Z A H N T R A U M A – Aufklärung tut dringend Not

von Bonald Decker

In jüngster Zeit mehren sich bei uns Fälle von unfallbedingten Zahnverletzungen, deren Erst- und/oder Primärversorgung leider (sehr) suboptimal erfolgten.

So wie bei Yannik (11 Jahre), dessen Röntgenaufnahme Sie nachfolgend sehen:

Trauma_T R A U M A.001

Ein D R A M A für den Jungen (und seine Eltern),da er die Zähne verlieren wird!

Dabei könnte es doch „so einfach“ sein…

Zahn (bzw. Zähne) nach dem Ausschlagen möglichst rasch in ein geeignetes Nährmedium geben (idealerweise in eine Zahnrettungsbox bzw. Dentosafe), um dann den Zahnarzt aufzusuchen. Sollte dieser unsicher sein, welche Therapie (und Nachsorge) angezeigt ist, so kann man es im Dental Trauma Guide optimal nachlesen…

und mit dieser Abfolge wäre schon sehr viel „gewonnen“.

Wenn dann auch noch die Nachsorge regelmässig erfolgt, kann man ggf. adäquat auf mögliche auftretende (Spät-)Folgen reagieren…

Leider ist dies bei Yannik nicht annähernd so erfolgt. Aber dies ist Stoff für einen separaten WURZELSPITZE Beitrag…

BITTE helfen Sie mit und klären Sie Patienten, Freunde, Verwandte, Lehrer, Sport-Trainer etc. etc. über das „richtige“ Verhalten nach einem Frontzahnunfall auf.

Werden Sie nimmer müde Zahnrettungsbox/Dentosafe und Dental Trauma Guide zu erwähnen.

Und wenn nur ein Kind dadurch eine „bessere“ Behandlung erfährt, hat sich der „Aufwand“ schon gelohnt!

So wie bei Anna (7 Jahre), die gestern zur Nachkontrolle Ihres Zahnes bei uns vorstellig wurde.

Hier Ihre Aufnahmen:

Z.n. Trauma mit horizontaler Wurzelfraktur an Zahn 21- 4 wöchige Schienung und regelmässiger Nachkontrolle des Vitalerhaltes des Zahnes mit sehr guter Prognose

Z.n. Trauma mit horizontaler Wurzelfraktur an Zahn 21 –                                                                         Therapie: Repositionierung; 4-wöchige Schienung mit nachfolgender regelmässiger Nachkontrolle des Vitalerhaltes des Zahnes. Prognose: sehr gut

Anna hatte mehr Glück als Yannik. Schon wegen der Art ihrer erlittenen Verletzung, bei der in nur ca. 3 Prozent aller Fälle mit einer Pulpanekrose zu rechnen ist.

Aber ohne die richtige Behandlung wäre es ggf. anders gekommen.

Das Lob für die optimale Primärversorgung gebührt der zuweisenden Kinderzahnärztin!

P.S.: An dieser Stelle möchte ich noch auf die internationale Dentale Trauma Tagung 2014 in Istanbul hinweisen. Näheres finden Sie hier.

Internationale Trauma-Tagung 2010

von Christoph Kaaden

Italien ist immer eine Reise wert…

insbesondere dann, wenn dort eine internationale zahnmedizinische Tagung stattfindet. Im kommenden Sommer (13. – 15. Juni 2010) ist Verona Gastgeber der „Internationalen Trauma-Tagung“. Anbei der link zu dem vorläufigen Programm mit weiteren Informationen zu einer ganz sicher sehr informativen Veranstaltung mit den „who`s who“ der dentalen Traumatologie:

http://www.iadt-dentaltrauma.org/web/