Video – Rettung hoffnungsloser Zähne

von Stefan Klinge

Stefan Klinge hat hier bei WURZELSPITZE schon des öfteren Gastbeiträge veröffentlicht.
Nachfolgend diesmal eine 2 fache Premiere.
Zum einen wurde ein Video extra für diesen Blog erstellt, zum anderen – im Hinblick auf unsere zahlreichen internationalen Leser – gibt es eine eigen produzierte englischsprachige Version des Videos, die hier zu finden ist.

Der Autor schreibt hierzu einleitend: „Die Rettung hoffnungsloser Zähne ist immer eine Herausforderung, welche sicher nicht standardmäßig durchgeführt werden kann. Gelingt dies aber, ist es ein Gewinn für den Patienten oder die Patientin, da ein Implantat vermieden werden kann.“

Video – Saving hopeless teeth

by Stefan Klinge

„Saving hopeless teeth is always a challenge, and not always does it work as well as you will see in this short video presentation.
But if it works, it is a great benefit for the patient, because an unnecessary dental implant can be avoided.“

Frohe Weihnachten

von Hans – Willi Herrmann

Xmas-1-2Es ist Heiligabend.
Wir wünschen allen Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest und alles Gute für das kommende Jahr 2014.

WURZELSPITZE legt eine kurze Weihnachtspause ein.

Am 02. Januar geht es dann wieder mit dem regulären Betrieb weiter.

Bis dahin eine schöne und geruhsame Zeit.

 

Ihr

Christian Danzl
Hans-Willi Herrmann
Christoph Kaaden
Olaf Löffler
Jörg Schröder

Wobei – so ganz stimmt das möglicherweise nicht.
Und  vielleicht schauen Sie daher zwischenzeitlich doch ab und zu mal auf der Seite vorbei. Denn es ist nicht ausgeschlossen, dass zwischenzeitlich doch ein paar Beiträge veröffentlicht werden, die noch in der Pipeline stehen.

Ein weiteres System zur (richtigen?) Farbnahme

von Christian Danzl

Dennis Braunston widmet sich schon seit über 20 Jahren der Dentalfotografie, so hat er es uns zumindest beim NYGDM Anfang Dezember erzählt.
Zusammen mit DLCenters bietet er ein einfaches, funktionierendes Set für die Dentalfotografie an. OK, damit ist er sicher nicht allein.
Aber er hat auch ein Farbnahme-System entwickelt, das einfach über fast jede Digitalkamera funktioniert.
Es läuft über ein Digitalfoto der zu bestimmenden Zähne zusammen mit einem Norm-Farbmuster. Dieses kann auf seinen Shade-Arm platziert werden (um möglichst alles zu standardisieren). Das Foto wird in eine Software eingespielt, Weiss, Schwarz, Neutralgrau (neu, auf der HP noch nicht zusehen) und ein Zahnfarbmuster werden per Klick zugeordnet, die Farben werden online berechnet und die zu bestimmenden Zähne auf einer Grafik ausgegeben, in der markiert ist, wo sich welche Farbe befindet.
Es kann eingegeben werden, wie viele Farben auf dem Zahn unterschieden werden sollen.
Somit kann der einzelne Zahn von – einfach bis sehr komplex – in seine Farben aufgeschlüsselt werden.
Kosten wurden beziffert von ca. 600,- US$ pro Jahr, also ein Abo. Dies ist für den einzelnen Zahnarzt vielleicht nicht so interessant, ich könnte mir aber vorstellen, dass Zahnlabore in dieses System einsteigen und dann ihren Zahnärzten zur Verfügung stellen.

Ob dieses System so funktioniert, wie man es sich vorstellt, oder nicht, kann ich leider nicht sagen, es machte aber einen vernünftigen Eindruck.

Das Farbnahmesystem ist in Deutschland bis jetzt noch nicht verfügbar, soll aber kommen.

Perforation und Krümmung

von Ronald Wecker

Der erste Teil der endodontischen Behandlung dieses 16 wurde hier letzte Woche im Video vorgestellt.

In einer zweiten Behandlungssitzung erfolgte dann die chemo-mechanische Aufbereitung der vier Kanalsysteme.

MB1 und MB2 kommunizierten nicht und zeigten getrennte Foramina. Der distobukkale Kanal wies auf den apikalen 1,5 bis 2 mm eine sehr abrupte Krümmung nach bukkal auf, die sich bei der Messaufnahme zunächst eher unspektakulär  darstellte. Nach der Erweiterung auf 20/04 halfen Hyflex-Feilen den für die Warmfülltechnik erforderlichen Taper zu gestalten.

Endorevision

von Ostidald Wucker

Der Patient kam Anfang 2013 auf Überweisung seiner Hauszahnarztpraxis zu uns.

Er gab an zeitweilig latente, aushaltbare Beschwerden am Zahn 44 zu haben. Anamnestisch war nicht wirklich erruierbar seit wann die Beschwerden vorhanden sind. Es soll schon einige Zeit so sein. Die Sensibilität war negativ, die Sondierungstiefen waren nicht erhöht. Es konnte kein Perkussionsschmerz provoziert werden und auch im Aufbiss waren keine Beschwerden. Der Lockerungsgrad war 0.
Das Röntgenbild zeigte eine Wurzelfüllung nahe der Wurzelspitze, der Parodontalspalt war nachverfolgbar, die okklusale Füllung war intakt.

