Ab 01.12.2008 wird „Wurzelspitze“ endodontische Behandlungen in Text und Bild präsentieren. Unter dem Pseudonym Donald Becker werden eine Reihe erfahrener Behandler exemplarisch moderne Wurzelkanalbehandlungen in ihren Abläufen und Ergebnissen vorstellen.
Ein Pseudonym (unter dem alle teilnehmenden Behandler ihre Fälle subsummieren) wurde gewählt, weil wir von vorneherein dem Risiko aus dem Weg gehen wollen, das die jeweiligen Autoren (die nicht mit den Autoren dieses Blogs identisch sein müssen) eine Abmahnung wegen nicht zulässiger Werbung erhalten.
Oftmals habe ich bei einem Projekt irgend etwas aus den Augen verloren.
Meistens war es nur ein Detail.
Wenn ich Pech hatte jedoch ein entscheidendes Detail.
Bei meinen Versuchen, diese Problematik in den Griff zu bekommen, habe ich verschiedenste Dinge ausprobiert. Karteikarten, Notizbücher, Diktiergerät und auch einer dieser neuen Palms haben keine Änderung bringen können. Die Ursache war meist, daß im entscheidenden Moment keines dieser Dinge zur Verfügung stand. Oder unterschiedliche Informationen an verschiedenen Orten vermerkt waren, so dass man nie sicher sein konnte, auf alle aktuellen Daten, an einem Ort versammelt, zugreifen zu können.
Letztens bin ich nun auf „Remember the Milk“ gestoßen.
Dies ist eines der Programme, welche nach dem Grundsatz von David Allen arbeiten. Diese Selbstmanagement-Methode soll effizientes Arbeiten ermöglichen, ohne den Kopf voll mit anderen Dingen zu haben.
Es gibt eine ganze Reihe höchst unterschiedlicher Programme auf dem Markt. Diese sind zumeist nicht intuitiv bedienbar und erfordern teilweise eine lange Einarbeitung.
Eine Ausnahme ist RTM – „Remember the Milk“.
Eine internetbasierte Seite ist von jedem Rechner unter Verwendung der eigenen Zugriffsdaten erreichbar. Zusätzlich gibt es ein App für das iPhone oder den Ipod Touch. Damit kann ich meine Aufgaben überall hin mitnehmen. Diese sind unter Verwendung von Tags und Listen sortierbar und lassen sich terminieren und in iCal einpflegen.
Im Moment teste ich das Programm.
In einigen Wochen werde ich von meinen ersten Erfahrungen berichten.
Flach, Schick, Trendy: so lauten die Attribute für die heutigen LCD-Fernseher. Dass diese Geräte nicht nur bei schnellen Kameraschwenks Probleme haben, sondern auch bei normalen Fernsehbildern, wird gerne verschwiegen. Warum ist das so? Ganz einfach: das normale PAL-Signal hat eine Auflösung von 768×576 Bildpunkten mit einem Verhältnis von 4:3, das Display typischerweise 1368×768 Bildpunkte im Verhältnis 16:9. Schlimmer wird es, wenn es Full-HD taugliche Displays mit 1920×1080 Bildpunkten sind.
Nun kommt das Videobild mit einer niedrigeren Auflösung als das Display tatsächlich besitzt. Es gibt zwei Möglichkeiten, wie das Display damit umgehen kann:
1.) schwarze Ränder an den Seiten für eine nicht verzerrte Darstellung. Das hat aber den Nachteil, das Displayauflösung verschenkt wird und man die Displays dementsprechend gross wählen muss, um ein dem Röhrenfernseher von der Grösse adäquates Bild zu erhalten
2.) die Skalierung des Videosignals auf die physikalische Auflösung des Displays. Das ist schon deutlich fehleranfälliger als die erste Variante. Von Hersteller zu Hersteller gibt es unterschiedliche Scalerhardware und Scaleralgorithmen. Generell gilt: umso kleiner das Display, desto billiger ist es, umso schlechter ist die Skalierung. Erst bei Displays in Grössen von 40“ fangen die meisten Hersteller an, hochwertigere Hardware zu verbauen, was sich sofort in einem besseren Ergebnis gegenüber den Billigdisplays niederschlägt.
Warum ist das nun ein Problem? Ganz einfach: das Gerät kann nicht mehr, als die vorhandenen Pixel im Videostrom so oft zu vervielfältigen, bis die physikalische Displayauflösung erreicht ist. Das hat aber den Nachteil, dass die Kantenschärfe deutlich abnimmt. Damit sind die meisten Displays nicht zur Fokussierung einer Kamera am Dentalmikroskop geeignet, weil wir schon mit einem geringen Schärfentiefebereich kämpfen. Doch es gibt Möglichkeiten, wie man das umgehen kann:
a.) externe hochwertige Videoscaler
Es gibt dedizierte Geräte, die das Scaling auf sehr hohem Niveau und mit sehr guter Qualität durchführen können. Leider kosten diese Geräte weit über 1500€, so dass der Sinn und Zweck sicher streng hinterfragt werden muss
b.) erhöhter Betrachtungsabstand
Wenn man den Betrachtungsabstand zum Display erhöht, sinkt die optische Auflösung des Auges unterhalb der Doppelbildschwelle und das Bild wird wieder scharf. Aber: es ist ein Kompromiss zwischen Bildgrösse und Schärfe
c.) kleineres Display mit 800×600 Auflösung
Es gibt in den Elektroniksupermärkten kleine Display mit 10“ oder 12“ Durchmesser, welche leicht genug sind, um diese an das Mikroskop anzuflanschen. Das Display muss nicht viel Scaling betreiben, so dass die Bildqualität zum Scharfstellen tauglich ist
d.) Fotokamera mit HDMI-Ausgang und HD-Auflösung in der Vorschau
Inzwischen haben die zwei grossen Hersteller Nikon und Canon dSLR-Modelle mit HD-Videofunktion im Angebot. Ich hatte jetzt am Wochenende auf der JT der DGEndo die Gelegenheit, eine Nikon D90 genauer anzuschauen. Das HD-LiveView funktioniert auf hohem Niveau und verzögerungsfrei (WICHTIG), so dass diese Kamera sich für einen Einsatz am DM im Zusammenhang mit Flachbildfernsehern eignet. Zudem bietet diese Kamera eine HD-Aufnahmefunktion für einen geringen Preis in guter Qualität
Abschliessend lässt sich sagen, dass man vom Rückgaberecht ruhig Gebrauch machen sollte, wenn man feststellt, dass das Display nicht den Anforderungen entspricht. Leider ist es auch nicht möglich, eine Empfehlung auszusprechen. Die Modellzyklen sind so schnell und die Bezeichnungen der Hersteller kryptisch und verwirrend (oft entscheidet ein Buchstabe in der Bezeichnung über geänderte Hardware).
Ich habe mit 30“ von Samsung die besten Erfahrungen gemacht, sowohl was die Farben als auch den internen Scaler angeht.
Ein heisses Thema immer wieder in Gesprächen mit Kollegen über Aspekte der Wurzelkanalfüllung ist die Applikation von Sealer im Rahmen der Wurzelkanalfüllung.
Auf keinen Fall sollte es zu viel Sealer sein, denn dann erhält man möglicherweise massive Überpressungen, aber zu wenig darf es natürlich auch nicht sein, denn es ist der Sealer, der die Abdichtung im Wurzelkanal bewirkt und eine ausreichende Menge ist demnach notwendig.
Es gibt die verschiedensten Vorgehensweisen z.B. kann man den Sealer mittels Lentulos einbringen, mittels Kanülen oder mit Hilfe von Papierspitzen.
