Ein Fall spezieller Natur. (2)

Hier berichteten wir erstmals über diesen Fall.

„Sie sind am falschen Zahn!!!“ Das waren die Worte, mit denen der Patient aufgesprungen war und nach einem Spiegel verlangte.

Und der Spiegel zeigte nun auch das Problem. Der Patient bedachte nicht das spiegelverkehrte Bild. Zu Hause im Spiegel sah es andersherum aus, als es sich jetzt anfühlte. Der sehr selbstbewusste, habilitierte Patient brauchte einige Zeit, bis ihm das klar wurde und wir die Behandlung am richtigen Zahn weiterführen konnten.

So eine Unterbrechung kostet Zeit und auch Nerven. Selbst wenn man sich ganz sicher ist, an dem richtigen Zahn zu sein, ist das auch für den Behandler Stress.

Und, wie es in solchen Fällen ist, kam natürlich noch mehr hinzu. Der Silberstift ließ sich nicht entfernen. Wir mussten mit Ultraschall Sealer und Kunststoffreste zirkulär um den Stift bis apikal abtragen. Danach konnte der Stift entfernt werden.

Die Desinfektion und Spülung des Kanalsystems erfolgte mit Natriumhypochlorit 3 % und EDTA 17 %. Es erfolgte die Einlage von Ca(OH)₂. Nach 1 Monat erfolgte die Kontrolle, der Zahn war völlig symptomlos, die Fistel geschlossen. Das apikale Foramen wurde mit ProRoot MTA verschlossen, die WF erfolgte thermisch vertikal und die vorhandene Krone/Brückenpfeiler wurde adhäsiv verschlossen. Die vorhandene Brücke wollte der Patient unbedingt erhalten …

Das Recall soll in 6 Monaten erfolgen. Wir werden berichten.