Gleich noch eine apikale Aufhellung und die Frage nach der Therapie …

Auch die nachfolgende apikale Aufhellung an Zahn 44 gehört zu den schon etwas grösseren Exemplaren.

Der Patient ist schon älter.
Zum Zeitpunkt der Erstvorstellung knapp über 70.

Also Brücke runter, Extraktion Zahn 44 und Implantation + Krone in der regio 44. Dann neue Brücke 45-47? => Eine Lösung, die bis ans hoffentlich noch ferne Lebensende hält.

Geplant war eigentlich die Endo beim Kieferchirurgen mit WSR und Zystektomie.
Der Patient aber eher von der zurückhaltenden Sorte und ängstlich.
So kam er zu mir.

Ob man nicht DOCH NOCH IRGENDWAS machen könnte.

Wieder mal UK Front

Eigentlich dachte ich, daß ich diesen Fall bereits vorgestellt hatte. Trotz langer Suche habe ich keinen Eintrag gefunden. Habe ich die Übersicht verloren? Ich weiß es gerade nicht.

Den Fall einer interdisziplinären Zusammenarbeit möchte ich nicht vorenthalten.
Die Patientin (22 Jahre) wurde uns von einem Oralchirurgen zugewiesen.
Zuvor wurde der Zahn 41 endodontisch vom HZA behandelt. Auf Grund der unveränderten Beschwerdesituation wurde die Patientin einem endodontisch spezialisierten Kollegen vorgestellt. Dieser fertigte ein DVT an und entschied, daß es keine Chancen auf den Erhalt der Zähne 31, 41 gibt. Deshalb die Überweisung zu dem Oralchirurgen mit der Aufgabedie Zähne 31 und 41 entfernen und danach entsprechend implantologisch zu therapieren.

Auf Grund des jungen Alters der Patientin und der ausgedehnten apikalen Osteolyse kam es zur Vorstellung bei uns.

Die Zähne 31, 41 zeigten einen Lockerungsrad II, 32,42 Lockerungsgrad 0. Die Sensibilität 31,41 war negativ, 42, 32 sind positiv sensibel. Klinisch zeigte sich inzisal an den Unterkieferfrontzähnen 31,41 eine Attrition mit teilweisem Verlust der Schneidekante inzisal.
Die Zähne waren symptomfrei. Im Bereich der Umschlagfalte imponierte eine ausgedehnte submuköse Schwellung seit mehreren Monaten.
Hier die Ausgangsbilder.
Sollte man ohne Versuch einer endodontischen Therapie, eine Extraktion empfehlen?

Nennt mich altmodisch…

…weil ich zur Jahresplanung an etwas festhalte, was schon lange nicht mehr zeitgemäß ist.
Im Zeitalter des Smartphones.

Die BEWUSSTE Nutzung eines papiernen Kalenders.
Und nicht nur das.
Er ist obendrein ziemlich groß.
Format DIN A1!
Das ist schon ein „Brett“, wie er so in meinem Büro an der Wand hängt.

Aber warum nutze ich so ein Monstrum?
Weil nichts anderes mir einen solchen „ganzheitlichen“ Blick auf das gesamte Jahr 2025 liefert wie besagter Riesenkalender.
Ich mag das.

Weiss Tag für Tag, wie und wo ich stehe.
Mit meiner Zeit die nun noch verbleibenden 365 – X Tage für 2025.

Mein Smartphone, dessen Erinnerungsfunktion natürlich eine wichtige Aufgabe erfüllt, nutze ich selbstverständlich parallel. Unverzichtbar und wichtig. Wann auch immer eine Nachricht aufploppt.

Mit dem Kalender sehe ich meine Arbeitstage, meine Urlaubstage, wann ich auf Fortbildung bin, welche privaten Unternehmungen das Jahr über ich vorhabe. Und ich visualisiere ich meine Jahresaufgabe und meine Tagesaufgaben für 2025 und kann meinen jeweiligen Fortschritte diesbezüglich Tag für Tag eintragen und damit sichtbar machen. Das motiviert, spornt an und vor allem ermahnt es aber auch zum Weitermachen, wenn man mal ein paar Tage nichts gemacht haben sollte.

