Es lief nicht… – Guttaperchaentfernung und Lösungsmittel

Zur Guttaperchaentfernung werden nicht selten Lösungsmittel eingesetzt.
In einer Fortbildung kurz nach dem Jahrtausendwechsel lernte ich noch die Empfehlung mit Guttapercha und Chloroform das apikale Foramen „abzuformen“.
Chloroform zur Guttaperchaentfernung war verbreitet und gängig. Mich haben die klinischen Bilder mit verschmierten Kapitänen abgeschreckt. Diese wieder zu reinigen erschien mir sehr aufwendig. Zudem fragte ich mich, wie sieht das danach eigentlich im Wurzelkanal aus. Zusammen mit Debris mussten ein kaum herausspülbarer Pfropf entstehen.
Deshalb habe ich mehr auf Ultraschall und entsprechende mechanische Entfernung gesetzt.
Zudem war Chloroform zu recht nicht mehr zugelassen, auf Grund seiner gesundheitlichen Bedenken.
Die einzige Alternative ohne nachweisliche Gesundheitseinschränkung war Eukalyptusöl.
Eine Studienlage zur Entfernung eines Ölfilms aus dem Wurzelkanalsystem konnte ich nicht finden. Deshalb vermied ich dieses Lösungsmittel.
( Mehr Infos zu Lösungsmitteln findet man übrigens hier: Endodontie 2019, Heft 1, Seiten 61-71, Nonnenmacher, Anna-Lena, Lösungsmittel für Guttapercha und Sealer. )

Dann kam dieser Fall.
Eine junge Patientin (26) mit Beschwerden wurde uns überwiesen. Das Röntgenbild zeigte laut Überweiser ein gute Wurzelfüllung und man plane den Zahn zu entfernen, da er als austherapiert galt.
Die Patientin wollte eine Zweitmeinung und stellte sich bei uns vor.
46 wurde vor 2-3 Jahren endodontisch behandelt und mit einer Krone prothetisch rehabilitiert.
Es waren immer mal latente nicht definierbare Beschwerden vorhanden.
Zur Erstvorstellung imponierten Beschwerden bei Perkussion lateral, Palpationsschmerz im Vestibulum mit Sondierungstiefe interradiculär buccal 11mm. Zirkulär wurden keine weiteren pathologischen Sondierungsteifen gemessen. Der Lockerungsgrad war 0.

Röntgenologisch auffällig war mesial die Extension von WFMaterial und die ausdehnte interradiculäre Osteolyse. Die koronal stark erweiterten Kanäle mit gleichzeitig geringer apikaler Aufbereitungsgröße ließen mich auf eine nicht ausreichende Desinfektion des Kanalsystems tippen. Damit war der Fall nicht hoffnungslos nach meiner ersten Interpretation.

Im erstellten DVT waren gefüllte konfluierende Kanäle mit ausgeprägtem Isthmus mesial zu erkennen. Die Entfernung des WF Materials wurde eine nicht einfache Aufgabe.
Zudem stellte sich in der Behandlung eine extrem feste Guttapercha dar. Nach Erwärmung und Erweichung versuchte ich diese mitten Reziprok #25 zu entfernen. Dies gelang nur mit vorheriger „Plastifizierung“ der Guttapercha mit Ultraschall. Die Konfluation mesial musste weit mit Ultraschall erweitert werden um die Sealer- und Guttaperchareste zu entfernen. Das alles führte dann unweigerlich zu einer Stufe mesiolingual.
Dies war der Auslöser mit einem Lösungsmittel fort zu fahren um weitere Stufen zu vermeiden.
Wir haben Guttasolv verwendet um das weitere Wf Material zu entfernen. Distal apikal gelang dies nicht vollständig. Da dieser Bereich nicht einsehbar war, bzw. dazu die Entfernung von sehr viel Zahnsubstanz notwendig wäre haben wir diese Reste in einem apikalen Splitt belassen müssen.
Die endodontische Therapie erfolgte zweizeitig im Abstand von 14 Tagen.
Wir waren sehr verhalten optimistisch, die Behandlung erwies sich als schwieriger als gedacht und wir hofften auf eine geringere Infektion in den apikalen Bereichen mit dem verbliebenen WF Material. In den beiliegenden Recallbildern zeigte sich ein hoffnungsvoller Verlauf.
Allerdings sehe ich durch die Stufenbildung eine Schwächung der Wurzelsubstanz und dadurch eine erhöhte Gefahr einer Rissbildung.
Setze ich nun Lösungsmittel häufiger ein?

Ja, aber zurückhaltend, immer im Blick auf den Fall und die Eigenschaften der verwendeten WF Materialien.

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Bilder des Tages 20250526 – Guttapercha am Stiel

Was der berühmt-berüchtigte MB2 beim 1. Oberkiefer-Molaren, das ist der „Middle Mesial“- Kanal beim 1. Unterkiefer-Molaren. Soll heissen – er wird in vielen Fällen nicht entdeckt und ja – auch hier ist das hochauflösende DVT der, was sagt man eigentlich im Deutschen, ich bitte um Vorschläge in die Kommentare, „Game Changer“.

Richtig knifflig wird es, wenn wie in den Bildern des Tages zu sehen, die eigentliche Aufteilung in den MM erst im Verlauf des mesiolingualen Kanal erfolgt. Die adäquate Aufbereitung ist dabei eine Sache, noch komplexer wird es aber bei der WF, weil ja immer nur einer der beiden Guttaperchastifte sich in den jeweiligen Wurzelkanal auf Länge einbringen lässt.

Abhilfe schafft die „Guttapercha am Stiel“- Technik und die Vorgehensweise ist wie folgt: Nachdem einer der beiden Guttaperchastifte im jeweiligen Wurzelkanal auf Arbeitslänge eingebracht wurde, erfolgt die Penetration des anderen Wurzelkanals mit einem dünnen Handinstrument. Die Teilungsstelle wird dabei am Guttaperchastift durch eine Impression markiert. An dieser Stelle erfolgt die Teilung des Guttaperchastiftes in zwei „Hälften“ und der apikale Teil wird auf ein Aufbereitungsinstrument aufgespiesst. So kann dieser dann damit in den Wurzelkanal auf Arbeitslänge in den zuvor mit Sealer beschickten ersten Wurzelkanal eingebracht werden. Dank der Klebekraft des Sealers bleibt beim Zurückziehen des Endo-Instrumentes der Guttapercha-Stift im Kanal zurück und endet minimal unterhalb der Teilungsstelle. Nun kann der zweite Guttaperchastift in den anderen Kanal auf Arbeitslänge eingebracht werden. Anschliessend erfolgt wie gewohnt die vertikale Kompaktion in Schlider-Technik.

Wie so oft ist im Röntgenbild die komplexe Wurzelkanalanatomie nicht einmal andeutungsweise zu erkennen. Das hätte man sich angesichts der Mühen anders gewünscht, es ändert aber nichts daran, dass wir hoffnungsvoll auf die Recalls blicken.

