Gestern habe ich hier über Nelly berichtet.
Obgleich die Prognose einer RE-Therapie bei avulsierten Zähnen vermeintlich schlechter ist haben wir uns für diese Behandlung entschlossen.

Leider kam es zu einem Misserfolg…

Was nun?
Gestern habe ich hier über Nelly berichtet.
Obgleich die Prognose einer RE-Therapie bei avulsierten Zähnen vermeintlich schlechter ist haben wir uns für diese Behandlung entschlossen.

Leider kam es zu einem Misserfolg…

Was nun?
Die heute 13-jährige Nelly erlitt im Sommer 2017 ein Frontzahntrauma in Form einer Avulsion des Zahnes 11.
Hier in Kurzform die damaligen Eckdaten:

Die alio loco durchgeführten Kontrollen verliefen ohne Besonderheiten.
Leider entwickelte Nelly im November Schmerzen Regio 11.
Die Vorstellung im Notdienst ergab folgendes Bild:
Zwei Tage später stellte sich Nelly im Beisein ihres Vaters bei uns vor…
welche Therapie würden Sie Vater und Tochter empfehlen?

Die Patientin wurde uns zum Erhalt des Zahnes 26 überwiesen. Sie hatte akute Beschwerden.
Diese äußerterten sich in einem äußerst unangenehmen Kaltgefühl und Schmerzen beim Kauen.
Die röntgenlogische und klinische Diagnostik bestätigte, daß es sich um zwei verschiedene Zähne handelte. Der Zahn 27 zeigte pulpitische Beschwerden. 26 imponierte mit einer P. apicalis als Z.n. Wurzelkanalbehandlung, mesial apikal ein Instrumentenfragment und palatinal die direkte Lagebeziehung zum Sinus maxillaris.
Die Lockerungsgrade sind 0, die Sondierungstiefen nicht erhöht.
Im angefertigten DVT konnte die Beteiligung des Sinus max. über die palatinale Wurzel dargestellt werden. Die Patientin wünschte einen unbedingten Erhaltungsversuch.
Der HZA bat uns den Zahn 27 mit zu behandeln, da kein zeitnaher Termin, wegen anstehendem bei ihm Urlaub möglich war. 27 wurde nach Kariesexkavation, CaOH Lineraplikation mit einem Composite adhäsiv aufgebaut.
Nach präendodontischem Aufbau am Zahn 26 erfolgte unter mikroskopischer Kontrolle die Darstellung des Instrumentenfragmentes. Dieses konnte mit Ultraschall gelockert werden.
Danach setzten wir den Er:Yag Laser mit Sweeps Cleaning für 2x 30 Sekunden ( 20 mJ/600mW/15Hz ) ein. Im zweiten Sweeps Cleaning Einsatz zeigte sich das Fragment im koronalen Bereich und konnte einfach entnommen werden.
Die weitere Behandlung erfolgte im Standardprozedere NaOCl 3% und Zitronensäure 10%, möglichst geringe apikale Substanzreduktion unter Beachtung der im Spanraum dargestellten Dentinsubstanz. Palatinal apikal wurde das weit offene Foramen mit ProRoot MTA ohne apikales Widerlager verschlossen.










Ich habe eine ganze Reihe unnützes Wissen in meiner Kindheit angesammelt.
So hat ein Klassenkamerad in der 9. Klasse mit mir gewettet, dass ich bis zum Abitur nicht mehr weiss, wofür LSD als Abkürzung steht. Ich kann die genaue Bezeichnung bis heute, wie aus der Pistole geschossen, aufsagen.
Auch das Bob Dylan mit bürgerlichem Namen Robert Allen Zimmermann heisst, habe ich mir damals gemerkt. Jener ist mittlerweile Literatur-Nobelpreisträger. Ob zu recht oder nicht, das lasse ich andere entscheiden.
Aber immerhin.
An die Textzeilen eines seiner bekanntesten Werke…
The Times They Are A-Changin‘
Come gather ‚round people
Wherever you roam
And admit that the waters
Around you have grown
And accept it that soon
You’ll be drenched to the bone
If your time to you is worth savin‘
And you better start swimmin‘
Or you’ll sink like a stone
For the times they are a-changin‘
…musste ich letzte Woche denken.
Schauplatz – das Curriculum Endodontie der Endoplus- Akademie im München.
Als ich Zahnmedizin studierte, Mitte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts, war gefühlt das Verhältnis Zahnmedizin-Studenten zu Zahnmedizin-Studentinnen 70:30. Als ich am Dienstag morgen letzter Woche den Seminarraum betrat, fand ich einen einzigen Zahnmediziner vor.
Ich bat ihn, für das Foto aufzustehen.
Damit er, umgeben von 16 Kolleginnen, besser auszumachen sei.
Nachdem ein männlicher Nachzügler den Reigen komplett gemacht hat, belief sich das „amtliche“ Endergebnis auf 2:16. Das macht einen Männer- Anteil von 11,1 Prozent.
So ändern sich die Zeiten.
Und wenn man nicht wie ein Stein im Wasser untergehen möchte, dann sollte man besser anfangen, zu schwimmen, wobei die Frage ist, was das „zu schwimmen anfangen“, denn für die Zahnmedizin konkret bedeuten mag.