Was der XXL-Kalender bietet, das kann man nicht in Worte fassen.
Das muss und soll jeder, der die Idee gut findet, für sich selbst erfahren.

Wie geht das am besten?
In dem man es ausprobiert.

Daher habe ich ein paar Exemplare mehr drucken lassen.
Und stelle die unseren WURZELSPITZE – Patrons als Dankeschön umsonst zur Verfügung.
Wer von Euch, liebe WURZELSPITZE -Patrons, möchte einen solchen Kalender einmal ausprobieren?
Schreibt mir eine Email an h_w_h@gmx.de mit euer Adresse, dann geht das Teil unentgeltlich in die Post !

Den Post hat WORDPRESS irgendwie versemmelt.

Stand als „Geplant“ eingestellt, wurde aber nie veröffentlicht.
Daher hier das UPDATE.: Transportverpackungen sind jetzt eingetroffen. Morgen früh gehen die Kalender in die Post


Wann ist eine apikale Aufhellung zu gross für eine endodontische Behandlung und was ist die Alternative ?

Dieser Patient suchte als akuter Notfall kürzlich unsere Praxis auf.

Starke Schmerzen, vestibuläre Schwellung in regio 23.

Wann ?
Natürlich in den letzten Tagen vor Weihnachten.

Und natürlich wollte der Patient unmittelbar nach Weihnachten für 14 Tage ins ferne Ausland, nach Asien in Urlaub fahren.

Jetzt ist guter Rat teuer, oder ?

Was tun ?

Hier noch das DVT und ein kurzes Video der klinischen Situation nach Trepanation.

„Kristalle“ auf der Guttapercha

Vor einigen Tagen haben wir eine neue Packung der von uns verwendeten Guttapercha geöffnet.

Schnell fiel meiner Kollegin auf, dass sich auf den Guttaperchapoints seltsame (abwischbare) Kristalle befinden.

Hat jemand etwas ähnliches schon mal beobachtet?

Worum könnte es sich handeln?

Hat jemand Anregungen?

Das ging wirklich schnell…

Der erste gemeldete Cyberangriff auf das Trustcenter der Bundesdruckerei ist da, wie man aus der Meldung hier erfahren kann.

Zitat:
Ausgegebene Signatur- und Siegelkarten wurden nicht kompromittiert und können weiter genutzt werden. PINs, Passwörter, Zahlungsinformationen sowie andere Systeme sind nicht betroffen.

Das soll heißen keine Aufregung, man kann aber auch heraus lesen, auch diese Daten sind möglicherweise angreifbar.
Erstaunlich ist, das Lauterbach erst kürzlich vermeldete: Alle Sicherheitslücken werden behoben.

Die Behauptung muss bedenklich stimmen in Anbetracht der Reaktionen auf die CCC-Sicherheitshinweise und Transparenzforderungern zur ePA.

Die Politik hat ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Erstaunlich ist, daß es nicht mal ansatzweise wahrgenommen wird. Die Frage die sich mir stellt ist, für wie dämlich werden wir noch gehalten?

Zahnärztliche Existenzgründung: Auch 2023 dominierte die Übernahme einer Einzelpraxis

Den nachfolgenden Artikel habe ich auf der Homepage von Septodont gefunden.
Spannende betriebswirtschafltliche Zahlen.
Auch der ungebrochene Trend zur Einzelpraxis ist erwähnenswert.
Ich würde definitiv heutzutage wieder in die Einzelpraxis gehen. Die Einzelpraxis ist das Erfolgsmodell der Zukunft, auch wenn man im Moment aus unterschiedlichen Gründen der Trend ist, dies anders rüberzubringen.

