IDS-Neuheiten 2015 (7) – Neue Mittelklasse- Dentalmikroskope von Global und CJ- Optik

von Hans – Willi Herrmann

Auf Kursen werde ich immer wieder gefragt, welches Dentalmikroskop man sich kaufen soll. Und ich verweise stets auf das Zeiss Pro Ergo.

Natürlich ist  mir bewußt, dass dies nicht die Antwort ist, die der Fragesteller gerne hören möchte.
Denn natürlich setzt jeder Fragende voraus, dass für die nicht unbeträchtliche Summe, die beim Erwerb des Zeiss Pro Ergo im Raum steht, ein adäquater Gegenwert zu erwarten ist.

Aber man möchte eben nicht so viel Geld investieren, sondern ist vielmehr daran interessiert, für weniger Geld ein mögliches Maximum an Qualität und Leistung zu bekommen.

Ich persönlich bin nach wie vor der Meinung, das der finanzielle Mehraufwand nicht zum Fenster rausgeschmissen ist.  Sich auszahlt. Ich habe den Kauf meines Zeiss Pro Magis und Zeiss Pro Ergo ungeachtet der beträchtlichen Investitionssummen nie auch nur eine Sekunde bereut. Aber ich kann verstehen, dass man diese Ausgabe scheut.

Die gute Nachricht ist –  es gibt immer mehr Mikroskope in der Preisklasse 15.000 – 25.000 Euro, mit denen sich wirklich gut arbeiten lässt. Der Unterschied zum Pro Ergo ist da, aber bei weitem nicht mehr so eklatant, wie dies 1997 war, als ich mich für mein erstes Mikroskop, das Zeiss Pro Magis (dem Pro Ergo Vorgänger) entschied.

Zwei neue interessante Modelle, die gegen die Platzhirsche Zeiss Pico und Leica M320 antreten, wurden auf der IDS 2015 vorgestellt. Es ist zum einen das neue Global-Mikroskop (Deutschland- Vertrieb Sigma Dental) und zum anderen ein Dentalmikroskop von CJ Optik aus Wetzlar.

Würde ich mich heute für ein Mittelklasse- Mikroskop entscheiden wollen, so würde ich vor der Kaufentscheidung zunächst die  verschiedenen hier angesprochenen Modelle einer genaueren vergleichenden Betrachtung unterziehen. Das Zeiss Pro Ergo sehe ich nach wie vor einzigartig im Markt. Dies trifft für das Zeiss Pico in dieser Form mittlerweile nicht mehr zu. Konkurrenz belebt das Geschäft. Wenn dem so ist, darf man gespannt sein, was noch alles an Neuem in der nächsten Zeit auf uns zukommt und wie Zeiss auf die Mitbewerber reagiert.

Global Mikroskop Neuvorstellung IDS 2015

Global Mikroskop Neuvorstellung IDS 2015

Neues Dentalmikroskop von CJ- Optik

Neues Dentalmikroskop von CJ- Optik

May the (Light-) source be with you!

von Jürgen Wettlauffer

Es gibt bei der Anwendung des Mikroskops in der Zahnmedizin, besonders in der Endodontie immer  Dinge von denen man nicht genug haben kann. Zum Beispiel Licht. Und das am Besten ohne hohe Kosten, Wärme, Lärm des Lüfters und möglichst farbentreu.

Bei Festbrennweiten ist der Lichtverlust deutlich geringer als bei den Vario Objektiven. Grund ist die Optik (mehr Linsenflächen beim VarioFocus). Aber auf die deutlich bessere Ergonomie die durch diese Objektive möglich wird (variabler Arbeitsabstand) möchte niemand verzichten. Leider ist die menschliche Sinnesempfindung der Helligkeit etwa dem Logarithmus des Reizes proportional – sie folgt wie viele andere neurologische Prozesse dem Weber-Fechner-Gesetz.  

Dies bedeute in der Praxis, das eine Verdopplung der Lichtintensität geringer wahrgenommen wird.

Zusätzlich sorgt noch ein größerer (aber ergonomischer) Arbeitsabstand  zusätzlich zu Lichtverlust (im Quadrat zum Abstand!).

Aus den oben genannten Gründen müssen wir bis heute mit Lichtverlust leben.

Jetzt bringt eine neue Lichtquelle, (entspricht ca. 300 W –Xenon Beleuchtung) mehr Licht in das  Dunkel des Kanals.

Laut Herstellerangaben hat diese brandneue Technologie viele Vorteile:

Vorteile gegenüber Xenon

-Über 20-fach längere Lebensdauer (ca. 20.000 Std.)

-Kein Anteil von UV- und IR-Licht im Spektrum des generierten Lichts

-Rund 50 % weniger Energieverbrauch gegenüber konventionellen Xenon-Entladungslampen

Vorteile  gegenüber den weißen, konventionellen LED-Lösungen

-Deutlich mehr Licht (bis zu über vier mal so hell)

-Erforderliche Lichtleistungen auch ohne     Übersteuerung der verbauten     Komponenten möglich – Einfache Kühlung und geringere Geräuschentwicklung  -Keine Änderung der Farbtemperatur des Lichts über weite Dimm Bereiche                                                           -Kaum Änderung der Farbtemperatur des Lichts über die Lebensdauer.