Was tun. Ende ja oder nein.
Wir haben den Patienten beraten und dieser sah von einer endodontischen Behandlung ab, da ich ihm nicht versprechen konnte, daß Problem zu lösen.

Nun nach einem 3/4 Jahr kam der Patient wieder und wünschte die Behandlung. Die Beschwerden waren lästiger geworden und der Zahn reagierte leicht empfindlich auf Perkussion (vertikal).
Die Revision der Wurzelfüllung gestaltete sich unauffällig. Apikal war ein harter Widerstand tastbar und es konnte initial keine Patency etabliert werden. Nach einer Ca(OH)2 Einlage gab der Patient ein leichte Besserung an.
In der zweiten Behandlungssitzung gelang die Aufbereitung der apikalen Bereiche und die thermische Obturation des Kanalsystems. In beiden Behandlungssitzungen wurde mit Zitronensäure und Natriumhypochlorit unltraschallgestützt gespült.

Während der apikalen Präparation war deutlich verfärbtes Dentin, bzw. Debris im Spanraum der Feile unter dem Dentalmikroskop zu sehen. Ab ISO 40.04 und 40.06 konnte weißes Material im Spanraum beobachtet werden. Die Aufbereitung wurde bis ISO 45.04 durchgeführt. Nach zwei Tagen sagte uns der Patient auf telefonische Nachfrage, daß die Beschwerden deutlich geringer sind.

Und wie es so manchmal ist haben wir zwar Fotos gemacht, aber auf Grund eines Behandlerwechsels am Mikroskop waren die Okulare verstellt und sämtliche Fotos in der Schärfentiefe verschoben.

Wenn`s ganz sicher halten muss…

Von Christoph Kaaden

In der Vergangenheit gab es auf WURZELSPITZE schon zahlreiche Beiträge zum Thema Kofferdam. Wie z.B. die Kofferdamgeschichten Teil I, II und III und viele mehr.

Heute möchte ich ein weiteres kurzes Kapitel zu diesem Topic beitragen…

Neben der initialen Wahl der „richtigen“ Kofferdamklammer haben (ggf.) weitere Massnahmen (wie u.a. hier beschrieben) einen entscheidenden Einfluss auf die dauerhafte Isolation des Arbeitsfeldes während der Behandlung…

Mich persönlich „nervt“ während des endodontischen „Eingriffs“ kaum etwas mehr als das ungewollte Herunterspringen bzw. Abrutschen der Klammer von dem zu isolierenden Zahn nach z.T. sehr mühevoller Applikation.

Als „ganz einfache“ (wenn auch nicht kostengünstige) Variante hat sich bei uns die (temporäre) adhäsive Fixierung der Kofferdamklammer mittels RelyX™ Unicem bewährt. Diese erfolgt in aller Regel nach initialer Klammerpositionierung. Situationsabhängig ist jedoch auch denkbar, dass wir vorab mit Hilfe des Materials schnell und unkompliziert Retentionsflächen für die Klammer schaffen.

Die RelyX™ Unicem-Klammer-Fixierung erfüllt für mich eine Vielzahl wünschenswerter Kriterien  (u.a. sehr schnelle Applikation) und findet mehrfach die Woche bei uns Anwendung.

Daher lautet unser Motto bei der Kofferdamklammer-Fixation:

Wenn`s ganz sicher halten muss…

Temporäre Fixation der Kofferdam-Klammer mit RelyX™ Unicem

Adhäsive Fixierung

P.S.: Die Entfernung des Materials zum Ende der Behandlung gelingt in aller Regel bei uns (sehr) problemlos bei bzw. durch Abnahme der Klammer ;ggf. unterstützt durch den gezielten Einsatz eines Schall-Scalers.

P.P.S: Es besteht beim Autor kein Interessenkonflikt in Form einer finanziellen oder persönlichen Beziehungen zu Dritten, deren Interessen vom Beitragsinhalt positiv oder negativ betroffen sein könnten.

Hoffnungsloser Frontzahn – Lockerungsgrad 3 – Die Fortsetzung

von Donald Becker

Über diesen symptomatischen, mit einer Fistel versehenen, hochgradig gelockerten (weil mit einer Wurzelresorption behafttet) und damit  – machen wir uns nichts vor – im wortwörtlichen Sinne mehr als  „infaust“ einzustufenden Zahn 21 habe ich hier berichtet.

Und mich –  gemäß dem Motto „Nie aufgeben !“ – zunächst für den Versuch des Zahnerhaltes durch WF- Revision entschieden.

Nach Entfernung der vorhandenen Wurzelkanalfüllung, Beseitigung einer Stufe, Herstellung der apikalen Durchgängigkeit, Wurzelkanalaufbereitung, medikamentösen Einlagen, Wurzelkanalfüllung und nachfolgendem koronalen Bleaching in Walking Bleach- Technik präsentiert sich der Zahn nicht nur seit der ersten Behandlungssitzung schmerzfrei, sondern darüber hinaus (für die vorhandene Ausgangssituation) bemerkenswert befestigt.

Er weist nun einen Lockerungsgrad von etwas mehr als 1 auf und zeigt gegenüber seinem Pendant 11 (mit einem Lockerungsgrad 1) eine nur unwesentlich stärkere Beweglichkeit.