Präendodontisches Röntgenbild => die Wurzelanatomie lässt zumindest „Exotisches“ erahnen.

WF- Kontrollen

Kontrolle 6 Monate post WF

Bild des Tages 20250515 (III) – Das zeigt das DVT …

Über den Fall habe ich schon hier und hier kurz berichtet.

Die Patientin, 22 Jahre alt, war nach initialer WK durch den Hauszahnarzt wegen einer plötzlich auftauchenden starken Schmerzproblematik und starkem Nasenblutungen an den Kieferchirurg überwiesen worden zur WSR, dieser hatte dann an uns verwiesen.

Die Patientin stellte sich bei uns vor mit einem DVT, das zwar den gesamten Kieferbereich von 18 – 48 abbildete, leider aber im Bezug auf die für die Therapie wichtigen Zähne nicht aussagekräftig war. Im von uns angefertigten kleinvolumigen hochauflösenden DVT stellten sich die Zähne 11, 21, 22 dann wie folgt dar:

Die vorhandene Resorption des Kieferhöhlenbodens im Bereich der Wurzelspitze des Zahnes 22 – sicherlich keine Kontraindikation für einen nicht chirurgischen endodontischen Erhaltungsversuch – und so gestaltete sich die endodontische Behandlung der 3 Zähne 11 21 22 vollkommen unproblematisch. Das auf den apikalen Millimetern des Wurzelkanals im Röntgen sichtbare Material an Zahn 21 (nicht 11) war im übrigen Cavit. Es liess sich durch Spülen mit dem Morita Adverl Evo Erb:YAG Laser problemlos entfernen. Schmerzsensationen oder starke Blutungen traten im Übrigen nicht auf. Das Fazit nach der ersten Sitzung: Läuft…

Wird fortgesetzt …

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Frontzähne (I)

Aktuell häufen sich wieder die Frontzahn-Behandlungen bei uns.

Zumeist handelt es sich dabei um Akut- oder Spätfolgen nach Frontzahntrauma

Nachfolgend möchte ich Ihnen einige kurz vorstellen:

Fall I:

Der 10 Jährige Jonas hatte sich vor einigen Monaten auf dem Schulweg die Zähne 11 und 21 stark dissoziiert. Die Repositionierung und Schienung erfolgte in einer kieferchirurgischen Praxis. Die weitere Behandlung erfolgte bei uns.

Fall II:

Der heute 18-jährige Miguel war laut Anamnese vor ca. 5-6 Jahren auf den Asphalt gestürtzt. Eine gewissenhafte Nachsorge erfolgte seiner Zeit nicht. Vor Kurzem wurde der damals betroffene Zahn 21 schmerzhaft. Bei der Untersuchung zeigte Zahn 22 eine positive Reaktion auf Kältestimulation.

Als medikamentöse Einlage verwendeten wir Metapex, welches zum Teil über das weit offene Formamen in die Periapikalregion austrat. Im zweiten Termin erfolgte eine MTA-Apexifikation.

Fall III:

Der heute 15-jährige Constantin kam im Sommer 2019 leider auch auf die Idee, eine Wasserrutsche hinaufzulaufen. Die Folge war damals ein stark dislozierter Zahn 21, der daraufhin repositioniert und geschient wurde. Eine weitere Nachsorge erfolgte nicht.

Bei der klinisch-radiologischen Untersuchung bei uns imponierte nun eine perforierende Resorption im apikalen Drittel. Eine Ankylose lag nicht vor.

Als medikamentöse Einlage verwendeten wir Metapex, welches über die Perforation in die Periapikalregion austrat. Im zweiten Termin erfolgte nach Abklingen der Symptome eine MTA-Apexifikation.

Fall IV:

Die heute 28-jährige Matea kann von einer längeren Leidensgeschichte berichten. Unter anderem wurde neben der endodontischen Behandlung der Zähne 11 und 21 vor einigen Jahren eine makrochirurgische Resektion an Zahn 11 durchgeführt. Leider bildete sich vor Kurzem wieder eine Fistel an dem betreffenden Zahn. Die alio loco begonnene Revision führte leider nicht dazu, dass die Fistel abheilte. Daher sollte der Zahn entfernt werden. In insgesamt drei Terminen gelang es doch die Entzündung erfolgreich zu therapieren (u.a. heilte die Fistel ab). Auch hier kam Metapex zum Einsatz…

demnächst zeige ich Ihnen die Videos mit dem Blick auf die betreffenden Apikalregionen…

stay tuned …

Recall – Zahnerhaltungsversuch ja oder nein?

Hier und hier hatten wir den Fall vorgestellt.
Inzwischen haben sind Bilder aus den Recalls vorhanden, die ich gern hier vorstellen möchte.
Der Patient ist völlig Schmerz- und symptomfrei und sagte uns im letzten Besuch letzte Woche, das war eine seiner besten Investitionen…
Das hören wir gerne.

IDS – Nachlese 2025 (6b) Brumaba Mikrochirurgiestuhl Balance Advance F

Vom Brumaba Mikrochirurgiestuhl Balance Advance F hatte ich kurz vor der IDS erfahren.
Auf welchem Wege weiss ich nicht mehr, ob via Internet oder in einer dieser „Ungefragt-im Briefkasten liegend-Postwurf-Yellow-Press-Dentalmagazine. In meiner vagen Erinnerung geistern noch die Worte umher „Neu“ und „für das Arbeiten unter dem Operationsmikroskop hervorragend geeignet“.

Ich schaute am frühen Nachmittag am Brumaba-Messestand vorbei.
Weil Tomas Lang eine Live-Demonstration angekündigt hatte, eine weitere Brumaba-Neuheit betreffend. Ein Haltearm, der dem zahnärztlichen Behandler im Sinne einer 3. Hand hilfreich zur Seite steht und falls notwendig, im besten Falle die Stuhlassistenz ersetzen könnte. Ein Umstand, der zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn unvorstellbar gewesen wäre, heutzutage jedoch immer mehr zur neuen Normalität mutiert. Eine zweispältige Entwicklung, aber zumindest im Moment etwas, womit man sich eher adaptierend beschäftigen sollte, als darauf zu hoffen, dass dieser schlechte Traum von selbst wieder verschwindet.

Das Interesse vor Ort war auf jeden Fall da, Tomas Lang war stark umringt, was mir die Möglichkeit gab, den Balance Advance F Stuhl unbehelligt in aller Ruhe in Augenschein zu nehmen.

