von Christoph Kaaden
Drinnen läuft (zum Glück) die Klimaanlage, draussen sind es immer noch 31 Grad.

uns so darf ich mich „beruhigt“ auf einen lauen Sommerabend mit meiner Frau freuen
:)
von Christoph Kaaden

uns so darf ich mich „beruhigt“ auf einen lauen Sommerabend mit meiner Frau freuen
:)
von Hans – Willi Herrmann
Nachfolgend vielleicht eine gute Möglichkeit, die Kommentarfunktion bei WURZELSPITZE einmal zu testen.
Mit einem Bilderrätsel.
Was sehen wir in diesem Zahn ?
Kleine Hilfestellung: Es handelt sich um eine Wurzelkanalerstbehandlung und um iatrogene Obstruktionen.
Jetzt dürfte die Antwort nicht mehr so schwer sein, daher noch eine zusätzliche Frage (außer Konkurrenz).
Wie war wohl der Werdegang, der zu diesem Ergebnis geführt hat und mit diesem Beweisfoto dokumentiert wurde ?
Für Antworten ist die Kommentar – Funktion für diesen Beitrag freigeschaltet.
Nur Mut.
Die Auflösung erfolgt in ein paar Tagen.
von Hans – Willi Herrmann
Ich bin mir bewußt, dass der heutige Beitrag sehr kontrovers diskutiert werden wird, aber ich frage trotzdem: „Wieviel Dentalmikroskop braucht der Zahnarzt ?“
Grund für die Frage sind die exorbitant hohen Preise der Dentalmikroskop- Flagschiffe.
60.000 Euro stehen im Raum und nach oben hin ist noch deutlich mehr möglich.
Angemessen oder nicht, dass sei dahingestellt und jeder muss für sich selbst diese Frage beantworten.
Etwas anders ist es jedoch, wenn der Eindruck erweckt wird, ohne eine solche Investition seien die Vorteile der Dentalmikroskops nicht oder nur stark eingeschränkt nutzbar.
Im Juni war ich in Moskau und der Kollege Ilya Mer, den Jörg Schröder und ich besuchten, arbeitete mit einem Seiler Mikroskop.
Mal abgesehen davon, dass die optische Qualität nicht augenscheinlich schlecht war, was per se schon eine lobende Erwähnung wert ist (es gibt andere Mikroskope gleichen Investitionsvolumens, die unter die Rubrik optische Körperverletzung fallen), so war es letztendlich der Kollege, der mit seinem Können, seinem Willen,seiner Geduld einen vermeintlich extraktionswürdigen Zahn erfolgreich endodontisch behandeln konnte.
Nicht das Mikroskop brachte den Erfolg, es war der Behandler.
Szenenwechsel.
Gerade mal 2 Wochen später, in Nordamerika.
Ich besuche einen international renommierten Kollegen in seiner Praxis.
Im Zimmer steht besagtes Seiler – Mikroskop. Sogar in noch deutlich geringerer Ausrüstung als in Moskau.
Er kaufte es, weil es bei guter optische Qualität das preisgünstigste war, dass er kriegen konnte.
Seine Fälle leiden nicht darunter und vermutlich käme niemand auf die Idee, das diese Koryphäe mit einem der preisgünstigsten Dentalmikroskope überhaupt auf dem Markt arbeitet.
Also – mein Rat an all diejenigen Behandler, die bei beschränktem Budget in die Dentalmikroskopie einsteigen wollen.
Nicht verrückt machen lassen.
Es gibt ein Leben vor Pro Ergo und Pentero und das muss kein schlechtes sein.
Und ein Bonmot habe ich noch, aus Moskau mitgebracht, das kannte ich noch nicht: Wie nennen die Zeiss – Mitbewerber in Russland das Zeiss – Top – Modell ?
„Pro EGO.“
von Hans – Willi Herrmann
Gute Nachricht für all diejenigen, die einen Jörg und Sohn -Stuhl für das Arbeiten mit dem Dentalmikroskop einsetzen.
Gestern erreichte mich die Nachricht, dass eine Lösung bereits entwickelt wird, die es, wie von mir gewünscht, erlauben soll, die OP – Armlehnen 2016 des Jörg und Sohn Medicalift an den „normalen“ Jörg und Sohn – Stühlen zu adaptieren.
Es kommt noch besser – die Entwicklung ist fast fertig und alte Stühle können nachgerüstet werden.
Preis und Liefertermin stehen noch nicht fest, aber ich werde berichten, sobald die entsprechende Info vorliegt und natürlich, wenn die ersten Exemplare bei mir in der Praxis zum Test eintreffen.
von Hans – Willi Herrmann
Seit ein paar Tagen ist der Jörg und Sohn Medicalift – Stuhl, der mir nach der IDS zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt wurde, wieder zurück zum Hersteller.
Wie habe ich damit gearbeitet ?
Der Medicalift verleiht dem Behandler ein Höchstmaß an Stabilität und Kontrolle, die Arbeitsbewegungen betreffend. Hat man sich erst einmal auf den Stuhl eingeschossen, dann ist dieser Zugewinn an Stabilität feststellbar.
Man empfindet dies, unabhängig davon, inwieweit sich dies konkret im Sinne der EBD in einer Qualitätssteigerung niederschlagen kann, als positiv.
Die Einstellmöglichkeiten der Armlehnen sind extrem vielzeitig und dank Kugelgelenken und großformatiger Drehschraube in Sekundenschnelle präzise und stabil fixiert. Man kann so jeden Patienten und jede Behandlung optimal adaptieren und voreinstellen.
Was sind die Nachteile ?
Keine mit denen man nicht leben, sich nicht arrangieren könnte: Der Stuhl ist eine Wuchtbrumme.
Man muss als Aussenstehender mehr als bei den anderen Stühlen darauf achten, nicht mit dem Stuhl zu kollidieren.
Auch der Behandler muss vorsichtiger sein. Die ausladenden Armlehnen können, bei unbedachten Bewegungen, je nach Lagerung des Patienten, diesen am Kopf oder der Schulter berühren.
Hier mein Fazit:
Man kann gut ohne den Medicalift ihn auskommen, wenn man wie wir die „normalen Jörg und Sohn“ – Mikroskop – Stühle hat.
Und wenn man nicht mit dem Dentalmikroskop arbeitet.
Aber hätte ich noch keine Mikroskop -Stühle, ich hätte zumindest einen Medicalift gekauft.