Ein – wie ich finde – sehr erfreuliches Ergebnis.

Mal was für die Kinder

von Christian Danzl

Gesehen auf dem GNYDM.
Der Dino-Chair.
Behandlungseinheit für Kinder bis 12.
Der Behandlungsstuhl in Form eines Dinosauriers, Zahnarzteinheit sieht wie ein Rochen, dazu gibt es einen Fuchs der den Kopf dreht und im Bauch eine Schublade versteckt hat zur Aufbewahrung von Give-Aways.
Die Behandlungseinheit hat integrierte Gurte zur Sicherung sedierter Kinder, und ist ausgestattet mit einer LED-Behandlungsleuchte, Röntgenbildbetrachter, sowie einem Bildschirm für das Unterhaltungsprogramm.
Unter Umständen eine Alternative zur Kinderbehandlungsliege „Fridolin“ von Ultradent, München.

Der Vertrieb in Deutschland läuft, so wie es aussieht, über Multident/Arseus Dental.
Dort wird als Hersteller Dentronic angegeben, über den ich allerdings nichts Näheres in Erfahrung bringen konnte.

Perforationsdeckung im Video

von Ronald Wecker

Der Verdacht einer iatrogenen Perforation ergab sich bereits aus dem präoperativem Röntgenbild. Irgendwie liess sich die im Bereich der Funktion gelegene Guttaperchaspitze nicht so recht mit der Längsachse einer der vorhandenen Wurzel in Einklang bringen.

Zunächst erfolgte die vorsichtige  Freilegung der Guttapercha. Diese konnte anschliessend unter Zuhilfenahme eines kleinen Greifinstrumentes in toto aus dem Knochen entfernt werden. Nach sonoabrasiver Präparation der Perforationsränder wurde der Pulpakammerboden nach Anlegen eines kollagenen Widerlagers mit MTA „instandgesetzt“ und mittels Flow-Komposite verstärkt.

SDR® und X-tra base

von Olaf Löffler

Über schrumpfungsoptimierte Kunststoffe wurde hier und hier bereits mehrfach geschrieben. SDR® (Dentsply) und X-tra base (Voco) wurden genannt.

Von Voco haben wir X-tra base seit kurzer Zeit neben dem Dentsplyprodukt in der Anwendung. Insbesondere in der postendodontischen Versorgung beim Auffüllen der Kavitäten nach präendodontischem Aufbau und nach Wurzelfüllung haben sich das gute „Anfließverhalten“ gezeigt. Wir setzen das Material nicht in der beschriebenen Bulkfüllungstechnik ein, sondern schichten damit wie gewohnt in ca. 2mm Inkrementen.

Das X-tra base in Caps ist mit einer längeren und biegbaren, langen Kanüle ausgestattet. Damit sind kleine Mengen des Materials besser platzierbar und das Handling unter dem Mikroskop erscheint und einfacher. Das Anfließverhalten scheint fast gleich zu sein. Im Xtra base hatten wir einmal Lufteinschlüsse im Röntgenbild gesehen – siehe Rö.

Anbei einige Beispiele.

Neuer Blog 2014: Kondyläre Asymmetrie

Von Christoph Kaaden

Vor einiger Zeit habe ich über den „neuen“ WordPress Blog VOXELTALK  von Marc I. Semper berichtet….

binnen kürzester Zeit hat dieser (zurecht) bereits breite Akzeptanz und Zusprache gefunden…

heute möchte ich Ihnen einen entsprechenden Ausblick auf 2014 liefern, der allerdings (oder „zum Glück“) primär nicht mit der Endodontologie vergesellschaftet ist.

Ab Januar 2014 wird der international sehr renommierte Prof. Dr. Tore L. Hansson wöchentlich seinen neu gegründeten Blog –  kondyläre Asymmetrie TACAR- (des Kiefergelenks) ins Leben rufen. Gerade für diejenigen, die sich mit dieser sehr komplexen Thematik näher beschäftigen wird dieser sicher ein zukünftiges Highlight darstellen und liefert eine interaktive Plattform mit dieser Thematik …

Wann ist ein DVT sinnvoll ?

von Donald Becker

Wie stand so schön am letzten Freitag in einem Kommentar zu diesem Beitrag hier, in dem es um die präoperative Anfertigung eines DVT´s bei einem symptomatischen Zahn eines jugendlichen Patienten als Zustand nach zurückliegendem Trauma ging:
„Mit Kanonen auf Spatzen schiessen“.

Ich oute mich jetzt mal.

Es ist nicht mein Patientenfall, aber ich hätte in diesem Falle (genau wie der Kollege) vermutlich ebenfalls vorab ein DVT gemacht.

Die Frage sei aber in diesem Zusammenhang erlaubt: Woran macht man fest, wann vorab ein DVT gemacht werden sollte ?
Wäre es nicht auf jeden Fall sinnvoll, zunächst einmal ohne DVT in den Zahn hineinzuschauen ?

So wie wir es die letzten 100 Jahre ja auch gemacht haben.
Es kann ja nicht alles schlecht gewesen sein, was wir bis dato getan haben.