Ich möchte hier meine Vorgehensweise vorstellen, die einfach und kontrollierbar die Benetzung des Mastercones erlaubt und Überpressungen von Sealer gering hält.
Voraussetzung ist, dass ein zur Aufbereitung passender formkongruenter Guttaperchastifte verwendet wird (in unserem Falle sind dies fast immer Guttaperchastifte der Größe 35.06,40.06 oder 60.04, nachdem als finales Aufbereitungsinstrument ein Mtwo – Instrument der Größe 35/.06 oder 40/.06 bzw. ein ProFile -Instrument der Größe 60/.04 zum Einsatz kam.
Geht man so vor, dann reichen ein bis maximal 3 kleine Tropfen von Sealer aus, eine adäquate Sealermenge im Wurzelkanal bereitzustellen. Einfach die Stiftspitze mit einem vegleichsweise winzigen Tropfen benetzen und den Stift danach langsam bis zur Arbeitslänge in den Wurzelkanal einführen.
Zieht man den Stift anschließend wieder aus dem Wurzelkanal, findet man eine gleichmäßige Benetzung des Stiftes mit Sealer im Bereich des Wurzelkanals.
Falls notwendig kann man den Stift noch einmal mit einem kleinen Tropfen Sealer an der Spitze benetzen und den Stift wieder einführen.
Wenn sich zirkulär Sealer am Wurzelkanaleingang aus dem Kanal herausdrückt und den Kanaleingang vollständig bedeckt, ist eine genügende Menge an Sealer eingebracht.
Meist ist dies nach 2 bis maximal 3 kleinen Tropfen ist der Fall.
Masterkonus bereit zur Wurzelfüllung
Ein kleiner Tropfen Sealer wird auf die Spitze aufgetragen
Falls notwendig wird nach Erstapplikation ein weiterer Tropfen aufgetragen
Vom 20. – 22. 11.2008 fand in Stuttgart die 7. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Endodontie (DG Endo) statt. Und wer hätte wetten müssen, der wäre davon ausgegangen, dass dem allgemeinen Trend in der Zahnmedizin folgend, deutlich weniger Teilnehmer sich einfinden würden als in den Jahren zuvor.
Aber nichts von dem traf zu in Stuttgart.
Das war die erste Überraschung.
Der großzügig dimensionierte Vortragssaal bis zum letzten Platz gefüllt. Deutlich ins Auge springend wesentlich mehr Teilnehmer als vor einem Jahr in Düsseldorf. Und noch einmal deutlich mehr als in Dresden.
An weltweit bekannten Rednern kann es nicht gelegen haben, denn im Gegensatz zu früheren Jahren, in denen große Namen, Titanen der Endodontie vom Schlage eines Cliff Ruddle oder Gary Carr, als Zugpferde gedient hatten, waren in diesem Jahr die klinischen Hauptredner Sashi Nallapati, Jan Bergmans und Stephane Browet dem Großteil der Teilnehmer nicht einmal namentlich bekannt. Und ein Leif Tronstad oder Dag Orstavik (der für mich nicht destotrotz einen sehr hörenswerten Vortrag gehalten hat) alleine reicht schon lange nicht mehr aus, um einer Jahrestagung ausreichend Publikum zu verschaffen.
Und gleich darauf folgend die nächste Überraschung.
Lauter junge Kolleginnen und Kollegen saßen im Auditorium. So stark vertreten, dass man von einem Generationswechsel reden kann, der nun die Endodontie erreicht hat. Ältere Zahnärzte wie der legendäre Fritz Haun aus Bonn waren eher die Ausnahme und die nun etabliert zu nennenden Kollegen der ersten neuen Generation, die Mitte und Ende der neunziger Jahre die Botschaft der „Modernen Endodontie“ aufgenommen und weitergetragen haben, finden sich umringt von einer Vielzahl aufgeschlossener junger Zahnärztinnen und Zahnärzten, die, teilweise bis in die Fingerspitzen motiviert, ihr Interesse an Endodontie über die gesamten 3 Tage der Jahrestagung so deutlich sichtbar werden lassen, dass man sich freudig an die Euphorie der DG Endo – Gründerjahre zurückerinnert fühlt.
Die DG Endo hat also diesmal alles richtig gemacht und meines Erachtens die gelungenste und rundeste Jahrestagung bisher abgehalten. Hier zahlt sich nun (endlich möchte man sagen) die Aufbauarbeit der letzten Jahren nachhaltig aus. Viele der Konstrukte, die unter zähem Ringen auf den Weg gebracht wurden, teilweise belächelt, aber auch heftig kritisiert, sind nun in stabilen Bahnen. Und die Energie, die bisher dafür aufgebracht werden musste, Strukturen einzurichten und zu etablieren wird jetzt nach und nach in die Detailarbeit und kontinuierliche Verbesserungen gesteckt.
Und kommt nun positiv zum Tragen. Ganz gleich ob Jahrestagung, Frühjahrsakademie, Curriculum oder Active Members – Gruppen – auf allen Ebenen erntet man nun nachhaltig die Früchte der Arbeit der letzten Jahre.
Das weckt das Interesse an zukünftigen Veranstaltungen.
Ich bin sicher, dass auch die 2. Frühjahrs-Akademie 2009 den Erfolg der diesjährigen Jahrestagung fortsetzen wird. Mit einem bedeutsamen Unterschied: Es wird keine 7 Jahre brauchen, bis diese sich ebenso positiv präsentiert wie die Jahrestagung. Angesichts des reichhaltigen Kursangebotes wird die Frühjahrsakademie 2009 am 13. und 14. März in Halle ziemlich nachgefragt und vermutlich werden viele Kurse rasch ausgebucht sein. Wollen wir wetten ?
Der Gesellschaft bleibt zu wünschen, dass diejenigen, die in den letzten Jahren einen nicht unbeträchtlichen Teil ihrer Freizeit in die Vereinsarbeit gesteckt haben, der DG Endo als aktive Mitstreiter erhalten bleiben. Denn Kontinuität, die auf eingespielten Strukturen aufbaut, ist das Beste, was der DG Endo und ihren Mitgliedern gegenwärtig passieren kann.
Es kennt jeder: Ist die Endo sowieso schon schwierig, dann reicht auch noch die Mundöffnung nicht!
Bei den allermeisten Patienten ist es kein Problem. Aber immer wieder behandeln wir Patienten mit eingeschränkter Mundöffnung, mit Kiefergelenksbeschwerden, mit Muskelverspannungen im Kieferbereich. Diese können den Mund oft nicht so weit öffnen und so lange offen halten, wie man es sich als Behandler wünscht. Meist geht es irgendwie, die Kanäle zu finden aber möglicherweise reicht es dann nicht mehr für die Aufbereitung.
Als gutes Hilfsmittel – bei gleichzeitig guter Patientenakzeptanz – hat sich bei mir in der Praxis der Aufbisskeil herausgestellt. Jedoch bin ich abgekommen von den monströsen Teilen von Markel, die aussehen, als hätte man sie Darth Vader aus der Maske geschnitten. Hager & Werken hat einen zierlichen hellgrünen Aufbisskeil im Programm, Mirahold Block, der weniger furchteinflössend aussieht. Er kann zudem gut gegen das Verschlucken gesichert werden, weil man ihn leicht mit Zahnseide anbinden oder mit einer dazugehörigen „Klammer“ im Mundwinkel gut fixieren kann.
Meine erste Intraoralkamera kostete 5000 DM und war damals ein Schnäppchen im Vergleich zu den anderen Produkten, die mit bis zu 15.000 DM zu Buche schlugen.
Und heute gibts für den Endverbraucher schon Intraoralkameras für 159 Dollar.
Im Endoskop Shop findet man das MIHARU Intraoral Dental Endoskop. Von RF System Lab.