Hiernachfolgend der Text:
Die Freiberuflichkeit bleibt vielen Nachwuchszahnärztinnen und -zahnärzten wichtig. Trotz weiterhin hoher Inflation und unklarer gesundheitspolitischer Rahmenbedingungen entschieden sich viele Kollegen auch 2023 weiter für die Niederlassung. Eine Bankanalyse gibt Einblick in die Finanzierungssituation bei rund 450 zahnärztlichen Existenzgründungen.Die Existenzgründung und damit der Weg in die freiberufliche Selbstständigkeit begeistert noch immer viele Nachwuchszahnärztinnen und -zahnärzte. Trotz der von der verfassten Vertragsärzteschaft auf der gesundheitspolitischen Ebene immer wieder adressierten Bedrohungen der vertragszahnärztlichen Versorgung durch die rasante Ausbreitung investorengeführter Medizinischer Versorgungszentren (iMVZ), bestehender Bürokratiebelastung und Honorardeckelung, wie de facto bei der PAR-Strecke durch das GKV-Finanzstabilisierungsgesetz, sowie des zunehmenden Trends zur Anstellung lassen sich Zahnmediziner weiter nieder. Dabei müssen sie im Zeitvergleich immer mehr berappen, wie die jüngst veröffentlichte Auswertung der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) zeigt. Die Standesbank hat die Daten der rund 450 im Jahr 2023 ihrerseits begleiteten Finanzierungen zahnärztlicher Existenzgründungen analysiert. Die Daten sind zwar nicht repräsentativ, aber sehr aussagekräftig.

Im Schnitt 770.000 Euro für Gründung einer Einzelpraxis
In der vertragszahnärztlichen Versorgung in Deutschland dominieren immer noch die traditionell gewachsenen Einzelpraxen. Allerdings ist die Neugründung einer Einzelpraxis für Zahnärzte inzwischen weiter die teuerste Variante der Existenzgründung. Zuweilen auch der hohen Inflation geschuldet, so die apoBank, mussten die Gründer einer Einzelpraxis 2023 im Schnitt mit 770.000 Euro rund 15.000 Euro mehr berappen als 2022 – der Median lag bei 758.000 Euro. Der deutliche Löwenanteil entfiel dabei mit 672.000 Euro auf Investitionen in die Ausstattung, darunter medizinisch-technische Geräte sowie die IT. 98.000 Euro machten die Betriebsmittel aus. Wie ein Blick in die Zahlen verrät, entschieden sich auch nur 6 Prozent der zahnärztlichen Existenzgründer für die Neugründung einer Einzelpraxis – und verharrten damit auf dem Vorjahresniveau.

„Gerade diese wenigen Existenzgründerinnen und Existenzgründer, die komplett neu gründen, haben ganz individuelle Vorstellungen von ihrem zukünftigen Praxis-, Behandlungs- und Raumkonzept“, erklärt Daniel Zehnich, Leiter des Bereichs Gesundheitsmarkt & Beteiligungen. „Sie sind dann auch bereit, hohe Investitionen in Kauf zu nehmen. Hinzu kommt, dass die Praxisräumlichkeiten bei Neugründungen häufig sehr großzügig ausfallen, auch, um sich die zukünftige Möglichkeit einer Expansion, beispielsweise über angestellte Zahnärzte oder Zahnärztinnen, offen zu halten.“

Mit 64 Prozent (2022: 62 Prozent) dominierte 2023 beim Weg in die Niederlassung weiterhin die Übernahme einer bestehenden Einzelpraxis. Dafür zahlten die Zahnmediziner im Schnitt 463.000 Euro, wovon 247.000 Euro auf den reinen Kaufpreis entfielen, 158.000 Euro auf Investitionen, wie zum Beispiel Umbau- oder Modernisierungsmaßnahmen, und 58.000 Euro auf Betriebsmittel.

BAG – die Option für jeden vierten Existenzgründer
26 Prozent der zahnärztlichen Existenzgründer, die die apoBank begleitete, wählten 2023 den Weg in die Berufsausübungsgemeinschaft (BAG). 15 Prozent wählten dabei den Weg in die BAG-Neugründung, elf Prozent den der Übernahme oder des Beitritts. Der Schritt in die BAG könnte mit dem Gedanken verbunden sein, das unternehmerische Risiko als Freiberufler auf mehrere Schultern zu verteilen und Synergieeffekte bei der Bürokratie zu erlangen.

