Hier hatten wir diesen Beitrag angefangen. Vielen Dank für Eure Hinweise. Folgende Kofferdamtücher wurden uns empfohlen:
Kofferdam Latexfrei-Sigma isodam Kofferdam (Non-Latex) / ohne Spezifizierung (Preis auf Abfrage) Derma Dam-Ultradent / Quadrantenisolierung (0,74/Tuch) Endo NicTone heavy in schwarz -MDS Dental / Endo (nicht lieferbar) (0,75/Tuch) Sanctuary Non Latex Medium – ADSystems / ohne Spezifizierung (1,49/Tuch)
Auf einer Tagung wurden mir diese empfohlen:
Dental Rubber Dam blau mittel 0,18mm-Cerkamed /Quadrantenisolierung (0,25/Tuch) Sympatic Dam Premium blau mittel-KKD / Quadrantenisolierung (0,39/Tuch)
Im ersten Testlauf waren der KKD und der Cerkamed Kofferdam für die Quadrantenisolierung. Beide Kofferdamtücher sind sehr elastisch und neigen kaum zum Reissen. Beide Tücher erscheinen auch dünner im Vergleich zum entsprechend verwendeten Coltene Kofferdam. Das KKDtuch war etwas zu elastisch/weich. Im Vergleich war subjektiv der Cerkamed Kofferdam leicht besser im Handling. Im Vergleich waren beide Gummis mit der Angabe mittel deutlich dünner als der Hyginic Kofferdam in Stärke: mittel Letztendlich muss ich sagen, nicht so gut wie der Hygienic Kofferdam war, aber der Cerkamed Kofferdam ist brauchbar. Der Preis von 0,25 /Tuch ist dafür unschlagbar (Stand 02/2024).
Wir werden weiter berichten und hätten gern etwas mehr Kommentare. Bitte denkt daran, einen Namen unter die Kommentare zu setzen, wenn man kein WordPresslogin nutzt. Danke.
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Nun sind einige Recallkontrollen dazu gekommen, welche ich nicht vorenthalten möchte. Der Zahn ist schmerz- und symptomfrei, zeigt keine erhöhten Sondierungstiefen und der Lockerungsgrad ist 0.
Dieser Fall wurde vor einigen Jahren von uns behandelt und zeigt, wie aus einem anfänglich kleinen Problem ein großes werden kann. Im Ausgangsbefund zeigte sich ein junger Patient mit einem Zahn 36, oklusaler intakter Füllung, ohne erhöhte Sondeirungstiefen. Der Lockerungsgrad ist 0. Es gab keine traumatische Zahnverletzung und keine Attrition am Zahn 36.
Im Röntgenbild zeigte sich apikal an beiden Wurzel ausgedehnte Resorptionen mit größerer apikaler Ostelyse. Die Anamnese ergab, das mal (unklare Termin, mehr als 5 Jahre her) eine Kunststofffüllung mit einer cp erfolgte. Im Röntgenbild zeigte sich mesial ein ausgedehntes Pulpenhorn, welches während der Füllung eröffnet gewesen sein könnte. Im angefertigten DVT konnte die resorptionsbedingte Konturveränderung an beiden Wurzeln und die Ausdehnung der Osteolyse dargestellt werden. Es wurde die endodontische Behandlung des Zahnes 36 geplant.
Die Behandlung erfolgte zweizeitig. Nach Füllungsentfernung erfolgte die klinische Darstellung der Pulpainfektion. Erkennbar war eine unterminierende Karies im Dentin in direktem Kontakt zur Pulpa. (Siehe Bilder) Ursächlich könnte das belassen von erweichtem und infiziertem Dentin sein, ebenfalls denkbar ist eine nicht vollständige Polymerisation des Kunststoffes als Ursache für die Pulpanekrose. Die endodontische Therapie erfolgte zweizeitig nach dem bewährten Protokoll ohne Laser mit NaOCl und Zitronensäure, Aktivierung mit Eddy und Aufbereitung mit ProFile, Wave One und MTwo bis #35.06.ie Wurzelfüllung erfolgte mit AH Plus und Guttapercha in warm vertikaler Fülltechnik 14 Tage nach CaOH Einlage. Die anfänglich gute Heilungstendenz nach 6 Monaten stagnierte recht schnell. Der apikale Resorptionsfortschritt stagnierte mit abnehmender Heilungstendenz. Wir werden den Fall weiter beobachten. Was würde ich aus dem heutigen Wissen anders machen. CaOH mit Jodanteilen verwenden und über einen 3 monatigen Zeitraum kontrollieren, dann ggf. mit MTA apikal verschließen, wenn die apikalen Foramina größer, gleich Ist 60 sind.
Die letzen Jahre liefen bei uns die Behandlungen mit Kofferdam völlig sorgenfrei ab. Bis zu dem Tag als Coltene beschloß etwas zu ändern. Wir benutzten den Hygienic Kofferdam in blau und grün, d.h. blau = stark und grün = x-stark. Den blauen Hygienic verwenden wir bei Quadrantenisolationen und den grünen Hygienic bei Einzelzahnisolation.
Seit einiger Zeit gibt es diese nicht mehr. Keine Ahnung warum. Es ist immer eine lange Phase der Findung, wenn ein bewährtes Produkt durch ein möglichst gleichwertiges oder besseres Produkt ersetzt werden muss.
Die Test mit dem neuen Kofferdam von Coltene waren nicht zufriedenstellend. Wir beobachten bei endodontischen Behandlungen mit dem dickeren grünen Kofferdam nach einigen Spülungsphasen ein zunehmende Haftung, geradezu Ankleben von Mundspiegel, Endomotorkopf am Gummi. Gerade bei eingeschränkter Mundöffnung und den letzten Molaren wird das sehr störend beim „Einfädeln“ der Nickeltitaninstrumente unter optischer Kontrolle.
Nun wollen wir neue Kofferdamsorten testen. Unsere Frage lautet, welchen Kofferdam favorisiert ihr zur Quadranten- und/oder Einzelzahnisolierung? Bitte nutzen sie / ihr die Kommentarfunktion für eure Kofferdamfavoriten. Nach dem Test werden wir unsere Eindrücke in unserem Behandlungsablauf hier gern vorstellen.
Der Patient wollte nach einigen Tagen um einen KV für das DVT. Die Beihilfe lehnte die Kostenübernahme ab. Der Patient bat uns nun nach Rücksprache mit seine HZA um WSR von 43. Das lehnte ich ohne 3 dimensionale Bildgebung ab. Zudem verwies ich auf den röntgenlogisch auffälligen Befund am Zahn 42 und die damit notwendige Behandlungsnotqwendigkeit von 42 und nicht 43.
Letzendlich wurde nun die 3 dimensionale Bildgebung durchgeführt. Die apikale Situation am Zahn 42 zeigte eine deutlich erkennbare und zurordenbare Aufhellung. Nach nochmaliger Beratung und Kontrolle Sensibilität 42 (positiv) rat ich zur Probetrepanation am Zahn 42. Die alternative elektronische Sensibilitätsmessung war ebenso immer positiv im Bereich zwischen 11 und 16 (Digitest Parkell).
Die Anästhesiologe Probetrepanation konnte ohne erkennbare Schmerzsensation bis zum Pulpacavum erfolgen. Es stellte sich ein mit einer Flüssigkeit gefülltes Cavum dar. (Einen ähnlichen Fall, Zahn 21hatten wir bereits vor vielen Jahren vorgestellt. Offensichtlich wird ein Reiz auf Kälte und Strom übertragen und der Patient gibt dies als positive Reaktion an.)
Die nun folgende endodontische Behandlung wurde analog zum Zahn 43 durchgeführt und im Verlauf der Recalls konnte eine sehr deutliche Heilungstendenz verzeichnet werden. Der Patient ist inzwischen vollkommen beschwerdefrei.
Der Patient erschien vor einige Jahren auf Überweisung in unserer Praxis. Er hatte im Unterkiefer rechts Beschwerden und ein starkes Druckgefühl. Lange Zeit hat er dieses toleriert, nun wurde es immer aufdringlicher, wie er sagte. Einen Unfall oder anderweitiges traumatisches Geschehen gab es nicht.
Der HZA hatte den Zahn 43 bereits behandelt und bat um Behandlung 42. Im exzentrischen Röntgenbild zeigte sich ein zweiwurzeliger 43 mit einer apikalen Parodontitis. Ein wiederholter Sendetest am Zahn 42 zeigte eine positive Reaktion und war füllungsfrei. Das angeratene DVT lehnte der Patient ohne Angaben von Gründen rundweg ab. Wir empfahlen die Revision von 43, danach unbedingte röntgenlogische Kontrollen in 6 /12 / 24 Monaten und verwiesen, daß bei unklarem Befund ein DVT unausweichlich sein wird. Die Zähne 43, 42 zeigten einen Lockerungsgrad 0 und waren nicht auf Perkussion empfindlich. Die Sondierungen gastiefen waren im Sinne einer Gingivitis erhöht.
Die Revision erfolgte nach präendodontischem Aufbau unter mikroskopischer Kontrolle. Die Aufteilung des Kanalsystems ließ sich unter mikroskopischer Kontrolle einfach darstellen und entsprechend weiter behandeln. Die Aufbereitung gelang mit Handinstrumenten, Reziprok 25 und Wave One Gold Instrumenten, die Desinfektion erfolgte mit NaOCl 3% /Zitronensäure 10% und Eddyaktivierung. Die Sensibilität am Zahn 42 prüften wir nach 14 Tagen, 4 Wochen und 3 Monaten. Immer zeigte sich eine positive Reaktion. Das Druckgefühl ließ nach.
Nach 6 Monaten erfolgte die Röntgenkontrolle. Das Druckgefühl hatte weiter nachgelassen, war aber noch vorhanden. Der Patient gab am Zahn 42 zeigte wiederum eine Reaktion auf Kalt und elektrischen Reiz an. Wir empfahlen auf Grund der röntgenlogisch nun erkennbaren apikalen Veränderung an 42 und dem entgegenstreckenden klinischen Befund ein DVT zur Abklärung. Der Patient wollte nochmals Bedenkzeit… Weiter geht es demnächst.
Die Zusammenarbeit mit Kieferorthopäden ist in unserer Praxis über die letzten Jahre immer mehr zusammen gewachsen. Nicht selten erhalten wir Überweisungen, die Auf Grund KFO Röntgenaufnahmen als Zufallsbefunde auftreten. Die Behandlungen treffen häufig Frontzähne im Unterkiefer und Oberkiefer. Im letzten Jahr mehrten sich die Fälle mit einem Dens invaginatus.
Heute möchte ich einen Fall aus 2022/2023 vorstellen. Die Ausgangssituation zeigt bei dem 14 jährigen jungen Patienten eine großräumige apikale Osteolyse am Zahn 41. In der Vergangenheit sind solche Fälle nicht selten zuerst beim Kieferchirurgen gelandet. Der Patient hatte keine Beschwerden. An einen Unfall konnte er sich selbst nicht erinnern, die Mutter schloß dies aber nicht aus, da es wohl, daß eine oder andere Sturzgeschehen gab. 41 war symptomfrei, Lockerungsrad 0 und ohne erkennbare Verfärbung koronal. Inzisal ist ein Schmelzverlust erkennbar. Dieser kann attritionsbedingt (Laterotrusion re.) oder traumatisch bedingt sein. Im DVT ist eine großlumiges, sich auf einen Kanal beschränkendes Wurzelkanalsystem erkennbar. Sehr gut erkennt man im Schnittbild, daß das apikale Foramen lingual der Wurzelspitze liegt. Die Therapie erfolgte in bereits öfters beschriebener Vorgehensweise, minimalinvaisve Zugangskvität, Desinfektion und Aufbereitung des Kanalsystems mit NaOCl 3% und Zitronensäure 10%, Sweeps 2x30s und CaOH Einlage. Klinisch ist in der Behandlung ein starke apikale puride Exsudation erkennbar. In diesen Fällen ist es nicht ausgeschlossen, daß noch zu den geplanten zwei Behandlungsterminen ein dritter Termin notwendig ist. Die apikale puride Exsudation ist eine Kontraindikation zur Wurzelfüllung in unserem Behandlungsprotokoll.
Bei diesem jungen Patienten konnten wir jedoch im zweiten Termin das Wurzelkanalsystem in warm, vertikaler Obstruktion mit Guttapercha und BC Sealer Totalfill HiFlow nach vorheriger Desinfektion verschließen. Die Nachkontrollen zeigen den erfreulichen Heilungsverlauf und den Fortgang der KFO Behandlung.
Zwischen Weihnachten und Neujahr erhielten wir die Information, daß Henry Schein den Vertrieb von Fotonaprodukten zum 31.12.2023 einstellt. Gemunkelt wurde schon viel und es geisterten verschiedenste Termine durch die Welt. Wichtig ist der unten stehende Satz in dem Schreiben.
Ersatzteile & Technischer Service Den technischen Service, sowie die Ersatzteile für die Lasersysteme von FOTONA bietet Henry Schein weiterhin an.
Als Ansprechpartner für den Direktvertrieb gilt nun:
Dieser Fall hatte einige Herausforderugen parat. Zahn 46 mit chronischer Fistelung und großer apikaler Osteolyse und der Zahn 47 mit einer akuten Pulpitis und Caries profunda im distobukkalen, zervikalen Bereich. Lockerungsgrad 0 – 47, Lockerungsgrad 1 – 46. Die Sondieungstiefen sind zirkulär am Zahn 46 und 47 erhöht ohne vertikalen Einbruch. Diagnose 47: akute Pulpitis, Sekundärkaries. Diagnose 46: Z.n. WKB begonnen, P. apicalis
Für alle Kofferdamanwender ist 47 db zervikal eine ungeliebte Situation, da die Kofferdamklammer meistens in der Präparation oder Präparationsgrenze liegt, oder der Kofferdam in der Kavität aufliegt und nicht abdichtet, etc. Lässt man den Kofferdam weg ist das Risiko von Speichel in der Kavität drastisch höher und die Gefahr eines Leakage stark erhöht. Unser Vorgehen sieht immer das Anlegen von Kofferdam vor. Sollte es unmöglich sein mit Kofferdam die Kavität zu therapieren, entschließen wir uns ohne Kofferdam, mit relativer Trockenlegung zu arbeiten. Das hat allerdings einen Nachteil, es kann sein, daß durch die Kofferdamklammer die Gingiva traumatisiert wird und eine Blutung dazu kommt. Dann wird es spannend.
In diesem Fall wurde es spannend, so spannend, daß Fotos nicht gemacht wurden, bzw. vollkommen aus dem Fokus des Behandlers verschwanden. Deshalb haben wir nur Röntgenbilder in diesem Fall.
Zum Fall selbst. 47 wurde auf Grund der akuten irreversiblen Pulpitis zu erst behandelt. Wir haben die Isolation mit modifizierter Butterfly-Klammer Nr. 6 und Teflonband nach Gingivektomie mit dem Elektrotom erreicht. Danach erfolgte der präendodontischer Aufbau mit Beautifil BW, das Gestalten der Zugangskavität, die initiale WK mit NaoCl 3% und Zitronensäure 10%, Sweeps 2x30s und CaOH Einlage. Der Zahn 46 wurde ebenso (Präendodontischer Aufbau mit Beautifil BW, Gingevektomie m/d, Zugangskavität, WK mit NaoCl 3% und Zitronensäure 10%, Sweeps 2x30s und CaOH Einlage) behandelt. Auf Grund einer puriden Exsudation distal wurde CaOHJ für 4 Wochen in die Kanäle appliziert. Die Wurzelfüllung erfolgte in beiden Zähnen in thermischer vertikaler Kondensation mit Guttapercha und BC Sealer Totalfill.
Die Recalls in 6 Monaten zeigten einen erstaunlichen Heilungsverlauf, den wir in dieser Schnelligkeit am Zahn 46 nicht erwartet hatten. Auf Grund der chronischen apikalen, puriden Exsudation waren wir zurückhaltend in der Prognose. Auffallend an beiden Zähnen ist die Sealerüberpressung d in die apikalen Gefäße. Wir führen das auf den Einsatz des Lasers mit Sweeps zurück. In beiden Fällen wurde die gleiche Zeit Dauer und „Energiemenge“ eingesetzt. Ein Zeichen, daß es im Einsatz bei vitalen und neurotischen Fällen wohl keinen Unterschied in der „Aktivierung“ des NaOCl durch den Lasers, bei ähnlicher Anatomie gibt. In der Behandlung des Zahnes 46 im distoapikalen Bereich, ist es uns nicht gelungen die lateralen Kanäle zu sondieren. Obwohl im DVT erkennbar konnten wir trotz ausgiebiger circumferenter Sondierung mit vorgebogenen Handfeilen in #8 und #10 keine laterale Kanalstruktur finden.
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
im nahezu wörtlichen Sinn. Bei diesem Patienten erfolgte einer prothetische Therapie mit Veränderung der Bisslage. Erst im Behandlungstermin musste ich feststellen, daß dies mit NE Stärken von 7-9mm erfolgte.
Der Zahn 45 stellte eine extreme Herausforderung dar. Eine Zugangskavität möglichst minimal durch 8mm Nichtedelmetallelgierung zu bohren hatte bereits die geplante Behandlungszeit um 30 Minuten gesprengt. 120 Minuten waren eingeplant. Das Teil – OPG hatte ich leider nicht beachtet. Ein Fehler, wie ich im Nachhinein feststellen musste. 12 Hartmetaller (Trifft Hawk Talon 12) wurden für die Zugangspräparation vernichtet. (Das passiert in Deutschland wohlgemerkt ohne Honorar. Die Zugangskavität gibt es in keiner Gebührenordnung. Verbrauchsmaterial ist obendrein Gratiszugabe der Praxis und als Krönung wird der vorhandene Zahnersatz noch lange weiter erhalten und erspart eine Neuanfertigung.)
Das nächste Problem ist bei dieser Metalldicke die elektrische Längenmessung ohne Kurzschluss durchzuführen. Mit entsprechendem Aufwand gelang auch dies, über die Messinstrumente wurden Kanülenteile eines Capillarytips gezogen um diese zu isolieren. (Wie hier 2015 bereits auf Wurzelspitze beschrieben.) Die Desinfektion und Reinigung des Kanalsystems erfolgte mit NaOCl 3%, Zitronensäure 10% und Aktivierung mit Schall und Ultraschall. Zur Instrumentation verwendeten wir Handinstrumente,Profile und Wave One Gold. Die Wurzelfüllung erfolgte in thermisch vertikaler Obturation mit AH Plus.
Rechtwinkelige Röntgenhalter und unsere Sensoren hatten bei der Länge des Zahnes und der Restauration keine Chance den Zahn apikal abzubilden. Deshalb mussten alle Aufnahmen mit den Carestream Haltern Typ Zahnbürste (2009 beschrieben) erfolgen.
Den Zahn 48 wurde extrahiert da kein Antagonist vorhanden war. Einige Zeit nach Behandlung des Zahnes 45 mussten wir im Recall feststellen, daß der Zahn 47 nun ebenso eine zunehmende apicale Ostelyse ausbildete. In Absprache mit dem HZA wurde nun dieser Zahn ebenso wir 45 behandelt.
Die Recallbilder zeigen eine deutliche Heilöungstendenz und sind Belohnung für die im wahrsten Sinne Schinderei des roten Winkelstückes bei der Zugangspräparation…
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In diesem Beitrag hatten wir erstmals über den Woodpecker R1 Plus berichtet. Wir hatten diesen jetzt mehrfach im Einsatz. In der Beschreibung / Beipackzettel steht, daß das Gerät auf 500 Anwendungen ausgelegt ist. Das hat mich überrascht. Das sind ca. 125 Molare. Das reicht nicht weit, zumal die Klinge nicht wechselbar ist.
Beim genauen Betrachten des Schneidvorganges ist erkennbar, daß der GP Point dezent nach dem Schneidevorgang übersteht. Das entspricht dem Spalt zwischen Messlehre und Schneide. Dabei kann eine Schneidfahne am GP Point entstehen. Deshalb hat sich bewährt die Schneide in einer Ritsch/Ratsch Bewegung hin und her zu führen.
Die Schnittflächen sind mit der o.g. Bewegung akzeptabel, jedoch nicht immer ohne Nasen. Lästig ist die dadurch notwendige mikroskopische Kontrolle der Points.
Empfehlung kann ich auf Grund der geringen Nutzungsdauer und nicht wechselbarer Schneide nicht geben.