Keine Ahnung, wie die Qualität ist und die Auflösung beträgt mit 217.000 Pixeln nur ein Zehntel dessen, was im Hinblick auf ihre Fotoqualität eher suboptimal ausgestattete In – Design- Touchscreeen -Smartphones heute liefern, aber das hieße Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
RF System Lab. – der Hersteller – sagte mir bisher gar nichts.
Um so erstaunter war ich, als ein Besuch der US – Homepage offenbarte, dass es sich hierbei um einen Produzenten oder Vertreiber einer ganzen Reihe unterschiedlicher dentaler und allgemeinmedizinischer Produkte handelte. Die Produktpalette umfasst neben besagten Endoskopen für Mund und Ohr auch UV – Polimerisationslampen, Lupenbrillen und digitale Röntgensensoren.
Den großen Bruder der MIHARU – Visualisierung, gewissermaßen die Spitze dessen, was an Pixelflut und Bildqualität gegenwärtig zumindest hierzulande erhältlich ist, habe ich am Wochenende auf der 7. Jahrestagung der DG Endo in Stuttgart am Stand von Jadent gesehen.
Allerdings zu einem Preis, der mir den Kauf von 120 MIHARU Intraoral Dental Endoskopen ermöglichen würde.
Ist es das wert? Die Bildqualität ist auf jeden Fall sehr beeindruckend.
So ausserordentlich gut, dass ich dies sogar im raschen Vorübergehen, vom Flur in einen Workshop -Raum hineinblickend, bemerken konnte.
Ich ging zurück und ich konnte nicht anders, ich musste trotz engen Zeitplans 2,3 Minuten stehen bleiben, weil das, was ich sehen konnte, um Klassen besser als alles andere, was man heutzutage an Videobildern aus dem Dentalmikroskop kommend sieht.
Und so gesehen relativiert sich der scheinbar hohe Preis der High End – Lösung.
Denn diese ist nicht teurer sondern sogar billiger als entspechende Produkte, die bisher auf dem Markt vertreten sind bei deutlich besserer Qualität.
So wie es aussieht hat in unserer Praxis das leidige Thema „Wattekügelchen“ ein Ende gefunden.
Bisher hatten wir das Problem, die Wattepellets sauber zu entnehmen, ohne dabei versehentlich den Spender zu kontaminieren. Wir arbeiteten mit einer Pinzette, die nur für die Entnahme von Arbeitsmaterial aus den Schubläden auf der Arbeitsfläche in einem Edelstahlköcher bereitstand. Aber das ist umständlich und eine Kreuzkontamination kann nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden.
Durch Zufall bin ich wieder auf einen Wattepelletdispenser gestoßen, den ich noch aus der Studentenzeit kannte.
Es ist der Pelletspender 4054S von Knapstein, Krefeld.
Mit Pellets gefüllt, eingeschweisst und sterilisiert wird er bei Bedarf aus der Schublade geholt und auf dem Behandlungstray platziert.
Mit einem Preis von unter 10,- € gehört er zu den eher günstigeren Dentalartikeln und so kann man einige davon in der Schublade vorrätig halten.
Somit sind immer genügend sterile Wattekügelchen zur Hand.
Nach Gebrauch einfach neu befüllen und ab in den Autoklaven.
Kreuzkontamination ade!
Wie es der Zufall so will.
Gestern die HAMA – LED – Leuchte zum ersten Mal erwähnt, am selben Tag wurde das Teil im Media – Markt erspäht und heute steht es zum Ausprobieren in der Praxis bereit (Dank an Dr. Andreas Habash für die Beschaffung).
Ich bin ohne große Erwartungen an die Sache herangegangen und war, was die Ergebnisse angeht, ein wenig positiv überrascht. Die Lichtstärke ist erwartungsgemäß geringer als beim Blitz der Sanyo E6, aber nicht so gering, wie ich befürchtet hatte. Es gibt sogar situationsbedingte Vorteile gegenüber dem Blitz, aber natürlich auch Nachteile. Darüber zu berichten zum jetzigen Zeitpunkt wäre verfrüht, aber anbei erste Bilder, die mit der Kamera – Blitzkombination Sanyo E6 + HAMA – LED gemacht wurden.
Am Freitag war ich wegen eines Arbeitskurses unterwegs.
Meine Lupenbrille nehme ich immer mit, denn ohne die bin ich gewissermaßen „blind“. Und auch wenn in den Arbeitskursen Dentalmikroskope zur Verfügung stehen, so gibt es doch immer wieder zwischendrin die Notwendigkeit, bestimmte Dinge ohne Mikroskop in Augenschein nehmen zu müssen, daher immer mit Lupenbrille.
Natürlich habe ich dieses Mal auch das „Led ION“ – Licht dabei gehabt.
Gerade wenn, wie bei den Arbeitskursen keine OP – Leuchte einer Behandlungseinheit zur Verfügung steht, ist so eine Lichtquelle sehr sehr nützlich.
Und im Falle der „Led ION“ auch ohne Probleme transportabel. Mit meinem ZEON – Halogen – Licht wäre an so etwas nicht zu denken gewesen. In der Praxis herumtragen ist ein Sache, aber das ZEON – Licht mit auf Reisen nehmen ? Vielleicht noch mit der Bahn oder dem Flugzeug ? Unrealistisch. Mit der „Led ION“ kein Problem.
Es lebe (in diesem Falle) der technische Fortschritt.
Am Montag morgen, in der Praxis angekommen, habe ich feststellen müssen, dass ich die Lupenbrille zu Hause vergessen habe.
Kein Problem erst mal, denn ich habe für den Fall der Fälle noch eine Ersatzlupenbrille.
Aber – natürlich ohne Licht.
Und so war ich den ganzen Vormittag gezwungen, wieder wie gewohnt, wie all die Jahre zuvor, zu behandeln.
Das heißt: Routinebehandlungen ohne zusätzliches Licht, falls notwendig, musste wie früher wieder das ZEON – Licht aufgebaut werden. Und ohne Licht bedeutete, zig mal an die Lampe der Behandlungseinheit greifen, nachjustieren, trotzdem mit Schatten im hinteren Bereich der Mundhöhle leben müssen.
Ganz schön nervig. Naja, all die Jahre gings auch, aber so ist das mit den Annehmlichkeiten, wenn man diese einmal kennen und schätzen gelernt hat, dann …
Und was das ZEON – Licht angeht: Sein Lichtkegel ist deutlich kleiner als der Lichtkegel der „Led ION“ bei gleicher Lichtstärke. Während das „Led ION“ – Licht das gesamte Sehfeld meiner 4,3 TTL Orascoptic – Lupenbrille ausfüllt, bleibt beim ZEON – Licht ein dunkler Randbereich. Auch damit kann man leben, aber ich habe so ein Gefühl, dass solche Lichtverhältnisse eher zur Ermüdung und Überanstrengung der Augen führen als ein gleichmäßig ausgeleuchteter Lichtkegel. Ich empfinde jedenfalls die vollständige Ausleuchtung des Sehfeldes als deutlich angenehmer.
Nachmittags konnte ich dann wieder mit dem „Led ION“ arbeiten. Wie schön….
Bei einem Kollegen habe ich im Übrigen vor kurzem die StarMed – LED -Lampe einmal in Augenschein nehmen können.
Schickes Teil. Er hat mir versprochen, mir die StarMed zum Ausprobieren zur Verfügung zu stellen.
Schon sehr beeindruckend, dieser neue Blitz von Metz, über den vor ein paar Tagen an dieser Stelle Dr. Andreas Habash berichtete.
Leider nur was für Spiegelreflexkameras.
In den letzten Jahren haben jedoch immer wieder auch digitale Kompaktkameras sich einen Platz in der dentalen Fotografie erobert.