IMHO (hier halte ich mal die englische Formulierung für passender als ein eingedeutschtes „meiner unerheblichen Meinung nach“) befindet sich das DVT in einer Rolle, in der sich, die Endodontie betreffend, das Dentalmikroskop vor 15 Jahren wiederfand. In einem Schwebezustand, eine wie auch immer geartete  Evidenz, den diagnostischen Nutzen betreffend, ausweisen oder ausschliessen zu können.

Und solange diese Frage nicht erschöpfend geklärt ist, muss weiterhin erlaubt sein, zu hinterfragen: Gibt es überhaupt einen adäquaten zusätzlichen Nutzen, der den entsprechenden aparativen und finanziellen Mehraufwand und vor allem die damit zwangsläufig verbundene zusätzliche Strahlenbelastung rechtfertigt ? (Diese beträgt  lt. Auskunft des Herstellers für unserer Gerät bei dem von uns verwendeten FoV ca. 20 MicroGray und bewegt sich damit in der Größenordnung eines analogen OPG´s, wie es in der Zahnmedizin seit mehreren Jahrzehnten bekannt und anerkannt ist).

Das Problem ist – eine diesbezüglich verwendbare allgemein gültige  Antwort liegt (wenn überhaupt möglich) frühestens erst in ein paar Jahren vor.

Wie also bis dato im jeweiligen konkreten Einzelfall verfahren ?

Just zu dem Zeitpunkt, als der „Kanonen auf Spatzen“ – Kommentar bei Wurzelspitze eingestellt wurde, saß in unserer Praxis ein Patient wegen einer Wurzelkanalbehandlung 36 (Zustand nach initialer WK 36 durch den Hauszahnarzt, auf Grund einer Schmerzproblematik, seitdem schmerzfrei) im Behandlungsstuhl. Die parodontale Situation  des ehemals pulpitischen, aber vitalen Zahnes ist einwandfrei, Taschentiefen zirkulär 2 mm, Lockerungsgrad 1.

Hier nun meine Frage:

Sehen Sie im Zahnfilm irgendwelche Befunde, welche die Anfertigung eines DVT´s rechtfertigen würden ?

Gibt es irgendwelche möglichen Befunde, die im DVT sich darstellen könnten, die im Zahnfilm verborgen bleiben ?

Take Our Poll

Ich persönlich würde  im vorliegenden Fall für „auf das DVT kann verzichtet werden“ voten. Für mich sieht der Zahn unauffällig aus, und ich habe keinen Hinweis, dass dieser Zahn im Wurzelbereich(von einem nicht eindeutig deutbaren winzigen, leicht röntgenopaken Punkt in der mesialen Wurzel abgesehen) eine irgendwie geartete Besonderheit aufweisen könnte.

Es wurde im konkreten Fall aus Gründen, die ich nachliefern werde, ein DVT vorab erstellt.

Im DVT zeigten sich daraufhin 3 Befunde, die im Zahnfilm nicht sichtbar zu machen sind.

Haben Sie eine Idee, welche Befunde dies sein könnten ?

Dann, werter Leser, nutzen Sie bitte die Kommentarfunktion.

Schützenhilfe – Axes Repère

von Christian Danzl

Hand auf Herz!
Wie viele Unterkiefer Leitungsanästhesien sitzen bei Ihnen auf’s erste Mal?
100% ?   – Uiuiuiui. Vielleicht doch noch mal überdenken.
95% ?     – Respekt!
90% ?     – nicht schlecht
80% ?     – immer noch passabel

70% würde heissen, Sie müssten fast bei jeder 3. LA nachanästhesieren.

Keine 100% Trefferquote zu haben ist aber auch nicht verwunderlich, wenn man sich überlegt, dass so eine UK-LA ja Hauptsächlich im „Blindflug“ stattfindet. Man will möglichst vor dem Muskel einstechen, muss um die Kurve und um dann, je nach Anatomie, mehr oder weniger tief auf den Knochen, neben den Nerv, zu treffen.

Abhilfe bzw. Erleichterung auf diesem Gebiet verspricht eine französische Entwicklung, die auf dem GNYDM diesen Jahres vorgestellt wurde (auf der nächsten IDS werden sie sicher auch sein):

Axes Repère

Eine „Zielvorrichtung“ für die UK-Leitungsanänthesie.

Hier eine Videoanleitung zur Handhabung.

Ein Foto davon durften wir auf der Messe leider nicht machen (warum weiss ich nicht genau, denn einen Flyer mit Abbildungen bekamen wir mit und auf der Website ist alles genau zu sehen), deshalb nur die Verweise auf die Website.

So, nun der Preis: 399,-€

Auf den ersten Blick nicht unerheblich. Eine Karpulenspritze ist dabei, dann bleiben immer noch gut 350,- € für ein einfaches Plastikspritzgußteil.
Aber:
Wenn man überlegt, dass durchaus ein paar Münder vermessen werden müssen, um die optimale Form zu erreichen, Modelle, Prototypen, Spritzgussform(en) hergestellt werden müssen, wahrscheinlich erst für eine Kleinserie, Marketing (Messestände, Internetauftritt….), Vertrieb usw. verwundert der Preis weniger.
Auch unter dem Gesichtspunkt, dass man dieses Teil nur einmal im Leben kaufen wird.

Jetzt fragen Sie sich:

Wer braucht sowas?