So lautete die Diagnose nachdem bei diesem Patienten das zwischen 11 und 21 befindliche und chirurgisch entfernte Gewebe histologisch untersucht worden war.

Der elektrische Sensibilitätstest fiel sowohl präoperativ, als auch 58 Monate nach der Entfernung des Ameloblastoms durch einen sehr versierten MKG-Chirurgen erfreulicherweise positiv aus.


Die Fragmententfernung zählt nicht gerade zu meinen Lieblingsbehandlungen.
Letzte Woche konnten wir zwei solcher Behandlungen abschliessen. Die Ausgangslage war bei beiden Zähnen grundunterschiedlich.
Der eher undankbare Zahn 25 wies im unteren Wurzeldrittel ein Hedström-Fragment auf. Zusätzlich war hier von einem Stift im Kanalsystem auszugehen.
Das palatinale Kanalsystem war nicht komplett bis apikal erschlossen und es bestand der Verdacht einer Begradigung /Verblockung.
Alles in allem also eher ein undankbarer Zahn.

Glücklicherweise stellte sich die Behandlung unproblematischer dar, als es die Ausgangssituation vermuten lies. Zwei Termine später (1,5 und 1h) war der Zahn revidiert und neu gefüllt…




Bei Zahn 47 war die Ausgangslage dankbarer. Der überweisenden Kollegin war es nicht gelungen, das mesio -bukkale Kanalsystem zu finden und zu präparieren. Die restliche Anatomie hatte sie gut meistern können.
Bei ihrer „Suche (mittels Rosenbohrern?) hatte sie einen „eigenen“ Kanal geschaffen und darin die Spitze einer RECIPROC 25 zurückgelassen…

glücklicherweise war es nicht noch zusätzlich zu einer Perforation gekommen. Wenngleich hierfür nicht „viel gefehlt hatte“…


Beide Fragmente in den Zähnen liessen sich mittels ISO 25 Ultraschallansätzen recht zügig entfernen…
ich hoffe, es dauert dennoch eine ganze Weile, bis wir wieder eine Fragmententfernung versuchen sollen…
Erstbehandlungen gehören leider nicht zu den Behandlungen, die ich häufig durchführen kann.
Und wenn es dazu kommt, sind es fast immer sehr stark obliterierte Kanalverläufe, die mich erwarten.




Während die koronale Darstellung der Kanaleingänge nur ein wenig Geduld und den Einsatz der Munce-Burs erforderte, gestaltete sich die Aufbereitung der mesialen Kanäle ab dem mittleren Drittel wirklich schwierig.

Viele 15/04-Profile-Feilen hauchten ihr Leben aus, bis es schliesslich gelang, die beiden Foramina zu erreichen. Ebenfalls zum Einsatz kommt in diesen Fällen der Er:YAG-Laser, um die Irrigation zu optimieren.


Schlussendlich ein erfreuliches Ergebnis, wenngleich der mesiale Sealer-Puff ein wenig kleiner hätte ausfallen können. Dafür gelang es, einen nach distal mündenden Seitenkanal freizuspülen.
Hier und hier berichteten wir zuvor.
Für den Entfernungsversuch der periapikal verbliebenen Guttapercha benutzten wir die Guttaperchaentferner von Hartzell&Sons, EPGR und einen modifizierten Microopener.
Microdebrider erscheinen zwar durch ihre hedströmartiges Arbeitsteil besser geeignet, sind aber zu flexibel.
Der Plan war die Guttapercha im ersten Schritt mit dem Microopener zu luxieren und danach mit dem Hartzell Guttaperchaentferner nach koronal zu bewegen. Leider ging der Plan nicht ganz auf. Die Guttapercha brach erneut ab.
Auf Grund der Nähe zum N. mentalis haben wir keine weiteren Versuche unternommen, das verbliebene Guttaperchafragment zu entfernen.
Der Patient war damit einverstanden. Das weit offene apikale Foramen wurde mit ProRoot MTA ohne apikales Widerlager verschlossen. Die Wurzelfüllung erfolgte mit Guttapercha und der Zahn wurde mit Composite adhäsiv verschlossen.
Das letzte Röntgenbild erfolgte 3 Monate post OP. Der Patient ist inzwischen schmerzfrei, die Parästhesie ist vollständig verschwunden und es gibt keine Einschränkungen bei der Intonation seines Instrumentes.
Die krankheitsbedingte Ausfallzeit des Patienten zog sich über 5 Monate hin.