Ich hatte am letzten Wochenende die Chance eine absolut neue und innovative Lichtquelle zu testen. Carsten Jung von CJ Consultation kam bei mir in der Praxis zur Teststellung vorbei und ich packte sofort mein Luxmeter aus. Dann haben wir das „gute Stück“ an meinem Kaps und Zeiss Pico Mikroskop angeschlossen.

Gleich vorweg: Diese Lichtquelle ist heller als es mein Luxmeter messen kann!. Ich kann bis max. 400.000 Lux messen. (Dies bedeutet, dass alle Werte über 400.000 Lux geschätzt sind.)

WLKH-WL2KH WLZX-WL1Die deutlich schlechteren Helligkeitswerte  des Zeiss Pico im Vergleich zum Kaps erklären sich durch die Größe der ausgeleuchteten Fläche. Kaps leuchtet einen ca 4.5 cm Durchmesser Kreis aus und Zeiss einen 8 cm Kreis. (siehe Fotos) Die Verteilung des vorhandenen Lichtes auf eine größere Fläche geht zu Lasten der Leuchtintensität.

Hier die von mir gemessenen Lichtwerte (Lux, lx)

KAPS f/250 KAPS, Vario 200mm AA KAPS, Vario 350mm AA PICO f/250 PICO, Vario 200mm AA PICO, Vario 350mm AA
XENON 200.000 lx 130.000 lx 60.000 lx 80.000 lx
Laser LED über 400.000 lx 400.000 lx 135.000 lx 180.000 lx 200.000 lx 70.000
LED, konv. 70.000 lx 60.000 lx 25.000 lx

Kaps Opmi: f/250, sowie Zeiss Pico f/250 : Festbrennweite vom Hersteller

Kaps Xenon sowie Zeiss Xenon: Xenon vom Hersteller

Variofocus  200 – 350 mm Arbeitsabstand (AA) an Kaps / Zeiss :

Variofocus :                            CJ Consultation

Laser LED Lichtquelle :      CJ Consultation

LED „konventionell“   :        LED Nachrüstsatz für Zeiss Pico:  CJ Consultation

Resümee
Sobald ich diese Lampe erwerben kann werde ich dies tun. Sie hat wesentlich mehr Licht, weniger Abwärme und daher deutlich weniger Lärm des Lüfters sowie wesentlich geringere Betriebskosten im Vergleich zu meiner Xenon Beleuchtung.

Disclaimer: Der hier veröffentliche Beitrag gibt ausschließlich die persönliche Einschätzung/Meinung des Gastautors wieder. WURZELSPITZE hat keine Möglichkeit, die Richtigkeit/Neutralität der Aussagen des Beitrags zu verifizieren.

Kaps Fototubus für Sony NEX

von Oscar von Stetten

Seit Jahren bin ich ein grosser Fan des Kaps-Fototubus.
Bei korrekter Justage hat er ein ausgezeichnetes Preis/Leistungsverhältnis und gute Qualität zu bieten.

Nun kam Anfang des Jahres eine aktualisierte Ausgabe von Kaps auf den Markt.
Warum aktualisiert?

Ganz einfach: er wurde auf die Nex-Reihe von Sony, die sich zu Recht grosser Beliebtheit erfreut, berechnet. Die Brennweite muss ein wenig gestiegen sein, denn er ist ein wenig länger als der alte Tubus.

Von aussen sieht man ansonsten nicht viel an Änderung.

Nex dranschrauben und loslegen.
Performance? Ausgezeichnet.
Der Tubus kann vom Zahnarzt selber justiert werden, wenn der Bedarf da ist, andererseits kann er von einem Servicetechniker auch direkt am OPMI justiert werden. Warum das so sein kann? Weil überall mit Toleranzen gearbeitet wird. Und bereits 100µ schon mal über Wohl oder Wehe entscheiden.

Wer über die LiveView-Funktion fokussiert und Fotos macht wird das nicht zwangsläufig brauchen, derjenige der Fotos macht ohne Fokussierhilfe über einen Monitor wird sich über eine einfache Justage freuen.

Ein besonderes Highlight der Neuauflage: Ich konnte Kaps davon überzeugen, auch für Zeiss-Mikroskope ein fixes Zeiss-Attachement zu verwenden. Die alten Tuben bekam zur Grössenanpassung einen Überwurfring mitgeliefert, der über Madenschrauben befestigt wird. Diese Lösung war fehlerbehaftet, so konnte durch ungleichmässiges Anziehen der Madenschrauben die optische Ebene durch Verkanten schon mal schräg gestellt werden. Die mechanische Stabilität war auch nicht zu 100% gegeben.…. Vergangenheit ;-)

Ansonsten hatte ich bisher keinen Fotoadpater am DM, der Belichtungszeiten von bis zu 1/1600 bei ISO400 erreicht. Zwar mit Xenon 180, aber der Adapter hat definitiv Reserven.

Probleme? Ja. Bei höchster Vergrösserung mit maximaler Lichtleistung am DM hat der Tubus eine merkliche Streulichtproblematik. Sieht man das? Ja. Lösung? Ganz einfach, nicht bei höchster Vergrösserung fotografieren. Die einfachste Variante. Macht man sowieso nicht.

