DGET-Jahrestagung in Hamburg (I) – Was mir sehr gut gefallen hat …

… war der sehr engagiert vorgetragene Traumatologie- Vortrag von Prof. Andreas Filippi. Ich habe ihn in der Vergangenheit schon mehrmals gehört, aber nie so engagiert und lautstark agierend (im positivem Sinne) wie dieses Mal. Genau das, was die Zahnmedizin insbesondere bei einem so wichtigen Thema wie der Traumatologie braucht. Klare praxisrelevante Aussagen, engagiert vorgetragen.

Und worüber ich mich noch viel mehr gefreut habe. Das an der Universitätsklinik Basel in vorbildlicher Art und Weise eine Zahnmedizin auf höchstem Niveau praktiziert und vorgelebt wird. Jeder Student darf froh und dankbar sein, in solch einer Lernumgebung dentales Wissen erfahren, erleben zu dürfen. Mögen die in Basel etablierten Strukturen und vor allem auch die etablierte interdiziplinäre Vernetzung der verschiedenen Abteilungen den anwesenden universitären Kolleginnen und Kollegen aus Deutschland als Ansporn dienen, es den Baselern nachzutun.

Und damit wir uns nicht missverstehen.
Mag sein, das in der Schweiz der universitäre Geldbrunnen noch fleissig sprudelt, während er in Deutschland schon längst versiegt ist. Ich bin aber dennoch der festen Überzeugung, das die Menschen (in Basel wie anderswo) den entscheidenden Unterschied machen. Daher ist es mir an dieser Stelle ein Bedürfnis zu sagen: Vielen Dank Andreas Filippi, vielen Dank Gabriel Krastl für euren Einsatz in der Sache in Vergangenheit und Gegenwart!!!! Denn noch so viel Geld alleine wird nicht den Erfolg bringen, wenn es die Menschen nicht gibt, die das Fach mit Engagement erfüllen. Und umgekehrt machen selbst unter prekären Bedingungen genau diese Menschen immer DEN Unterschied und sei es im Hilfshospital im brasilianischen Dschungel oder auf den Berghöhen des Himalayas.

Und was die Traumatologie angeht- es ist mir natürlich auch ein Anliegen, in diesem Zusammenhang auf die AcciDent App hinzuweisen, die mittlerweile in der Version 4.0 vorliegt. Ein unverzichtbarer Helfer in der Unfallnot und das für fast geschenkte 2,99 Euro.

Im Apple App-Store erhältlich.

Kurzvorträge DGET Tagung 2024 – be there or be square (II)

Letzte Woche habe ich den Fall von Kim gezeigt.

Hier der zweite Fall meiner DGET Kurzpräsentation

mit einem Update zu Falk.

Die Kurzfassung sehen Sie im ersten Slide:

Trotz endodontologischer Intervention wiederkehrende Schwellung;

Daher dann die Entscheidung zur kombiniert endo-chirurgischen Behandlung (mit Dekompression=Partsch I))

Mittlerweile ist es 12 Jahre her.

Schein damals ein gutes Therapiekonzept gewesen zu sein…

Pulpitis und P. apicalis

Der Patient kam mit akuten Beschwerden im Unterkiefer links.
36 wurde 2023 endodontisch behandelt und nach 14 Tagen waren die Beschwerden wieder da. Jetzt war der Schmerz stärker und es kam ein Schmerz auf Kalt dazu.
Klinisch zeigte sich 36 und 37 ohne Perkussionsschmerz, auf Kälte reagierte der Zahn 37 und 36. Die Sondierungstiefen am Zahn 36 sind erhöht, insbesondere buccal interradiculär über 8mm. 37 zeigte erhöhte Sondierunstiefen zwischen 3-5mm. Der Lockerungsgrad betrug 0 an beiden Zähnen.

Im angefertigten DVT zeigte sich an beiden Zähnen als endodontischer Therapiebedarf.
Der elektrische Sensitest ergab am Zahn 36 keine Reaktion und am Zahn 37 eine schmerzhafte Reaktion, die den Beschwerden entsprach.
Wir empfahlen im Beratungsgespräch die zeitnahe endodontische Therapie 37mit guter Prognose.
36 schlossen wir als Ursache für die aktuellen Beschwerden aus.

Die endodontische Therapie erfolgte in 2 Terminen. Nach präendodontischem Aufbau erfolgte im ersten Termin die Erschließung des Kanalsystems unter Verwendung von Sweeps Cleaning für je 2x 30 Sekunden ( 20 mJ/600mW/15Hz ) mit Zitronensäure 10% und NaOCl 3%. Zur mechanischen Erweiterung verwendeten wir Handinstumente bis#10 und reziprok rotierende maschinelle Feilen R-Pilot und WaveOne. CaOH wurde als Einlage verwendet.

Nun die Frage, wie weiter neben endodontischer Therapie 37?
36 Therapieversuch oder Implantat? Wie wäre Eure Entscheidung?

Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.

Geschichten aus dem Endozän – was antworten? …

Hier eine Mail, die mich heute früh von einer Patientin erreicht hat.

Wir haben gestern an den Zähnen 15 und 16 eine Revisionsbehandlung weitergeführt, die alio loco gestartet wurde…

Wie soll ich mich verhalten? Bin für Ratschläge dankbar…

„Guten morgen Praxisteam,

Nach der gestrige Behandlung verlief der Nachmittag schmerzfrei, über Nacht hat sich einen Schmerz aufgebaut ( ich vermute dass ich die Zähnen zusammenbeiße) sodass vor Schmerzen heute früh bereits ein Ibuprofen genommen habe, ich bin auch mit einen steifen Nacken bis zum Schulterblatt rechts ziehende Schmerzen  aufgewacht, bitte sein Sie so freundlich und senden sie mir per Post ein Rezept für die Physiotherapie, ich werde meine Kollegen aufsuchen müssen.

Bitte am besten soll auf dem Rezept um mit meine PKV abrechnen zu können  folgendes verordnet werden : 10x MT mit CMD ( manuelle Therapie mit Craniomandibulären Behandlung), 10x Massage, 10x KG (Krankengymnastik), 10x Naturmoor. 

Vielen herzlichen Dank „

Blick über den Tellerrand – Japan und das NaOCl

Bei einem meiner Vorträge in Japan gab es grosses Erstaunen im Auditorium, den Gebrauch von NaOCl betreffend im Zusammenhang mit unserem Morita Adverl Evo Erb:YAG Laser. Diese Verwendung ist in Japan offensichtlich nicht Usus. Ich war zudem erstaunt darüber, im Gegenzug zu erfahren, das der Laser aus regulatorischen Gründen in Japan sogar darüber hinaus keine offizielle Freigabe hat, die endodontische Anwendung betreffend.

Ich antwortete, das es in unserer Praxis seit 2015, dem Zeitpunkt der Ersteinsatzes des Lasers, in keinem einzigen Fall zu einem NaOCl-Zwischenfall gekommen war. Ich berichtete darüber hinaus, dass seit 1990, in den nun fast 35 Jahren zahnärztlicher Tätigkeit es zu überhaupt keinem einzigen solchen Zwischenfall zu meinen Händen gegeben hätte. Und ich die auf Nachfrage mir vorgeschlagene Alternative der Spülung der Wurzelkanäle mit Kochsalzlösung für absolut inakzeptabel, weil nicht adäquat keimeleminierend halte.

Im International Journal of Endodontics ist paasend zur Thematik jetzt ein Artikel (Regulatory issues related to the use of sodium hypochlorite solutions in endodontics) erschienen, der diese Thematik in verschiedenen Ländern beleuchtet. Es wird vermutlich in naher Zukunft EU- rechtlich bedingt zu einschneidenden Veränderungen kommen, die dentale Belieferung mit NOCl betreffend. Der lobenswerterweise frei zugängliche Artikel ist unbedingt lesenswert, will man wissen, was vermutlich kurz- oder mittelfristig auf uns zukommt.

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Noch vor der DGET-Jahrestagung in Hamburg war ich unterwegs …

… und zwar in Frankfurt.
Auf der Formnext, einer Messe für 3D-Druck.
Interessanterweise waren an einer Reihe von Ständen auch die Zahnmedizin vertreten. Beeindruckt hat mich dabei ein chinesischer Anbieter: Shining 3D.

Von der Qualität des ausgestellten Intraoralscanners konnte ich mich live überzeugen. Ganz ehrlich – wer weiterhin krampfhaft an der Abformung mit Abdruckmaterialien festhält, der macht auch die Endo ausschliesslich mit Reamern und Hedstrom-Feilen. Was für eine faszinierende Technik. Und voller Möglichkeiten.
Das das neueste Gerät mit Kabel einherkommt, würde mich angesichts der Ergebnisqualität nicht stören, die Firma hat aber auch kabellose Geräte im Portfolio. Wer also in Frühjahr 2025 die IDS in Köln besucht und mit der digitalen Abformung liebäugelt, der sollte bei der Firma einmal am Stand vorbeischauen.

Für unsere WURZELSPITZE-Patrons habe ich ein Video hier eingestellt, das den Scanner in Aktion zeigt.

Erinnern Sie sich noch?

Hier das Recall nach drei Jahren…

meine Girls würden sagen….

läuft

:-)

Dens invaginatus Typ II (2)

Die Fragestellung war: Ist der Zahn 22 erhaltenswert?

Was spricht dagegen:
– Zapfenförmiger Zahn -> wird im weiteren Verlauf aus ästhetischen Gründen verändert werden müssen.
– Die Invaigantion ist relativ raumgreifend. Durch die vollständige Entfernung kann die Stabilität des Zahnes leiden.
– Der angedachte kfo Lückenschluß einseitig wäre funktionell nicht unproblematisch und zu häufig entsteht lediglich eine Kippung der Zähne, da auf KFO-Implantatgestütze Therapie verzichtet wird, zudem sehr zeitaufwendig.

Was spricht dafür:
– Kostengünstige Lösung mit der Chance der vollständigen apikalen Knochenregeneration.
– Im Optimalfall wird ein langer Verbleib des natürlichen eigenen Zahnes ermöglicht.
-Ästhetische Korrektur mit Composite möglich.
– Alle weiteren Therapieoptionen beim Verlust des Zahnes bleiben erhalten.

Für die Therapie waren für uns zwei Problemsituationen zu lösen.
1. Krümmung des Zahnes und wahrscheinllich nicht einsahbares apikales Foramen.
2. Durch die ausgedehnte Invaginationsstruktur verbleibt bei deren Entfernung eine geringe Zahnrestsubstanz mit möglicher Infraktur durch die Plymerisationsschrumpfung des eingebrachten Kunststofffes.

Wie kann man diese Probleme lösen:
1. Koronal Zahnsubstanz reduzieren, da diese einfacher ersetzbar ist. Alternativ kann durch endodontische Behandlungsempirie der Apex „blind“ verschlossen werden.
2. Dentinartige Strukturen der Invagination belassen und die vorhandenen infizierten Hohlräume desinfizieren. (Für mich eine Indikation für „SWEEPS“ mit dem ER-Yag Laser.) Dadurch erreichen wir geringere Compositedurchmesser in Verbindung mit Glasfaserstift eine maximal reduzierte Polymerisationsschrumpfung.)

Die Behandlung führten wir wie schon mehrfach beschrieben durch.
Die Krümmung des Zahnes ließ uns zunächst eine Messaufnahme durchführen um die Verbindung, bzw. den Übergang Invagination/Pulpa zu eruieren und zu kontrollieren, daß wir nicht lateral perforiert haben. Die Entfernung der Invagination führten wir mit Langschaftdiamanten und Munce Burs durch. Nach Desinfektion des Kanalsystems mit Natriumhypochlorit 3% und Zitronensäure 10% zur Smearlayer- und Debrisentfernung erfolgte der apikale Verschluss mit ProRoot MTA. Die Wurzelfüllung erfolgte mit Guttapercha und BC Sealer bis und mittlere Wurzeldrittel.
Danach haben wir die Zugangkavität mit Sweeps Cleaning für je 2x 30 Sekunden ( 20 mJ/600mW/15Hz ) / Sitzung mit Zitronensäure 10% und NaOCl 3% unter permanenter Spülung gereinigt und im Anschluß nach Sandstrahlung adhäsiv verschlossen.

Im ersten Recall ist eine deutliche Heilungstendenz erkennbar. Auf den weiteren Langzeitverlauf bin ich gespannt.

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K.o. in Venice

Eigentlich wollte ich zum letzten Beitrag „Dens invaginatus Typ II“ schreiben. Auf Grund eines Unfalls in Venedig bin ich gerade aus dem Rennen und muss das noch ein kleines bisschen raus schieben. Bitte noch etwas Geduld, es ist nicht vergessen.

Fragmententfernung – der Neue in der Klasse

Im Laufe der Jahre habe ich in meiner Praxis eine ganze Reihe von Fragmententfernungsinstrumenten eingesetzt. Vom engagierten Eigenbau (Danke Andras Csögor, Danke Tassilo Hug, Danke Sebastian Stein) über kostengünstige professionelle Lösungen vom Kollegen für Kollegen wie dem Fragremover (Danke, Nils Widera, Danke Stephan Gäbler, Danke Marcus Leineweber) bis hin zu hochwertig gefertigten Industrieprodukten zu dann aber auch deutlich höheren Preisen.

Jüngstes Familienmitglied in diesem Reigen ist der BTR-Pen.
Und um gar keine Spannung erst entstehen zu lassen.

  1. Ja, auch wenn ich schon eine Reihe unterschiedlicher Geräte in der Praxis habe, es machte für mich Sinn, dieses Gerät zu kaufen, weil
  2. es in der Summe aller Eigenschaften mit Abstand der beste Fragmententferner ist, den ich bislang in Anwendung hatte.

Den Endo-Cowboy kenne ich noch nicht, probiere ihn gerne aus, wenn ich die Gelegenheit bekomme, aber im Moment bin ich mit dem BTR-Pen sehr glücklich.
Bezogen (und regulär gekauft) hab ich den BTR-Pen via Hanchadent.

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Made in Japan (IV) – Der Kassenautomat in der Zahnarztpraxis

Die Behandlung in der japanischen Zahnarztpraxis ist fertig.
Und der Patient begibt sich direkten Weges … zum Kassenautomat im Wartebereich.
Münzen, Geldscheine, Kreditkarte ?
Kein Problem.

Warum ist das so ?
Aus hygienischen Gründen.
Die Mitarbeiter sollen mit kontaminiertem Geld (schon mal Abstriche von Banknoten gemacht?) gar nicht erst in Kontakt kommen.

Das der Finanzfluss dadurch natürlich ein extrem schneller ist, ist zumindest ein sehr positiver Nebeneffekt.


Kurzvorträge DGET Tagung 2024 – be there or be square

Nächste Woche steht wieder die DGET-Jahrestagung an.

Auch dieses Mal wird es in einem Nebenforum Kurzvorträge zu diversen Themen geben.

Ich habe mich diesmal auch „aufgerafft“ und einen Abstract eingereicht, der schliesslich angenommen wurde.

In denen mir (und allen anderen) zugewiesenen stolzen V I E R Minuten (+ fünf Minuten Diskussion) werde ich unser Vorgehen bei ausgeprägten apikalen Osteolysen unterschiedlicher Genesen bei jungen Patienten vorstellen…

hier ein erster Eindruck der drei Fälle, die ich ausführlich präsentieren werde…

be there or be square…

PS: Alle Abstracts zu den Kurzvorträgen findet man hier

Made in Japan (III) Alternatives Schwebetray für die Soaric

Wir haben 2 unterschiedliche Typen von Behandlungseinheiten in unserer Prraxis.
In Zimmer 1 und 2, den beiden Zimmern in denen ich endodontisch tätig bin, sind seit Anfang 2016 2 Morita Soaric-Einheiten installiert.

Die ich nicht missen möchte.
Auf gar keinen Fall.

Und in Zimmer 3 steht seit 2021 eine Morita Signo T 500.
Das Zimmer nutze ich nur für Untersuchungen und Nachkontrollen.
Deshalb habe ich mich für eine zwar vollständig ausgestattete, aber gegenüber der Soaric kostengünstigere Einheit der Firma Morita entschieden.

Die Soaric-Behandlungseinheit wird seit einiger Zeit nicht mehr in Deutschland angeboten.
Meines Erachtens ein grosser Fehler, liebe Firma Morita Europe.

In Japan ist die Soaric weiterhin ein stark nachgefragtes Modell.
Was man auch daran erkennen kann, das es nun eine neue Schwebetray-Variante gibt, die gegenüber unserer Variante (mit der ich, damit keine Missverständnisse auftauchen) wunderbar zurecht komme und die für unser endodontisches Arbeiten hevorragend geeignet ist.

Trotzdem finde ich das neue Schwebetray, das seinem Namen alle Ehre macht, sensationell. Weil es eine bisher unbekannt grosse Freiheit der Platzierung im Raum erlaubt. Über dem Patienten sowieso und darüber hinaus in weitaus größerem Maße als bisher um den Behandler oder die Behandlungsassistenz drumherum. Im Behandlungszimmer in der Morita Dental Plaza Toyko wurde zum Beispiel gezeigt, wie man nach Abschluss der Behandlung das Schwebetray der Soaric, welches die Bedienelemente des Stuhles enthält, bis an die Hinterkopfzeile oder das Waschbecken zur Entsorgung der benutzten Instrumente heranbringen kann.

Das Tray kommt filigran daher.
Die maximale Zuladung ist sicherlich begrenzt und vermutlich – nein mit Sicherheit – geringer als bei unserem Schwebetray. Schon bei unserer Einheit hätte ich gerne noch zumindest 1 Kilo mehr, das ich zuladen dürfte, ohne das die gesamte Konstruktion auf den Oberkörper des Patienten sich absenkt, aber ich gebe zu, wir laden auch nicht gerade wenig zu bei unserem Arbeiten. Umgewöhnen diesbezüglich müsste ich mich daher sicherlich. Würde das aber gerne in Kauf nehmen angesichts der besseren Positionierung im Raum. Diese ist nämlich in der Tat besser als alles andere, was es zur Zeit im Markt gibt.