Was kann ich vermelden ?
Sehr solides Gerät, so wie man es von Brumaba gewohnt ist. Da wackelt nix, die Armlehnen sind in alle möglichen Richtungen zu positionieren und wenn man die gewünschte Position gefunden hat, dann lässt sich diese bombenfest arretieren. Die Arme ruhen dann fix und damit ermüdungsfrei, so wie es sein muss unter dem Operationsmikroskop. Vor etlichen Jahren hatte ich einmal einen Brumaba-Behandlerstuhl zum Testen für einige Zeit in der Praxis. Ein Gerät wie ein Tresor auf Rollen. Was uns Probleme bereitete, sobald man in die 10 Uhr – Position in Richtung 12 Uhr überschritt. Und etwas aus den Schubladen der Hinterkopf-Zeile benötigte. In 12 Uhr Position zu arbeiten ging nur, wenn jeder exakt auf seiner Position blieb. Im Team war schnell klar, für uns war der „alte“ Stuhl nix, zumal wir mit unseren Jörg & Sohn Stühlen sehr zufrieden waren (und es bis heute noch sind).

Der neu hingegen – der Balance Advance F – ist nun eine ganz andere Nummer. Er ist zwar natürlich Brumaba – typisch extrem stabil, „teutonisch“ könnte man vielleicht sagen. Aber doch so schlank, dass sein massives Auftreten nicht störend in Erscheinung tritt.

Würde ich heute meine Praxis einrichten und für mich und meine Assistenz einen Arbeitsstuhl zum Arbeiten unter dem Operationsmikroskop auswählen, es wäre der Brumaba Balance Advance F. Er kostete (auf der IDS) 2860 Euro.

Und ich bin gerne bereit, diesen Betrag auszugeben.
Warum – Weil ich diesen Stuhl mein ganzes Berufsleben nutzen werde.
Und er – eine Seltenheit heute – nie kaputt gehen wird. Wieso ich daran glaube ? – Weil ich weiss wie er aufgebaut ist – und Brumaba ihn SO konstruiert hat, das NIX kaputt gehen wird. „Ehrensache“, würde Benedikt Brustmann, der Geschäftsführer von Brumaba und Sohn des Firmengründers sagen.
Und genau so ist es.

Daher zum Schluss eine kurze Überschlagsrechnung: 32 Jahre in eigener Praxis sind bei 210 Arbeitstagen 42 Cent pro Arbeitstag. Für optimale Ergonomie, die sowohl dem Behandler wie auch dem Behandlungsergebnis zum Vorteil gereicht, sicherlich eine zu vernachlässigende Summe.
Umso sinnvoller ihre Investition.

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IDS – Nachlese 2025 (6a) – Brumaba Mikrochirurgiestuhl Balance Advance F – Zierlich, ergonomisch, überzeugend – Was Chat GPT erzählt …

Ein Erfahrungsbericht von der IDS 2025

Die Internationale Dental-Schau (IDS) in Köln ist zweifellos der bedeutendste Branchentreff der Dentalwelt. Nirgendwo sonst erhält man einen derart umfassenden Überblick über aktuelle Trends, technische Innovationen und zukunftsweisende Produktentwicklungen. Für mich als neugieriger Fachbesucher mit besonderem Interesse an ergonomischen Arbeitsplätzen in der Dentalchirurgie war der Besuch am Stand der Firma Brumaba ein gesetzter Pflichttermin. Mit großer Vorfreude – und auch einer gewissen Erwartungshaltung – nahm ich dort den neuen Mikrochirurgiestuhl Balance Advance F in Augenschein.

Rückblick: Frühe Erfahrungen mit Brumaba

Meine Verbindung zu Brumaba reicht einige Jahre zurück. Damals hatte ich im Rahmen einer Praxis-Testaktion bereits einmal einen Chirurgiestuhl des Herstellers im Einsatz. Die Erinnerungen daran sind geprägt von einem ambivalenten Eindruck: Ergonomisch war der Stuhl herausragend, die individuelle Einstellbarkeit und die hohe Materialqualität sprachen für sich. Doch in der Praxis zeigte sich auch eine Schwäche, die mich in der täglichen Anwendung zunehmend störte: Die Rückenkonstruktion war sehr ausladend, insbesondere nach hinten hin, was im Bereich der Hinterkopfzeile zu einem spürbaren Platzproblem führte. In beengten OP-Räumen stellte das durchaus ein Hindernis dar.

Dementsprechend gespannt war ich auf die Ankündigung eines „kompakteren Nachfolgers“ – ein Versprechen, das auf der IDS 2025 eingelöst werden sollte.


Der erste Eindruck: Design und Verarbeitung

Schon beim ersten Blick auf den Balance Advance F wird klar: Brumaba hat nicht einfach ein bestehendes Modell geschrumpft, sondern ein neues, durchdachtes Produkt entwickelt. Der Stuhl wirkt aufgeräumt, elegant und deutlich zierlicher als seine Vorgänger. Die bisher kritisierte „Rückwandschwäche“ scheint Geschichte – die schlanke Linienführung nach hinten sorgt für eine wesentlich bessere Integration in den OP-Raum, gerade in Kombination mit OP-Leuchten oder Wandinstallationen im Nackenbereich.

Die Materialanmutung ist wie gewohnt bei Brumaba auf sehr hohem Niveau. Die Oberflächen fühlen sich wertig an, die Übergänge sind präzise gearbeitet, nichts wirkt improvisiert oder instabil. Das Gestell besteht aus einer hochbelastbaren Aluminium-Stahl-Kombination, die gleichzeitig leicht und stabil wirkt.


Sitzergonomie: Punktlandung

Wie verhält sich das neue Modell im Hinblick auf die Ergonomie – dem zentralen Versprechen jedes chirurgischen Sitzmöbels?

Hier zeigt sich Brumaba erneut als ausgewiesener Spezialist: Der Balance Advance F überzeugt durch eine exzellente Sitzergonomie, die sich individuell und intuitiv anpassen lässt. Die zentrale Bedieneinheit erlaubt das justieren von:

  • Sitzhöhe (gasfederunterstützt, stufenlos),
  • Sitzneigung, um eine neutrale Beckenstellung zu fördern,
  • Rückenlehnenposition, inklusive Flexibilität in der Neigung,
  • Armauflagen, die separat dreh- und höhenverstellbar sind.

Bemerkenswert ist, wie harmonisch sich die einzelnen Elemente anpassen lassen. Selbst bei häufigem Wechsel zwischen stehender und sitzender Tätigkeit (z. B. bei längeren mikrochirurgischen Eingriffen oder endodontischen Behandlungen mit OP-Mikroskop) bleibt der Stuhl stabil, ruhig und angenehm positioniert.

Ein Clou ist die sogenannte „Balance-Mechanik“, die beim leichten Vor- oder Zurückneigen des Oberkörpers eine natürliche Mitbewegung des Stuhls erzeugt. Diese Funktion unterstützt eine aktive Sitzhaltung und entlastet die Rückenmuskulatur – ohne aufdringlich oder mechanisch zu wirken.