Vorteil gegenüber anderen NEX-fähigen Lösungen: Justierbarkeit und vor allem die T2-Adapter können getauscht werden. Wenn man also bereits eine andere APS-C-Kamera sein eigen nennt kann man sich von Kaps den T2-Adapter tauschen lassen und seine Kamera weiterverwenden.

Fazit

Wer vor einer Neuanschaffung oder Aufrüstung steht sollte sich diesen Adapter mal genauer anschauen. Die Bilder sind out-of-the-cam ohne weitere Nachbearbeitung. Ich bin zufrieden.

Sony Nex5 und HDadapter am Kaps

von Olaf Löffler

Neben einem Pro Ergo benutzen wir auch ein Kapsmikroskop in unserer Praxis.

Bisher lief die Fotodokumentation und Mitbeobchtung nicht optimal. Ein Carr-Adapter mit Nikon Coolpix 995 oder 4500 kamen daran zum Einsatz. Suboptimal war die Mitbeobachtung für die Assistenz. Das Monitorbild zeigte sich mitunter unscharf und konnte nur einen groben Überblick ermöglichen. Die Coolpix 4500 musste bei Nikon mehrfach repariert werden, da der Monitorausgang und damit die Mitbeobachtung ausfielen. Die 995 war stabil. Allerdings mussten immer Akkus eingesetzt werden, da bei Abschaltung des Netzteils sämtliche Einstellungen gelöscht waren.

Nach langem Zögern haben wir nun den Hanchadentadapter mit der Sony Nex5 seit dieser Woche am Mikroskop. Der Mitbeobachtungsmonitor ist mittels HDMI Kabel angeschlossen. Interessant zu erkennen war, daß die 7,50 Meter hochwertiges HDMI Kabel ein erkennbar schlechteres Bild ergaben als die Funkübertragung.  Das Kabel hatten wir bei Praxisinstallation bereits gelegt. Deshalb haben wir auf die Funkübertragung verzichtet.

Erster Eindruck der Assistenz:
Das Bild ist deutlich besser. Es ist kein vergrößerter Bildausschnitt mehr.

Fotodokumentation:
Auslösung per Funkauslöser ist bisher nicht störanfällig und erlaubt das Auslösen durch die Assistenz. Fokussierung ist über Mitbeobachtungsmonitor möglich und praktizierbar.
Scharfstellung des Monitorbildes zum Okkularbild ist nur in großen Vergrößerungen notwendig.
Die ersten Bilder werden wir an anderer Stelle hier vorstellen.

DSC06239 DSC06235 DSC06236 DSC06238

Bild a ohne Mikroskopbeleuchtung

Bild a ohne Mikroskopbeleuchtung (J.Wettlaufer)

 

Bild b mit Mikroskopbeleuchtung

Bild b mit Mikroskopbeleuchtung (J.Wettlaufer)

Adventskalender 2012 (22) – Zeiss Pro Ergo

von Hans – Willi Herrmann

Über dieses Adventskalendertürchen gab es sicherlich „wurzelspitzenintern“ die meisten Diskussionen und vermutlich die größte Bandbreite in der Beurteilung.

Nachfolgend also nur meine eigene, sehr persönliche Sicht der Dinge, das Dentalmikroskop ZEISS Pro Ergo betreffend.

Seit 1997 arbeite ich mit einem eigenen Operationsmikroskop in der Praxis.
Ich hatte mich damals, als junger Zahnarzt, gerade mal im 4. Jahr der Niederlassung,  für das hochpreisige Spitzenprodukt Zeiss Pro Magis entschieden.
75.000 DM, alle Anbauteile mitgerechnet.
Ne Menge Geld.
Insbesonders im Hinblick darauf,  dass der Nutzen des Mikroskops in der Zahnmedizin zu diesem Zeitpunkt keinesfalls als gesichert gelten durfte.

Und das ist vorsichtig formuliert.
Mikroskopanwender galten zum damaligen Zeitpunkt , wenn sie denn überhaupt wahrgenommen wurden, gemeinhin als wirre Spinner  und wer über die Endo hinaus das Mikroskop für andere Dinge wie zum Beispiel im Rahmen der ZE -Herstellung oder Füllungstherapie einsetzte, ganz ehrlich, dem war nicht mehr zu helfen.

Ich habe diese Entscheidung trotzdem keinen Augenblick bereut.

2009 dann ein zweites Dentalmikroskop.
Das Zeiss Pro Ergo.
Ich hätte ein weiteres Pro Magis genommen, weil ich sehr gut damit zurecht gekommen war und es in all den Jahren ohne eine einzige Störung seinen Dienst verrichtet hatte. Aber das gabs ja schon länger nicht mehr neu zu kaufen. Und gebrauchte Pro Magis fanden sich gar nicht, oder, wenn überhaupt, zu horrenden Preisen. Wengistens wurde mittlerweile die Sinnhaftigkeit eines Mikroskopes woll nur noch von Ewig Gestrigen oder aus ideologischen Gründen in Frage gestellt.

Warum nun die Auflistung des ZEISS Pro Ergo in diesem Adventskalender ?

Ich halte  Zeiss Pro Ergo für das beste „erschwingliche“ Mikroskop in der Zahnmedizin. Punkt. Ungeachtet der Tatsache, dass es Mikroskope für weniger als ein Fünftel des Preises gibt. Und allen Unannehmlichkeiten zum Trotz. Ja, die will ich nicht unter den Tisch kehren, liebe Kritiker und auch ich  würde mir wünschen, es würde sich diesbezüglich etwas ändern.

