Crystal Tip

von Hans – Willi Herrmann

Auf der Infodental Mitte in Frankfurt  vor 14 Tagen wurde ein neuer Einweg- Spritzenaufsatz vorgestellt.

Crystal Tip.
Beworben mit dem Slogan. The one that works.

Was impliziert, dass es bei den Mitbewerbern nicht so ist und womit ich auch sofort im Kundengespäch konfrontiert wurde.

Kann ich aber nicht bestätigen. Wir verwenden seit längerer  Zeit die Riskontrol – Ansätze von Acteon und ich kann nur sagen, dass diese in meinen Händen einwandfrei und vollkommen unproblematisch funktioniert haben.

Ich werde trotzdem die Crystal Tips probieren.

Sie sind etwas günstiger. Nicht viel. Aber übers Jahr hinweg addieren sich 20  Cent pro Patient dann doch zu einem nicht unerheblichen Betrag.

Mein erster Eindruck.

Funktioniert.

Allerdings ist die Länge der Kanülen gewöhnungsbedürftig, weil deutlich länger als  bisher gewohnt.

6-Jahres Recall

von Bodald Necker

Ein langjähriger Patient hat uns verlassen und ist zu einem Kollegen gewechselt. Dieser hat sich zur Ruhe gesetzt, und somit landete der Patient nach 5 Jahren wieder bei uns.

Da bei dem Patienten eine Wurzelkanalbehandlung mit adhäsivem Glasfaserstift und Kronenversorgung in unserer Praxis vor dem ZA-Wechsel gemacht wurde, hatte ich nun, nachdem er wieder bei uns landete, eine einfache Möglichkeit, an ein follow-up Röntgenbild zu kommen.

Der Patient war und ist beschwerdefrei. Was man nach dem Röntgenbild auch vermuten konnte. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, der Patient auch.

Spätfolgen eines Frontzahntraumas (2)

von Ronald Wecker

Vor 2 Wochen wurden an dieser Stelle die präoperativ angefertigten Röntgenbilder eines Behandlungsfalles eingestellt, bei dem 18 Jahre nach dem Trauma im Rahmen einer Routineuntersuchung ein resorptives Geschehen diagnostiziert wurde.

Da eine kombiniert chirurgisch/kieferorthopädische Therapie mit Rückverlagerung des Oberkiefers geplant ist, sollte, wenn möglich, eine implantologische „Lösung“ vorerst vermieden werden. Angesichts der nicht exakt abzuschätzenden Dauer der kieferorthopädischen Therapie und eines sehr tiefen Überbisses schieden sowohl das herausnehmbare Provisorium als auch eine adhäsiv befestigte Brücke als Versorgungsform aus.

Die Behandlung erfolgte zweizeitig. Nach Anlegen der Zugangskavität zeigte sich der koronale Anteil der Pulpa vollkommen nekrotisch. Darunter war ein sehr gut durchblutetes Weichgewebe darstellbar, welches nach ausgiebiger ultraschallunterstützter Irrigation mit NaOCl und gleichzeitigem mechanischen Einwirken  (Microopener, Microdebrider) entfernt werden konnte. Es erfolgte das Einbringen von CaOH2 und der dentinadhäsive Verschluss.

Am 2. Termin war die Resorptionslakune vollständig frei von Gewebe, Unter dem Mikroskop konnte apikal der ca. 2,5 mm lange Originalkanal visualiert und instrumentiert werden. Nach der Einprobe des Masterpoints wurde dieser mit einem Skalpell 3 mm von der Spitze entfernt gekürzt, mit wenig Sealer bestrichen und unter Sicht auf der Spitze eines durch Aufbiegen „verlängerten“ Microopeners in den apikalen Kanalanteil eingebracht.

Sodann wurde die Resorptionslakune unter Zuhilfenahme einer Dovgan-MTA-Gun (2,2 mm) mit MTA gefüllt. Um das MTA durch Ultraschallaktivierung in die Lakune einzubringen musste ein schöner S-Kondensor ISO 120 gerade gebogen werden, da der tiefste Punkt der Lakune bei 21 mm lag.

Abschliessend wurde der Zahn unter Verwendung eines Quarzfaserstiftes dentinadhäsiv verschlossen. Die geringe seitliche Extrusion des MTA hat vermutlich keinen nennenswerten Einfluss auf die Prognose und stellt eher eine röntgenästhetische Unzulänglichkeit dar.

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Dyson Airblade – „Staubsauger mal andersherum“

von Olaf Löffler

erstmals sah ich diesen Händetrockner bei einem Orthopäden.
Erstaunlich wie gut dieser Händetrockner funktioniert. Deshalb bekommt er eine Empfehlung von mir.