Dieser Zahn 25 wurde laut Aussage des Patienten zuletzt vor ca. 20 Jahren behandelt. Seit dem ist er schmerzfrei. Nach Wechsel des HZA kam als Zufallsbefund die apikale Veränderung des Zahnes zum Vorschein. In unserer bildbegebenden und klinischen Diagnostik zeigte sich eine laterale Kanalstruktur in der bukkalen Wurzel. Das ist eine Ansage.
Nach der ersten Behandlung mit Aufbereitung bis ISO25 mit Wave One Gold, Desinfektion mit NaOCl 3% und Zitronensäure 10% unter Einsatz des Eddy konnte die medikalmentöse Einlage die Kanalstruktur nicht erreichen. Den Fotona Laser (Skypulse Versa) hatten wir eingesetzt, allerdings kam nach 20 Sekunden eine Fehlermeldung und wir konnten die Behandlung damit nicht fortsetzen. In der Röntgenkontrolle der medikamentösen Einlage zeigte sich keine vollständig erfasste Kanalstruktur.
Im zweiten Termin konnten wir mit unserem Sweeps Protokoll 2×30 Sekunden mit fortlaufender NaOCl 3% Spülung wieder behandeln. Nach Applikation des CaOHJ Präparates zeigte sich dieses mal im Röntgenbild eine erfasste laterale Kanalstruktur.
Ist das Zufall? Keine Ahnung. Die apikale Aufbereitungsgröße wurde von 25.04 auf 25.07 erweitert und das CaOHJ entfernt. Die Desinfektion fand unter den selben Bedingungen statt. Die Applikation des Medikamentes erfolgte ebenfalls gleich mit einer Kunststoffkanüle und Transport mit Eddy auf Arbeitslänge. Über den weiteren Verlauf werde ich berichten.
Ein Fall aus der Reihe „Erst hatte sie kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.“ Die Patientin suchte unsere Praxis 2021 auf Rat Ihres Ehemanns (nach Überweisung, Behandlung 2020 bei uns) auf, nachdem es größere Problem und schmerzhafte Momente in der endodontischen Behandlung am Zahn 15 gab.
Die Patientin gab an mit pulpitischen Beschwerden am Zahn 15 den zahnärztlichen Notdienst aufgesucht zu haben. In der endodontischen Behandlung wurden keine Wurzelkanäle gefunden. Der Zahn wurde offen gelassen. So stellte sich die Patientin ihrem HZA vor. Die Schmerzen bestanden unverändert. Da auch der HZA keine Kanäle finden konnte erfolgte die Einlage eines nervtötenden Medikaments laut Patientin. Nach kurzer Zeit kam es zu noch stärkeren Schmerzen. Der HZA entfernte das Medikament und es trat eine Linderung ein. Nun kam der Ehemann ins Spiel und verwies auf uns.
Nach dieser Vorgeschichte war die Patientin sehr angespannt und ängstlich. In der Beratung haben wir die vorhandenen Probleme mit der Patientin erörtert. Hauptproblem der starke interradikuläre Substanzverlust und nahezu vollständiger Verlust der Papille mesial mit nekrotischen Knochenresten. Auf Grund eines Schwangerschaftsverdachtes haben wir die röntgenlogische Diagnostik verschoben und zunächst den Zahn adhäsiv mit Beautifill in sequentielle Matritzentechnik aufgebaut, die „Fastperforation“ adhäsiv mit EverX Flow repariert, die Kanaleingänge dargestellt und mit CaOH abgedeckt. Nach dem fest stand, daß keine Schwangerschaft besteht erfolgte die Röntgendiagnostik. Die endodontische Behandlung verlief wie geplant und verlief durch die mikroskopische Kontrolle problemlos. Der Zahn ist seit der Erstbehandlung symptomlos. Der Verlust der Papille und des Alveolarknochens sind auf Grund des einwandigen Knochendefektes verloren.
Als ich das erste Mal von dem Entbürokratisierungsgesetz im Gesundheitswesen hörte, dachte ich das ist wieder einer aus der Reihe FakeNews.
Aber das gibt es doch. Es ist (k)ein Schildbürgerstreich. Man meint das ernst. Es sind sicherlich viele Leute daran beteiligt, neue Regelungen zur Entregelung zu entwickeln. Sicherlich werden noch Durchführungsbestimmungen und Prozessabläufe entwickelt, Charts erstellt und Verantwortliche ausgebildet.
Was kommt dann raus – NICHTS, außer Schlagzeilen, wie toll das Ganze ist. Eine unsinnige Verordnung ersatzlos zu streichen kommt gar nicht in die Tüte.
Beispiele: – Nachweispflicht von Fortbildungen gegenüber der KZV, die meisten Fortbildungen bringen keine Therapieoption im Rahmen der GKV. – Oder den Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung – Röntgenverordnung – Ab dem 1. Januar 2023 müssen neu in Verkehr gebrachte (zahnärztliche) Röntgeneinrichtungen gemäß § 114 Strahlenschutzverordnung über eine Funktion verfügen, die die Expositionsparameter elektronisch aufzeichnet und für die Qualitätssicherung elektronisch nutzbar macht. – usw…
Der Stein der Weisen ist jetzt die Digitalisierung… Aber lesen Sie selber hier ein Kommentar im ÄN.
Irgendwann werden alle Ärzte nur noch Onlineformulare ausfüllen oder weggelaufen oder ihre Praxen einfach zugeschlossen haben.
Microbrush (Microbrush Applikationstips superfein 1,0 weiß – lange und kurze Ausführung) sind in unseren Behandlungen nicht mehr weg zu denken. In letzter Zeit stellen wir fest, daß die Qualität der o.g. Microbrush vom Hersteller Microbrush zunehmend große Qualitätsunterschiede aufweist. Die Bushs verlieren zunehmend feine Härchen und zuletzt oftmals ganze Haarbüschel. Diese zu Entfernen ist eine zeitraubende Angelegenheit. Es kündigt sich bereits an, wenn die Brushes so aussehen (leider etwas unscharfe, aber erkennbare Bilder). Oft sind ganze Büschel des Bruchs in der Cavität verblieben. Mit bloßem Auge fällt das vielleicht weniger auf, unter mikroskopischer Kontrolle nervt das und führt zu Problemen. Wie sind Eure Beobachtungen? Welche Alternative ist zu empfehlen?
Die Patientin suchte unsere Praxis auf um den Zahn 26 unbedingt zu erhalten. Seit Jahren traten immer wieder Beschwerden an dem Zahn auf, die sie in ihrer Leistungsfähigkeit einschränkten. Ab und zu entstehe auch eine kleine „Beule“, die aufplatzt und wieder verschwindet.
Der Zahn 26 war mit einer Keramikteilkrone suffizient prothetisch rehabilitiert. Der Lockerungsrad ist 0 und die Sondierungstiefen sind nicht erhöht. Röntgenologisch imponierten die „ausgeschachteten“ Kanäle. Im DVT waren apikale Osteolysen an allen 3 Wurzel erkennbar und ebenso, daß dies ein seltenes Exemplar eines ersten oberen Molaren ohne zweiten mesiobukkalen Kanal war. Als Nebenbefund kam noch die P. apicalis am 22 als Z.n. Wurzelspitzenresektion zu Tage. Dieser Zahn war beschwerdefrei. In der Behandlung des 26 kam die befürchtete resezierte Metallwurzelfüllung unbekannten Fabrikates zu Tage. Durch die nahezu sealerfreie Verbolzung waren die Stifte relativ gut mit Ultraschall entfernbar. Nach minimaler Aufbereitung (Gates), Desinfektion mit NaOCl (3%) und Zitronensäure (10%) erfolgte eine CaOH Einlage. Die Patientin gab an, nach 2-3 Tagen deutliche Beschwerden an dem Zahn 26 zu haben. Nach 4 Tagen gingen die Beschwerden vollkommen zurück. Im 2. Behandlungstermin erfolgte nach Einbringung eines Kollagenwiderlagers die Wurzelfüllung mit MTA und Guttapercha. Die Krone wurde adhäsiv nach Silanisierung verschlossen. Es wurde zuvor ein Glasfserstift palatinal inseriert. Zum 2 Jahrerecall berichtete die Patientin glücklich über vollständige Beschwerdefreiheit nach der Behandlung. Dank der Beschwerdefreiheit hatte sie einen Ultramarathon in Angriff nehmen können und durchlaufen können. Palatinal am 26 ist die Heilungstendenz erkennbar. Mesial und distal ist es nicht beurteilbar. Am Zahn 22 ist eine deutliche Heilungstendenz erkennbar.
Wie es so ist, es gehen Dinge kaputt, die man täglich verwendet und die plötzlich nichteinfach zu ersetzen sind. Unser Sybron Endo Guttapercha Cutter Tip Snip ist nicht mehr lieferbar. In allen benachbarten EU Ländern das selbe Ergebnis. Warum wollten wir gerade diesen. Er ist nicht beschränkt auf bestimmte Konizitäten und man kann damit sehr gut auch Durchmesser messen.
Zum Glück haben wir noch Ersatz. Allerdings wird das Problem wiederkommen. Wir brauchen also eine Alternative. Nach einigem recherchieren sind wir auf den Woodpecker R1 Plus gekommen. Bestellt haben wir diesen im Internet auf einer englischen Seite – Toothsaver/London.
Das Gerät macht einen sehr soliden Eindruck. Es ist sterilisierbar. Was zwar die Klingenschärfe im Laufe der Zeit reduziert, aber hygienisch vorbildlich ist. Die Klinge ist leider nicht tauschbar. Das ist ein Minus. Ebenso fällt auf, das auf die Messskala nur in ganzen Millimeterschritten angegeben ist. Unterteilungen in Halbmillimeterschritten, wie auf dem Carrspiegel sind genauer für die Längenbestimmung des Cone. Allerdings hatte der Tip Snip gar keine Längenmessskala.
Nun werden wir die Praxistauglichkeit testen und weiter berichten.
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Hier berichteten wir über den Schalterdefekt unseres Röntgengerätes.
Am 15.09. wurde der Schalter gewechselt. Jetzt kam die Rechnung.
Sage und schreibe Euro 421,62.
Der Kippschalter, grün mit Beleuchtung wird bei Conradelektronik für Euro 2,24 verkauft. Carestrem stellt dafür l Euro 161,00 + Ust. 19% in Rechnung. Das sind Euro 191,59, dazu kommen 11,42 inkl. Ust. Versand für dieses Teil. Mit allen Leistungen des Dentaldepots kommt man auf Euro 421,62.
Wenn wir als Zahnärztinnen und Zahnärzte gezwungen werden derartige Preisgestaltungen hinzunehmen, können wir unmöglich im Rahmen der BEMA oder GOZ honorieren. Dann entstehen Honorare, die als Wucher bezeichnet werden. Nicht um uns zu bereichern, sondern um Wucher im dentalindustriellen Bereich bedienen zu können. Die Firma Carestream habe ich um eine Stellungnahme zur Preisgestaltung gebeten… Bis heute erhielt ich keine Antwort.
Lange haben wir gewartet und nun kurz vor dem anstehenden Austausch der Xenonleuchten an unseren Mikroskopen ( Pro Ergo und Kaps SOM62 ) die Lichtquellen auf LED umgerüstet.
(Warum die Rechtschreibkorrektur immer wieder aus LED Modul LES Modul macht, bleibt mir für immer verschlossen.) Über das Pro Ergo wurde bereits hier von Christoph Kaaden berichtet. Am ProErgo und am Kaps sind die Lüfter des Mikroskops noch hörbar. Ganz leise ist es also nicht. Insbesondere für das Fotografieren am Mikroskop ist das LED Licht ein großer Vorteil. Man kann mit kürzeren Belichtungszeiten arbeiten und hat dadurch weniger Bewegungsunschärfen. Ebenso fällt jetzt die schon etwas lästige Kontrolle der Betriebsstunden der Xenonbeleuchtung weg. Am Kaps wird ein neuer Lichtleiter notwendig, da der alte nicht in die CubiX Aufnahme passt. Das Licht wird am SOM62 mittels Fernbedienung geregelt und an und ausgeschaltet.
Der Wechsel verlief vollkommen problemlos durch MARIO HORVAT von Microdoc.
Die Lichtleistung der LED ist jetzt in einem extremen Bereich, welchen man möglichst nie lange auf 100% stellen sollte.
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Wieder ein Recall. Besonders intensiv versuchen wir die sogenannten „hopeless teeth“ nachzuverfolgen. Diese Fälle mit einem schwer progonostizierbarem Behandlungserfolg geben uns Hinweise auf die Möglichkeiten und Grenzen in der endodontischen Therapie.
Hier nun die aktuelle Entwicklung in dem 2015 vorgestellten Fall. Für die Planung einer Behandlung im 1. Quadranten ergab sich die Notwendigkeit eines DVT. Es war möglich, die Zähne 21, 22 in dieser 3D-Aufnahme mitzuerfassen. Röntgenologisch zeigte sich eine apikal entzündungsfreie Situation. Auffällig ist die Spaltbildung am MTA-Verschluß apikal am Zahn 21.
Wie ist das zu erklären? Wahrscheinlich kam es durch die Ultraschallkompression auf das MTA zu einer Verformung des apikalen Widerlagers und einer Extrusion des MTA Plugs. Seit 2019 ist eine Resorption dieses MTA Plugs erkennbar. Klinisch zeigen sich die Zähne symptomlos, ohne Lockerungsgrade.
Das letzte Recall war 2021. Jetzt haben wir die Patientin wieder gesehen und das Recall möchte ich nicht vorenthalten. Der Zahn ist vollkommen symptomlos. Der Lockerungsgrad = 0. Die Sondierungstiefen sind nicht pathologisch erhöht.
Und alles sieht gut aus, oder doch nicht ? Wie sehen Sie das?
Die Gematik und TI sind ein leidiges Thema. Mehr oder weniger gezwungen sind die meisten Praxen dabei. Auch wir. Unser Praxisalltag ist dadurch verändert. Meistens zum Negativen. Eine Mitarbeiterin ist immer mit diesem Thema beschäftigt. Es gibt auch einen Teil, den ich persönlich gut annehmen kann. Das ist das KIM Postfach.
Wir bekommen einfacher Röntgenbilder übermittelt und viele Praxen nutzen dies nach der DSGVO Novelle.
Derzeit ist unser Konrektor defekt, seit 1 über Woche. Nach einem Update ist das Gerät ausgefallen. Nicht nur bei uns, es soll einige Praxen erwischt haben. Jetzt gibt es laut Betreiber nicht genügend Austauschgeräte. Das Update sei Schuld.
Für jeden Kassen-Patienten drucken wir jetzt einen Erfassungsschein aus und fotografieren die Versichertenkarte. Digitale Beantragung und Anrechnung geht nicht. Was wirklich ärgerlich ist, wir haben ein KIM Postfach, welches von unseren Überweiserpraxen gern genutzt wird um uns Röntgenbilder zuzusenden. Nun sehen wir nicht ob eine Mail gekommen ist und wir können auch nicht zugreifen. Wir versenden Arztbrief und Befund, die liegen seit einer Woche im Postfach und können ebenso wenig nicht versendet werden. Wann es wieder gehen wird? Alle vereinbarten Termine (2x) zum Konnektortausch wurden wieder gecancelt. Es gibt keine Geräte von der Compugroup…
Wenn man sich vorstellt, daß mit einem Update des Betreibers die Geräte geschrottet werden, dann entsteht ein ungutes Gefühl.
Aber das hat man ja inzwischen bei fast allen Neugeräten. Das neu gekaufte Röntgengerät meldet sich am Montag morgen mit einer Fehlermeldung und piepst ständig. Zum Glück wurde am Freitag an dem anderen Gerät der Schalter getauscht.
Erster Tag nach dem Urlaub. Während der morgendlichen Vorbereitung des Behandlungszimmers kommt eine Mitarbeiterin zu mir und sagt: „Das Röntgengerät für Zahnfilme geht nicht. Es lässt sich nicht anschalten. Letzte Woche ging es noch.“
Statt dem ersten Patienten muss der Techniker aus dem Depot kommen. Alle anderen Behandlungszimmer sind belegt. Der Schalter des Gerätes ist defekt oder hat einen Wackelkontakt, wie man laienhaft sagt, denn wenn man an dem Schalter etwas herumdrückt geht das Gerät an, sobald man loslässt geht es aus. Das heißt Behandlung ohne Röntgen. In der Endodontie nahezu unmöglich. Einen anderen Schalter kann man nicht ersatzweise einbauen… und kurzschließen geht auch nicht…(Das wären „kommunistische“ Lösungen aus dem Beitrittsgebiet gewesen.)
So muss ich dem Patienten sagen, wir können sie nicht behandeln, da wir zur Kontrolle unserer Behandlung (Wurzelfüllung) die entsprechenden Röntgenbilder nicht anfertigen können. Zum Glück ist er schmerzfrei. Ich erkläre ihm die unschöne Situation. Da erzählt er mir von einem Beitrag aus der Zeitung und fragt, wann machen sie die Praxis zu? … Das System ist gescheitert, kann man dazu nur sagen. Aber es geht immer weiter, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
Lieferzeit für den Schalter…? Kann Anfang Oktober da sein oder morgen. Das Depot weiß es nicht…
Das Röntgenbild zur Erstbefundung ist nicht optimal. Es sind an Hand dieses Bildes mehrere Verdachtsdiagnosen erkennbar:
VD Mesiodens mit follikulärer infizierter Zyste
VD 21 externe apikale Resorption (Konturveränderung der Wurzel), P. apicalis
VD 11 P. apicalis
13 VD Wurzel / Kronenfraktur
Wir haben deshalb eine Aufnahme 11, 21 in Rechtwinkeltechnik angefertigt. Der Verdacht Mesiodens (follikuläre Zyste), 21 externe apikale Resorption, P. apicalis erhärtete sich. Im nachfolgend erstellten DVT ist die Situation deutlicher dargestellt.
Im DVT ist ein Zahnstruktur ( Dentin/Schmelz)
periapikal 21 erkennbar, die Kontur der Wurzel des Zahnes 21 zeigt Veränderungen im Sinne einer P. apicalis mit externer Resorption, 11, 12 erscheint apikal o.p.B., 13 zeigt keine Wurzelfraktur.
Der Patient suchte uns Donnerstag abend auf. Am Montag beginnt seine 4wöchige Kur. Er wollte nur wissen ob er fahren kann… Die Zähne 13,12, 21,11 zeigten klinisch Sekundärkaries. Die von uns präparierte Zugangskavität am Zahn 21 stellte einen vollständig kariösen Zahnstumpf ohne Erhaltungsmöglichkeit dar. In Zusammenarbeit mit einer kieferchirurgischen Praxis wurde folgende Planung erarbeitet: Zahn 21 unterer Brücke entfernen, die Krone prov. verschließen mit operativer Entfernung des Mesiodens und ggf. Zystektomie, Antibiose und Abklärung ob Pat. danach reisefähig ist.
Dieser Patient wurde uns überwiesen mit einer beginnenden Abszedierung an den Zähnen 11, 21. Die Zähne sind seit vielen Jahren mit einer Brücke versorgt. Lockerungsgrade sind nicht feststellbar, Die Sondierungstiefen sind an den Zähnen 11 und 21 circumferent erhöht. Es besteht kein Perkussions- oder Aufbißschmerz. Was fällt im mitgelieferten Röntgenbild auf?
Wohl noch nie habe ich den Urlaub so sehr herbei gesehnt, wie dieses Jahr. Ich brauche dringend diese Auszeit. Vielleicht liegt es am zunehmenden Lebensalter.
In diesem Jahr war es, wie vor Corona. Jede Woche akute Schmerzfälle, die eine kurzfristige Ausdehnung der Behandlungszeiten erforderten, bzw. Umbestellen schmerzfreier Patienten um notwendige Schmerzbehandlungszeiten zu schaffen. Es sind Fälle um die sich niemand schlägt und einiges an Behandlungszeit, bzw. Diagnostik bedürfen. Hier Schmerzfälle der letzten 14 Tage.
Zusätzlich kommt die Umstellung der Praxis auf komplett digitale Prozesse hinzu. (Dies läuft noch – besonders zu erwähnen ist, die fehlende Ergonomie in der Software.
Im Hygienebereich haben wir gerade gerade für zwei Siegelnahtfestigkeitstests 235,62 Euro bezahlt… Das entspricht der Gebühr für eine Wurzelkanalaufbereitung eines Zahnes mit Kanälen im 3,5 fach Satz. Dazu wurde uns gesagt, daß ist ein Sonderpreis… Verhähltnissmäßigkeit hat offensichtlich auch eine Inflation.
Der schönste Dank sind Patienten, die unsere Arbeit und Engagement würdigen. Das bereitet im Praxisalltag Freude und lässt einen viele Dinge verdrängen… Also dann bis September in hoffentlich alter Frische.