Und wer jetzt verächtlich mit der Nase rümpft, dem sei gesagt, dass es sehr wohl eine Reihe von Vorteilen gegenüber den etablierten SLR´s gibt, die den Einsatz einer solchen „Zwergenknipse“ sinnvoll erscheinen lassen. Ich erinnere nur an die mittlerweile legendäre (weil nicht mehr im Handel erhältliche) Sanyo E6, aber dazu demnächst mehr.
Leider verfügen nur die wenigsten dieser Kameras über die Möglichkeit, einen zusätzlichen Blitz zu nutzen. Das ist schade, denn der eingebaute Blitz ist zumeist schon allein auf Grund seiner Positionierung im Gehäuse nicht in der Lage, dentale Objekte, unabhängig ob in der Mundhöhle gelegen oder ausserhalb, adäquat auszuleuchten.
Die Firma Hama hat jetzt eine Ring LED -Leuchte für digitale Kompaktkameras auf den Markt gebracht und es stellt sich die Frage, ob diese es wert ist, sie einer genaueren Betrachtung für die Eignung in der Dentalfotografie zu unterziehen.
Keine Ahnung, ob man damit an die Leistungen eines Blitzes heranreichen wird. Vermutlich nicht, denn dafür sind die Voraussetzungen in der Mundhöhle zu ungünstig, aber einen Versuch, es mal im Praxistest herauszufinden, wäre reizvoll. Denn mit einem Preis von 89 Euro liegt diese Lösung weit unter dem, was bisher angebotene Dentalprodukte an Löchern in den Geldbeutel reissen.
Die sehr kompakte Ringleuchte (12 LEDs, in zwei Helligkeitsstufen schaltbar, sorgen für eine konstante und schattenfreie Beleuchtung) wird mittels eines Schwanenhalses am Stativgewinde der Kompaktkamera befestigt und bildet so eine Einheit mit dem Kameragehäuse.
Aber es kann nicht schaden, wenn man ab und zu mal über den Tellerrand der eigenen Profession hinausschaut und das soll auch dieser Blog immer mal wieder tun, so wie jetzt:
Was macht ein ehemaliger VEB – Betrieb, der vor der Wende 100.000 Fahrräder pro Jahr produziert hat, wenn er in der Folgezeit von einem Eigentümer zum nächsten weitergereicht und schließlich von einem US – Unternehmen aufgekauft und abgewickelt wird.
Im Falle einer Nordhäuser Fahrrad – Manufaktur das Unerwartete. Statt in Agonie zu verfallen und die regionalen Job – Center zu belagern, kommt es im Jahr 2007 zur Betriebsbesetzung durch die 130 Mitarbeiter und Entwicklung eines neuen Fahrrad – Modells in Eigenregie, dem „Strike Bike“.
Zwar war die Insolvenz nicht zu verhindern.
Aber mit verkleinerter Stammbelegschaft wurde 2008 die Strike Bike GmbH gegründet, deren neues „Volksrad“ bei einem Preis von 299 Euro ein sehr interessantes Angebot für all die Leute ist, welche ein ordentlich verarbeitetes und, was die Materialien angeht, grundsolides Fahrrad ohne viel Schnick Schnack suchen.
Weitere Modelle sind vorhanden oder in Vorbereitung. Ihnen allen gemeinsam ist die Nachhaltigkeit in der Fertigung (dies birgt die Hoffnung, das dieses Fahrad eine Langlebigkeit erfährt, wie es heutigen Produkten nur noch sehr selten vergönnt ist) und das sehr gute Preis -Leistungs -Verhältnis.
Ich freue mich schon darauf, wenn mir das erste „Volksrad“ oder eines seiner Brüder über den Weg „fährt“.
Ich werde es auf der Stelle ausprobieren.
Der, die oder das „Tip Snip“ der Firma SybronEndo (keine Ahnung, welcher Artikel hier der richtige ist, die Amerikaner haben es ja diesbezüglich viel einfacher) gehört unbedingt in diese Kategorie.
Was macht man damit ?
Den Durchmesser eines Guttapercha- Masterkonus exakt festlegen. Und präzise zuschneiden.
Und dies funktioniert beim „Tip Snip“ auch mit Greater Taper“ -Guttaperchastiften.
Und immer ganz hervorragend.
Für mich hat sich der Kauf des „Tip Snip“ gelohnt. Ich spare Zeit gegenüber meiner bisherigen Vorgehensweise und die Präzision der Ablängung hat sich erhöht, was in einer Reihe von Fällen die Erzielung eines „tug back“ vereinfacht oder das Ergebnis verbessert.
Und da ich bisher diesbezüglich bereits ein adäquates Vorgehen aufweisen konnte, freut mich das zu erzielbare Ergebnis umso mehr.
Ich frag´mich nur, angesichts der seit vielen vielen Jahren bekannten Tatsache, dass Guttaperchastifte in ihrem Durchmesser eine hohe Toleranz aufweisen: Warum haben nicht auch andere Endo – Firmen so etwas im Angebot ?
In Zeiten, in welchen bekanntermaßen Preissteigerungen an der Tagesordnung sind und sich hinter einer vordergründigen Preisstabilität oftmals nur unzureichende „abgespeckte“ Versionen ursprünglich ausgereifter Produkte verbergen, gibt es erfreulicherweise auch Firmen, die diesem Trend entgegenwirken und von denen glücklicherweise auch die dentale Fotografie profitiert.
Leider passiert dies allzuoft im Verborgenen. Unbemerkt von vielen Insidern und engagierten Dentalfotografen stellte die Firma Metz (Zirndorf) auf der Photokina 2008, Ende September in Köln ein solches aus der Masse der Neugeräte herausragendes Ausnahmeprodukt vor: Es handelt sich dabei um den „mecablitz 15 MS-1 digital“. Ein sehr gut durchdachtes Blitzgerät, dass nicht zuletzt wegen seiner benutzerfreundlichen/komfortablen Bedienung durchaus mehr Beachtung verdient hätte.
Folgende Eigenschaften halte ich nach den ersten eigenen praktischen Einsätzen gerade im Bereich der Dentalfotografie für besonders bemerkenswert:
Drahtlose TTL-Blitzsteuerung, Slave und manueller Blitzbetrieb
Auslösung mit in der Kamera integrierten Blitz möglich
Auslösung über ein Systemblitzgerät mit Master-Funktion möglich
Auslösung über Blitzsynchronkabel möglich
USB-Buchse zum Firmwareupdate via Internet
Zusätzliches Autofokus-Hilfslicht, welches das Fokussieren unter schwierigen intraoralen Lichtbedingungen deutlich erleichtert
Die Reflektoren links und rechts unabhängig voneinander um 10 bzw. 20 Grad schwenkbar
Adapterringe für Filterdurchmesser von 52mm, 55mm und 58mm liegen bei (weitere Adapterringe 62, 67, 72 mm sind als Zubehör erhältlich)
Der Blitz ist in einer handlichen Gürteltasche erhältlich, die ebenso im Lieferumfang inbegriffen ist wie eine Bouncerscheibe, Infrarot-Klammer und Adapterringe.
Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass der als Slave-Blitz konzipierte 15 MS-1 in Verbindung mit einem Master auch TTL fähig ist (Canon E-TTL, Nikon-i-TTL, Olympus/Panasonic FourThirds-System TTL, Pentax/Samsung P-TTL und Sony TTL).
Das gilt auch für die integrierten Kamerablitze, die als Master funktionieren wie nach meinem Wissen zum Beispiel bei
In der Slave Betriebsart beherrscht der 15 MS-1 eine Vorblitzunterdrückung über eine integrierte Lernfunktion.
