Fern Gesteuert

von Thomas Seitner

Die Remotedesktop- Verbindung: Sperriges Wort für ein hilfreiches Tool

Einige kennen das Problem: -das neue DVT ist installiert, alles läuft zügig auf dem Aufnahme-Computer im Röntgenraum. Aus wirtschaftlichen oder technischen Gründen (zu alter und zu langsamer PC, falsches Betriebssystem etc.) wird im Behandlungszimmer (oder Beratungszimmer, Büro) aber kein Viewer dafür installiert. Irgendwie wäre es aber doch schön, bei dem einem oder anderen kniffligen Fall „live“ durch die Kanäle „fahren“ zu können und nicht nur mit den angefertigten Screenshots arbeiten zu müssen. Hierfür gibt es eine einfache und kostengünstige Möglichkeit: die sogenannte „Remotedesktop Verbindung“. Es handelt sich um eine „Fernsteuerung“ mit 1:1 Bildübertragung des gesteuerten Rechners. Dadurch dass nur die Bildschirmgrafik, aber keine Daten übertragen werden, lässt sich z.B. selbst der 3D Viewer des Röntgenprogrammes sogar per WLan ohne merkbare Verzögerung bedienen. In den meisten Windows Varianten (Prof. Versionen) ab Win XP findet sich das nötige Programm unter dem „Zubehör“ bereits auf der Festplatte. Aber auch bei anderen Betriebssystemen wie Apple, iOS, Android etc. sind die Vorrausetzungen gegeben. Die Einrichtung ist in der Regel schnell geschehen: das Remoteprogramm starten, die IP Adresse des zu steuernden Computers eingeben und los geht es. Eventuell muss der zu steuernde PC noch für den Remotezugriff freigeben werden. Eine Anleitung findet sich unten. Eine Möglichkeit die IP Adresse unter Windows heraus zu finden ist die Eingabe von: „cmd“ im „Ausführen“ Menü. Danach „ipconfig“ und die Adresse kann abgelesen werden. Eine Verknüpfung der Remote Applikation kann zur schnelleren Bedienung mit aussagekräftigem Namen auf dem Desktop in der gewünschten Voreinstellung gespeichert werden. Ein Nachteil sei nicht verschwiegen: während der Bildschirm im Behandlungszimmer sichtbar ist, ist er am Röntgen PC gesperrt. Allerdings lässt sich diese Sperre am ferngesteuerten PC nach Sicherheitsabfrage sofort wieder aufheben.

Links:

http://windows.microsoft.com/de-de/windows-vista/remote-desktop-connection-frequently-asked-questions

http://windows.microsoft.com/de-de/windows/connect-using-remote-desktop-connection#connect-using-remote-desktop-connection=windows-vista

Weissabgleich der Kamera

von Oscar von Stetten

 

Der Vorschlag des Kollegen Habash zum einfachen Weissabgleich der Kamera beim Fotografieren am Dentalmikroskop hat mich begeistert. So einfach, keine Graukarte o.ä., ein einfaches Taschentuch.

Aber: spielt die Farbe des Kofferdams vielleicht auch eine Rolle?

Flugs eine Sammelaktion gestartet und ein paar Testbilder geschossen. Offensichtlich spielt die Farbe des Kofferdams auch eine Rolle. Alle Bilder sind in Lightroom mit dem Automatischen Farbton korrigiert worden, mehr wurde nicht durchgeführt. Normalerweise ist diese Funktion bei Lightroom sehr gut. Aber in diesem Fall wird die Funktion durch die Farben der Umgebung massiv gestört. Was hilft also in solchen Fällen?

Die Pipette. Mit der Pipette kann man sich einen Bereich im Bild aussuchen, der am weissesten ist. Damit kann man die Tonwertkorrektur manuell und vorhersagbar durchführen. Es wird das „weiss“ in dem individuellen Bild bestimmt und die anderen Tonwerte daran kalibiriert. In schwierigen Fällen hilft diese Methode enorm, einen halbwegs vernünftigen Farbeindruck zu erhalten. Wenn der Bildschirm denn kalibriert ist…. aber das ist ein ganz anderes Thema.