Leider gibt es ein Manko. Die Aufstellfläche, bzw. Wandfläche ist nicht gerade klein und in die meisten heute konzipierten Praxistoiletten passt er nicht ohne weiteres. Schade.

Vielleicht baut Dyson noch eine Version mit geringerer Wandfläche. Innovativ genug scheint die Firma ja zu sein.

Reciproc

von Christoph Kaaden

Vielleicht geht es ja dem ein oder anderem Leser dieses Blogs wie mir und hatte keine Möglichkeit in Wien oder Berlin (oder anderen Ortes) Vorträge von Dr. Ghassan Yared zu der von Ihm neu entwickelten Aufbereitungstechnik incl. neuer Instrumente zu hören…

aber heute habe ich erstmals im ROOTS Journal davon gelesen.

Hier der link zu dem Bericht (auf Seite 40) und weiteren lesenswerten Artikeln…

Komet Endo Rosenbohrer Sortimenterweiterung

von Hans – Willi Herrmann

Soeben habe ich die Nachricht erhalten, dass Komet seinem Sortiment von  überlangen Endo-Rosenbohrern , die bisher in den Größen 006 008 und 010 vorlagen (H1SML205.006 – 010),  ab Januar 2011 weitere Grössen mit den Durchmessern 012 und 014 zur Seite stellen wird.

Wenn ich überlege, wie lange es gedauert hat, bis dieses Projekt in die Tat umgesetzt wurde und dass zunächst bei Komet, um dieMarktakzeptanz zu testen, mit einer einzigen Größe begonnen wurde, dann freut mich diese Nachricht sehr, zeigt es doch, das der eingeschlagene Weg der richtige war. Ich nutze diese Bohrer ständig  und offensichtlich verfahren  immer mehr Kollegen ebenso.

Und so besteht sogar die Hoffnung, dass irgendwann auch noch unterschiedliche Arbeitslängen angeboten werden, sofern die Kollegen von ihrer Seite den Bedarf für solche Sortimentsausweitungen glaubhaft und nachhaltig versichern können.

Schon wieder Teilmatrizen…

von Christian Danzl

Die Suche geht weiter. Obwohl, diesmal kam ich durch Zufall auf das Matrizensystem, als ich den Katalog von JFM durchgeblättert habe. Dort gibt es das Polydentia Quickmat deluxe.
Die enthaltenen Ringe sind bekannt, sie sind so ähnlich auch bei anderen Herstellern im Angebot und funktionieren gut. Weiterhin enthält das Set Holzkeile in verschiedenen Farben Größen (farblich codiert) und natürlich Teilmatrizen in zwei verschiedenen Größen und Stärken (in 0.04 und 0.025 mm).

Anders bei diesem System ist, dass auf die Füße der Klemmringe rund oder dreieckige „Schuhe“ aufgebracht werden können, um den weit eröffneten approximalen Bereich besser ausformen zu können.

Vorteil der „Schuh-lösung“:
einfach, billig, da keine zusätzlichen Ringe notwendig

Nachteil:
Keil geht da keiner mehr durch, da cervical keine Aussparung vorhanden ist (also wenn man einen braucht, dann vorher legen), und beim Runterdrücken (Nachjustieren) des Ringes nach cervikal rutschen die Schuhe nicht mit Richtung cervikal, sondern gleiten auf dem Fuß des Ringes nach oben und bleiben somit da, wo man sie an Zahn angelegt hat.

Fazit:

Nicht perfekt für alle Bereiche – wie die anderen Systeme auch.

Aber es ist ein preiswertes System, welches fast alle Situationen abdeckt.

Paradigma und der Wechsel

von Jörg Schröder

Manche Ereignisse gewinnen erst mit etwas Abstand an Bedeutung. Der Vortrag von Prof. Kenneth Hargreaves (San Antonio, Texas) gehört in diese Kategorie. Für mich persönlich war es rückblickend das absolute Fortbildungsglanzlicht der letzten Jahre. Das Wort Paradigmenwechsel wurde auf dieser Jahrestagung häufig verwendet. Verdient hat es in  meinen Augen das von Professor Hargreaves in einem sehr gut gegliederten Vortrag vorgestellte Regenerationsverfahren.

Seit dem späten 18. Jahrhundert verwendet man das Wort „Paradigma“, um damit eine bestimmte wissenschaftliche Denkweise oder eine bestimmte Art der Weltanschauung zu bezeichnen. Ein Paradigmenwechsel wäre also gleichbedeutend mit einem Wechsel der Weltanschauung.