Alllein – da es, wie schon erwähnt, keine neue Soaric mehr in Deutschland geben wird, zumindest mittelfristig, habe ich gar nicht die Chance, mit einem solchen Tray arbeiten zu dürfen. Aber vielleicht findet diese Trayvariante ja Einzug in das Produktportfolio der Signo-Baureihe. Dort wäre das Ganze sicherlich mindestens genauso wichtig, für mich sogar noch sinnvoller als bei der Signo, weil ich mit der Trayvariante, die wir zumindest an unserem Stuhl haben, das enododntische Arbeiten betreffend, gar nicht zurechtkäme. Das ist möglicherweise meinen speziellen Vorlieben geschuldet und andere kommen ganz wunderbar zurecht, also rein subjektiv, aber es ist wie es ist.

Bald ist Weihnachten.
Darf ich mir ein solches Schwebetray wünschen ?

Made in Japan (II) Absaugung 2.0

Was haben wir alles getan, während der COVID- Pandemie, um unsere Patienten, unser Personal und uns vor Infektionen zu schützen.

Ausgelöscht.
Geschichte.
Kümmert keinen Menschen mehr.

Was schade ist.
Weil einige dieser Massnahmen mit wenig Aufwand einen hohen Mehrwert darstellen. Und sinnvollerweise nicht aufgegeben werden sollten. Händedesinfektion beim Betreten der Praxis zum Beispiel. Niemand sitzt im Wartezimmer, der da nicht hingehört. Oder eine Maske in der Öffentlichkeit anziehen, wenn man erkältet ist, um die Mitmenschen vor potenzieller Ansteckung zu schützen. In Japan selbstverständlich.
Der Einzelne schützt durch sein verantwortungsvolles Handeln eine Vielzahl von anderen. Statt den umgekehrten Weg zu gehen und alle einen Mundschutz tragen zu lassen, weil man nicht sicher sein sich, sich nicht irgendwo anstecken zu können.

Aber – ich schweife ab.

Wie kam ich drauf.
Weil ich bei Morita in Tokyo eine Apparatur gesehen habe, die eines der Probleme beim Zahnarzt auf einfache Weise sehr eindrucksvoll angeht. Ich rede vom Spraynebel. Der im Rahmen zahnärztlichen Arbeitens produziert wird und Arbeitsfeld wie auch alle an der Behandlung passiv (Patient) und aktiv (Behandlungs-Team) Beteiligten kontaminiert, gegebenenfalls infiziert.

Keine Morita-Erfindung, das Gerät.
Und schon vor Corona vorhanden im Markt. Aber erst durch/nach Covid nun eine entsprechende Nachfrage erfährt.

Lässt sich einfach installieren, auch nachträglich, an unseren Behandlungsstühlen.
Das zusätzliche Licht ist auch nicht verkehrt, vermute ich.
Schaden kann es auf gar keinen Fall.

Fazit?
Ich sag mal so.

Würde ich nicht nur Endo machen, hätte ich an jedem Behandlungsstuhl so ein Gerät.

Weil- Wenig Aufwand, grosser Nutzen.



Wer das Gerät mal in Aktion erleben möchte, den verweise ich auf unsere WURZELSPITZE Patreon-Seite. Dort findet sich ein kurzes Video, welches in Bild und vor allem Ton das Gerät in Aktion zeigt.

Banzai!!!

Emma – RET im 3D Recall

Im Oktober 2016 stellte sich die damals 10-jährige Emma erstmals bei uns vor.

Sie bzw. Ihre Eltern gaben an, dass sie circa vier Jahre zuvor ein Frontzahnunfall erlitten hatte.

Nun war in Vorbereitung auf eine kieferorthopädische Behandlung aufgefallen, dass sich eine eine apikale Parodontitis mit Fistel an Zahn 21 bei nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum manifestiert hatte.

In „üblicher“ Manier führten wir daraufhin eine RE-Therapie durch.

Nachfolgend das Abschlussergebnis und die entsprechenden Recalls.

alio loco

Zu meiner grossen Freude erreichte mich vor einigen Tagen die Mail eines Endodontologen der gebeten worden war, den Zahn von Emma nun nachzuuntersuchen.

Einen Screenshot des dort angefertigten DVTs sehen sie nachfolgend…

alio loco

Das nennt man wohl eine biologische „Wurzelfüllung“…

Zeitzeugen

Am letzten Wochenende besuchte ich eine Ausstellung im Leipziger Museum der bildenden Künste. Das Thema der aktuellen Ausstellung ist:
Impuls Rembrandt. Lehrer, Stratege, Bestseller

Erfreut habe ich in der Ausstellung zwei Bilder von Schülern Rembrandts gesehen, deren Thema Zahnärzte sind.
Die Patienten schauen wenig glücklich und den Schaulustigen herum ist anzusehen, daß sie glücklich sind nicht vor dem Zahnarzt sitzen zu müssen.

Beide Behandler arbeiten in einer Hinterkopfstellung – heute sagt man 11-12 Uhr Position. Die Position, welche wir in unserer Praxis in abgewandelter Form für nahezu alle endodontischen Behandlungen favorisieren.

Dens invaginatus Typ II

Letztes Jahr habe ich über drei Fälle mit einer Invagination vorgestellt. Jahrelang hatte ich zuvor keinen Fall in der Praxis gesehen.
Einen weiteren Fall möchte ich heute vorstellen.

Die 13 Jahre alte Patientin stellte sich mit ihrem Vater bei uns vor. Es war die Entfernung des Zahnes 22 geplant. Danach sollte ein KfO.-Lückenschluss erfolgen.
Die Vorstellung folgte auf Eigeninitiative des Papas, der gehört hatte, daß es Zahnärzte gibt die solche Fälle behandeln.

Klinisch präsentierte sich 22 mit einer Fistel labial, Lockerungsgrad 0 und ohne messbare Sensibilität auf Kalt/Elektrisch vor. 21 ist Sensi positiv.
( Memorix, Thomas Weber: Dens invaginatus, Seite 231)
Was wäre Ihre Entscheidung, würden Sie versuchen den Zahn zu erhalten?

Wenn einer eine Reise tut: Made in Japan (I)

Strategisch geschickt in Sichtweise zweier zahnmedizinischer Fakultäten von Tokyo hat die Firma Morita ihren neuen Show- und Fortbildungskomplex, die Morita Dental Plaza Tokyo, errichtet.


Überschlagsmäßig 12 – 15 unterschiedliche Behandlungseinheiten, alle möglichen Varianten des Firmenportfolios, die der Kunde erwerben kann, abbildend, sind hier anzuschauen und zu (be)greifen.

Darüber hinaus sind reale Behandlungssituationen an Hand eingerichteter Modell-Behandlungszimmer erlebbar.

Die Ausstellungsräume sind aber nur ein Teil der vorhandenen angebotenen Möglichkeiten.
Ein großer Lehr- und Tagungsraum mit mehr als 100 Sitzplätzen ist vorhanden und eine grosse Hands on Area, auf die ich in einem gesonderten Beitrag eingehen werde.

Empfangen wird man mit dem Viirtual Reality-Bereich, der, mit VR-Brillen ausgestattet, nicht nur einen digitalen Überblick über alle Bereich der Morita- Etage bietet, sondern darüberhinaus sehr beeindruckend die mögliche Zukunft der zahnärztlichen Behandlungsabläufe und Praxisorganisation präsentiert.

Auch in Japan geht der Trend weg von der Einzelpraxis zum Praxiskliniken.

Allerdings hat man hier den Eindruck, dass die Art und Weise, wie so etwas aussehen soll, eine wohlstrukturierte ist. Im Gegensatz zu den stümperhaft daherkommenden, weitblicklosen , nicht einmal ansatzweise symptomorientierten, geschweige denn kausal therapierenden Vorschlägen, die von der deutschen Gesundheits(Standes)politik präsentiert werden.

Auch dazu mehr in einem gesonderten Beitrag.

Wann genau eigentlich sind wir falsch abgebogen ???

Das erste was mir auffällt bei meiner berufsbedingten Japan-Reise.
Wie sauber hier in Tokyo alles ist.

Die Straßen blitzeblank. Ohne Schlaglöcher. Die Gehsteige ohne Müll, ohne Kaugummiflecken, ohne Zigarettenstummel. Die Grünanlagen entlang der Wege gepflegt, alles Vegetative akurat gestutzt und in Form gebracht.

Das erste was mir auffällt, als ich wieder in Deutschland bin?

Das der Autobahnzubringer am Frankfurter Flughafen in der Kurve zur A 5 am Strassenrand vollkommen zugemüllt ist. Mit lauter Dingen ,die aus den Autofenstern geworfen wurden.

Wann genau eigentlich sind wir falsch abgebogen in Deutschland ???

Und sehen unsere Politiker nicht bei ihren zahlreichen Reisen in aller Welt, wie sehr es krankt in Deutschland im Vergleich zu den anderen Ländern, die sie besuchen ? Insbesondere, wenn die Unterschiede so augenscheinlich sind, ins Auge fallen, nicht übersehen werden können. Man also – anders ist es nicht zu erklären – bewusst wegschauen muss, um sich nicht eingestehen zu müssen, wie sehr die Dinge bei uns in Deutschland im Argen liegen.

Deutschland wird und verhält sich zunehmend dysfunktional.
Das betrifft mittlerweile eigentlich alle Bereiche des Lebens und natürlich auch die Zahnmedizin. Und ich halte dies für eine ganz schlechte Entwicklung. Und sehe im Moment keinen Hinweis auf Besserung.

Im Gegenteil.
Was tun ?
Vielleicht einfach mal schauen, wie machen es die anderen.
Die die gleichen Probleme haben, aber offensichtlich besser damit umgehen.
Lösungen gefunden haben. Oder zumindest Lösungsansätze. Und dann einfach mal die Erfolgsrezepte aufgreifen und nachmachen.
Wenn´s bei den anderen funktioniert, warum nicht bei uns???

Damit wir uns nicht falsch verstehen.
Nicht alles in Japan ist gut.
Viele Probleme sind dort genauso, manche vielleicht sogar noch grösser als bei uns.
Trotzdem sehe ich viele Dinge dort wesentlich besser gelöst.
Statt also am berühmt-berüchtigten Motto: „Am deutschen Wesen wird die Welt genesen“ festzuhalten, ist es an der Zeit, demütig innezuhalten und dankbar die Erfolgsrezepte der Anderen aufzugreifen und umzusetzen. Das fängt beim Müll auf der Strasse an und hört dabei aber lange nicht auf.


Liebe Autoren von Wurzelspitze, liebe Mitlesende

Liebe Autoren von Wurzelspitze (liebe Mitlesenden),

gestern hat sich ein 8jähriges Mädchen bei mir vorgestellt mit den im Angang ersichtlichen Fehlbildungen der oberen 1er. Die Zähne sind sensibel.

Anamnestisch ist eine psychische Auffälligkeit mit bestätigter ADHS Diagnose zu erwähnen mit medikamentöser Therapie erst seit kurzem also nicht während Dentogenese.

Das Kind ist in kieferorthopädischer Behandlung, deswegen hatte ich gestern kein Röntgenbild angefertigt. Die Bilder fordere ich erst an, sorry.

Meine Fragen an Euch:

Sind das für Euch typische Veränderungen -ich sehe das zum ersten Mal- , die in Richtungirgendeines Syndroms weisen?    …mit weiteren eventuell schwerer wiegenden allgemeinärztlich zu berücksichtigenden Befunden?

Kann das eine Form eines dens invaginatus sein? Das werde ich dann ohnehin auf mögliche Veränderungen apikal röntgenologisch überprüfen.

Wie würdet Ihr mit den Zähnen kieferorthopädisch umgehen:

  1. Axial korrekte Einstellung der Wurzeln führt zu unmöglicher Position der Kronen mit später umfassender Präparation mit dann wohl zwingend notwendiger endodontologischer Intervention?

oder 

  1. Optimierte proklinierte Einstellung der Zahnkronen mit dann weit palatinal retroklinierter Richtung der Wurzelanteile? Weniger Präparationstrauma aber ungünstigerer Kraftvektor auf die Wurzeln.

Danke für Eure Tipps,

Gruß Ulf Kerkhecker

Memorix Zahnmedizin – must have!

Die 6. Auflage 2024 ist nun erschienen.
Wenn es für mich ein Standardwerk der Zahnmedizin in deutscher Sprache gibt, dann fällt mir immer als erstes das Memorix Zahnmedizin von Thomas Weber ein.
Das Nachschlagewerk für den Studenten, den Praktiker und den Spezialisten.

Ich habe keinen Bereich der Zahnmedizin gefunden, der nicht zusammenfassend im Memorix dargestellt wird. Von Kieferorthopädie, Hygiene, Restaurative Zahnheilkunde über Endodontie, Parodontologie, Prävention, Chirurgie bis hin zum Notfall und noch vieles mehr, wird der Leser auf nun knapp 1000 Seiten informiert.

Wenn das Kapitel Traumatologie von allen Kolleginnen und Kollegen gelesen wird, könnte sich die Behandlung traumatologischer Notfälle schlagartig verbessern, wage ich zu sagen.

An dieser Stelle ein ganz großes Dankeschön an Thomas Weber für sein unermüdliches Schaffen an dieser seit 1997 bestehenden Reihe!

Ein Marvis-Versprechen ist auch in Tokyo möglich

Ein der Kaufhaus gegenüber des altehrwürdigen Bahnhofs Tokyo Station im Bezirk Ginza der japanischen Hauptstadt. Die Geschäfte haben bis 21 Uhr geöffnet, so bleibt in der kurz bemessenen Zeit meines Japan-Besuches auch nach Ende der beruflichen Tätigkeit für mich die Möglichkeit, auf Entdeckungsreise zu gehen. Und was finde ich, inmitten einer Vielzahl von Designprodukten des Conran Shops? Die Marvis- Zahncreme aus Italien.

Ich habe im Übrigen- seit bei DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER II EndoOrganisation vorgestellt – 3 Marvis-Versprechen in Angriff genommen. Und zwei davon sogar schon umsetzen können. Aus Tokyo zurück stehen nun 2 weitere auf der Liste und in bin gespannt, wie sich alles entwickeln wird. Die Marvis-Versprechen sind dabei ein nicht unerheblicher Motivator. Ich kann es nur empfehlen. Das stetige Erinnern trägt nicht unerheblich dazu bei, das man auch komplexe oder gar unliebsame Aufgaben in Angriff nimmt, die sonst gerne unendlich lange vor sich hergeschoben werden.

Nochmal elektronische Patientenakte

Eine Info von MDR Aktuell ist hier unter diesem Link zu lesen:

https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/elektronische-patientenakte-sicherheit-widerspruch-102.html

Laut ÄND:
Wenig Widerspruch gegen E-Patientenakte
Rund 75 Millionen gesetzlich Versicherte erhalten bald automatisch eine elektronische Patientenakte. Wer das nicht will, muss Widerspruch einlegen. Das tun bisher nur wenige.

Auf dem Endo-Tray – unsere individuellen Ablagen

Die nachfolgenden 2 Fotos möchte ich noch nachliefern.
Von unseren Endo-Tray-Ablagen auf dem Schwebetray.

Aus einem Kunststoff, der die Desinfektion im Thermodesinfektor verträgt.
CNC-gefräst, wie die genaue Betrachtung offenbart. Ein 3/4 Jahr lang durchläuft die erste Charge nun schon den Wiederaufbereitungsprozess und die beiden Prototypen sind immer noch ansehlich. Insofern schien es mir nun angebracht, die 2. Charge in Auftrag zu geben. Mit 75 Euro pro Ablage.
Und ich zitiere aus meinem Vortrag bei DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER III EndoErgonomie: „Ein vorhandener Nutzen überkompensiert den notwendigen finanziellen Aufwand.“ Soll heissen. Gut angelegtes Geld, weil mir Tag für Tag dieses Hilfmittel, so unspektaklär es auf den ersten Blick daherkommen mag, das Arbeiten erleichtert. In jeder einzelnen Behandlung.

MTA oder RET bei Alex? (II)

Erinnern Sie sich noch an den ersten Teil dieses Beitrags?

Wir haben uns also „tatsächlich“ für eine RE-Therapie entschieden. Vor ein paar Tagen war Alex zum 6-Monats-Recall bei uns.

Es scheint auf jeden Fall so, als hätten die Desinfektionsmassnahmen schon Wirkung gezeigt.

Ich bin auf die nächste Nachsorge gespannt…

und wieder ein Recall

Heute ein Behandlungsfall, welcher mich an meine Grenzen brachte.

Der Zahn 44 sollte mit allen Mitteln erhalten werden.
44 steht lingual versetzt in der Zahnreihe, zeigt Lockerungsrad 0, keine erhöhten Sondierungstiefen und ist völlig symptomfrei. In Folge einer kariesbedingten Höckerfraktur wurde eine endodontische Behandlung begonnen. Die Wurzelkanaleingang war nicht darstellbar.
Wir Diagnostik und Beratung vereinbarten wir die Behandlungstermine.

Das Röntgenbild des HZA zeigt einen 44 mit kaum erkennbaren Kanalstrukturen. In unserem Ausgangsbild ist eine apikale Aufteilung der Wurzel zu vermuten. Das angefertigte DVT stellt die komplexe Wurzelanatomie dar.
Nach präendodontischem Aufbau erfolgte die Darstellung des Wurzelkanalsystems.
Was so einfach geschrieben ist, stellte sich als schweißtreibendes Unterfangen dar. Die apikale Aufteilung war klinisch nicht sondierbar. Auf Grund der Krümmung der Wurzel war die Teilungsstelle nicht einsehbar. Erschwerend kam die Rotation und Angulation des Zahnes hinzu und ließ die 3dimensionale Orientierung im Wurzelkanal besonders zeitaufwendig werden.
Nach 2 Stunden habe ich im ersten Termin demutvoll aufgegeben.