Der Blitz ist also auf alle auf dem Markt befindlichen Kamerasysteme programmierbar und somit ohne Aufwand mit unterschiedliche Kameras kompatibel.
Die Teillichtleistungen sind von 1/1 bis 1/64 anpassbar und auch ein ungleiches Verhältniss der beiden Reflektoren kann eingestellt werden.
Die ersten Tests unter Praxisbedingungen sind vielversprechend. In der Gallerie finden sie Bilder des Metz 15 MS-1 mit Zubehör und der bereits aufgesetzten Bouncerscheibe, außerdem ein paar erste „Schnappschüsse“ aus dem klinischen Alltag.
Kürzlich hatte ich die Gelegenheit, die Produktion eines Lentulos (also einer Füllspirale, die benutzt wird, um pastenartige Materialien in Wurzelkanäle einzubringen) in Augenschein zu nehmen.
11 Jahre zuvor hatte ich schon einmal im Rahmen einer Werksführung den Entstehungsprozess dieses auf den ersten Blick unscheinbaren Instrumentes kennenlernen dürfen.
Schon damals hatte mich tief beeindruckt, welche Maßnahmen notwendig sind, ein solches Instrument herstellen zu können.
Besonders die Endkontrolle durch Mitarbeiterinnen hatte mich überrascht, weil ich den notwendigen intensiven, nicht auf Maschinen übertragbaren Kontrollprozess nicht erwartet hatte.
Ein Lentulo muss aufwändig von Hand nachbearbeitet, in Form gebracht werden. Es weist nämlich zunächst eine mehr oder weniger ausgeprägte Unwucht auf, die fast vollständig ausgemerzt werden muss, damit das Instrument die Endkontrolle besteht und in den Verkauf gelangen kann.
1997 wurde das Ausmerzen der Unwucht dahingehend angegangen, dass das Instrument in einen Motor eingespannt und dann, vom Motor in Rotation versetzt, durch leichten Fingerdruck ausgewuchtet wurde.
Das sah nicht sonderlich schwer aus und es erschien mir folgerichtig, so zu verfahren.
Um so erstaunter war, ich, dass dieses Mal das Auswuchten nur durch manuelle Rotation durchgeführt wurde. Als ich die Mitarbeiterin darauf ansprach und ihr meine früheren Beobachtungen schilderte, lachte sie gleich und sagte: „Kenn ich, aber das geht mit unseren Lentulos nicht“.
Und in der Tat, auch wenn sich die Unterschiede dem bloßen Auge nicht einmal erschliessen, so sind besagte Lentulos der beiden Hersteller doch vollkommen unterschiedlich konzipiert.
So wie im Rahmen der Evolutionsentwicklung unterschiedliche Organismen gleichartige Baubestandteile differenten Aufbaus entwickelt haben (es gibt zum Beispiel im Tier und Pflanzenreich, wenn ich es recht in Erinnerung habe, 11 vollkommen unterschiedliche Arten von Stacheln, aber das nur am Rande) so wurden hier zwei vollkommen unterschiedliche Arten der Lentulo – Produktion entwickelt.
Ob ich auch mal ausprobieren dürfe, ein Lentulo in seine endgültige Form zu bringen, fragte ich. „Ich möchte gerne bei Ihnen in die Lehre gehen“, sagte ich zur Mitarbeiterin, die vor dem Justagegerät saß.
Sie stimmte zu und lachte noch herzlicher als zuvor, wohlwissend, dass ich mich zum Narren machen würde.
1700 Instrumente sind das Tagesziel der erfahrenen Mitarbeiterin. Nach wenigen Minuten war klar, daran war nicht einmal annähernd zu denken. Ich überschlug kurz, dass ich gerade mal ein Viertel dessen heute würde erreichen können.
„Schneller, schneller“, sagte sie immer wieder.
„Zu langsam“ spornte sie mich an und lachte dabei, weil sie wusste, dass ich nicht nur heute, sondern auch die nächsten Tage nicht einmal annähernd an ihre Leistungen würde heranreichen können.
„Wie lange machen Sie das schon ?“ fragte ich.
„8 Jahre.“
„Und 34 Jahre bin ich in der Firma. Also so alt wie sie sind“, sagte sie. Jetzt musste ich lachen, denn sie hatte mich gerade 11 Jahre jünger gemacht.
Lieber Zahnarzt, wenn du das nächste Mal ein Lentulo in die Hand nimmst. Betrachte es mit Ehrfurcht und mit Respekt vor den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die dieses herstellen. Meine Anerkennung, die seit 1997 groß war, ist noch einmal gewachsen
Jeder, der schon mal eine Wurzelbehandlung an einem 6er oder 7er gemacht hat, kennt das Problem:
Manchmal heisst es: Sehen ODER Arbeiten. Denn Hände und Finger sind im Weg, zumindest aber im Sichtfeld, wenn man mit endodontischen Handinstrumenten arbeitet.
In solchen Fällen leistet ein Micro-Opener von Maillefer gute Dienste. Er ähnelt in seiner Form einer zahnärztlichen Sonde, das gekröpfte Arbeitsteil entspricht einer K-Feile. Somit hat man beim Arbeiten keine Finger im Weg, die einem die Sicht nehmen.
Allerdings gibt es den Micro-Opener nur in wenigen ausgewählten Größen. Soll die Feile dicker oder dünner, kürzer oder länger sein, oder besser ein Reamer oder eine Hedström – Feile, steht leider nichts Passendes zur Verfügung.
Eine Alternative ist der Eigenbau.
Curaden, Hersteller von Prophylaxe – Artikeln, bietet Halter für Interdentalbürstchen an.
In Alu, farbig eloxiert (UHS 411, 412, 413 „mono“ und mit zwei Arbeitsenden UHS 420 „duo“) oder Edelstahl (UHS 415 „mono“), um ca. 8,- bzw 13,- €.
Diese haben noch eine kleine Bohrung zusätzlich zur Aufnahme der Curaden CPS-Bürstchen (Vorsicht nicht der grüne UHS 410 „mono“ und der Edelstahl UHS 415 „mono“!).
Dort kann fast jede beliebige Hand-Feile eingeklemmt werden (Handgriff der Feile vorher entfernen). Der Kopf ist zwar dicker als beim Micro-Opener, aber dafür ist beim Eigenbau der Griff länger, stabiler, universeller und wiederverwendbar, was das Instrument auch wirtschaftlich interessant macht.
Beim Arbeiten mit dem Dentalmikroskop gilt die Devise: alles ist mini, der Aufwand aber maxi. Wer kennt nicht die Situation, man hat eine kleine zierliche Kavität eröffnet und dann keinerlei Instrumente zur Verfügung, mit denen man diese Kavität vernünftig füllen oder weiter bearbeiten könnte. Oder aber – die Sicht durch das Dentalmikroskop ist zwar hervorragend, man sieht noch Karies an der Schmelz-Dentingrenze, kann diese aber nicht erreichen und muss die Kavität grösser aufziehen, als es unter dem Gesichtspunkt der reinen Kariesentfernung her eigentlich notwendig gewesen wäre.
Ich habe mich in den letzten 12 Monaten zusehends über solche Unzulänglichkeiten geärgert und war auf der Suche nach einem geeigneten Mikroinstrumentarium.
Loser Dental (Leverkusen) hat Eagle-Instrumente im Angebot, die von der Grösse schon dem Gewünschten nahe kamen. Diese sind dunkel mattiert (um unerwünschte Reflexionen mit der koaxialen Beleuchtung zu vermeiden). Leider sind die Angulationen dieser Instrumente für bestimmte Situationen unzureichend.