Statt Aufbereiten und Obturieren erscheint es nun möglich, wenn auch vorerst nur in Zähnen mit nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum, vitales Gewebe im zuvor desinfizierten Kanalhohlraum entstehen zu lassen und somit ein Fortschreiten des Wurzeldicken- und -längenwachstums zu ermöglichen. Darüber hinaus zeigen viele der so „regenerierten“ Zähne nach 2-3 Jahren wieder eine positive Reaktion auf einen elektrischen Reiz (EPT).

Stammzellen, Wachstumsfaktoren, Zelldifferenzierung, Tissue Engeneering heissen die Schlagworte die unter Umständen in der Lage sind die Zukunft solcher Zähne rosig erscheinen zu lassen.

Little Toys and Tools (4)

von Olaf Löffler

Der heutige Beitrag entstammt dem Buch „Ästhetik mit Komposit“ von Burkhard Hugo.
Dieses Buch kann ich nur wärmstens empfehlen. Sehr schöne Fotodokumentationen, wunderbare Fallbeispiele und eine Unmenge an praxisrelevanten Details machen dieses Buch nicht nur lesens- sondern auch anschauenswert.

Hugo zeigt in diesem Buch unter anderem die Anwendung der Proxoshape- und Bevelshape-Feilen zur Kompositausarbeitung. Diese Feilen sind zusammen mit dem Prepcontrol-Kopf ein substanzschonendes und ergonomisches Hilfsmittel.

Ein Videobeispiel finden Sie hier und den Katalog von Intensiv mit den Feilen ab den Seiten 56 finden Sie hier.

ENDOXPLUS

von Christoph Kaaden

Zuletzt haben einige technische Neuerungen wie das SAF-System oder die Ghassan Yared Technik in der endodontischen Welt für Aufmerksamkeit gesorgt.

Passend hierzu scheint die Schweizer Firma Enos diesen aktuellen Entwicklungen mit der Markteinführung von ENDOXPLUS nicht nachstehen zu wollen…

Nähere Informationen zu diesem Gerät, dass eine Sterilisation des Wurzelkanalsystems mittels Hochfrequenzimpuls verspricht finden sich in dieser Broschüre

Man darf gespannt sein…

Keywi – Hygienefähige Tastatur

von Hans – Willi Herrmann

Über hygienefähige Tastaturen haben schon des öfteren bei WURZELSPITZE berichtet, zum Beispiel hier oder hier oder da und dort.

Die ultimative Lösung gab es bislang nicht.
Aber es kommen immer mehr Produkte auf den Markt und damit steigt die Wahrscheinlichkeit, ein adäquate Tastatur zu finden, die allen oder zumindest doch den entscheidenden Kriterien genügt.

Seit Montag haben wir zum Testen die  MediBoard 2.0 Tastatur der Firma Keywi bei uns in der Praxis.

Eine signalweisse, modern anmutende USB Tastatur, die per Plug and Play sowohl mit unseren Apple-  wie auch mit Windows – Rechnern funktioniert.

Preislich konkurriert die Tastatur mit dem Cleankeys Mitbewerber. Jene ist etwas kompakter, sieht (wenngleich das immer auch Geschmacksache ist) schicker aus und weist als vollkommen flache und spaltfreie Glastastatur die wohl besten Desinfektionseigenschaften ihrer Oberfläche auf.

Demgegenüber punktet die keywi – Tastatur mit einer per se antimikrobiellen Oberfläche, von der der Hersteller verspricht, das diese leicht & schnell zu reinigen sei und Bakterien und Viren keine Chance liesse.

Die antimikrobielle Wirksamkeit wurde mit folgenden Bakterien getestet:

Staphyloccus aureus (MRSA), Escherichia coli 0157, Listeria monocytogenes, Pseudomonas aeruginosa, Salmonella enteritidis, Bacillus cereus, Streptococcus faecalis, Klebsiella pneumoniae, Aspergillus niger, Penicillium purpurogenum, Phoma violacea, Saccharmyces cerevisiae.

Die antimikrobielle Wirkung kann für 15 Jahre garantiert werden. Die Keywi PC-Tastatur ist nach IP65 spritzwassergeschützt und dadurch einfach und schnell zu reinigen.

Das Gehäuse soll  allen gängigen Desinfektionsmitteln widerstehen. Das gilt es meines Erachtens zu beweisen und so bin ich gespannt, wie die Tastatur nach einiger Zeit sich gegenüber den Desinfektionsmitteln bewähren wird.