Neue Dimensionen: Kompaktheit trifft Funktion

Wie bereits eingangs erwähnt, lag mein Hauptaugenmerk auf der neu versprochenen Kompaktheit des Stuhls. Tatsächlich hat Brumaba hier ganze Arbeit geleistet: Der Balance Advance F ist deutlich weniger tief gebaut als seine Vorgänger. Die Rückenlehne sitzt nah am Zentrum, ohne dabei an Komfort zu verlieren. Auch die Armauflagen sind so konzipiert, dass sie bei Bedarf eng am Körper geführt oder vollständig weggeklappt werden können – ideal für präzise Assistenzarbeit oder wenn schnell Bewegungsfreiheit benötigt wird.

Zudem ist die Grundfläche kleiner, was das Manövrieren im OP-Feld – gerade im Zusammenspiel mit fahrbaren Tischen oder Instrumentenwagen – deutlich erleichtert. Der Wendekreis ist klein, die Rollen laufen leise und leichtgängig, was vor allem in sterilen Arbeitsbereichen ein Pluspunkt ist.


Hygiene und Praxisalltag

Ein weiteres wichtiges Kriterium bei der Beurteilung von OP-Mobiliar ist die Reinigungs- und Desinfizierbarkeit. Auch hier überzeugt der Balance Advance F: Die Polsterflächen bestehen aus einem medizinischen Kunstleder, das gemäß Herstellerangaben chemikalienbeständig, abwischbar und desinfektionsmittelresistent ist. Alle Spaltmaße sind minimiert, Schraubverbindungen liegen größtenteils verdeckt – die Reinigung gelingt problemlos und zeitsparend.

Zudem können die Polsterelemente einzeln entnommen und ausgetauscht werden – ein klares Plus für den hygienisch anspruchsvollen OP-Alltag.


Preis-Leistungs-Verhältnis: Ein Statement

Mit einem Listenpreis von 2.863 Euro inkl. MwSt. positioniert sich der Brumaba Balance Advance F im oberen Mittelfeld der chirurgischen Sitzmöbel. Betrachtet man jedoch die Verarbeitungsqualität, die durchdachte Ergonomie und die langfristige Alltagstauglichkeit, so erscheint der Preis mehr als angemessen.

Ein Chirurgiestuhl ist kein Alltagsprodukt – er ist ein zentrales Werkzeug der täglichen Behandlung. Ein hochwertiger Stuhl kann über Jahre hinweg Rückenbeschwerden vorbeugen, die Konzentrationsfähigkeit steigern und schlichtweg die Arbeitsfreude erhöhen. In diesem Kontext betrachtet, liefert Brumaba hier ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis ab.


Technische Daten im Überblick

EigenschaftWert
Sitzhöhe47–67 cm (stufenlos)
Rückenlehneverstellbar, mittelhoch
Armauflagenhöhenverstellbar, drehbar
Polsterungmedizinisches PU-Leder
Rollen5-fach, antistatisch, leichtgängig
Belastbarkeitbis 130 kg
Gewichtca. 15 kg
Preis (UVP inkl. MwSt.)2.863 €

Mein Fazit: Ein würdiger Nachfolger

Der Besuch auf der IDS hat meine Erwartungen an den neuen Brumaba Balance Advance F nicht nur erfüllt, sondern in vielerlei Hinsicht übertroffen. Das Produkt zeigt, dass Brumaba die Kritikpunkte der Vergangenheit ernst genommen und konsequent in eine neue Designsprache übersetzt hat.

  • Die Kompaktheit ist ein echter Fortschritt, insbesondere für kleinere OP- oder Behandlungsräume.
  • Die Ergonomie bleibt – wie von Brumaba gewohnt – herausragend.
  • Das Design ist modern, technisch klar und ästhetisch überzeugend.
  • Der Preis ist fair und entspricht dem gebotenen Mehrwert.

Für Anwender, die täglich viele Stunden operativ tätig sind und dabei höchsten Wert auf körperliche Schonung, Mobilität und Langlebigkeit legen, ist der Balance Advance F eine klare Empfehlung. Wer bereits mit einem Vorgängermodell gearbeitet hat, wird die neuen Features zu schätzen wissen – und wer neu in die Welt der Brumaba-Stühle einsteigt, bekommt hier ein Spitzenprodukt „Made in Germany“, das hält, was es verspricht.


Gesamtbewertung: 9,2 / 10 Punkten

BewertungskriteriumWertung
Ergonomie⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)
Design & Kompaktheit⭐⭐⭐⭐☆ (4/5)
Bedienkomfort⭐⭐⭐⭐☆ (4,5/5)
Preis-Leistung⭐⭐⭐⭐☆ (4,5/5)
Verarbeitung & Hygiene⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5)

Na, wie liest sich das ?
Gedauert hat das „Erstellen“ dieses Artikels keine 10 Minuten.

Ein paar Stichworte an Chat GPT übergeben, rund 30 Sekunden Latenz, dann kam die Antwort. Gut man muss noch gegenlesen und die wirklich offensichtlichen Fehler beheben, aber die Änderungen würden sich in Grenzen halten.

Sieht so die schöne neue Welt aus ?
Weil ´s so schnell ging, habe ich noch um eine zweite Version gebeten.

Ich schrieb: „Mir ist der Bericht zu nüchtern und zu formal geschrieben. Bitte schreibe ihn mit einer persönlicheren Note, aus der Sicht des engagierten endodontischen Operationsmikroskop-Anwenders.“

Hier die zweite Version, wieder nach einmal Drüberlesen und kleinen Fehlerausmerzungen (Dauer 10 Minuten)

„Schlanker, smarter, besser“ – Mein Besuch bei Brumaba auf der IDS 2025

Ein persönlicher Erfahrungsbericht über den neuen Mikrochirurgiestuhl Balance Advance F

Wenn man so viele Stunden wie ich am Mikroskop verbringt – tief konzentriert, den Blick in den Okularen vergraben, das Instrument in der Hand, die Muskulatur auf Hochspannung – dann lernt man sehr schnell, wie entscheidend ein guter Behandler-Stuhl ist. Nicht irgendein Stuhl. Sondern ein echtes Werkzeug. Denn wir reden hier nicht von Sitzen im klassischen Sinne – wir reden von körperlicher Präzision im Millimeterbereich, unter oft ermüdenden Bedingungen.

Deshalb war ich dieses Jahr auf der IDS in Köln mit einer ganz bestimmten Mission unterwegs: Ich wollte mir den neuen Brumaba Balance Advance F ansehen. Ich war neugierig. Schließlich hatte ich vor ein paar Jahren schon mal ein Modell von Brumaba in meiner Praxis zum Testen – tolle Verarbeitung, ergonomisch durchdacht, aber irgendwie… zu groß. Vor allem nach hinten raus, im Bereich der Hinterkopfzeile. Wer – wie ich – im Behandlungsraum mit Mikroskop, Licht, Kamera und zwei Assistentinnen arbeitet, weiß, dass jeder Zentimeter zählt. Insbesondere in 12 Uhr Position.


