Sea of Love

1 Tropfen Spender

„Sea of Love“ war ein Kino-Film der späten 80ern.
Mit  Ellen Barkin und Al Pacino in den Hauptrollen.

Anders als der Titel vermuten liesse, war es keine Hollywood-Schnulze, sondern ein Psychokrimi.  Es ging um ungeklärte Morde und einen mysteriösen Serientäter, der immer auf auf dem Schallplattenspieler eine Single des 1959er Nummer 1 Hits von  Phil Phillips „Sea of Love“ neben der Leiche zurücklässt. Der Titel „Sea of Love“ ist also eine Antiphrase, der Film genau das Gegenteil von dem, was man unter einem See der Liebe vermuten würde. 

Diese Titel-Inhalt-Diskrepanz ist mir im Kopf geblieben.
Und ich erinnere mich immer wieder daran, wenn mir im Dappenglas der von uns verwendete Scotch Bond Multi Purpose-Primer für die Composite- Füllung gereicht wird. 

Ich so einen „Sea of Love“ angereicht bekomme.
Ein riesiges Meer an Scotch Bond, wo doch wirklich ein einziger Tropfen reichen würde. 

Ein See sicherlich, aber von Liebe kann keine Rede sein.

Cleopatra hat in Essig aufgelöste Perlen als Cocktail getrunken.
Noch teurer ist weltweit vermutlich nur noch unser Primer mit einem Literpreis von 22.000 Euro.

Natürlich habe ich den Satz“ Ein Tropfen reicht“ oder auch „ein einziger Tropfen reicht“ oft genug gesagt. Die Nennung und insbesondere auch nicht die repetierende Erinnerung führt aber leider nicht zur dauerhaften Lösung des Problems, bestenfalls und auch das zu wenig und nur kurz anhaltend zu einer temporären Verbesserung. 

Also – den 3D- Drucker angeworfen und einen „Nur 1 Tropfen“ Spender produziert.

Hier ist er.

Die Idee ist nicht neu.
Vor vielen Jahren habe ich auf irgendeiner IDS ein Gerät gesehen, das aus genau dem gleichen Grund entwickelt worden war. Einfach nur ein Ständer aus Edelstahl, der eine kontrollierte Applikation erlaubte. Allerdings zu einem Preis von deutlich über 100 Euro. Ich gebe zu, ich war zu geizig es zu kaufen, zumal die Applikation als solches ja immer noch den mit der Problematik vertrauten und diesbezüglich sensibilisierten Nutzers bedurfte.

Mittels 3D-Druck reden wird nun von Kosten unter 1 Euro.
Und der Spender hat eine Tropfen- Limitierung eingebaut. Man kann also gar nicht versehentlich zu viel Druck auf die Flasche ausüben.

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