Auf der Fachdental 2008 in Stuttgart habe ich nun die Instrumente gefunden, die ich so lange vermisst habe: Hu-Friedy hat speziell für die mikroskopische Behandlung konzipierte Instrumente. Zwei grosse Trays voller Mikrokugelstopfer, Mikroexkavatoren, Mikroküretten etc. etc. Diese Instrumente gibt es in sehr vielen Angulationen, so dass man auch wie gewohnt mit dem Mikroskop „um die Ecke“ behandeln kann. Selbstverständlich sind diese Instrumente geschwärzt und vergütet.
Mein Rat für den Einsatz in der Praxis: Der Preis macht eine vorsichtige Behandlung nötig, diese Instrumenten kauft man sich nicht jede Woche neu. Eine exakte Anleitung für die Assistentin zur Pflege ist wichtig, idealerweise auch eine Lupenbrille. Die Instrumente sind zwar für ihre Grösse stabil, dennoch als Mikroinstrumente sehr empfindlich.
Einen Blog wie „Wurzelspitze“ der als langfristiges Projekt ausgelegt ist, kann man allein betreiben, aber man muss es nicht.
Aus vielen verschiedenen, ganz unterschiedlichen Gründen macht es Sinn, mit Gleichgesinnten ein solches Unterfangen anzugehen.
Und deshalb wurde „Wurzelspitze“ von vorneherein als Konglomerat unterschiedlicher Autoren konzipiert, die Alle Eines gemeinsam haben: Ein ausserordentliches Engagement, die Zahnmedizin im Allgemeinen und die Endodontie im Speziellen betreffend, langjährige berufliche Erfahrung, hohe Anerkennung und Wertschätzung in Fachkreisen und den Wunsch, Fachwissen an interessierte Kollegen weiterzugeben.
Über die Beiträge der ständigen Autoren hinaus wird es immer wieder Gastbeiträge von ebenfalls sehr engagierten Behandlern geben, die zusätzliche Akzente setzen und das Informationsspektrum auf eine noch breitere Basis stellen werden. Den Anfang macht im Anschluss ein Beitrag von Oscar von Stetten über Mikro – Instrumentarien für substanzschonendes minimalinvasives Arbeiten.
Artikel einzelner Autoren lassen sich einfach aufsummieren.
Es gibt eine spezielle Rubrik „Autoren“, in der sich durch Anklicken des jeweiligen Namens die Beiträge der einzelnen Redakteure auflisten lassen.
Und Gastbeiträge von Rezensenten lassen sich durch Eingabe des Autorennamens im „Suche“ – Feld auffinden.
Seit dem konsequenten Einsatz des Dentalmikroskopes in der endodontischen Behandlung in meiner Praxis ist der 100prozentig optisch kontrollierbare Substanzabtrag zur Kanaleingangsdarstellung der wichtigste Bestandteil meiner initialen Kanalerschließung geworden.
Im Zuge dessen habe ich die frustrierende Erfahrung gemacht, daß eine ultraschallgestützte Präparation in diesem Bereich teilweise wenig effizient ist. Daher nutze ich heute im Rahmen des Gestaltung der primären und sekundären Zugangskavität stattdessen häufig spezielle Rosenbohrer, die eine Reihe von Vorteilen gegenüber oszillierenden Abtragstechniken aufweisen. Nicht nur ist diese Vorgehensweise äußerst produktiv. Ein Einpressen von Spänen in vorhandene Hohlräume des Kanalsystems geben dem erfahrenen Behandler wichtige Hinweise auf mögliche verborgene zusätzliche Wurzelkanalstrukturen.
Wichtig für den Einsatz ist die Verwendung von Bohrern mit einer große Schaftlänge von zumeist 31 -34 mm, um an dem Instrument gezielt vorbeischauen zu können. In solchen Fällen ist der Winkelstückkopf nicht mehr im Blickfeld und man kann gezielt am Instrumentenschaft vorbeiblicken und hat so jederzeit das Bohrfeld vollständig im Auge. Eine grazile, aber dennoch stabile und biegefeste Schaftgestaltung liefert noch mehr visuelle Freiräume.
Es gibt gegenwärtig nicht viele Anbieter solcher Instrumente. Ich nutze vorrangig die Bohrer der Firma Drux. Die bis zu 8mm kleinen Fräsköpfe zeigen sich äußerst standfest und sind daher empfehlenswert.
Die erhältlichen Größen sind 05,06,08,10,12.
Was sie im Bild sehen ist kein nostalgisches Weißblech – Kinderspielzeug, welches spätestens seit den Siebzigern des vergangenen Jahrhunderts durch plastikbasierte asiatische Billig – Varianten ersetzt und dann ganz aus den Kinderzimmern Zentraleuropas verschwunden ist.
Es ist ein „Schmerzkrokodil“.
Jeder Patient von uns, ob klein ob groß, jung oder alt, bekommt es bei der zahnärztlichen Behandlung in die Hand gedrückt.
Mit der Aufforderung, sollte auch nur im Geringsten was weh tun, zu unangenehm sein, aber auch, falls der Patient ausspülen oder was sagen möchte, er das Schmerzkrokodil drücken soll.
Kinderkram, unnütze Spinnerei ?
Halten wir uns doch einmal vor Augen, wie es uns als Patient auf dem Zahnarztstuhl ergeht.
Hilflos, wie ein Käfer auf dem Rücken liegend, vier fremde Hände, Instrumente und Watterollen im Mund sind wir unfähig, uns über ein unverständliches Stammeln hinaus bemerkbar zu machen, wenn uns etwas „auf den Nerv“ geht.
Das Schmerzkrokodil – mit lautem Knacken – gibt jedem Patienten die Möglichkeit, dieses Kommunikationsdefizit jederzeit, unmittelbar und nachhaltig zu durchbrechen.
Ein Knack.
Und die Behandlung wird sofort gestoppt und wir schauen, wie wir dem Patienten helfen können.
Seit 1993 arbeiten wir in unserer Praxis mit diesem Kinderspielzeug. Mit extrem hoher Akzeptanz.
Nur ganz ganz selten in all den Jahren kam es vor, dass ein Patient dieses als nicht notwendig abtat.
Fast immer sind die Patienten, gleich ob jung und alt, sehr froh, aus ihrer Hilflosigkeit selbstständig sich jederzeit befreien zu können.
Das entspannt. Lockert. Baut Ängste ab. Verhindert Schweiß auf Händen und Stirn.
Mittlerweile kommen nicht wenige hochgradige Zahnarztphobiepatienten ohne Angst zu uns. Sie sagen teilweise sogar, sie kommen jetzt gerne zum Zahnarzt, was ich für eine leichte Übertreibung halte. Sie wollen nett zu uns sein, weil wir nett zu Ihnen sind, aber machen wir uns nichts vor, wenn da nicht was Wahres dran wäre, dann käme dieser Spruch nicht über deren Lippen.
Auch eine Reihe von Zahnärzten nutzt mittlerweile das Schmerzkrokodil in der eigenen Praxis und sogar in der zahnmedizinischen Fachliteratur (E. Schäfer: Die Therapie endodontischer Notfälle) hat das Schmerzkrokodil Erwähnung gefunden.
Zu den Krokodilen sind im Laufe der Zeit Schmerz – Enten, Hundeknacker (sehr laut), Plastikfrösche (die nichts taugen) hinzugekommen.
Die Krokodile funktionieren interessanterweise am besten, halten am längsten.
Wenn Sie die Idee einmal ausprobieren wollen, würde ich mit einem Schmerzkrokodil anfangen.
Viel Spass. Ihre Patienten werden es zu schätzen wissen. Und es Ihnen danken.
Seit mehreren Jahren ist das Mtwo – System der Firma VDW (München) auf dem Markt.