Aber – am Ende des Tages – um eine geliebte Redewendung meines  Freundes Christoph Z. zu zitieren –   gibt es für mich nachwievor kein anderes Dentalmikroskop, das ich als Alternative auch nur in Betracht ziehen würde.
Gibt es kein Dentalmikroskop, mit dem ich lieber arbeiten würde.

Würde ich das Pro Ergo hergeben, eintauschen wollen ?
Ich wüßte nicht, wofür.

Daher verleihe ich 5 Wurzelspitzen, auch wenn ich verstehen kann, dass nicht alle meiner Sicht der Dinge werden folgen können. Und ich kann jedem nur empfehlen, vor der Wahl irgend eines Dentalmikroskops mit dem ZEISS Pro Ergo probezuarbeiten und erst danach seine Kaufentscheidung zu treffen.

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Adventskalender 2012 (17) – Jung Mikroskopadapter/Sony Nex 5N

von Christian Danzl

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Als ich das erste Mal mit dem Dentalmikroskop gearbeitet habe, war ich fasziniert von dem, was man alles  sieht. Vor allem in der Endodontie erkennt man sehr schnell, wo die anatomischen Besonderheiten der jeweiligen Zähne sind und es wird einem klar, warum in der Vergangenheit Wurzelbehandlungen schief gingen, obwohl sie doch auf dem Röntgenbild sehr gut ausgesehen hatten.

Nach dem man selber mehr gesehen hat, wollte man diesen Blick natürlich „konservieren“ und auch mit anderen teilen. Also muss eine Kamera her, um Fotos im Wurzelkanal machen zu können. Ausserdem könnte ein „live-Bild“ nicht schaden, dass die Assistenz zumindest einen groben Plan von dem hat, was der Behandler gerade macht.

An meinem damaligen Kaps-Mikroskop hatte ich über einen Adapter von Kaps eine Canon Power Shot G2 angeschlossen. Das ging. Eine Offenbarung war es nicht. Im Laufe der Jahre wurde sie durch eine HD-Video-Kamera ersetzt. Das Ergebnis war besser, und man konnte auf einem 40″ Monitor mitbetrachten. Auch am Zeiss ProErgo verrichte die Canon Legria mit einem einfachen Adapter noch gute Dienste – zumindest was das Preis-Leistungsverhältnis angeht.

Auf der Suche nach einer besseren Lösung hab ich mir verschiedene Systeme angesehen. Hängen geblieben bin ich bei dem HD-Imaging-Port von Jung.

Bestückt mit einer Sony NEX-5N, einer Mirrorless Kamera, wie gestern von HaWi Herrmann beschrieben. Der Adapter ist gerechnet auf genau diese Kamera. D.h., dass die NEX-5 genau passt, Bildausschnitt und Schärfeebene stimmen mit dem Bild durchs Mikroskop überein.

Mitbeobachtung, Bilder und HD-Video. Am ProErgo und am Kaps. Bilder und Videos werden sofort per Eye-Fi – Karte auf den Mac zur Archivierung oder Weiterverarbeitung übertragen.

Problemlos geliefert und montiert von Hanchadent. Komplett mit Verkabelung, Fernbedienung, WLAN-Karte, Monitor und Installation.

Von mir 4 Wurzelspitzen

Bildschirmfoto 2012-12-02 um 11.41.11

Zeiss- Dentalmikroskop „Manuelles Pro Ergo“

von Hans – Willi Herrmann

Schon bemerkenswert, welche Entwicklung der Markt und das Angebot an Dentalmikroskopen in den letzten 20 Jahren genommen hat. Als ich 1997 anfing, mit dem Mikroskop zu arbeiten, gab es Modelle um die 40.000 DM, mit denen man beim besten Willen nicht wirklich suffizient arbeiten konnte und es gab das Zeiss Pro Magis. Ergonomisch eine Klasse für sich, allerdings auch, was den Preis anging,  alles in allem habe ich rund 75.000 DM hingelegt, bis es in seiner endgültigen Form in der Praxis stand.

Heute hingegen gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Angebote in allen möglichen Preisklassen. Das Pro Ergo steht nach wie vor an der Spitze der „bezahlbaren“ High End – Mikroskope (es gibt bei Zeiss in der Produktpalette noch einige Angebote zum Beispiel aus der Neurochirurgie, die preislich sogar deutlich höher angesiedelt  sind).

Warum also kein kostengünstigeres Mikroskop kaufen für das zweite Behandlungszimmer ?
Weil die Diskrepanz an Leistung mir den geringeren Preis nicht wert war. Soll konkret heißen, die billigeren Mikroskope, und da zählte ich immer auch das Zeiss Pico hinzu, konnten mir zu wenig, dass ich den Preisvorteil für mich in Anspruch genommen hätte.

So wurde das zweite Mikroskop ein Zeiss Pro Ergo. Das steht bei Vollausstattung dann mit über  60.000 Euro in den Büchern.