Im Januar 2013 stellte sich der heute 63-jährige Patient (ärztlicher Kollege) erstmals bei uns vor.
Er berichtete, dass vor Kurzem alio loco mit einer endodontischen Behandlung an Zahn 46 begonnen wurde. Leider gelang es hierbei nicht, alle Kanalsysteme aufzufinden.
Ferner kam es bei der Kanalsuche zu einer Perforation am Pulpakammerboden. Mittlerweile hatte sich nun als weitere Folge eine vestibuläre Schwellung entwickelt.


In insgesamt drei Terminen gelang es alle Kanalsysteme zu präparieren und zu füllen. Insbesondere distal zeigte sich eine komplexe Anatomie.
Die Deckung der Perforation im ersten Termin erfolgte mittels MTA.


Das letzte Mal stellte sich der Patient bei uns im Februar 2013 vor. Schon hier war ein erfreulicher Heilungsverlauf erkennbar.

Gestern nun erreichte uns das Recallbild des Zuweisers zehn Jahre nach der Behandlung…

ich denke man kann zu Recht von einer nachhaltigen Behandlung sprechen…

Hier berichteten wir zuvor.
Der Patient hatte sich nach der Beratung für die Behandlung und den Erhaltungsversuch des Zahnes 34 entschieden. Durch die Extraktion von 36 hatte er bereits größere Probleme gehabt mit der Lücke wieder, wie gewohnt sein Instrument zu spielen. Ein Verlust des Zahnes 34 würde wahrscheinlich zu ähnlichen Probleme führen.
Nach der ersten Behandlung muss eine deutlich Reduzierung der Symptome erkennbar sein. Bei Progression der Symptome wird die Extraktion des Zahnes unvermeidlich.
Im ersten Behandlungsschritt ist die Entfernung des WF Materials geplant. Das extrahierte WF Material soll von orthograd versucht werden zu entfernen. Die Gefahr ist, daß die Guttapercha sich ggf. nicht ein einem Stück entfernen lässt.
Nach präendodontischem Aufbau und Gestaltung eine gut einsehbaren Zugangskavität erfolgte die Entfernung des WF Materials. Mit der hier bereits beschriebenen „Kuhfuß-Technik nach Schröder“ gelang die vollständige Entfernung nicht. Die Guttapercha riß im Bereich des Apex ab.
Genau das wollten wir vermeiden. Dafür entleerte sich spontan ein blutig/eitriges Exsudat über den Wurzelkanal. Nach der Reinigung und Desinfektion des Kanals saugten wir noch weiteres Exsudat ab. Die medikamentöse Einlage erfolgte mit einem Jodhaltigen CaOH.
Der Patient berichtete uns in der Folgezeit, daß die Beschwerden sich deutlich verringerten. Das Taubheitsgefühl hatte sich ebenfalls stark reduziert.
Nun war eine erneute Beratung notwendig.
Fragestellung: Sollte weiter versucht werden das WF Material von orthograd zu entfernen oder sollte es belassen werden?
Für einen Entfernungsversuch benötigen wir ein neues DVT.
Der Patient entschied sich für einen noninvasiven Eingriff. Das heißt wir versuchen das Guttaperchafragment mittels eines entsprechenden Instrumentes im Ganzen zu entfernen ohne Ultraschall- oder Schallanwendung im periapikalen Bereich.
Beispiele und Hilfsmittel findet man hier, hier und hier.
Demnächst mehr.






Zahn 25 ist Zustand nach WSR im Jahr 2016 in Rostock.
Der Patient ist Arzt, beruflich bedingt nun nach Bad Kreuznach gezogen und sucht wegen akuter Beschwerden an besagtem Zahn im August 2019 einen ortsansässigen MKG -Chirurgen auf. Dieser verweist an uns, ob wir gegebenenfalls dem Patienten den Zahn erhalten können.
Im Zahnfilm und DVT vom 21.08.2019 stellt sich der Zahn 25 wie folgt da.

Update 16.03.2023 Video läuft …
An Taschentiefen weist der Zahn an den üblichen 6 Messstellen 2 mm auf und erfreulicherweise einen Lockerungsgrad Null.
Ein typischer Fall von Herodontics?
Mag sein.
Was tun ?
Den Richtlinien der gesetzlichen Krankenversicherung nach gilt dieser Zahn als austherapiert.
Was bleibt daher?
Die Extraktion ?
Eine Implantation ist sicherlich möglich. Augmentative Maßnahmen vorausgesetzt. Aber es stellt sich trotzdem die Frage, ob dem noch jungen Patienten angesichts seines Alters (zum Zeitpunkt der Erstvorstellung 30 Jahre alt) mit der Möglichkeit des Zahnerhaltes nicht ein besserer Dienst erwiesen werden kann.
Eine weitere WSR? Für mich keine Option.
Worin lag der Misserfolg sowohl endodontischen Ersttherapie als auch der nachfolgenden WSR begründet? Würde die erneute WSR diese Problematik ausmerzen ? Ganz abgesehen davon, dass ein zusätzlicher Substanzverlust der Zahnwurzel die restaurative Prognose verschlechtern würde.


