Neues MAR – Modul in der IDixel-Software

Neues MAR – Modul in der IDixel-Software

In Vorbereitung auf die Masterclass der DG Mikro am 18. und 19. September 2026 auf Schloss Reichenberg in Essen habe ich mich mit Alexander Fiebig getroffen.
DEM Mastermind bei Morita Deutschland zum Thema DVT.

Wenn sich jemand auskennt und auf jede Frage eine Antwort hat, das DVT und alles drumherum betreffend, dann ist er es.

Bei der Masterclass werden der Hausherr Tomas Lang, Alexander Fiebig und ich gemeinsam und alternierend vortragen. Und wir werden auch zwei DVT-Systeme im praktischen Einsatz miteinander vergleichen: Das Morita X800 im Vergleich zum Mitbewerber von Sirona.

Und vorab schon mal eine Info, die ich bisher nicht auf dem Schirm hatte, die aber augenfällig ein deutlicher Fortschritt ist.

Das MAR.

MAR steht für Metallartefaktreduktion und dieses Modul ist seit etwa sechs Monaten Bestandteil der neu ausgelieferten IDixel-Software für Morita DVT-Systeme. Für bereits vorhandene Geräte kann es als Software-Update nachgerüstet werden. Kostenpunkt: 549 Euro.

Was kann das Modul?

Wir alle kennen das Problem: Metall und fieserweise noch extremer bestimmte Keramiken – beispielsweise bei Kronen, Wurzelstiften oder anderen Restaurationen – können im DVT zum Teil erhebliche Artefakte erzeugen. Strukturen werden überlagert, Konturen verwischen. 


Ausgerechnet dort, wo wir besonders genau hinschauen möchten, wird dann die Beurteilung schwierig.

MAR soll diese Metallartefakte deutlich reduzieren.

Zwei Vergleichsaufnahmen habe ich gesehen.

Ich finde die Unterschiede bemerkenswert.

Anbei die Folien aus der Präsentation von Alexander Fiebig.

Und sobald ich von Morita das MAR-Modul zur Verfügung habe, werde ich hier auf unserer WURZELSPITZE Patreon-Seite weitere Beispiele einstellen.

Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.

Sea of Love

1 Tropfen Spender

„Sea of Love“ war ein Kino-Film der späten 80ern.
Mit  Ellen Barkin und Al Pacino in den Hauptrollen.

Anders als der Titel vermuten liesse, war es keine Hollywood-Schnulze, sondern ein Psychokrimi.  Es ging um ungeklärte Morde und einen mysteriösen Serientäter, der immer auf auf dem Schallplattenspieler eine Single des 1959er Nummer 1 Hits von  Phil Phillips „Sea of Love“ neben der Leiche zurücklässt. Der Titel „Sea of Love“ ist also eine Antiphrase, der Film genau das Gegenteil von dem, was man unter einem See der Liebe vermuten würde. 

Diese Titel-Inhalt-Diskrepanz ist mir im Kopf geblieben.
Und ich erinnere mich immer wieder daran, wenn mir im Dappenglas der von uns verwendete Scotch Bond Multi Purpose-Primer für die Composite- Füllung gereicht wird. 

Ich so einen „Sea of Love“ angereicht bekomme.
Ein riesiges Meer an Scotch Bond, wo doch wirklich ein einziger Tropfen reichen würde. 

Ein See sicherlich, aber von Liebe kann keine Rede sein.

Cleopatra hat in Essig aufgelöste Perlen als Cocktail getrunken.
Noch teurer ist weltweit vermutlich nur noch unser Primer mit einem Literpreis von 22.000 Euro.

Natürlich habe ich den Satz“ Ein Tropfen reicht“ oder auch „ein einziger Tropfen reicht“ oft genug gesagt. Die Nennung und insbesondere auch nicht die repetierende Erinnerung führt aber leider nicht zur dauerhaften Lösung des Problems, bestenfalls und auch das zu wenig und nur kurz anhaltend zu einer temporären Verbesserung. 

Also – den 3D- Drucker angeworfen und einen „Nur 1 Tropfen“ Spender produziert.

Hier ist er.

Die Idee ist nicht neu.
Vor vielen Jahren habe ich auf irgendeiner IDS ein Gerät gesehen, das aus genau dem gleichen Grund entwickelt worden war. Einfach nur ein Ständer aus Edelstahl, der eine kontrollierte Applikation erlaubte. Allerdings zu einem Preis von deutlich über 100 Euro. Ich gebe zu, ich war zu geizig es zu kaufen, zumal die Applikation als solches ja immer noch den mit der Problematik vertrauten und diesbezüglich sensibilisierten Nutzers bedurfte.

Mittels 3D-Druck reden wird nun von Kosten unter 1 Euro.
Und der Spender hat eine Tropfen- Limitierung eingebaut. Man kann also gar nicht versehentlich zu viel Druck auf die Flasche ausüben.

Ein Video in Funktion gibt es auf unserer WURZELSPITZE Patreon – Seite

Offener Apex in bewegten Bildern

Bei der nachfolgenden Patientin haben wir im März 2026 mit einer endodontischen Behandlung gestartet. Sie hatte in jüngeren Jahr ein Frontzahntrauma in dessen Folge es unbemerkt zur Pulpanekrose gekommen. Bei der Erstvorstellung imponierte eine vestibuläre Fistel. Diese heilte nach dem 1. Termin ab und so erfolgte fünf Monate nach dem Beginn der Abschluss der Behandlung.

Ich hatte zunächst überlegt hier mit einem resorbierbaren Widerlager zu arbeiten, habe mich dann aber für die reine Anwendung von MTA entschieden. Normalerweise präferiere ich keine Carrier, um das Material einzubringen (da es mir zu unkontrolliert erscheint), aber hier wollte ich möglichst festes MTA einbringen. Ohne dieses Hilfsmittel wäre mir eine Applikation nicht möglich gewesen…

hier das Ganze in bewegten Bildern…

Spülunfall (II)

Beim Anblick der Bilder fragt man sich ja, warum ein solcher Zwischenfall überhaupt passieren konnte.

Die Auflösung zeigte sich spätestens beim Blick in den Zahn.

Bei der Trepanation war es zu einer vestibulären Perforation gekommen…

über die schlussendlich das NaOCl in das Gewebe injiziert wurde…

der eigentliche Kanaleingang lag viel weiter palatinal…

Röntgenfrage – Auflösung

Im hier vorgestellten Fall sehen wir eine Projektion des Ductus nasopalatinus auf die Wurzelspitze des Zahnes 23. Im angefertigten 3D lässt sich diese Überlagerung, die im 2dimensionalen Röntgen zu sehen ist, besser erkennen.

Nach dem Sommerurlaub

Es ist Montag.
8 Uhr morgens.
Der erste Patient.

Der erste Arbeitstag nach dem Sommerurlaub.
Was wird der Tag uns bringen?

Recall nach rund 18 Monaten post WF.
Der Zahn 45, vermutlich oft eingestuft als ein Fall für die Zange.
Massiver apikaler und lateraler Knochenabbau.
Umso erfreulicher das Ergebnis. Zahn weiterhin im Mund und wieder fest.
Die vorhandene Brücke konnte erhalten bleiben.
Der Knochen ist wieder da.

Guter Start.

Die kreisförmige Überpressung ist im Übrigen Calciumhydroxid, der Zahn zu dem Zeitpunkt also mit einer Med-Einlage gefüllt. Nach 16 Wochen Wartezeit vollständig resorbiert periapikal. Die unregelmäßig fadenförmige Überpressung in den nachfolgenden Röntgenbildern ist Sealer.