Zum ersten Recallltermin erschien die Patientin vollkommen schmerzfrei. Den Fall vorgestellt haben wir an dieser Stelle. Der Zahn 42 wurde im selben Zeitraum behandelt als Z.n. röntgenlogischem Zufallsbefund.
Zusammen mit Ihrem HZA wird die angeratene Pfeilervermehrung umgesetzt.
Ein analoges Röntgenbild zu digitalisieren ist früher eine Kunst gewesen. Erst mit der Sanyo E6 gelang dies reproduzierbar. Diese Kammer (von Michael Logies empfohlen) hat uns bis heute begleitet. Nun werden die unzähligen Exemplare in unserer Praxis immer weniger.
Für eine uns überwiesene Jugendliche nach Frontzahntrauma baten wir die Mutter vorab um die Röntgenbildzusendung. Kein Problem hieß es und kurze Zeit später hatten wir dieses aussagekräftige Handybild. Tolles Ergebnis für die erste Umwandlung von Analog zu Digital.
Der Patient möchte den Zahn, bzw. die Zähne unbedingt erhalten. Im Beratungsgespräch musste ich ihm mitteilen, daß dies in seinem Fall nicht so sicher ist, wie er hofft. Der grösste Pluspunkt bestand in der Abgeschlossenheit der Osteolyse ohne Verbindung zum Sulcus oder Sinus. Meine angegebene Prognose lag bei 60-70%.
Gerne untermale ich die Prognose mit dem Vergleich zum Roulette. Ein Eins-zu-eins-Einsatz, wie beispielsweise Rot/Schwarz hat eine Gewinnchance in Prozent ausgedrückt, von ca. 47,37 %.
Trotzdem möchte der Patient unbedingt den Zahn erhalten. Die Diagnose: infizierte Pulpanekrose, P. apicalis, externe apikale Resorption palatinal – DD radikalere Zyste.
In der ersten Behandlungssitzung kam nach Präparation einer geeigneten Zugangskavität und initialem Erschließen des Wurzelkanalsystems eine große Menge an Bus aus dem palatinalen Kanal. Auch nach mehr als 30 minütigem Absaugen war noch eine apikale puride Exsudation erkennbar. Es war keine Zystenflüssigkeit oder kristallartige Anteile erkennbar. Das Kanalsystem desinfizierten wir mit NaOCl 3%, Debris und Smearlayer entfernten wir mit Zitronensäure. Dazu setzen wir den Eddy ein. Zur Einlage verwendeten wir CaOH. Nach 14 Tagen hatten wir den Patienten wieder einbestellt. Die Fistel zeigte sich narbig verschlossen. Im klinischen Bild unter Kofferdam und Mikroskop konnte noch immer eine apikale Exsudation beobachtet werden. Nach weiterer Aufbereitung pal #60, b #35 und Desinfektion erfolgte die erneute Einlage mit J CaOH. Das Präparat wurde mit dem Eddy genau auf die gemessene Arbeitslänge transportiert und danach palatinal noch (mindestens) 0,5-1mm weiter forciert. In der Beobachtung früherer Fälle stellten wir einen positiven Einfluß für eine apikale Regeneration fest. Das von uns verwendete Calcipast +I (Cerkamed) wird vollständig resorbiert. ( Bis zum Februar 2023 konnten wir dies noch in Deutschland kaufen. Jetzt ist es leider nicht mehr lieferbar. )
Den Patienten bestellten wir 3 Monate später wieder ein. Eine Coronainfektion mit anschließendem Longcovid führte zu einer ungeplanten Verlängerung des Zeitraums. 9 Monate nach dem zweiten Termin fertigten wie wieder Röntgenkontrollen an. Diese zeigten einen positiven Heilungsverlauf. Weitere Monate später erfolgte die Wurzelfüllung nach Desinfektion des Kanalsystems mit NaOCl 3% und Zitronensäure 10%. Das palatinal weit offene Forman wurde nach orthograd eingebrachtem kollagenen Widerlager mit ProRoot MTA verschlossen. Eine apikale Exsudation bestand nicht. Buccal wurde mit warm vertikaler Wurzelfülltechnik mit Guttapercha gefüllt. Die postendodontische Versorgung erfolgte nach Sandstarhlung der Kavität mit einem Glasfeserstift und Rebilda. Okklusal wurde die Krone nach Silanisierung mit Composite verschlossen.
Neben der Langzeitapplikation, wie Dr. Hans-Willi Herrmann es beschrieben hat, sehe ich im EINZELFALL, nach entsprechender Indikation (persistierende apikale puride Exsudation) und Entscheidung (Achtung Jodallergie und Hashimoto-Thyreoiditis, M. Basedow) einen weiteren Vorteil der jodhaltigen Präparate, wenn sie resorbierbar sind.
Das dies in meinen Händen nicht immer funktioniert zeigte übrigens bereits dieser Fall.
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Heute möchte ich so einen Fall vorstellen, bzw. gern Ihre Meinung, bzw. Gedanken dazu hören..
Der Patient (70 Jahre ) stellte sich mit dem Wunsch des Erhaltes des Zahnes 24 in unserer Praxis vor. Klinisch zeigte sich kein Lockerungsgrad, die Sondierungengstiefen waren nicht pathologisch erhöht und der vorhandene Zahnersatz ist suffizient. Ein chronische Fistelung vestibulär am Zahn 24 bestand seit einem längeren Zeitraum Röntgenologisch zeigte sich eine erhebliche apikale Osteolyse am Zahn 24, eine apikale Resorption der palatinalen Wurzel. Der Pfeilerzahn 22 zeigt im DVT ebenso eine apikale Veränderung im Sinne einer P. apicalis.
Macht der Erhaltungsversuch Sinn? Ja, wenn der vorhandene ZE erhalten werden kann.
Wie wahrscheinlich ist die apikale Regenration? Das ist die Frage die im Vorfeld schwer beantwortet werden kann. Zunächst ist die medizinische Anamnese von großer Wichtigkeit. Stoffwechselstörungen, Immunsupressionen etc. werden die Heilungswahrscheinlichkeit reduzieren. Im vorliegenden Fall gibt der Patient eine Gerinnungsstörung an, ansonsten keine weiteren Allgemeinerkrankungen. Die zahnmedizinische Anamnese ergab, daß die Brücke aus den Jahren 1992-1994 stammt. Röntgenkontrollen erfolgten nach Angaben des Patienten erst als er einen Behandlerwechsel vornahm. Diese aktuellen Bilder stellten die jetzige Situation dar.
In diesem Fall muss man mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem manifesten periapikalen Biofilm auszugehen.
In diesem Beitrag hatten wir 3 Fälle und Literaturhinweise zum Dens invaginatus vorgestellt.
Nach der erfolgten Schmerzbehandlung, welche wir hier beschrieben haben erfolgte im zweiten Behandlungstermin die vollständige Entfernung der Invagianation. Die Patientin war vollkommen schmerzfrei. Zur Entfernung von Debris verwendeten wir Zitronensäure 10% und die Desinfektion erfolgte mit NaOCl 3% in Schall- und Ultraschallanwendung. Apikal wurde nach Applikation eines kollagenen Widerlagers das Foramen mit ProRoot MTA verschlossen. Nach der Wurzelfüllung mit Guttapercha erfolgte der postendodontische Aufbau mit EverX Flow, Beautifil BW Plus und einem Glasfaserstift.
In diesem Beitrag hatten wir 3 Fälle und Literaturhinweise zum Dens invaginatus vorgestellt.
Die Patientin kam mit akuten Problemen von einem Kieferchirurgen. Es sollte den Zahn möglichst erhalten. Er kannte solche Fälle und hat sofort weiter überwiesen…
Am Zahn 22 war ein beginnendes Abszeßgeschehen mit einer Schwellung labial entstanden. Der Zahn war stark aufbissempfindlich und ebenso perkussionssenibel. Der Lockerungrad war 0. Es bestanden keine erhöhten Sondierungstiefen. Das angefertigte Röntgenbild zeigte eine große periapikale Aufhellung und die Invagination (Klasse 2 nach Oehlers). Im angefertigten DVT ist apikal am Zahn 22 eine Konturveränderung der Wurzelspitze im Sinne einer externen apikalen Resorption erkennbar. Kontralateral am Zahn 12 sind eine Invagination Klasse 1 nach Oehlers mit einer beginnenden Karies zu erkennen.
Klinisch zeigte sich am Zahn 22 eine Zapfenform. Inzisal imponierte eine Caries profunda bis zum Zahnschmelz mit Rissbildung im Schmelz. Laut Patientin war dieser Zustand bereits seit Jahren so.
Zum Erhalt des Zahnes muss die Zahnsubstanz der Invagination geopfert werden und nach Desinfektion und Reinigung des Kanalsystems das apikal weit offene Foramen mit MTA und kollagenem Widerlager verschlossen werden.
Auf Grund der akuten Beschwerden der Patientin erfolgte in einer Schmerzbehandlung zunächst die Entfernung der Karies, die die teilweise Entfernung der Invagination und die Desinfektion des Kanalsystems mir NaOCl 3%. Den Invaginationshohlraum hatten wir zuvor mit Sweeps Cleaning für je 2x 30 Sekunden ( 20 mJ/600mW/15Hz ) desinfiziert um möglichst wenig infiziertes Material nach apikal zu transportieren. Der Zahn wurde nach CaOH Einlage adhäsiv verschlossen. Röntgenologisch kontrollierten wir nach Perforation des Invaginationsbodens die Lage des geschaffenen „Durchbruchs“. Anbei die Bilder.
Die Patientin hatte gerade eine neue Krone am Zahn 12 erhalten. Kurz nach Eingliederung dieser traten pulpitische Beschwerden auf. Ein Ziehen auf Kalt und Probleme beim Abbeißen gab die Patientin an. Das angefertigte Röntgenbild zeigte eindeutig die klinische Situation. Der HZA hatte präprothetisch ein OPG aufgenommen. Durch die Überlagerung der HWS im Frontzahnbereich hatte er die Problematik nicht erkannt. Für die röntgenlogische Diagnostik war das Entfernen der Zirkonkrone unvermeidlich. Im angefertigten DVT sieht man, daß die Präparation der Pulpa sehr nahe kommt. Klinisch zeigt der Zahn 12 eine pulpitische Reaktion bei kalt. Warm löst keine Reaktion aus. Klinisch konnte nach Kronenentfernung kein Perkussionsschmerz ausgelöst werden. Die Sondierungstiefen waren nicht pathologisch erhöht und der Lockerungsgrad war 0.
Unser Therapieplan sah vor die Invagination zu eröffnen, zu reinigen und zu desinfizieren und danach zu füllen. Sollten Pulpaausläufer eröffnet sein muss man klinisch entscheiden ob man eine Wurzelkanalbehandlung durchführt oder man im Sinne einer cp / P Therapie agiert.
Das DVT im Volumen 4x4cm wurde so eingestellt, daß man den Zahn 22 ebenso befunden kann. Dieser zeigte sich anatomisch und röntgenlogisch unauffällig.
Die Behandlung erfolgte wir geplant. Die Reinigung und Desinfektion der Invagination erfolgte analog einer Wurzelkanalbehandlung. Mit Zitronensäure 10% und NaOCl 3%, schallaktiviert erfolgte die Desinfektion. Abschließend wurde die Invagination mit ProRoot MTA gefüllt und koronal mit Composite adhäsiv verschlossen. Die nachfolgende prothetische Therapie besteht in der Insertion eines Langzeitprovisoriums. Die Beschwerden sind rückläufig. Eine eventuelle Wurzelkanalbehandlung mit kompletter Entfernung der Invagination ist noch nicht ausschließbar. Der damit verbundene, hohe Substanzverlust kann für die langfristige Prognose des Zahnes kritisch sein. Um dies zu vermeiden erfolgte diese mit der Patientin abgestimmte substanzschonende Therapie.
Es gibt im Behandlungsalltag immer wieder mal Überraschungen.
In den letzten Monaten kamen in meiner Praxis 3 Patienten mit einem Problem am Zahn 22 und/oder 12; Diagnose Dens invaginatus. Jahrelang habe ich keinen Fall gesehen und dann diese Häufung. Es handelte sich um Typ 1 und Typ 2 nach Oehlers. Ein Dens invaginatus ist eine Anomalie, die am häufigsten an den Frontzähnen (oberer 2er und 1er) auftritt, beidseitig oder einzeln. Es können aber auch andere Zähne betroffen sein. Nicht immer ist der Dens invaginatus mit einer klinischen Symptomatik verbunden, deshalb sollte bei der Diagnostik die kontralateralen Seite ebenfalls untersucht werden.
Hier noch mal etwas zum Nachlesen aus dem Swiss Dental Journal, in der Endodontie sind ebenfalls einige Artikel zum Thema vorhanden..
Den ersten Fall hatte ich bereits an dieser Stelle vorgestellt. In den nächsten Wochen werde ich über die weiteren Fälle berichten.
Diesen Fall haben wir hier vorgestellt. Das letzte Recallbild ist vom Mai 2023. Der Zahn ist symptomfrei und wird jetzt in die KFO Therapie eingebunden.
Diese Fehlermeldung kam von heute auf morgen. Das Röntgengerät Carestream 2200 ist defekt. Der letzte Ton war piep, piep, piep und im Display stand ERROR. Der gerufene Depotmonteur bestätigte, was wir vermuteten, die Reparatur ist teurer als ein Neugerät. Das Neugerät baugleiche soll den Sonderpreis € 2590,00 + Ust. kosten. Allerdings ist der Kostenvoranschlag, dann anders… + € 350,00 + Ust. Abnahmeprüfung, + € 350,00 + Ust. Entsorgung Altgrät + € 390,00 + Ust. Lieferung, Montage, Prüfung nach EF 62353 Gesamt Brutto: € 4379,20 – wir sind nicht Ust. abzugsberechtigt! Dazu kommen die TÜV Abnahme – war gerade für das defekte Gerät im Jan.2023 gewesen. Wir stimmten dem Wechsel des Gerätes zu. Dann sprach der Monteur: „Es gibt da noch ein Problem.“
Ab dem 1. Januar 2023 müssen neu in Verkehr gebrachte (zahnärztliche) Röntgeneinrichtungen gemäß § 114 Strahlenschutzverordnung über eine Funktion verfügen, die die Expositionsparameter elektronisch aufzeichnet und für die Qualitätssicherung elektronisch nutzbar macht.
Das heißt mit dem derzeit betriebenen Carestream Sensor 6100 können wir diese Norm nicht erfüllen und müssten einen neuen Sensor und eine neue Softwareversion kaufen. Es kommen dazu Kosten in Höhe von € 1843,67 für die Software dazu. Ein Carestreamsensor 6200 kostet ca. Brutto € 7500,00. Das sind Kosten von € 13722,87. ( Zum Vergleich für eine Aufnahme erhalten wir ein Honorar von: € 7,29 GOZ (Privat), 2,5facher Steigerungssatz, BEMA (Kasse) €14,80 ).
Da reden wir mal nicht über Nachhaltigkeit. Es werden funktionierende Komponenten ohne Fehler entsorgt. Rohstoffe gehen verloren. Klimawende, Energiekosten, Inflation usw. wird plötzlich uninteressant… Warum das? Haben wir viele Zwischenfälle im Röntgenbereich? Laut TÜV 2022 waren 85% der Dentaltubusgeräte ohne Mängel. Von den 15% Mängelgeräten hatten wiederum nur 15% schwerwiegende Mängel (ca. 2% aller Geräte). Ob eine Kontrolle der Expositionsparameter da hilft, möchte ich bezweifeln.
Wir vernichten blindlings wichtige Ressourcen. Wir hatten laut Politik sogar des beste Gesundheitssystem der Welt. Irgendwo setzt der gesunde Menschenverstand aus – und das ist nur ein winzig kleiner Bereich in einem noch stotternden, demnächst erstarrenden, danach zerfallenden Gesundheitssystem.
Das Ergebnis all dieses Wahnsinns ahnen die Meisten noch gar nicht. Es wird immer weniger Menschen geben, die in diesem System arbeiten wollen und werden. Wir haben bereits jetzt einen Fachkräftemangel in dramatischen Größenordnungen. Trotzdem wird es immer weiter ausufernde Bestimmungen, Regelungen geben, die kaum umzusetzen sind, da es an Fachkräften fehlt. Der Mangel im Gesundheitssystem wird alles bisher gekannte übersteigen.
Bis heute habe ich wirklich gern gearbeitet, allen widrigen Umständen zum Trotz. Der Beruf, meine Arbeit machen mir Spaß und die Menschen, die wir therapieren sind dankbar. Ob das alles Bestand haben wird, bei der Zunahme an bürokratischen und kaum nachvollziehbaren Einschränkungen bleibt, weiß ich nicht.
Zurück zum defekten Röntgengerät. Sollte ich in meinem fortgeschrittenen Berufsalter, wo Praxen unverkäuflich sind, weil es keine Nachfolger gibt, in Dinge investieren, die sich nicht amortisieren können. Nein, das geht nicht.
Wir haben eine Lösung gefunden, da wir in der Praxis bereits ein Carestreamsensor 6200 haben. Hätten wir diesen nicht, wäre vielleicht alles ganz anders gelaufen…
Im täglichen Praxisalltag verwenden wir immer wieder Geräte, Instrumente oder Materialien, die uns die Arbeit ungemein erleichtern. Oftmals wird das als selbstverständlich angesehen und auch in Fallvorstellungen nicht erwähnt. Dinge also die man nicht mehr vermissen möchte, ohne diese es zur Not auch ginge… Eines der Geräte, welches ich heute mal wieder erwähnen möchte ist der Minisandstrahler welchen wir nahezu täglich nutzen.
Insbesondere bei präendodontischen Aufbaubauten setzen wir das Gerät ein. Ein weiteres Einsatzgebiet ist der Reparatur von Compositerestaurationen, die Vorbehandlung von Keramik- oder Metallflächen an Inlays und Kronen, etc.
Als Beispiel einige Bilder aus den letzten Behandlungen:
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Der Patient hatte den Hauszahnarzt (HZA) nach Jahren gewechselt. Sein neuer HZA stellte neben eine schweren P. marginalis auch apikale Veränderungen an mehreren Zähnen im OPTG fest. Der Patient wurde uns zur Therapie des Zahnes 36 überwiesen. Der Zahn war ohne Beschwerden, lediglich die immer wieder auftauchende Schwellung distal am Zahnfleischrand empfand er als unangenehm. Aus dieser entleerte sich spontan immer wieder mal Pus, laut Patient. Klinisch stellte sich folgende Situation dar: Kariesfreier Zahn 36, okklusal Attrition und Spuren einer radikalen Einschleiftherapie, Schmelzrisse, Lockerungsgrad 2-3, keine Schmerz auf Perkussion. Die Sondierungstiefen waren erhöht und lagen distal über 11mm, db 3mm Gingivarezession. Die Sensibilität ist negativ. Allg. Erkrankungen: Insulinpflichtiger Diabetes mellitus Diagnose: kombinierte Paro-Endo-Läsion
Dem Patienten haben wir eindringlich eine Behandlung der P. marginalis geraten. Die Extraktion von 48, 18 und 17 wurde ihm bereits empfohlen. Das Implantat 14 hatte er vor einiger Zeit bekommen, weil der Zahn plötzlich wackelte und entfernt werden musste. 36 sollte nach seiner Meinung ebenso ersetzt werden. Der befragte Implantologe lehnte die Behandlung in diesem Zustand ab und empfahl den endodontischen Erhaltungsversuch. Die Prognose haben wir mit günstig eingeschätzt.
Die Behandlung des Zahnes 36 verlief komplikationslos. Das Kanalsystem (5WK) haben wir mit aktivierten Spülungen (Ultraschall und Schall) NaOCl 3% und Zitronensäue 10% desinfiziert und gereinigt. Die Wurzelfüllung erfolgte in thermischer Obturation angelehnt an Herbert Schilder mit Guttapercha.
Die Recalls zeigten einen schmerzfreien Zahn 36, der Lockerungsrad ist 0-1. Die knöcherne Regeneration erfolgte apikal im Bereich der Bifurcation ist keine Regeneration zu erwarten. Die Sondieungstiefen lagen zwischen 4 und 6mm. Der Empfehlung zu einer spezialisierten PA- Praxis sind HZA und Patient nicht gefolgt.
Dieser Fall wurde hier vorgestellt. Man kann diesen Fall sicher in die Kategorie: „Erst hatte sie kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu.“ einordnen.