Ich habe den Zahn 25 wurzelkanalbehandelt.
Was zu vermuten war.
Und hatte ein gutes Gefühl.
Bis zu dem Zeitpunkt, als der Patient letzte Woche unverhofft als Schmerzpatient unsere Praxis wieder aufsuchte.
Fortsetzung folgt…
von Jörg Schröder
Das präoperative DVT gab einmal wieder die entscheidenen Informationen für die komplikationslose Aufbereitung dieses 27.
Die weit mesiale Lage der Kanaleingänge war bereits zu erkennen und das gezielte Freilegen der Orifizien daher relativ vorhersagbar.
Die Krümmung liesen sich mit den EndoWave-Feilen 10/02 und folgenden (15, 20,25) unter endometrischer Kontrolle bis zum apikalen Endpunkt aufbereiten. Zugang ist die halbe Miete.
Interessanter Nebenbefund: ein retinierter Zahn 29, der offensichtlich die Entfernung des 28 gut überstanden hat.







Die Nachricht soll optimistisch stimmen.
Die Inflation in Deutschland ist im letzten Monat gesunken.
Und beträgt nur noch 8,7 Prozent.
So die offizielle Meldung. In wie weit die Neuzusammenstellung des Inflationswarenkorbes ihren potemkinschen Beitrag dazu geleistet hat, ist zunächst einmal ein anderes Thema.
Fest steht.
In meinem Leben wäre ich froh, wenn die Inflation nur 8,7 Prozent betragen würde. Gestern im Supermarkt – Mineralwasser? 20 Prozent teurer. Fanta? 16 Prozent teurer. Alles harmlos im Vergleich zu meinen Strompreisen in der Praxis – die Abschlagszahlungen für 2023 wurden von 2800 Euro auf 8600 Euro erhöht. Und gestern habe ich neue Briefumschläge bestellt. Alter Preis von 2021 120 Euro. Jetzt 180 Euro. 50 Prozent teurer geworden in weniger als 2 Jahren.
Aber dann flattert mir – Mitte Februar – diese Meldung ins Haus.
Preisknaller der Woche.
50 Prozent reduziert.
Reciproc Blue.
Da schau ich doch gerne mal genauer hin.
Und fall vom Glauben ab. 182, 78 Euro soll nun ein Sechserpack Reciproc-Instrumente kosten. Das sind über 30 Euro pro Instrument, welches nur ein einziges Mal verwendet werden kann. Ich kann mich noch vage erinnern, als die Reciproc-Instrumente 2011 auf den Markt kamen, da kostete ein solches Instrument offiziell, also mit unrabattiertem Herstellerpreis 13 Euro. Sicherlich gab es in dieser Zeit Preissteigerungen in allen Bereichen, aber 150 Prozent mehr ist schon eine Ansage. Da wäre dann auch noch die Einmal-Spülkanüle aus gleichem Hause für 1 Euro 32 Cent und der EDDY, der – ebenfalls single use – für 4 ,88 Euro zu Buche schlägt. Wieviel in dieser Zeit sind eigentlich unserer Honorare gestiegen? Null Prozent? Null Prozent!
Wie gut, das wir die Wawibox haben.
Die uns tagesaktuell die günstigen Preisen im Vergleich auswirft. Diese wechseln nämlich – teilweise wie an der Tankstelle- von Tag zu Tag. Beim selben Anbieter wohlgemerkt. Ein Blättern in Dentalversandhaus-Katalogen oder den Bestellschein beim Aussendienstmitarbeiter des Dentaldepots abgeben, das ist definitiv nicht mehr zeitgemäß.
Soll heissen, die Wawibox spart uns wertvolles Geld.
Da sieht man dann beispielsweise, dass das scheinbar tolle 50 % Prozent billiger-Angebot in Wirklichkeit gar keines ist. Es gibt mehrere etablierte Anbieter, die sogar noch etwas günstiger anbieten. Was sagt das Ganze nun, den Status Quo des Dentalhandels betreffend? Sind wir in der Zahnmedizin auf dem Niveau das Schlafmatratzenmarktes angekommen, wo man mit überhöhten VK-Preisen und entsprechend hohen Nachlässen versucht, den geistig unterbemittelten Kunden zu ködern ?