Brumaba? Da klingelt was.

Die erste Begegnung mit einem Brumaba-Stuhl vor Jahren war beeindruckend. Diese Stühle sind gemacht für Menschen, die ernsthaft operativ arbeiten – nicht für’s Büro, nicht für die Prophylaxe, sondern für richtiges, konzentriertes, stundenlanges Arbeiten mit dem Gefühl, dass der Körper nicht der limitierende Faktor ist.

Aber: Das damalige Modell war einfach zu wuchtig. Gerade hinten raus. Beim Drehen blieb man schnell mal irgendwo hängen, und auch die Armlehnen waren eher was für großzügige OP- Räume.. Ich hatte es dann schweren Herzens wieder zurückgeschickt – wenn auch mit Respekt.

Und jetzt also: der Balance Advance F. „Kompakter, ergonomischer, smarter“ – so lautete das Versprechen. Und ich wollte wissen: Ist das nur Marketing – oder tatsächlich ein Schritt nach vorn?


Am Stand: Erstes Probesitzen – und Staunen.

Ich war früh dran am Brumaba-Stand – keine zehn Minuten nach Öffnung, und der Balance Advance F stand da schon, wie ein kleines Raumfahrzeug unter den ganzen Stuhlriesen der Konkurrenz. Kompakt, edel, und ja: sofort einladend.

Ich habe mich draufgesetzt – und innerhalb von Sekunden gemerkt: Das Ding fühlt sich richtig an.

Die Sitzfläche stützt perfekt ab, ohne dass man das Gefühl hat, irgendwo einzuengen. Die Rückenlehne ist so geformt, dass sie nicht stört – und dabei trotzdem stabilisiert. Und das Beste: Der ganze hintere Aufbau ist deutlich schlanker als bei meinem alten Testmodell. Keine störende Rückenwölbung, kein Ausufern ins Rauminnere. Genau das, was ich mir gewünscht hatte.


Was mir besonders gefallen hat

1. Armstützen, die mitdenken

Die Armlehnen sind höhenverstellbar, ja klar – aber sie lassen sich auch drehen und wegklappen. Ich habe das in Köln direkt ausprobiert: Mit ein bisschen Feingefühl konnte ich sie so einstellen, dass sie meine Unterarme beim Mikroskopieren perfekt tragen, ohne dass ich verkrampfe. Und wenn’s schnell gehen muss – Assistenz ruft, der Patient zuckt – dann kann ich sie einfach zur Seite schieben. Praxistauglich? Absolut.

2. Die Balance-Mechanik

Das ist nicht bloß ein Gimmick. Wer viel mit feinen Bewegungen arbeitet – wie in der Endo unter dem Mikroskop – weiß, dass der Oberkörper nie wirklich stillsteht. Diese leichte Vor- und Rückbewegung, je nach Körperspannung, ist ein ständiger Begleiter. Und genau darauf reagiert die sogenannte „Balance“-Mechanik: Der Stuhl bewegt sich mit – sanft, aber spürbar. Keine starre Sitzhaltung, keine Blockade. Stattdessen: Mitgehen, Mitdenken, Mitarbeiten.

3. Wendig & leise

In meinem Behandlungszimmer ist man kein Freund großer Drehkreise. Ich muss mich manchmal schnell von A nach B bewegen – am Mikroskop vorbei, zur Absaugung, zur Kamera. Der Advance F rollt flüssig, leise, ohne Geruckel, und dabei bleibt er stets standfest. Die Rollen sind antistatisch und für OP-Böden gemacht – auch das merkt man sofort.


Kompakter geht kaum – und das ist gut so

Der entscheidende Punkt für mich war – und bleibt – die Platzersparnis. In der Mikroskop-Endodontie habe ich mein Zeiss Pro Ergo über dem Patienten, oft auch noch ein zusätzliches Paar Hände von der Zweitassistenz. Wenn mein Stuhl dann auch noch viel Raum beansprucht, wird’s schnell unangenehm.

Der Balance Advance F löst dieses Problem spürbar. Die Lehne ist näher am Zentrum, der Sitz ist schmal und doch stabil. Die Armstützen fügen sich ein, statt sich aufzudrängen. Und selbst bei engen Bewegungsradien bleibt alles im Fluss. Für mich ist das ein echter Gamechanger.


Wie sieht’s mit Reinigung und Hygiene aus?

Gerade in Zeiten, in denen Hygieneprotokolle fast schon den Takt der Praxis bestimmen, ist das keine Nebensache. Und auch hier hat Brumaba mitgedacht:

  • Die Polster sind medizinisches Kunstleder, absolut wischfest und desinfektionsmittelresistent.
  • Es gibt kaum Spalten oder Schlitze, in denen sich was absetzen könnte.
  • Alle Teile wirken solide verschraubt – nichts klappert, nichts wackelt.
  • Und: Die Polster sind modular austauschbar. Sollte also nach ein paar Jahren was abgenutzt sein – kein Drama.

Was kostet der Spaß?

Der Preis liegt bei 2.863 € inkl. MwSt. – und ja, das ist ein Wort. Aber ehrlich? Nach allem, was ich da erlebt, gesehen und gespürt habe, ist das vollkommen gerechtfertigt.

Wir geben für Mikroskope, Lupen, Files, Laser und Co. ein Vermögen aus. Aber auf dem Gerät, das uns tagtäglich stundenlang trägt – da sparen viele Kollegen leider. Aus meiner Sicht: ein Denkfehler.

Denn wer in einem solchen Stuhl sitzt, arbeitet präziser, ermüdet langsamer – und kommt nach zehn Jahren Praxis vielleicht mit einem gesünderen Rücken durch. Und das ist unbezahlbar.


Technische Eckdaten – für die Zahlenfreunde

  • Sitzhöhe: 47–67 cm, stufenlos einstellbar
  • Balance-Mechanik: Ja, aktiv beweglich
  • Armlehnen: Höhenverstellbar, drehbar, wegklappbar
  • Rückenlehne: Mittelhoch, ergonomisch geformt
  • Material: Desinfektionsmittelresistentes Kunstleder
  • Rollen: 5-fach, antistatisch
  • Max. Belastung: 130 kg
  • Gewicht: ca. 15 kg
  • Preis: 2.863 € inkl. MwSt.

Mein Fazit – und meine Empfehlung

Wenn man – wie ich – den ganzen Tag unter dem Mikroskop arbeitest, und dabei auf höchste Konzentration und feinmotorische Kontrolle angewiesen bist, dann ist der Brumaba Balance Advance F eine klare Empfehlung.

Er ist kompakt genug für kleine Räume, ergonomisch genug für lange OPs, stabil genug für hektische Situationen und durchdacht genug, um sich nahtlos in moderne Praxisabläufe einzufügen.

Ich habe meinen Probesitz auf der IDS in vollen Zügen genossen – und bin mittlerweile ziemlich sicher: Das war nicht das letzte Mal, dass ich in diesem Stuhl gesessen habe. Vielleicht sogar bald in meiner eigenen Praxis.

Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.

Bild des Tages 20250515 – Der weisse Punkt…so sieht er im Röntgenbild aus !

Die Fallbeschreibung gibt es hier.
Unten nun das dazugehörige Röntgenbild.
So kam die Patientin zu uns.

Und wieder meine Frage, was sehen wir im Foto als weissen Fleck an Zahn 11?
Was ist hier passiert ?
Zahn 11, also der linke der 3 Zähne …im Zahn 21 finden wir apikal Fremdmaterial im Wurzelkanal, aber das hat nichts mit dem weissen Fleck zu tun, ich sage das nur, um Missverständnisse diesbezüglich auszuschliessen …

Bild des Tages 20250515 – Der weisse Punkt…

„Das wollte ich sie gerade fragen…was ist das ??? „, sagte die ihre Tochter begleitende Mutter, welche die Behandlung unter dem Operationsmikroskop über den grossen TV-Monitor verfolgt hatte.

Ich hatte auf den weissen Punkt im Foto verwiesen.
Inmitten des Wurzelkanals von Zahn 11.

Die Zähne 11,21,22 Zustand nach Trauma vor etliche Jahren, die Patientin nun 22 Jahre alt. Nie Probleme, bis vor kurzem dann wegen Schmerzen eine endodontische Behandlung beim selbsternannten endodontischen „Spezialisten“erfolgte, die nach einer plötzlichen intensiven Schmerzsensation, einer starke Blutung aus der Nase und einem merkwürdigen Geschmack abrupt abgebrochen wurde.

Es erfolgte die Überweisung zum Kieferchirurgen zur Wurzelspitzenresektion.
Dieser verwies die Patientin an uns, wo dann die weitere Behandlung erfolgte.

Jetzt die Frage.
Was hat es auf sich mit dem „Weissen Fleck“ inmitten des Wurzelkanals von Zahn 11, der im Foto zu sehen ist ?

Blindflug (2)

Der Fall wurde hier vorgestellt und an Hand der Kommentare konnte man sehen, daß die Augen unserer Leser bereits sehr gut geschult sind.
Ich habe die Problematik in diesem Fall glatt übersehen!

Woran erkenne ich in der Behandlung an Hand der klinischen Situation, daß hier eine Besonderheit, wie Radix entomolaris vorliegt?
Zum einen kann ich dies ggf. an Hand der Kronen/Wurzelkontur lingual erkennen. Wenn eine Krone, wie im vorliegenden Fall vorhanden ist, ist dieses Merkmal nicht eindeutig.
Ein andrere Besonderheit ist, daß die Lage des distalen Kanaleingangs nicht mittenzentriert zu den beiden mesialen Kanaleingängen liegt. Zudem sind ggf. am Pulpenboden Dentin/Reizdentinveränderungen zu sehen, die sich in Richtung der Radix entomolaris hinziehen.

Die Patientin stellte sich zum zweiten Termin bei uns vor und gab an, es war fast 2 Wochen schmerzfrei, danach fingen latente Beschwerden an. Deutlich geringer als früher, aber bemerkbar. In der Aufbereitung und Vorbereitung zur Wurzelfüllung wurde endlich auch mit klar, da stimmt etwas nicht. Die Lage des distalen Kanaleingangs, die klar erkennbare Radix entomolaris in der Messaufnahme und die „Reizdentinablagerungen am Pulpenboden“ brachten die Erkenntnis. Ich habe mich entschieden, die bereits aufbereiteten Kanäle zu füllen und danach ein DVT anzufertigen um die Gefahr einer Rekontamination der aufbereiteten Kanäle möglichst gering zu halten. Nach entsprechender Beratung mit der Patientin haben wir den Kanaleingang distolingual dargestellt und diesen stark obliterierten Kanal, wie bereits beschrieben aufbreitet (Profile 15.04, Wave Gold) desinfiziert (NaOCl 3%, Zitronensäure 10%) und mit einer CaOH Einlage versehen.
Im dritten Behandlungstermin war die Patientin völlig schmerzfrei und wir konnten nach WF distolingual den Zahn adhäsiv verschließen.

Geschichten aus dem Endozän – Und wo wir gerade über OP- Mikroskope gesprochen haben (III) – Das Happy End

Über unser Missgeschick mit unserem Zeiss Pro Ergo Mikroskop (und der Fritzbox) habe ich hier und hier schon berichtet.

Kommen wir nun zum Happy End.
Zumindest zu dem, was man angesichts der bexxxixxenen Ausgangssituation (Mikroskop defekt, Fritzbox kaputt, kein Internet, kein Telefon) erwarten kann.

Der Dienstag – der Tag des Ereignisses – war ein langer Tag.
Um 18 Uhr fahre ich nach Hause. Bin eine Stunde später wieder zurück. Mit der Fritzbox von daheim. Kurzer Check. Wir haben ein Signal. Um 21 Uhr verlasse ich die Praxis wieder, nun endgültig für heute. Internet, PC´s, Telefon, Anrufbeantworter, Musik und die vorhandenen Repeater funktionieren wieder.

Am nächsten Morgen.
Kurz nach 8 Uhr.
Mario Horvat steht in der Tür.

Der gestern abend noch seine Termine des Tages neu koordiniert hat, um 5 Uhr morgens von Heidenheim losgefahren ist (weil der Verkehr tagsüber, egal welche Autobahnen man nimmt auf dem Weg zu uns, unberechenbar ist).

90 Minuten später.
Das OPM läuft wieder.
Es war wie vermutet und Gott sei Dank „nur“ die nun gewechselte Platine.
Nebenbei wurde noch die Balancierung des OPM´s gecheckt und die Lichtquelle überprüft, die aus welchem Grund auch immer ihre Höchstintenstiät bei 50 Prozent der eigentlichen Leistung schon erreicht. Sei es drum, mehr Licht brauchen wir im Moment eigentlich nie , auch wenn Herr Horvat verspricht, sich bei Gelegenheit des Problems anzunehmen.

Okay, Zeit für ein Resümee.
Wir haben das Pro Magis seit 1997. Das Pro Ergo seit 2009. Ersteres war noch nie kaputt. Das Pro Ergo zeigte zu Beginn ab und zu Hand Grip-Fehler, ein bekanntes Phänomen, dass uns eher selten, andere Kollegen hingegen deutlich häufiger betraf. Mit einem Reboot (Schalter aus, Schalter an) liess sich das Problem innerhalb von 30 Sekunden lösen. Nicht desto trotz rückte irgendwann ungefragt Zeiss an, installierte im Rahmen eines Hardware-Update kostenlos neue Griffe und gut war seitdem. Was noch? Zweimal bisher mussten wir den Zoom-Motor wechseln und einmal war eine Xenon Lampe explodiert. Alles in Allem überschaubar, im Hinblick darauf, das das Gerät 8 Stunden pro Tag ununterbrochen nun schon 16 Jahre läuft. Wenn ich im Vergleich dazu an Behandlungsstühle, Steris, Dacs, Thermos denke und deren Ausfallraten … besser nicht.