Vor dem zweiten Behandlunstermin habe ich sehr lange das DVT studiert.
Wieder endete der Versuch des Sondieren mit vorgebogenen Instrumenten ohne Erfolg. Nach Kenntnissen aus dem DVT habe ich die Höhe und Lage des Abzweigs eruiert und vorsichtig mit Ultraschall Substanz abgetragen. Die Endosonorefeile habe ich entsprechend der Kanalanatomie vorgebogen und mittels Edding die Länge markiert. Es stellte sich nach kurzer Zeit eine kleine dunkle Stelle, der fast lateral rechtwinklige Abzweig dar, den ich nun mit Handinstrumenten sondieren konnte. (Rö.-Aufnahme)
Erst nach sonoabrasivem Abtragen des in den Bildern rot gekennzeichneten Bereiches war die Aufbereitung des zweiten Kanals möglich. Die Instrumentierung erfolgte nach Gleitpfaderstellung #8/#10/#12 mit Profile 15.04, WaveOneGold #20/#25. Die Desinfektion erfolgte mit NaOCl 3% und Zitronensäure17%. Zur med. Einlage verwendeten wir CaOH.

Zum 3. Behandlungstermin war der Zahn symptomfrei und konnte nach einer abschließenden Desinfektion mit Guttapercha in warm vertikaler Technik (Sealer FKG BC Totalfill HighFlow) gefüllt werden. Anbei die Bilder und das erste Recall.



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Wieder mal ein Wurzelkanal-Rätsel – Wieviele Kanäle haben wir hier ? (II)

Wieviel Kanäle hat er denn nun, dieser Zahn 36 ?


Es sind 6 an der Zahl.
3 in der mesialen und 3 in distalen Wurzel. Das DVT gibt die dem Zahnfilm verborgen bleibenden anatomischen Details preis. Die 3 in der mesialen Wurzel münden im Übrigen getrennt voneinander. Drei PoE, 3 portals of exit. Was die Situation etwas kürzer, prägnanter wiedergibt als zu schreiben: Drei bis zum Foramen apicale getrennt voneinander verlaufende Wurzelkanäle. Schwierig bleibt aber das eine genauso wie das andere. Und die sehr engen Kanäle und das sklerotische harte Dentin kommen erschwerend hinzu.

Umso erfreulicher, das die Abschlussröntgenbilder nach WF zumindest andeutungsweise erkennen lassen, wie komplex dieser Fall war. Und die gefüllten Seitenkanäle erfreuen zusätzlich das Auge des geschulten Betrachters.

Und da war noch der andere Zahn 36. Der mit der grossen
Der war ganz normal.
4 Kanäle. Sicherheitshalber den Defekt distal von intern mit Komposit geschlossen, auch wenn es unter OP- Mikroskop-Kontrolle keinen Hinweis für ein Leakage gab.

Massive Überpressung von Calciumhydroxid. Welches – einer der Gründe, warum ich das von uns verwendete Material so mag – zeitnah resorbiert wird. Dafür aber schon mit sichtbarer beginnender knöcherner Regeneration zum Zeitpunkt der Wurzelkanalfüllung. Erfreulich bei einem Zahn, der auf Grund der scheinbar „hoffnungslosen“ Ausgangssituation nicht selten extrahiert wird.

„Sargnagel“ Karla – Reparative endodontische Behandlung – 3-Jahres-Recall

Vor längerer Zeit habe ich hier und hier von der RE-Therapie der heute 11-jährigen Karla berichtet.

Gestern fand das 3-Jahres-Recall statt.

Es scheint weiterhin, als hätten sich die damaligen Mühen für alle Beteiligten gelohnt..

Kanban

Wir haben bei uns das Kanban System nach Hans-Willi Herrmann eingeführt.
Die Umstellung erfolgte nach anfänglicher skeptischer Betrachtung nahezu problemlos.

Folgende Fragen waren für uns im Vorhinein zu klären:
1. Wer druckt, bzw. erstellt die Kanbanplaketten?
2. Haben wir ein System zum erstellen von Strich- oder Barcodeübernahme für die Bestellung der Produkte.
3. Welche Produkte sollen erfasst werden mit welchen Farben?
4. Daraus folgend, wieviele Plaketten benötige ich in wievielten Farben?
5. Wer ist verantwortlich für die Umsetzung?
6. Wir erfolgt die Kennzeichnung, d.h. am welcher Stelle (vorletztes Produkt, vorletze Packunserinheit, etc.) und welchen Farbencode möchte ich einsetzen.

Wir haben uns zunächst auf 2 Farben beschränkt.
Schwarze und weiße Kabanplaketten.
Schwarz -> wird nicht über AERA bestellt.
Weiß -> wird über AERA bestellt.

In unserer Praxis sind ca. 400 Plaketten im Umlauf.
Wir werden berichten, wie es im weiteren Verlauf des Jahres funktioniert.

Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.

Blick über den Tellerrand bzw. über Landesgrenzen hinaus (II)

von Thomas Weber

Zum Beitrag von letzter Woche hat Thomas Weber, der Autor des Memorix Zahnmedizin einen ausführlichen Kommentar geschrieben, dem ich nachfolgend hier die ihm gebührende Aufmerksamkeit im Rahmen eines dezidierten Blogbeitrages geben möchte:

Wenn der Patient über Datenstick oder Chipkarte die Hoheit über seine Gesundheitsdaten behielte, wo bliebe dann die industrielle eHealth-Gesundheitswirtschaft?

Der Sinn der Telematikinfrastruktur und der ePA wäre verfehlt: Die Gesundheitsdaten müssen nutzbar gemacht werden. Für Dritte.

„Daten sind das Erdöl des 21. Jahrhunderts.“ hat Professor Dr. Andreas Peichl vom ifo-Institut mal formuliert. Und Gesundheitsdaten sind besonders wertvolle Rohstoffe, die endlich und in großer Menge gefördert werden wollen. Bleiben wir im Bild: Erschlossen werden sollen die Datenquellen im Wesentlichen durch die Heilberufler in den Praxen und Krankenhäusern, den eRezepten, aber auch durch die Patienten selbst mittels Wearables und Smartwatch-Apps: Alles soll in die ePA, von dort wird es über die Pipeline der schnellen „Datenautobahn“ Ti in die Rohöhldatenbank der Krankenkassen gepumpt, bevor die Daten raffiniert werden. In den Tanks lagern schon die „Versorgungsdaten“ aus den Abrechnungen der Heilberufler. Die größte Raffinnerie ist das „Forschungsdatenzentrum“, wo der unterschiedliche Gehalt der Daten erschlossen wird. Und von da geht es zur weiteren Verwertung der Datenerdölprodukte durch Nutzer mit „berechtigtem Interesse“.

Künftig dürfen die Krankenkassen in den Versichertendaten nach persönlichen Gesundheitsrisiken suchen und die Betroffenen dann darüber informieren. Und deshalb brauchen sie – quasi zwangsweise – den Zugriff auf den Rohöldatentank. Die Daten dort sind pseudonymisert, damit eben ein Personenbezug wieder hergestellt werden kann, denn wie sollte der Versicherte sonst über sein persönliches Risiko informiert werden können?
Und ein Zweites versprechen sich die Krankenkassen , wie es die stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes offen kommunizierte:
„Die Übermittlung der Abrechnungsdaten muss erheblich beschleunigt werden, damit Patientinnen und Patienten die erbrachten Leistungen transparent nachvollziehen und Krankenkassen ihre Versicherten individuell beraten können, welche weiteren Behandlungsmöglichkeiten existieren. Auf Basis eines gesetzlichen Auftrags werden Vertragsärztinnen und Vertragsärzte verpflichtet, Daten zu definierten Leistungen taggleich an die Krankenkassen zu übermitteln. Hierdurch werden Versicherte und Krankenkassen in die Lage versetzt, sich zeitnah einen aktuellen Überblick über die Behandlung zu verschaffen. So können Patientinnen und Patienten frühzeitig auf den bedarfsgerechten Versorgungspfad geleitet und bei der Inanspruchnahme notwendiger Leistungen unterstützt werden.“
Der gläserne Patient und der gläserne Arzt auf dem bedarfsgerechten Versorgungspfad, den die Krankenkassen dann wegweisen. Wie schön ist die neue eHealth-Welt!

Aber „berechtigtes Interesse“ haben natürlich auch Versorgungsforscher jeder Coleur, die Pharmaindustrie, die industrielle eHealth-Gesundheitswirtschaft oder der Versandhandel von Gesundheitsprodukten jeder Art. Da ist das Angebot für den neuesten Diabetes-Sensor schon im Briefkasten, bevor die Diagnose beim Betroffenen richtig angekommen ist. Wie bequem ist die neue eHealth-Welt!

All das kann man gut finden. Bequemlichkeit hat halt ihren Preis. Sollte man aber nicht gut finden müssen.
Erinnern wir uns: Die ePA gibt es auf freiwilliger Basis, also Opt-In, seit 2021. Die Patienten, die sich bisher eine haben anlegen lassen liegt momentan irgendwo um die 2%. Deshalb kommt jetzt das „Opt-Out“: Wer nicht widerspricht, kriegt eine ePA. Und es ficht den Gesetzgeber dabei nicht an, dass Schweigen oder Nichtstun im Rechtsverkehr eigentlich keine Willenserklärung darstellt.

Die ePA bleibt für beide Gruppen der Ärzte und der Versicherten ein zweischneidiges Schwert. Jeder tut gut daran, sich umfassend zu informieren. Mittlerweile gibt es sehr gute Zusammenfassungen über Nutzen, Risiken und Folgen der ePA vom Team Zahnärzte Bayern: https://www.team-zahnaerzte-bayern.com/epa oder vom MEDI-Verbund: https://www.medi-verbund.de/epa/ . Interessanterweise kommen nun auch die ersten Berufsverbände auf den Widerspruchstrip: Unter https://opt-out-info.de/ warnt der FVDZ-Landesverband Bayern e.V. Patienten unter dem Motto: „Schütze Deine Daten!“ vor der ePA.

Wer sich um eine umfassende Sicht bemüht, dem sei das Büchlein von Dr. Andreas Meißner „Die elektronische Patientenakte – vom Ende der Schweigepflicht. Für Risiken und Nebenwirkungen übernimmt niemand die Verantwortung.“ empfohlen, das im Westend-Verlag im Mai 2024 (ISBN 3864894727) erschienen ist. Meißner ist nicht nur ein sehr kluger Mensch und Psychiater, er hat sich in den letzten Jahren intensiv mit der Telematikinfrastruktur und der ePA auseinandergesetzt, dazu viel publiziert und darf als Kenner der Materie gelten. Die 10,00€ (oder auch weniger im Gebrauchtbuchhandel) für das kleine Buch sind gut angelegt, zumal man es nach der Lektüre auch dem Praxisteam oder der Patientenschaft weiterreichen kann.

Und wer noch auf Facebook unterwegs ist, findet diese und viele weitere Informationen auch zur ePA auf der Seite der Aktion „Rote Karte für die TI“: https://www.facebook.com/Rote.Karte.TI/.

Hertzliche Grüße vom Lande,
Thomas Weber

Wieder mal ein Wurzelkanal-Rätsel – Wieviele Kanäle haben wir hier ?

Zwei Tage.
Zwei Zähne 36.

Wieviel Kanäle?
Und wie verteilt ???

Falls jemand jetzt sagt, das kann man am 2D-Röntgenbild nicht sicher erkennen… GANZ GENAU.


Recall

Dieser Patient wurde uns vor einiger Zeit überwiesen.
Der Zahn 36 zeigte nach begonnener endodontischer Behandlung eine zunehmende Schmerzsymptomatik. Im klinischen Befund sind Sondierungtiefen zwischen 2 und 4mm erkennbar, suffiziente Füllungstherapie und der Lockerungsgrad ist 0.

Die sich röntgebologisch darstellende j förmige apikale Osteolyse an der distalen Wurzel lässt den Verdacht auf eine Infraktur/Riss zu. Deshalb waren wir in der Prognosestellung zurückhaltend obwohl klinisch kein Hinweis auf eine Infraktur erkennbar war.
Der Patient wollte den Zahn trotzdem unbedingt erhalten.

Die endodontische Therapie erfolgte zweizeitig, die Desinfektion erfolgte mit NaOCl 3% unter Schall und Ultraschalleinsatz. Die Instrumentierung erfolgte mit R-Pilot, Profile 15.04, Wave One Gold #20-#35. Die thermische Obturation gelang mit Guttapercha und Total Fall BC Sealer HiFlow. Klinisch war keine Fraktur/Riss im mikroskopischen Bild erkennbar.

Im letzten 2 Jahres Recall konnten wir eine nahezu vollständige Regeneration der apikalen Osteolyse erkennen.

Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.

Blick über den Tellerrand bzw. über Landesgrenzen hinaus

Auch in Italien soll es nun eine elektronische Patientenakte geben.
Wie dies im Einzelnen aussieht, kann ich nicht sagen, aber in einem Punkt unterscheidet sie sich schon einmal diametral von der bestvorbereitesten Digitalanwendung Deutschlands. Der Patient in Italien muss nämlich der Nutzung einer solchen Anwendung ausdrücklich zustimmen. So konnte ich es im „Brixener“, der Zeitung mit Stadtinformationen von Brixen/Südtirol lesen. Dort wird nämlich um Zustimmung geworben.

Im Gegensatz zu Deutschland.

Wo keiner genau informiert wird, was und wie genau diese ePA funktioniert.
Und man aktiv widersprechen muss.
Ansonsten die eigenen hochsensiblen Gesundheitsdaten vielen vielen Leuten zur Einsicht zur Verfügung stehen.

Ich vermute mal, das bislang sich die wenigsten Bürger unseres Landes Gedanken gemacht haben, was das gegebenenfalls für die eigene Person bedeutet, wenn intimste persönliche Daten eines gesamten Lebens (von der Geburt bis zur Totenbahre) abrufbar werden. Und zwar nicht nur für die betreuenden Ärzte, sondern auch für jede Menge anderer Personen, die nichts direkt mit Medizin per se zu tun haben. Von den Begehrlichkeiten für Kriminelle (Computer kann man „hacken“) mal ganz abgesehen. Und natürlich werden – da halte ich jede Wette- in nicht zu ferner Zukunft z.B. Versicherungen diese Daten abfragen. Und dann massgeschneiderte Prämien ermitteln für jeden Einzelnen. Mit individuellem Risikoaufschlag. Und dann heisst es viel mehr zahlen oder einen Ausschluss des betreffenden Krankheitsrisikos akzeptieren. Man dann also die Behandlungskosten aus eigener Tasche zahlen muss.

Und bei Bewerbungen um einen neuen lukrativen Job wird der zukünftige Arbeitgeber Einblick in die Krankenakte fordern vorab. Suchmaschinen liefern dann Sekundenschnelle die toxischen Aktenfundstücke. Alkohol, Drogenkonsum, Burn Out, Bulimie, „Ritzen“, Geschlechtskrankheiten, Abtreibungen, Psychosen, Selbstmordversuche, Aids. Um nur ein paar zu nennen. So gesehen ist der gelangweilte Mitarbeiter der örtlichen Krankenkasse oder der örtlichen Apotheke, der einfach nur wissen möchte, was beim Nachbarn so alles in der Akte steht, noch das kleinste Übel. Allein das schon schlimm genug. „Hast du schon gehört….“

Und wer es immer noch nicht kapiert hat.
Stellen Sie sich vor, das der Kontostand ihres Bankkontos frei einsehbar wäre. Ihre Schulden, ihr Erspartes?

Wollen sie das ?
Denken sie mal drüber nach und dann mulitplizieren sie ihr Unbehagen mit 100.
Willkommen bei der ePA!

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Alle Gesundheitsdaten an einer Stelle gesammelt. Das wäre toll und nützlich.

Aber dann bitte auf einer Chipkarte, die sie bei sich tragen oder in ihrem Smartphone gespeichert.
Und wenn jemand auf diese Daten zugreifen soll, dann erteile ich ihm DANN und nur für DANN meine Zustimmung.

Es wäre so einfach. Warum also nicht so? Ein Schelm, der Arges denkt…

MTA und RET nach dentalem Trauma – Luis

Der heute fast zwölfjährige Luis erlitt im Herbst 2022 ein Frontzahntrauma im Sinne einer unkomplizierten Kronenfraktur an Zahn 11 und Dislokation von Zahn 12.

Rö alio loco

Bei der Erstvorstellung in unserer Praxis im November 2022 zeigten sich neben einer apikalen Pathologie bereits infektionsbedingte Resorptionen; insbesondere an Zahn 12.

Aufgrund des unterschiedlich weit fortgeschrittenen Wurzelwachstums entschieden wir uns für eine MTA-Apexifikation an 11 und eine RE-Therapie für 12 (in insgesamt drei Terminen).

Achtzehn Monate später war Luis gestern zur Nachkontrolle bei uns…

Freu

:-)

sieht aus, als wäre die Therapiewahl nicht die Schlechteste gewesen…

3D Druck Kanban-Update September 2024

Über die neueste Generation unseres Kanban – Systems unter Zuhilfename des 3D-Druckers hatte ich hier schon berichtet.

Und freue mich, das zwischenzeitlich ein paar Kollegen dieses Konzept – über das auch bei DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER II EndoOrganisation berichtet wurde- übernommen haben.

Mit guten Ergebnissen.
Was sich mit unseren Erfahrungen deckt.

Es ist das beste System, das wir bisher in Aktion hatten.
Insbesondere die Kombination eines nicht übersehbaren und nicht versehentlich wegwerfbaren Labels, welches fest mit dem Verbrauchsmaterial verknüpft wird, macht den Unterschied zum Positiven. Das System funktioniert sogar so gut, das es gegebenenfalls die Aufkleber unserer Wawibox-Materialverwaltung überflüssig machen wird.

Seit kurzem gibt es nun eine weitere grüne Kanban-Karte.

Wofür ist diese ?
Nun, für alle Materialien, die in so grossen Mengen bestellt werden, dass eine Lagerung des Gesamtbestandes im Behandlungszimmer nicht möglich ist. In solchen Fällen wird die letzte Materialpackung im Zimmer nicht mit einer roten, sondern mit einer grünen Kanban-Karte versehen. Damit wissen wir, das das Verbrauchsmaterial noch in genügender Zahl vorhanden ist, nur nicht an diesem Ort. Der Restbestand befindet sich an anderer Stelle. An welcher verrät der Aufkleber auf der grünen Karte. Es wird dann solange aus dem Fundus aufgefüllt (und jeweils mit der grünen Karte neu getaggt) bis der letzte, mit einer roten Kanban-Karte markierte Artikel im Zimmer landet.