Bei der Präparation und der Exkavation bringt der Medicalift einen Zuwachs an Stabilität, der sich, messbar oder nicht, davon bin ich überzeugt, positiv verbuchen wird.
Die vielseitigen Einstellmöglichkeiten, die eine sekundenschnelle Anpassung im Praxisalltag ermöglichen, heben ihn von seinen Mitbewerbern ab.
Wünschen würde ich mir, dass man meine Jörg und Sohn – Stühle mit den OP Armstützen 2016 nachrüsten könnte.
Ich würde es tun.
von Olaf Löffler
Die Munce Discovery Burs wurden mir empfohlen von Winfried Zeppenfeld, Flensburg.
Munce Burs
Lange Zeit hatte ich diese Empfehlung nicht beachtet.
Bei einer Internetrecherche kam ich dann auf die Seiten von C.J. Munce (www.cjmengineering.com).
Ich erinnerte mich sofort an die Empfehlung des Kollegen. Schnell hatte ich diese speziellen Rosenbohrer gefunden.
Jedoch der Preis – 6 Stück sollten 65 Dollar kosten + Versand + Einfuhrsteuer + Gebühren.
Die Munce Burs blieben in Amerika. Der Preis erschien mir deutlich zu hoch.
Nach einigen Monaten und einem erneuten Gespräch mit Winfried bestellte ich die Munce Burs doch.
Bis heute habe ich diesen Kauf nicht bereut. Es ist der mit Abstand schärfste und standfesteste Rosenbohrer, den ich kenne. Er hat einen geradzu fantastischen Rundlauf und eine hervoragende Steifigkeit, obwohl der Schaft stark verjüngt ist. Die Standfestigkeit der Bohrköpfe ist extrem. Meine 6 bestellten Sets sind nach 3 Jahren noch immer im Einsatz.
Die Rosen sind fein abgestuft und es ist sinnvoll, diese als Set zu bestellen.
Die Daten:
Der schmale Schaft vor der Rose ist 1mm stark.
Die Länge des Instrumentes beträgt 31mm.
Die Rosen können Ultraschallansätze nicht vollständig ersetzen, aber die Anwendung derselben erheblich reduzieren.
Vorteilhaft ist die deutlich geringere Wärmeentwicklung, die geringeren Kosten gegenüber diamantierter Ultraschallansätze, die „Unkaputtbarkeit“.
(Der Bohrer schneidet Im Ernstfall auch Composit und Amalgamreste. Letzteres geht natürlich auf Kosten der Langlebigkeit der Scheiden.)
Den enormen Nutzen der Munce Discovery Burs lernt der Anwender unter großen optischen Vergrößerungen besonders zu wertschätzen.
Inzwischen sind die Discovery Burs auch in Deutschland erhältlich (www.hanchadent.de).
von Oscar von Stetten
Wer sich mit der Möglichkeit der Videodokumentation am Mikroskop auseinandersetzt, konnte in den letzten zwei Jahren eine deutliche Technikweiterentwicklung feststellen. Full-HD setzt sich allmählich durch, effizientere Videocodecs lassen die Dateigrössen immer kleiner werden bei gleichbleibender Qualität, die Computerpower ist mehr als ausreichend zur Nachbearbeitung, Speicherplatz kostet fast nichts mehr. Was nicht wesentlich weniger geworden ist, ist der zeitliche Aufwand für die Nachbearbeitung.
Ich möchte in diesem Artikel eine Lösung vorstellen, die durch eine Kooperation mit der CarlZeissAcademy zustande gekommen ist.
Alle 3 Monate suche ich gezielt nach Full-HD-Kameras im Internet und informiere mich, was es denn neues auf dem Markt gibt. Dabei fiel mir im Dezember die Beschreibung der Sony SONY HXR-MC1P ins Auge. Diese Kamera entspricht in vielen Punkten dem, was ich mir von einer Kamera am Mikroskop wünsche. Full-HD, klein, leicht, einfach zu reinigen, einfach zu installieren, wenig Einstellungen, fernbedienbar, Live-Bild-Vorschau in Full-HD über HDMI. Sony-Kameras sind zudem rel. einfach an Zeiss-DM´s adaptierbar, aus historischen Gründen die in einer engen Zusammenarbeit von Sony und Zeiss liegen.
Auf die physikalischen und daraus resultierenden Vorteile der kleinen Videochips gehe ich an dieser Stelle nicht näher ein, aber die Videoaufzeichnung bietet optisch mannigfaltige Vorteile.
Nach mehreren Telefonaten und EMails wurde eine dieser Kameras geliefert, zusammen mit dem Flexiomotion-Tubus von Zeiss. Warum? Weil es für dieses Tubussystem passende Filteradapter gibt, die einen sofortigen Einsatz der Kamera möglich machen.
Leider hatten wir im Februar nur 3 Tage die Kamera im klinischen Einsatz, aber für ein erstes proof-of-concept war es ausreichend. Überzeugt, dass diese Kamera-Tubus-Kombi ein gutes Preis-Leistungsverhältnis erreicht, beurteilte ich die Kamera als durchaus geeignet. Gerade habe ich die Kamera wieder bei mir, diesmal für 3 Wochen, so dass ich tiefer in die Beurteilung einsteigen kann.
Auf einer Fortbildungsveranstaltung der Carl Zeiss Academy in Adelboden, präsentierte ich die Kamera Vertretern der Academy. Beistehende Teilnehmer waren sofort begeistert wegen der Qualität, die sich auf dem 50“-LCD zeigte. Die Kamera hat einen Video und einen Fotomodus. In beiden Modi funktioniert das Live-View. Im Fotomodus nimmt die Kamera 4MP-Bilder auf, aus dem laufenden Videoaufnahmen heraus gibt es die Möglichkeit, Stills zu extrahieren oder mit bis zu 2,3MP Bilder zu machen. Zwei Wermutstropfen: die Kamera nimmt nur im Interlaced-Modus auf und speichert die Videos im AVCHD-Format auf, welches beim Bearbeiten konvertiert werden muss, was ein wenig mehr Zeiteinsatz nötig macht. Meine Bearbeitungskette besteht beim Video aus eine Macbook Pro, das mitgeliferte IMovie kann ohne Umwege die AVCHD-Videos bearbeiten und importieren etc. Wie vieles beim Mac intuitiv nutzbar und belästigt nicht mit (bei Videoediting manchmal ausufernden) Einstellungen.