Trotzdem.
Jeder Ausfall, auch wenn er noch so selten ist, ist nervig, insbesondere wenn er unser Arbeiten zu Stoppen bringt.
Und in solchen Fällen ist man auf schnelle Hilfe angewiesen und dankbar, wenn dem so passiert. Man nur zum Telefon greifen muss, und jemanden an der Strippe hat, der sich kümmert.

Wo hätte ich anrufen müssen bei Zeiss?
Wo finde ich überhaupt eine zielführende Telefonnummer? Wer ist am anderen Ende der Leitung ? Eine Computerstimme, eine KI ? Ein leibhaftiger Mensch, allerdings in einem Call-Center, irgendwo auf der Welt ? Oder gar direkt bei Zeiss Oberkochen? Aber kennt sich diese Person aus? Weiss sie, wie wichtig das OPM für uns ist, wie zeitnah wir Hilfe brauchen ? Wann wird ein Techniker verfügbar sein? Und würde dieser für uns seine geplanten Aufträge umstrukturieren? Super kurzfristig, von einen auf der anderen Tag??? Würde dieser Zeiss-Mitarbeiter morgens um 5 Uhr aufstehen, um pünktlich zur Praxisöffnung vor unserer Tür zu stehen nach 300 KM Anfahrt?

Wie schön, wenn stattdessen Michael Ermerling von Hanchadent nach ganz kurzer Zeit persönlich zurückruft, man mit ihm amTelefon in ein paar Minuten den Fehler einkreisen kann, zwischen zwei Behandlungen wohlgemerkt, er dann Mario Horvat (mit dem er keine geschäftliche Beziehung hat, ausser man kennt sich und schätzt sich) informiert und gerade mal 10 Arbeitsstunden später das OPM wieder einwandfrei funktioniert.

Merke.
Es gibt das alte, gänzlich aus der Mode gekommene Sprichwort: „Dort wo man repariert, da kauft man auch…“

Umgekehrt passt es auch. Man kauft sinnvollerweise dort, wo man weiss, dass hinterher auch (zeitnah, kompetent und preislich angemessen) repariert wird.

Bei (inhabergeführten) Firmen wie Jadent, Hanchadent und MikroDoc. Die einen Service bieten, den, man möge mir diesen harschen Satz verzeihen, Pluradent, Henry Schein und auch der Hersteller selbst nie liefern können und allzuoft auch gar nicht wollen.

Nennt sich heutzutage neudeutsch After Sale-Service.
Ist aber irgendwie – früher selbstverständlich – in der Zahnmedizin aus der Mode gekommen.
Schade.

Um so mehr an dieser Stelle noch einmal und öffentlich niedergeschriebenen mein besonderer Dank an Michael Ermerling und Mario Horvat.

Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.


Avulsion und horizontale Wurzelfraktur – Felix (I)

Der heute 9-jährige Felix erlitt beim Trampolinspringen im April 2024 ein Frontzahntrauma in Form einer Avulsion mit zusätzlicher horizontaler Wurzelfraktur. Der Zahn wurde nachfolgend für circa 90 Minuten in einem mit Speichel getränkten Taschentuch „gelagert“. Eine Extirpation der Pulpa erfolgte vor Replantation nicht.

Replantation alio loco

Bis wir den Jungen sahen hatte sich mittlerweile eine kleine Schwellung oberhalb des Zahnes gebildet.

Die „übliche“ Behandlung erfolgte bei uns in zwei Terminen. Aufgrund der Sulkusnähe erfolgte der Verschluss des Neoapex mit Biodentine.

Abschluss-Röntgenaufnahme

Letzte Woche war Felix zur Sechsmonats-Kontrolle bei uns. Der Zahn weisst einen normalen Klopfschall auf. Die Gingiva stellte sich reizlos dar. Auch radiologisch bin ich zufrieden…

Gingiva reizlos – zervikale Plaqueanlagerungen – ungleichmässiger Gingivaverlauf 11 zu 21
6 Montate post-op
prä- vs. 6 Monate post-op

ich werde weiter berichten…

Phishing Brief – Warnung

Letzte Woche habe ich den unten angezeigten Brief erhalten. ( Anschrift und QR Code wurden geschwärzt.)

Nach Rückfrage bei der APO Bank wurde mir folgendes per Mail mitgeteilt:

Vielen Dank für Ihre Nachricht.
Bei diesem Schreiben handelt es sich um keins der apoBank!

Dies ist ein Phishing Brief.

Bitte scannen Sie nicht den QR Code und geben keine persönlichen Daten an.

Bitte entsorgen Sie den Brief und geben uns eine kurze Rückmeldung, sofern Sie den QR-Code gescannt haben oder persönliche Daten preisgegeben haben.

Sollten Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne erneut.
Per E-Mail unter kundenanfragen@apobank.de oder telefonisch unter +49 211 – 5998 – 8888.

Wir sind telefonisch für Sie erreichbar:
Montag bis Freitag: 07:00 – 20:00 Uhr
Samstag: 09:00 – 16:00 Uhr

Das Holm Reuver Gedächtnis-Röntgenbild zum Wochenbeginn

Erster Patient diese Woche.
Zahn 27 WF-Revision.

Einfach nur drei Röntgenbilder.
Vorher. Nachher.


Reuversche Wurzelkanalanatomie vom Feinsten.
Nicht im transparenten Zahn, dafür aber in vivo.

Die Frage, die sich mir stellt ?
Wäre ich in der Lage, mit kalten Fülltechniken die gleiche Qualität an Wurzelkanalfüllung zu erreichen?

Und eine Bemerkung am Rande.
Beide Wurzelkanalbehandlungen erfüllen die Richtlinien des BEMA.
Welche der beiden Behandlungen sollte man wählen, wenn man die Wahl hätte…

Geschichten aus dem Endozän – Und wo wir gerade über OP- Mikroskope gesprochen haben (II)

Über den merkwürdigen Geruch und das defekte OP- Mikroskop habe ich hier geschrieben.

Kein schöner Start in den Arbeitstag.

Wie gings weiter ?
Der Reihe nach…
Zurück zum Praxisbeginn kurz nach Acht.

Das OPM ist defekt, soviel steht fest.
Der erste Patient wartet schon und natürlich sind wir voll einbestellt, also gilt es, schnellstmöglich anzufangen.

Wir arbeiten also mit unserem Zweit-OPM.
Dank Rollstativ kein Problem.

Noch ist es früh am Tag. Blick auf die Uhr – 8 Uhr 15.
Daher rufe ich nicht an, sondern ich sende Michael Ermerling von Hanchadent eine Nachricht.