Was hat sich dadurch geändert ?
Es kam immer wieder mal vor, dass Artikel neu bestellt wurden, obwohl in der „Voratskammer“ noch Material vorhanden war. Der Klassiker ? Die OP-Mikroskop-Schutzhüllen sind alle, obwohl noch 1000 Stück davon im Vorrat waren.
Solche Versehnisse kommen nun nicht mehr vor.

Sehr schön.

Zahn 27 mit ungewöhnlicher Lage des mb2 (II)

Hier also noch der zweite Teil des hier beschriebenen Falls.

Zum zweiten Termin erschien der Patient beschwerdefrei und wir konnten die vier Kanalsysteme füllen.

WF Teil 1 und Blick ins Kavum vor Kompositfüllung
Post-op
Prä- vs. post-op

Ich bin guter Dinge, dass die apikale Parodontitis ausheilen wird.

:-)

Und wieder ein Überweiser/Zuweiser weniger…

Gerade habe ich mit einer Zahnärztin telefoniert, die uns regelmäßig Patienten überweist. Ihr Zahntechniker hatte ein akutes Problem, ab einem neu überkronten Zahn. Der Zahn zeigt stark obliterierte Wurzelkanäle. Die Nachbarzähne zeigten im DVT anatomische Besonderheiten. Deshalb rief ich in der Praxis an und informierte die Kollegin.
Sie freut sich, daß wir ihr Probleme dieser Art abnehmen.
Ihr fehlt immer mehr die Kraft, den beruflichen Alltag zu meistern. Seit mehreren Jahrzehnten ist sie als Zahnärztin tätig.
Im gleichen Atemzug erklärte sie mir, daß sie demnächst ihre Praxis schließen wird. Einen Nachfolger findet sie nicht und weiter arbeiten möchte sie nicht mehr unter diesen Bedingungen. Die großen Kostensteigerungen für Personal, Verbrauchsmaterial, IT und Digitalisierung, sowie Mietkosten führen zu einem immer geringer werdenden Überschuss.
Wenn die Bedingungen stimmen und man die zahnärztliche Arbeit gern macht, bleibt man lange am Ball.

Das ist aber nicht mehr der Fall.
Jetzt laufen ihre Leasingverträge für ihre Computer aus und eine Neuinvestition wird sie nicht mehr machen. Ohne Computer kann sie heute keine Leistungen in der GKV abrechnen. Es ist schade, daß sie ihr Lebenswerk einstampfen muss.

Über kurz oder lang werden alle Einzelpraxen in den ländlichen Gebieten so enden.
Das ist ihre feste Überzeugung. Und demnächst werden noch einige Praxen in der Umgebung aus diesen Gründen schließen. Es wird zeitnah in diesen Gebieten neben dem ärztlichen auch den zahnärztlichen Notstand geben.

Die dort lebenden Menschen können nicht weg und in den Großstädten werden die Ärzte auch weniger. Dieser Verlust an Lebensqualität wird zunehmen.

Passend dazu diese Meldung von änd exklusiv und Quintessenz schreibt zur Personalproblematik.


Zwei mal MTA-Herodontics und warum ich zuversichtlich bin…

Ich bin zuversichtlich.
Das der Zahn 46 trotz seiner 3 Perforationen noch lange im Mund bleiben kann.

Woher ich diese Zuversicht nehme?

Weil an unserem August-Recalltag zusätzlich zum Fall hier noch ein weiterer Fall ähnlichen Phänotyps auftauchte. Eine vorhandene externe Perforation. Der zur Folge der Zahn eigentlich hätte gezogen werden sollen, dann die Patientin jedoch vom Hauszahnarzt an uns verwiesen wurde. Das war im September 2016.

Fast 8 Jahre später ist der Zahn 24 immer noch im Mund.
Die Perforation wurde mit ProRoot MTA gefüllt. Die knöchernen Verhältnisse im Perforationsbereich sind einwandfrei. Die PA-Taschentiefenmessung am 23. 08.2024 95 Monate post WF ergab folgende Messwerte. Zahn 24 mv 2 mm v 2mm dv 2 mm dl 2 mm l 2 mm ml 2mm Lockerungsgrad Null.

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DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER III Endo Ergonomie – Wir sind bereit…

Wir sind bereit.


Freuen uns auf heute abend und morgen.

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Fall2 post vacation aus der Reihe, es ist zu sehen… oder kurz ein Rötsel (2)

Im zweiten Fall sind neben den Füllungsfrakturen mehrere Dinge auffällig.
Die Anamnese ergab einen Z.n. Frontzahntrauma in der Vergangenheit.

Man kann in allen Aufnahmen erkennen, daß dieWurzellänge von 11 reduzierter erscheint als 21 und 12. Dies kann durch divergierende Zahnstellungen auch so im Röntgenbild erscheinen.

Die apikale Kontur erscheint in der ersten Aufnahm Kraterähnlich. Ein Hinweis auf eine mögliche apikale Resorption. Insbesondere mit der Anamnese Z.n. Frontzahntrauma wichtig.
Die WF im 2. und 3. Bild erscheint dezent überextrudiert. Mesial am Zahn 11 erscheint ein vertikaler Knochendefekt in Zusammenhang mit einer hypodensen, weichteildichten Struktur lateral mesial vom Wurzelkanal im Beginn des koronalen Wurzeldrittels. Möglicherweise eine Fraktur oder Resorptionslakune.

Im DVT zeigt sich dies als Z.n. Frontzahntrauma mit Kronenfraktur ohne Therapie der Verletzung des Wurzelzementes. Daher ist die Diagnose externe Resorption wahrscheinlich.

Anbei die weiteren Bilder als Screenshots aus dem DVT.

Revision 16

Hallo aus München,

gestern erreichte und das Recall-Rontgenbild einer „16-Revision“, die wir vor ca. 15 Monaten abgeschlossen haben.

Obgleich die Vorbehabandlung rein radiologisch „gut gemacht“ erschien imponierten apikale Aufhellungen allen allen drei Wurzelspitzen.

prä-op

Die in zwei Terminen durchgeführte Revision verlief komplikationslos. (Präparationsdurchmesser bukkal 35; pal 40)

Masterpoint- und WF-Aufnahme
Abschluss-Aufnahme

Gut ein Jahr nach Therapie-Abschluss ist die apikale Pathologie ausgeheilt

15 Monate post-op (alio loco)

:-)

Freu

;-)

Fall2 post vacation aus der Reihe, es ist zu sehen… oder kurz ein Rötsel

Im zweiten Fall wurde der Zahn 11 endodontisch behandelt.
Nach einigen Monaten stellten sich erneut Beschwerden ein. Im von uns angefertigten Röntgenbild ist die Situation etwas schärfer dargestellt, als in der mitgelieferten Folienaufnahme, da wir einen entsprechenden „endodontischen Filter“ angewendet haben. Was fällt Ihnen/Euch auf?

Bitte nutzen Sie/ nutzt Ihr die Kommentarfunktion.

Die Mutter aller infausten WF- Zähne 2024-Edition (II)

Wer erinnert sich noch an diesen Fall hier ?

5 Perforationen, auf zwei Zähne, Zahn 46 und Zahn 47 verteilt. 3 davon an Zahn 46. zwei distal, eine mesial. Der Patient suchte uns im November 2023 wegen des symptomatischen Zahnes 46 auf. Die Perforationen an Zahn 46 und 47 wurden im DVT als Zufallsbefund entdeckt, der Zahn 47 ist klinisch unsymptomatisch.

Wie es scheint, habe ich über den Fall zwischenzeitlich nicht weiter berichtet.
Das werde ich nun nachholen.

Mittlerweile liegt nämlich nicht nur die Röntgenaufnahme nach WF vor, sondern sogar schon das erste 6 Monate post WF- Recallbild. Wie doch die Zeit vergeht. Die Behandlung startete am 20.11.2023, die WF war am 08.02.2024. Das 6 Monate-Recallbild ist vom 20.08.2024.

Die nachfolgenden Fotos zeigen Zahn 46 im Zustand nach MTA-Deckung und vollständiger Aufbereitung der 4 Wurzelkanäle unmittelbar vor WF.

Patient und Zahn geht es gut.
Die apikale Aufhellung um die mesiale Wurzel ist rückläufig. Der Knochen im Bereich der Perforationen, sowohl mesial als auch distal ist unauffällig im Zahnfilm, auch das schon mal ein sehr gutes Zeichen.
Eine Überkronung durch die Hauszahnärztin soll nun folgen.

Bliebe nur die Frage, wie wird sich der Bereich um das subossär applizierte, aber crestal die Knochenoberfläche durchbohrende MTA langfristig verhalten.

DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER III EndoErgonomie – Bitte mitbringen !!!

Nächste Woche ist es soweit.
Der 3. und letzte Teil unserer einmalig stattfindenden DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER reden über … Veranstaltungsreihe findet statt.

Es geht um EndoErgonomie und ich möchte alle Teilnehmer bitten, einen 20 Euro Schein mitzubringen. Keine Angst, Sie müssen den Geldschein nicht an der Tür zum Vortragssaal abgeben, sie müssen ihn nicht einmal aus der Hand geben und er darf wieder mit Ihnen zurück in ihre Praxis, aber bitte einen solches Zahlungsmittel für unseren gemeinsamen Tag bereithalten.

Bis zum nächsten Samstag.

Wir freuen unns.
Und ja, es muss ein Zwanzig Euro- Schein sein.
Kein Fünfer. kein Zehner, kein Fünfziger.

Da sind sie wieder… (2)

In diesem Beitrag haben wir den Fall angesprochen.

Unsere Frage war?
Im mitgelieferten Röntgenbild sind Nebenbefunde versteckt…

Wie in den Kommentaren bereits geschrieben haben wir auf den Verdacht einer P. apicalis am Zahn 47 hingezielt. Da der Zahn keinerlei Spuren einer restaurativen Behandlung zeigt, wird so ein Befund schnell übersehen. Nebenbefunde sind die Sklerossierung apical mesiale Wurzel 46.

Im angefertigten 3D ist auch sehr schön die Ursache der apikalen Veränderung zu sehen.
Infraktur in der distalen Schmelzrandleiste. Wie es weiter geht, wissen wir noch nicht, falls es zur Therapie kommt werden wir hier berichten.

Avulsion mit horizontaler Fraktur – Felix (I)

Der heute achtjährige Felix erlitt Ende April 2024 beim Trampolinspringen (Knie gegen Zahn) ein kompliziertes Frontzahntrauma.

Neben der Avulsion des Zahnes 21 kam es zusätzlich zu einer horizontalen Wurzelfraktur. Das apikale Fragment verblieb hierbei in der Alveole.

Alio loco
Alio loco

45 Minuten nach dem Unfall wurde der Zahn nach bis dahin unphysiologischer Lagerung (Taschentuch) in eine Zahnrettungsbox überführt. Nachdem ein (vorsichtiger) Versuch der Fragmententfernung nicht gelang, würde der Zahn (ohne retrograde Extirpation ) reponiert und mittels TTS geschient.

Als sich Felix in Begleitung seiner Mutter gut 14 Tage später bei uns vorstellte zeigte sich eine deutliche Fistel oberhalb des Zahnes.

Alio loco

Trotz der widrigen Umstände entschieden wir uns mit Felix und Mutter für einen Versuch der Zahnerhaltung.

Nach eingeleiteter endodontischer Behandlung bis zum Bruchspalt (Med: Ca(OH2) heilte die Fistel innerhalb von einigen Tagen ab. Die Schienenentfernung erfolgte nach vier Wochen.

Vier Monate später stellt sich die Situation bisher recht erfreulich dar. Insbesondere klinisch gibt es (bisher) keinen Anhalt für eine Ersatzresorption.

Bei weiterem planmässigen Verlauf ist der vorläufige Abschluss der Therapie mittels MTA-Apexifikation in vier Wochen geplant…

Sicher ein Fall für die Kategorie: Heldenhafte Bemühungen…

ich werde berichten…

Da sind sie wieder…

die Fälle auf denen im Röntgenbild zu sehen ist, was wir nicht sehen.
Die erste Arbeitswoche brachte gleich 2 Fälle.

Der erste Fall ist ein Patient mit dem Restaurationsverlust am Zahn 46 und Beschwerden. Im Notdienst wurde ein profunde Karies festgestellt und eine endodontische Behandlung begonnen. Diese gelang nicht, da die Kanaleingänge nicht gefunden werden konnten.
Im mitgelieferten Röntgenbild sind Nebenbefunde versteckt…

Bitte nutzen Sie/ nutzt Ihr die Kommentarfunktion.

Spielerwechsel WF

Wir haben ein neues WF- Gerät.
Zwangsweise.
Weil unser heiss geliebtes Meta Biomed Genesys den Geist aufgegeben hat.

Streng genommen nicht das Gerät.
Sondern nur die Batterie des Downpack- Gerätes.
Und ich bin zuTode betrübt.

Weil das Meta Biomed Genesys für mich das mit Abstand beste Gerät für die Warm Vertical Compaction ist, mit dem ich in den letzten 27 Jahren arbeiten konnte. Solange nämlich fülle ich schon Wurzelkanäle im Sinne von Herbert Schilder mit plastifizierter Guttapercha.

Das Gerät bzw. die beiden Geräte sind also ein Traum. Und funktionierten einwandfrei, wenn man davon absieht, das im Zeitraum von ein paar Jahren ein Kunststoff- Befestigungsring immer mal ausgetauscht werden musste. Kein Problem, das Ersatzteil war nicht teuer und lies sich in Sekundenschnelle ab- und aufschrauben.

Jetzt aber der Gau.

Das Gerät ist vom deutschen Markt genommen schon seit einiger Zeit.
Und es gibt keine Batterien mehr dafür. Auf meine Nachfrage, ob vielleicht in Korea noch Batterien erhältlich wären, wurde mir im Sinne von Radio Eriwan geantwortet. Im Prinzip ja. Allerdings dürften die Lithium-Batterien nicht via Luftfracht im Frachtraum verschickt werden. Sicherheitsauflagen der Airlines. Das Verrückte ist. Neugeräte, welche die gleiche Batterie in sich tragen, dürfen befördert werden. Aber Neugeräte gibt es ja nicht mehr in Deutschland, diese haben keine Zulassung mehr.

Was für ein Glück daher, das ich bei der letzten DGET- Jahrestagung am Stand von Lambert Dental Füllgeräte von der Firma Woodpecker gezeigt bekommen habe.

Das Woodpecker Fi-P habe ich gekauft nun.
Schönes Design, wertige Verpackung.
Sehr sehr leicht kommt es daher. Zu leicht, fast schon an der Grenze zur ECONOMY- Haptik. Und die mattschwarze Lackierung sieht zwar stylisch aus, ist aber sicherlich deutlich mehr (Sealer)schmutzanfällig als die weisse glatte Oberfläche des Genesys.

Allerdings- bei einem Marktpreis von 300 Euro netto – ein absolutes Schnäppchen. Und funktioniert – vom für uns gewöhnungsbedingten Intervall- Piepsen bei Betätigung des Auslösers abgesehen- so wie es soll. Was will man mehr. Von meiner Seite daher eine klare Empfehlung.

Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.#



Wir hatten Glück, wir hatten Pech. Es geht in die dritte Runde…

Wir hatten Glück.
Am letzten Tag vor seinem 3 wöchigen Urlaub kam der Service-Techniker noch einmal zu uns in die Praxis und behob den Defekt.
Ich hatte mich entschlossen, auch an diesem Behandlungsstuhl nun ein Bottle-System installieren zu lassen, um zukünftigen Problemen mit der eingebauten Wasserentkeimungseinheit grundsätzlich aus dem Weg zu gehen.

Freitag Nachmittag 15 Uhr.
Das neue System ist installiert.
Alles funktioniert.
Keine Beanstandungen.

Montag morgen.

Nach Inbetriebnahme des Stuhls bildet sich innerhalb von 2 Minuten eine grosse Flüssigkeitspfütze auf dem Boden. Wesentlich größer als alles, was wir bisher hatten.

Sogar noch grösser als das Magengescchwür, das stande pede in meinen Eingeweiden zu wachsen beginnt.

Facetime-Fehlersuche mit dem Techniker, der auf dem Weg in den Urlaub sich befindet, aber dennoch sofort sich meldet.
Ein nagelneuer Kunststoff -T-Verbinder (laut Hersteller für wesentlich höhere Drücke konzipiert) ist undicht.
Es wird noch am selben Tag ganz altmodisch stattdessen ein metallener Verbinder eingebaut.

Nun ist alles gut.
Alles ist trocken.


Es ist 50 Jahre her …vor einem halben Jahrhundert also.

Ich lese sehr gerne in antiken Fachbüchern.
Bin immer wieder begeistert, mit welcher Sorgfalt und welchem Einsatz hier hochdetailliert Wissen weitergegeben wurde.

Es ist immer wieder erstaunlich, was die Altvorderern alles schon wussten.
Was vor vielen Jahren schon entdeckt wurde und immer noch aktuell ist.
Und wie sich bestimmte Problematiken immer wiederkehrend wie an einem roten Faden aufgefädelt durch die Dekaden ziehen.

Bei meinen Vorbereitungen für DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER III reden über EndoErgonomie (21. September 2024, Bad Kreuznach) bin ich auf nachfolgenden Absatz gestossen.

Wann wurde das Buch geschrieben ?
1974.

Damals war die Teamarbeit etwas ganz Neues.
Zumindest in Deutschland.
Und gegenwärtig scheint sich in starker Tendenz Teamarbeit und Ergonomie wieder zum antiken Status Quo zurückzuentwickeln. Der Zahnarzt als Einzelkämpfer, eventuell unterstützt von der den Speichelsauger haltenden Ehefrau.

Ist das eine gute, ein sinnvolle Entwicklung ?
Nein.
Es ist eine Katastrophe.

DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER III reden über… EndoErgonomie

DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER zum letzten Mal.
Diesmal reden wir über EndoErgonomie.

Professionelles endodontisches Arbeiten und Top-Ergebnisse lassen sich idealerweise im Team verwirklichen. Das optimale Zusammenspiel zwischen Assistenz und Behandler ist die Grundlage für präzises, effizientes und ermüdungsfreies zahnmedizinisches Arbeiten. Dies trifft in besonderem Maße auf die Endodontie zu, wo auf engstem Raum auf einen Bruchteil eines Millimeters genau gearbeitet werden muss.

Eine steile Lernkurve bedeutet allerdings einen langen steinigen Weg für die Anwender. Erschwert durch den Umstand, dass solchen Thematiken in der endodontischen Fortbildungslandschaft – wenn überhaupt – nur eine seltene Ausnahmestellung eingeräumt wird. Das hundertste Seminar über Nickel-Titan-Instrumente. Kein Problem. Eine Fortbildung über endodontisches Arbeiten im Team? Bislang die absolute Ausnahme.

DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER schaffen Abhilfe. Teilen offen und vorbehaltlos ihr Wissen zur EndoErgonomie.

Und diesmal steht das von DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER I + II bekannte Sofa nicht allein in Bad Kreuznach auf der Bühne.
Steht am Rand.
Weil wir eine Behandlungseinheit in die Mitte stellen werden.
Damit wir auch live vor Ort zu Fragen Stellung nehmen können.

Was sich unerwarteterweise im Vorfeld schon gezeigt hat – Die Unterschiede zwischen den Teams sind bei diesem Thema eklatant. Hier machen drei Praxen ganz viele Dinge ganz unterschiedlich.

Werden daher ihren eigenen „Way of Endo“ engagiert verteidigen:
9 Uhr, 10 Uhr 12 Uhr-Position?
Vierhändig oder sechshändig?
Peitsche, Satellit oder Cart?
Monitor oder Mitbeobachtertubus?

Ganz viel Diskussionspotential also.

Der Vorteil für die Zuschauer ?
Bei der vorhandenen Vielfalt ist die Wahrscheinlichkeit gross, das jede der Teilnehmerinnen und jeder Teilnehmer für die individuelle eigene Situation seinen Referenten findet, der ihm von seiner Arbeitssystematik her zusagt und man/frau so wertvolle Tipps mitnehmen kann.

Und weil bei Teamarbeit Zusammenarbeit bedeutet, ist DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER reden über EndoErgonomie natürlich oder gerade auch eine Fortbildung für die Assistentinnen der Praxis. Damit man das am Samstag erfahrene am Montag sofort ZUSAMMEN in der eigenen Praxis anwenden kann.

Zur Anmeldung geht es hier.

Wie es endete, so beginnt es…leider

Der letzte Tag vorm Sommerurlaub.
Die letzte Stunde.
Und der Behandlungsstuhl in Zimmer 3 hat einen Defekt.
Darüber berichtete ich hier.

In unserer letzten Ferienwoche wird der Stuhl repariert.
So dass wir nach unserem Urlaub wieder wie gewohnt loslegen können.

So die Theorie.
Am ersten Tag dann morgens bei der Teambesprechung.
Eine Wasserpfütze am Stuhl in Zimmer 2. Kommt wieder, wenn man das Wasser wegwischt.
Und in Zimmer 1 überrascht die Speifontaine durch eine Geräuschkulisse, die den Niagara-Wasserfällen alle Ehre macht. Wir wissen, was das heisst. Eine Membran ist defekt, daher die Geräuschkulisse immer dann, wenn die Absaugung genutzt wird. Man kann arbeiten, aber – weil doch sehr laut – es nervt furchtbar.

Der noch am gleichen Vormittag herbeigeeilte Morita- Service-Techniker berichtet, das beide Problematiken mit der sogenannten WEK zusammenhängen. WEK ? Steht für Wasserentkeimung, vermute ich. Die Apparatur wird von Morita nur zugekauft. Produzent ist ein renommierter europäischer Hersteller, der nach eigenen Angaben eine Vorreiterrolle einnimmt mit ihrem System mit freier Fallstrecke zur Trennung von entkeimtem Brauchwasser und Frischwasser.

Nützt uns aber nix.
Kaputt ist kaputt.

3-Jahres-Recall RET

Hallo aus dem Urlaub

:-)

Heute mal wieder ein Recall einer Reparativen Endodontischen Therapie

Bei dem damals 7-jährigen Justin hatte eine komplizierte Kronenfraktur an Zahn 11 zu einer Pulpanekrose geführt.

Nach unserem „üblichen“ Protokoll stellte sich die Situation so dar:

Das uns vom Hauszahnarzt drei Jahre später übermittelte Recallbild bestärkt mich wieder einmal darin, diese Therapie bei weit offenem Apex gegenüber einer Apexifikation zu präferieren…

Vacanza

August ist der Monat im Jahr auf den wir spätestens im Monat Juni lechzen.
Es ist der Urlaubsmonat.

In den ersten 2 Jahren meiner Berufstätigkeit, die noch in die Zeiten des „Der Sozialismus siegt“ fallen hatte ich im Jahr ca. 3 Wochen Urlaub, inkl. Samstage. Ich war angestellt in einer staatlichen Zahnarztpraxis.
Nach meiner Selbständigkeit im Jahr 1991, nun im Kapitalismus, hatte ich die 14 Tage Urlaub im Jahr. Sprich 2 Wochen. Mehr konnte ich mir nicht leisten, meinte ich. 1999 war das erste Jahr in welchem ich mir 4 Wochen Urlaub leistete. Das war ein Traum… Den wollte ich weiter genießen.

Als Zahnarzt, ausgebildet in der DDR hatte ich ein großes Problem. Es fiel mir unglaublich schwer Geld für meine Tätigkeit zu verlangen. Das mussten wir früher nie. Das hatte zur Folge, daß ich 10 Jahre Leistungen, die wir erbrachten, gar nicht berechnete. Vor allem im GOZ Bereich.
Das führte natürlich wiederum dazu, daß wir mehr, sprich länger arbeiten mussten. Deshalb weniger Urlaub.
Aus heutiger Sicht unvorstellbar.

6 Jahre ging das gut mit dem „vielen Urlaub 3-4 Wochen. Dann gründete ich eine neue Praxis, ganz ausgerichtet auf dentalmikroskopische Therapien der Zahnerhaltung. Das war die Umsetzung eines Traums. Träume leben kostet…
Folge, auf Grund von noch bestehenden Altkrediten und Neukrediten, mehr Arbeiten und wieder weniger Urlaub. Wieder waren Jahre mit max. 2-3 Wochen Urlaub im Jahr angesagt.

Diese Form der Selbstausbeutung ist sicher vielen Selbständigen nicht ganz unbekannt. Das ist eigentlich ein Unding, wenn man selbst weniger Urlaubstage hat als die Mitarbeiter.
Früher gab es in meiner Praxis für die Mitarbeiter den gesetzlichen Mindesturlaub, dann 2 Tage mehr, danach mindestens 28 Tage auch bei Teilzeitarbeitsmodellen.

Und nun bin ich im Urlaub und schreibe über Urlaub… Es hilft mal die Zeiten Revue passieren zu lassen und zu überlegen, wie soll das weiter gehen…
Ich wünsche allen Lesern die noch im Urlaub sind, oder diesen noch vor sich haben erholsame Tage. Ich bin wieder im September online.



Das Lebe is ka Blumewies…

der Spruch fällt bei uns immer mal, wenn man in schwierigen Situationen einfach den Hut werfen will und soll motivieren nicht aufzugeben.

Im Moment habe ich so eine Situation, die sicher der Eine oder Andere ebenso erlabt hat.
Unsere Wurzelfüllungsgeräte Obturation Unit von Sybron Endo (Diese wurden von Kerr inzwischen übernommen.) erwiesen uns trotz kleiner Defekte sehr lange gute Dienste. Besonders hervor zu heben ist die Temperaturregelung am Hitzeplugger mit Werten zwischen 50 und 250 Grad Celsius. Derartige Geräte gibt es heut nicht mehr in Europa.
Für biokeramische Sealer sind, wie hier schon früher beschrieben andere Temperatureinstellungen notwendig als für herkömmliche Sealer (AH Plus etc.).

Zum Schutz und aus hygienischen Gründen sind die Griffstücke an der Obturation Unit abnehmbar und sterilisierbar. An der Spitze sind Silikonkappen, welche die Knöpfe des Handstückes schützen und gleichzeitig die Bedienung ermöglichen.

Diese Silikonschützer verschleißen. Früher konnte man diese nachbestellen. Jetzt sind diese nicht mehr gelistet und sind nicht mehr erhältlich. Aber nur in Deiutschland (wahrscheinlich EU). In den USA sind diese bei Kerr bestellbar.
Meine Anfrage bei Kerr Deutschland führte zu keinem Ergebnis.
Es kam zwar ein Rückruf, man nachfragte um was es geht aber danach passierte nichts mehr. Keinerlei Reaktion.
Erschreckend, wenn man bedenkt, daß Kerr sich selbst als Weltmarktführer sieht.
Noch mehr erschreckend, wenn man dabei bedenkt das überall von Nachhaltigkeit geredet wird und wir es schaffen Werte in Größenordnungen, wegen fehlender Kleinstteile zu vernichten.
Gleichzeitig läuft eine Kampagne von Kerr (Verpackungen werden ökologisch.) um sich hervorzuheben.

Elektrogeräte reparieren statt wegwerfen – heißt es im privaten Bereich. Warum ist ein entsprechend nachhaltiges Verhalten und der schonende Umgang mit Ressourcen im gewerblichen/öffentlichen Bereich unerwünscht.
Wir werfen weg, obwohl nicht defekt und kaufen neue, weniger gute, weniger haltbare Produkte. Einfach obskur.

Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.



Blick in die Zukunft – Wird die Endo überflüssig ?

Alle paar Jahre wieder erscheint mal eine Nachricht in den Medien, welche in naher Zukunft den Wegfall des ungeliebten Zahnarztbesuchs in Aussicht stellt.

Meist zu Zeiten des berühmten Sommer( Nachrichten) lochs.
So auch diesmal wieder, nun geht es darum, die Endodontie überflüssig werden zu lassen: „Breakthrough in dental care could make root canals obsolete“

Sicherlich noch ein weiter Weg, aber was den Artikel von den meisten anderen reisserischen Yellowpress-Artikeln unterscheidet in positiver Weise ist der Fakt, dass immerhin ein sinnvoller wissenschaftlicher Ansatz ihm zugrundeliegt.

Zur Nachricht geht es hier.

Geschichten aus dem Endozän – Fehler 80 – Früher und heute

War früher alles besser?
Sicher nicht.

Wollten wir deshalb noch einmal tauschen mit der Zeit vor 50 Jahren?
Auch nicht.
Das Bessere mit Freuden annehmen, das Gute, Bewährte aber bewahren.
Das sollten wir.

Viele Jahre kam Herr R. zu uns als Servicetechniker des Dentaldepots.

Herr R kam nach der Wende aus dem Osten.
Er war ein spröder, knorriger Typ.
Wortkarg.

Etliche Kollegen kamen nicht mit ihm zurecht.
Verbaten sich sogar, das er als Servicetechniker die Praxis betrat.

Wir mochten ihn. Baten darum, das ER zu uns kam.
Weil er den Dingen auf den Grund gehen wollte, wenn etwas kaputt gegangen war.
Schraubte Teile auseinander, statt sie einfach nur auszutauschen. Wollte immer verstehen. Warum? Wieso?
Überlegte. Fragte gegebenenfalls. „Soll ich reparieren oder austauschen?“

Er war das genaue Gegenteil zu einem anderen Servicetechniker, der zu uns kam, wenn Herr R. nicht abkömmlich war. Eine Mitarbeiterin kannte in aus ihrer früheren Praxis. Dort war er „Super Mario“ getauft worden. Weil er in eindrucksvoller BesserWessi-Manier sich den Praxisteams als „Weltbester Service-Techniker“ präsentierte. SM redete sehr sehr gerne. Kein technisches Problem, das er nicht in exzellenter Art und Weise schon gelöst hatte. Vermutlich hatte er auch die Kernspaltung erfunden, das Rad, das Feuer, die Glühbirne. Unter anderem. Wenn er nicht gerade für Ferrari als Testfahrer tätig war oder die Concorde nach New York geflogen hatte.

Allerdings- Reparaturen gab es mit ihm nicht.
Nicht lange gefackelt. Altes Teil raus, neues Teil rein. Gegebenenfalls auch mehrere. Es wurde solange irgendwas ausgetauscht, bis der Fehler gefunden war.

Fertig.
Und weg war er wieder.
In Über-Lichtgeschwindigkeit.
Superman halt.

An Herrn R – schon lange im Ruhestand – musste ich denken, als unser Steri besagte Fehlermeldung 80 aufwies.

Wenn wir früher nämlich mit Durchwahl beim Dentaldepot angerufen hätten, wäre der Leiter des Serviceteams unser Ansprechpartner gewesen. Bei bestimmten Problemen hätte er uns direkt schon am Telefon Hilfestellung gegeben. Und falls nicht, hätte sich Herr R kurz darauf mit uns in Verbindung gesetzt. Zurückgerufen. Und bei Fehlermeldung 80 hätte er als Erstes gesagt. Haben Sie schon geschaut, ob der Wasserstandsschwimmer sich verhakt hat??? Einfach den Deckel der Wasserzufuhr abnehmen, wie bei der Espressomaschine und dann mit der Hand kurz in die linke untere Ecke greifen. Und – geht´s wieder ? Prima!

Vielen Dank Herr R. 

So ändern sich die Zeiten.
Heute ist jemand am Telefon, der sich mit Technik nicht auskennt. Nimmt den Anruf entgegen. Mehr nicht. Telefon-Support gibt es nicht mehr. Und man muss froh sein, wenn überhaupt zeitnah ein Techniker kommt. Was dieser macht und wie er es macht, auch darauf haben wir keinen Einfluss. Immerhin. Die Rechnung kommt zeitnah und ist digital.







Geschichten aus dem Endozän – Fehler 80 – Abwassertank wurde nicht oder nur un- vollständig entleert

Unser Steri hat eine Fehlermeldung!

Definitiv kein Satz, den man gerne hören möchte, wenn man morgens zur Praxistür hereinkommt. Und da hilft es auch nicht, wenn ein intentionell versöhnend Sollendes: „Gestern nachmittag hat er noch einwandfrei funktioniert!“ hinterhergeschoben wird.

Der Blick aufs Display offenbart.
Fehler 80 – Abwassertank wurde nicht oder nur unvollständig entleert.
Ein Check des Abwasserschlauchs zeigt, das dieser einen leichten Knick aufweist. Vermutlich entstanden durch das viele Zurückschieben ins Gehäuse im Laufe der Zeit.

Ich biege den Schlauch gerade und nutze herbeigebrachtes Panzertape, um den Knick gewickelt, um den Schlauch wieder in seine ursprüngliche Form zu bringen.

Was wunderbar funktioniert.
Aber die Fehlermeldung beim Neustart des Steris dennoch wiederauftauchen lässt.

Also – Anruf beim Dentaldepot.
Im Laufe des Vormittags noch soll ein Techniker vorbeikommen.
Sehr erfreulich.

Der erscheint.
Und will schon gleich wieder weg. Nur noch die Unterschrift.

Der Fehler?
Ein Wasserstandsschwimmer hatte sich verhakt.
Das Prinzip ist wie bei der Toilettenspülung.
Der Schwimmer misst den Wasserstand. Und schaltet die Wasserzufuhr ein oder aus.

Ein Handgriff genügte.
Und schon tut es der Steri wieder.
Der Techniker ist so nett und zeigt mir, wo der Schwimmer liegt.
Für ´s nächste Mal.

Die ein paar Tage später eintreffende Rechnung weist (Arbeitslohn und Anfahrt) einen Betrag von 190 Euro auf.
Die Arbeitsstunde des Technikers wird in Viertelstunden abgerechnet und entspricht einem Stundensatz von 226 Euro.


Zahn 27 mit ungewöhnlicher Lage des mb2 (I)

Heute stelle ich den ersten Schritt einer Primärbehandlung an einem Zahn 27 vor.

Bei der alio loco begonnenen Behandlung war es nicht gelungen die Kanalsysteme aufzufinden…

Ausgangssituation – der palatinale Anteil des Pulpakammerdachs war ein einer Stelle eröffnet

mit entsprechender Vergrösserung und etwas anatomischen Wissen war dies jedoch kein wirkliches Hexenwerk.

Ausgangssituation und initiale Darstellung palatinal mit Dentineinpressungen

Sehr interessant finde ich die ungewöhnliche Lage des mb2. Befindet sich dieser doch in der Regel ca. 2mm entfernt von mb1, war er in diesem Fall in unmittelbarer Nähe zu dem palatinalen Kanaleingang…

Die beiden mesio-bukkalen Kanalsysteme konfluieren in einem sehr spitzen Winkel

mehr demnächst…

Misserfolg 37

Der Patient wurde uns mit den Zähnen 37/46 mit Fistelbildung und vorhandenem suffizientem Zahnersatz überwiesen.
Die Fistelbildungen bestehen laut HZA bereits seit mehr als 6 Monaten.
Der Patient war mit einer Therapie zurückhaltend, da er keine Beschwerden hatte.
Die klinische Situation zeigt folgende Befunde:
37 Lockerungsgrad 0, erhöhte Sondierungstiefen zirkulär bis 4mm, Fistel vestibulär, keinen Aufbiss- oder Perkussionsschmerz.

Nach entsprechender Beratung zur geplanten endodontischen Therapie.
Die vorhandene Restauration wurde belassen und eine koronale Zugangskavität geschaffen. Die Aufbereitung des Kanalsystems erfolgte mit nach handinstrumentell erstellten Gleitpfaden mit Profile 15.04 und Wave One Gold #21-35. Zur Desinfektion wurde NaOCl 3,5% und Zitronensäure 10% mit Schall und Ultraschall eingesetzt. Die thermische Obturation erfolgte thermisch vertikal mit Guttapercha und AH Plus. Auf Grund einer bestehenden apikalen Extension von purider Flüssigkeit im zweiten Behandlunstermin wurde nochmals CaOH inseriert. Im 3. Behandlungstermin konnte die Obturation erfolgen. Die Fistel schloß sich nach dem 1. Behandlungstermin.