Da die Kamera als solche zolltechnisch definiert ist, ist sie nicht wie z.B. eine Canon 5D MarkII aus zolltechnischen Gründen auf max. 29:59 min (oder Dateigrössen) limitiert, sonder nimmt auch länger am Stück auf. Wenn man eine durchschnittliche Behandlungsdauer für eine Wurzelkanalbehandlung rechnet, kann das schon von Vorteil sein, die Aufnahme nicht mehrmals neu zu starten.
Im Betrieb am DM funktioniert der AF der Kamera erstaunlich zuverlässig. Ebenso die Belichtungssteuerung und die Blende. Durch die (leider) kabelgebundene Fernbedienung lässt sich die Kamera hervorragend steuern. Der Import der Daten in den Rechner kann entweder über ein USB-Kabel oder einen Kartenleser, der Memory-Sticks lesen kann, stattfinden.
Der Akku hält einen kompletten Tag durch, wenn man kann und den Platz dafür hat, empfiehlt es sich allerdings, die Kamera mit dem mitgelieferten Netzteil zu betreiben.
Die Verarbeitung ist solide, da diese Kamera als Helmkamera konzipiert wurde. Sie kann also ruhig mal hinfallen ;-) Der Vorschaubildschirm ist nicht üppig, und zur Beurteilung nicht unbedingt zu gebrauchen, aber licht- und kontraststark, was in unseren sehr hellen Arbeitsumgebungen wichtig ist. Im Normalfall wird man einen LCD-Bildschirm für die Mitbeobachtung haben, der über HDMI und Full-HD eine gute Qualität bietet. Schade ist nur, dass man wieder Kabel am DM hängen hat und diese dementsprechend drapieren/verstecken sollte.
Eines muss ganz klar an dieser Stelle gesagt sein. Diese Kamera-Tubus-Kombination spielt nicht in der Liga von anderen, auf dem Markt angebotenen Full-HD-Lösungen. Aber sie hat Vorteile, wie eine leichte Bedienung, leichte Installation, alles „out-of-the-box“. Und sie ist qualitativ deutlich besser als analoge 3CCD-Kameras. Dabei günstiger.
In weiteren Artikeln soll der Aufbau am ProErgo vorgestellt und auch klinische Beispiele gezeigt, sowie eine kritische Auseinandersetzung um die Qualität geführt werden.
von Wonald Recker
Ein weiterer oberer zweiter Molar mit einem c-shaped Kanalsystem. Die mesialen und distalen Kanäle sind in diesem Fall verbunden, während der palatinale Kanal separat verläuft.
Aufbereitung mit Niti- Instrumenten in Hybridtechnik und sonoabrasiver Mikropräparation der Isthmen im Sichtbereich. Die Wurzelkanalfüllung nach Schilder erfolgte in thermisch vertikaler Obturation. Die hydrodynamische Präparation erfolgte schallgestützt mit dem Plastikendosystem von Winfried Zeppenfeld.
von Oscar von Stetten
Nachdem mein ProErgo Dentalmikroskop immer mehr nach der Kabel-Grabbelkiste beim bekannten Media-Fachmarkt aussah, bat ich einen Bekannten, sich der Sache anzunehmen.
Nach einer gewissen Anzahl Arbeitsstunden hatte er die Kabelschlange soweit im Griff, dass alles ordentlich und verstaut aussah. Dabei fiel mir auf, dass im Arm des ProErgo KEIN Platz mehr war und ist. Es geht nicht einmal mehr ein Klingeldraht durch. Durch wahrscheinlich schon, dann sind allerdings die Gelenke blockiert.
Der Grund dafür lautet weniger, dass ich zu viele Kabel habe (Mann kann nicht genug Kabel haben ;-)), sondern dass jedes einzelne Kabel isoliert und zusammengefasst ist. Diese Isolierung ist zu einem beträchtlichen Teil dafür verantwortlich, dass der Platz in einem DM-Arm knapp wird. Andererseits ist die Isolierung auch ein mechanischer Schutz für die Kabel, somit nicht von der Hand zu weisen, wichtig.
Was wäre nun, wenn man vor der Installation der Dentlamikroskope Kabelbäume einzieht, die dann vor Ort mit den nötigen Steckern zur Adaptation der Ausrüstung am DM versieht. Man bleibt flexibel, denn bei einem evtl. Tausch der Fotoausrüstung lötet man einfach einen neuen Stecker an. Wobei sich einige Kabelbelegungen nie ändern, höchstens die Steckerform, da der Hersteller sein Zubehörgeschäft neu beleben möchte.
Angenommen, ich würde mir 2 Kabel mit jeweils 15 Leitern ins DM ziehen lassen, dann verringert sich die Anzahl der Kabel im Arm enorm, ich bin flexibel, die Anzahl der aus dem Arm führenden Stecker verringert sich ebenso, alles sieht aufgeräumter aus, was wäre mir das wert? Ich weiss es nicht, dass käme auf den Preis an. Wenn ich retrospektiv mir allerdings überlege, wie viel Ärger und Unmut, abgesehen von den hämischen Kommentaren der Kollegen, mich die Kabelbaumgeschichte bisher gekostet hat, wäre mir diese Dienstleitung schon einiges wert.
Warum bietet niemand diesen Service an, auch wenn er aus wirtschaftlichen Gründen kostenpflichtig wäre? Weil jemand, der bereits eine 5-stellige Summe für ein Dentalmikroskop ausgegeben hat, nicht noch einmal Geld für Kabel ausgeben möchte, weil die gibt es im Fachmarkt des Vertrauens in der Grabbelkiste für 5€. Ich dachte damals genauso. Heute sage ich: das wäre eine Investition für die Zukunft, die mir viel Ärger erspart. Ich kann nicht ein optisches High-Techgerät für die Summe X kaufen und dann ausgerechnet an dem sparen, das für den Gesamteindruck dieses Gerätes verantwortlich ist.
Oder würden Sie sich ein Auto kaufen, bei dem man die Leitungen AUF der Karosserie verlegt hat?
von Hans – Willi Herrmann
Ich arbeite unter dem Dentalmikroskop mit Doppelspiegeln.
Die Spiegel Größe 0 sind von Röder.
Der Doppelgriff ist von Hartzell & Son.
Ist ein Spiegel verunreinigt, z.B. durch Spraynebel, drehe ich einfach den Spiegelgriff um und arbeite mit dem zweiten Spiegel weiter.
Für meine Assistentin ist der Spiegelwechsel das Signal, den verunreinigten Spiegel zu säubern. Dies geschieht, während ich mit der sauberen Seite arbeite.