Es hat neben den ProFile und ProTaper -Instrumenten (Maillefer, Ballaigues, Schweiz) seinen festen Platz in unserer Praxis erobert und ist aus unserem täglichen Arbeiten nicht mehr wegzudenken.
Bislang vermisst habe ich die Möglichkeit, mit Mtwo im Rahmen der Wurzelkanalaufbereitung auch bei größeren apikalen Durchmessern von über 0.25 mm einen Konus mit einem Taper von 6 Prozent oder mehr präparieren zu können. Eine wichtige Voraussetzung für den Einsatz warmer Guttapercha – Füllmethoden, wie wir sie in der Praxis anwenden.
Bisher mussten wir zum abschließenden Finishing auf ProFile und ProTaper – Instrumente ausweichen.
Im Oktober 2008 wurde nun das Mtwo – System um 2 Feilen erweitert, die genau diese Lücke schließen, nämlich die Feilen 35/.06 und 40/.06.
Das Instrumentendesign der Mtwo – Instrumente, das mit hoher Flexibilität und sehr guter Effizienz einhergeht, ermöglicht, korrekt angewandt, den vorhersagbar zuverlässigen Einsatz dieser Instrumente auch in stärker gekrümmten Wurzelkanälen.
Sowohl bei der Anwendung warmer Guttapercha – Techniken, aber auch beim Einsatz eines zur durchgeführten Präparation formkongruenten Guttaperchastiftes im Sinne einer Einstift – Technik lassen sich durch diese Instrumente Präparationen erzielen, die der vorhandenen Kanalanatomie Rechnung tragen bei gleichzeitiger Reduktion des Risikos der Stufenbildung oder der Instrumentenfraktur.
Schon etwas länger arbeiten wir in unserer Praxis mit dem kabellosen Winkelstück NSK TC2.
Es ist eine Alternative zu dem Winkelstück von W&H, dass ich vor ein paar Tagen vorstellte.
Was mir gut gefällt, ist bei diesen kabellosen Winkelstücken die Möglichkeit, daß ich mit 2 Winkelstücken arbeite und diese mit vormontierten Feilen von meiner Endo – Assistentin (selbst wenn ich nur mit einer Assistentin, also in 4 Hand – Technik arbeite) unter dem Dentalmikroskop angereicht bekomme, so dass ich den Blick vom Mikroskop nicht abwenden muss.
Eine deutliche Verbesserung der Ergonomie gegenüber den kabelgeführten Winkelstücken.
Gegenwärtig benutzen wir sowohl das W&H Winkelstück und das NSK – Winkelstück parallel.
Ich werde zu gegebener Zeit über unsere Erfahrungen und über die Unterschiede zwischen den beiden Geräten im Praxisalltag berichten.
Kommt ein Patient zu uns zur Wurzelkanalbehandlung, wird eine Instrumentenbox speziell für diesen Patienten angelegt. Diese wird solange aufbewahrt, bis die Behandlung abgeschlossen ist. In unserer Praxis bewährt haben sich die Instrumentenboxen von Maillefer. Sie bieten ausreichend Platz für bis zu 36 Instrumente, erlauben eine übersichtliche Anordnung und können durch unterschiedliche Einsätze den verschiedensten Gegebenheiten angepasst werden.
Nachdem die Behandlung abgeschlossen ist, werden die Instrumente verworfen und die Boxen können nach Sterilisation für einen anderen Patienten verwendet werden.
Nein, liebe Sexmaniacs, hier geht es nicht um nacktes Fleisch auf Celluloid (oder digitale Speicherkarten) gebannt, es geht um die zahnärztliche Fotografie unter Zuhilfenahme eines Dentalmikroskopes.
Es geht um Wurzelkanäle oder andere winzige Strukturen innerhalb eines Zahnes. Und das Tolle an den seit Anfang der Neunziger Jahre in der Zahnmedizin zur Verfügung stehenden Operationsmikroskopen ist, dass diese Strukturen nicht nur dem Behandler sichtbar gemacht werden können. Mit Hilfe in das Mikroskop integrierter Video- oder Fotokameras kann auch der Patient sich ein sprichwörtliches Bild vom Gegenstand der Behandlung machen.
Allerdings ist auch in der Mikroskopfotografie mit den gleichen prinzipbedingten Widrigkeiten zu kämpfen, die in der normalen Objektfotografie kleiner Gegenstände, der Makrofotografie, vorhanden sind.
Auf Grund der vorhandenen geringen Schärfentiefe und dem durch die Vergrößerung bedingten hohen Lichtbedarfs kommt es in einer Reihe von Fällen zu unscharfen Fotos.
In der künstlerischen Fotografie kann Unschärfe als gezieltes Gestaltungsmittel gewünscht und von Vorteil sein. In der Dentalfotografie ist es das nicht. Hier ist das Ziel, ein knackscharfes Foto zu erzielen.
Wann aber ist ein Bild unscharf ?
Eine scheinbar banale Frage, jedoch offenbart eine genauere Betrachtung, dass es nicht eine, sondern vielmehr zwei Ursachen für unscharfe Bilder gibt.
Zum einen eine optische bedingte Unschärfe. Entweder ist die Kamera mangels adäquater optischer Abbildungsqualität nicht in der Lage, scharf abzubilden oder das zu fotografierende Objekt befindet sich ausserhalb des Schärfebereich der Kamera.
Zum anderen kommt es zu einer bewegungsbedingten Unschärfe, sofern Kamera und/oder Objekt sich während der Aufnahme bewegen. Dieses Phänomen ist landläufig als „Verwackeln“ bekannt.
Beide Phänomene können auftreten im Rahmen der Fotografie über das Dentalmikroskop, getrennt voneinander oder in Kombination.
Anbei ein paar Fotos zur Verdeutlichung:
Diese Fotos zeigen ein Objekt im apikalen Drittel eines Wurzelkanals bei hoher Vergrößerung. Ein kleiner Punkt im oberen Bereich des linken Wurzelkanals zeigt an, dass diese Aufnahme trotz schwieriger Aufnahmebedingungen scharf und trotz langer Belichtungsdauer nicht verwackelt ist. Im Bild sichtbare Unschärfen beruhen auf optischen Unzulänglichkeiten der Kamera -Mikroskop – Konstruktion (bzw. auf der starken Kompression und Verkleinerung dieser Aufnahmen, um möglichst kurze Ladezeiten zu gewährleisten).
Auch das nachfolgende Bild erscheint scharf. Wenn man genau hinschaut, sieht man, dass es sich bei den Lichtreflexen nicht um kleine Punkte, sondern um minimale Linien handelt, die von links oben schräg nach rechts unten verlaufen. Dieses Bild ist optimal fokusiert, jedoch minimal verwackelt, auch wenn die Verwacklung noch so gering ist, dass sie tolerierbar erscheint und den positiven Gesamteindruck nicht schmälert.
Bei diesem Bild sind eindeutig linienförmige Lichtreflexe zu erkennen, die alle in die gleiche Richtung zeigen.
Das Bild ist verwackelt.
Und gleich noch eine Neuigkeit, die mir in den Niederlanden über den Weg gelaufen ist.
Eine LED – Beleuchtung für die Lupenbrille. Von Sigma Dental Flensburg.
Seit langer langer Zeit (also seit zumindest mehr als 10 Jahren) arbeite ich mit einer ZEON – Halogenbeleuchtung an meiner Lupenbrille.
Unverzichtbar, wenngleich ein wenig den vollkommen freien Handlungsbereich einschränkend.
Ich komme damit zurecht.
Man arrangiert sich.
Trotzdem wäre es schön, wenn man auf den Glasfaserlichtleiter verzichten könnte und auch das Herumtragen der nicht gerade handlichen Leuchteinheit von Zimmer zu Zimmer ist etwas, worauf ich gerne verzichten würde.