Was ich jetzt schon sagen kann ist jedoch, dass das keywi – Mediboard 2.0 gegenüber allen bisher gestesteten  Tastaturen die besten Schreibeigenschaften aufweist.  Die Tastatur besitzt fühlbare linsenförmige Tastenkuppen. Erinnert mich ein wenig an die berühmten Braun Taschenrechner aus meiner Jugend. Die leicht erhabenen „Schreiblinsen“ gewährleisten  eine eindeutige Platzierung der Finger  beim „Blindschreiben“ und sie weisen  einen Druckpunkt auf, der eine Rückmeldung des Schreibvorganges ermöglicht.  Letzters wird zusätzlich durch ein Klickgeräusch unterstützt. Ein kapazitives Touchpad sorgt für ein taktiles Empfinden und eine einfache Bedienung – mit und ohne Schutzhandschuhe. Es liefert nicht ganz die Funktionalität einer PC – Maus, aber nach kurzer Eingewöhnung ist man in der Lage, vollkommen auf die gewohnte Maus zu verzichten. Und man  ist in der Lage, genauso schnell und sicher zu schreiben wie mit den gewohnten normalen  PC – Tastaturen.
Ein deutlicher Vorteil gegenüber den bisherigen Lösungen.

In 2 Tagen wird im Übrigen auf der MEDICA in Düsseldorf die neue Hygiene-PC-Tastatur CleanBoard vorgestellt werden. Laut keywi – Geschäftsführer Rainer Veitinger  ist es „die perfektionierte Weiterentwicklung der Produktgruppe MediBoard  und  in Form und Funktion kaum zu überbieten.“

Das klingt vielversprechend. Ich werde berichten.  Ab Dezember steht uns auch diese Tastatur zum Test zur Verfügung.

Kälte

von Christian Danzl

In unserer Praxis wird der Kältetest zur Sensibilitätsprüfung mit Kältespray und Schaumstoffpellets gemacht. Die Handhabung ist einfach und der Test funktioniert relativ gut.

Aber eben nur relativ. Besonders bei älteren Patienten mit Zähnen, die schon Jahrzehnte überkront sind, stößt der Test schnell an seine Grenzen und vitale Zähne reagieren nicht mehr auf den Kältereiz.

Beholfen hatten wir uns für solche Fälle mit Einwegspritzen, die mit Wasser befüllt eingefroren wurden. Zum Kältetest wurde dann das vordere Ende mit dem Luer-Konus angetrennt, so dass man mit dem Stempel das Eis rausdrücken kann. Es funktioniert, ist aber umständlich.

Durch einen Fehler beim Bestellen (schlechtes QM ;-) ) wurden nicht die „normalen“ Schaumstoffpellets bestellt mit 5mm Durchmesser, sondern größere mit 8mm Durchmesser.

Die größeren Pellets speichern viel mehr Kälte, so dass bei „schwierigen“ Zähnen oft viel leichter eine Aussage getroffen werden kann.

Spätfolgen eines Frontzahntraumas (1)

von Ronald Wecker

Überwiesener Patient mit Zufallsbefund bei Erstuntersuchung:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zahn 21 leicht diskoloriert, fehlende Kaltsensibilität, normale Beweglichkeit, normaler Klopfschall, keine Perkussionsempfindlichkeit, keine erhöhten Sondierungstiefen, keine palpatorische Druckdolenz. Auf Befragen erinnerte sich der Patient daran, dass beim Kampfsporttraining vor ca. 18 Jahren der Zahn deutlich lateral disloziert worden war. Ein zufällig anwesender Kollege reponierte den Zahn. Seitdem erfolgte keine weitere Therapie.

Distal exzentrische Aufnahme:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Welche Therapieansätze erscheinen erfolgsversprechend?

Take Our Poll

Mac – Perian

 

Perian for Mac

von Olaf Löffler

Vor kurzer Zeit habe ich einen Vortrag in heimatlichen Gefilden halten dürfen. Das Thema lautete „Neue Materialien, Instrumente und Geräte zur Wurzelkanalaufbereitung und Wurzelkanalfüllung.“ Im Publikum sitzen hauptsächlich interessierte zahnmedizinische Fachassistentinnen, Helferinnen und stomatologische Schwestern. Und der Saal ist voll. Richtig voll. 600 Sitzplätze sind besetzt. Zusätzliche Stühle sind aufgestellt. Trotzdem stehen noch Zuhörer.

Um dem Auditorium einen möglichst praxisnahen Eindruck zu verschaffen habe ich die erwähnten Dinge in verschiedensten Videosequenzen vorgeführt. Der Aufwand für diesen Vortrag war immens. Um so ärgerlicher war, daß nicht alle Videos funktionierten. Trotz Technikcheck vorab. Was war passiert?

Wir hatten uns entschieden alle Voträge auf einem Rechner laufen zu lassen. Damit werden lästige Rechnerwechsel vermieden und es bleiben unruhige Pausen erspart.

