenn sich dies als Trend fortsetzen sollte, dann wäre das in der Tat ein wichtiges positives Zeichen für die Branche.

Jetzt aber – nicht evidenzbasiert – meine persönlichen Eindrücke des Tages.

Besonders groß war der Andrang bei zwei Produktgruppen: Zum einem immer dort, wo 3D – Röntgen angeboten wird.
Es bleibt abzuwarten, ob, angesichts enorm hoher Investitionskosten, die aufzubringen sind, sich das Publikumsinteresse in Käufen niederschlagen wird, doch zumindest das Interesse der Zahnärzte an den Möglichkeiten der neuen Technik ist groß.

Die andere Produktgruppe, die deutlich sichtbar im Mittelpunkt des Interesses stand, waren CAD /CAM – Systeme jeglicher Art.
Schon von weitem war angesichts der Vielzahl der Besucher bei den jeweiligen Ständen zu vermuten, dass dort zahntechnische Frässysteme oder Scanner angeboten wurden. Ich schätze, dass zukünftig das Interesse an diesen Systemen noch weiter zunehmen wird und dass nach und nach solche Produktionsstätten ihren Weg in den zahnärztlichen und zahntechnischen Alltag finden werden.

Gewinner des Tages war für mich, was das Publikumsinteresse angeht, die Firma Sirona.
Es war unglaublich.
In den letzten 16 Jahren kann ich mich nicht daran erinnern, jemals auf der IDS einen Stand dieser Firma gesehen zu haben, der so von Besuchermassen belagert war, wie dies heute mittag bei Sirona der Fall war.
Die gesamte Standfläche war mit Menschen gefüllt wie die U – Bahn in Tokyo zur Rush – Hour.
Es gab kaum ein Durchkommen.
Offensichtlich  scheint die gesamte Produktpalette von Sirona ein hohes Interesse hervorzurufen, denn es gab keine freien Flächen im Messestand selbst in Randbereichen.

Und muss ich erwähnen, dass Sirona sowohl im 3D – Bereich (Galileos) wie auch im CAD /CAM – Bereich (Cerec )  Produkte im Portfolio hat, letzteres sogar mit Alleinstellungsmerkmalen  ?

Falls dem Publikumsinteresse Kaufabschlüsse folgen sollten, dann knallen am Samstag bei Sirona nicht nur Sekt, sondern vermutlich  Champagnerkorken.

Sind die Produkte herausragend, sind sie ihr Geld wert ? Ich habe keine Ahnung. Denn die begrenzte Zeit auf der Messe liess ein längeres Anstehen für einen persönlichen Test nicht zu.

Die IDS 2009 wirft ihre Schatten voraus

von Hans- Willi Herrmann

Maillefer bringt zur IDS 2009 neue Produkte in Deutschland auf den Markt.

Darunter einen neuen kabellosen Endo – Motor, neue Ultraschallspitzen und zwei neue rotierende Nickel – Titan – Systeme.

Eines davon, die sogenannten Path -Files, rundet die maschinelle Aufbereitung nach unten hin ab. Bewußt wurde für die 3 Feilen dieses Systems  ein viereckiger Querschnitt für die Instrumente gewählt, um auch bei kleinen Instrumentendurchmessern eine möglichst hohe Torsionsbruchsicherheit gewährleisten zu können.

Nach initialer Erschließung des Wurzelkanals bis zu einer 10er Handfeile ist es damit möglich, in rotierender Aufbereitung zu arbeiten. Im Anschluss an die Path -Files können dann ProTaper -Feilen eingesetzt werden. Der bereits geschaffene Gleitpfad ermöglicht anschließend den sicheren Einsatz der initialen Shaping Files aus der Pro Taper – Reihe.

Damit scheint zumindest klar, dass das Prinzip, möglichst frühzeitig mit entsprechend grazilen Instrumenten rotierend zu arbeiten, im endodontischen Establishment angekommen zu sein scheint.

Vito Malagnino, der Erfinder des Mtwo – Systems, war für eine solche Vorgehensweise noch vor wenigen Jahren heftig kritisiert worden. Nun scheint die Zeit reif zu sein, eine solche Vorgehensweise auf breiter Basis zu propagieren.

path-files