Der Patient stellte sich in unserer Praxis auf Empfehlung eines Bekannten vor.
Seit Monaten waren Beschwerden, anfänglich vernachlässigbar bis zum jetzigen Zeitpunkt ohne Schmerzmittel nicht aushaltbar.
Die klinische Symptomatik zeigte einen starkes Kaltempfinden am Zahn 46 und 47. Schmerzen auf Perkussion vertikal 46, hotzontal 47. Der nicht vollständig durchgebrochene 47 zeigte keine röntgenlogische Auffälligkeit apikal und es war keine Karies zu diagnostizieren.
Die Sensibilität am Zahn 46 und 47 war auf Kalt erhöht, die Lockerungsgrade waren 0 und die Sondierunstiefen waren circumferent am Zahn 46 erhöht. 4-6mm ohne vertikalen Einbruch.
Die Gingiva zeigte eine plaqueindizierte Gingivitis.
Im angefertigten DVT stellte sich interradiculär an der mesialen Wurzel ein Resorptionsgeschehen dar. Dies war ebenso auf dem analogen Zahnfilm, als auch auf dem OPTG erkennbar, wenn man wusste was man sah…
Die Behandlung und Erhaltung des Zahnes 47 sahen wir kritisch. Zumal die Anamnese ergab, daß ein kieferorthopädische Einstellungsversuch über einen längeren Zeitraum versucht wurde und der Patient den Zahn nicht erhalten wollte.
Nun stellt sich die Frage was machen?
47 und 46 extrahieren, eine implantatgetragene Brückenkonstruktion 47-46?
47 und 46 extrahieren, eine zahngetragene Brückenkonstruktion 48-45?
46 endodontische Therapie und 47 extrahieren mit ggf. Einzelimplantat 47?
oder?
Anhand des OPTG kann die Situation eingeschätzt werden. Welche Therapie würden Sie dem Patienten empfehlen, bzw. favorisieren?