So habe ich jederzeit einen sauberen Spiegel, mit dem ich optimal arbeiten kann.
Die letzten Jahre habe ich mit „cone socket“ Gewinde – Griffen gearbeitet, das sind die US – Gewinde. Die Auswahl an zur Verfügung stehenden Spiegelgrössen war jedoch dadurch etwas eingeschränkt.
Jetzt habe ich auf die „deutschen“ Gewinde umgestellt, um auch andere Spiegelgrößen, gegebenenfalls von unterschiedlichen Herstellern nutzen zu können. Hartzell & Son bietet beide Optionen, wenngleich in unterschiedlichen Griffformen.
von Hans – Willi Herrmann
Vor kurzem wurde in einem zahnärztlichen Internet – Forum vom Kollegen Andreas Habash eine Anfrage gestellt nach Erfahrungen mit der Doppelstrom -Kanüle DSK 3 und ich gebe zu, dass ich noch nie zuvor davon gehört hatte.
Aber im Zeitalter des Internets trennen uns ja heute nur wenige Mausklicks von der Erfüllung aller Wünsche und zwei nette Telefonkontakte und wenige Tage später hielt ich die DSK 3 in Händen.
Und war zunächst einmal angetan von der hochwertigen Verarbeitung des Handstücks, auch wenn ich bereits im positiven Sinne sensibilisiert war, denn der Hersteller der DSK, die Firma Gerhard Grießbach DENTAL & FEINMECHANIK hat ihren Sitz in Glashütte und produziert, die Lokalisation verpflichtet, nicht nur zahnmedizinische Geräte, sondern ist auch Zulieferer der ebenfalls in Glashütte ansässigen Uhrenmanufaktur NOMOS. Ich war also hochgradig positiv gestimmt, denn die NOMOS – Uhren und insbesondere die Tetra – Armbanduhr schätze ich ausserordentlich.
DSK steht für Doppelstrom – Kanüle und ist nichts anderes als ein Handstück zum Aufstecken auf den Speichelsauger mit dem man Spüllösungen in einen Wurzelkanal einbringen und simultan den Überschuss absaugen kann.
Leider folgte die Ernücherung auf dem Fuße.
Die eingeführte Spülkanüle überragte das „Absaugrohr“ derart weit, dass es nicht möglich war, gleichzeitg zu spülen und abzusaugen.
Ich löste das Problem sekundenschnell, indem ich mit einer Trennscheibe die Einmalkanüle um die Hälfte ihrer Länge einkürzte.
Und schon liess sich die DSK problemlos einsetzen.
Später las ich dann auf der Homepage, dass man die Länge der Kanüle adjustieren kann. Umso besser, dachte ich.
Zwischenzeitlich hatte ich erfahren, dass es für die DSK 3 ein West – Ostgefälle gibt, den Bekanntheitsgrad betreffend. Im Endonews – Forum schrieb ein Kollege: Doppelstromkanüle- ein Relikt aus der DDR. War damals wohl berühmt… Ich kenne heute keinen, der es benutzt. Viel zu unhandlich und bei Kofferdam unnötig.“
Ich sehe das ein wenig differenzierter.
Sicherlich ist der Umgang mit der DSK gewöhnungsbedürftig, aber nicht ohne Reiz. Insbesondere dem Dentalmikroskopanwender böte die DSK die Möglichkeit, Absaugung und Spülkanüle innerhalb des Zahnes zu platzieren und so unter permanenter Spülung zu instrumentieren.
Ich schreibe böte, denn mit 3 kleinen konstruktiven Änderungen liesse sich die Ergonomie des Gerätes deutlich steigern.
1. Absaugkanüle im Durchmesser ein wenig reduzieren. Dies bringt mehr Sicht auf die Wurzelkanäle beim Arbeiten mit dem Dentalmikroskop
2. Anschluss des Speichelsaugers um 90 Grad verlegen, so dass das Handstück wie ein normaler Speichelsauger gehalten werden kann
3. Last but not least: Zufuhr der Spülflüssigkeit nicht von Hand via Spritze sondern auf „Knopfdruck“ automatisch via externer Pumpe. Über den Luerlock Anschluss habe ich ein in unserer Praxis vorhandenes Satellec – Gerät mit externer Pumpe angebunden. So kann ich als Behandler die Flüssigkeitszufuhr per Fusspedal steuern. Das gefällt mir besser, als, wie gegenwärtig notwendig, die Flüssigkeitszufuhr einzig meiner Assistentin überlassen zu müssen, weil die Spritze von meiner Arbeitsposition her nicht optimal erreichbar ist.
Es fehlen also vielleicht nur ein paar Kleinigkeiten, um aus der DSK 3, die dann vielleicht DSK 4 hiesse, eine runde Sache werden zu lassen.Womit wir wieder beim Thema Uhren wären, aber nein, die NOMOS Tetra ist ja eckig.
von Hans – Willi Herrmann
Während des 3. Südtiroler Endodontie – Oktobers in Bozen standen die beiden nebeneinander.
Der Jadent – Mikroskop Stuhl und sein Pendant von Jörg und Sohn.
Über beide haben wir an dieser Stelle schon berichtet und beide haben prominente Befürworter wie Gary Carr (Jörg und Sohn) und Michael Arnold (Jadent).
Was der Jadent – Stuhl dem Jörg und Sohn – Stuhl, der in unserer Praxis Behandlern und Assistenz zur Verfügung steht, voraus hat, sind schräg anwinkelbare Armstützen.
Diese erlauben eine Abstützung des Unterarms über die gesamte Fläche hinweg.
Dies kann beim Arbeiten unter dem Operationsmikroskop von Vorteil sein, weil es auch langes ermüdungsfreies Arbeiten mit lediglich Klasse 1 – und Klasse 2 – Bewegungen erlaubt, während die Armstützen des Jörg und Sohn – Stuhles nur eine Abstützung des Unterarms in der Waagrechten zulassen. Bewegt man sich ausserhalb dieser Ebene, finden die Arme ihre Abstützung lediglich über die Ellenbogen.
Auch damit lässt sich sehr gut arbeiten, aber vielleicht geht es ja doch noch besser.
Seit ein paar Tagen steht nun ein anderer Stuhl aus der Jörg und Sohn Produkt – Palette in meiner Praxis und der hat genau das, was bisher noch fehlte: In der 3. Ebene justierbare Armlehnen.
Der Stuhl, von meinen Damen liebevoll „das Monster“ genannt, angesichts seiner imposanten Erscheinung und seines hohen Gewichts, legt die Messlatte noch einmal höher.