Der BAG-Einstieg respektive der -Beitritt schlug 2023 für die Existenzgründer im Schnitt mit 402.000 Euro zu Buche, wovon 321.000 Euro auf den Übernahmepreis und 61.000 Euro auf die Investitionen entfielen. Wer eine BAG übernahm, zahlte dafür im Schnitt 388.000 Euro, wobei sich der Übernahmepreis auf 261.000 Euro belief, die Summe der Investitionen mit durchschnittlich 92.000 Euro aber deutlich höher beliefen. Je zwei Prozent wählten als Existenzgründung die BAG-Neugründung respektive die Option MVZ oder sonstige Praxisform. Für statistische Zwecke reichte die Datenlage hier aber nicht aus, so die apoBank.

400.000 Euro für jeden Zweiten die Schmerzgrenze
Wie jede Auswertung, so offenbart auch die aktuelle zahnärztliche Existenzgründungsanalyse der apoBank Ausreißer in beide Richtungen. So investierten insgesamt 58 Prozent der Gründer weniger als die durchschnittlichen 463.000 Euro in die Übernahme einer Einzelpraxis. 14 Prozent gaben demnach bis zu 200.000 Euro aus, 17 Prozent zwischen 201.000 und 300.000 Euro und 19 Prozent zwischen 301.000 Euro und 400.000 Euro. 35 Prozent investierten mehr als eine halbe Million Euro in die Übernahme einer Einzelpraxis, davon 13 Prozent zwischen 501.000 und 600.000 Euro und weitere 22 Prozent mehr als 600.000 Euro. Nur 15 Prozent bewegten sich im Finanzrahmen zwischen 401.000 und 500.000 Euro.

Zahnärztinnen investieren zurückhaltender in Existenzgründung
Auch wenn der Frauenanteil in den Reihen der Zahnmedizinstudenten kontinuierlich steigt, so wirkt sich das – wie in den vergangenen Jahren auch – nicht sehr auf das Geschlechterverhältnis bei der zahnärztlichen Existenzgründung aus. 2023 dominierten die Männer wieder leicht mit 52 Prozent – nach 47 Prozent im Vorjahreszeitraum. Deutliche Unterschiede offenbaren sich allerdings beim Blick in die getätigten Investitionsvolumina. Die von Zahnärztinnen getätigten Praxisinvestitionen waren im Schnitt rückläufig. So gaben sie laut Analyse für die klassische Praxisübernahme mit anschließender Einzelpraxisniederlassung 425.000 Euro aus – 2022 waren es noch 439.000 Euro.

Bei ihren männlichen Kollegen sind die durchschnittlichen Investitionen dagegen kontinuierlich weiter gestiegen und lagen 2023 bei 498.000 Euro – also rund 17 Prozent über dem Wert der zahnärztlichen Existenzgründerinnen. Dabei sind es nicht die Investitionen in Modernisierung, bei denen Zahnärztinnen zurückhaltender agieren – im Gegenteil, hier gaben sie mit durchschnittlich 162.000 Euro sogar etwas mehr aus als ihre männlichen Kollegen mit 154.000 Euro. Es ist vielmehr der Kaufpreis, der den Unterschied ausmacht: Frauen entscheiden sich bei ihrer Einzelpraxisniederlassung häufiger für günstigere Praxen und zahlten 2023 im Schnitt einen Übernahmepreis von 212.000 Euro – das sind 24 Prozent weniger als Zahnärzte mit 280.000 Euro.

„Ob Ärztin, Apothekerin oder Zahnärztin – wir beobachten in allen Heilberufsgruppen, dass Frauen bei den gezahlten Übernahmepreisen häufig zurückhaltender agieren. Sie kaufen meist kleinere Praxen bzw. Apotheken und starten lieber mit geringeren finanziellen Verbindlichkeiten“, erklärt Zehnich. Sie reagierten oft noch sensibler auf externe Rahmenbedingungen als ihre männlichen Kollegen. Gerade wenn beispielsweise gesundheitspolitische Entwicklungen den Praxisalltag erschwerten, könne es durchaus vorkommen, dass eine prinzipiell positive Einstellung zur Selbständigkeit ins Wanken komme, verdeutlicht der Bankmanager.

