Gott sei Dank ging es an unserem Recall – Tag nicht die ganze Zeit so weiter.
Das Schöne am Recall-Tag ist ja nicht nur, dass man durch die Menge der nachzuschauenden Fälle einen guten Überblick bekommt, wie es um die längerfristigen Verläufe unserer Behandlungen geht, sondern dass man auch immer wieder sieht, dass auch die sogenannten „austherapierten“ Fälle über viele Jahre hinweg noch im Mund verbleiben können und so einen wertvollen Beitrag zur Zahngesundheit beitragen.
Das ist umso wichtiger, wenn es sich um einen sehr jungen Patienten handelt, in diesem Falle ging es um den Zahn 41 einer zum Zeitpunkt der Erstbehandlung 22 jährigen Patientin. Diese war wegen einer grossen apikalen Aufhellung und Fistel in der vestibulären Unterkieferfront vom Kieferchirurgen operiert worden. Als die apikale Aufhellung post OP nicht kleiner, sondern grösser wurde und die Fistel wiederkam, wurde die Patientin an unsere Praxis überwiesen. Ein aktuelles DVT brachte sie mit, nicht vergleichbar mit der Bildqualität unseres Morita X 800 M, aber man konnte zumindest sehen, das Gott sei Dank nur eine Zystektomie vorgenommen worden und die Wurzelspitzenresektion ausgespart worden war. Der 41 hatte einen Wurzelkanal und ja- der grosse Seitenkanal war im DVT nicht zu sehen – aber das Wissen um seine Existenz, die sich in einem erneuten höherauflösenden DVT offenbart hätte, hätte die Therapie nicht verändert. Ich beliess es aus Strahlenschutzgründen bei einem Zahnfilm und begann die Wurzelkanalbehandlung. Aufbereitung. Metapex-Einlage für 16 Wochen. WF. Mit gefülltem Seitenkanal.
Fast Forward.
22 Monate post WF.
Die apikale Aufhellung ist verschwunden. Ohne OP. Herrlich …