Die Armlehnen lassen sich dank eines Kugelgelenks nicht nur schrägstellen, sondern auch noch zusätzlich in sich kippen. Eine Drehschraube unter der Armstütze erlaubt darüber hinaus die Verschiebung der Armstütze zusätzlich nach vorn und hinten. Dies ermöglicht in Sekundenschnelle, die Armlehnen vor und zurückzuschieben, ohne die eigentliche Einstellung verändern zu müssen.
Das ist hilfreich, wenn der Stuhl zum normalen Arbeiten genutzt werden soll.
Die Armlehnen, nach hinten gefahren, erleichtern den schnellen Ein- und Austieg.
Wie arbeitet es sich nun mit dem „Monster“ – Stuhl ?
So gut, dass ich heute, vor die Wahl gestellt, mich für diesen Stuhl entscheiden würde.
Die zusätzliche Armabstützung ist nicht zwingend notwendig, aber angenehm in bestimmten Arbeitssituationen. Und falls diese nicht benötigt werden, kann man die Armlehnen so adaptieren, dass sie nicht im Weg sind. Die Einstellmöglichkeiten sind extrem vielfältig und die Mechanik funktioniert schnell und arretiert absolut stabil.
Allerdings ist der Zugewinn an Ergonomie nicht so groß, dass ich von nun an mit meinen Jörg und Sohn Stühlen gar nicht mehr arbeiten könnte. Die Verbesserung ist spürbar, aber der Abstand zwischen den beiden Jörg und Sohn Stühlen ist deutlich geringer als zu meinem „Schwedenstuhl“.
Was ich mir wünschen würde: Dass die Armlehmen sich an meine deutlich zierlicheren Arbeitsstühle adaptieren lassen.
Dies liesse sich mit vertretbarem Aufwand bewerkstelligen und vielleicht bewirkt dieser Blogbeitrag, dass Jörg und Sohn dieses Feature in ihr Lieferprogramm aufnehmen.
von Hans – Willi Herrmann
Spätestens mit dieser IDS ist es nicht mehr zu übersehen.
Das Dentalmikroskop hat sich seinen festen Platz in der Zahnmedizin erobert.
Erkennbar an 2 Dingen.
Zum einen gab es eine ganze Reihe von Ständen, an denen ein Dentalmikroskop den Kollegen zum Arbeiten und zur Visualisierung zur Verfügung stand. Immer und immer wieder, wenn man durch die Reihen ging, gab es die verschiedensten Mikroskope an den Ständen der Aussteller zu entdecken. Und diese Mikroskope wurden genutzt.
Wohlgemerkt, ich rede von Ständen, die keine Mikroskope verkaufen.
Zum anderen hat OMS, ein italienischer Hersteller u.a. von zahnärztlichen Behandlungseinheiten den ersten Zahnarztstuhl vorgestellt, in den ein Dentalmikroskop als fester Bestandteil integriert ist.
Ein Kaps – Mikroskop, wie unschwer zu erkennen ist.
Bleibt nur die Frage, wann Kavo oder Sirona die erste integrierte Lösung mit einem Zeiss Pro Ergo anbieten werden. Spätestens dann ist das Dentalmikroskop zahnärztlicher Mainstream geworden. Wird aber vermutlich noch etwas dauern.
von Olaf Löffler
Neben dem Feilenhalter gibt es noch weitere interessante und hilfreiche Mikrowerkzeuge von Laschal.
In meiner Praxis hat sich die Pinzette für Stifte, Points und pädodontische Kronen mit Verschluss, 45 Grad innerhalb der endodontischen Behandlung bewährt. Dieses fast unzerstörbare Werkzeug hilft in vielen Situationen.
Durch den Federstahl ist die Greiffestigkeit in vielen Breiten gegeben und das Instrument zeigt keine Ermüdung.
Die Bilder sprechen für sich.
von Hans – Willi Herrmann
Feilenhalter kann man immer mal brauchen.
Man denke nur an den extrem obliterierten Kanaleingang, den es zu erschliessen gilt – leider sind die Finger immer im Blickfeld, so dass die Penetration einem Stochern im Dunkeln gleicht.
Hier kommen sinnvollerweise Micro – Opener oder Feilenhalter zum Einsatz.
Die meisten Modelle, einschließlich der DIY -Version von Christian Danzl erlauben zwar das Eindringen in den Kanal, lassen aber keine oder nur eingeschränkte Feilenbewegungen zu, die über ein auf und ab hinausgehen.
Hier nun ein neues Modell, dass dank eines Federmechanismus die Applikation erlaubt, anschließend aber auch (nach Auskoppeln des Feilenhalters) die üblichen Drehbewegungen ermöglicht.
Laschal heißt der Hersteller und in Deutschland wird das Instrument von Jadent vertrieben.
Als ich letztens eine Kamera mit HDMI-Ausgang am Mikroskop hatte, wollte ich natürlich DEN Vorteil einer Full-HD-Darstellung am Flachbildschirm nutzen. Also kam nur HDMI in Frage. Leider hat die Kamera einen Mini-HDMI-Stecker-Ausgang. Nix schlimmes, ab zum Fachmarkt des Vertrauens und einen Adapterstecker gekauft. Dieser war von einem renommierten Zubehörhersteller und nicht gerade ein Schnäppchen für einen simplen Stecker.
Eingesteckt und…… es ging nicht. Warum? Der Kamerahersteller hat aus Abdichtungsgründen die Buchsen versenkt. Diese Versenkung verhinderte das vollständige Einführen des Adaptersteckers. Selbst ein liebevolles, forciertes Einführen hat nicht zum Funktionieren geführt. Also ab ins Labor, die grobe Gipsfräse eingespannt und den Adapterstecker wiederum liebevoll modifiziert. Überraschung: es ging wieder nicht…..
Da meine Liebe inzwischen aufgebraucht war, suchte ich im Internet nach einer Lösung. Und fand sie. Ein Adapterkabel mit 20cm Länge, welches perfekt passte. Auch kein Schnäppchen, aber das kauft man sich nur einmal. Der Vorteil: wenn man die Kameras am DM so oft wechselt wie ich, ist es von Vorteil, das passende Kabel bereits durch das DM hindurch gelegt zu haben. Da man sich nie sicher sein kann, welches Kabel-Steckersystem den Herstellern als nächstes in den Sinn kommt, sollte man, um flexibel zu blieben, sich für einen Typ entscheiden. Die HDMI-Kabel und Stecker werden auf längere Sicht so bleiben, wie sie sind. Durch das Adapterkabel habe ich eine flexible Lösung, egal ob Mini-HDMI- Stecker oder normaler HDMI-Stecker. Es kostet mich 2 sec, es auszutauschen, ohne die Not, ein neues Kabel durchs DM ziehen zu müssen.