Beim Personal drückt die Praxisinhaber der Schuh am meisten
In einer zweiten Branchenanalyse untersuchte die apoBank das Praxisgeschehen von Zahnärzten im Vergleich zu Haus- und Facharztpraxen sowie Apotheken. An der Umfrage im Juli 2024 nahmen dafür aus jeder Zielgruppe 100 Personen teil.

Dabei stellte sich heraus, dass mit 47 Prozent die zahnärztlichen Praxisinhaber der Schuh im Vergleich mit den anderen Leistungserbringern am meisten drückt – in keiner anderen Gruppe war der Anteil der Personalsuchenden so hoch. Dafür brauchen sie aber mit im Schnitt sieben Monaten die geringste Zeit, um die vakante Stelle zu besetzen – in einzelnen Fällen kann sich die Suche jedoch bis zu drei Jahre hinziehen. Entsprechend sind es Zahnärzte, die mit 66 Prozent von allen Heilberufsgruppen am häufigsten Schwierigkeiten haben, neues und geeignetes Personal zu finden. Neun Prozent der befragten Praxen klagten über eine hohe Fluktuation in den Reihen des Personals. Immerhin 43 Prozent geben an, Schwierigkeiten zu haben, die Gehaltsvorstellungen des Personals zu erfüllen. 28 Prozent konstatieren, dass die Qualifikation des Personals hinter den gesteckten Erwartungen zurückliege. Letzteres spiegelt sich nicht zuletzt auch regelmäßig bei der jährlichen Suche nach neuen Auszubildenden zur Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA) wider.

Höchstes Optimierungspotenzial bei Leistungsangebot der Praxis
Im Schnitt versorgen die befragten Zahnarztpraxen 687 Patienten pro Quartal und nehmen 60 Neupatienten auf. 15 Prozent berichten von einem Annahmestopp bei Neupatienten. Wenn es um die Zeitorganisation im Praxisalltag geht, so geben die Praxen an, im Schnitt 68 Prozent für die Patientenbehandlung aufzuwenden. Der zweite große Block entfällt mit 16 Prozent auf die Bürokratie und Administration. Die Zeit, die sie sich die Praxisinhaberinnen und Praxisinhaber für die Mitarbeiter nehmen, schätzen sie auf sechs Prozent, für die eigene Fortbildung vier Prozent und für die Entwicklung der Praxis bleibt ihnen mit drei Prozent auch nicht viel Zeit.

Die befragten Zahnärzte geben sich in der Erhebung durchaus kritisch, wenn es um die Betrachtung ihrer eigenen Praxis geht. So benannten sie, nach dem aus ihrer Wahrnehmung bestehenden Optimierungspotenzial für die eigene Praxis befragt, mit 82 Prozent an erster Stelle ihr Leistungsangebot. Ähnlich hoch ist der Wert mit 79 Prozent nur bei den Fachärzten.

69 Prozent der Zahnärzte sehen als zweite große Optimierungs-Baustelle die Digitalisierung der Praxis an, an dritter Stelle gefolgt mit 68 Prozent vom Umfang und der Qualität des Patientenstamms. 67 Prozent sehen Verbesserungspotenzial bei den patientenorientierten Abläufen und Prozessen im Versorgungsalltag der Praxis. 65 Prozent adressieren die Räumlichkeiten, Einrichtung und Ausstattung der Praxis, 63 Prozent die Organisation und Verwaltung im Hintergrund. 57 Prozent sehen Optimierungspotenzial bei der finanziellen und wirtschaftlichen, 48 Prozent bei der personellen Situation der Praxis. Ob und inwieweit sich der Rückgang der Inflation, die weitere Digitalisierung des Gesundheitswesens sowie der gesundheitspolitische Kurs der neuen Bundesregierung auf das zahnärztliche Existenzgründungsgeschehen im Vergleich zur jüngsten Vergangenheit auswirken, werden frühestens die Zahlen der dann für 2025 und 2026 anstehenden Bank-Analysen zeigen.

Denkanstoss Jahreswechsel 2025: Big Mac – Index? Pizza-Seismograph!