Vorletzte Woche habe ich bei Jadent dann zum ersten Mal ein Dentalmikroskop gesehen, dass ich für mich als interessante Alternative zum Pro Ergo sehen könnte.
Es hört auf den wenig griffigen Namen „Manuelles Pro Ergo“ und ist dahingehend gegenüber dem Zeiss Pro Ergo in der Ausstattung reduziert, dass ich mit den Abstrichen(Verzicht auf Motorzoom und Motorfokusierung, Festbrennweiten statt Zoomobjektiv, keine Magnetbremsen, besitzt aber den vom Pro Ergo bekannten riesigen variablen Arbeitsbereich von 20 – 41 cm), denke ich, leben könnte, bei dementsprechendem geringeren Kaufpreis.

Würde ich heute eine Praxis neu einrichten, ich würde ernsthaft in Erwägung ziehen, mit einem „manuellen Pro Ergo“ anzufangen, um dann später ein zweites hinzuzunehmen.

Noch mehr freuen würde ich mich, wenn Zeiss mir das oben genannte Gerät mit Magnetbremsen liefern würde, aber dies wird vermutlich auf ewig ein Traum bleiben.

Wenn ich auch nur mit dem Gedanken spielen würde, ein Dentalmikroskop zu kaufen…

von Hans – Willi Herrmann

… dann würde ich auf jeden Fall vorab zur Entscheidungsfindung nach Aalen fahren zu Jadent.

Denn dort sind, Seite an Seite, eine so große Auswahl an unterschiedlichen Dentalmikroskopen verschiedener Hersteller und Preisklassen aufgebaut, wie ich es bislang noch nie bei einem Händler gesehen habe.

Die Palette reicht vom untersten Preissegment mit China – Mikroskop bis hin zum Zeiss Pro  Ergo. Vertreten sind Produkte der Firmen Alltion, Global, Kaps, Leica, Zeiss.
Alle betriebsbereit, so dass in ruhiger Atmosphäre und bei fachkompetenter Beratung eine Auswahl getroffen werden kann.
Und – ein Händler, der (mir fällt von den namhaften Herstellern spontan nur Möller und Wedel ein, die ich dort nicht vorgefunden habe) alles anbieten kann, hat zumindest keine Notwendigkeit, ein Produkt, dass er nicht im Angebot hat,“suboptimal zu promoten“. Denn der Kunde braucht sich ja nur aus den vielen vorhandenen Dentalmikroskopen das Mikroskop seiner Wahl auszusuchen.
Eine Win-Win- Situation.

Sony NEX 7 am Dentalmikroskop

von Jürgen Wettlauffer

Mein erster Eindruck ist, dass mit der Nex 7 deutlich bessere Bilder zu erzielen sind als mit meiner Lumix GH1. Ich denke die Lumix ist veraltet und entspricht nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Ich glaube allerdings auch, dass das kleinere Modell (Sony Nex 5N) die gleichen Ergebnisse am Mikroskop erzielt.

Mein Adapter (Hanchadent) und mein Kaps- Mikroskop sind gleich geblieben. Ich bin sicher, dass die aktuellen Kameras an den neuen HD-Kamera-Adaptern das Maximum an Bildqualität herausholen.
Neben den bekannten Schwierigkeiten gute Fotos mit „Consumer-Cameras“ an Mikroskopen zu erzielen ist der „Flaschenhals“ heute die Optik der meisten Mikroskope. Diese wurden in den 80er gerechnet, als es noch keine Digitaltechnik in der Fotografie gab. Das gleiche Problem tritt mit den alten Kamera Objektiven aus „Analog-Tagen“auf. Die Qualität dieser „Analog“-Objektive reicht für die Digitalkameras nicht aus. Ausnahme sind die Objektive von Leica. Die alten „Gläser“ von Leica waren schon immer viel besser als der analoge Film auflösen kann. Daher sind diese Optiken noch heute an den Digitalkameras exzellent.
Jetzt wird es Zeit, dass Mikroskophersteller mal anständige Optiken liefern, die mit den Kameras mithalten. Ich bin gespannt was die Zukunft uns bringt.

Jadent – Pioniere der Dentalmikroskopie

Von Hans – Willi Herrmann


Auf dem Greater New York Dental Meeting,  einem nordamerikanischen  Pendant zur IDS oder den Infodental – Messen kam ich am ZEISS USA – Stand mit einem ZEISS – Repräsentanten aus Deutschland ins Gespräch.
Wie das so geht. Man redet über dies und das. Schnell   steht die Frage im Raum, mit welchem Mikroskop man selbst arbeitet und irgendwann fiel  die Zahl 1997, das Jahr in dem ich anfing, mit dem ZEISS PRO Magis zu arbeiten.

Skeptische Blicke meines Gegenübers, der in verantwortlicher Stelle bei ZEISS tätig ist, einer jüngeren Generation angehörend: „Bisher waren alle Leute, die ich kennengelernt habe, und die schon so lange mit dem Mikroskop arbeiten, alte Männer“ . Und das „alte Männer“ klang wie „also richtig alte Männer“.

Offensichtlich hat sich in den letzten 15 Jahren was getan, die Wahrnehmung und Durchsetzung von Dentalmikroskopen in Deutschland betreffend.  Heute ist das Dentalmikroskop etabliert.