Wir haben wieder Recallbilder und möchte diese Ihnen nicht vorenthalten. Inzwischen sind einige Jahre vergangen. Die verschiedensten klinischen Fotos entstammen verschiedenster Kameras und Fotografen.
An dieser Stelle hatte ich über diesen Fall berichtet. Das letzte Recall vor 12 Monaten finden sie hier und 2023 stellte sich das ganze so dar. Keine Symptome, keine Lockerungsgrade der Zähne 22-12, 22 zeigt eine unverändert positive Sensibilität auf Kalt. 22 zeigt im Zahnfilm ein dezent vergrößertes Pulpenlumen apikal, das sehen wir als projektionsbedingt an, da wir von 2020 ein Rö.-Bild mit einer ähnlichen Pulpaabbildung haben.
Die Patientin wurde in unserer Praxis ohne Beschwerden vorstellig. An dem Zahn 21 wollte niemand mehr etwas machen, die Patientin hatte keine Beschwerden. Erstaunlich was unser Körper aushalten, bzw. kompensieren kann. An diesem Fall ist (mal wieder) zu sehen, daß die koronale Pulpa nicht vollständig entfernt wurde und und als nekrotisch infizierter Rest verblieb. Diagnose: infizierte Pulpanekrose, P. apicalis, externe apikale Resorption Klinische Befunde: keine erhöhte Sondierungstiefen, Lockerungsgrad 0, Sekundärkaries, insuffiziente Füllung. Die Entfernung der koronalen Pulpareste war unter mikroskopischer Sicht problemlos möglich. Im apikalen Bereich war ein ausgeprägter Biofilm und gallertartiges Gewebe erkennbar. nach der Reinigung und Desinfektion ( Zitronensäure 10%, NaOCl 3%, NaCl – Eddy, PIPS mit NaOCl und NaCl ) erfolgte das Einbringen eines Kollagenwiderlagers gegen welches ProRoot MTA appliziert und mit Ultraschall verdichtet wurde. Die Wurzelfüllung erfolgte mit Guttapercha und koronal wurde der Zahn mit everX Flow Composit und einem Glasfaserstift aufgebaut. Die palatinale Deckfüllung erfolgte mit Beautifil – Composit.
Der Patient kam mit latenten Beschwerden. Der Zahn 45 wurde mit einer suboptimalen Kronenversorgung prothetisch rehabilitiert. Klinisch zeigten sich kein Aufbißbeschwerden und keine Schmerzen auf horizontale und vertikale Perkussion. Der Lockerungsggrad ist 0-1. Die Sondierungstiefen sind erhöht und lagen im Bereich 3-4mm. Der HZA hatte den Zahn bereits anbehandelt und Ledermix als Med eingebracht. Wir sollten den Zahn unbedingt erhalten. Der Fall schien nicht besonders schwer zu sein – vom Schreibtisch aus betrachtet.
In diesem Fall hatten wir das Problem, daß der Patient an Morbus Parkinson leidet und dazu eine eingeschränkte Mundöffnung hat. Ein angefertigtes DVT war auf Grund von Bewegungsartefakten nicht befundbar. Wir hatten dies in der Behandlung versucht, da multiple Kanalstrukturen sondierbar waren.
Durch den Parkinson typischen Tremor war das Sondieren mit vorgebogenen Instrumenten sehr schwierig, ebenso gelang es nur sporadisch den Eddy und die Spülkanüle „einzufädeln“. Die Sweeps Spitze des Skypulse ließ sich einfacher zusammen mit der Natriumhypochlritspülung in der Zugangskavität halten. Wir hofften hier auf die Wirkung von Sweeps. Wir setzten Sweeps Cleaning für je 2x 30 Sekunden ( 20 mJ/600mW/15Hz ) / Sitzung mit Zitronensäure 10% und NaOCl 3% ein.
Die Aufbereitung gelang mit Wave One Instrumenten, der Gleitpfad wurde handinstrumentiert. Die apikale maximale Aufbereitungsgröße betrug #25. In diesem Fall haben wir auch bereits das erste Recall. Der Patient ist völlig beschwerdefrei.
Eine Patientin stellte sich bei uns mit der Problematik einer Pansinusitis links vor.
Der Zahn 26 wurde vor 2020 bereits endodontisch behandelt, zeigt eine unvollständige Wurzelfüllungen und mesial apikal eine hyperdense, weichteildichte, abgegrenzte Struktur im Sinne einer P. apicalis. Der Zahn 27 imponiert 2023 mit einer P. apicalis palatinal apikal mit Verbindung zum Sinus maxillaris. Das erinnert mich an die Darstellungen von Meeresbewohnern die an Korallen anhaften. Ein Kopf DVT von 2020 zeigte bereits vor einigen Jahren die Befunde in geringerer Form. Die HNO Ärzte hatten den Befund nicht weiter gegeben, bzw. nicht erkannt. Es wurde zwar ein Kieferchirurg konsultiert, der erkannte angeblich keinen pathologischen Befund an den Zähnen.
In diesem Beitrag hatte ich den Fall vorgestellt. Jetzt konnten wir das 18 Monats Recall durchführen. Die Patientin ist Symptom- und schmerzfrei und die klinische und röntgenlogische Situation lässt uns sehr positiv in die Zukunft schauen.
Da ich letztens einige Fälle zum Thema Dens invaginatus hatte, kam mir die Idee mal Chat GPT zu diesem Thema zu befragen. Was weiß die KI dazu… Erstaunlich war, das die von mir gestellten Fragen ohne Zeitverzögerung zu so einem schon speziellen Thema beantwortet wurden. Was geschrieben wurde, ist für den der in der Materie wenig bewandert ist nachvollziehbar. Hier die Fragen und Antworten. Beeindruckend fand ich das Gedicht, welche sich in Auftrag gab…
Frage: Was ist ein Dens invaginatus
ChatGPT antwortet:
Ein Dens invaginatus, auch bekannt als Zahneinsenkung oder Zahneinschluss, ist eine seltene Zahnentwicklungsstörung, bei der sich eine kleine, sackartige Vertiefung in der Zahnoberfläche bildet, die tief in das Innere des Zahns eindringt. Dies kann in verschiedenen Zähnen auftreten, ist jedoch häufiger im Oberkiefer-Schneidezahnbereich zu finden.
Die Ursache für diese Störung ist nicht genau bekannt, aber es wird angenommen, dass sie auf eine abnormale Entwicklung während der Zahnbildung zurückzuführen ist. Ein Dens invaginatus kann dazu führen, dass sich Bakterien in der Vertiefung ansammeln, was zu Karies und Infektionen führen kann. In schweren Fällen kann es auch zu einer Entzündung der Wurzel und des umgebenden Gewebes kommen.
Die Behandlung hängt von der Schwere des Dens invaginatus ab. In milden Fällen kann eine Kariesbehandlung ausreichend sein, während in schwereren Fällen eine Wurzelkanalbehandlung oder sogar eine Extraktion des betroffenen Zahns erforderlich sein kann. Es ist wichtig, dass eine frühzeitige Diagnose und Behandlung erfolgen, um Komplikationen zu vermeiden.
Kann man mitgehen und ist sachlich nicht falsch.
Frage: Ist der Dens invaginatus die Folge einer Fehlentwicklung des Foramen caecum?
Chat GPT antwortet:
Ja, es wird vermutet, dass der Dens invaginatus eine Folge der Fehlentwicklung des Foramen caecum ist. Das Foramen caecum ist eine kleine Grube an der Spitze der embryonalen Zunge, die sich während der Zahnentwicklung in die Zahnknospen der Schneidezähne einsenken kann. Wenn dies geschieht, kann es zu einer abnormen Verlagerung von Zahngewebe und zu einer Vertiefung im Zahn führen, die als Dens invaginatus bezeichnet wird.
Das Foramen caecum ist auch der Ausgangspunkt für die Entwicklung der Schilddrüse beim Menschen, und es gibt eine Verbindung zwischen Dens invaginatus und Schilddrüsenanomalien. In seltenen Fällen kann der Dens invaginatus auch als Teil eines syndromischen Krankheitsbildes auftreten, das mit anderen Fehlbildungen oder genetischen Anomalien verbunden ist.
Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Fälle von Dens invaginatus auf eine Fehlentwicklung des Foramen caecum zurückzuführen sind, und dass die genaue Ursache und Pathogenese dieser Zahnentwicklungsstörung noch nicht vollständig verstanden sind.
Jetzt geht es drunter und drüber. Es gibt das Foramen caecum linguae und das Foramen caecum dentis. Diese werden hier zusammengehauen und die Schlussfolgerung daß Menschen mit einem Dens invaginatus, deswegen Schilddrüsenanomalien haben ist zu hinterfragen. Pubmed brachte mir 1/0 Abstracts, welche nichts dazu beschrieben. ( Suche: Dens invaginatus, Thyroid. Suche 2: Dens invaginatus Glandula thyroidea )
Frage: Bitte verfasse ein sich reimendes Gedicht zum Dens invaginatus.
Chat GPT antwortet:
Tief im Zahn, in kleiner Höhlung, Einstülpung, die den Schmelz durchwühlung, Dens invaginatus ist der Name, Krankheit, die den Zahn in Frage stellt, in diesem Rahmen.
Die Ursache oft im Dunkeln liegt, Vielleicht die Entwicklung trügt, Kurve und Krümmung sorgen für Verdacht, Karies und Infektionen schlagen zu, ohne Bedacht.
Doch mit Pflege und Behandlung in Sicht, Kann der Zahn wieder erstrahlen im Licht, Dentin und Gewebe gesund bleiben, Und das Lächeln wird wieder strahlen, ohne zu leiden.
Im außerberuflichen Leben fragt man sich das inzwischen täglich. Nicht nachvollziehbare Dinge passieren und man versucht das zu ignorieren und das eigene Nervenkostüm zu schonen um möglichst lang auf diesem Planeten halbwegs gesund herum zu laufen.
Ein Beispiel aus der Praxis ist dann aber doch zu viel des Guten. Eine gesetzliche Unfallversicherung hat dem Patienten schriftlich zugesagt, die Kosten für ein DVT zu übernehmen. Der KV lag vor und wurde genehmigt. Das DVT wurde erstellt, die Rechnung an die Unfallversicherung gesendet.
Die Unfallversicherung schreibt uns nun:
… Zitatanfang:
Ohne Bericht und Überweisung ist eine Erstattung leider nicht möglich. Die Begleichung Ihrer Rechnung haben wir vorerst zurückgestellt. Nach Eingang der Unterlagen werden wir unaufgefordert auf die Erstattung zurückkommen. Von Mahnungen bitten wirAbstand zu nehmen. Vielen Dank für Ihre Bemühungen.
…Zitatende
Der Sachbearbeiter fordert ohne Schweigepflichtsentbindung Befunde von Patienten an und knüpft an diese die Erstattung, welche vorher ohne Bedingung dem Patienten zugesagt wurde. Der Patient weiß nichts davon, weil der Brief nur an uns ging. Auf meine telefonische Nachfrage wurde ich zum Teamleiter verwiesen mit der Begründung Anordnung von dort, der war nicht im Haus, die Vertretung des Referatsleiters verwies mich zum DSVGO Verantwortlichen, welche aber auch nicht im Haus war. Osterzeit = Urlaubszeit.
Auf meine Frage an den Sachbearbeiter, wer denn die Befunde liest und auswertet wurde mir gesagt, daß die Mitarbeiter geschult wurden für CT und Röntgen und das beurteilen könnten. Eine Approbation hätten diese nicht.
Die Kosten für dien forderten zusätzlichen Unterlagen werden gar nicht hinterfragt.
Nach dem Wochenende habe ich die zuständige Referatsleiterin erreicht. Diese entschuldigte sich für das Missverständnis. Die Befunde werden nur bei MRT abgefragt. Das hat wohl die Mitarbeiterin verwechselt.
Der nachfolgende private Behandlungsplan für eine endodontische Behandlung mit Apexifikation wurde abgelehnt. Begründung: Geht nur auf Kostenbasis der GKV Leistungen.
Diagnose: reversible Pulpitis als Folge einer Infektion über eine Invagination Typ II nach Oehlers.
Therapie: Entfernen des Schmelzeinschlusses, Pulpaabdeckung und adhäsiver Verschluß.
Interessante Fallbeschreibungen findet man auf Wurzelspitze, auf der Seite vom Swissdentaljournal und in der Endodontie.
Die Behandlung verlief nach Plan. Um eine Verfärbung des Zahnes möglichst zu vermeiden, haben wir Neo MTA verwendet. Leider war das Handling dieses MTA Derivates in der kleinen Kavität etwas problematischer als das gewohnte Produkt ProRoot MTA. Im eingebrachten Kunststoff war ohne das wir das in der Behandlung klinisch sahen ein Lufteinschluß. Diese zu korrigieren, damit es sich röntgenoloisch besser darstellt, hätte einen weiteren Substanzverlust bedeutet. Gegebenenfalls kann das durchaus später korrigiert werden.
Im Kontrolltermin zeigte sich der Patient glücklich. Der Zahn ist symptomfrei und reagiert normal auf Kältereiz.
Es ist ein weit verbreiterter Brauch zu Ostern Eier, Hasen, oder in Papp/Blecheier verpackte Geschenke zu suchen. Kinder und auch Erwachsene haben dabei oftmals viel Spaß.
In den heutigen Röntgenbildern ist auch ein Ei versteckt. Frei nach dem Motto: Es ist zu sehen, was nicht zu sehen ist. Ich bin gespannt auf Ihre Kommentare.
Zur Info: Der junge Patient, 19 Jahre, stellte sich bei uns mit akuten Beschwerden am füllungsfreien Zahn 22 vor. Der Zahn zeigte sich stark berührungsempfindlich mit stark ausstrahlenden Schmerzen und starker Reaktion auf Kalt. Die Sondierungstiefen waren nicht erhöht und der Lockerungsgrad ist 0. Ein Traumageschehen ist dem Patienten nicht in Erinnerung.
Die Patientin wurde uns zum Erhalt des Zahnes 26 überwiesen. Sie hatte akute Beschwerden. Diese äußerterten sich in einem äußerst unangenehmen Kaltgefühl und Schmerzen beim Kauen. Die röntgenlogische und klinische Diagnostik bestätigte, daß es sich um zwei verschiedene Zähne handelte. Der Zahn 27 zeigte pulpitische Beschwerden. 26 imponierte mit einer P. apicalis als Z.n. Wurzelkanalbehandlung, mesial apikal ein Instrumentenfragment und palatinal die direkte Lagebeziehung zum Sinus maxillaris. Die Lockerungsgrade sind 0, die Sondierungstiefen nicht erhöht.
Im angefertigten DVT konnte die Beteiligung des Sinus max. über die palatinale Wurzel dargestellt werden. Die Patientin wünschte einen unbedingten Erhaltungsversuch.
Der HZA bat uns den Zahn 27 mit zu behandeln, da kein zeitnaher Termin, wegen anstehendem bei ihm Urlaub möglich war. 27 wurde nach Kariesexkavation, CaOH Lineraplikation mit einem Composite adhäsiv aufgebaut.
Nach präendodontischem Aufbau am Zahn 26 erfolgte unter mikroskopischer Kontrolle die Darstellung des Instrumentenfragmentes. Dieses konnte mit Ultraschall gelockert werden. Danach setzten wir den Er:Yag Laser mit Sweeps Cleaning für 2x 30 Sekunden ( 20 mJ/600mW/15Hz ) ein. Im zweiten Sweeps Cleaning Einsatz zeigte sich das Fragment im koronalen Bereich und konnte einfach entnommen werden.
Die weitere Behandlung erfolgte im Standardprozedere NaOCl 3% und Zitronensäure 10%, möglichst geringe apikale Substanzreduktion unter Beachtung der im Spanraum dargestellten Dentinsubstanz. Palatinal apikal wurde das weit offene Foramen mit ProRoot MTA ohne apikales Widerlager verschlossen.
Hier und hier berichteten wir zuvor. Für den Entfernungsversuch der periapikal verbliebenen Guttapercha benutzten wir die Guttaperchaentferner von Hartzell&Sons, EPGR und einen modifizierten Microopener. Microdebrider erscheinen zwar durch ihre hedströmartiges Arbeitsteil besser geeignet, sind aber zu flexibel. Der Plan war die Guttapercha im ersten Schritt mit dem Microopener zu luxieren und danach mit dem Hartzell Guttaperchaentferner nach koronal zu bewegen. Leider ging der Plan nicht ganz auf. Die Guttapercha brach erneut ab. Auf Grund der Nähe zum N. mentalis haben wir keine weiteren Versuche unternommen, das verbliebene Guttaperchafragment zu entfernen. Der Patient war damit einverstanden. Das weit offene apikale Foramen wurde mit ProRoot MTA ohne apikales Widerlager verschlossen. Die Wurzelfüllung erfolgte mit Guttapercha und der Zahn wurde mit Composite adhäsiv verschlossen. Das letzte Röntgenbild erfolgte 3 Monate post OP. Der Patient ist inzwischen schmerzfrei, die Parästhesie ist vollständig verschwunden und es gibt keine Einschränkungen bei der Intonation seines Instrumentes. Die krankheitsbedingte Ausfallzeit des Patienten zog sich über 5 Monate hin.
Hier berichteten wir zuvor. Der Patient hatte sich nach der Beratung für die Behandlung und den Erhaltungsversuch des Zahnes 34 entschieden. Durch die Extraktion von 36 hatte er bereits größere Probleme gehabt mit der Lücke wieder, wie gewohnt sein Instrument zu spielen. Ein Verlust des Zahnes 34 würde wahrscheinlich zu ähnlichen Probleme führen.
Nach der ersten Behandlung muss eine deutlich Reduzierung der Symptome erkennbar sein. Bei Progression der Symptome wird die Extraktion des Zahnes unvermeidlich.
Im ersten Behandlungsschritt ist die Entfernung des WF Materials geplant. Das extrahierte WF Material soll von orthograd versucht werden zu entfernen. Die Gefahr ist, daß die Guttapercha sich ggf. nicht ein einem Stück entfernen lässt. Nach präendodontischem Aufbau und Gestaltung eine gut einsehbaren Zugangskavität erfolgte die Entfernung des WF Materials. Mit der hier bereits beschriebenen „Kuhfuß-Technik nach Schröder“ gelang die vollständige Entfernung nicht. Die Guttapercha riß im Bereich des Apex ab. Genau das wollten wir vermeiden. Dafür entleerte sich spontan ein blutig/eitriges Exsudat über den Wurzelkanal. Nach der Reinigung und Desinfektion des Kanals saugten wir noch weiteres Exsudat ab. Die medikamentöse Einlage erfolgte mit einem Jodhaltigen CaOH.
Der Patient berichtete uns in der Folgezeit, daß die Beschwerden sich deutlich verringerten. Das Taubheitsgefühl hatte sich ebenfalls stark reduziert. Nun war eine erneute Beratung notwendig.
Fragestellung: Sollte weiter versucht werden das WF Material von orthograd zu entfernen oder sollte es belassen werden? Für einen Entfernungsversuch benötigen wir ein neues DVT. Der Patient entschied sich für einen noninvasiven Eingriff. Das heißt wir versuchen das Guttaperchafragment mittels eines entsprechenden Instrumentes im Ganzen zu entfernen ohne Ultraschall- oder Schallanwendung im periapikalen Bereich. Beispiele und Hilfsmittel findet man hier, hier und hier.
Der Patient stellte sich nach einer Odyssee in unserer Praxis vor. Zum einen hatte er Beschwerden, zum anderen konnte er seinen Beruf nicht mehr ausüben, da er nach einer Wurzelkanalbehandlung am Zahn 34 deutlich Sensibilitätsausfälle in der linkem Unterlippe, Wange und Kinn hat. Der Patient ist Musiker und bestreitet als Blechbläser seinen Lebensunterhalt.
Im Röntgenbild war die überextrudierte WF am Zahn 34 mit einer P. apicalis erkennbar. Als Verdachtsdiagnose stellten wir eine apikale externe Resorption inflamatorischer Genese fest.
Die Anamnese ergab, daß der Zahn 34 in mehreren Sitzungen endodontisch behandelt wurde und abschließend mit einer Wurzelfüllung versehen wurde. Nach der Wurzelfüllung kam es innerhalb weniger Tage ((2-3) zu den o.g. Symptomen ( Schmerz auf Belastung und Sensibilitätsausfälle ). In einer kieferchirurgischen Praxis wurde ein großvolumiges DVT angefertigt. Dem Patienten wurde dann unsere Praxis empfohlen, alternativ die Entfernung des Zahnes 34 angeraten.