Den Big Mac- Index setze ich als bekannt voraus.
Er ist ein Indikator, der die Kaufkraft verschiedener Währungen anhand der Preise für einen Big Mac in verschiedenen Ländern vergleicht. Er wurde 1986 von der britischen Wochenzeitung The Economist erfunden, um einen leicht verständlichen Vergleich auf Basis von Kaufkraftparitäten zu ermöglichen und Über- und Unterbewertungen einzelner Währungen zu zeigen. Seitdem wird er regelmäßig erhoben und auch in wissenschaftlichen Studien und Lehrbüchern zitiert.

Dazu werden die Preise eines Big Mac in den Währungen verschiedener Länder erhoben. Durch die Umrechnung zum aktuellen US-Dollar-Kurs wird die jeweilige Kaufkraft vereinfachend miteinander verglichen. Hinter dem Währungsvergleich steht die Annahme, dass sich die Preise für ein identisches Gut auf lange Sicht in allen Ländern angleichen.

Der Big Mac wird als einfacher Indikator herangezogen, weil es ihn in vielen Ländern in standardisierter Größe, Zusammensetzung und Qualität gibt. Seit über 50 Jahren besteht der berühmte MC Donalds-Hamburger aufgrund strenger Auflagen durch Franchiseverträge international fast überall aus den gleichen Zutaten: Sesambrötchen, Rinderhackfleisch, Schmelzkäse, Salat, Gewürzgurken, Zwiebeln und Sauce. Eine hervorragende Ausgangsbasis für vergleichende Erhebungen. Der Big Mac kann darüberhinaus durch die Strategien von McDonald’s, Zutaten aus der Umgebung zu verwenden und namhafte Markenhersteller als Lieferanten zu gewinnen, als Indikator dienen, die Inlandskaufkraft einer Volkswirtschaft wiederzugeben.

Ich muss gestehen, dass ich nicht weiss, was aktuell ein Big Mac in Deutschland kostet. Ich musste es googeln. Dafür kenne ich natürlich die Preise meiner Lieblingspizza, auf die ich mich jeden Donnerstag aufs Neue freue. Kurz vor Weihnachten ist dieser gestiegen. Von nun 11 Euro auf 11 Euro 50. Alles ist teurer geworden, sagt die Chefin. Kein Thema, sage ich. Weil ich weiss, das es genau so ist. Und sie auch immer mit lange sich hadert, bevor sie die Preise überhaupt abändert.

Warum ich das schreibe?
Weil spätestens mit der Pizza-Preiserhöhung auch wir in unseren Praxen die Preise anpassen müssen. Daher mein Rat – Suchen auch Sie sich einen Pizza-Seismographen. Und wenn dieser mit beispielsweise 4,5 Prozent ausschlägt, dann sollten sie sich das zu Herzen und als Richtschnur nehmen.

In dem Zusammenhang noch zwei Reality Check-Fakten von Januar 2025.

Reality Check I
Unsere Briefe zu verschicken kostet ja seit 2025 10 Cent pro Brief mehr. Eine Preiserhöhung von knapp 12 Prozent. Wer einen Brief verschickt, muss nun mehr Geld dafür bezahlen. Die Bundesnetzagentur hat entschieden, dass das Porto ab Januar rund 10,5 Prozent höher sein darf als bislang. Dieser Spielraum ermöglicht mehr als doppelt so viel wie bei der letzten Portoerhöhung 2022, als der Betrag um 4,6 Prozent stieg.

Grund für den relativ hohen Anstieg sind die zuletzt stark gesunkene Briefmenge und der inflationsbedingte Kostenanstieg der Post in den vergangenen Jahren. Zufrieden ist die Post mit der Entscheidung der Bundesnetzagentur keineswegs: Aus ihrer Sicht sollte die Portoerhöhung deutlicher ausfallen, weil die Kostensteigerungen noch viel stärker gewesen seien.

Reality Check II

Die Abgeordneten des rheinland-pfälzischen Landtags erhalten ab Januar eine höhere monatliche Entschädigung. Die Diäten steigen um 4,4 Prozent oder 350,38 Euro auf dann 8.313,67. Das hat der Landtag am Donnerstag beschlossen.