40 Minuten später der Rückruf.
Wir checken via Telefon verschiedene Dinge. Auf Michael Ermerling ist Verlass.

Wir gehen die Symptome durch.
Dann seine Ferndiagnose: Vielleicht – wenn ´s gut läuft, „nur“ die Versorgungsplatine.
Man müsste wissen, um noch Strom drauf ist.
In der nächsten Pause zwischen den Patienten schraube ich die Verkleidungen des Pro Ergo ab. Eine von 3 grünen LED ´s auf der Platine leuchtet nur schwach. Der merkwürdige Geruch scheint von dort zu kommen. Ich löse die Kabel-Stecker und demontiere die Platine. Auf der Rückseite sieht man eine schwarze Stelle. DAS kenne ich. SO sieht es auch aus, wenn an HIFI-Verstärkern die Kondensatoren ihren Geist aufgegeben haben.

Ich rufe Michael Ermerling zurück.
Er ist Anfang nächster Woche in Bensheim beim Masterstudiengang Endodontologie. Das ist nur eine Stunde entfernt. Und würde dann für die Reparatur vorbeikommen. Das wären nur 2 Tage, die wir ohne das Pro Ergo auskommen müssten. Wenn das nun mal nicht eine gute Nachricht ist. Eventuell könnte er auch Samstags vorbeikommen. Weil er dann auch in der erweiterten Nähe zu tun hat. Dann wäre es sogar nur ein Tag, an dem wir auf unser Premium-OPM verzichten müssten. Und er macht den Vorschlag Mario Horvat von MIKRODOC zu kontaktieren. Zum einen, um die Verdachtsdiagnose abzusichern, zum anderen, um vielleicht einen früheren Termin zu finden.

Mario Horvat ruft mich 2 Stunden später zurück. Wir gehen die Lage durch. Ich schicke ihm das Foto, das ich von der Platine gemacht habe und die Videos. Alles deutet auf den Platinenschaden als Ursache hin.

Wann brauchen sie das OPM, fragt er ?
Naja, je schneller, umso besser.
Ich habe morgen in Würzburg einen Termin und würde danach bei Ihnen vorbeikommen. Wie lange ist jemand morgen in der Praxis ?
Solange, bis sie kommen. Und bis sie fertig sind, anworte ich.

„Dann bis morgen!“ Sagt Mario Horvat.

Soweit so gut bis hervorragend für die Umstände.

Ungefähr eine halbe Stunde später.
Unser Internet geht nicht mehr. Und unser Telefon geht nicht mehr.
Ich hatte es schon erwähnt. Aus heiterem Himmel.
Vermutlich eine Störung bei der Telekom.
Ich rufe von meinem Mobilphone unsere Telefonnummer an.
Besagter mir unbekannter Anrufbreantwortet mit Standardnachricht geht dran.

Ich rufe einen Bekannten in der Nähe der Praxis auf seinem Mobilphone an. Geht dein Festnetztelefon ?
Es geht nicht.

Also – ein Fehler bei der Telekom. Warten wir ab.
Eine Stunde später.

Nichts hat sich getan.
Ich bin in der Anmeldung.
Und wir bemerken wieder in abgeschwächter Form den merkwürdigen Geruch. Er kommt jetzt aus unserer Fritzbox. Und in dem Moment denke ich daran, was gestern war. Grosser Stromausfall in Spanien, Portugal, Frankreich. Überspannung im Netz heute, weil europaweit die Last wieder hochgefahren wird ???? Und dadurch eventuell zerstörte E- Geräte ????

Ich gehe einen Stock höher, die Praxis ist Teil eines 5 Parteienhauses. Zwei der Mitbewohner treffe ich an. Bei beiden geht das Internet nicht. Die Router sind tot. Merkwürdig. 4 Defekte Elektrogeräte an einem Vormittag innerhalb von wenigen Stunden.

Nur in unserem Haus im Übrigen.
Im Nachbargebäude ist alles okay.
Internet und Telefon waren den ganzen Vormittag nicht das Problem.

Merkwürdig,merkwürdig.
In der Praxis angekommen, ein Stockwerk tiefer ist das erste, was ich mache, dass ich ich über den lokalen Hotspot meines Handys am Mac eine neue Fritzbox bestelle. Liefertermin morgen früh. 30. April. Noch vor dem Feiertag….

Wird fortgesetzt…

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Geschichten aus dem Endozän – Und wo wir gerade über OP- Mikroskope gesprochen haben (I)

Die Tagesbesprechung vor Arbeitsbeginn ist obligater Bestandteil unseres Arbeitsalltags.
Und startet, wenn ich das Behandlungszimmer betrete und das Team, mit vorbereitenden Massnahmen beschäftigt, dies zum Anlass nimmt, zusammenzukommen.

Diese Woche – die ersten wirklich schönen Frühlingstage.
Und das Erste, was mir auffällt – dieser sehr merkwürdige Geruch.

Klar, die Fenster sind zum Lüften geöffnet.
Und die vorbeifahrende Müllabfuhr heute war schon früh unterwegs offensichtlich.
Allerdings ist Dienstag. Und damit sind die Männer in den orangenen Overalls eigentlich einen Tag zu früh.

Nach der Besprechung, der erste Patient soll gesetzt werden.

Das OPM wird positioniert.
Und wir stellen fest.
Das Licht geht nicht.
Hat sich das Stromkabel gelöst ? Das kommt schon mal vor, wenn das OPM mit seinem Rollstativ bewegt wird.
Das ist aber nicht der Fall. Strom hat das Gerät. Und immer wenn man es ein- oder ausschaltet erscheint für einen kurzen Moment das Licht. Was ungewöhnlich ist, weil sich eigentlich die Lichtquelle erst nach einer gewissen Hochlaufzeit von ca. einer halben Minute zuschaltet.

Jetzt wird auch klar. Der sehr merkwürdige Geruch kommt nicht von draussen.
Er kommt von unserem Zeiss Pro Ergo-Mikroskop.

Wir bauen rasch um.
Das Mikroskop von Zimmer 2, unser altbewährtes Pro Magis von 1997 wird in Zimmer 1 gerollt, mit ca 15 Minuten Verzögerung starten wir in den Arbeitstag.

Etwa 2 Stunden später.
Bekomme ich die Nachricht.
Unser Telefon geht nicht.
Nicht mehr.
Denn bis dato hatte es ohne Probleme funktioniert.

Kurzer Anruf auf unserer Praxisnummer vom Handy aus. Es geht eine mir unbekannte Sprachbox der Telekom an, die ich noch nie in meinem Leben genutzt, geschweige denn eingerichtet habe.

Und was auffällig ist.
Der gleiche merkwürdige Geruch, der heute morgen vom OP- Mikroskop kam, ist nun auch in der Anmeldung festzustellen. Nicht ganz so stark, aber doch wahrnehmbar. Er kommt aus unserer Fritzbox.

Was nun, was tun ?

wird fortgesetzt …

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