Aus diesem Grund habe ich schon seit Auftauchen der ersten LED – Beleuchtungen mit dem Kauf einer solchen neuzeitigen Lichtlösung geliebäugelt.
Tests mit den LED – Lampen der ersten Generationen waren jedoch nicht so durchschlagend, dass ich meine ZEON – Einheit, die nachwievor klaglos funktioniert, einfach so in die Ecke gestellt hätte.
Zu lichtschwach waren diese ersten Modelle, als dass sie gegenüber der vorhandenen Halogen -Einheit einen Mehrwert gebracht hätten, der die nicht unbeträchtliche Investition rechtfertigen würde.
Für mich waren diese Tests eher enttäuschend und so habe ich die Entwicklungen auf diesem Gebiet zwar aufmerksam beobachtet, jedoch bis dato an meinem Vorhaben festgehalten, mich mit dem Thema LED erst wieder zu zwingend beschäftigen, wenn meine antiquierte Halogen- Funzel ihren Geist aufgegeben hat.
Dies hat sich jetzt geändert.
Die Lampe, die mich überzeugt hat, nennt sich „Led ION DeLux Edition 50.000+“.
Ziemlich kryptischer Name, der da die Verpackung ziert, aber was zählt, ist das Ergebnis.
Und mit einer Nennleistung von 50.000 Lux gehört die Lampe zu den leuchtstärksten LED – Lampen, die gegenwärtig auf dem Dentalmarkt erhältlich sind.
Jetzt sind Meßwerte immer so eine Sache und auch der Unterschied zum Vorgänger, der mit 40.000 Lux aufwartet und als rund 100 Euro günstigere Variante immer noch erhältlich ist, ist nicht so, dass er ultimativ ins Auge fällt.
Aber wenn ich mir die Beleuchtungsmöglichkeiten mit dieser Lampe vor Augen halte, kann ich nur sagen, dass ich einen deutlichen Unterschied in der Lichtleistung sehe gegenüber meiner gegenwärtigen Variante. Von den anderen Vorteilen ganz zu schweigen.
Für mich steht fest.
Ich werde dieses Teil ausprobieren.
Und irgendwie habe ich so ein Gefühl, dass mein ZEON – Licht auf dem Weg ist, im Keller der Praxis seinen Lebensabend zu fristen.
Bleibt nur noch die Frage, was andere Firmen an ähnlichen Produkten aufweisen können.
Die Firma starMED zum Beispiel hat ebenfalls interessante Lichtquellen in ihrem Produktportfolio.
Die 45. Herbsttagung des Zahnärztlichen Arbeitskreises Siegen e.V. widmet sich am 07. und 08.11.2008 ganz dem Thema Endodontie.
Unter dem Titel:
Zahnerhaltung durch Endodontie – ganz einfach?!
geht es an 2 Tagen um Themen wie Diagnostik und Therapie endodontischer Schmerzfälle, Möglichkeiten der Bestimmung der endodontischen Arbeitslänge, Prinzipien und Techniken der Wurzelkanalpräparation, Desinfektion des endodontischen Systems, Röntgen in der Endodontie und Techniken der Wurzelkanalobturation oder Revisionen endodontischer Misserfolge.
Alles in allem zumindest vom Vortragsangebot ein guter Überblick und Einstieg für all diejenigen, die sich mit moderner Endodontie vertraut machen wollen (Endo – Fortgeschrittene kommen vermutlich jedoch besser bei der DG Endo -Jahrestagung in Stuttgart am 21. und 22. November 2008 auf ihre Kosten).
Die Tagungsgebühren in Siegen sind moderat und Studenten der Zahnmedizin haben sogar freien Eintritt.
Das finde ich lobenswert, ebenso wie das generelle Fortbildungsangebot des Arbeitskreises, dass Monat für Monat renommierte Referenten zu aktuelle Themen aufweisen kann. Ganz ehrlich, bis vor kurzem hatte ich keine Ahnung, wo Siegen genau liegt (irgendwo im Sauerland, dachte ich, was nicht ganz stimmt, das Sauerland beginnt erst nördlich von Siegen, wie ich nun weiss) und wie groß es ist.
Mit einem solchen Fortbildungsangebot habe ich nicht gerechnet.
Ich wollte, so etwas gäbe es bei uns in der Gegend.
Ich war am Wochenende des 3. Oktober in Ütrecht /Niederlande für 2 Handson – Workshops mit den Mtwo – Instrumenten der Firma VDW. Das Ganze fand statt im Rahmen eines „Tag der offenen Tür“ bei der Dental Union Niederlande.
Ich war absolut perplex, welche enormen Ausmaße dieses Event dort hat.
Von Freitag bis Sontag, von 10.00 Uhr bis 21.00 Uhr sind dort die Türen geöffnet, es kommen 2 -3000 Zahnärzte dorthin und diese erwartet dort eine Riesen-Dentalausstellung.
Beim Gang durch die Ausstellung konnte ich dort auch das neue Endo -Winkelstück der Firma W & H in Augenschein nehmen. Kabellos, akkubetrieben, liegt gut in der Hand.
Genau das Richtige für den „7 Samurai“ Team – Arbeitskurs, der das Wochenende darauf in Bozen / Südtirol stattfinden sollte. Sicherlich wäre es eine tolle Sache, wenn die Kursteilnehmer das Handstück dort ausprobieren würden können.
Der W&H Repräsentant vor Ort, den ich darauf ansprach, gab mir eine Telefonnummer und riet mir, in der W& H Zentrale anzurufen und um Demo – Geräte für die Vorführung nachzufragen. Auf meinen Einwand, dass ich bereits kommenden Mittwoch nach Bozen aufbrechen müsse, meinte er nur, dass ginge in Ordnung.
Gesagt getan. Montags ein kurzer Anruf, eine dezidierte Erläuterung unseres Vorhabens und die Geräte waren auf dem Weg nach Bad Kreuznach. Und – weniger als 24 Stunden später trafen die Demo – Geräte bei uns ein so dass wir sogar die Geräte schon vor dem Kurs in unserer Praxis ausprobieren konnten.
Nach dem Ende des 3. Südtiroler Endodontie – Oktober sind die Geräte jetzt bei uns in der Praxis zum Praxistest.
Ich werde über meine Erfahrungen im Alltagsbetrieb berichten.
Vorbildlich – kann ich nur sagen – ich wünschte, alle Dentalunternehmen würden so schnell und flexibel, so kundenorientiert reagieren wie W&H.
Und es gibt einen (lustigen) Hollywood – Film mit Bill Murray (das wäre dann die zeitgemäße Sprichwortvariante), in welchem dieser seinen Psychologen in den Urlaub verfolgt und in den Wahnsinn treibt. Eines der Schlagworte dieses Films sind „Babyschritte“. Babyschritte, die der Psychologe seinem Patienten nahelegt, um zum Ziel zu kommen.
Und um genau solche Sachen geht es hier.
Dies ist der erste von hoffentlich vielen Schritten, vielen Artikeln und Beiträgen rund um die Endodontie.
Endodontie – das ist das, was man im Volksmund als Wurzelkanalbehandlung kennt. Und – um es gleich vorwegzunehmen, die Wurzelkanalbehandlung hat sich enorm verändert in den letzten 5,10,15 Jahren. Sie ist mit dem, was als Horrorszenario noch in den Köpfen der Patienten umherspukt, nicht mehr zu vergleichen.
Und auch wenn jeder dieser Blog – Beiträge nur einen einzigen Babyschritt darstellt, so ist meine begründete Hoffnung, dass viele dieser Schritte – allein oder in ihrer Gesamtheit – den interessierten Leser, ganz gleich ob Behandler oder Patient, voranbringen.