Wenn der Schuss nur nicht nach hinten losgeht. Seit einiger Zeit schon drängen neue Hersteller in den Markt und werben ganz unverblümt mit deutlich günstigeren Preisen für die NiTi´s. Die einen führen die Herstellung in China an, die anderen den Direktvertrieb. Manchmal wird auch beides in Kombination genannt. Meine Einstellung zum Thema ist bekannt: Wenn ich mit Instrumenten zufrieden bin, wechsle ich nicht. Solange es nichts Besseres gibt. Der Preis spielt keine Rolle bei der Entscheidungsfindung. Ich vermute aber mal, das nicht jeder so denkt. Zumal es selbst bei mir eine Grenze des Tolerablen gibt, die irgendwann überschritten zu werden droht.
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Seit circa 1 1/2 Jahren ist der Dentapen aus unserer täglichen Anwendung nicht mehr wegzudenken.
Vorgestern kam es kurz vor Ende einer Infiltrations-Injektion zu einem „komischen“ knackenden Geräusch.
Der anschliessende Blick auf den Pen erklärte die Ursache des Geräusches…


Offensichtlich ein Ermüdungsbruch des Kunststoffteils am Pen.
Bei allem „Ärger“ über diesen Defekt bleibt positiv zu erwähnen, dass uns bei der Kontaktaufnahme mit der Herstellerfirma ein umgehender, kostenfreien Austausch des Geräts zugesagt wurde…
SO geht Kundenfreundlichkeit
:-)
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Kurzes Update, weil uns privat diesbezüglich schon einige Anfragen erreicht haben.
Die IDS steht in den Startlöchern. Immer ein logistisches Ausnahmeunterfangen, so auch für Morita. Eine Möglichkeit der Anmeldung über die Morita acedemy wird daher erst NACH der IDS möglich sein.
Aber wir versprechen: Jede(r), der sich schon vorher bei uns meldet, bekommt, wenn er/sie ihn dann wahrnehmen möchte, einen Platz zur Teilnahme garantiert.
Der Patient stellte sich nach einer Odyssee in unserer Praxis vor.
Zum einen hatte er Beschwerden, zum anderen konnte er seinen Beruf nicht mehr ausüben, da er nach einer Wurzelkanalbehandlung am Zahn 34 deutlich Sensibilitätsausfälle in der linkem Unterlippe, Wange und Kinn hat. Der Patient ist Musiker und bestreitet als Blechbläser seinen Lebensunterhalt.
Im Röntgenbild war die überextrudierte WF am Zahn 34 mit einer P. apicalis erkennbar. Als Verdachtsdiagnose stellten wir eine apikale externe Resorption inflamatorischer Genese fest.
Die Anamnese ergab, daß der Zahn 34 in mehreren Sitzungen endodontisch behandelt wurde und abschließend mit einer Wurzelfüllung versehen wurde. Nach der Wurzelfüllung kam es innerhalb weniger Tage ((2-3) zu den o.g. Symptomen ( Schmerz auf Belastung und Sensibilitätsausfälle ). In einer kieferchirurgischen Praxis wurde ein großvolumiges DVT angefertigt. Dem Patienten wurde dann unsere Praxis empfohlen, alternativ die Entfernung des Zahnes 34 angeraten.
Die klinische Untersuchung ergab 34 zeigt eine Perkussionsempfindlichkeit auf Horizontale und vertikale Belastung, dezent erhöhte Sondierungstiefen im Rahmen einer plaqubedingten Gingivitis, Lockerungsrad 2-3 und die oben erwähnten deutlichen Sensibilitätsausfälle.
Durch die Sensibilitätsqausfälle war der Ansatz stark gestört. Es sind keine kontrollierten Lippenspannungen aufbaubar und somit ist das Spielen, Intonieren des Horns unmöglich.
Der Patient war auf Grund der Plötzlichkeit des Auftretens dieser Symptome sehr besorgt.
Weiterhin berichtete der Patient über starke Schmerzen im Unterkiefer die bis ins Ohr ausstrahlten.
Welche Ursachen können dafür vorliegen?
In der Regel ist ein Verletzung/ Druckdolenz des N. mentalis als sensible Endast des N. alveolaris inferior die Ursache. Da dies nicht im zeitlichen Zusammenhang mit der Anästhesie in der endodontischen Behandlung entstand, ist die Anästhesie als Ursache nicht wahrscheinlich.
Eine Einpressung von Wurzelfüllmaterial in den Mandibularkanal war nicht erkennbar.
( Link: Differentialtherapie nach Läsionen des N. alveolaris inferior und N. lingualis )
Im also loco angefertigten großvolumigen DVT kann man die enge Lagebeziehung zwischen N. mentalis und dem Zahn 34 erkennen.
Diagnose: Vincent-Syndrom
Wir empfahlen dem Patienten als sofortige Behandlunsgmaßnahme die Entfernung der WF des Zahnes 34 und die Desinfektion des Wurzelkanalsystems, ggf. Absaugen eines Exsudates als Therapie.
Alternativ bleibt nur die sofortige Entfernung des Zahnes.
Wie es weiter ging demnächst an dieser Stelle.
Weitere Literatur/Links:
Endodontie 03/2020
Mortsch, Florentine-Susanne
Parästhesie des Nervus mentalis durch eine apikale Parodontitis
Das Vincent-Syndrom
https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0033-1358010?lang=de&device=desktop