Auf meinem Rechner lief vorher beim Check alles. Auf dem Mac des ersten Redners schien auch alles zu laufen. Es schien nur so. Nicht alle Videoformate wurden unterstützt.
Wir hatten aus Zeitmangel nicht den Vortrag noch ein weiteres mal komplett durchlaufen lassen.
Diese peinliche Situation ist nicht zu überspielen. Es heißt, Rechnerwechsel im Vortrag.

Damit dies Anderen erspart bleibt hier meine Fehleranalyse.

Wo lag das Problem? Auf dem „Vortrags-Mac“ fehlte ein wichtiges Tool. Perian. Wenn Perian installiert ist, bemerkt man es nicht. Unscheinbar und vollkommen ohne Meldungen verrichtet das Programm seinen Dienst. Genau so, wie man es sich wünscht.

Wenn es nicht installiert ist gibt es lediglich die magere Standard – Quicktime Unterstützung und es fehlen wichtige Videoformate.

Perian ermöglicht QuickTime-Anwendung Unterstützung für zusätzliche Medien:

  • File formats: AVI, DIVX, FLV, MKV, GVI, VP6, and VFW
  • Video types: MS-MPEG4 v1 & v2, DivX, 3ivx, H.264, Sorenson H.263, FLV/Sorenson Spark, FSV1, VP6, H263i, VP3, HuffYUV, FFVHuff, MPEG1 & MPEG2 Video, Fraps, Snow, NuppelVideo, Techsmith Screen Capture, DosBox Capture
  • Audio types: Windows Media Audio v1 & v2, Flash ADPCM, Xiph Vorbis (in Matroska), and MPEG Layer I & II Audio, True Audio, DTS Coherent Acoustics, Nellymoser ASAO
  • AVI support for AAC, AC3 Audio, H.264, MPEG4, VBR MP3 and more
  • Subtitle support for SSA/ASS, SRT, SAMI

Perian ist gratis. Eine Spende an die Entwickler ist hilfreich und wäre eine gute Geste der Wertschätzung an die Entwickler.

Schlussfolgerung: Nimm niemals einen anderen Rechner für deinen funktionierenden Vortrag, oder den kompletten Vortrag checken und wenn Videos nicht laufen – Perian installieren.

 

ROOTS Summit 2010 Online Vorträge

von Christoph Kaaden

Wer es im letzten Sommer nicht zum ROOTS Summit nach Barcelona geschafft hat besitzt nun seit Kurzem die Möglichkeit viele der dort gehaltenen Vorträge „nachträglich“ online herunterzuladen.

Folgende Vorträge sind als Gesamtpaket hier oder auch einzeln bestellbar:

  1. Rationale Shaping: When, How & Which file?
    Dr. García Puente, Carlos (Santa Fe) Argentinien
  2. Way down to the root end: Preparing root canals safely and predictable in “easy and not so easy” cases
    Dr. Herrmann, Hans-Willi (Bad Kreuznach)
  3. Root Canal Irrigation
    Dr. Zehnder, Matthias (Zürich) Schweiz
  4. Three Canal Premolars: An Endodontic Challenge
    Dr. Nallapati, Sashi. (Kingston) Jamaika
  5. Dens Invaginatus: Treatment Options
    Dr. Nallapati, Sashi. (Kingston) Jamaika
  6. Endo-Perio Lesions
    Dennhardt, Holger. MD DMD FICD. (Landshut)
  7. Management of Iatrogenic Perforations
    Dr. Schröder, Jörg. (Berlin)
  8. MTA, Bioceramics materials and the future perspective in this field
    Dr. Bortoluzzi, Eduardo, Brasilien
  9. Luxation Injuries: Long Term Outcomes
    Dr. Barnett, Frederic. DMD (Philadelphia) USA
  10. Pulp Regeneration/Revascularization
    Dr. Barnett, Frederic. DMD (Philadelphia) USA
  11. Microscope Centered Practice: Ergonomics & Documentation
    Dr. Van As, Glenn. BSc, DMD. (Vancouver) Canada
  12. Retreatment or Implants: Are Endodontists capable of deciding?
    Dr. Murgel, Carlos. (Campinyas, SP) Brasilien
  13. The Cutting Edge of Endodontic Microsurgery
    Dr. Saavedra, Juan. (Caracas) Venezuela
  14. Endodontics & Implants, discovering the potential of each side
    Dr. Martínez Merino, Enrique. (León) Spanien
  15. Endo Implant Algorithm
    Dr. Hoyo, José (Boston) USA

Viel Vergnügen

:-)