Ich stieß 1990 auf das  Dentalmikroskop, das damals noch Operationsmikroskop hieß. Durch ein Buch von Martignoni und Schönenberger, mit hochvergrösserten Fotos von Zähnen, die mich so begeisterten, dass für mich feststand, dass ich irgendwann mit einem Mikroskop zahnmedizinisch arbeiten würde. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass dies schon 4 Jahre nach Niederlassung in eigener Praxis der Fall sein würde. Und erst recht nicht, dass ich als Praxisstarter dafür 75.000 DM ausgeben würde.

Das sich dieser Wunsch schneller als erhofft erfüllte, ist auch das Verdienst von Jadent. Die waren nämlich Mitte/Ende der neunziger Jahre bei zahnärztlichen Kongressen mit Lupenbrillen und Zeiss  Mikroskopen vor Ort und gaben mir dort die Gelegenheit, mich von den Möglichkeiten der Dentalmikroskopie zu überzeugen. Und machten  es möglich, dass ich das Pro Magis in meiner Praxis ausprobieren konnte.

Fakt ist, die Janik  – Brüder haben an das Mikroskop geglaubt und das viele Jahre hinweg in einer Zeit, in der man den Eindruck gewinnen musste, dass nicht einmal die Mikroskophersteller selbst die Zahnmedizin als Markt sahen, geschweige denn aktiv in diesem Segment tätig wurden.

Die Begegnung in New York hat mich veranlasst, darüber nachzudenken, was wohl gewesen wäre, wenn es „die  Jadents“  nicht gegeben hätte.
Natürlich wäre ich mit Sicherheit irgendwann beim Mikroskop gelandet.
Vermutlich aber doch deutlich später, als es defacto der Fall war.

P.s.: Anfang April habe ich Klaus Janik wiedergetroffen, Tür an Tür beim Quintessenz – Endodontie  – Symposium in Berlin. Sein Mikroskop – Portfolio umfasst gegenwärtig Zeiss, Leica und Kaps. Die Auswahl ist gegenüber damals dadurch gewaltig gewachsen. Geblieben ist die fachkundige Beratung und die Begeisterung für die Sache.

Liebe Brüder Janik,  von mir an dieser Stelle vielen Dank für eurer Engagement. Ich bin sicher, ich bin nicht allein mit meinen positiven Erfahrungen.

HD-Video am DM

von Christian Danzl

Wie schon beschrieben habe ich am KAPS Dentalmikroskop eine HD-Videocamera mit 40″ HD-Ferseher als Mitbetrachter-Monitor.

Hier nun Bilder vom Aufbau mit einem Beispielfoto.

Zur Kamera:

Bei mir ist es eine Canon Legria HF 20.
Full-HD Video, Fotofunktion mit ca. 3 Megapixel. Funktioniert soweit ganz gut. Videoausgabe ist nicht überragend wegen relativ starker Vignettierung (was aber nicht verwundert, wenn ein 16:9 Bildschirm das runde Bild aus dem Mikroskop wiedergeben muss), allerdings deutlich besser als die interne VGA-Video-Kamera von KAPS und Videoausgabe über Nikon Coolpix 4500.

Die Fotofunktion liefert Bilder die ganz in Ordnung sind, aber auch nicht besser als die von der Nikon Coolpix. Obwohl ich immer noch glaube, dass der limitierende Faktor bei mir der alte stufenlose Vergrößerungswechsler ist. Die Legria hat eine schnurlose Fernbedienung, was das Fotografieren deutlich erleichtert.

Was an der Legria nicht gefällt, ist die Videoaufzeichnung in AVCHD-Format. Speicherkarte entnehmen und Videodateien auf den Rechner übertragen funktioniert nicht. Die Daten können nur direkt von der Kamera in iMovie übertragen werden, und dann auch nur, wenn die Kamera ans Netzteil angeschlossen ist. Da ich nicht dauernd die Kamera samt Netzteil vom Mikroskop abschrauben will, funktioniert es am besten, wenn das MacBook über USB an die montierte Kamera angeschlossen wird.

Ob das bei anderen Videoformaten einfacher funktioniert, weiss ich leider nicht.

Die Fotos können übrigens ganz normal von der Karte gelesen werden.

Wieder mal ein Ärgernis

von Christian Danzl

Nachdem der Videotubus und der Kamera-Adapter von KAPS gekommen ist, ich die Canon Legria HF 20 an mein Dental-Mikroskop geflanscht hatte, fehlte nur noch der Fernseher für die Ausgabe des HD-Bildes.

Also am Mittwoch ab zum „local dealer“ und einen LCD 40″ HD-Ferseher von Philips gekauft.

Fernseher an die Wand, Kamera eingerichtet, und – läuft.

Und läuft.

Genau 2 (!) Tage lang. Donnerstag und Freitag.

Am dritten Tag (Montag) hat hat der Fernseher seinen Dienst quittiert.

Schade eigentlich!

Aber kein Problem, kann ja mal vorkommen.
Also Anruf beim Händler. Dem war es merklich unangenehm, dass er sagen musste, dass er nicht zuständig ist, weil Philips einen eigenen Kundendienst hat, der das regelt.

Nun gut.
Der Händler hat den Anruf bei der Philips-Hotline für mich selbstverständlich übernommen und mir mitgeteilt, dass sich die Firma wegen Reparatur-Termin bei mir meldet.

Also warten.

Ein Tag, zwei Tage, drei Tage. Nichts.