Hab ich mich auch gefragt, denn bei mir sitzen die Leitungen relativ sicher.
Immer?
Definitiv nicht.
Wenn der Patient den Mund weit aufmacht, die Zunge aus dem Weg ist und ruhig hält, zu 99%.
Aber wenn nicht?
Übergewichtiger, bruxender Pykniker mit Spritzenangst, „breiter“ Zunge, sehr eingeschränkter Mundöffnung und starkem Speichelfluss als Worstcase?
Da ist man um jede Hilfe froh.

Ob das Teil in solchen Extremfällen einwandfrei funktioniert, weiss ich leider nicht.

Kaps Fototubus für Sony NEX

von Oscar von Stetten

Seit Jahren bin ich ein grosser Fan des Kaps-Fototubus.
Bei korrekter Justage hat er ein ausgezeichnetes Preis/Leistungsverhältnis und gute Qualität zu bieten.

Nun kam Anfang des Jahres eine aktualisierte Ausgabe von Kaps auf den Markt.
Warum aktualisiert?

Ganz einfach: er wurde auf die Nex-Reihe von Sony, die sich zu Recht grosser Beliebtheit erfreut, berechnet. Die Brennweite muss ein wenig gestiegen sein, denn er ist ein wenig länger als der alte Tubus.

Von aussen sieht man ansonsten nicht viel an Änderung.

Nex dranschrauben und loslegen.
Performance? Ausgezeichnet.
Der Tubus kann vom Zahnarzt selber justiert werden, wenn der Bedarf da ist, andererseits kann er von einem Servicetechniker auch direkt am OPMI justiert werden. Warum das so sein kann? Weil überall mit Toleranzen gearbeitet wird. Und bereits 100µ schon mal über Wohl oder Wehe entscheiden.

Wer über die LiveView-Funktion fokussiert und Fotos macht wird das nicht zwangsläufig brauchen, derjenige der Fotos macht ohne Fokussierhilfe über einen Monitor wird sich über eine einfache Justage freuen.

Ein besonderes Highlight der Neuauflage: Ich konnte Kaps davon überzeugen, auch für Zeiss-Mikroskope ein fixes Zeiss-Attachement zu verwenden. Die alten Tuben bekam zur Grössenanpassung einen Überwurfring mitgeliefert, der über Madenschrauben befestigt wird. Diese Lösung war fehlerbehaftet, so konnte durch ungleichmässiges Anziehen der Madenschrauben die optische Ebene durch Verkanten schon mal schräg gestellt werden. Die mechanische Stabilität war auch nicht zu 100% gegeben.…. Vergangenheit ;-)

Ansonsten hatte ich bisher keinen Fotoadpater am DM, der Belichtungszeiten von bis zu 1/1600 bei ISO400 erreicht. Zwar mit Xenon 180, aber der Adapter hat definitiv Reserven.

Probleme? Ja. Bei höchster Vergrösserung mit maximaler Lichtleistung am DM hat der Tubus eine merkliche Streulichtproblematik. Sieht man das? Ja. Lösung? Ganz einfach, nicht bei höchster Vergrösserung fotografieren. Die einfachste Variante. Macht man sowieso nicht.

Vorteil gegenüber anderen NEX-fähigen Lösungen: Justierbarkeit und vor allem die T2-Adapter können getauscht werden. Wenn man also bereits eine andere APS-C-Kamera sein eigen nennt kann man sich von Kaps den T2-Adapter tauschen lassen und seine Kamera weiterverwenden.

Fazit

Wer vor einer Neuanschaffung oder Aufrüstung steht sollte sich diesen Adapter mal genauer anschauen. Die Bilder sind out-of-the-cam ohne weitere Nachbearbeitung. Ich bin zufrieden.

Getinge WD15 Claro – Nachrüsten einer dentalen Injektorrampe

von Andreas Habash

Nachdem seit 01.01.2010 der Steri K5+ der Firma Getinge täglich bis zu 12 mal problemlos seinen Dienst tut, haben wir uns vor über einem Jahr für den Getinge Claro als RDG entschieden.
Dieses Gerät läuft auch problemlos und wartungsfrei.
Die uns gelieferte Injektorrampe der Firma Getinge haben wir aber sehr schnell gegen eine spezielle Injektorrampe der Firma MEDIDES (www.medides.de) getauscht.

Die Hauptvorteile sind

  • mehr Platzangebot auf dem unteren Wagen wegen der optimierten Grundform der Rampe
  • mehr Steckplätze für Sauger / chirurgische Sauger und Winkelstücke
  • bessere Durchspülung der Sauger durch Steckplätze mit speziellen „Auslässen“

Je nach Bedarf der einzelnen Praxis kann man die Bestückung individuell anpassen lassen.
Ein klares „must have“ für Getinge Claro Nutzer.
Den Chef und Hersteller der Rampe, Herrn Sager, erreicht man für Preisanfrage und Abklärung der Konfiguration unter info@medides.de.
Hier einige Bilder zur speziellen Dental Injektorrampe der Firma MEDIDES.

Spätfolge eines Milchzahn-Traumas

von Ronald Wecker

Im Alter von ca. 6 Jahren wurde bei einem Sturz der Vorgänger dieses 11 in den Kiefer intrudiert. Der Zahn 11 brach in der Folge sehr stark verzögert durch und wurde kürzlich in eine festsitzende lieferorthopädische Therapie einbezogen.

Nunmehr 6 Jahre nach Trauma stellt sich der junge Patient mit dem folgenden Befund vor.