Auf den Hund gekommen

von Hans – Willi Herrmann

Es gibt viele Aspekte, unter denen man diese Homepage einer Zahnarztpraxis in USA betrachten kann. La Jolla ist ein „Vorort“ von San Diego. Ich war dort vor einigen Jahren, als ich, um Fotos zu machen, mit einem Freund und Kollegen zusammen zu Louis Kahn ´s  Salk Institute pilgerte. Ich möchte daher aus eigener Erfahrung sagen, La Jolla ist ganz gewiss „keine schlechte Gegend“, sicherlich aber auch ein Flecken auf dieser Erde, in der die Zahnärztedichte deutlich  überdurchschnittlich  ist.
Die Konkurrenz ist also nicht unbedeutend und Service ist gefragt.
Oder gefordert.
Aber manchmal treiben solche  Entwicklungen  skurrile Blüten.  Ob das hier der Fall ist, kann nur jeder für sich selbst entscheiden.

Für mich ist die gesamte Homepage – und die Zahnmedizin, die dort beschrieben wird in ihrem Äußeren, ihrem Tun und  der Resonanz auf das dort Beschriebene und Praktizierte – gewissermaßen einen Blick in die Zukunft, die deutsche Zahnmedizin betreffend. Und dabei geht es mir nicht um das Video per se. Wer die Homepage sorgfältig studiert, der wird viele Dinge entdecken, die, vielleicht in abgeschwächter Form, aber dennoch nachhaltig unsere Profession betreffend, in ein paar Jahren Einzug halten werden in deutschen Praxen.

Eine gute Entwicklung ?
Werden wir  sie aufhalten können ?
Selbst wenn man sich im Einzelfall dagegen stemmen kann, in der Masse sicherlich nicht.

Brave new world ?
Wenn ich dran denke, wie immer mehr wichtige Aspekte, elementare Dinge, den wahren Wert ärztlichen Handelns betreffend, in den Hintergund treten gegenüber Äußerlichkeiten, dann möchte ich Max Liebermann  zitieren, mit einem Satz, der oft Kurt Tucholsky zugeschrieben wird.

Aber natürlich wäre das viel zu hart formuliert. Und daher sage ich, ich mag diese Entwicklung nicht und werde sie auch nie gutheißen.

Kann aber sein, dass es einfach nur daran liegt,  dass ich langsam alt werde.

Wieder mal ein Teilmatrizensystem

von Bodald Necker

Auf der Suche nach neuen „3-dimensionalen“ Spannringen für meine vorhandenen Teilmatrizen bin ich auf das V3 System von Triodent gestossen.

Die Spannringe sind nicht wie die von Garrison aus gebogenem federharten Stahldraht, sondern aus gestanztem Nickel-Titan (zumindest sieht es so aus). Die Füsse der Ringe sind unten geteilt, damit man sie über einem Keil platzieren kann. Die farbige Beschichtung der Füße ist angeblich Fiberglas.

Wir werden sehen wie lange sie hält. Jedenfalls ist es keine Materialkombination aus verschiedenen Kunststoffen.

Im Set mit zwei Ringen noch enthalten sind passende Teilmatrizenbänder in drei Größen. Diese haben an den Enden jeweils ein Loch, und auch eines in der Lasche, die okklusal angehängt ist. Die Lasche der Matrize dient auch als Höhenkontrolle für die zu restaurierende Randleiste. Mit der dazugehörigen Klemmpinzette lassen sich die Matrizen sicher einbringen und meist auch entfernen. Das Arbeitsende der Pinzette ist – wenn geschlossen – kugelig, um die Matrize bei Bedarf bombieren zu können. Ausserdem ist das Arbeitsteil der Pinzette, welches den Dorn enthält, vergoldet. Es sollte beim Einbringen der Matrize okklusal sein, um beim Entfernen der Pinzette nicht aus Versehen die Matrize wieder zu entfernen.

Ebenfalls im Set sind Interdentalkeile (wave-wedges) in drei Größen, die ebenfalls mit der Klemmpinzette eingebracht und auch wieder entfernt werden können. Die Keile sind zentral zu den Approximalflächen der Zähne hin eingezogen, somit verdrängen sie den Kofferdam bzw. den Col der Gingiva nicht so stark und sind einfacher zu applizieren bzw. verringern die Blutungsneigung im Interdentalraum. Sie zentrieren sie sich durch die Einziehung selber interdental und rutschen nicht zurück

Mal sehen, wie sich das System bewährt. Demnächst klinische Bilder.

Termin VDZE Jahrestagung 2011

von Hans – Willi Herrmann

Der  Termin für die Jahrestagung 2011  der DG Endo in Bonn vom 03. – 05.11.2011 steht schon länger fest. Soeben wurde auch der Termin für die  nächste VDZE -Jahrestagung bekanntgegeben. Sie findet vom 02.  – 03. 12 2011 in Hamburg statt.