Endlich ist Corona vorbei.
Gerade noch rechtzeitig.
Denn 2023 war die letzte Gelegenheit, die sich uns noch bot.
Seit mehr als 5 Jahren gingen wir mit dieser Idee schwanger. Jetzt endlich scheinen die Rahmenbedingungen machbar. Für unsere Idee einer Fortbildung, wie es sie bisher noch nicht gegeben hat.
Denn hier wird aus dem Nähkästchen geplaudert.
Kontrovers diskutiert. In allen Einzelheiten.
Ohne Scheuklappen. Ohne rosa Wattebällchen. Ohne „Tu Du mir nix, dann tu ich Dir nix“.
Wir reden Tacheles.
Wir werden Dinge erzählen, die man auf einem Kongress nie hören wird.
Denn allzuoft heisst es dort: „Keine Zeit für die Details“. „Wir müssen auf die Studienlage Rücksicht nehmen“. „Evidence Based Dentistry“. „Nur einen Überblick geben, um Einsteiger nicht zu überfordern“.
Am Ende, nach 45 Minuten Kongressvortrag haben wir viel Bekanntes gehört und wenig Neues.
Zu wenig.
Wir sind es leid.
Die Endodontie könnte so viel weiter sein.
Hic Rhodos, hic salta ! Professor Guttowksi hat es in seiner eigenen unnachahmlichen Art auf den Punkt gebracht hat: „Don´t tell me, show me“.
Soweit sind wir in der Endodontie nie gekommen.
Hier wird nicht mal erzählt, geschweige denn gezeigt.
Zumindest nix, was nicht schon seit Jahrzehnten bekannt wäre. Über die Praxisrelevanz wollen wir gar nicht erst reden…
Wir – DIE 3 – HERMANN KAADEN SCHRÖDER – wollen neue Wege gehen.
Im kontroversen Zwiegespräch der Referenten.
Im Dialog mit den Teilnehmern.
Damit ihr den endodontischen Fortschritt in die eigene Praxis tragen könnt.
Dafür nehmen wir uns die Zeit.
8 Stunden lang.
Eine einmalige Gelegenheit.
Weil wir in diesem vollkommen neuen Format über das Thema „Wurzelkanalaufbereitung“ offen sprechen werden:
Die grundlegende Idee – 3 Spezialisten für Endodontie, die natürlich prinzipiell grundsätzlich ganz viel ganz ähnlich machen, aber dann doch, auf dem individuellen Weg zum Ziel, wenn sie sich – wie wir es in den vergangenen 15 Jahren immer wieder getan haben – darüber austauschen
erstaunlich oft, erstaunlich konträr
unterwegs sind.
Das wir alle DREI die entsprechenden Erfolge nachweisen können, haben wir mehr als genug an dieser Stelle bewiesen.
Jetzt wollen wir zeigen:
Wer von uns Dreien macht was, wie,warum ?
Und wir wollen zur Diskussion stellen:
„Warum machst Du das so? Und nicht anders?“
„Ich zeig Euch jetzt mal, wie ich das mache“
„Hiermit bin ich auf die Nase gefallen“
„Das hab ich mühsam gelernt in all den Jahren“.
„Mein Geheimtipp in schwierigen Situationen“
Wie klingt das ?
Ist es nicht das, was wir uns eigentlich immer wünschen, wenn wir auf eine Fortbildung gehen?
Falls ja, dann den 07. Oktober 2023 notieren.
Und schon abends zuvor
am 06. Oktober mit uns zusammensitzen.
Beim Get Together.
Um zu essen, zu trinken und zu reden. Über Endo. Über Vergangenheit und Zukunft. Über Gott und die Welt.
Wie man es tut, wenn Gleichgesinnte, wenn Freunde zusammenkommen.
Wo treffen wir uns? Wo Rheingau und Nahe zusammentreffen. Oder knapp daneben.
Dabei sind dann Benno der Landmetzger. Premium Weine von der Nahe. Freunde von WURZELSPITZE. Junge Endo-Begeisterte und alte Endo-Hasen.
Anmelden kann man sich bei der MORITA academy.
Je früher, umso besser. Die Plätze sind begrenzt.
Und sind möglicherweise – ich sag´s nur vorsichtshalber – schnell weg.
Noch zwei Infos für unsere WURZELSPITZE-Patrons. Info 1 – Wir haben – egal was kommt – bis zum 30. Mai für jede(n) von Euch Plätze reserviert. Und wir wollen – Info 2- nach dem Vortrag abends mit Euch zusammen den Tag in angenehmer Umgebung ausklingen, Revue passieren lassen.
Sehen wir uns ?
Wir würden uns sehr freuen.