Am Freitag dann, nachdem der Händeler nochmal bei der Hotline angerufen hat, kam der Anruf, sie kämen am nächsten Donnerstag. Das wäre dann also heute.

Na da lass ich mich mal überraschen!

Neugerät, keine 10 Stunden gelaufen, Händler hat keinen Zugriff auf Service und dieser lässt sich dann fast 2 Wochen Zeit!

Mein nächster Fernseher ist bestimmt von einer anderen Marke. Sicher.

Neuer Lichtleiter

von Christian Danzl

Ich gebe es offen zu, ich habe kein Zeiss Mikroskop. Ich bin dem ProErgo-Boom nicht erlegen. Mir ist es schlichtweg zu teuer.

Ich bin mit meinem KAPS im großen und ganzen seit gut sieben Jahren zufrieden. Aber es freut einen dann doch, wenn es wieder mal Neuerungen gibt. Wie zu Beispiel einen neuen Lichtleiter.

Er ist auf der Lampenseite abgewinkelt und nicht mehr so hitzeempfindlich wie das Vorgängermodell, das heisst, dass ihm die Hitze der Xenonlampe nicht mehr viel anhaben kann. Das Lichtfeld ist sehr homogen, auch eine deutliche Verbesserung zu meinem bisherigen.

Ich habe ihn mal für 30 Tage zum Testen, aber ich glaube, dass ich nicht mehr zurückschicken werde.

Schutzhüllen für Mikroskopgriffe – Gib AIDS keine Chance (2)

von Christian Danzl

Einfache, preisgünstige Schutzhüllen für das Zeiss Pro Ergo Dentalmikroskop hat Oscar von Stetten an dieser Stelle schon vorgestellt. Leider sind diese Überzieher nicht für die kleinen Griffe von Kaps geeignet. Hier bin ich bei Praxisdienst fündig geworden. Latex-Fingerlinge 100 Stück zu 0,89 €.

Wieviel Mikroskop braucht der Zahnarzt? (2)

von Oscar von Stetten

(eine Antwort auf diesen Blogbeitrag )

Sicher stellt ein Investitionsvolumen von 60k€ für ein Dentalmikroskop für viele eine Hürde dar. Wobei damit noch lange nicht Schluss ist. Folgeinvestitionen werden folgen. Das Armamentarium muss angepasst werden, evtl. ein Zimmerumbau usw. usw. Eine endlose Geschichte ;-)

Aber warum ist eigentlich immer das Gefühl da, dass es unbedingt das ProErgo sein muss?

Wohl weil viele Referenten mit dem ProErgo arbeiten. Dabei mag der falsche Eindruck entstehen, dass nur und nur das ProErgo den Erfolg ermöglicht. Dabei ist das Mikroskop nur ein Werkzeug. Mehr nicht. So banal es klingen mag. Ein Tool, vergleichbar einem Ultraschallansatz für die Endo.

Ich persönlich habe mit einem Leica-Gerät begonnen. Nach kurzer Zeit war ich nicht mehr zufrieden, weil es mir keinerlei modulare Erweiterungsmöglichkeiten bot.

Ein anderes Fabrikat wurde angeschafft. Aber auch dieses reichte mir nach einer gewissen Zeit nicht mehr.

Nun arbeite ich seit knapp 1,75 Jahren mit dem ProErgo. Fazit: das Kaps ist manchmal besser. In der Kons oder der Prothetik. Warum? Weil es mir mehr Mobilität bietet, nicht so sperrig ist, einfach mobiler. In manchen Bereichen, wie z.B. der Endodontie (die ja per se eine sehr statische Behandlungssituation ist), hat das ProErgo die Nase vorn. Aber alleine die Unterschiede der Geräte auf dem Markt zu beschrieben würde eine komplette Blogwoche füllen ohne den Anspruch, komplett zu sein. Darum geht es auch nicht.

Muss es nun immer das ProErgo sein? Meiner Meinung nach nicht. Arbeiten kann man sicher auch mit anderen Mikroskopen. Und auch sicher sehr gut arbeiten. Denn Erfolg ist immer eine Kombination aus Werkzeug und Werkzeugnutzer. Letztendlich ist es (fast) immer eine emotionale Entscheidung, was man sich kauft. In diesem Preissegment sicher noch viel mehr als bei anderen Dingen. Geht man alleine nach der optischen Güte, der Mechanik etc. wird man über kurz oder lang zwangsläufig beim ProErgo ankommen.

Und:  Wenn man diesen Luxus in der Behandlung länger hatte (ProErgo), gewöhnt man sich daran. Mir geht es immer so, wenn ich am Kaps arbeite. Ich suche immer die Funktionstasten. Und noch manche andere Sache dazu. Macht es das Kaps damit zu einem minderwertigeren Gerät? Ganz sicher nicht, denn es besitzt ebenfalls seine Vorzüge.

Wie beziffert man also die Bequemlichkeit während der Behandlung? Ist es mehr oder weniger wert? Ich meine: das ist eine rein persönliche Entscheidung.

Man sollte aber bedenken: wir reden von einem Gerät, welches mich ca. 6-7h als wichtiges Tool am Tag begleitet. Und das ist mir der Luxus in Form eines ProErgo für mein Wohlbefinden wert.