Und ob das originale Kameraverbindungskabel des Kameraherstellers unbedingt ein Schnäppchen ist und ob es in der von mir benötigten Länge gibt, habe ich nicht einmal erfragt, da ich die Zubehörpreise schon immer etwas überzogen fand. Und sicher ist, dass die digitale Bildübertragung die Zukunft ist, auch wenn wir manchmal noch am Analogen hängen…..
Zustand nach Wurzelspitzenresektion mit apikaler Veränderung.
Oftmals erscheinen Patienten in unserer Praxis mit Symptomen einer Periodontitis apicalis nach länger zurückliegender Wurzelspitzenresektion.
von Hans – Willi Herrmann
Wirr in der Gegend rumhängende Kabel sind nicht nur ein Problem der Kaps – Mikroskope.
Auch mich hat der Kabelverhau an meinem Zeiss Pro Magis gestört.
Vor ein paar Jahren bin ich fündig geworden und zwar nicht im Dentalbereich, sondern ganz woanders.
Bei Bang und Olufsen.
von Oscar von Stetten
Im Foto – Archiv habe ich noch dieses Foto des im „Kabelbaum“ – Artikel erwähnten Mikroskop – Drapes gefunden.
Sie zeigen ein Zeiss Pentero – Mikroskop, eingepackt in ein Steril – Drape.
So eingepackt störe dann auch eventuell herumliegende Kabel nicht mehr.
Der Aufwand dafür, finanziell und zeitlich ist jedoch zu berücksichtigen.
Nun ist es soweit: man hat sich für ein Dentalmikroskop entschieden, es wurde installiert, das Team hat die ersten Hürden im Umgang mit dem Instrument gemeistert, und der Wunsch nach Dokumentation der Behandlungsergebnisse wird immer grösser.
Kein Problem, jeder Mikroskophersteller hat passende Adapterlösungen im Programm. Flugs dran geschraubt und los geht die Dokumentation.
Aber ein Aspekt trübt die Freude: die KABEL!!!!
Kabel? Welche Kabel ? In den Prospekten sieht man keine Kabel.
Ergebnis geschickter Werbefotografie oder heutzutage professioneller Umgang mit Retuscheprogrammen ala Photoshop.
Kabel würden nur den runden Gesamteindruck zerstören.
Blättern sie doch mal in Lifestyle- oder Wohnzeitschriften ala „Schöner Wohnen“. Sie sehen lauter Elektrogeräte ohne Kabel. Zu Hause sieht das anders aus. Wer eine ausgewachsene Heimkinoinstallation sein eigen nennt, weiss wovon ich rede.
Am Dentalmikroskop ist das Ganze aber noch viel komplizierter. Weiterlesen
von Hans – Willi Herrmann
Es geht ja immer noch ein bisschen besser.
Habe ich vor ein paar Tagen hier den Jörg & Sohn Stuhl lobend erwähnt (wir haben 4 Stück davon), so ist das noch nicht das Ende der Fahnenstange.
Hier der ERGOsit Stuhl von Jadent.
Im Gegensatz zum Jörg & Sohn Stuhl 2 gravierende Unterschiede: Die Armlehnen sind deutlich länger und sie lassen sich schräg stellen.
Mit diesem Stuhl ist es möglich, mit vollkommen entlasteten Armen (weil abgestützt bis in unmittelbare Nähe des Behandlungsobjektes) zu arbeiten. Damit gelingt es, dauerhaft Klasse 1 – und Klasse 2 – Bewegungen durchzuführen, dass heißt zum Arbeiten brauchen nur die Finger bzw. maximal die Handgelenke bewegt zu werden. Ein sehr präzises und auch auf längere Zeit ermüdungsfreies Arbeiten ist so möglich.
Denn Stuhl gibt es im Übrigen in 3 Sitzvarianten und, wem das knallig Rot des Beispielbildes nicht gefällt, in 12 verschiedenen Farben zur Auswahl.
Viel wichtiger noch, sie sollten die gepolsterte Armvariante wählen (die Original – Lehne war ungepolstert) und sich überlegen, ob sie die kurze (30 cm) oder die lange (43 cm) Variante bevorzugen.
von Hans – Willi Herrmann
In den letzten Wochen habe ich mehrmals Anfragen bekommen, mit welchem Arbeitsstuhl wir am Dentalmikroskop arbeiten.
Ich würde diese Antwort gerne erschöpfend und präzise beantworten.
Aber Fakt ist, es ist schon zu lange her, dass ich den Stuhl gekauft habe, als dass ich die Bezeichnung wüßte.
Fakt ist aber auch, dass ich auf den Stuhl auf keinen Fall verzichten möchte.
Und meine Assistentin am Dentalmikroskop ebenfalls nicht.
Und wo wir gerade bei Sachen sind, die mit zunehmendem Alter in Vergessenheit geraten.
Ich habe noch deutlich vor der Jahrtausendwende einen Stuhl gekauft, (dessen Namen mir vollends entfallen ist und) der
a) ebenfalls Armlehnen aufweist, sogar ausziehbare und federgestützte
b) ich glaube aus Skandinavien stammt
c) mich irgendwie eher an einen Gynäkologen – Praxis erinnert.
Den würde ich NICHT wieder kaufen.
Was nicht heißt, dass andere damit glänzend zurechtkommen können. Aber für das Arbeiten am Dentalmikroskop ist der Stuhl, ich sach mal, „suboptimal“. Und wer mit dem Jörg & Sohn Stuhl, den wir verwenden, am Dentalmikroskop gearbeitet hat, der will auch alle andere Sachen mit diesem Stuhl behandeln.
Weil die Arme superabgestützt sind und sich so sehr sehr präzise arbeiten lässt. Schon mal versucht, ne 8.0er Naht ohne Abstützung zu entfernen, wenn man gewohnt ist, das die Arme absolut sicher und unverrückbar ruhen ? Ich sehe, wir verstehen uns.