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von Jörg Schröder
Eine ausgedehnte periapikale Pathologie kann die Endometrie falsch positiv beeinflussen, da es aus dem periapikalen Raum heraus zum Eindringen von Flüssigkeit in den apikalen Wurzelkanalabschnitt kommen kann.
In der Folge touchiert das zur Längenmessung eingebrachte Instrument die abkaue Flüssigkeitssäule und zeigt das Erreichen des apikalen Endpunktes an.
Ein Grund für mich, in diesen Situationen ein zweizeitiges Verfahren zu bevorzugen und zugleich immer eine Instrumentenaufnahme, oder, wie in diesem Fall, sogar zwei Instrumentenaufnahmen anzufertigen.




Die Frage des Verursachers der ausgedehnten apikalen Aufhellung war anhand des elektrischen Sensibilitätstestes schnell geklärt. Die Zähne 31 und 42 reagierten reproduzierbar positiv auf den elektrischen Reiz.

Da das DVT deutlich in 41 einen längeren Kanalverlauf anzeigte, habe ich nach der ersten Messaufnahme (ProFile 40/04) mit 35’er Papierspitzen bis zu der im DVT ermittelten Kanallänge so lange getrocknet, bis die Papierspitze vollkommen trocken bleib.
Und dann mit einer ProFile 35/04 die zweite Messaufnahme in der nunmehr neuen , endometrisch bestätigten Endposition angefertigt.


Wie so oft galt: Schön skeptisch bleiben, wenn nicht alle Puzzleteile perfekt zusammen passen.
Von Jörg Schröder
Ein oberer Einser. Kindergeburtstag. Eigentlich. Oder ?
Die Überweisung fand statt, da der überweisende Kollege nach dem initialen Aufbereiten des oberen Wurzeldrittels nicht mehr weiter nach apikal kam.
Anlass für die endodontische Intervention war eine mesial des 11aufgetretene Fistelung, die mit einer deutlichen palpatorischen Druckdolenz einherging.
Obwohl es „nur“ ein oberer Einser war, bin ich nicht von meinem Standard abgewichen, ein eigenes Einzelbild zu erstellen, sobald anamnestisch zu erheben ist, dass die derzeitige Situation auf keinem Einzelbild abgebildet ist. Genaugenommen gab es gar kein Bild, welches die Situation nach der Initialbehandlung abgebildet hätte.
Das erste „Aha“-Erlebnis: ein kleines Instrumentenfragment im koronalen Wurzeldrittel.

Im apikalen Drittel war kein Kanalquerschnitt zu erkennen. Zudem fehlt eine apikale Pathologie. Die laterale Aufhellung dagegen ist mehr als deutlich.
Um für eine etwaig notwendige schablonengeführte Aufbereitung ideal vorbereitet zu sein, wurde ein DVT des gesamten Oberkiefers angefertigt, da so für den Fall der navigierten Aufbereitung mehr Punkte zur Verfügung stehen, um STL- und DVT-Daten zu matchen.



Da im apikalen Drittel in der axialen Ansicht eine Kanalverlauf zu erkennen war, wurde auf die Anfertigung einer Bohrschablone verzichtet.
Die Behandlung erfolgte zweizeitig. Die Kofferdamapplikation wurde durch den Umstand erschwert, dass die Kronen 12 und 11 und die Kronen 21 und 22 jeweils verlockt hergestellt worden waren.
Um eine radiologische Überlagerung durch eine klassische Butterflyklammer zu vermeiden, bevorzuge ich in solchen Fällen die Trockenlegung vom ersten Prämolaren der gleichen Kieferhälfte wie der zu behandelnde Frontzahn bis zum ersten kontralateralen Zahn.
Somit kann ich den Interdentalraum zwischen 11 und 21 nutzen, um den Kofferdamsteg hindurchzuziehen und fixiere den Kofferdam an 11 mit einer motivierten – weil halbierten -212-Klammer. Der Kofferdamsteg zwischen 12 und 11 wird durchtrennt und die entstehenden Räume durch Opaldam verschlossen. Ganz nützlich dabei, dass im gleichen Arbeitsgang eine kippmeidende Unterstützung der halben 212 platziert werden kann.

Trotz des sehr grazilen Zuganges konnte das Fragment rasch dargestellt und in der Folge mittels Ultraschall entfernt werden. Der eigentliche Kanalquerschnitt lag nur wenige Zehntel Millimeter weiter labial und lateral der Stelle, an dem sich das Fragment vom Rest der Feile verabschiedet hatte.