Zahn 11 reagiert negativ auf Kälte und elektrischen Reiz. Die vestibuläre Apikalregion ist druckdolent. Eine Fistelung besteht nicht. Radiologisch fällt neben der fast vollständigen Obliteration der oberen Kanaldrittel eine kugelige Verdickung des apikalen Wurzeldrittels auf.

Das DVT zeigt eine fehlende labiale Knochenlamelle, eine laterale Aufhellung, aber auch immer wieder, irregulär angeordnete Hohlräume im Innern des obliterierten Wurzelkanals.

Der Behandlungsplan sieht neben einer Probetrepanation ohne Anästhesie und unter Kofferdam, bei negativer Sensibilität die orthograde endodontische Therapie des Zahnes vor. Dem DVT können dabei für die Ausrichtung der Zugangskavität und das Aufbereiten der obliterierten Anteile wichtige Anhaltspunkte entnommen werden.

Interessant finde ich das fast vollständige Fehlen einer apikalen Aufhellung.

To be continued.

Interessante Kanalanatomie – Recall(3)

von Ostidald Wucker

Die ersten Recallergebnisse des hier und hier vorgestellten Falles sind vorhanden.
Der Patient gibt Beschwerdefreiheit an. Zudem hat er das Gefühl, daß der Zahn deutlich fester geworden ist. Leider war die Einstellung der Stromstärke nicht optimal und mit 4mA zu gering.

Recording von Zeiss

von Oscar von Stetten 

Auf der IDS 2013 konnte man auf dem Zeiss-Stand eine ins Pico integrierte Recordingeinheit sehen. Explizit als „Technologiemuster“ ausgewiesen wurde die Einheit nun vor ca. 8 Wochen in unser Pico eingebaut. Im Zusammenspiel mit der für das Pico erhältlichen integrierten Full-HD-Kamera eine sehr nette Ergänzung.

Die Eckdaten lesen sich gut:

Streaming (live) ins Netz

Speicherung auf USB-Stick

Speicherung auf ein beliebiges Netzwerkverzeichnis

Capture Film / Bild

Wir sind gegenüber Videokameras und deren Fähigkeiten, Fotos zu machen, sehr skeptisch eingestellt. Das haben wir auch gegenüber Zeiss in der Vergangenheit häufig kommuniziert. Die Kamera sind wir schon gewohnt, das gelieferte Livebild ist in Ordnung, vergisst man nicht die Tatsache, dass wir es „nur“ mit einer 1-CCD-Kamera zu tun haben. Dafür ohne Kabelsalat und Adapterdrucheinander.

Bisher war das capturen von Filmen oder Bildern mit einer externen Verkabelung und einem externen Gerät, wie dem z.B. von uns stets und immer noch empfohlenen BlackmagicDesign Pro.h264-Recorder, verbunden. Der Workflow ist jedoch, abgesehen von einer guten Integration in z.B. Fotostation von Carsten Schafflhuber, etwas holprig. Man hatte Filme auf einem Speichermedium, die erst eingelesen, beschnitten und bearbeitet werden mussten. Oft nahm man alles auf, obwohl nur bestimmte Teilabschnitte der Therapie von Interesse waren. Stills (Photos) aus einem Film zu extrahieren ist nach wie vor ähnlich umständlich.

Uns störte die externe Verkabelung immer mehr, scheint ein Alterseffekt zu sein ;-) zudem war ein zusätzliches Gewicht am Pico für die Stabilität der Mechanik nicht von Vorteil. Wir haben ein Pico Mora, unser Dokumentationsausgang ist ein 80:20. Für die meisten Standalone / SLR Kameras viel zu wenig Licht, auch mit Xenon. Natürlich könnte mit der Nex-Serie von Sony ein adäquater Ersatz vorhanden sein, unsere Erfahrungen zeigen allerdings, dass es dafür den richtigen Fotoadapter braucht. Aber das ist ein ganz anderes Thema. Den Bereich der High-ISO-Fotografie am Mikroskop wollen wir auch nicht näher betrachten, darum geht es hier nicht.

Die Installation der Einheit in unser vorhandenes Gerät wurde von einem Servicetechniker der Fa. Zeiss vorgenommen und dauerte ca. 2 Kaffees und 3 Stunden. Warum ein Techniker? Weil die Kamera als Nachrüsteinheit nach dem Einbau noch justiert werden muss. Da die Recordingeinheit ihren grössten Vorteil, die Netzwerkanbindung, erst mit einem eingerichteten und vorbereitetem Netzwerk ausspielen kann, gibt es VOR Installation einen kurzen Fragebogen mit den wichtigsten Punkten wie z.B. IP-Adresse, Netzwerkverzeichnis etc. Hat man diese Daten vorab, wird die komplette Einheit vom Techniker Nutzungsfertig hinterlassen. Wir haben allerdings knapp 4 Tage für die Einrichtung gebraucht, weil

a.) der Fragebogen bei uns nicht vor Installation ankam

b.) unser Elektriker beim Verlegen der Netzwerkleitungen und dem Messprotokoll wohl nicht soooo sauber gearbeitet haben

c.) unser SBS irgendwo gezickt hat und das sehr mühsam herauszufinden war

ALLE aufgelaufenen Fehler waren jedoch nie auf die Recordingeinheit zu schieben, die hat stets funktioniert. Unser Dank an Zeiss für die schnelle und unkomplizierte Hilfe bei der Durchsicht der Fehlerprotokolle an dieser Stelle…. wir mussten nicht einmal mit Veröffentlichung drohen ;-)

Dennoch, es war eine schöne Chance, mal wieder wie früher, mit einem Netzwerktester durch die Praxis zu krauchen und Kabel durchzumessen.