Der Zahn 37 stellte sich im weitern Recallverlauf symptomlos dar. Im Röntgenrecall musste nach 2 Jahren eine externe/ DD interne Resorption interradiculär an der mesialen Wurzel im mittleren Wurzeldrittel diagnostiziert werden. Diese zeigte in den weiteren Kontrollterminen eine Stagnation. In Absprache mit HZA und Patienten wird der weitere Verlauf röntgnologisch kontrolliert. Die Prognose für 37 ist kritisch.
Der Patient möchte den Zahn so lange behalten wie irgend möglich.

Zur Pathogenese sehe ich folgende Möglichkeiten:
1. unerkannte Stripperforation in der endodontischen Therapie
2. Infraktur
3. chronische P. apicalis interrradiculär
4. funktionelle Überbelastung

Was wäre Ihr Verdacht?

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Blick in die Zukunft – Autonomer Roboter führt Zahnbehandlung 8 mal schneller aus als ein Zahnarzt

Wow.

Ich muss gestehen – auf den ersten Blick für mich der blanke Horror.
Aus ganz unterschiedlichen Gründen. Und ich weiss nicht, was mir mehr Angst macht. Die Sache an sich, mit welcher Unkenntnis der Materie der Artikel geschrieben und damit falsche Akzente gesetzt werden oder die Kommentare der Leser.

Hier geht ´s zum Artikel.

Das habe ich zumindest gedacht, bis ich auf dieser Seite hier zwei Videos in der Sache gesehen habe. Denn zweifellos einer grosser Vorteil der roboterbetriebenen Präparation ist – auch wenn es noch einige prinzipielle Dinge zu klären geht, wie z.B. der Schutz der Nachbarzähne und einen ruhig liegenden Patienten vorausgesetzt – eine perfekte Präparation der Seitenwände zueinander und das Anlegen von okklusalem Plateau und Präparationsgrenze. Der Zahnarzt wird nicht überflüssig werden, aber seine Tätigkeit wird sich ändern.

Good news für alle WURZELSPITZLER. In der Endodontie wird dieser Paradimenwechsel sicherlich am längsten dauern. Hier wird manuelles Kunsthandwerk, nichts anderes ist die Wurzelkanalbehandlung, noch lange notwendig bleiben und in hoher Qualität ausgeführt sogar immer wichtiger werden.

Der Hinweis zu diesen Artikeln kam über die Zahnmed-Email-Liste von Michael Logies. Vielen Dank hierfür an dieser Stelle.

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Interne Resorption Zahn 21 (I)

Bei der nachfolgenden, heute 48-jährigen Patientin wurden vor ein paar Jahren neue Oberkiefer-Frontzähnen-Restaurationen eingegliedert.

Leider entwickelte Zahn 21 im Zeitraum von April 2023 bis zum Juli 2024 eine ausgeprägte interne Resorption.

April 2023
Juli 2024

Als Genese kann eine chronische Pulpitis aufgrund der vormaligen Karies mit nachfolgender pulpanaher Restauration angenommen werden…

Das bei uns angefertigte DVT verdeutlicht das wahre Ausmass der Resorption (und weiteren Handlungsbedarf in anderen Bereichen).

DVT Regio 21 bei ausgeprägter interner Resorption

Trotz der sehr dünnen Wurzelwände haben wir uns für einen Erhaltungsversuch entschieden.

Intrakoronal stelle sich die Situation wie erwartet da, wobei die intrakanaläre Blutung geringer ausfiel, als ich es erwartet hätte.

Glücklicherweise zeigte auch die endometrische Messung, dass es nicht schon zu einer resotptionsbedingten Perforation gekommen war…

mehr im zweiten Teil demnächst…

Wenn der Praxisurlaub nur noch eine Stunde entfernt scheint …

Unser letzter Arbeitstag vor den Sommerferien.
Der Countdown läuft.

Es läuft vergleichsweise ruhig ab.
Die letzten Tage waren schlimmer. Man kennt das. Wenn die Patienten demnächst in Urlaub fahren ODER wenn sie realisieren, das wir demnächst in Urlaub gehen, dann möchten sie lieber doch noch mal nachgeschaut haben, damit nix passiert. Zur Sicherheit.

Kurz nach 11.
Heute ist alles gut. Das Telefon bleibt ruhig.
Die letzte Stunde ist angebrochen.
Das Auto ist gepackt.
Gleich nach Arbeitsende soll es losgehen.

Ich komme ins Behandlungszimmer.
Will auf meinem Behandlerstuhl Platz nehmen.
Und sehe – eine kleine Pfütze auf dem Fussboden.
Direkt neben dem Behandlungsstuhl.
An untypischer Stelle.
Denn normalerweise sieht man so etwas auf der Speifontainenseite.

Ich schaue mir das Ganze genauer an.
Es ist kein Wasser.
Die Flüssigkeit hat ölige Konsistenz.
Wie Olivenöl.
Oder Bremsflüssigkeit. Sofort meine Vermutung – Undichte Hydraulik. Ich kenne diesen Anblick. Sage mir, das Du in deiner Jugend ein englisches Auto gefahren bist, ohne zu sagen, das du…

Ich fahre den Behandlungsstuhl etwas nach oben.
Ein fruchtbares, kratzend schreiendes Geräusch ertönt.
Wie ich es in 30 Jahren noch nie gehört habe in diesem Zusammenhang.

Ein Hilferuf beim Techniker.
Der kann es zuerst nicht glauben.
Glaubt an Wasser. Dafür ist es aber viel zu ölig. Ich würde gerne ein Foto schicken. Aber dummerweise habe ich die Flüssigkeit schon weggewischt.

Wieviel Flüssigkeit ausgetreten sei, fragt der Techniker.
Ich sage: „Es war ein spiegeleigrosser Fleck.“

„Das ist viel!!! „, sagt der Techniker. Und will es nicht glauben.
Klingt nicht gut. Trotzdem bin ich sehr froh, seine Stimme zu hören, denn er war sofort erreichbar. Vielen vielen Dank dafür, an dieser Stelle.

Ich sage: Öl am Behandlungsstuhl? Das kann eigentlich nur die Hydraulik des Stuhls sein.
Der Hebemechanismus des Stuhls. Wo sonst sollte die Hydraulikflüssigkeit herkommen?

Er sagt (ein Dental-Industrie- Klassiker-Satz): „Das kann eigentlich nicht sein. Das haben wir noch nie gehabt“. Sagt er nicht. Er sagt: „Das haben wir nur einmal bisher gehabt, da war ein Schlauch defekt.“
Was kann ich tun, zur Ferndiagnose, frage ich.

Ich möge bitte den Stuhl ganz nach oben fahren, damit die Verkleidung abgenommen werden kann.
Ich fahre den Stuhl nach oben.
Das schreiende Geräusch ertönt.

„Das ist kein schreiendes Geräusch“, sagt der Techniker trocken. „Das ist ein sprazzelndes Geräusch“.
Gut, das wir das geklärt haben.

Der Stuhl verharrt irgendwo in der Mitte des Möglichen, aber immerhin er verharrt in dieser Position. Er hätte auch nach nach unten gleiten können, sagt der Techniker, was die weitere Vorgehensweise deutlich erschwert hätte, denn zum Abnehmen der Stuhlverkleidung muss dieser nach oben gefahren werden.

Gut 20 Minuten lang versuchen wir rund 2 Stunden später – nachdem der letzte Patient die Praxis verlasen hat – telefonisch den Fehler weiter einzugrenzen. Die Lampe des Iphones leistet gute Dienste, durch den Spalt in der Verkleidung, mehr war nicht möglich, das Sujet auszuleuchten. Ich taste alle Hydraulikschläuche ab, sie sind, soweit erreichbar, trocken.

Vielleicht die Hydraulikpumpe ? Kann eigentlich nicht sein, sagt der Techniker.

Man wird sehen. Am ersten Tag nach unserem Urlaub werden wir mehr wissen.

Immerhin.
Meistens passieren solche Dinge am ersten Tag nach dem Urlaub.

Gefahren sind wir im Übrigen erst am Tag danach.
Den angekündigten Superstau hätte ich vermutlich nicht ohne stark blutdrucksenkende Mittel ertragen in meinem gegenwärtigen Seelenzustand.

Immerhin.
Die Fahrt verläuft problemlos.

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Gott gebe, daß es klebe… (Recall)

An dieser Stelle haben wir den Fall letztmals vorgestellt.

Nun war die Patientin wieder zum Recall nach etwas mehr als 2 Jahren bei uns.
Es klebt noch immer, kann man sagen.
Beide Zähne sind klinisch symptomlos. Die Gingiva ist reizfrei und palatinal im Bereich des Kunststoffaufbaus am Zahn 11 sind erhöhte Sondierungsteifen bis 4mm zu messen.
Die Lockerungsrade sind an beiden Zähnen 0.

DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER III EndoErgonomie – Wie zeigen wir Ergonomie ?

Die dentalen Themen Abrechnung und Ergonomie stehen vermutlich in der Häufigkeit ihrer Nennung in umgekehrt proportionalem Verhältnis.

Soll heißen.
Über Abrechnung sprechen gefühlt Alle, über Ergonomie so gut wie nie niemals jemand überhaupt.

Verrückt, oder ?
Ergonomie erleichtert das Arbeiten.
Macht es angenehmer, effizienter und schneller.
Schafft ein besseres Arbeitsklima.
Und ist vor allem extrem gesundheitsförderlich für die Arbeitenden.

Auf eine kurze griffige Formel gebracht:
Unergonomisches Arbeiten macht krank.
Ergonomisches Arbeiten hält einen gesund.

Trotzdem redet keiner drüber.
Über Analogpositionen wird sich lang und breit ausgelassen.
Über Teamwork in der Assistenz nicht.

Genau deshalb reden wir DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER über Ergonomie.
Bei DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER III EndoErgonomie.

Und wir zeigen.

Nicht nur in Foto und Video.
Sondern auch…
Live.
Mit dem Behandlungsstuhl im Vortragssaal.
Wie Ergonomie aussieht.

EndoErgonomie:
Zum Anschauen.
Hinkucken.
Fragen stellen.

3 Behandlungsteams, die zeigen.
Wie sie ganz unterschiedlich arbeiten.
9 Uhr, 10 Uhr oder 12 Uhr ?
Mitbeobachtertubus Ja/Nein
Zweihändig, vierhändig, sechshändig ?

Und noch ein interessantes Kennenlern-Plus für die eine oder den anderen.
Dem konventionellen Behandlungsstuhl zur Seite stellt Morita im Vortragssaal die neue Morita Signo Z300 Einheit. Die für das Arbeiten in Beach-Technik optimal ist, sich aber auch in der KFO oder der Prophylaxe bewährt. Zum Beispiel in Zwölf Uhr-Position beim zweihändigen Arbeiten. Gott bewahre erlebe ich das assistenzlose Arbeiten hoffentlich nicht mehr. Aber wenn sich die Zahnmedizin so weiterentwickelt wie in der letzten Zeit, dann ist man vielleicht zukünftig froh, wenn der Behandlungsstuhl einem in so einer Situation ergonomisch entgegenkommt. Und das er wegen nicht notwendiger Technik günstiger ist als konventionelle Stühle macht ihn ja nicht uninteressanter.

Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.


Dens evaginates 2024

Zwölf Jahre ist es her, dass ich hier intial über die Mutter aller Fallberichte geschrieben.

Gestern durfte ich die Behandlung eines Zahnes weiterführen, der eine identische Ursache für die Pulpanekrose des Zahnes 25 aufwies.

Bei der heute 26-jährigen Asiatin war ebenfalls ein Dens evaginatus dafür verantwortlich, dass es vor vielen Jahren zu einer Infektion der Pulpa gekommen war.

Die behandelnde Zahnärztin erkannte recht schnell, dass sie ohne Mikroskop nicht in der Lage sein würde, den weit offenen Apex adäquat verschliessen zu können.

„Messaufnahme“ alio loco

Dens evaginates kontralateral

Sie verwies sie die Patientin zu uns.

Aufgrund des Alters der Patientin entschied ich mich statt einer RE-Therapie zu einer Apexifikation.

Ausgangssituation

Aufgrund des sehr grossen apikalen Durchmessers kam nach dem kollagenen Widerlager Biodentine zum Einsatz.

Biodentine als apical plug
Post-op

Ich bin guter Dinge, dass wir einen positiven Heilungsverlauf sehen werden.

Hier ein paar Details in bewegten Bildern…

Hätte sich jemand hier aus der Runde für eine RE-Therapie entschieden?

Grund zur Freude (2)

hier hatten wir erstmals über den Grund zur Freud berichtet.
Auch in dem heutigen Fall war ich sehr erfreut als sich zeigte, daß alles genau so lieft, wie es gedacht und geplant war.
Diese Dinge geben die Kraft das tägliche Chaos zu überstehen und zumindest etwas gelassener in die Zukunft zu schauen.

In diesem Fall handelt es sich um einen sehr jungen Patienten (15 Jahre). Der Befund am Zahn 46 fiel im OPTG zur kieferorthopädischen Planung auf.
Nun stand die Frage kieferothopädischer Lückenschluß und Extraktion des Zahnes 46 oder Erhalt und endodontische Therapie.
In diesem Fall sind der koronale Substanzverlust durch Karies überschaubar und die Chancen auf Ausheilung der apikalen Veränderung bei dem jungen Patienten gut möglich. Ich habe den Eltern und dem Patienten zum Erhalt des Zahnes geraten.

Was mich an diesem Fall optisch stört sind die Lufteinschlüsse im Composite.

Im ersten Recall ist zu sehen, daß die Entscheidung nicht falsch war. Wenn das Kariesrisiko verringert wird ist die Prognose für 46 gut.




36-5 Jahres-Recall und Frage (I)

Vor fünf Jahren kontaktierte mich ein Zuweisen (MKGler und (Studien-)Freund) mit der Bitte um Behandlung einer seiner sehr geschätzten Mitarbeiterinnen.

An Zahn 36 hatte sich eine ausgeprägte apikale Osteolyse mit nun stark zunehmenden Schmerzen manifestiert. (TST bukkal 9mm; Fistel zervikal; IKD: keine Fraktur intrakoronal/-kanalär)

Sommer 2019

In insgesamt zwei Terminen konnten wir dieses Ergebnis erzielen:

Abschluss Herbst 2019 – Präparationsdurchmesser mes&dis ISO 35 – WF mit BC Sealer&GP

Mich würde an dieser Stelle interessieren, wie es die WURZELSPITZE Leser in solchen Fällen mit der Abrechnung der Leistungen halten?

Bekommt die Mitarbeiterin einen „normalen“ Kostenplan oder erfolgt die Behandlung komplett kostenfrei?

Wenn nicht, kommt man der Patientin in einer anderen Form entgegen und wenn ja, wie?

Welche Erwartung hat wohl der Zuweiser und sollte einen das tangieren?

Vor einigen Tagen erhielten wir nun eine Terminanfrage der damaligen Patientin mit Bitte um Weiterbehandlung des mittlerweile auch nekrotisch gewordenen Zahn 37…

Wie jetzt verhalten?

Höre ich Stimmen, Meinungen und Vorschläge ?

5 Jahre post op Endo 36 – leider scheint keine proth. Neuversorgung der Teilkrone erfolgt zu sein

PS: Erfreulich, dass Zahn 36 auf die Behandlung von damals angesprochen zu haben scheint…

Grund zur Freude

ist in den letzten Jahren im Berufsleben deutlich weniger geworden, oder wie man heute sagt die Freude ist nicht mehr so nachhaltig…
Die tägliche Arbeit wird von immer mehr Sorgen begleitet, mal fehlen Mitarbeiter, mal ist Material nicht lieferbar, fast ständig gibt es IT Probleme ( Telematik, Röntgensoftware, hängende Updates usw. ).

Und doch gibt es Tage, wo trotz oben genannter Probleme Patienten im Recall bestellt sind und alles genau so läuft, wie es gedacht und geplant war. Das ist ein Grund zur Freude in meinem Berufsleben, den ich nicht missen möchte. Schade nur, daß dies durch o.g. Gründe relativ schnell aus dem Bewusstsein gelöscht wird.

Vielleicht schreiben wir auch zu wenig Positives…
Deswegen möchte ich die zwei Fälle kurz vorstellen.

Beginnen wir mit dem Fall einer Patientin, welche unsere Praxis mit immer wieder kehrenden Beschwerden aufsuchte. Dar Zahn wurde bereits wurzelkanalbehandelt. Laut Aussage der Patientin wurde ihr immer mitgeteilt es sei alles in Ordnung. Der Zahn ist wetterfühlig, das ist immer mal bei wurzelkanalbehandelten Zähnen.
Sie wechselte den HZA und dieser überwies sie zu uns. 46 zeigte eine unvollständige WF und eine P. apicalis. Die Krone ist suffizient, der Zahn hat keine erhöhten Sondierungstiefen und der Lockerungsgrad ist 0.
Nach entsprechender Beratung haben wir uns für die Revision und den Erhaltungsversuch des Zahnes 46 entschieden.
Im angefertigten Röntgenbild sieht man nicht vollständig gefüllte Kanalstrukturen mit deutlich sichtbaren apikalen Veränderungen im Sinne einer P. apicalis. Die ZE Versorgung ist suffizient.
Der Zahn 46 hat Lockerungsgrad 0 und zirkular Sondierungstiefen zwischen 3 und 4mm.
46 ist zum Beratungstermin nicht perkussionsempfindlich. Die Patientin gibt an, immer mal einen Schmerz beim längeren Kauen zu verspüren.
Für endodontische Revision des Zahnes 46 haben wir die Patientin beraten. Die Stufenbildung mesial und distal und das apikale Erschließen der Kanalstruktur ist mit Risiken (Instrumentenfraktur, Perforation, etc.) verbunden. Die Patientin wollte unbedingt den Zahnerhalt versuchen. Nach Entfernung des WF Materials im koronalen Bereich mit der R25 erfolgte die weitere Entfernung mit Guttasolv und Wave One Gold Small. Die apikale Erschließung gelang wie hier schon oft beschrieben. (Suche: Pick, Pick). Die weiter Aufbereitung erfolgte mit Wave One Gold #25, #35. Die Wurzelfüllung erfolgte thermisch vertikal im modifizierter Schildertechnik.
Anbei die Röntgenaufnahmen und das Recall.

Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen. 

So oder so? Wie soll man nun …

Letzte Woche habe ich mich mit einem befreundeten Kollegen unterhalten.
Während er wie ich früher WaveOne Gold- Instrumente zur Wurzelkanalpräparation verwendet hat, bereitet er seit einiger Zeit nun Wurzelkanäle bis zu einem Taper von 4 Prozent auf und füllt mittels Zentralstift-Technik und mit einem „biokeramischen“ Sealer die Wurzelkanäle.

Ich verstehe den Kollegen.
Sowohl Aufbereitung als auch Abfüllung gelingen auf seine Art und Weise einfacher, keine Frage.

Ich hingegen möchte weiter nicht auf die warme Fülltechnik verzichten.

Warum ?
2 Tage nach unserem Gespräch dieser Fall hier.
Aus dem ich für mich den Schluss ziehe, an meiner Technik weiter festzuhalten.

Zahn 36 37.
Beide endodontisch behandlungsbedürftig.
Beide mit radikulären Knochendestruktionen.

Zahn 36 mit massiver apikaler und interradikulärer Aufhellung wie im Ausgangs-Röntgenbild vom Januar 2024 zu sehen.

6 Monate später sehen wir im Kontroll-Röntgenbild unmittelbar nach Wurzelkanalfüllung von Zahn 36 gefüllte Anastomosen in der mesialen Wurzel. Und die Abdichtung einer apikalen Teilung des Wurzelkanals in der distalen Wurzel.

Natürlich kann niemand sagen, wie die Wurzelfüllung in der Kombi 4% + „Biokeramischer“ Sealer ausgesehen hätte.

Vielleicht genauso ?
Vielleicht besser im Sinne von mehr lateraler Anatomie gefüllt ?

Wir wissen es nicht.
Das macht es ja so schwierig.

Aber wenigstens hat sich der Knochendefekt in weniger als einem halben Jahr schon sehr positiv entwickelt.

Extrem erfreulich.

Aber als Folge von was?
Der grösser getaperten Aufbereitung? Die eine effizientere Spülung und Desinfektion ermöglichte? Die schallgestützte Irrigation mittels VDW Eddy?
Die lasergestützte Irrigation mit dem Morita Adverl Evo Erb:YAG Laser im Sinne des PIPS-Verfahrens?
Die medikamentöse Wirkung unserer Langzeit-Calciumhydroxid-Einlage?

Fragen über Fragen.
Auf die es auch 100 Jahre nach Hess und Walkhoff und 60 Jahre nach Seltzer, Bender und Schilder keine allgemeingültigen Antworten gibt.

So oder so – wie soll man nun ?

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Lieblingsanatomie 2024 – Zahn 37 (I)

Heute möchte ich meine bisherige Lieblingsanatomie-2024 eines Zahnes 37 vorstellen…

das Ausgangsröntgenbild sah schon mal vielversprechend aus…

klinisch sollte ich nicht enttäuscht werden…

hier schon mal WF und Abschluss-Röntgenbild…

sieht eigentlich eher nach einem 27, als nach einem 37 aus…oder?

mehr später …

Brumaba OP Stuhl Balance Advance F

Nun haben wir es doch getan. Schon einige Zeit habe ich mit dem OP Stuhl Balance von Brumaba geliebäugelt. Allerdings hatte ich Bedenken, daß der Stuhl zu groß ist.
Bisher haben wir mit den Stühlen von Jaden gearbeitet. Diese haben uns lange Zeit gute Dienste geleistet. Leider hat sich die Alukonstuktion der Armlehnen durch den langen Hebel als nicht langzeitstabil erwiesen.
Deshalb haben wir den OP Stuhl Balance Advance von Brumaba getestet.
Dieser macht einen äußerst stabilen Eindruck. Zeigt vielfältige Einstellungsmöglichkeiten und hat sich sehr gut in unserem Behandlungskonzept ergonomisch eingefügt. Der Stuhl ist breiter als der Jadentstuhl. Dies muss man beachten. Bei uns war das kein Problem.

Was zeichnet den Brumaba Stuhl aus:
Stabile und perfekt einstellbare Positionen der Armstützen (Neigung, Rotation und Länge sind einstellbar) und der Sitzfläche. Die Polster sind angenehm weich. Die Armauflagenpolster sind abnehmbar. Die Sitzfläche ist in der Höhe und Neigung verstellbar, ebenso die Rückenlehne.
Auf die Bremse für die Rollen haben wir verzichtet. Die Rollen laufen leicht. Die Höhenverstellung des Stuhles geht per Fusstableau problemlos.
Ein tolles Produkt aus heimischer Produktion, wie es früher mal die Regel war.
Besonders hervorheben möchte ich die unkomplizierte Leihstellung zum Testen des Stuhls.

Die Armabstützungen am Behandlerstuhl sind für mich ergonomisch nicht mehr wegdenkbar. Vor vielen Jahren habe ich in Dessau mit Christoph Huhn ein Wochenende das Konzept von Dr. Beach im individuellen Training studieren dürfen. Das Konzept ist sehr gut durchdacht und unbedingt zu empfehlen!
Die locker hängenden Arme aus dem Konzept haben bei mir am Mikroskop nicht funktioniert.
Einige Zeit habe ich es probiert. Dann habe ich mir einen Stuhl eines dänischen oder schwedischen Herstellers gekauft. Die Armstützen waren kurz und nicht fixierbar. Das funktionierte nicht. Danach kam der Jadenstuhl, der bis jetzt mein Favorit war.
An diesem hat sich die Aluschiene für die Armstützen nach einigen Jahren verdreht und musst ausgetauscht werden. Das trat wieder auf und deshalb musste nach Alternativen gesucht werden.

Der Brumaba Stuhl hat diesen nun abgelöst.
Finanziell spielt der Brumabastuhl auch in einer anderen Liga. Wie sich der Stuhl bewährt werden wir weiter berichten.
Was fehlt mir: Optimal wäre die Vorstellbarkeit zwischen Armauflagen und Sitzfläche. Damit kann man auf unterschiedliche Oberarmlängen eingehen. Impingement-Syndrom möchte ich hier nur mal als Schlagwort einwerfen.

Mehr Infos zum Stuhl hier.

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OGSF – Neues Feilen-System von Coltene

Es kommt gar nicht mehr so oft vor, dass noch etwas Neues im Bezug auf maschinelle Nickel- Titan-Instrumente der dentalen Welt vorgestellt wird.

Und so ganz neu ist es auch gar nicht, worüber ich heute berichten möchte, bedenkt man, dass die Coltene Hyflex EDM-Instrumente doch schon etliche Jahre auf demMarkt sind.

Allerdings nicht nur in der kollegialen, sondern sogar in der firmeninternen Wahrnehmung von Coltene immer irgendwie ein Aschenputtel-Dasein geführt haben. Anders ist es nicht zu erklären, das Coltene die ganzen Jahre die Hyflex CM – Instrumente in den Vordergrund gestellt und das Produkt-Portfolio ihrer EDM- Instrumente eher stiefmütterlich behandelt hat. Vor allem nie ein optimal aufeinander abgestimmtes Gesamt-System vorgestellt hat.

Das hat sich jetzt geändert.
OGSF ist das Stichwort.
OGSF steht für Opener Glider Slider Finisher.

Und EDM steht im Übrigen für Electrical Discharge Machining.
Zu Deutsch Funkenerosion. Die NiTI-Instrumente werden also nicht konventionell durch Fräsung erzeugt, sondern das Ganze funktioniert wie folgt – ich zitiere Wikipedia: Das Elektrodenwerkzeug wird bis auf Bruchteile von Millimetern an das Werkstück herangeführt. Im richtigen Moment wird der Überschlag von Funken durch eine Erhöhung der anliegenden Spannung herbeigeführt. Die Funken lassen das Material punktförmig aufschmelzen und verdampfen. Das Abtragsergebnis wird von Intensität, Frequenz, Dauer, Länge, Spaltbreite und Polung der Entladungen beeinflusst. Das Werkzeug wird mit Hilfe einer CNC-Steuerung bewegt. Es lassen sich komplexe geometrische Formen herstellen.

Ich gestehe an dieser Stelle, das ich mit dem Hyflex CM-System nie so richtig warmgeworden bin. Jörg Schröder arbeitet gerne damit, mir fehlt die Möglichkeit, lateral Druck ausüben zu können, wie ich es von WaveOne Gold und VDW Reciproc gewohnt bin. Ausserdem mag ich das leichte Aufdrehen der CM-Instrumente unter Belastung nicht, aber das Alles sind persönliche Vorlieben pro oder contra. Die Coltene Hyflex EDM Instrumente kommen mir mehr entgegen. Hier kann trotz aller möglichen Biegsamkeit und vor allem Vorbiegsamkeit, beides Eigenschaften wiederum, die ich hingegen sehr schätze, auch lateral „gebürstet“ werden.


Das OGSF-System ist ein Single Length-System.
Die Kanäle werden also behutsam mit zierlichen flexiblen Instrumenten maschinell erschlossen und das OGSF-System nutzt, wie schon vom legendären John Mc Spadden vor 30 Jahren angeraten, eine behutsame Steigerung des Tapers (hier 15.03 => 18.4,5 vom Glider zum Shaper). Mit dem Finisher mit einem Spitzendurchmesser von 0,3 mm und einem Taper von 4 Prozent wird dann die Aufbereitung abgeschlossen, sofern keine größeren Instrumente benötigt werden.

Ich bin gespannt, wie sich die Instrumente in der Praxis bewähren werden.

Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.

Misserfolg RET (I)

Heute wieder einmal ein Recall einer RE-Therapie.

Leider stellt sich die Situation diesmal nicht so erfreulich dar.

Zu den Hintergründen in Kurzform:

Der heute 10-jährige Laurenz erlitt in den Osterferien 2022 ein Frontzahntraum an Zahn 11 (Sturz auf Eisenstange, unkomplizierte Kronenfraktur + starker Lockerungsgrad)

Die weiteren Schritte:

– Notfallzahnarzt (Italien) Erstellung eines OPGs; keine weitere Therapie – 10 Tage später Vorstellung bei ÜW
– Vipr negativ 
– LG III
-Zahn leicht intrudierbar, zudem schmerzhaft
– Schienung für 2 Wochen
– CP-Behandlung
-> Ktr. nach 2 Wochen
– Schiene ex
– beschwerdefrei, Zahn gefestigt
– Vipr weiter negativ /jetzt grau verfärbt

– Mai 2022 ausgeprägte Schwellung. s.h. Handyfoto der Mutter

Bei uns erfolgte die RE-Behandlung in zwei Terminen und konnte im Juli 2022 abgeschlossen werden.

Im Mai 2023 zeigte sich folgendes Bild:

Im Juni 2024 nun so:

Wie schätzen Sie die Situation ein und wie soll die weitere Therapie aussehen?

Fire on

Dens invaginatus Fall 3 (2) – Recall

Hier hatten wir über diesen Fall berichtet. Die Patientin ist vollkommen schmerzfrei. Das 12 Monatsrecall zeigt eine deutliche Heilungstendenz.
Zu diesen Fällen habe ich vor einige Zeit mit Kieferorthopäden gesprochen. Diese Entwicklungsstörung im Bereich der Zähne und die entsprechende Therapie war nicht bekannt. Deshalb stelle ich zu diesem Fall noch einmal alle Bilder ein.

Anmeldung für DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER III EndoErgonomie

Wenn es nicht schon heute morgen geschehen ist, so sollte im Laufe des Tages die Anmeldung für DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER III EndoErgonomie freigeschaltet werden. Wer teilnehmen möchte, kann sich bei Morita auf der Homepage unter Morita Acedemy nun registrieren. Allen Teilnehmern der Veranstaltung DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER II vom 08. Juni ist bis Mitte Juli der Platz für DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER III EndoErgonomie reserviert. Da jedoch diesmal auch die Teammitglieder dabei sein dürfen und sollen (Ergonomie ist TEAMARBEIT) und deren Plätze limitiert sind, ist es vielleicht doch sinnvoll, die Anmeldung frühzeitig vorzunehmen.

DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER III EndoErgonomie ist der letzte Teil der Reihe.
Wie schon geschrieben wird es zu dieser Veranstaltung keine Wiederholung geben.

Diesmal wird auch wieder kontrovers diskutiert.
Ganz anders als bei DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER II.

Die Ergonomie wird ganz offensichtlich in unseren Praxen sehr unterschiedlich ausgelebt.
Es zeigt sich schon im Vorfeld, dass die Unterschiede zwischen den 3 Praxen hier wesentlich grösser sind als zum Beispiel in der Behandlungssystematik der Kanalaufbereitung. Wo es doch eher die wichtigen Details waren, die den Unterschied ausmachten. Und es immer ein verbindendes Grosses gab.

Das ist bei DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER III EndoErgonomie nicht der Fall.
Hier stehen sich die Konzepte unversöhnlich gegenüber.
Das findet sich auch in der Vortragsstruktur wieder.

Jeder der Referenten hat jeweils 2 Stunden Zeit für seine 4 Themenfelder, die er eigenverantwortlich bedienen muss.
Insgesamt also 12 mal Ergonomie aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln.

Zur Anmeldung geht es hier.

Buchneuerscheinung – Das Kleine 1*1 der Endodontie

Heute vormittag lag es auf meinem Tisch.
Das Kleine 1*1 der Endodontie.

Ein Fachbuch zur Wurzelkanalbehandlung, das sich – wie der Titel suggeriert – Kleines Einmaleins ist Grundschule – an den Endo-Einsteiger richtet. Dem möchte ich zumindest ein wenig widersprechen. Auch der erfahrene Wurzelkanalbehandler kann möglicherweise das eine oder andere Nützliche hier erfahren und für das eigene Arbeiten mitnehmen. Gut angelegte 128 Euro demnach. Von denen die vielen namhaften Autoren – auch DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER sind darunter – keinen einzigen Cent sehen. Sie alle haben unentgeltlich an diesem Werk mitgewirkt. Finanzielle Interessen, die Erwähnung des Buches hier bei WURZELSPITZE betreffend, können also ausgeschlossen werden.

Dennoch nachfolgend der bekannte Disclaimer, eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.

Unfallzahn des Tages (III)

Ich habe mich gefragt, auf welcher gesetzlichen Grundlage die Zuständigkeit der Unfallkasse zur Kostenübernahme beruht.

Meine Internetrecherche ergab mehrere interessante Literatur-Fundstücke, die ich hier nachfolgend aufgeführt habe:

Fundstück I (auf der Homepage der Unfallkasse Rheinland-Pfalz)

Die Unfallkasse Rheinland-Pfalz als zuständiger Kostenträger für Unfälle in Schulen und Tagesstätten übernimmt die Kosten einer unfallbedingten Zahnbehandlung im Rahmen der für uns gültigen Abrechnungsgrundlagen in voller Höhe, ohne Eigenbeteiligung des Versicherten.

Information Behandlungskosten bei privat Krankenversicherten

Als Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung hat die Unfallkasse Rheinland-Pfalz nach Eintritt eines Arbeits- oder Schulunfalls oder einer Berufskrankheit die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit ihrer Versicherten mit allen geeigneten Mitteln wiederherzustellen.
Im Rahmen dieses gesetzlichen Auftrages übernehmen wir die Kosten für eine umfassende medizinische, berufliche und soziale Rehabilitation.
Sie haben als Privatpatientin bzw. Privatpatient folgende Wahlmöglichkeiten:
Heilverfahren zu Lasten des Unfallversicherungsträgers
In der Unfallversicherung, insbesondere im Bereich der medizinischen Rehabilitation, gilt das Sachleistungsprinzip und nicht das in der Privatversicherung übliche Prinzip
der nachträglichen Kostenerstattung. Dies bedeutet: der Unfallversicherungsträger bzw. die Unfallversicherungsträgerin hat dem oder der Versicherten die Leistungen unmittelbar zur Verfügung zu stellen. Sie müssen nicht
in Vorleistung treten. Der Leistungserbringer oder die Leistungserbringerin (z. B. Arzt
bzw. Ärztin oder Krankenhaus) rechnet die Behandlungskosten direkt mit uns ab.
Ihnen entstehen also durch die Behandlung aufgrund eines Arbeits- oder Schulunfalls oder einer Berufskrankheit grundsätzlich keine Kosten.
Unsere Gebührensätze weichen von denen, die die private Krankenversicherung bzw. Beihilfestelle übernimmt, ab.
Gerade bei Privatpatientinnen oder Privatpatienten kommt es häufig zu Missverständnissen bezüglich des Abrechnungsverfahrens.

Grundsätzlich haben Sie auch bei einem Arbeits- oder Schulunfall oder einer Berufskrankheit
als privat versicherte Person die Möglichkeit
der freien Wahl des Arztes oder der Ärztin. Ausnahmen bilden Versicherungsfälle, die aufgrund ihrer Art und Schwere einer besonderen unfallmedizinischen Behandlung bedürfen. Hier ist die Vorstellung bei einer Durchgangsärztin oder einem Durchgangsarzt erforderlich.

Unfallkasse Rheinland-Pfalz, Orensteinstraße 10, 56626 Andernach
Stand: Oktober 2022

   
Sollten Sie sich für die Behandlung zu unseren Lasten entscheiden, informieren Sie bitte sämtliche an der Heilbehandlung beteiligten Leistungserbringenden, dass
  • die Behandlung durch einen Arbeits- bzw. Schulunfall oder eine Berufskrankheit bedingt ist,
  • Sie keine privatärztliche Behandlung wünschen,
  • wir Kostenträgerin der Behandlung sind.
    Unterschreiben Sie in diesem Fall keinen Privatbehandlungsvertrag!
    Sollte die Abrechnung trotz dieser Hinweise mit Ihnen erfolgen, senden Sie die Rechnung umgehend zurück mit dem Hinweis, die Rechnungsstellenden mögen bitte direkt mit uns abrechnen.