Um die Spüllösung in den zu vermutenden Seitenkanal zu bewegen, kam neben dem Eddy auch die laserunterstützte Spülung mit einem ErYAG-Laser zum Einsatz.
Zum Beginn der zweiten Behandlungssitzung 2 Wochen später war die Fistelung vollständig abgeheilt und die Beschwerden abgeklungen.
Nach erneuter schall- und laserunterstützter Irrigation erfolgte die Obturation in warmer vertikaler Kompaktion (Continious Wave) und der adhäsive Verschluss der Zugangskavität.


Bleibt zu hoffen, dass die erste Nachkontrolle in 6 Monaten, eine deutliche Reduktion der lateralen Aufhellung zeigen wird.

Wer sich fragt, wie ist es bestellt um ein Land, welches einst für sein sprichwörtliches „Made in Germany“ bekannt und bewundert wurde, dem sei als Indiz diese Nachricht von heute zur Kenntnisnahme vorgelegt. Ganz ehrlich, ein trauriges und peinliches Bild, den status quo der Schul- und Allgemeinbildung betreffend.
Und gibt es eigentlich niemanden mehr, der solche Dinge gegenliest ?
So, wie man es früher gemacht hätte ?
Vermutlich sind alle Strukturen, die hier einst helfend, korrigierend, leitend eingegriffen hätten, längst von BWLern wegrationalisiert. Ganz ehrlich. Für einen VERLAG ein Armutszeugnis.
Mir begegnen täglich solche Negativbeispiele zwischenzeitlich verloren gegangener Unternehmenskultur. Verloren gegangener gesellschaftlicher und sozialer Strukturen. Geht es Ihnen auch so?
Das einzig Gute an der Sache.
Wer seine Zahnarztpraxis nach „antiken“ Grundsätzen betreibt und führt, der wird vom Kultur-Exodus profitieren. Unter den Blinden ist der Einäugige König und der normal Sehende Kaiser…
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Ich habe vor längerer Zeit auf WURZELSPITZE den Fall der heute 15-jährigen Leonie vorgestellt.
Heute ein Update…
Zur Erinnerung:
Das Mädchen war damals (2017) beim Spielen mit einer Freundin zusammengestossen und hatte sich dabei eine horizontale Wurzelfraktur an Zahn 11 zu gezogen.
Aufgrund des ungünstigen Frakturverlaufs haben wir uns damals für eine Schienungsdauer von drei Monaten entschieden.
Glücklicherweise zeigte sich ein günstiger Heilungsverlauf…
Knapp sechs Jahre später stellt sich die Situation weiterhin erfreulich dar…
Der Patient wurde uns überwiesen auf Grund einer Blockierung distal.
Der Revisionsversuch des HZA endete an dieser Stelle. Im angefertigten Röntgenbild zeigte sich eine metalldichte hyperdense Struktur im mittleren Wurzeldrittel.
Die klinischen Diagnostik zeigte folgende Befunde:
– erhöhte Sondierungstiefen zirkulär bis 4mm als Folge einer palqubedingten Gingivitis,
– Lockerungsrad 0,
– Perkussionsschmerz lateral und vertikal, dezente Aufbissempfindlichkeit,
– insuffiziente Füllung od.
In der 3 dimensionalen Bildgebung konnte die metalldichte Struktur distal deutlicher dargestellt werden. Mindestens ein schlangenförmig verformtes Handinstrumentfragment war erkennbar.
Das erste Fragmentteil wurde bereits bei der Darstellung mit dem Endochuck nach koronal transportiert. Danach waren weiter Fragmentteile erkennbar. Im Bereich der Konfluation der distalen Kanäle steckte noch eine Instrumentenspitze im 90Grad Winkel.
Mittels Sweeps Cleaning® ( 20 mJ/600mW/15Hz ) ließ sich das Fragment und ein noch vertikal steckendes kleines Bruchstück relativ leicht herausspülen, oder sagt man „sweepen“?
Bisher haben wir den Er:Yag Laser mit NaOCl 3% in der Desinfektion eingesetzt. Olivi zeigt in seinem Spülprotokoll die Anwendung ebenso mit EDTA.
Die Aufbereitung und Wurzelfüllung erfolgte in der bekannten Weise mit Profile und Wave One Instrumenten. Als Spüllösungen waren NaOCl 3% und Zitronensäure 10% im Einsatz.
Die thermische Obtuartion erfolgte mit Guttapercha.
Die Entfernung von festsitzenden Fragmenten mittels Sweeps Cleaning® ist eher unwahrscheinlich. Jedoch ist nach Ultraschalllockerung die Entfernung der Fragmente mittels Spülflüssigkeit gut denkbar und in meinen Händen mehrfach gelungen. In gekrümmten, schwer oder nicht einsehbaren Kanälen kann dies helfen Substanz zu schonen.











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