Der Techniker war wieder weg und wir überlegten jetzt, wie das denn jetzt mit den Bildern und Videos geht. Noch komplizierte, umständliche Workflows und Insellösungen gewohnt hat es uns ein wenig verstört dass die Recordingeinheit mittels der mitgelieferten Fernbedienung einfach das macht, was sie machen soll. Bilder und Filme. Fertig. Nichts mehr dazu zu sagen. Es funktioniert einfach. Man kann die Qualität der Filme einstellen, man kann wählen in welchem Format die Fotos abgespeichert werden, das wars. Die üblichen Parameter wie Helligkeit, Kontrast und Farbsättigung gehen auch noch. Vollkommen unspektakulär……

Na ja, es gibt auch Pferdefüsse….. die Kamera ist auch über einen integrierten Webserver  steuerbar. Um diese Möglichkeit zu nutzen, benötigt man zumindest unter Windows, den allerneuesten Internet Explorer….. Mac´s gehen gleich ;-) Dafür können Mac´s die Filme nicht ohne weiteres abspielen, das hat etwas mit den leidigen Codecs zu tun, aber es gibt Workarounds. Wer sich den VLC installiert, hat gar keine Probleme mehr, zur Not kann man mit diesem Programm auch die Videos recodieren, aber auch das ist ein anderes Thema….

Die Positionen der IR-Sensoren für die Fernbedienung am Gerät sind (so wurde mir versichert) in langen Testreihen eruiert worden. Wir sind zwar nicht sicher, wer das getestet hat und wie die Positionen zustande kamen, am Anfang ist es etwas fummelig bis man weiss, wohin die FB gerichtet werden muss. Allerdings ist das kein großes Problem, es gibt bei Amazon ein kleines Kästchen, einen sogenannten IR-Verlängerer mit Batteriebetrieb (z.B. http://www.amazon.de/gp/product/B00492TI9O/ref=oh_details_o01_s00_i00?ie=UTF8&psc=1). Zentral gesetzt erleichtert dieses Teil die Aufnahme enorm. Warum man das braucht kann ich abschliessend nicht beurteilen. Das Capturen und Filmaufnehmen startet wirklich SOFORT nachdem man den entsprechenden Knopf gedrückt hat, dabei läuft das Livebild ungestört weiter, nach  Abschluss einer Aufnahme kann eine erneute Aufnahme erst nach ca. 4 Sekunden gestartet werden. Hilfreich wäre es, die erneute Aufnahmebereitschaft mit zwei Piepsern wieder akustisch anzuzeigen. Die Einheit ist upgradefähig, wenn es eine neue Firmware gibt, kann man diese per USB-Stick aufspielen.

Zeiss liefert die Kamera zusätzlich mit einer Smart-Recording Funktion aus. Dabei werden ständig die letzten 30 Sekunden gespeichert, damit man auch das aufzeichnen kann was in der Vergangenheit geschehen ist. In unserem täglichen Praxisablauf habe ich dafür bisher so was von keine Verwendung gefunden. Wobei Reaktionen von Kollegen recht positiv waren. Am besten vorführen lassen ;-)

Beispielbilder findet man angehängt. Natürlich erreicht ein Full-HD-Frame nicht die Qualität einer dSLR oder einer Mirror-Less. Man schaut 2.1MP gegenüber 16MP an. Wo liegen denn jetzt die wirklichen Vorteile aus unserer Sicht?

1.) plug´n´play. Einstecken, los geht´s. Keine komplizierten Anleitungen, keine Programmorgien Es funktioniert auf Anhieb

2.) vollkommen transparent

3.) einfacherer Workflow

4.) angenehme Kabelführung, kein zusätzliches Gewicht am Pico-Kopf

5.) ziemlich lange gleich bleibende Rausch- und Schwarzwerte, das liegt jedoch an der Kamera

6.) Nur zwei Knöpfe auf der FB nötig, die Recordingeinheit ist auch in der Lage, die gespeicherten Bilder/Filme wiederzugeben und auch zu navigieren.

Es ist also keine separate Abspielstation von Nöten, nicht einmal ein PC. Die komplette Patienten- und Ordnerverwaltung kann über die Box abgewickelt werden. Ob es eine Möglichkeit der Tastaturanbindung gibt, damit man den Patientennamen und Nummer nicht fummelig über eine FB eingeben muss, kann ich nicht sagen. Das Webinterface ist dafür ehrlich angenehmer…..

