Falsche Ausgangsdiagnose – Yannick

Heute stelle ich die Behandlung des aktuell neunjährigen Yannick vor.

Bei dem Jungen war im November 2022 in Regio 21 anhand des OPGs der Verdacht einer überzählige Zahnanlage gestellt worden.

Bei dem Versuch der Entfernung (in ITN durch einen Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgen) zeigte sich jedoch, dass in Wirklichkeit ein Dens evaginatus vorlag.

Im weiteren OP-Verlauf wurde daraufhin der palatinale Anteil zu zwei Drittel abgetragen, wobei es zu einer kleinflächigen Pulpaeröffnung kam.

Intraoperative Situation – Bild alio loco

Es erfolgte eine direkte Überkappung mit Kerr Life und die Aufklärung der Mutter über die besondere Situation. Es wurde angeraten, den Zahn nun endodontisch behandeln zu lassen.

Soweit die Informationen aus dem uns übermittelten Arztbericht.

Entgegen der ursprünglichen Empfehlung rieten wir Eltern und Patient zu dem Versuch der Vitalerhaltung.

Ausgangssituation November 2022

Dafür wurde unter Lokalanästhesie das Fremdmaterial palatinal entfernt und eine partielle Pulpotomie durchgeführt. Nach Blutstillung mittels NaOCl wurde die Pulpawunde mit Biodentine abgedeckt. Nach vollständiger Aushärtung des Materials folgte eine adhäsive Kompositfüllung.

Nachfolgend die radiologischen Kontrollen, die den Erfolg der Therapie durch das Fortschreiten des Wurzelwachstums zeigen.

Abschluss-Röntgenbild und weitere Nachkontrolle