Die Steigerung zum 1. Januar 2026 wurde ebenfalls bei der Verabschiedung des Landeshaushalts mitbeschlossen. Dann werden die 101 Parlamentarier 8571,39 Euro monatlich erhalten, das sind 257,72 Euro oder 3,1 Prozent mehr. Eine Debatte zur Diätenerhöhung fand nicht statt.

Jährliche Anpassung nach dem Verdienstindex
Vor dreieinhalb Jahren haben sich die Fraktionen von SPD, CDU, Grünen, FDP und Freien Wählern auf ein Modell zur Ermittlung der Diäten geeinigt. Die Höhe ist an die Beamtenbesoldung der Stufe A16 angelehnt, das entspricht der Vergütung von Verbandsbürgermeistern. Zudem ist eine jährliche Anpassung der Diäten vorgesehen, die sich am Verdienstindex für Rheinland-Pfalz orientiert. Das statistische Landesamt ermittelt diesen Index. Als Grundlage für die Erhöhung gilt der Index des vorvorletzten Jahres, konkret also gilt der Verdienstindex im Jahr 2022 für die Diätenanpassung im Jahr 2025 – aber der Landtag muss jeweils über die Erhöhung entscheiden.

Keine Debatte über die Erhöhung
Im Parlament ist der Tagesordnungspunkt am Mittwoch aufgerufen worden, er war ohne Aussprache vorgesehen. Es hat sich auch niemand zu Wort gemeldet. Derzeit sind neben den Regierungsfraktionen SPD, Grüne und FDP die Oppositionsfraktionen CDU und AfD im Landtag vertreten, dazu die Gruppe der Freien Wähler und sechs fraktionslose Abgeordnete. Die AfD stimmte am Donnerstag gegen die Anhebung.

KI – Perplexity und/oder Chat GPT?

Die KI ist in unser aller Leben präsent. Dem sich Ausschließen ist nahezu unmöglich.
Deshalb hier einige erweiternde Dinge.
„Die Suchmaschine Perplexity hatte im Januar 2024 etwa 10 Millionen regelmäßige Benutzer, deren Zahl stark wächst.“
Einige Fragen habe ich mir gestellt und die gefundenen Antworten möchte ich hier vorstellen.

Was ist besser, Perplexity oder ChatGPT? Antwort Google.

„ChatGPT ist ideal für Nutzer, die menschenähnliche Unterhaltungen führen und komplexe Fragen beantwortet haben möchten, während Perplexity AI sich durch präzise Antworten und die Möglichkeit, Quellen zu überprüfen, auszeichnet.“

Es gibt entscheidende Unterschiede zu klassischen KI-Anwendungen wie Chat-GPT. Während diese mit hohen Datenmengen darauf trainiert sind, Antworten aufgrund von Wahrscheinlichkeiten zu generieren, sucht Perplexity zuerst einige ausgewählte Quellen im Internet und fasst diese dann zusammen.

Perplexity ist als kostenlose und als ProVersion erhältlich – Unterschiede?

„Perplexity Pro bietet eine Reihe von Premium-Funktionen. Für 20 $ pro Monat oder 200 $ pro Jahr erhalten Sie mit Pro Zugriff auf leistungsstarke KI-Modelle wie GPT-4 Omni und Claude 3 sowie Dateianalysen für PDFs, CSVs und Bilder.“

Tipp: Mehr Informationen dazu gibt es an dieser Stelle: https://www.michaelheitkoetter.de/perplexity-ai-vs-chatgpt/.

Perplexity ist nicht unumstritten, welche Probleme werden beschrieben?

„Perplexity entscheidet bei einer Suchanfrage: «Diese Quelle ist gut, diese nicht», sucht die relevanten Antworten aus, fasst sie zusammen. Die Wahl, welche Inhalte zusammengefasst werden, wird somit ausgelagert. Und die Entscheidung, wem zu trauen ist, wird dem Fragenstellenden abgenommen.
Perplexity sieht sich nicht als Such-, sondern als Antwortmaschine. Genau darin liegt das Risiko – sowohl für Google als auch für die Nutzer.“

Was sollte mann zu Perplexity wissen?