Die klinische Untersuchung ergab 34 zeigt eine Perkussionsempfindlichkeit auf Horizontale und vertikale Belastung, dezent erhöhte Sondierungstiefen im Rahmen einer plaqubedingten Gingivitis, Lockerungsrad 2-3 und die oben erwähnten deutlichen Sensibilitätsausfälle. Durch die Sensibilitätsqausfälle war der Ansatz stark gestört. Es sind keine kontrollierten Lippenspannungen aufbaubar und somit ist das Spielen, Intonieren des Horns unmöglich. Der Patient war auf Grund der Plötzlichkeit des Auftretens dieser Symptome sehr besorgt. Weiterhin berichtete der Patient über starke Schmerzen im Unterkiefer die bis ins Ohr ausstrahlten.
Welche Ursachen können dafür vorliegen? In der Regel ist ein Verletzung/ Druckdolenz des N. mentalis als sensible Endast des N. alveolaris inferior die Ursache. Da dies nicht im zeitlichen Zusammenhang mit der Anästhesie in der endodontischen Behandlung entstand, ist die Anästhesie als Ursache nicht wahrscheinlich.
Im also loco angefertigten großvolumigen DVT kann man die enge Lagebeziehung zwischen N. mentalis und dem Zahn 34 erkennen. Diagnose: Vincent-Syndrom Wir empfahlen dem Patienten als sofortige Behandlunsgmaßnahme die Entfernung der WF des Zahnes 34 und die Desinfektion des Wurzelkanalsystems, ggf. Absaugen eines Exsudates als Therapie. Alternativ bleibt nur die sofortige Entfernung des Zahnes. Wie es weiter ging demnächst an dieser Stelle.
Weitere Literatur/Links:
Endodontie 03/2020 Mortsch, Florentine-Susanne Parästhesie des Nervus mentalis durch eine apikale Parodontitis Das Vincent-Syndrom
Der Patient wurde uns überwiesen auf Grund einer Blockierung distal. Der Revisionsversuch des HZA endete an dieser Stelle. Im angefertigten Röntgenbild zeigte sich eine metalldichte hyperdense Struktur im mittleren Wurzeldrittel. Die klinischen Diagnostik zeigte folgende Befunde: – erhöhte Sondierungstiefen zirkulär bis 4mm als Folge einer palqubedingten Gingivitis, – Lockerungsrad 0, – Perkussionsschmerz lateral und vertikal, dezente Aufbissempfindlichkeit, – insuffiziente Füllung od.
In der 3 dimensionalen Bildgebung konnte die metalldichte Struktur distal deutlicher dargestellt werden. Mindestens ein schlangenförmig verformtes Handinstrumentfragment war erkennbar. Das erste Fragmentteil wurde bereits bei der Darstellung mit dem Endochuck nach koronal transportiert. Danach waren weiter Fragmentteile erkennbar. Im Bereich der Konfluation der distalen Kanäle steckte noch eine Instrumentenspitze im 90Grad Winkel. Mittels Sweeps Cleaning® ( 20 mJ/600mW/15Hz ) ließ sich das Fragment und ein noch vertikal steckendes kleines Bruchstück relativ leicht herausspülen, oder sagt man „sweepen“? Bisher haben wir den Er:Yag Laser mit NaOCl 3% in der Desinfektion eingesetzt. Olivi zeigt in seinem Spülprotokoll die Anwendung ebenso mit EDTA.
Die Aufbereitung und Wurzelfüllung erfolgte in der bekannten Weise mit Profile und Wave One Instrumenten. Als Spüllösungen waren NaOCl 3% und Zitronensäure 10% im Einsatz. Die thermische Obtuartion erfolgte mit Guttapercha.
Die Entfernung von festsitzenden Fragmenten mittels Sweeps Cleaning® ist eher unwahrscheinlich. Jedoch ist nach Ultraschalllockerung die Entfernung der Fragmente mittels Spülflüssigkeit gut denkbar und in meinen Händen mehrfach gelungen. In gekrümmten, schwer oder nicht einsehbaren Kanälen kann dies helfen Substanz zu schonen.
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
In unserer Praxis sind Revisionsbehandlungen in der Anzahl aller endodontischen Behandlungen mit weitem Abstand führend. Der heutige Fall ist bei der Betrachtung des Ausgnangsbildes sicher kein Fall um den man sich schlägt. Die sicher vorhandenen Blockierungen und Stufen sind oftmals nur mit sehr hohem Zeit- und Instrumentenaufwand passierbar. So war es dann in der klinischen Situation auch. Mesial und distal imponierte ein sehr harte und schwer eindringbare Guttapercha. Die Gefahr der Kanalverlagerung/Stufenbildung ist dadurch noch höher. In diesem Fall konnte ich die Guttapercha nur mit dem Einsatz von Eukalyptusöl (Guttasolv) erweichen und damit entfernbar machen. Mein Instrument der Wahl ist dabei die ProFile mit ihrem Radialland. Nach Guttaperchaentfernung konnte mesial und distal keine weitere apikale Kanalstruktur sondiert werden. Die Aufbereitung der lingualen Kanäle gelang mit Wave One Gold und Profile. Distal konnte Patency nicht erreicht werden. Ich habe mich dann entschieden mittels Sweeps und Zitronensäure entsprechend dem Spülprotokoll von Olivi vor zu gehen. 2 x30 Sekunden SWEEPS Cleaning® ( 20 mJ/600mW/15Hz ) mit Zitronensäure im Abstand von ca. 1 Minute. Danach nochmals Spülung mit Zitronensäure und Eddy. Nach dem Einsatz des ER:Yag Lasers war mesial eine Konfluation der beiden Kanäle erkennbar. Distal hatte sich die Situation nicht sonderbar verändert. Die im DVT zu vermutende Kanalstruktur war nicht deketierbar. Nach 30 Minuten intensiver Sondierung habe ich abgebrochen.
In der zweiten Behandlungssitzung erfolgte nochmals nach der CaOH Entfernung 30 Sekunden SWEEPS Cleaning® ( 20 mJ/600mW/15Hz ) mit Zitronensäure. Ein nochmaliges Sondieren war erfolglos. Da auch dies keine erkennbare Veränderung brachte erfolgte nach 2 x30 Sekunden SWEEPS Cleaning® ( 20 mJ/600mW/15Hz ) mit NaOCl 3% die Wurzelfüllung und der adhäsive postendodontische Aufbau. Die Recallaufnahmen werde ich einstellen.
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Einer der ersten Fälle, welche wir neben unserer gewohnten endodontischen Vorgehensweise zusätzlich mit SWEEPS®* behandelt haben, konnten wir nun auch im 6 Monats Recall verfolgen. Für die Spülung des Kanalsystems verwendeten wir Zitronensäure 10% (10ml) und Natriumhypochlorit 3% (20ml). Beide wurden mit dem Eddy im Kanalsystem auf Arbeitslänge bewegt. Zum Abschluss der ersten Sitzung erfolgten 30 Sekunden SWEEPS Cleaning® ( 20 mJ/600mW/15Hz ) mit NaoCl. In der zweiten Sitzung kam SWEEPS® Cleaning mit NaOCl mit den selben Werten für 30 Sekunden zum Einsatz. Abschließend wurde das Kanalsystem mit Papierspitzen getrocknet. Die Wurzelfüllung erfolgte thermisch vertikal mit Guttapercha und Total Fill BC Sealer HiFlow.
*SWEEPS® (Shock Wave Enhanced Emission Photoacoustic Streaming) als Weiterentwicklung von PIPS®
Die SWEEPS® Er:YAG-Lasermodalität verwendet synchronisierte Paare ultrakurzer Laserimpulse, die ein beschleunigtes Kollabieren von laserinduzierten Blasen erreichen, dies führt zu einer verstärkten Stoßwellenemission in engsten Wurzelkanälen.
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Der Laser hat uns etwas, wie hier und hier beschrieben, in Bewegung gehalten. Zudem tauchten plötzlich Probleme auf, daß die Ansätze für SWEEPS und PIPS zu schnell kaputt gingen. Fehler in der Aufbereitung (Utraschalldesinfektion) waren die eine Ursache. Die extreme Stoßempfindlichkeit der Spitzen, die andere Ursache. Den Thermodesinfektor überstehen diese im Gegensatz zur Ultraschaldesinfektion.
An dieser Stelle muss man ganz klar festhalten, der Einsatz dieses Lasers mit einem Laserzuschlag von max. 22,05 Euro für die Wurzelkanalaufbereitung wirtschaftlich unlösbar ist. Ergonomisch passt der Skypuls, obwohl auf einem Rollfuß, nicht in unser Konzept. Noch ein Cart, noch ein Fussanlasser. „Schlangengleich“ muss man sich an den Geräten zum Röntgen aus der Behandlerposition herauswinden.
Es stellt sich die Frage, brauch man den Laser nun wirklich?
In unseren Behandlungen konnten wir feststellen, daß häufiger gefüllte laterale Kanalstrukturen erkennbar waren. Ebenso konnten Konfluationen, die im DVT erkennbar/vermutbar waren und in der klinischen Sicht, sich nicht durch einen sich ausgleichenden Flüssigkeitspegel darstellten, nach SWEEPS sehr oft wieder konfluierend waren. D.h. durch Absaugen der Flüssigkeit in einem Kanal, reduziert sich im konfluierenden Kanal ebenso der Flüssigkeitsstand.
Für mich ein erstes Zeichen, daß wir an dem Thema dranbleiben werden. Die „Konfluationsgewinnung“ konnte ich in dieser Form und Häufigkeit in der Revision nicht bei Eddy oder PUI beobachten.
Fest an der Wurzeloberfläche anhaftendes WF Material konnte mittels SWEEPS / PIPS nicht entfernt werden. Instrumentenfragmente, die mit Ultraschall gelockert wurden, ließen sich einfach mittels SWEEPS im Flüssigkeitsstrom heraus transportieren. Demnächst einige Fälle.
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Unerwartet stellte sich die Patientin mit einer endodontischen Fragestellung zum Zahn 21, 22 in diesem Jahr vor. Die Untersuchung und Röntgendiagnostik ergab, daß keine endodontische Therapie am Zahn 21, 22 derzeit erfolgen muss. Als Nebenbefund konnte der Zahn 12 im angefertigten DVT nachkontrolliert werden. 22 knapp 8 Jahre postoperativ (Revision) symptomfrei.
Nach dem wir mit der Patientin den Fall, wie hier und hier bereits geschildert besprochen haben, kontaktieren wir in solchen Fällen den Hauszahnarzt und besprechen dies ebenso mit ihm. Die Patientin zeigte sich mit dem Vorgehen einverstanden. Die Behandlung soll in 2 Schritten erfolgen: 1. Perforationsverschluß, initiale Desinfektion des Kanalsystems im Perforationsbereich 2. Wurzelkanalbehandlung, Wurzelfüllung und Aufbau des Zahnes zum vorhandenen Außenteleskop mit Kunststoff als temporäre Maßnahme.
Der erste Schritt, Darstellung der Perforation, Kanaleingangsdarstellung der 2 Wurzelkanäle gelang, wie geplant. Die akuten Beschwerden waren zum zweiten Termin nahezu vollständig verschwunden. Die Patientin zeigte uns plötzlich stolz das verloren geglaubte Innenteleskop. Dieses konnte problemlos suffizient auf den Zahn gesetzt werden. Leider war eine Spaltbildung zur Preparationsgrenze erkennbar mit eingesetzter Prothese. Die Stellung des Zahnes 33 hat sich wahrscheinlich etwas verändert. In diesem Fall bleibt noch der Versuch den Zahn mit der eingesetzten Teleskopprothese und dem darin befindlichen Innenteleskop in die Ausgangslage zu bewegen. Deshalb haben wir nach der Wurzelkanalbehandlung und Wurzelfüllung den Zahn provisorisch adhäsiv verschlossen und die Patientin nach wenigen tagen wieder einbestellt. Nach anfänglicher Druckdolenz hatte sich der Zahn schmerzfrei und „reintegriert“ gezeigt. es erfolgte der adhäsive Aufbau mit Galsfaserstiften und dualhärtendem Komposit (Rebilda).
Das Innenteleskop wurde zur Formgebung genutzt. Wir isolieren das Innen- und Außenteleskop mit Vaselineöl. Dadurch ist das Innenteleskop nicht fest verankert und löst sich in der Regel nach wenigen Tagen. Danach ist eine Zementierung nach Reinigung des Innenteleskops problemlos möglich. Dem Hauszahnarzt empfehlen wir unbedingt die zeitnahe Unterfütterung der Prothesensättel, sowie eine Remontage zur optimalen Belastung des Zahnersatzes.
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An dieser Stelle hatten wir den Fall vorgestellt und Sie um Ihre Behandlungsempfehlung gebeten. Vielen Dank für die umfangreichen Kommentare. Backward planing – sollte vor dem Therapiebeginn stehen.
Die endodontische Therapie ist durchaus in einem vorhersagbaren Rahmen lösbar. Die Fragen, die sich mir in so einem Fall stellen sind diese:
Welche Prognose hat der Zahn als prothetischer Pfeilerzahn?
Wie könnte man die Prognose als prothetischer Pfeilerzahn „aufwerten“?
Was möchte der Patient?
Welche Alternativen gibt es?
Zu 1.
Die Gingivaresilienz und der lange Hebel durch die Freieindlücken ab 34 / 45 sind für die bereits kompromittierten Zähne 33, 44, 43 kritisch. Eine alleinige endodontische Therapie an 33 wäre nur in einem eng begrenzten Zeitrahmen erfolgreich. Die Fraktur am Zahn 33 ist Folge dieser chronischen Traumatisierung und wird wieder auftreten ohne die entsprechende prothetische Therapie.
Zu 2.
Die Möglichkeit der „Aufwertung“ der Pfeilerwertigkeit von 33 besteht in einer Pfeilervermehrung. In diesen Fällen ist die Implantation das Mittel der Wahl. Dies haben wir dem Patienten als Bedingung für eine endodontische Therapie am Zahn 33 gestellt.
Die Patientin sah sich nicht in der Lage einen neuen Zahnersatz zu finanzieren. In diesen Fällen bleibt uns, wenn machbar, die Reparatur des vorhandenen ZE. Aus Erfahrung in ähnlich gelagerten Fällen haben wir die „strategische“ Implantation eines kurzen Implantates in der Region 35-36/ 45-46 empfohlen und die Auflagerung des ZE nach Unterfütterung und ggf. Remontage. Das Implantat wird lediglich mit einer Einheilkappe verschlossen und die entsprechende Auflage in der Kunststoffbasis des ZE eingearbeitet. (Beispielfall in der beiliegenden Folie) Es kommt in diesem Fall noch erschwerend hinzu, daß das Innenteleskop fehlt. In diesen Fällen empfehle ich dem Patienten immer nochmals genauestens zu suchen, da ansonsten die Neuanfertigung von Außen- und Innenteleskop notwendig wird. Ferrule ist vorhanden.
Die Patientin stellte sich in unserer Praxis mit akuten Beschwerden am Zahn 33 vor. Innerhalb kurzer Zeit hatte sie den Zahn 34 eingebüßt und nun war der Zahn 33 vakant. Die vorhandene Teleskopprothese (43,44,33 Teleskop, 34-37, 45-47 ersetzte Zähne) ist mit dem Verlust von 33 nicht mehr funktionsfähig.
Sie bat uns um unbedingten Erhaltungsversuch von 33. Die Befunde: 33 Kronenfraktur, Z.n. Wurzelbehandlung begonnen mit Verdacht einer Perforation distal im mittleren Wurzeldrittel. Der Zahn 33 zeigt eine zweiwurzelige Anatomie. Der Zahn 33 ist perkussionsempfindlich auf vertikale und horizontale Belastung, der Lockerungsrad ist 0-1. Sondierungstiefen sind circulär 3-4 mm an den Teleskopzähnen. Das Innenteleskop 33 fehlt.
Nun die Frage Zahnerhalt oder Extraktion und ZE Neuplanung?
Hier berichteten wir zuletzt über den Fall. Schade dachte ich damals. Den Fall hätte ich gerne weiter verfolgt. Der Patient kam nicht mehr zum Recall. Plötzlich war er wieder da. Ich sollte mir einen anderen Zahn an schauen.
8 Jahre ist das her. Eine weitere Kippung des Zahnes war nicht zu erkennen.
36 ist symptomlos, Lockerungsgrad 0, zeigt allerdings erhöhte Sondierungstiefen. Nochmals haben wir dem Patienten die weiterführenden Behandlungsschritte von anno dazumal angeraten.
Dieser Fall regte mich an ähnliche Behandlung zukünftig mit Bohrschablonen zu planen. Leider konnten wir es hier nicht umsetzen, da der Patient einen naheliegenden OP Termin bekam und die Behandlung sofort umgesetzt erden musste.
Der Patient stellte sich in unserer Praxis mit Beschwerden am Zahn 36 vor. Er gab Palpationsschmerzen vestibulär in Höhe des koronalen Wurzeldrittels an. Manchmal entstand auch eine Schwellung am Zahnfleisch. Es besteht kein Perkussionsschmerz, die Sondierungstiefen sind nicht pathologisch erhöht und der Lockerunfsgrad ist 0. Die vorhandene Wurzelkanalbehandlung zeigt eine inhomogene WF.
Röntegnologisch (DVT und Zahnfilm) zeigt seich apikal keine Aufhellung. Allerdings ist eine Osteolyse in der Bifurcation erkennbar. Diese ist als Zustand nach Perforation des Pulpenbodens im DVT erkennbar.
Wir haben nach eingehender Beratung mit dem Patienten entschieden, einen minimalinvasiven Eingriff durchzuführen. Der Patient steht vor einer neuen OP und hatte gerade mehrere OP überstanden. Deshalb war er sehr angespannt gegenüber größeren Prozeduren. Den Zahn wollte er unbedingt erhalten. Eine mögliche Revision ist auch noch möglich, nur wird dann eventuell auch eine Veränderung der vorhandenen ZE Versorgung notwendig.
In der Planung des Falles war ich sehr optimistisch die Perforation zielgenau an Hand des DVT aufzufinden. Nach „Kronentrepanation“ erfolgte die Gestaltung der Zugangskavität. An Hand des DVT hatten wir ausgemessen, daß dies problemlos bis ca. 6,5mm ohne Perforationsgefahr gelingen sollte. Nach diesen 6,5mm war immer noch nur weißer Kunststoff sichtbar. Erste Zweifel kamen auf, ob die Behandlung so reibungslos ablaufen könnte, wie gedacht. (Mittels Bohrschablone wäre vielleicht eine bessere „Zielführung“ möglich, allerdings nur mit rotierenden Instrumenten.) Die weiter Präparation der Zugangskavität nach apikal erfolgte mit Schallansätzen nach Massironi (Komet). Zunächst stellte ich mir Rand des distalen Glasfaserstift im koronalen Bereich als weiteren Orientierungspunkt dar. Nach Darstellung des intakten Pulpenbodens distal (Glasfserstiftorientierung) wurden die Kunststoffteile des alten Aufbaus mit den Massironi-Schallansätzen entfernt.
Nach Darstellung der Perforation erfolgte eine Desinfektion mit Natriumhypochlorit 3%. Danach wurde ein Widerlager mit Parasorb eingebracht und die Perforation mit ProRoot MTA verschlossen. Abschließend erfolgte die Einlage eines feuchten Peletim und der provisorische adhäsive Verschluss der Zugangskavität. Für den weiteren Aufbau des Zahnes wollte ich die Kontrolle des korrekten Abbinden des MTA und die Möglichkeit haben die Zugangskavität mit AlO auszustrahlen. Dies ermöglicht in unseren Händen eine sichere adhäsive Restauration. Im Folgetermin 2 Tage später erfolgte dies nach Kontrolle des MTA. Der weitere intrakoronale Aufbau erfolgte mit Ever Flow Bull und die koronale Restauration der Krone mit IPS Express direct nach Silanisierung.
Kritisch zu sehen ist die Nähe der Perforation zum mb Kanaleingang. Eine Infektion ist nicht auszuschließen. Dem Patienten wurden Nachkontrollen klinisch und röntgenlogisch in 3/6/12/24 Monaten empfohlen.
Über die weiteren Kontrollen werde ich hier gern berichten.
Rückblickend versuche ich mir immer wieder das Produkt / Gerät des letzten Jahres zu finden, welches ich nicht mehr missen möchte.
Das schließt Geräte die schon lange im Einsatz sind aus. Auch, wenn diese besonders wichtig sind, wie beispielsweise das Mikroskop, das Längenmessgerät, der Röntgensensor, etc…
2022 muss ich an erster Stelle das DVT Morita X800 nennen. Ohne diese Informationen in einer außergewöhnlichen Qualität wären Behandlungen unvorhersagbarer und es kam zu deutlich längeren Behandlungszeiten.