Ach ja, auf der Stuhlunterseite steht im Übrigen Folgendes:
Jörg & Sohn
Modell 11015/2×2014
K20 SDD
von Donald Becker
Nach Freilegung kann der Carrier mit einer Stieglitzzange (modifiziert) oder einer ähnlich grazilen, aber fest fassenden Zange durch Zug entfernt werden. Dazu sollte die Guttapercha noch erwärmt sein. Im vorliegenden Fall gelang dies nach der geduldigen und schonenden Präparation. Jedoch war ein Rest Guttapercha oberhalb des Foramen apikale im Granulationsgewebe verblieben. Die Entfernung von orthograd erweist sich oftmals als sehr schwierig, jedoch nicht unlösbar. Mittels eines apikalen Gauging sollte annähernd die Foramengröße ermittelt werden. Im vorliegenden Fall betrug diese 0.6 mm. Um den Guttapercharest zu erangeln, habe ich einen Microopener #10 (Maillefer) verwandt. Leider ist das Instrument in seiner Originalform nicht lang genug, um daran vorbeischauen zu können. Deshalb sollte dieses Instrument modifiziert werden. Mit einer Flachzange wird das Arbeitsende direkt hinter dem Schaft abgebogen. Anschließend kann die vorhandene Krümmung begradigt werden. So erhält man ein deutlich längeres Instrument mit einer Arbeitslänge des Microopeners von 31 mm. Die Spitze habe ich leicht angewinkelt auf 1,5 mm Länge in Richtung der Lage des apikalen Fremdkörpers. Vor dem Einsatz des modifizierten Microopeners trockne ich den Wurzelkanal mit Microabsaugung, Papierspitze und anschließend mit einer Kanüle 30 an einem Stropkoirrigator. Jetzt ist es möglich, unter mittlerer – maximaler Mikroskopvergrößerung den Fremdkörper zu lokalisieren und zu erangeln. Dies sollte mit sehr leichtem Druck auf den Fremdkörper von apikal nach koronal erfolgen. Diese Technik funktioniert bei geringerem Durchmessser des Fremdkörpers zum apikalen Foramen. Nach einigen Versuchen konnte die Guttapercha entfernt werden. Anschließend erfolgte die weitere Aufbereitung und Desinfektion des Kanalsystems. Die abschließende apikale Wurzelfüllung erfolgte mit weißem ProRoot MTA (Densply) auf 4mm Länge.
Anmerkung: Das Biegen des Microopeners wurde mir von Michael Arnold, Dresden vorgestellt.
von Donald Becker
Es war nur ein Zufallsbefund und die knapp 30 jährige Patientin (aus der Hauptstadt eines benachbarten deutschsprachigen Landes) war erstaunt darüber, dass die nicht sonderlich lange zurückliegende Behandlung nicht meine ausdrückliche Bewunderung erhielt, war diese doch bei einem „IN“ – Zahnarzt erfolgt.
Der Zahn 36 bedurfte nach der Fraktur der mesiolingualen Wand einer Kronenversorgung und ich riet der Patientin, neben bei ihr notwendiger weiterer zahnmedizinischer Behandlungsmassnahmen eine Revision der vorhandenen Wurzelkanalfüllung durchführen zu lassen.
Bei der endodontischen Behandlung in unserer Praxis zeigten sich die vorhandenen Wurzelfüllungen nicht nur röntgenologisch, sondern auch klinisch insuffizient.
Bei der Entfernung des Wurzelfüllmaterial fand sich ein Isthmus im Bereich der mesialen Wurzel zwischen dem mesiobukkalen und mesiolingualen Kanal.
Es folgte zunächst die Darstellung und eine weiter nach apikal vordringende Bearbeitung des Isthmus mit einem speziellen Rosenbohrer der Firma Komet/Brasseler (Komet H1SML.205.006), der ein Arbeiten unter Sicht mit dem Dentalmikroskop auch in delikaten Strukturen gestattet.
Dabei etablierte sich ein weiterer mesialer Kanal, der einen von den beiden anderen mesialen Kanälen vollkommen getrennten Kanalausgang besaß.
Ungewöhnlich, aber auch nicht ganz selten war die hohe Lage des Kanalausgangs im mittleren Wurzeldrittel. Wird ein solcher Kanal nicht adäquat behandelt, kann es neben bekannten akuten Beschwerden auch zu Knochendestruktionen im Bereich des Kanalausgangs kommen, wie sie auch bei dieser Patientin aufzufinden waren.
Die klinischen Bilder zeigen die Darstellung des 3. mesialen Kanals und Röntgenbilder vor der Behandlung sowie nach Erschließung der Kanäle bis auf definitive Arbeitslänge und nach Einpassung der Mastercones.
(wird fortgesetzt).
Flach, Schick, Trendy: so lauten die Attribute für die heutigen LCD-Fernseher. Dass diese Geräte nicht nur bei schnellen Kameraschwenks Probleme haben, sondern auch bei normalen Fernsehbildern, wird gerne verschwiegen. Warum ist das so? Ganz einfach: das normale PAL-Signal hat eine Auflösung von 768×576 Bildpunkten mit einem Verhältnis von 4:3, das Display typischerweise 1368×768 Bildpunkte im Verhältnis 16:9. Schlimmer wird es, wenn es Full-HD taugliche Displays mit 1920×1080 Bildpunkten sind.
Nun kommt das Videobild mit einer niedrigeren Auflösung als das Display tatsächlich besitzt. Es gibt zwei Möglichkeiten, wie das Display damit umgehen kann:
1.) schwarze Ränder an den Seiten für eine nicht verzerrte Darstellung. Das hat aber den Nachteil, das Displayauflösung verschenkt wird und man die Displays dementsprechend gross wählen muss, um ein dem Röhrenfernseher von der Grösse adäquates Bild zu erhalten
2.) die Skalierung des Videosignals auf die physikalische Auflösung des Displays. Das ist schon deutlich fehleranfälliger als die erste Variante. Von Hersteller zu Hersteller gibt es unterschiedliche Scalerhardware und Scaleralgorithmen. Generell gilt: umso kleiner das Display, desto billiger ist es, umso schlechter ist die Skalierung. Erst bei Displays in Grössen von 40“ fangen die meisten Hersteller an, hochwertigere Hardware zu verbauen, was sich sofort in einem besseren Ergebnis gegenüber den Billigdisplays niederschlägt.