Aktualisierte endodontische Terminologie

von Amir Moinzadeh

Im Journal of Endodontics wurde bereits im Dezember 2009 die auf der AAE Consensus Conference erarbeitete Nomenklatur für die endodontische Diagnostik veröffentlicht.

Anhand der nachfolgenden Auflistung der diagnostischen Begriffe kann z.B. die Kommunikation mit überweisenden Kollegen  auf den aktuellen Stand gebracht werden.

Pulpale Diagnose

Normal pulp:

A clinical diagnostic category in which the pulp is symptom-free and normally responsive to pulp testing.

Reversible pulpitis:

A clinical diagnosis based on subjective and objective findings indicating that the inflammation should resolve and the pulp return to normal.

Symptomatic irreversible pulpitis:

A clinical diagnosis based on subjective and objective findings indicating that the vital inflamed pulp is incapable of healing. Additional descriptors: lingering thermal pain, spontaneous pain, referred pain.

Asymptomatic irreversible pulpitis:

A clinical diagnosis based on subjective and objective findings indicating that the vital inflamed pulp is incapable of healing. Additional descriptors: no clinical symptoms but inflammation produced by caries, caries excavation, trauma.

Pulp necrosis:

A clinical diagnostic category indicating death of the dental pulp. The pulp is usually nonresponsive to pulp testing.

Previously treated:

A clinical diagnostic category indicating that the tooth has been endodontically treated and the canals are obturated with various filling materials other than intracanal medicaments.

Previously initiated therapy:

A clinical diagnostic category indicating that the tooth has been previously treated by partial endodontic therapy (eg, pulpotomy, pulpectomy).

Apikale Diagnose

Normal apical tissues:

Teeth with normal periradicular tissues that are not sensitive to percussion or palpation testing. The lamina dura surrounding the root is intact, and the periodontal ligament space is uniform.

Symptomatic apical periodontitis:

Inflammation, usually of the apical periodontium, producing clinical symptoms including a painful response to biting and/or percussion or palpation. It might or might not be associated with an apical radiolucent area.

Asymptomatic apical periodontitis:

Inflammation and destruction of apical periodontium that is of pulpal origin, appears as an apical radiolucent area, and does not produce clinical symptoms.

Acute apical abscess:

An inflammatory reaction to pulpal infection and necrosis characterized by rapid onset, spontaneous pain, tenderness of the tooth to pressure, pus formation, and swelling of associated tissues.

Chronic apical abscess:

An inflammatory reaction to pulpal infection and necrosis characterized by gradual onset, little or no discomfort, and the intermittent discharge of pus through an associated sinus tract.

Condensing osteitis:

Diffuse radiopaque lesion representing a localized bony reaction to a low-grade inflammatory stimulus, usually seen at apex of tooth.

Nachzulesen im JOE — Volume 35, Number 12, December 2009

Endodontist vs. Endodontist Video

von Hans – Willi Herrmann

Keine  Ahnung, wer der Autor besagter Videos ist, aber er ist definitiv ein feinsinniger Kenner der Materie.

Video als  Tipp von Winfried Zeppenfeld, Flensburg, via ROOTS.

Guttapercha periapikal

von Ronald Wecker

Nach Betrachten des Ausgangsbildes und nach klinischer Anamnese – die Patientin berichtete über seit Monaten anhaltende Beschwerden an Zahn 27 – riet ich nach Abwägen der Erfolgswahrscheinlichkeit zunächst zur Extraktion. Eine orthograde Entfernung des extrudierten Materials erschien aufgrund der Größe der periapikal befindlichen Obturationsmaterials  als nicht wahrscheinlich.

Nach längerer Beratung wurde schließlich  ein Termin zur Exploration vereinbart.

Die in MB und P enthaltene Guttapercha war zügig entfernt. Apikal des Foramens konnte im distobukkalen Kanal gerade noch so ein kleiner Guttaperchaanteil visualisiert werden. Mittels der bereits an dieser Stelle beschriebenen Technik gelang nach einigen Versuchen, die extrakanalär befindliche Guttapercha nach orthograd zu bewegen.

Im Vergleich zu einem Microdebrider ermöglicht eine vom Griff „befreite“ vorgebogenene Hedströmfeile ein besseres „Einarbeiten“ des Instrumentes in die periapikal befindliche Guttapercha.

Allerdings muss betont werden, dass zum erfolgreichen Entfernen (fast) nicht sichtbarer periapikal gelegener Fremdmaterialien stets auch ein wenig Glück dazu gehört.

