Perforationsdeckung im Video

von Ronald Wecker

Der Verdacht einer iatrogenen Perforation ergab sich bereits aus dem präoperativem Röntgenbild. Irgendwie liess sich die im Bereich der Funktion gelegene Guttaperchaspitze nicht so recht mit der Längsachse einer der vorhandenen Wurzel in Einklang bringen.

Zunächst erfolgte die vorsichtige  Freilegung der Guttapercha. Diese konnte anschliessend unter Zuhilfenahme eines kleinen Greifinstrumentes in toto aus dem Knochen entfernt werden. Nach sonoabrasiver Präparation der Perforationsränder wurde der Pulpakammerboden nach Anlegen eines kollagenen Widerlagers mit MTA „instandgesetzt“ und mittels Flow-Komposite verstärkt.

10 Gedanken zu „Perforationsdeckung im Video

    • Sehr geehrter Herr Thiele,

      nein, kein X-tra Base an dieser Stelle. Tetric Flow Evo kam bei Herrn Wecker zum Einsatz. Zur Musik: ist ein wenig Geschmacksache. Herr Wecker hat manchmal den Hang zum Überspitzen.

      Herzliche Grüße

      Jörg Schröder

    • Ronald verwendet MTA Angelus und wartet bis es abgebunden ist. Dann ist bei korrekter Verdichtung beim Absprühen des Ätzgels keine Auswaschung, die wir sehen könnten, zu verzeichnen.

      Herzliche grüße

      Jörg

  1. Lieber Ronald,
    zwei kleine und ein großes Fragezeichen sind bei mir aufgetaucht:
    1.) Was ist das für ein tolles „kleines Greifinstrument“?
    2.) Warum benutzt Ronald keine MTA-Gun, die, zumindest in diesem Fall, meiner Ansicht nach eine elegantere und zügigere Applikation und Dosierung des MTA ermöglicht. Was selbstverständlich am tadellosen Ergebnis nichts ändert.
    Und 3.) (das große Fragezeichen) Vor dieser Rettungsaktion muss ein Kollege unserer Zunft eine hübsche Brückenkonstruktion auf diesen Zahn gesetzt haben, denn die Krone war bei Trepanation völlig unangetastet. Der Röntgenbefund muss also bei der Brückenplanung schon so ausgesehen haben. Wie kann so etwas passieren? Bleibt nur zu hoffen, dass der missglückte Endoversuch und die Prothetik nicht in einer Hand lagen.

    Und mir bleibt, eine schöne Weihnachtszeit zu wünschen.

    • Habe bei Ronald nachgefragt:

      zu 1. http://www.ghartzellandson.com/products/ifes-micro-endo-forcep-small.asp , braucht man 1-2 x /Jahr und ist dann definitiv eine Hilfe. Aber kein Must-have.

      zu 2. Ronald hat es gerne kontrolliert, was die Konsistenz angeht. MTA Guns gibt es in seiner Praxis, hatten aber in der Vergangenheit eine recht kurze Überlebensdauer aufgrund stark verzögerter „Befreiung“ von MTA-Resten. Da sind die Plugger billiger. ;)

      zu 3. Richtig. Diese Frage hat sich Ronald auch gestellt. Zumal die Brücke unter 2 Jahren alt ist. Patient hatte sich selbst „überwiesen“ nachdem ihm die Alternative WSR irgendwie komisch erschien.

      Einen schönen dritten Advent wünscht

      Jörg Schröder

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