Warum ist das nun ein Problem? Ganz einfach: das Gerät kann nicht mehr, als die vorhandenen Pixel im Videostrom so oft zu vervielfältigen, bis die physikalische Displayauflösung erreicht ist. Das hat aber den Nachteil, dass die Kantenschärfe deutlich abnimmt. Damit sind die meisten Displays nicht zur Fokussierung einer Kamera am Dentalmikroskop geeignet, weil wir schon mit einem geringen Schärfentiefebereich kämpfen. Doch es gibt Möglichkeiten, wie man das umgehen kann:
a.) externe hochwertige Videoscaler
Es gibt dedizierte Geräte, die das Scaling auf sehr hohem Niveau und mit sehr guter Qualität durchführen können. Leider kosten diese Geräte weit über 1500€, so dass der Sinn und Zweck sicher streng hinterfragt werden muss
b.) erhöhter Betrachtungsabstand
Wenn man den Betrachtungsabstand zum Display erhöht, sinkt die optische Auflösung des Auges unterhalb der Doppelbildschwelle und das Bild wird wieder scharf. Aber: es ist ein Kompromiss zwischen Bildgrösse und Schärfe
c.) kleineres Display mit 800×600 Auflösung
Es gibt in den Elektroniksupermärkten kleine Display mit 10“ oder 12“ Durchmesser, welche leicht genug sind, um diese an das Mikroskop anzuflanschen. Das Display muss nicht viel Scaling betreiben, so dass die Bildqualität zum Scharfstellen tauglich ist
d.) Fotokamera mit HDMI-Ausgang und HD-Auflösung in der Vorschau
Inzwischen haben die zwei grossen Hersteller Nikon und Canon dSLR-Modelle mit HD-Videofunktion im Angebot. Ich hatte jetzt am Wochenende auf der JT der DGEndo die Gelegenheit, eine Nikon D90 genauer anzuschauen. Das HD-LiveView funktioniert auf hohem Niveau und verzögerungsfrei (WICHTIG), so dass diese Kamera sich für einen Einsatz am DM im Zusammenhang mit Flachbildfernsehern eignet. Zudem bietet diese Kamera eine HD-Aufnahmefunktion für einen geringen Preis in guter Qualität
Abschliessend lässt sich sagen, dass man vom Rückgaberecht ruhig Gebrauch machen sollte, wenn man feststellt, dass das Display nicht den Anforderungen entspricht. Leider ist es auch nicht möglich, eine Empfehlung auszusprechen. Die Modellzyklen sind so schnell und die Bezeichnungen der Hersteller kryptisch und verwirrend (oft entscheidet ein Buchstabe in der Bezeichnung über geänderte Hardware).
Ich habe mit 30“ von Samsung die besten Erfahrungen gemacht, sowohl was die Farben als auch den internen Scaler angeht.
Beim Arbeiten mit dem Dentalmikroskop gilt die Devise: alles ist mini, der Aufwand aber maxi. Wer kennt nicht die Situation, man hat eine kleine zierliche Kavität eröffnet und dann keinerlei Instrumente zur Verfügung, mit denen man diese Kavität vernünftig füllen oder weiter bearbeiten könnte. Oder aber – die Sicht durch das Dentalmikroskop ist zwar hervorragend, man sieht noch Karies an der Schmelz-Dentingrenze, kann diese aber nicht erreichen und muss die Kavität grösser aufziehen, als es unter dem Gesichtspunkt der reinen Kariesentfernung her eigentlich notwendig gewesen wäre.
Ich habe mich in den letzten 12 Monaten zusehends über solche Unzulänglichkeiten geärgert und war auf der Suche nach einem geeigneten Mikroinstrumentarium.
Loser Dental (Leverkusen) hat Eagle-Instrumente im Angebot, die von der Grösse schon dem Gewünschten nahe kamen. Diese sind dunkel mattiert (um unerwünschte Reflexionen mit der koaxialen Beleuchtung zu vermeiden). Leider sind die Angulationen dieser Instrumente für bestimmte Situationen unzureichend.
Auf der Fachdental 2008 in Stuttgart habe ich nun die Instrumente gefunden, die ich so lange vermisst habe: Hu-Friedy hat speziell für die mikroskopische Behandlung konzipierte Instrumente. Zwei grosse Trays voller Mikrokugelstopfer, Mikroexkavatoren, Mikroküretten etc. etc. Diese Instrumente gibt es in sehr vielen Angulationen, so dass man auch wie gewohnt mit dem Mikroskop „um die Ecke“ behandeln kann. Selbstverständlich sind diese Instrumente geschwärzt und vergütet.
Mein Rat für den Einsatz in der Praxis: Der Preis macht eine vorsichtige Behandlung nötig, diese Instrumenten kauft man sich nicht jede Woche neu. Eine exakte Anleitung für die Assistentin zur Pflege ist wichtig, idealerweise auch eine Lupenbrille. Die Instrumente sind zwar für ihre Grösse stabil, dennoch als Mikroinstrumente sehr empfindlich.
von Olaf Löffler
Seit dem konsequenten Einsatz des Dentalmikroskopes in der endodontischen Behandlung in meiner Praxis ist der 100prozentig optisch kontrollierbare Substanzabtrag zur Kanaleingangsdarstellung der wichtigste Bestandteil meiner initialen Kanalerschließung geworden.
Im Zuge dessen habe ich die frustrierende Erfahrung gemacht, daß eine ultraschallgestützte Präparation in diesem Bereich teilweise wenig effizient ist. Daher nutze ich heute im Rahmen des Gestaltung der primären und sekundären Zugangskavität stattdessen häufig spezielle Rosenbohrer, die eine Reihe von Vorteilen gegenüber oszillierenden Abtragstechniken aufweisen. Nicht nur ist diese Vorgehensweise äußerst produktiv. Ein Einpressen von Spänen in vorhandene Hohlräume des Kanalsystems geben dem erfahrenen Behandler wichtige Hinweise auf mögliche verborgene zusätzliche Wurzelkanalstrukturen.
Wichtig für den Einsatz ist die Verwendung von Bohrern mit einer große Schaftlänge von zumeist 31 -34 mm, um an dem Instrument gezielt vorbeischauen zu können. In solchen Fällen ist der Winkelstückkopf nicht mehr im Blickfeld und man kann gezielt am Instrumentenschaft vorbeiblicken und hat so jederzeit das Bohrfeld vollständig im Auge. Eine grazile, aber dennoch stabile und biegefeste Schaftgestaltung liefert noch mehr visuelle Freiräume.
Es gibt gegenwärtig nicht viele Anbieter solcher Instrumente. Ich nutze vorrangig die Bohrer der Firma Drux. Die bis zu 8mm kleinen Fräsköpfe zeigen sich äußerst standfest und sind daher empfehlenswert.
Die erhältlichen Größen sind 05,06,08,10,12.