An zweiter Stelle steht der Dentapen bei mir. Anfangs von mir skeptisch betrachtet, möchte ich den Dentapen nicht mehr missen. Ebenso sind viele Patienten von der schmerzärmeren Anästhesie fasziniert.
Den dritten Platz hat etwas unerwartet muss ich sagen, der Tri Auto ZX 2 Motor von Morita eingenommen. Unerwartet, weil wir den Motor nicht verwendeten, da es Ersatzköpfe nur zu einem zu hohen Verkaufspreis gab und damit nicht mehrere Behandlungen nacheinander möglich waren. Berichte findet man hier.
In Gesprächen mit Morita habe ich auf DEN Vorteil des Motors mit seiner Programmierbarkeit hingewiesen und DEN Nachteil durch die hohen Kosten für zusätzliche Köpfe und der damit wahrscheinlich geringere Einsatz des Gerätes, wie in unserer Praxis. Nun soll sich dieses Jahr etwas bewegen.
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Um einen Laser zu betreiben, muss man die entsprechende Sachkunde nachweisen. Weiterhin sind einige Dinge, wie u.a. Warnleuchten, „Fensterschutzeinrichtungen“ und entsprechende Laserschutzbrillen notwendig.
Im Vorfeld haben wir diese Bedingungen erfüllt, bzw. geschaffen.
Einziger Anbieter für Fotona Laser ist Henry Schein in Deutschland. Bestellt haben wir den Laser im November 2021.
Lieferverzögerung um Monate trotz bestätigter Liefertermine und unvollständige Lieferungen bestimmten den Beginn. Als Ursache wurde wir auf die Corona bedingte Zulieferkriese verwiesen.
Ab Mai 2022 konnten wir erstmals die endodontische Behandlung mit dem Laser unterstützen. Da wir aber nur ein Handstück hatten, ein weiteres bestelltes Handstück, war nicht lieferbar, konnten wir aus hygienetechnischen Gründen nicht jede Behandlung mit dem Laser durchführen.
Im September (!) hatten wir das zweite Handstück zur Verfügung. Der Laser konnte nun regelmäßig eingesetzt werden. Am 26.10.2022 erhielten wir Fehlermeldungen und das Gerät schaltete sich ab. Henry Schein wurde informiert und holte das Gerät bei uns ab.
Das Gerät war von Ende Oktober bis Anfang Dezember in der Reparatur.
Der Start ist für uns unerwartet suboptimal.
Trotz eingeschränkter Nutzbarkeit haben wir in der kurzen Zeit Ergebnisse gesehen, die vielversprechend aussehen. Allerdings in stark begrenzter Anzahl aus o.g. Gründen. Dazu berichten wir demnächst mehr. Ich bin sehr hoffnungsvoll, aber auch furchtbar enttäuscht, welche katastrophal unorganisierte Abläufe in dem Land inzwischen normal sind. Zudem wird erwartet, daß man das anstandslos erträgt.
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2010 habe ich erstmals unter dieser Überschrift geschrieben. Jetzt 2022 sind wir mehr oder weniger zwangsdigitalisiert. Leider ist diese Form der Digitalisierung absurd. Das heißt in der täglichen Praxis nicht hilfreich. Schlimmer noch sogar arbeitsaufwendiger als vormals mit analogen Abläufen.
Doch das möchte ich nicht weiter ausführen. 2010 habe ich in diesem Beitrag den Dokumenteneinzugsscanner Scansnap S1500 m von Fujitsu vorgestellt. Dieser Scanner ist bis heute bei uns in Betrieb. Er wurde weder gewartet noch repariert. Er macht einfach sein Ding. Egal unter welchem Betriebssystem. Solche Geräte sind ein echter Gewinn, nur ist das nicht mehr normal. ( Geplante Obsoleszenz. )
In unserem Praxisumfeld sind 4 Geräte im Einsatz. Der vorgestellte Scansnap S1500 m ist nicht mehr erhältlich. Es gibt dafür aber Ersatz. etwas teurer aber noch besser. Der Fujitsu FI-7160 USB Dokument Scanner. Der Papiereinzug ist noch besser geworden. Gar keine Probleme mehr beim Papiereinzug. Selbst Thermopapierkassenbelege sind spannbar.
Er ist unglaublich schnell. So schnell, daß man zweifelt ob das wirklich gut gescannt ist. Aber es ist gescannt – beidseitig, in hervorragender Qualität. Seit 2019 haben wir dieses Gerät auch im Einsatz.
Lediglich Bücher und analoge Röntgenbilder können damit nicht gescannt werden.
Devonthink Pro Office verwende ich nur noch für die Literaturverwaltung. Ansonsten nutze ich die Spotlightsuche des Mac in der Dokumentenablage in Ordnern nach Jahren.
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Die Patientin stellte sich bei uns auf Eigeninitiative vor. Sie hatte im Oberkiefer rechts latente Beschwerden. Deshalb suchte sie den Notdienst auf. Der Zahn 16 wurde trepaniert und offen gelassen. 2 Tage später begann die Behandlung bei Ihrer HZÄ. Es wurde mehrere Male versucht mittels eingebrachter Medikamente den Zahn ruhig zu stellen. Da das nicht gelang suchte die Patientin uns auf.
Nach klinischer und röntgenlogischer Abklärung kamen wir zur Diagnose: 16 P. apicalis, Instrumentenfraktur 16 mb. Ob das Instrumentenfragment entfernbar ist, können wir erst nach Versuch der klinischen Darstellung sagen. Optimistisch sehe ich den Fall nicht.
Nach Beratung und Kostenaufklärung konnte die Patientin nicht warten und wir versprachen ihr den Behandlungsvorschlag per Mail zuzusenden. Nun rief uns die Patientin an, der Behandlungsplan kam mit 2 Tagen Verspätung. Sie werde nun einen anderen Kollegen aufsuchen…
Das angefertigte DVT haben wir der Patientin umgehend ausgehändigt. Die Strafe nehme ich gerne an.
Als wir diesen Fall behandelt haben, gab es Wurzelspitze nicht. Wurzelspitze ging am 01.11.2008 online. Das ich noch 2022 Beiträge schreibe hätte ich nie gedacht…
Nun zu dem Fall. Der Patient stellte sich mit einer akuten Pulpitis in unserer Praxis vor. 37 zeigte ein Crack distal. Funktionell gab es einige Probleme und der Patient benutzte seine Zähne zum Stressabbau. Schlechte Voraussetzungen für einen langen Zahnerhalt. Hinzu kam, daß er erwähnte nur einen befristeten Aufenthalt in Leipzig zu haben. Er bat uns ihm zu helfen, da in seinem Heimatland (GB) lange Wartezeiten auf Termine bestehen. Den Erhalt des Zahnes 37 wollte er mit allen Mitteln versuchen.
Nach präendodontischem Aufbau erfolgte die Aufbereitung des Wurzelkanalsystems mit Profile und Protaper. Die Spülung erfolgte mit EDTA und NaOCl 5% unter Ultraschallanwendung. Die Wurzelfüllung gelang mit AH+ und Guttapercha warm-vertikaler Obturatopnstechnik. Für die Messaufnahmen verwendeten wir damals noch Silberstifte. Diese erwiesen sich kontrastschärfer in der analogen Röntgentechnik. 2006 hatten wir den ersten Kodak 6100 Sensor im Einsatz und stellten die Silberstiftverwendung bald ein.
Auf Grund der funktionellen Problematik und der vorhandenen Goldrestaurationen erfolgte die prothetische Therapie mit Goldteilkrone 37 und 36 ( das Inlay hatte distal eine Sekundärkaries ).
2007 erfolgte noch ein 3 Monatsrecall.
Vor einigen Wochen rief uns der Patient an und wollte von uns behandelt werden. Er hätte dasselbe Problem nun am Zahn 47, wie damals am Zahn 37. Es ist immer wieder schön zu sehen, daß Behandlungen erfolgreich verlaufen sind, obwohl man in der Prognose unsicher war.
Die Frage war, wie konnte es trotz korrekt eingestellter Arbeit- und Spülkanülenlänge zu einer starken Blutung aus dem Bereich der Wurzelspitze kommen.
Es muss ein größerer Seitenkanal/lateraler Kanal im Bereich des apikalen Wurzeldrittels vorliegen. Durch die Irriflex wird die Spüllösung lateral aus der Kanüle gepresst. Liegt diese Öffnung zufällig in der Nähe des lateralen Kanals, kann es zu einer dezenten NaOCl-Überpressung kommen. Die Folge kann eine Blutung sein.
Im weiteren Verlauf der Behandlungsdokumentation Röntgen WF sieht man, was bereits auf dem Ausgangsbild zu sehen ist. Es ist ein entsprechender Seitenkanal vorhanden.
Im der letzten Monat hatten wir eine heftige Blutung an einem Frontzahn 22 nach einer Natriumhypochloritspülung kurz vor der geplanten Wurzelfüllung. Die Blutung verlief derartig heftig, daß wir diese nicht so stillen konnten um die WF durch zuführen. Der Patient hatte dabei kurz Beschwerden im Sinne eines Elektroimpulses. Wir verwenden NaOCl in 3% Lösung, die Irriflex Spülkanülen und zur Aktivierung den Eddy. Da wir in diesem Fall Totalfill BC Sealer verwenden wollten ist die Natriumhypochlritspülung die Abschlußspülung. Die Irriflex war auf Arbeitslänge – 1mm eingebracht und es wurde ohne Druck gespült. Nach ca. 10 Sekunden verspürte der Patient den kurzen Schmerz und zeitgleich entstand die Blutung. Nach einer CaOH Einlage vereinbarten wir einen neuen Termin.
Der Zahn zeigte kein extrem großes apikales Foramen, die Aufbereitung erfolgte bis #35, AL -0,5mm.
Was könnte die Ursache für die Blutung gewesen sein, wenn man auf korrekt eingestellter AL spült und kein großes apikales Foramen hat?
Ende letzten Jahres ( November 2021) haben wir den Fotona Skypulse Versa bestellt. Lange Zeit waren wir sehr zurückhaltend in Anschaffung eines Er:YAG Lasers. Der Nutzen erschien uns nicht angemessen. In den letzten Jahren haben sich einige Veränderungen ergeben, so daß wir das Thema aufmerksamer betrachteten. Ist diese Behandlungsoption ein Gewinn, eine Bereicherung? Das möchte ich aus meiner persönlichen Sicht in der kommenden Zeit eruieren und meine Erfahrungen in Wurzelspitze mitteilen. Was versprach ich mir? Eine Verbesserung der Kanaldesinfektion und Reinigung. Insbesondere in apikal nicht mehr mechanisch zu erreichender Strukturen im Revisionsfall, in stark obliterierten Kanalstrukturen und schwierigen Kanalanatomien eine ausreichende Desinfektion zu erreichen. Deshalb wanderte mein Augenmerk nur auf einen Er:YAG Laser.
Warum Fotona? Mich interessierten die in der Literatur erwähnten Verfahren PIPS® (Photon Induced Photoacoustic Streaming) und SWEEPS® (Shock Wave Enhanced Emission Photoacoustic Streaming) als Weiterentwicklung von PIPS®. Ich wollte nicht mit ähnlichen Einstellungen an anderen Lasern arbeiten, sondern die beschrieben Verfahren möglichst ohne Improvisieren umsetzen zu können.
Demnächst mehr zu diesem Thema und natürlich Fälle.
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Der heutige Fall ist ein Beispiel dafür, was die menschliche Natur alles erträgt.
Unerwartet besuchte die Patientin uns, nach 2013 wieder. Sie hatte wieder ein Zahnproblem, wie sie sagte. Sofort hatte ich die Behandlung aus dem Januar 2008 vor meinen Augen. Einer der Fälle, der Demut lehrte und fast sofort zu Schweißausbrüchen führt. Wie kam es dazu?
46 sollte entfernt und ein Implantat gesetzt werden. Der HZA konnte den Zahn nach der endodontischen Behandlung nicht verschließen, ohne daß die Patienten Beschwerden bekam. Dazu kam eine vollständige Obliteratione in der mesialen Wurzel laut Röntgenaufnahme. Der Kieferchirurg fragte bei uns nach, ob es eine Chance gebe 46 zu erhalten. DemKollegen erklärte ich, daß man unter mikroskopischer Kontrolle das gebildete Reizdentin erkennen würde und damit die Erschließung der Kanalstruktur möglich wäre. Daraufhin wurde uns die Patientin überwiesen und es kam zur Behandlung. Ein DVT gab wir nicht und war zu dieser Zeit auch noch nicht Usus.
Im koronalen Drittel der mesialen Wurzel konnten wir die obliterierten Strukturen nachverfolgen. Im mittleren Wurzeldrittel konnte ich nur noch wenig erkennen. Damals arbeitete ich mit einem Kaps SOM 32 in Halogenlicht. Das Xenonlicht war in der Reparatur, da es Tage zuvor mit lautem Knall ausgefallen ist… Kraft meiner Wassersuppe traute ich mir die Behandlung trotzdem zu. Um eine Perforation zu vermeiden versuchte ich durch das einbringen von Guttapercha aus der Obturapistole die ungefähre Lage zu erkennen und ein Perforation auszuschließen. in mehreren 2-3h Sitzungen ertastete ich mich so bis in die Nähe des apikalen Wurzeldrittels. Nach jeder Behandlungssitzung war ich schweißgebadet und verfluchte innerlich meine Aussage zur kontrollierten Aufbereitung obliterierter Kanäle und das defekte, fehlende Xenonlicht.
Die mesialen Kanäle habe ich mit ProRoot MTA gefüllt, ich war mir nicht mehr sicher ob ich nicht doch eine Stripperforation erzeugt hatte. Distal erfolgte die WF mit Guttapercha in modifizierter Schildertechnik. Toll war das Ergebnis nicht und demutsvoll erstatte ich meinem chirurgisch tätigen Kollegen Bericht.
Was würde ich heute machen? 1. Nie ohne 3D Röntgen eine Molarenrevision, schon gar nicht mit obliterierten Kanalstrukturen! 2. Ohne apikale Veränderung (im DVT), nicht einen derartigen Substanzverlust erzeugen. ( Vor allem im koronalen Wurzeldrittel!!) 3. Nie ohne lichtstarke Beleuchtung am Mikroskop arbeiten und entsprechend lichtstarke Spiegel verwenden. 4. Immer eine zurückhaltende realistische Prognose abgeben.
Niemals hätte ich erwartet, daß der Zahn so lange funktioniert – ohne Infraktur. Eine tiefe Verbeugung vor der biologischen Standhaftigkeit der Zahnsubstanz.
Die Patientin kam ein Jahr nach der Behandlung von 46 auch mit dem 36 zu uns. Diesen haben wir auch „recallt“ nach 13 Jahren.
Nächster Rückschlag für das eRezept: Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) setzt die Einführung der elektronischen Verschreibung aus. Hierzu sehe man sich wegen der Haltung des Bundesdatenschutzbeauftragten gezwungen, teilte die KV am Donnerstag in Dortmund mit. Der Datenschutzbeauftragte Ulrich Kelber (SPD) hatte im September sein Veto gegen den Plan zur Nutzung von Versichertenkarten eingelegt.
Westfalen-Lippe ist die einzige Pilotregion in Deutschland, in der das eRezept im großen Stil eingeführt werden sollte. Anfang September stiegen 250 Praxen ein, diese Zahl sollte schrittweise erhöht werden – dies geschieht nun aber nicht mehr.
Bisher kann man das eRezept nur über sein Handy beziehungsweise über einen Ausdruck abrufen. Für eine App braucht man eine PIN von seiner Krankenkasse – die bekommt man nur nach einer persönlichen Verifizierung vor Ort bei seiner Kasse oder in der Post. Offenbar ist vielen das Prozedere zu mühsam, Anträge für die PIN gab es nur wenige.
Bei der schleppenden Einführung kommt erschwerend hinzu, dass die Skepsis in der Ärzteschaft groß ist. In diesem Jahr wurden bisher nur rund 525.000 Digitalverschreibungen eingelöst. Zum Vergleich: Pro Jahr werden in Deutschland circa 500 Millionen Verschreibungen als rosa Zettelchen ausgestellt – der Anteil der Digitalverschreibung ist also verschwindend gering.
Auf freiwilliger Basis können in Deutschland zwar alle Praxen das eRezept anbieten, von einer flächendeckenden Anwendung ist das Produkt aber weit entfernt. Mit der Pilotregion Westfalen-Lippe sollte die Digitalverschreibung neuen Schwung bekommen – die dortige Kassenärztliche Vereinigung hatte sich bereiterklärt, die Einführung aktiv zu begleiten und Schritt für Schritt mehr Praxen einzubinden. Schleswig-Holstein sollte ebenfalls voranschreiten, brach dies bei Arztpraxen wegen Datenschutzbedenken zur geplanten Nutzung von SMS und E-Mails aber ab.
Der Bundesdatenschutzbeauftragte hatte im Falle von Westfalen-Lippe befürchtet, dass es in der geplanten Form Datenmissbrauch in Apotheken geben könnte. Notwendige technische Nachrüstungen mit Updates für Konnektoren – also Routern – und die Apotheken-Software dauern wohl bis Mitte 2023. So lange wollte die KVWL nicht warten und zog nun die Reißleine.
„Bankrotterklärung für die Digitalisierung“
„Die Entscheidung des Datenschützers ist eine Bankrotterklärung für die Digitalisierung im Gesundheitswesen generell und speziell in der ambulanten Versorgung“, sagte KVWL-Vorstand Thomas Müller. Das angestrebte Ziel, dass 25 Prozent aller Verschreibungen von gesetzlich Versicherten elektronisch erfolgen, könne nicht erreicht werden.
Durch die Entscheidung des Bundesdatenschutzbeauftragten sei der angestrebte Fortschritt für Patienten, Ärzte und alle weiteren Beteiligten in Frage gestellt. „Wir fordern erneut eine rein digitale Lösung – nur dann kann eine Fortsetzung des Rollouts durch die KVWL erfolgen“, sagte Müller.
Die Gematik äußerte sich enttäuscht. Man bedauere die Entscheidung der KVWL, die Einführung des eRezepts vorläufig nicht weiter zu forcieren. Das eRezept werde aber bundesweit weiterhin genutzt, stellte sie heraus. Seit Anfang Oktober hätten mehr als 3700 Arztpraxen eRezepte ausgestellt, die in mehr als 9200 Apotheke eingelöst worden seien. Die Anzahl der für die App „Das E-Rezept“ ausgegebenen PIN sei zwar noch niedrig, aber Berichte von Patienten bestätigten die Vorteile des komplett papierlosen Wegs.
eRezept mit eGK „ab Mitte 2023“
Der Ausdruck von eRezepten soll 2perspektivisch die deutliche Ausnahme sein“, betont die Gematik. Die von der KVWL geforderte eGK-Lösung soll es demnach „ab Mitte 2023“ geben, heißt es. Zur Entwicklung einer dafür notwendigen technischen Lösung stehe die Gematik „im engen Austausch mit den Gesellschaftern, dem BfDI und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)“.
Mehr als 60 Prozent der gesetzlich Versicherten besäßen mitterweile eine moderne Gesundheitskarte. Es werde geprüft, „inwieweit niedrigschwellige Zugangswege den Versicherten den digitalen Übertragungsweg zugänglicher machen“.
Die nächsten Schritte für die bundesweite Einführung des eRezepts werden die Gesellschafter der Gematik – neben dem Mehrheitseigner Bundesgesundheitsministerium auch Interessenorganisationen aus der Gesundheitsbranche – bei einer ihrer nächsten Versammlungen abstimmen. Das Ziel einer flächendeckenden Einführung im Jahr 2023 bleibe bestehen, so die Gematik.
Die Umstellung von Papierrezept auf Digitalverschreibung ist ein Großvorhaben im deutschen Gesundheitswesen, das bereits Startprobleme hatte. Ein Pilotprojekt in Berlin-Brandenburg verlief im vergangenen Jahr weitgehend im Sande, eine bundesweite Testphase begann später als geplant. Die eigentlich für Januar 2022 vorgesehene Pflichteinführung wurde abgebrochen. Die freiwillige Einführung mit Pilotregionen, wo die Motivation in der Ärzteschaft relativ hoch ist, entwickelt sich nun ebenfalls zum Rohrkrepierer.