    Privatärztliche Behandlung
    Auch Privatpatientinnen oder Privatpatienten, die einen Arbeits- oder Schulunfall oder
    eine Berufskrankheit erlitten haben, können ausdrücklich eine privatärztliche Behandlung wünschen. Nur aufgrund einer ausdrücklichen Vereinbarung kommt ein privatrechtlicher Behandlungsvertrag zwischen Patientin oder Patient und Ärztin oder Arzt zustande.
    Nach Auffassung der Unfallversicherungsträger setzt das weiter voraus, dass der Leistungserbringer oder die Leistungserbringerin Sie rechtzeitig und umfassend über die Verfahren und Abrechnungsmodalitäten aufgeklärt hat.

    Ein Privatbehandlungsvertrag lässt eine Kostenerstattung durch den Unfallversicherungsträger oder die Unfallversicherungsträgerin nicht zu – auch nicht anteilig. Es fehlt an den rechtlichen Voraussetzungen.
    In der Praxis kommt es vor, dass die Leistungserbringenden eine Privatbehandlung „unterstellen“ oder annehmen, wenn sich der Privatpatient nicht anderweitig äußert.

    Beispiel 1:
    Herr L. ist mit seiner Familie privat versichert. Sein sechsjähriger Sohn fällt in der Schule auf das Knie und wird umgehend beim Facharzt oder bei der Fachärztin vorgestellt.
    Die Ärztin oder der Arzt rechnet die durchgeführte ambulante Behandlung mit Herrn L. nach
    der Gebührenordnung für Ärzte und den für Privatpatienten üblichen Steigerungssätzen ab.
    Herr L. reicht die Behandlungsrechnung in Höhe von 230,04 € bei dem zuständigen Unfallversicherungsträger oder der zuständigen Unfallversicherungsträgerin ein.

Fundstück II

Siebtes Buch Sozialgesetzbuch – Gesetzliche Unfallversicherung – (Artikel 1 des Gesetzes vom 7. August 1996, BGBl. I S. 1254)

Hier der gesamte Gesetzestext

Und hier der für uns relevante Gesetzespassus

§ 28 Ärztliche und zahnärztliche Behandlung
(1) Die ärztliche und zahnärztliche Behandlung wird von Ärzten oder Zahnärzten erbracht. Sind Hilfeleistungen anderer Personen erforderlich, dürfen sie nur erbracht werden, wenn sie vom Arzt oder Zahnarzt angeordnet und von ihm verantwortet werden.
(2) Die ärztliche Behandlung umfaßt die Tätigkeit der Ärzte, die nach den Regeln der ärztlichen Kunst erforderlich und zweckmäßig ist.
(3) Die zahnärztliche Behandlung umfaßt die Tätigkeit der Zahnärzte, die nach den Regeln der zahnärztlichen Kunst erforderlich und zweckmäßig ist.
(4) Bei Versicherungsfällen, für die wegen ihrer Art oder Schwere besondere unfallmedizinische Behandlung angezeigt ist, wird diese erbracht. Die freie Arztwahl kann insoweit eingeschränkt werden.

Fundstück III

Abkommen
zwischen der
Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e. V. (DGUV)
Glinkastraße 40, 10117 Berlin,
Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) als Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft (LBG) Weißensteinstraße 70-72, 34131 Kassel
und der
Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV)
Universitätsstraße 73
50931 Köln
über die Durchführung der zahnärztlichen Versorgung von Unfallverletzten und Berufserkrankten
vom 1. Februar 2023

2.2 Sollte es sich in begründeten Fällen (besondere Schwierigkeiten in der Durchführung der prothetischen Versorgung) ergeben, dass hinsichtlich des Honorars von der unter 2.1 genannten Gebührenregelung abgewichen werden muss, ist zwischen dem zuständigen Unfallversicherungsträger und dem Zahnarzt vor Einleitung der Behandlung eine Honorarabsprache zu treffen.
Entsprechendes gilt für das zahnärztliche Honorar bei den Leistungen, die zur Heilbehandlung gem. § 26 Abs. 2 SGB VII gehören, aber nicht Bestandteil der Gebührenregelungen nach Ziffer 2.1 sind.

Welche Konsequenzen ergeben sich nun aus dem Aufgeführten für die zahnmedizinische Behandlung und ihre Abrechnung?

Meine Gedanken dazu im nächsten Beitrag.

PAC MAC – in eigener Sache (I)

Durch ROOTS bin ich vor vielen Jahren auf die Wurzelkanalfüllmethode mittels thermomechanischer Kompaktion gestoßen. Die von Dr. Jerry Avillion vorgestellte Methode (auch System A genannt) nutzt einen PAC MAC zur Erhitzung der Guttapercha/Sealer-Masse bei circa 30.000 U/min (Blaues Winkelstück)

Bei Bedarf kamen solche PAC MACs bei mir immer wieder mal zu Einsatz. Leider hat der Hersteller die Produktion eingestellt.

Hat jemand der hier Mitlesenden ggf noch Restbestände, die er mir gegen finanziellen Aufwand überlassen möchte ?

🙏🙏🙏

Wie ging es weiter… Recalls zu Extraktion angeraten

Hier haben wir den Fall vorgestellt.

Nun haben wir das 12 Monats und 24 Monatsrecall und können den Patienten aus unserem Recall in das des HZA überlassen. Die prothetische Therapie haben wir nochmals dringest angeraten.

Hier die Bilder des Falls.

Unfallzahn des Tages (II)

Die Vorgeschichte zum Fall findet sich hier.

Die Rechnung bei der Unfallkasse einreichen.
Ein lapidarer Satz. Den die Mutter des jungen Patienten uns mit auf den Weg gab.
Bedeutet konkret.

Abrechnung nach dem BEMA.
Aber mit einem eigenen Punktwert.

1,47.
Gegenüber einem Punktwert der GKV-Kassen von 1,1578.
27 % mehr.

Klingt gut, oder ?

Jetzt die Fakten.
180,62 Euro nach BEMA.
Für die in zwei Sitzungen erfolgende Wurzelkanalbehandlung einschliesslich nachfolgendem Verschluss der Trepanationsöffnung mittels einflächiger Füllung. Die unterschiedlichen Faktoren BEMA <=> Unfallkasse berücksichtigend ergäbe es bei der Unfallkasse ein Honorar von 229,39 Euro.

Plus Besprechung vorab in einer weiteren Sitzung.
Die mit den Positionen 01 vipr rö2 (insgesamt im BEMA mit 41,68 Euro vergütet, bei den Unfallkassen demnach 52,93 Euro) ebenfalls den betriebenen Aufwand nicht adäquat abbildet.

Denn wie hoch ist eigentlich das benötigte M-Honorar in unserer Praxis?
442 Euro pro Stunde.

Wird es nicht erreicht, übernimmt der Behandler zwangsläufig einen Teil der Kosten der Behandlung, die er selbst durchführt. Bei einer veranschlagten Gesamtbehandlungsdauer von 2 Stunden ist de vermutlich im vorliegenden Fall as ein Betrag von 654,61 Euro, der von der Unfallkasse nicht übernommen wird.

Wieso eigentlich?

Fortsetzung folgt…



Unfall-Zahn des Tages

Ein noch 13 jähriger Junge stellt sich heute morgen mit seiner Mutter vor.
Unfall im Alter von 10 Jahren.

Endodontische Versorgung des Zahnes 11 durch den Hauszahnarzt, später WSR zu gleichen Händen.
Seit längerer Zeit ist vestibulär eine Fistel vorhanden.

Der Patient wurde nun vom Kieferorthopäden uns verwiesen mit der Fragestellung, ob der Zahn im Rahmen einer Multiband-Therapie bewegt werden darf/soll.

Die Mutter bricht hochemotional in Tränen aus, als sie erfährt, das mit dem Zahn nicht alles in Ordnung ist.

Welche Behandlung ist sinnvoll/indiziert?
Wie lange dauert die Behandlung voraussichtlich ?

Als Kostenträger, an den die Rechnung geschickt werden soll, wird von der Mutter die Unfallkasse benannt. Diese übernehme dann alle Kosten, so ihre Aussage.

Kein Kanal (III) – Frontzahn (II-UK Front)

Vor längerer Zeit habe ich hier „Fall zwei“ vorgestellt.

Heute in aller Kürze das Recall nach 18+ Monaten..

Heute das Update..

Lookin` goooood

;-)

Heikle Nummer (2)

Hier haben wir den Fall vorgestellt.

Meine größte Sorge war ein Chipping der Kronen und die damit einhergehenden Probleme als Musiker, welche er durch Veränderungen in der Frontzahnsituation schwer tolerieren kann.
Deswegen kann das eine heikle Nummer werden. Über einen ähnlich gelagerten Fall haben wir hier berichtet.
Da ich selbst viele Jahre ein Blasinstrument spielte bin ich für diese Probleme besonders sensibilisiert.
Wir haben die Behandlung und möglichen Risiken mit dem Patienten zuvor besprochen. Begonnen haben wir mit der endodontischen Therapie am Zahn 11.
Um die Kronen möglichst zu erhalten haben wir eine möglichst kleine Zugangspräparation gewählt. Diese musste allerdings groß genug sein um apikal unter Sicht zu arbeiten.
Zudem haben ist im Röntgenbild ein sehr langer Glasfaserstift zu erkennen.
Nach Anästhesie und Kofferdamapplikation erfolgte die Entfernung des Stiftes mit Munceburs.
Apikal war kein Metall, wie wir vermuteten, sondern ein guttaperchafarbener Kunststoffcone. Diesen haben wir mit einer Hedströmfeile in der hier beschriebenen Kuhfußtechnik entfernen können. Wir haben die Hedströmfeile nur sehr dezent über das apikale Foramen bewegt um das Fremdmaterial möglichst im Ganzen erfassen zu können.
Dies gelang im ersten Versuch. Danach beobachteten wir eine stärkere apikale Blutung in den Wurzelkanal. Nach der Aufbereitung mit Wave One Gold #45, Mtwo Feilen bis #60.04 und Desinfektion mit NaOCl und erfolgte eine Einlage mit CaOH.
Im nächsten Termin erfolgte nach einer abschließenden Desinfektion der apikale Verschluss mit MTA (ProRoot) und zuvor ein Widerlager mit Resorba. Die Wurzelfüllung gelang mit Guttapercha und es wurde ein Glasfaserstift inseriert. Die Krone wurde nach Sandstrahlung der Kavitätenränder, Keramikätzung und Silanisierung adhäsiv verschlossen.

Was wäre wenn?
Bei einem festsitzenden fakturierten Instrumentenfragment, wäre die Zugangskavität nicht so minimal geblieben. Wir verfahren in diesen Situationen immer so, daß wir die Gestaltung der Zugangskavität an die apikale Situation anpassen. Im Fall von metallischen Kronen mit Spanabtrag ist das schwierig zu handeln. Wir dichten den Kanal mit Teflonband ab und verwenden darüber einen Peletim als so eine Art Spanfänger.

DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER III – Die Rückkehr der Endo-Ritter

Samstag 21. September 2023.
Die finale Episode der Endo-Saga.

Die Rückkehr der Endo-Ritter.
DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER reden über EndoErgonomie.
HaWi Solo, Yoda Schröder und Chris Skywalker.
Möge die Macht mit uns Allen sein!

Gemeinsam gegen den Endgegner.
Dem Handling komplexer endodontischer Behandlungsschritte.
Mit und ohne Dentalmikroskop

Was macht unser Behandeln schneller, besser, einfacher?
Das sind die Fragen.


Ansonsten Alles wie gehabt.
Die Orte. Die Bühne. Die Rahmenhandlung.
Freitagabend Wein, Wurst und Pommes. . Samstagvor- und nachmittag. Vorträge.Samstag abend Feines Essen und schönes Zusammensein.

Alles wie gehabt ?
Nein.

EndoErgonomie.
Das ist Teamwork.

Und deshalb ist es doch nur stimmig, wenn das Team mit dabei sein darf.
Den 21. September daher schon mal praxisintern kundtun. Und gemeinsam mit uns – Arzt wie Assistent – Ergonomie diskutieren.

BTW auch für das Team gilt.
Eine frühe Anmeldung ist sinnvoll, denn möglicherweise sind DIESE Plätze schnell weg. Wir wissen es nicht. Aber ich sag mal so, wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte, mit meinem Teram eine solche Fortbildung zu besuchen, ich hätte mich gefreut.

Ab dem 26. Juni gibt es die Möglichkeit der offiziellen Anmeldung auf der Morita-Homepage.


RET Behandlung – Recall nach zwei Jahren (II – jetzt 4,5 Jahre)

Und wieder ist ein Jahr vergangen…

vor kurzem erhielten wir ein neuerliches Recall-Röntgenbild des mittlerweile 13-jährigen Lasse…

Die RET Behandlung von Zahn 21 ist mittlerweile circa 4 1/2 Jahre her.

Der Abschluss der Behandlung des vormals avulsierten Zahnes 11 erfolgte vor knapp zwei Jahren…

Unter Beobachtung bleibt insbesondere Zahn 11 mesio-approximal

Heikle Nummer

so dachte ich, als ich die Röntgenbilder sah, zumal wir schon mal einen Fall eines Musikers mit Berufsunfähigkeit hatten und das ist wieder so einen speziellen Fall.
Der Patient spielt Klarinette in einem großen Orchester. Um das Instrument zu spielen sind die oberen Frontzähne besonders wichtig, da diese auf dem Mundstück aufliegen, bzw. das Mundstück gegen die oberen Frontzähne gedrückt wird.
Der Patient wurde uns überwiesen mit der Bitte unbedingter Erhalt der Frontzähne 12,22 und ggf. auch der vorhandenen ZE Versorgung. Das hängt mit dem Ansatz am Instrument zusammen. Auf der Oberseite des Mundstückes ist eine Bissplatte mit der Form der Frontzähne aufgeklebt.

Der Patient hatte so lange, wie möglich die Therapie heraus geschoben. Lange war er beschwerdefrei und wollte das Risiko eines plötzlich längeren beruflichen Ausfalls nicht eingehen.
Nun war aber der Punkt gekommen, wo Beschwerden auftraten. Ein undefinierbares Druckgefühl war entstanden. Die Zähne 12,11 zeigen keine erhöhten Sondierungstiefen, der Lockerungsgrad ist 0, es ist kein Perkussionsschmerz, lateral oder horizontal provozierbar. Die Zirkonkronen beider Zähne zeigen Chipping. Bei festerer Palpation entstand ein dezentes, unangenehmes Gefühl verstibulär am Zahn 11.
Der Patient hat sich für die Nacht einen Schutz aus einer Anti-Scharchschiene selbst gebaut.
Er hat das Gefühl, daß er nachts stark mit den Zähnen presst.

Zur Behandlungsplanung haben wir ein DVT erstellt um die apikale Situation mit dem extrudierten Material zu beurteilen. Im VDT war erkennbar, daß dieses Material den Zahn und den Knochen perforiert hat. Wir gingen von einem metallischen Material aus. Der Röntgenkontrast sprach dafür. Ein Wurzelkanalaufbereitungsinstrument schien es nicht zu sein. Entweder Reste einer Millernadel oder Kunststoff. Für letzteres hätte aber der Knochen zuvor mit einem metallischen Gegenstand perforiert sein müssen.

Was wäre Ihr Gedanke zum Material, bzw. Fall?

Nachlese DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER II EndoOrganisation (I) – Das Marvis-Versprechen

Liebe Grüsse an Alle, die bei DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER II – EndoOrganisation dabei waren.

Die Welt zu Gast bei Freunden.
Es war auch diesmal wieder ein besonderes Ereignis.
Ich werde es in schöner Erinnerung halten und hoffe, das es Euch auch so geht.
Der Geräuschpegel bei den Gesprächen während des Abendessens im Meisenheimer Hof übertraf deutlich den Lärmpegel in Oktoberfest-Zelten. Ein gutes Zeichen. Ganz offensichlich hat DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER Spass gemacht und zu vielen intensiven Gesprächen angeregt. Das zeigt sich auch in den vielen beim Abschied zum Bus-Shuttle geäußerten Verabschiedungen „Wir sehen uns im September !“

Und wer bei DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER II – EndoOrganisation dabei war, weiss jetzt, was es mit dem Marvis-Versprechen auf sich hat. Und warum man es unbedingt anwenden sollte, um im eigenen Arbeiten voranzukommen.
Erfolgreich(er) zu sein.

Vier Schritte.

1
Schreib, was Du umsetzen möchtest, auf einen Zettel und hefte diesen an den Badezimmerspiegel.

2
Jeden Morgen, wenn Du die Marvis-Zahncreme in die Hand nimmst, lies den Zettel und ruf Dir in Erinnerung, was Du heute angehen möchtest.

3
Jeden Abend, wenn Du die Marivs-Zahncreme in die Hand nimmst, frage Dich, Ob Du das Vorgenommene umgesetzt hast. Falls nicht, überlege kurz, was Du morgen tun kannst, um ans Ziel zu kommen

4
Wenn die Tube leer ist.
Frage Dich, ob Du dein Ziel erreicht hast.
Falls ja, schreibe einen neuen Zettel. Dann nimm eine neue Marvis- Zahncreme der gleichen Geschmacksrichtung und widme Dich der neuen Aufgabe.
Falls nein, dann nimm eine neue Tube Mavis -Zahncreme in einer anderen Geschmacksrichtung. Überlege gründlich, warum es nicht geklappt hat und was Du tun willst, um diese Dinge aus der Welt zu räumen. Dann fahre fort in deinem Bemühen. Manchmal braucht es mehr Zeit als eine Zahntubendauer. „Thats life“, um Sammy Davis Junior und Frank Sinatra zu zitieren. Entscheidend ist, dass Du weiter dranbleibst.

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