Neues von der Messe – Teil 3

von Christian Danzl

Vor der Messe ist nach der Messe. Hier ein paar Eindrücke aus New York. Das Wetter war diesmal sehr angenehm, bis 15° und meist sonnig.

Neues von der Messe – Teil 1

von Christian Danzl

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Vom 27. November bis zum 2. Dezember fand wieder das GNYDM, Greater New York Dental Meeting statt.
Im Grunde eine Dentalmesse, wie jede andere auch, aber es gibt dort Dinge, die in Europa nicht – oder nur sehr schwer – zu bekommen sind. Ob man sie jedoch braucht, ist eine andere Frage.

Diesmal war der asiatische Markt (oft mit „Wühltisch“ zum günstigen Direkktauf) sehr stark vertreten, auch der Trend zum DVT/3D-Röntgen war nicht zu übersehen. Sehr viele Hersteller haben ihre neuen DVTs präsentiert.
Was allerdings auffällig war, dass die Diskussion über den Zusatznutzen nicht so übereifrig diskutiert wird, wie bei uns in Deutschland, wo zwar fast jeder wegen Knieschmerzen sofort ins CT kommt, aber …..Egal, das ist nicht das Thema hier.

Bahnbrechende Neuerungen habe ich auf der Messe nicht gesehen. Hier einige interessante Sachen:
Meta Biomed hat einen All-in-one Endo-Motor vorgestellt (Aufbereitung mit simultaner Längenmessung, Ultraschall und Warmabfüllsystem) vorgestellt – ähnlich dem Schlumbohm EndoPilot.  Ob er in Deutschland erhältlich sein wird, weiss ich nicht.

 

Sheer-Vision hat mit der Firefly ein kabelloses Lupenbrillenlicht präsentiert, es ist eine „kleine Taschenlampe“, ca. 5 cm lang, die auf einem Halter auf der Lupe eingeklickt wird und durch Drehen der Lampe im Halter aktiviert wird. Wenn der Akku leer ist wird jeweils die ganze Lampeneinheit gewechselt.

 

Und mein „Favorit“, die iBrush 360, eine vollrotierende Zahnbürste. Hat mich eher an eine Schmutzmaschine aus dem Hotel erinnert ;-)

Ach ja, und genau wie bei uns, die meisten Besucher waren immer dort, wo es gratis Zahnbürsten und Prophylaxebedarf gab.

Schützenhilfe – Axes Repère

von Christian Danzl

Hand auf Herz!
Wie viele Unterkiefer Leitungsanästhesien sitzen bei Ihnen auf’s erste Mal?
100% ?   – Uiuiuiui. Vielleicht doch noch mal überdenken.
95% ?     – Respekt!
90% ?     – nicht schlecht
80% ?     – immer noch passabel

70% würde heissen, Sie müssten fast bei jeder 3. LA nachanästhesieren.

Keine 100% Trefferquote zu haben ist aber auch nicht verwunderlich, wenn man sich überlegt, dass so eine UK-LA ja Hauptsächlich im „Blindflug“ stattfindet. Man will möglichst vor dem Muskel einstechen, muss um die Kurve und um dann, je nach Anatomie, mehr oder weniger tief auf den Knochen, neben den Nerv, zu treffen.

Abhilfe bzw. Erleichterung auf diesem Gebiet verspricht eine französische Entwicklung, die auf dem GNYDM diesen Jahres vorgestellt wurde (auf der nächsten IDS werden sie sicher auch sein):

Axes Repère

Eine „Zielvorrichtung“ für die UK-Leitungsanänthesie.

Hier eine Videoanleitung zur Handhabung.

Ein Foto davon durften wir auf der Messe leider nicht machen (warum weiss ich nicht genau, denn einen Flyer mit Abbildungen bekamen wir mit und auf der Website ist alles genau zu sehen), deshalb nur die Verweise auf die Website.

So, nun der Preis: 399,-€

Auf den ersten Blick nicht unerheblich. Eine Karpulenspritze ist dabei, dann bleiben immer noch gut 350,- € für ein einfaches Plastikspritzgußteil.
Aber:
Wenn man überlegt, dass durchaus ein paar Münder vermessen werden müssen, um die optimale Form zu erreichen, Modelle, Prototypen, Spritzgussform(en) hergestellt werden müssen, wahrscheinlich erst für eine Kleinserie, Marketing (Messestände, Internetauftritt….), Vertrieb usw. verwundert der Preis weniger.
Auch unter dem Gesichtspunkt, dass man dieses Teil nur einmal im Leben kaufen wird.

Jetzt fragen Sie sich:

Wer braucht sowas?

Hab ich mich auch gefragt, denn bei mir sitzen die Leitungen relativ sicher.
Immer?
Definitiv nicht.
Wenn der Patient den Mund weit aufmacht, die Zunge aus dem Weg ist und ruhig hält, zu 99%.
Aber wenn nicht?
Übergewichtiger, bruxender Pykniker mit Spritzenangst, „breiter“ Zunge, sehr eingeschränkter Mundöffnung und starkem Speichelfluss als Worstcase?
Da ist man um jede Hilfe froh.

Ob das Teil in solchen Extremfällen einwandfrei funktioniert, weiss ich leider nicht.

ProUltra PiezoFlow Spülkanüle

von Hans – Willi Herrmann

Auf dem New York Greater Dental Meeting (NYGDM) gesehen.

Eine Spülkanüle für Satelec Aceton Geräte, die ultraschallaktiviert sauberere Wurzelkanäle ermöglichen soll.

Die Spüllösung wird mittels Spitze durch die Assistentin manuell zugeführt.
Über ein Gerät, dass vom Prinzip her ähnlich arbeitet, die Vibringe – Spülspritze hatten wir hier schon berichtet.

Die ProUltraPiezoFlow ist wesentlich effizienter als die Vibringe. Ob effizient genug können nur Studien zeigen. Zu Vergleichszwecken wurde direkt am Messestand im  Plastikblock ein Endo – Aktivator angewendet. Auf den ersten Blick war es für keinen der  Anwesenden möglich, ein Urteil für oder gegen das jeweilige Gerät zu treffen.

Ein erster Eindruck aber schon mal  im Video.