Der Stopp kommt allerdings nicht überraschend: Die Vertreterversammlung der KVWL hatte bereits beschlossen, dass die KVWL aus der Einführungsphase aussteigt, sollte die Einlösung des eRezepts über die elektronische Gesundheitskarte bis Ende November nicht möglich sein. Im Interview mit dem änd hatte KV-Vorstand Müller Ende Oktober betont, dass diese Entscheidung bindend sei – und zugegeben, dass er eine Lösung in diesem knappen Zeitrahmen für unwahrscheinlich hält.
KBV spricht von richtiger Entscheidung
KBV-Vorstandsmitglied Dr. Thomas Kriedel bezeichnete die Entscheidung der KVWL am Donnerstag als „konsequent und richtig“. Nun müsse die Gematik eine mit dem Datenschutz kompatible eGK-Lösung finden. Dies könne ein oder zwei Quartale dauern. „Dann kann das Projekt mit umso mehr Verve in die Fläche gebracht werden“, so Kriedel in einem Videostatement:
Bisher habe ich an meinem Büro einen Applecomputer (Mac Mini) benutzt, der in 2 Welten zu Hause war. Die Macumgebung eignete sich sehr gut um Präsentationen und Vorträge zu gestalten, die Windowsumgebung war notwendig um Abrechnungssoftware, Röntgensoftware und ähnliche zahnarztspezifische Programme zu nutzen. Das lief alles ganz gut bis Windows 10 kam. Nichts wurde besser, nur anders und vor allem langsamer.
Der Mac Mini 2012 (2,3 GHz Intel Core i7, (GB RAM) geht bei der Nutzung von i-Dixel unter Parallels in die Knie. Fehlermeldungen treten auf und i-Dixel konnte nur noch in der Webversion genutzt werden. Der Umgang damit ist zwar ähnlich der Origonalsoftware, aber nicht ganz gleich, so daß der Workflow leidet. Dank i-Dixel Web konnte ich etwas abwarten und beobachten, was sich an neuen Dingen in Cupertino tat.
Mein Wunsch war mehr Power und einen möglichst energieeffizienten Rechner.
Der Mac Studio mit dem M1 Max Prozessor und 32GB RAM geriet in mein Blickfeld und wir haben diesen bestellt. Parallels haben wir auf die Version 18 aktualisiert und danach die vorgeschlagene Windows 11 ARM Version installiert. Die bisherige Windows 10 Version funktioniert mit den neuen M1 Prozessoren (ARM) nicht. Das gelang überraschend gut. Man muss sich nur an die vorgegebenen Schritte von Parallels halten. Danach haben wir Dampsoft installiert und zusätzlich unsere Carestream Software Version 6.14.7.3. Zuvor wurde den Mac Studio ins Praxisnetzwerk integriert. Carestream haben wir nur zur Bilddarstellung ohne Sensor installiert und es lief einwandfrei. mir erschien es deutlich schneller als in der Version auf dem betagten Mac Mini. Dampsoft zeigte keine wirklich erkennbaren Schnelligkeitsvorteile, was aber sicher auch an unserer 1GB Netzwerkumgebung liegt. Der Mac Studio ist mit 10GB Ethernetschnittstelle ausgerüstet und zu mehr Datendurchsatz in der Lage. Windows 11 ARM schien gebremst zu laufen. Besonders aufgefallen sind Grafikprobleme im Zusammenspiel mit Dampsoft im Coherence Modus. Es blieben Rahmen der Macumgebung stehen und behinderten die Darstellung im Windowsfenster. Das war sehr störend. Von Morita bekamen wir zudem diese Info: Die i-Dixel Hauptsoftware ist nur für x86 Prozessoren freigeben.
Parallels nutzt in der einfachen Version allerdings nur 4 Prozessorkerne und max. 8GB RAM. Dazu braucht man keinen Mac Studio mit 10‑Core CPU und 32 GB. In der Businessedition ist mehr Leistung einstellbar, jedoch ist Parallels dann nur im Jahres- ABO erhältlich. Ob die Leistung dann deutlich besser wird kann ich nicht sagen.
Wir haben uns letztendlich gegen ARM Prozessoren entschieden.
Wahrscheinlich werden bald web-basierte Softwareversionen unserer Abrechnungssoftware erscheinen. Dann werden Betriebssystem Emulationen uninteressant. Wir haben einen iMac im Refurbished Store mit Intelprozessor gekauft und konnten damit noch mal die Entscheidung Mac oder Windows heraus schieben.
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Manchmal ist es schwer nach zu vollziehen, was Patienten über sich ergehen lassen.
Dies ist ein Patientenfall von letzter Woche. Die Patientin erlebte in den letzten 2 Jahren 6 Resektionen an den Zähnen 15,16, 25, 26 und einige Zeit davor eine Resektion am Zahn 21. 25, 26 wurden 2 mal reseziert, der Grund war eine persistierende Fistelbildung. 25, 26 zeigen keine ernsthaft vollständig abgeschlossen Wurzelbehandlung. Die Wurzelbehandlungen an den Zähnen 44, 46 sind revisionsbedürftig.
Dein Arzt, dein Schicksal fällt mir dazu ein… Nur entscheiden zwei zahnärztliche Behandler/innen über die Indikationen zur zahnärztlichen Therapie.
Jetzt bittet die Patientin uns um Einschätzung zum Erhalt der Zähne. Sie hatte den HZA gewechselt. Das sind keine einfache Entscheidungen bei einer 35 jährigen Patientin.
Der heutige Fall fällt in die Klasse Routine bei stark zerstörten Zähnen in unserem Behandlungsablauf. Nach Kariesentfernung unter Kofferdam und mikroskopischer Kontrolle wird die Kavität sandgestrahlt. Sind die WK nicht verschlossen werde diese mit Teflonband vorher abgedichtet, damit mir die Gefahr ein Emphysem zu verursachen ausschließen.
Sandstrahlen geschieht bei uns mit reduzierter Druckluft und Aluminiumoxidpulver 50my unter Einsatz des Strahlers von Latin-Dent. Die Nachbarzähne müssen unbedingt geschützt werden. Entweder durch Kofferdam oder so.
Der HZA sendete uns sein Röntgenbild zu und verstand nicht im geringsten meine Bedenken auf Grund des großen koronalen Substanzverlustes auf langfristigen Zahnerhalt. Im DVT Schnitt sieht man die großen Substanzverluste. Der präendodontische Aufbau erfolgte in inkrementellen Schichten mit Beautifil F00 BW und Optibond FL. Die Innenwände dieses Aufbaus verstärken wir im Dentinbereich mit Ever X Flow. Die Aufbereitung der Kanäle erfolgte mit Handinstrumenten, Profile und Wave One. Zur Desinfektion wurde NaOCl 3% eingesetzt. Die Smealayer- und Debrisentfernung erfolgte mit Zitronensäure 10%. Nach der Wurzelfüllung wird bei uns standardmäßig die Dentinoberfläche nochmals kurz mit AlO gestrahlt um einen optimalen adhäsiven Verbund zu erreichen und die Denaturierungen durch die Spüllösungen oberflächlich zu entfernen. Die Kunststoffflächen des präendodontischen Aufbaus werden ebenso gestrahlt und anschließend mit Monobond plus silanisiert.
Nach 6 Monaten war in diesem Fall eine deutliche Heilungstendenz erkennbar.
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Das höre ich oft. Und auch ich war dieser Meinung. Jetzt würde ich das Wort immer an der letzten Stelle des Satzes einfügen. Hier mal ein Fall aus der Reihe – Blindflug. Erst die Bilder und danach der Text! Besonders interessant die Messaufnahmen / Masterpointaufnahmen.
Zwischen den beiden Aufnahmen lagen ca. 80 Minuten. Das hätte ich dem Patienten gern erspart und auch mir. Die Behandlung mit dem Mikroskop ist für mich als Behandler ebenso anstrengend, wie für den Patienten. Der Patient muss ruhig liegen und den Mund geöffnet halten. Er hat zwar eine Bißstütze und die Behandlung ist völlig schmerzfrei, trotzdem sind viele Patienten nicht entspannt und bemerken, wenn etwas nicht nach Plan geht. So wie hier. Was war an der Messaufnahme distal auffällig? Die Cones erscheinen in einem konfluierenden Kanalsystem zu sein. Sind aber nicht mittenzentriert. Das macht mich unruhig. Zudem war in den vorhergehenden Aufnahmen durchaus zu vermuten, daß es noch eine Kanalstruktur geben könnte. Nach Präparation des Isthmus im mittleren-apikalen Kanaldrittel konnte die Kanalstruktur dli erkannt werden und danach instrumemtiert werden. Im DVT können wir das durchaus vorab erkennen. Voraussetzung, es ist ein DVT ohne Bewegungsartefakte mit optimaler Auflösung. Auch wenn eingepresste Debrisreste die Abzweigung verschleieren, können wir die unbehandelten Kanalstrulturen apikal erkennen.
Im Nachgang erscheint alles gut. Apikale Heilung, was will man mehr.
An dieser Stelle berichteten wir über diesen Fall.
Wir haben nach eingehender Beratung und initialer Schmerzbehandlung folgende Therapie dem Patienten empfohlen: Wurzelkanalbehandlung des Zahnes 46 Diagnose: Pulpanekrose
Die Extraktion des Zahnes 47 haben wir ebenso empfohlen. Eine kieferorthopädischen Einstellungsversuch wollte der Patient nicht noch einmal versuchen. Wir haben dem Patienten unbedingt angeraten eine funktionelle Therapie mit entsprechender Einstellung des Zahnes 17.
Im Vorfeld der Behandlung mussten wir klären ob 47 erhalten werden soll. Die Füllungstherapie (präendodontischer Aufbau) setzt für mich den Aufbau eines Kontaktpunktes zum Nachbarzahn voraus. Auf Grund der Extraktionsplanung konnten wir am Zahn 47 etwas Zahnsubstanz opfern um einen optimaleren Zugang an die Sekundärkaries zu bekommen.
Die endodontische Therapie erfolgte mit Handinstrumenten (#10, #12, #15), rotierenden Instrumenten Profile (15.04) und reziprok rotierenden Instrumenten Wave One Gold (#20, #25, #35). Die Reinigung und Desinfektion mit Natriumhypochlorit 3% und Zitronensäure 10% mit Schall- und Ultraschalleinsatz. Die thermische Obturation erfolgte mit Guttapercha und AH-Plus als Sealer. Die weitere Therapie haben wir in die Hände des HZA gelegt. Die Entfernung des Zahnes 48 und funktionelle Einstellung 17 stehen hoffentlich noch auf der Agenda. Der Patient war nach Extraktion von 47 vollkommen schmerzfrei.
Der Patient stellte sich in unserer Praxis auf Empfehlung eines Bekannten vor. Seit Monaten waren Beschwerden, anfänglich vernachlässigbar bis zum jetzigen Zeitpunkt ohne Schmerzmittel nicht aushaltbar. Die klinische Symptomatik zeigte einen starkes Kaltempfinden am Zahn 46 und 47. Schmerzen auf Perkussion vertikal 46, hotzontal 47. Der nicht vollständig durchgebrochene 47 zeigte keine röntgenlogische Auffälligkeit apikal und es war keine Karies zu diagnostizieren. Die Sensibilität am Zahn 46 und 47 war auf Kalt erhöht, die Lockerungsgrade waren 0 und die Sondierunstiefen waren circumferent am Zahn 46 erhöht. 4-6mm ohne vertikalen Einbruch. Die Gingiva zeigte eine plaqueindizierte Gingivitis. Im angefertigten DVT stellte sich interradiculär an der mesialen Wurzel ein Resorptionsgeschehen dar. Dies war ebenso auf dem analogen Zahnfilm, als auch auf dem OPTG erkennbar, wenn man wusste was man sah… Die Behandlung und Erhaltung des Zahnes 47 sahen wir kritisch. Zumal die Anamnese ergab, daß ein kieferorthopädische Einstellungsversuch über einen längeren Zeitraum versucht wurde und der Patient den Zahn nicht erhalten wollte.
Nun stellt sich die Frage was machen? 47 und 46 extrahieren, eine implantatgetragene Brückenkonstruktion 47-46? 47 und 46 extrahieren, eine zahngetragene Brückenkonstruktion 48-45? 46 endodontische Therapie und 47 extrahieren mit ggf. Einzelimplantat 47? oder?
Anhand des OPTG kann die Situation eingeschätzt werden. Welche Therapie würden Sie dem Patienten empfehlen, bzw. favorisieren?
In einigen Praxen, wie bei mir sind DSLR Kameras, bzw. Kameras mit Wechselobjektiven in der Anwendung. Ohne Objektivwechsel gibt es in der Regel keine Probleme mit Schmutz auf dem Sensor. Falls diese doch vorhanden sind kann man die Bildartefakte mit einer entsprechenden Software korrigieren. Das kann mit unter sehr zeitaufwendig sein. Einen guten Beitrag zum Thema Sensorreinigung habe ich auf dieser Seite gesehen und dies entspricht genau auch meinem Vorgehen. Unser Vorteil als Zahnarzt ist, eine öl- und feuchtigkeitsfreie Druckluft und ein Mikroskop ist als Hilfsmittel vorhanden.
Der Fall war unspektakulär für uns, also Routine. Etwas erstaunlich war, daß der jungen Patientin (18) die Extraktion des Zahnes 46 vom Kieferorthopäden empfohlen wurde. Der HZA der Patientin sendete uns das Ausgangsbild zu und fragte, welche Chancen wir sehen würden? Auf Grund des Alters der Patientin sahen wir keinen Grund den Zahn zu entfernen ohne einen Erhaltungsversuch zu unternehmen. Unsere Diagnose: Pulpanekrose, P. apicalis, externe apikale Resorption distal Nach eingehender Beratung haben wir die Behandlung terminiert. Geplant waren zwei Termine. Im ersten Termin der präendodontische Aufbau und die Ausbreitung im zweiten Termin die abschließende Desinfektion und Füllung des Kanalsystems. Unsere Planung ging nicht ganz auf. im zweiten Termin konnten wir den Zahn noch nicht verschließen, da distal apikal ein wässriges Exsudat in das Kanalsystem eindrang. Nach einer weiteren jodhaltigen CaOH Einlage konnten wir distal mit MTA ohne apikales Widerlegen füllen. Der schnelle Heilungsverlauf mit einer deutlichen Heilungstendenz hat uns nach einem halben Jahr überrascht.
Vor einiger Zeit haben wir den Pulp Tester bei Ebay bestellt. Damals hatten wir diese Bestellung notgedrungen gematätigt, da nirgends ein elektronischer Pulptester erhältlich war.
Unser bisheriger Tester Parkell, vor Jahren bei ADS gekauft war plötzlich defekt. Wie sich später heraus stellte, waren lediglich die bestellten 9V Block-Batterien nicht leistungsstark genug. Darüber haben wir hier berichtet.
In der Zwischenzeit haben wir den Pulptester aus chinesischer Produktion getestet.
Und als sofortiges Fazit – Kaufen, ist kein Fehler. Der Tester unterscheidet sich zum von uns bisher einzig verwendeten Parkell-Tester, den wir mal bei ADS in München gekauft hatten, darin, daß er bei Kontakt zum Zahn sofort mit der Messung beginnt. Es gibt als keinen Starknopf. Die anderen Unterschiede sind: – Es gibt drei, statt zwei Stufen für die Geschwindigkeit der Messung und die Zahlenskala ist gespreizter bei chinesischen Modell. – Beim Parkell wird die Intensität des Impulses bis 64 angegeben, beim chinesischen Modell bis 80. Die Anzeige beim chinesischen Modell wechselt auf rot im Bereich von 40-80. In diesem Bereich wird eine Nekrose der Pulpa vermutet. – Es wird leider keine hygienisch akzeptable Verpackung für das Gerät zur Lagerung in der Praxis mitgeliefert.
Anwendung: Zur Messung verwenden wir immer CHX Gel, welches wir auf die Messende des Gerätes aufbringen. Die Messung gelingt nur an natürlicher Zahnsubstanz. Die Messung startet nur, wenn die Hakenelektrode im Mundwinkel eingehängt ist.
Sobald der Patient eine Wahrnehmung anzeigt (bei uns Klicken mit dem früher Schmerzkrokodil genannt, heute Analogkommunikator Beins), die Taste loslassen. Das Gerät stoppt sofort, die Zahlen bleiben für ca 2- 3 Minuten in der Anzeige stehen.
Endlich Urlaub. Obwohl wir hatten gerade ein paar Tage in Stockholm. Stockholm eine wunderschöne Stadt. Nur das Reisen macht im Moment keinen Spaß. Auf dem eingecheckten lange geplantem Flugticket steht plötzlich eine andere Zeit. 3 Stunden früher nach Frankfurt, Wagon23, Sitz 44???? Lange habe ich gebraucht zu verstehen das das Flugzeug ein Flugzug ist.
Kurz vor Frankfurt Flughafen steht der Zug. Minutenlang. Ein stehender Regionalzug blockiert die Weiterfahrt. Wir hatten noch 30 Minuten bis zum Boarding. Ab da war alles nur noch mit Rennen, richtig schnell Rennen mit Handgepäck und Fotoausrüstung verbunden. Meine Lieblingsdisziplin. Die Rückreise war ähnlich. Fliegen, so schnell nicht wieder. Unser Glück – nur Handgepäck benutzt.
Einen schönen Urlaub für alle, die noch nicht dran waren… Im September dann der Bericht zum Ebay-Pulptester.
Die Patientin (50) wusste, daß ein OPTG angefertigt wurde. Die Befunde des uns vorgestellten Bildes waren ihr nicht bekannt. (Es erfolgte eine kieferorthopädische Therapie in den letzten 3 Jahren ohne Umstellungsosteotomie.)
Es gibt einige wurzelbehandelte Zähn, welche genauer untersucht und Zahnfilme angefertigt werden sollten. zudem ist die pulpal gelegen Aufhellung am Zahn 22 verdächtig für ein Resorptionsgeschehen. Die parodontale Situation mit erheblichem Knochenverlust war der Patientin ebenso wenig bekannt.
Sie möchte nur die Beschwerden abgeklärt haben, welche im Unterkiefer rechts auftreten. Etwas eindringlicher habe ich auf den Zahn 22 hingewiesen mit einem Verdacht auf eine externe/ interne Resorption und dem, eventuell aus der Nichtbehandlung resultierendem Verlust des Zahnes. Aus diesem Grund wollte sie eine Untersuchung des Zahnes 22. Alles andere (Regio14) sei bestens, entschied sie. Ausstrahlende Beschwerden durch einen behandlungsbedürftigen Zahn im gegenüberliegenden Quadranten erschienen ihr unwahrscheinlich. Eine Untersuchung/Zahnfilm der Region 14 lehnte sie ab.
Aus diesen Gründen fertigten wir lediglich ein Zahnfilm 45, 46 und 22, 23 an.
Die Diagnosen: 45 Z.n. WKB, P. apicalis, VD externe apikale Resorption 46 Z.n. WKB, P: apicalis, VD interne Resorption mesial apikales Wurzeldrittel 22 externe invasive Resorption Klasse 3-4 23 o.p.B. Um die Verdachts-Diagnosen zu bestätigen und eine ggf. notwendige Therapie, bzw. Alternativtherapie planen zu können, benötigen wir DVT dieser Regionen. Die Patientin stimmte dem nach etwas Bedenkzeit zu.
Im DVT wurden unsere Verdachtsdiagnosen bestätigt. Die apikale Situation (Resorption) am Zahn 46 mesial war nicht im Zahnfilm oder DVT erkennbar oder vermutbar. Wir haben die Patientin für die möglichen Therapien beraten und als Alternative die Extraktion und Implantation vorgeschlagen. Die Vielzahl der Befunde und der daraus sich ergebenden Behandlungsnotwendigkeiten empfand die Patientin als irritierend.
Und da war noch etwas…
Wieder habe ich etwas versteckt. Nach dem Motto es ist zusehen, was nicht zu sehen ist…
Im DVT Screenshot am Zahn 12 ist distal, crestal möglicherweise eine kleine Resorptionslakune erkennbar. Die Patientin wurde über den Befund informiert und ihr die unbedingte Nachkontrolle, bzw. regelmäßige Kontrolle empfohlen.
Patientin möchte einen Check Up beim neuen Hauszahnarzt. Sie gibt Beschwerden im Unterkiefer rechts an. Aufbissbeschwerden Regio 44, 45. Es wird ein OPTG angefertigt und die Patientin zu uns überwiesen. Revision 45 erbeten.
Die aktuell in Arzt-, Zahnarztpraxen, Apotheken & Kliniken genutzten Konnektoren zur Anbindung an die Telematikinfrastruktur sollen nach dem Willen der gematik ab Ende des Jahres ausgetauscht werden. Bisher wurde dieser Tausch als technisch alternativlose „sicherste“ Lösung dargestellt.