Licht

 

von Oscar von Stetten

Auf der Industrieausstellung bei der DGEndo-Tagung fiel mir sofort auf dem Stand der Firma Jadent ein sehr heller Lichtspot auf. Dann habe ich auch noch auf dem Mikroskoparm die Aufschrift „LED inside“ (abb1) entdeckt.

Sehr spannend, wurde ich just am Tag vorher von einem Teilnehmer nach einer Beleuchtungsalternative zu Halogen, Xenon oder Metallhalide gefragt. Mein Wissensstand war, dass LED noch nicht so weit war. So kann man sich täuschen.

Das Licht ist sehr hell und das obwohl die nominellen Werte nicht so berauschend klingen. Aber dennoch, der Spot war blendend. Neugierig wie sich das Licht klinisch bewährt bat ich Jadent um eine Leihstellung. Diese erfolgte am Dienstag, leider wurde das Mikroskop am Donnerstag wieder abgeholt. Damit bleib mir nicht genug Zeit, Fotos mit dem Mikroskop zu schießen um über die Belichtungszeit eine halbwegs vernünftige Einschätzung zu erhalten. Aber das wird sicher nachgeholt werden.

Was ich aber sagen kann (nach 7 Behandlungen mit diesem Mikroskop): exzellent. Das Licht ist hell genug bis zur 16x Vergrösserung, um damit noch ordentlich arbeiten zu können. Erstaunlich. Das Beste: keine Lüftergeräusche, keine Hitzeentwicklung, alles im Standard-Lichtkasten des Kaps montiert.  Meine Hand hielt ich etwa 2 min. über dem Lichtaustritt und hatte keine Verbrennungen 3. Grades.

Beim Xenon würde ich mich das nicht trauen ;-)

Flugs den Leuchtkasten aufgeschraubt und mal nach der LED-Zelle geschaut. Verblüffend. Verblüffend klein. Sehr klein sogar für die Lichtmenge und den guten Eindruck. Kein Vergleich mit den Zusatzgeräten für Xenon. (abb 2,3)

Von oben fotografiert sieht man die Zelle mit einer Sammellinse.  Offensichtlich reicht die Linse aus, um das Licht gut und gleichmässig in den Lichtleiter zu schicken. Dieser ist auch nicht mehr den Hochtemperaturen wie beim Xenonlicht ausgesetzt, was der Langlebigkeit sicher zugute kommt. (abb4)

Man bemerkt sofort, der Durchmesser ist kleiner als bisher. Was Luft nach oben lässt.  (abb5)

Vorläufiges Fazit:

Die LED-Beleuchtung hat mich begeistert. Es hat viele Vorteile, wie z.B. eine lange Lebensdauer, keine Hitzeentwicklung, keine lauten Lüftergeräusche. Das Spektrum des Lichtes ist angenehmer, tageslichtähnlicher als Xenon, was aber in der Natur der Sache liegt.

Weiterer Vorteil: gute Integration im Gerät. Kein zusätzlicher Leuchtkasten, kein zusätzlicher Stromanschluss mehr, keine Fernbedienung o.ä.

Die momentan verfügbare Lösung zeigt, dass es prinzipiell geht und dass diese Art des Lichts auch einsetzbar ist. Wenn man das Kaps mit einem Mitbwerber von der Beleuchtungseite vergleicht, fällt auch die verschiedene Farbtemperatur auf.

 

Aber Vorsicht: Es geht dabei ausschliesslich um die Farbtemperatur, um nichts anderes. Ein weiterführender Vergleich zwischen diesen zwei Geräten scheidet aus mehreren Gründen aus. Definitiv. Ein ungleicher Vergleich, so in etwa zwischen einem Passat und einem Bentley.

Würde ich es mir kaufen? Um eine definitive Empfehlung auszusprechen habe ich nicht lange genug mit dem Gerät gearbeitet. Aber das erste Gefühl ist gut. Und meiner Meinung nach ein Schritt in die richtige Richtung.

 

 

 

IDS 2009 (7) Microscopes are here to stay

von Hans – Willi Herrmann

Spätestens mit dieser IDS ist es nicht mehr zu übersehen.

Das Dentalmikroskop hat sich seinen festen Platz in der Zahnmedizin erobert.

Erkennbar an 2 Dingen.

Zum einen gab es eine ganze Reihe von Ständen, an denen ein Dentalmikroskop den Kollegen zum Arbeiten und zur Visualisierung zur Verfügung stand. Immer und immer wieder, wenn man durch die Reihen ging, gab es die verschiedensten Mikroskope an den Ständen der Aussteller zu entdecken. Und diese Mikroskope wurden genutzt.
Wohlgemerkt, ich rede von Ständen, die keine Mikroskope verkaufen.

Zum anderen hat OMS, ein italienischer Hersteller u.a. von zahnärztlichen Behandlungseinheiten den ersten Zahnarztstuhl vorgestellt, in den ein Dentalmikroskop als fester Bestandteil integriert ist.

Ein Kaps – Mikroskop, wie unschwer zu erkennen ist.

Bleibt nur die Frage, wann Kavo oder Sirona die erste integrierte Lösung mit einem Zeiss Pro Ergo anbieten werden. Spätestens dann ist das Dentalmikroskop zahnärztlicher Mainstream geworden. Wird aber vermutlich noch etwas dauern.

Dentalmikroskop am Stuhl

Dentalmikroskop am Stuhl