Richtig Spass macht das Ganze mit einer Bildverwaltungssoftware, bei uns Reveal. Über die Browsersteuerung kann ich direkt aus der Reveal heraus ein Foto aufnehmen oder den Film aufzeichnen, dieser wird direkt Patientenbezogen in Reveal importiert und kann dort weiter bearbeitet werden. Das schöne: ich kann, während der Film im Reveal läuft, mit einer Taste ein Frame capturen. Ich brauche also nicht zwangsläufig eine separate Videosoftware…. aber es reicht mir ein Programm. Die Edit-Funktion ist natürlich nur rudimentär, aber für unseren Bedarf reicht es völlig aus. Wenn wir Filme für Fortbildungen brauchen, werden die in gewohnter Weise woanders bearbeitet…

Fazit:

Für die tägliche Dokumentationsroutine völlig ausreichend. Das schöne ist, mit der Kamera kann man auch in hohen Vergrösserungsstufen ohne grössere Probleme Bilder machen, die noch verwertbar sind. Das geht mit anderen Lösungen nicht ohne weiteres.

Bilder mit dem Mikroskop aufzunehmen funktioniert inzwischen recht reproduzierbar und zuverlässig. Das ist weniger eine Frage der Technik. Die Bequemlichkeit und ein simpler Workflow ist IMHO vielmehr eine Frage der Bildverwaltungssoftware. Wenn alles einfach läuft, wird man auch standarisiert dokumentieren können ohne schlechte Laune zu bekommen.

Wer als Einsteiger den Einarbeitungsaufwand und die zusätzlichen Investitionen scheut (und die damit verbundenen Arbeit), macht damit sicher nichts verkehrt. Für diejenigen, die auf 10x5m Leinwänden präsentieren, könnte es nicht reichen. Wobei ich die Bilder letztens mal auf eine 5x5m Leinwand geworfen hatte und so schlecht sahen die dann auch nicht mehr aus ;-)

Vergleicht man die Qualität der gelieferten Bilder mit dem, was weltweit so dokumentiert  und veröffentlicht wird, liegt man mit dieser Lösung in den oberen 30%, ohne den ganzen Aufwand treiben zu müssen, den man mit externen Lösungen hat…. Aber: ob es reicht oder nicht, muss jeder für sich selber entscheiden. Es bleibt zu hoffen, dass man im Laufe der Zeit durch Firmware-Updates mehr rausholt, ich denke da an z.B. HDR, Cross-polarization-Aufnahmen etc. Aber das sind nur Hirngespinste, Möglichkeiten bietet die Einheit zumindest.

Bleibt zum Schluss nur die Frage, warum gibt es denn für das ProErgo nicht auch………….

Zirkonabutment

von Christian Danzl

Wenn die Endo dann doch versagt hat, kommt oft das Implantat.
Im Frontzahngebiet hat sich bei uns das Bone-level Implantat von Straumann bewährt.
Wenn es um die Ästhetik geht, auch mit einem Zirkon-Abutment. Da sich die Gingiva im Laufe der Jahre doch mal zurückziehen könnte, lassen wir auch das Abutment vom Zahntechniker einfärben. Möglichst übergangslos vom Kronenrand.

Spiele! Oder was wir von einem Fischmarkt lernen können…

von Haya Hadidi

Im Rahmen einer Führungsfortbildung wurde die sogenannte Fish-Philosophy vorgestellt. Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung der wesentlichen Punkte, die im beruflichen Alltag von Teams hilfreich genutzt werden kann und der geneigten Leserschaft dienlich sein mögen. Hintergrundgeschichte ist, dass der „Erfinder“ dieser Idee, John Christensen, beim Besuch eines Fischmarkts in Seattle beobachtete, dass, obwohl die Arbeit auf diesem Markt körperlich enorm anstrengend und von Monotonie geprägt war und außerdem in großer Kälte stattfand, die Stimmung unter den Beschäftigten sehr gut war. Es wurde viel gelacht, Kunden wurden in Späße und Scherze miteinbezogen, jedem Kunden wurde die volle Aufmerksamkeit der Fischverkäufer zuteil. Die Fish-Philosophy basiert daher auf vier Regeln:

  • Wähle Deine Einstellung!
    Diese Aufforderung beinhaltet, dass jede/r grundsätzlich selbst entscheiden kann, ob er seine aktuelle (Arbeits-)Situation positiv oder negativ bewertet. „Love it, leave it or change it!“ beschreibt die Grundidee hiervon recht treffend.
  • Sei präsent!
    Man kann mehrere Dinge gleichzeitig tun, aber nur einem Menschen zu einer Zeit seine volle Aufmerksamkeit schenken. Die Beachtung dieses Grundsatzes vermeidet halbherziges Handeln und führt zu mehr Wertschätzung gegenüber den Mitmenschen.
  • Bereite anderen eine Freude!
    Durch das bewusste gegenseitige „Beschenken“ schlicht durch freundliche Gesten, aber auch aktive Hilfsangebote wird eine positive Grundstimmung im Team erzeugt.
  • Spiele!
    Werden Aufgaben spielerisch-kreativ betrachtet, können sie schneller und einfacher erledigt werden, Problemlösungen fallen leichter. Enthusiasmus und Leidenschaft beflügeln auch monotone Abläufe neu.

Wer sich mit diesem Management-Konzept näher beschäftigen möchte, dem sei die Beschäftigung mit der entsprechenden Literatur empfohlen, die seitens des Charthouse-Verlags vertrieben wird. Bei meiner Internetrecherche habe ich auch zahlreiche Coaching- und Trainingsangebote zu diesem Thema gefunden, die ggf. ebenfalls in Anspruch genommen werden können. Ich habe in meinem eigenen beruflichen Umfeld positive Erfahrungen mit Team-Coachings gesammelt.