Recherchen des c`t Magazin haben nunmehr das Gegenteil herausgefunden. Für alle eingesetzten Geräte bestünden wesentlich günstigere Alternativen zum kostspieligen Gerätewechsel. Nebenbei ließen sich Unmengen an Elektroschrott vermeiden.
Wir fordern den Gesetzgeber auf, umgehend den Konnektortausch zu stoppen & die Alternativen umzusetzen. Es ist schlicht absurd die Finanzierung der Krankenkassen stabilisieren zu müssen und gleichzeitig Millionen für unnötige Konnektoren auszugeben.
Das so gesparte Geld ließe sich wesentlich besser für die Patientenversorgung nutzen!
Die junge Patientin (11) stellte sich bei uns mehrere Wochen (6) nach einem Unfall vor. Sie war beim Spielen von einem Holzbrett gestürzt. Die Erstversorgung erfolgte in der Universität. Es wurde eine Schemlz/Dentinwunde abgedeckt laut der Aussage der Eltern.
Auf Grund bestehender Aufbissbeschwerden wurde die Patientin uns überwiesen. Der Zahn 21 zeigte eine unbehandelte Kronenfraktur mit Dentinverletzung. Wir vermuteten zu dem einen Zustand nach Dislokation, oder Intrusion. Wir fertigten neben Röntgenaufnahmen noch ein DVT an.
21 zeigte ein noch nicht abgeschlossenes Wurzelwachstum und deutliche Resorptionslakunen radikaler approximal und palatinal. Der Klopfschall war normal. Klinisch zeigte sich Lockerungsgrad 0 und es konnte keine positive Sensibilität mit Kälte und elektronisch gemessen werde.
Im Gespräch mit Eltern und Patientin mussten wir auf die ungünstige Prognose am Zahn 21 hinweisen. Der Erhaltungsversuch wurde unbedingt favorisiert. Wir planten in Ansprache mit Eltern und Kind den Versuch einer pulpalen Reparatur – Revascularisierung. 2019 bestand unser Protokoll neben der chemischen Desinfektion mit NaOCl und Spülung mit EDTA in der Applikation eines AB Gemischs ( Metronidazol-Ciprofloxacin ) in der ersten Behandlungssitzung. Im zweiten Behandlungstermin haben wir nach EDTA Spülung eine apikale Blutung erzeugt. Diese gelang nach mehrfachen Versuchen. Nach Applikation von Parasorb wurde Med-Cem MTA ( angeblich keine Verfärbung des Zahnes) appliziert.
In den folgenden Recalls konnte eine arretierte Resorption und apikale Heilung erkannt werden. Die koronale Verfärbung des Zahnes konnte auch nicht mit dem MedCem MTA verhindert werden.
Hier berichteten Wir erstmals über diesen Fall. Mit dem jungen Patienten und seinen Eltern hatten wir den Therapieplan abgestimmt. Die Eltern setzten alle Hoffnung in uns. Der junge Patient war therapiemüde und wenig optimistisch. Er versprach sich von einem Implantat endlich Ruhe vor den endlosen Behandlungsversuchen.
Deshalb hatten wir den Plan so vorgestellt:
Revision – Versuch der orthograden Enterfenung des extrahierten WF Materials CaOH Einlage
Wenn Fistel weiter besteht CaOHmit Jod
Gegebenenfalls mit extraradikuläre CaOHJ-Überpressung
Abstimmung für eine ggf. apikale Kürettage/WSR
Die Behandlung führten wir nach Plan durch. Die Entfernung des periapikalen WF Materials gelang nicht von Orthograd. Wir konnten es bewegen, aber nicht entfernen. Keines der applizierten Kalziumhydroxide konnte die bestehende Fistel beeinflussen. Selbst unsere sonst fast immer helfende Therapieoption der Überpressung des CaOHJ führte zu keiner Veränderung. Letztendlich haben wir uns auf die mikrochirurgische Lösung verständigt. In diesen Fällen wir der Zahn apikal ca. 4-5mm mit ProRoot MTA gefüllt und anschließend mit Guttapercha thermoplastisch gefüllt. Koronal haben wir den Zahn adhäsiv aufgebaut.
Der mikrochirurgischen Eingriff, welche in unserer Praxis immer durch meine Kollegin Doreen Schubert durchgeführt wird, bestätigte unseren Verdacht auf eine zystische Veränderung, da operativ gelbliche, kristallartige Partikel auffielen.
Dieser Fall wurde uns von einem selbst auf Endodontie spezialisierten Kollegen überwiesen. Er sah keine Möglichkeiten mehr den Zahn weiter zu behandeln.
Bei dem jungen Patient (13) entstand im Laufe einer KFO Therapie am Zahn 22 ein Fistel. Daraufhin wurde der Zahn mehrfach endodontisch behandelt ohne, daß es zu einer positiven Veränderung kam. Im letzten Revisionsversuch wurde Wurzelfüllmaterial extrahiert. Nun sollten wir den Zahn retten. Patient und Eltern wollten unbedingt den Zahn erhalten, was ein nachvollziehbarer Wunsch war. Wir konnten anamnestisch keine Ursache erkennen, welche zu der endodontischen Behandlung führte. Kein Trauma, keine Füllung, keine Furche oder Invagination. Der massive intraradikuläre Substanzverlust durch die Revisionen sehen wir als größtes Problem für die langfristige Erhaltung des Zahnes 22.
Klinische Befunde: keine erhöhten Sondierungstiefen, Zahnbeweglichkeit Grad 2, buccal Fistelgang mit Exsudatentleerung
Unser Therapieansatz war folgendermaßen:
Revision – Versuch der orthograden Entfernung des extrahierten WF Materials CaOH Einlage
Wenn Fistel weiter besteht, medikamentöse Einlage CaOH + Jodid
Gegebenenfalls mit intentioneller extraradikulärer CaOHJ-Überpressung
unter diesem Motto haben wir früher in sozialistischen Zeiten mit einem tschechoslowakischen Produkt „Evicrol“ Frobtzähne therapiert. Das Pulver wurde mit einer öligen Flüssigkeit angerührt und härtete nach Schmelzätzung chemisch am Zahn aus. Es war etwas Geschick gefragt, da das Material besser an Matritzen und Spateln klebte als am Zahn. Zu jeder Füllung gehörte bei mir ein kleines Stoßgebet. Ästhetik war nebensächlich.
Wenn ich das mit den heutigen Zeiten vergleiche, dann erscheint mir das, was wir jetzt an Zähnen modellieren und reparieren mit und ohne Kofferdam extrem.
Heute nun die Fortsetzung dieses bereits hier und hier vorgestellten Falles.
Zunächst wurde das Zahnfragment entfernt und intraoperativ der Defekt mit Composite aufgebaut. Das Fragment war nicht wieder implementierbar.
Der präendodontische Aufbau konnte in der Erstsitzung der endodontische Behandlung nicht erfolgen, da die Patientin ihre Schiene vergessen hatte. Im nächsten Behandlungstermin des Zahnes 11 erfolgte dann der Aufbau. Um die adjustierte Schiene, ohne die unsere Patientin auf Grund eines offenen Bisses und einhergehender Kiefergelenksbeschwerden nicht mehr „leben“ kann, wieder weiter nutzen zu können, haben wir den adhäsiven Aufbau der Schneidekante ohne Kofferdam durchgeführt und an die Schiene angepasst. Den Zahn 21 konnten wir daher auch nicht ästhetisch anpassen. Trotzdem war die Patientin überglücklich. Weiterhin kam es kurz nach dem Erstbehandlungstermin am Zahn 11 zu akuten Beschwerden am Zahn 21. Wie bereits berichtet, konnte keine Sensibilität auf Kälte, bzw. elektronisch gemessen werden. In der Schmerzbehandlung erfolgte bis zum vermeintlichen Bruchpsalt (frühere Wurzelfraktur 21) ein CaOH-Einlage. Ich wollte möglichst kein CaOH in diesen einbringen. Leider passiert es trotzdem. Es gelang uns trotz US und Eddy keine Entfernung des CaOH.
Hier und hier berichteten wir über diesen Fall. Die junge Patientin konnten wir nun über 10 Jahre in unserem Recall begleiten.
Der Zustand zeigte sich stabil, bis vor 2 Jahren ein neuer Unfall geschah. Der Zahn 21 bekam während eines Umzugs einen Schlag von einem hochkant stehenden Sofa, welches umkippte… Danach hatte die Patientin Beschwerden im Bereich des gebrochenen Zahnfragmentes labial subgingival. Klinisch zeigte sich eine Exsudation aus diesem Bereich mit Rötung und dezenter Schwellung.
Im klinisch mikrochirurgischem Eingriff konnte ein weiteres fakturiertes Stück Wurzeldentin entfernt werden und adhäsiv repariert werden. Leider war damit einhergehend ein weiterer Verlust an Papillenhöhe 21/11.
Hier berichteten wir zuletzt über unsere Erfahrungen mit Getinge und dem Claro.
Dank der guten Zusammenarbeit mit GKE lief der Claro bis zum Sommer 2020 täglich im Praxisalltag ohne Probleme. Im Februar 2020 erfolgte die Wartung durch die Firma Sendzik.
Im Juli/August 2020 fiel die Sicherung des Thermodesinfektors im Sicherungskasten ab und zu aus. In der ersten Augustwoche kam dann die Fehlermeldung A02 in ein Sicherungsausfall zusammen. Daher haben wir die Firma Sendzik angerufen und die Reparatur des Thermodesinfektors beauftragt. Nach der Kontrolle vor Ort wurde von Sendzik Dental entschieden das Gerät in die Werkstatt mit zu nehmen. Wir wurden dann informiert, daß Reinigungsmittel ausgetreten sei und der Kabelbaum erneuert werden muss. Dies wurde später wieder korrigiert. Es müssten Ersatzteile bestellt werden und die Gesamtkosten werden 2000,00 Euro nicht überschreiten.
Im Oktober habe ich mehrfach bei Sendzik angerufen und darauf hingewiesen, daß wir Personalmangel haben und ich nicht ewig weiter auf den Thermo warten kann. Nun wurde mir mitgeteilt, daß in mehreren Probeläufen weiter Reinigungsschaum sichtbar ist. Es muß ein Kondensor bestellt werden. Trotzdem sollten die Kosten nicht mehr werden. Es sei alles reparabel und würde dann funktionieren.
Im November wurde mir gesagt jetzt muss noch eine Pumpe erneuert werden. Diese sei auch nicht dicht. Es entstehen nochmal Kosten von 650 Euro. Auf meine Nachfrage ob sich das lohnt, wurde gesagt: Das Gerät wäre jetzt fast neu.
Im November 2020 wurde das Gerät in die Praxis gebracht. Herr Sendzik sagte mir, daß die beschädigten Teile des Kabelbaums hätte man durch baugleiche Stecker ersetzen können. Am Nachmittag gab es dann Probleme mit Wasseraustritt aus dem Thermo. Danach verschwand die Firma Sendzik wieder mit dem Thermo. Mir wurde mitgeteilt, daß die Ursache der Wasserhahn sei, an welchem der Thermo angeschlossen ist. Dieser ist defekt, genauer gesagt die Gummidichtung isr defekt und hat das Magnetventil beschädigt. Ich müsste diese Kosten übernehmen und sollte den Hahn tauschen lassen. Dieser Hahn wurde zuletzt von Sendzik selbst beim Abbau des Thermodesinfektors im August so hinterlassen. Damals wurde uns kein Defekt mitgeteilt. Wir haben unseren Klempner informiert und gebeten den Hahn zu tauschen. Dies konnte er nicht, da die Osmoseanlage des Thermodesinfektors den Zugang stark behinderte. Er hat den Hahn belassen und zusätzliche Eckventile gesetzt. Zum neu geplanten Termin des Einbaus im Dezember sollte der Klempner mit vor Ort sein, damit Reparaturen sofort gemacht werden konnten, wenn notwendig. Der Thermo wurde installiert. Unser Klempner war dabei und fragte mich später, was das sollte? Der Thermodesinfektor wäre jetzt wieder am kaputten Hahn angeschlossen, ohne das er daran etwas gemacht hätte…
Am nächsten Tag habe ich die Firma Sendzik wieder angerufen, da wir bei der dem ersten Betrieb einen unbekannten starken Plastikgeruch bemerkt hätten. Dazu kennt mir niemand etwas sagen. Ob es verbrannt rieche. Das habe ich verneint. Wir sollten abwarten. Dieser Geruch fiel uns nicht mehr weiter auf. Im Januar erhielten wir die Kündigung der Firma Sendzik zur weiteren Zusammenarbeit. Man werde noch die Garantie abwickeln (6 Monate), danach erfolgte keine weitere Betreuung. Wir hatten jetzt einen „fast neuen“ Claro und keine technische Betreuung.
Der Claro wurde von uns im Januar 2022 still gelegt, da wieder Reinigungsmittel am Boden austrat. Die Gesamtkosten von 2013 bis 2022 für den Getinge inkl. Wartung OHNE Validierung betrugen knapp € 28.000,00.
Jetzt arbeitet ein Miele 8581 in unserer Praxis. Ich werde berichten.
Falls irgend ein Leser jemanden kennt der Enzymatisch Reinigungsmittel für Getinge braucht, das liegt bei uns gratis bereit. Nur abholen müsste es jemand.
Zusammenfassend muss ich feststellen, daß Getinge ein gravierendes Serviceproblem hat.
Diesem Satz aus der Werbung für den Getinge Clara können wir als langjähriger Anwender nicht nachvollziehen.
Seit 2013 nutzen wir den Getinge RDG. Gekauft habe ich das Gerät auf der Fachdental in Leipzig. Frau Ulrike Neckermann hat mir das Gerät vorgestellt. Miele war als Alternative im Gespräch. Mein Anspruch war: Keine Nachreinigungs- oder Putzarbeiten an den gereinigten Instrumenten. Miele hatte mir auf der IDS vorgerechnet, daß mich das dann knapp € 30000,00 brutto kosten würde, da ich eine Wasseraufbereitung benötigen würde. Frau Neckermann von Getinge meinte auf der Fachdental der Claro schafft das auch so. Wir haben diesem Versprechen geglaubt und en Claro gekauft.
Alles klang wirklich gut und uns wurde schwedische Stabilität versprochen. So ähnlich, wie Volvo. ( Anmerkung: Volvo ist wohl inzwischen chinesischer Hand und ebenso Getinge ) Empfohlen wurde mir ebenfalls von Frau Neckermann, die Firma Sendzik Dental aus Freiberg als Serviceunternehmen. Sendzik lieferte das Gerät und baute es in unsere Praxis ein. Hier,hier und hier berichtete ich bereits.
Das Gerät konnte im Praxisalltag die Aussagen der Getingevertreterin nicht bestätigen.
Nach einigen Problemen am Anfang und einem Hin- und Her mit Frau Neckermann haben wir eine Umkehrosmoseanlage Vewmed Modellreihe C-ep zusätzlich eingebaut. Dies erfolgte durch die Firma Paul Grah in Düsseldorf. Getinge übernahm die Fahrtkosten und wir die gesamte Installation.
Die Kosten: RDG Getinge Claro € 9429,38 Vewamed C-ep € 5396,67 Absaugkanülen- und Übertragungsinstrumentenrampe MediDes L. Sager: 1815,58
Es begann eine Zeit mit ständigen Reparaturen, inkompetenter Zusammenarbeit mit Getinge, die dann in beleidigender Mail gipfelte.
Damals habe ich das Problem der Geschäftsführung Firma Getinge mitgeteilt:
Zitat aus meiner Mail 2019
Die Firma Sendzik ist unser Ansprechpartner für den Thermodesinfektor.
Im Januar waren plötzlich unsere Washchecks nicht mehr so gereinigt, wie zur Validierung und bei der vorhergehenden Wartung von Sendzik Dental.
Wir hatten zu dieser Wartung auf den enzymatischen Reiniger umgestellt, da zu viele Instrumente bei uns eloxiert sind und durch die alkalischen Reiniger zerstört wurden.
Zuerst haben wir Sendzik kontaktiert. Uns wurde gesagt, daß wir die falschen Washchecks verwenden. Wir müssten statt der 3 farbigen von GKE, die gelben Washchecks verwenden. Nur hat Sendzik selbst die Wartung und Umstellung mit diesen Washchecks dokumentiert. Deshalb wurde die Validierung ebenso durchgeführt.
Wenn wir nun erfahren, daß die Washchecks falsch sind, dann stimmt etwas nicht und deshalb habe ich mich an Getinge gewandt um diese Frage zu lösen.
Ich habe keinen Ansprechpartner bei Getinge gefunden, der dies beantworten konnte!
Deshalb wurde mir gesagt, daß man einen Techniker vorbei schickt. In Leipzig wird jemand angelernt und das wird der Techniker aus Berlin Herr Hoffmann durch führen.
Bis dieser Termin zustande kam vergingen mehr 2 Monate und viele Telefonate mit Getinge, da sich Herr Hoffmann nie zur Terminabsprache bei uns meldete.
Dann hatten wir einen Termin am Freitag, den 08.03.2019 um 09.00 Uhr.
Der Techniker Herr Hoffmann kam um 10.30 Uhr und nur, weil wir ihn telefonisch in unsere Praxis leiteten!
Die genannten Problematik war Herrn Hoffmann neu und er sagte mir als erstes, daß er keine Erfahrung mit enzymatischen Reinigern hat.
Aber genau das war unser Problem. Durch das 1,5 stündige zu spät zum Termin kommen hat eine MItarbeierin und ich 1,5 Stunden länger in der Praxis verbracht als geplant. Einen wichtigen Arzttermin musste ich absagen.
Ein Testlauf mit Beladung konnte aus Zeitmangel nicht mehr stattfinden.
Einen Wartungsbericht/ Servicebericht haben wir nie erhalten und wurde auch nicht von uns unterschrieben.
Am Montag nach dem Technikerbesuch waren die Washchecks unverändert, also nicht dem Validierungsergebnis entsprechend!
Daraufhin habe ich mich mit der Firma GKE zusammengesetzt und die Ursachen versucht zu ermitteln. Die Ursache ist der falsch eingesetzte Washcheck. Mit den gelben Washchecks der Firma GKE wird ein abgewaschener Washcheck erreicht.
Die Rechnung für den Einsatz des Getingetechnikers hat uns dann sehr überrascht (siehe Anhang). Eine Fahrtkostenabrechnung, wie von Getinge habe ich in 30 Jahren Berufsleben noch nicht gesehen.
Ich habe bei Getinge Einspruch erhoben.
Die Antwort von Getinge wurde mir indirekt als Mail im Juni 2020 neben einem nun vorhandenen Servicebericht und den Rechnungskorrekturen weitergeleitet. Der angeschriebene Manager schrieb an seine Mitarbeiterin:
… Hallo xxx, anbei die Email von Herrn Dr. Löffler. Bitte trete doch mal mit Ihm hierzu in Kontakt, damit Er sieht das wir als Getinge kundenorientiert arbeiten. Ich würde Ihm einmalig eine Fahrtpauschale von 400 € anbieten und den Fall dann somit abschließen. Wir werden aber hier den Kunden von unserer Seite her nicht weiterbetreuen. Gib uns dann bitte wieder Bescheid, ob Er damit einverstanden ist, ich werde dann die Rechnung Neu Ausstellen lassen. …
Nach Absprache mit einem Rechtsanwalt haben wir dem dann zugestimmt. Der Servicebericht wurde auch nachgereicht, auf dem gibt es aber keine Unterschrift von uns, weil der uns bis zu unserem Einspruch nie vorlag.
Auf der Webseite von Getinge zum Thema Service ist zu lesen:
Getinge Care – Ihr Partner rund um Service Getinge bietet ein umfassendes Angebot an Service- und Kundendienstleistungen zur Erreichung maximaler Verfügbarkeit und zum nachhaltigen Wert Ihrer Investitionen.
Im änd – Ärztenachritenportal wird eine Bilanz zur TI gezogen. Eine verheerende Zwischenbilanz zur Telematikinfrastruktur hat KBV-Vorstand Thomas Kriedel am Montag gezogen. In seiner Rede vor der VV war viel von „Wut“, „Ärger“ und „Enttäuschung“ die Rede. Es brauche jetzt so schnell wie möglich „tiefgreifende Kurskorrekturen“ und einen Neustart bei der Gematik.
Unglaublich was abläuft. Für mich unverständlich, wo da Kurskorrekturen herkommen sollen. Vor allem durch wen?
Inkompetenz und Ignoranz wird systemrelevant. Wird es Änderungen geben – wohl kaum. Es gibt genug Geld dabei zu verdienen.