Little Toys and Tools (3)

von Olaf Löffler

Ultradentkanülen werden in unserer Praxis sehr häufig eingesetzt. Neben den Capillary Tips für die Mikroabsaugung und den Navitips für die Spülung gibt es seit kurzem eine weitere Variante.

Navitip als eine Art Pastenkanüle für Ultracal (29ga). Dies haben einen Außendurchmesser von 0,33 mm und lassen somit durch einen ebenso größeren Innendurchmesser (0,29mm) Ultracal einfacher aplizieren. Bei den „normalen“ Navitips (30ga=0,25mm) gelingt das in meiner Hand eher selten.

Tipp von Jörg Schröder: Vorher mit NaOCl und den Navitip spülen. Danach an die Ultracalspritze und vorsichtig das NaOCl ausspritzen. Danach gelingt das applizieren mit den Navitip immer.

Hand-Plugger (I) — reloaded —

von Christoph Kaaden

Im Januar diesen Jahres habe ich hier über unsere ersten Erfahrungen mit den Pluggern der Firma B&L Biotech berichtet.

Knapp ein Dreivierteljahr und etliche Wurzelkanalfüllungen später kann ich über weitere Erkenntnisse berichten. Diesmal allerdings weniger positiv…

Leider sieht man allen Instrumenten mittlerweile sehr sehr deutliche Gebrauchsspuren an, was ggf. nicht nur bei Patienten einen negativen Eindruck hinterlässt.

„Saubere“ und „sterile“ Instrumente sehen anders aus…

Sehr schade; sind diese Instrumente ansonsten wirklich empfehlenswert…


Das nenne ich Service II

von Christian Danzl

Wie hier schon mal beschrieben, war eine komplette Packung Microbrushes nicht zu gebrauchen, weil sie beim Abbiegen des Arbeitsendes abbrachen.
Auf der letzten Fachdental habe ich den Repräsentanten von Microbrush darauf angesprochen. Er bat mich, die gebrochenen Microbrushes an die Firma in Irland zu schicken, um der Sache auf den Grund zu gehen. Man wäre sehr interessiert an solchen Fehlern.

Und im gleichen Augenblick hat er mir 3 Packungen Micrubrushes inclusive Dispenser in die Hand gedrückt mit der Bemerkung es täte ihm leid, dass ich mit dem Produkt Unannehmlichkeiten hatte.

Das nenne ich Service!

Es ist zwar nur ein Pfennig-Artikel, aber das tut nichts zur Sache. Ich kenne genügend andere Beispiele, wo einem statt  „oh das tut uns leid“ zuerst einmal ein Anwendungsfehler untergejubelt wird…

2 Jahre „Wurzelspitze“

von Hans – Willi Herrmann

Heute wird  WURZELSPITZE  2 Jahre alt.

2 Jahre.
100. ooo Besuche.
Das war das Ziel, das wir uns gesetzt hatten.

Die tatsächliche Bilanz:

654 Beiträge.
Mehr als 16.000 Besuche pro Monat.
212.906 Besuche insgesamt.

Und fast immer unter den  TOP 100 und immer mal wieder unter den TOP 50 der meistgelesenen deutschsprachigen Blogs bei WORDPRESS.

Etwas,  woran nicht zu denken war, als ich dieses Projekt am 01. November 2008 startete.

Und – das Beste von allem – Es gibt immer noch jede Menge Dinge, über die geschrieben werden kann. Das waren zu Beginn unsere größten Bedenken. Wann werden uns die Themen ausgehen ? Im Moment sieht es jedoch so aus, dass wir auch in weiterer Zukunft noch genügend Stoff zum Bloggen haben werden.

Apropos Zukunft und Neues.
Wir werden 2 neue Rubriken einführen, zwei neue Seiten. Termine und Adressen.

Als schnellen Ort zum Nachschauen. Was ist los in der Endodontie ? Wann finden Kongresse  (von Fachgesellschaften) statt, wann Fachmessen ?
Und wie wende ich mich schnellstmöglich an Irgendjemanden, wenn ich etwas wissen will, ein Problem habe ? Vielleicht von nun an einfach auf den entsprechenden WURZELSPITZE – Seiten nachschauen.

Ansonsten ist es unser großes Ziel nun, die 1 Million – Besuchermarke zu knacken. Oder  auf 1000 Besucher pro Tag zu kommen.
Innerhalb den nächsten 4 Jahre,vielleicht sogar früher.

Utopisch ? Sicherlich. Aber nicht unmöglich.
Schauen wir mal, wie es in 2 Jahren aussieht.

Wird es dann WURZELSPITZE noch geben ?
Keine Ahnung, aber im  Moment sieht´s gut aus.