Zu den derzeitigen Geldgebern von Perplexity gehören der KI-Chiphersteller Nvidia und der Amazon-Gründer Jeff Bezos sowie mehrere prominente Namen aus der KI-Branche, wie der OpenAI-Mitbegründer Andrej Karpathy und der leitende KI-Wissenschaftler von Meta, Yann LeCun.

Die Eigenleistung von Perplexity ist, Chatbot und Suchmaschine innovativ und benutzerfreundlich zusammenzufügen.

Wenn KI-Anwendungen welche Quellen relevant sind und welche nicht – dann werden sie zu Gatekeepern, die entscheiden, was wir wissen.

Tipp: https://digitalresponsibility.ch/2024/10/18/23599/

PS: Die Suchmaschine von Chat GBT heißt Open AI – https://openai.com

Quellen:
(1) NZZ, https://www.nzz.ch/wirtschaft/perplexity-vs-google-revolutioniert-ki-die-websuche-ld.1853258

(2) https://www.instituteofaistudies.com

(3) Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gatekeeper_(Nachrichtenforschung)

https://de.wikipedia.org/wiki/Perplexity.ai

(4) https://www.manager-magazin.de/thema/nvidia/

PSSST – es gibt einen neuen Endomotor…

1.63

Noch ist es nicht offiziell, aber ein neuer kabelloser Endomotor steht in den Startlöchern.
Wer also beabsichtigt, einen neuen solchen Motor sich für die Praxis zuzulegen, der sollte vielleicht jetzt noch ein paar Wochen abwarten. Die IDS ist im März aber – ich sage wieder vielleicht – kommt sogar schon vorher der neue Motor.

Wer ein erstes Foto des Motors sehen möchte, der kann hier nachschauen. Wir arbeiten seit November mit dem Motor. Gut finde ich, dass wir unsere Feilen individuell abgestimmt auf die jeweilige Bewegung sowohl vollrotierend als auch reziprok einsetzen können.

Endspiel 2025 (V) The Missing Link

1.68

Die Marschrichtung ist klar.
Wir wissen (weil hier niedergeschrieben) was wir benötigen.

Jetzt geht es um die 4 Stützen, um das benötigte Korsett der Umsetzung.

Was brauchen wir ?

  1. Struktur und Organisation
    Der Zahnarzt der Zukunft muss seine Praxis so strukturieren, dass er im Zweifelsfalle mit sehr wenigen Mitarbeitern, notfalls alleine arbeiten kann. Wir lebten bisher in einer rosaroten wunderbar gepolsterten Bubble. Wir waren gewohnt, das man uns in allen Bereichen optimal zugearbeitet hat. Stichwort Superorganismus (Ameisenstaat). Und dann spielte es auch keine Rolle, wie gut oder wie schlecht unsere Praxis organisiert war.

    Fehlendes Instrument ?
    Fehlendes Material?

    Kein Problem, solange es jemanden gab, der das Fehlende zeitnah bereitstellen konnte. Wusste, was in welchen Schubladen wo gelagert war.

    Ich prophezeie.
    So wie die jetzt schon die Patienten händeringend um Behandler flehen werden, so werden die Zahnärzte der Zukunft dankbar sein, für jedes logistische Problem, das Ihnen abgenommen, von ihren eigenen Schultern genommen und in ihrem Sinne gelöst werden wird. Eine Lösung ohne zusätzliche Mitarbeiter wohlgemerkt. Denn die werden definitiv in absehbarer Zeit nicht wiederkommen.

    Und ich prophezeie weiterhin, dass wir hier in der Zahnmedizin vor einem ähnlich einschneidenden Umbruch stehen wie seinerzeit der Paradigmenwechsel von der stehenden Behandlung am sitzenden Patienten hin zum sitzenden Behandler am liegenden Patienten Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre.

    Es wird sich einiges radikal ändern.
    Vor allem auch die organisatorischen Rahmenbedingungen in der Praxis selbst betreffend. Und damit einhergehend der arbeitsergonomische Rahmen.

    Und wie immer werden die, welche die Zeichen der Zeit erkennen und die richtigen Schritte vor allen anderen gehen werden, gestärkt aus diesen Veränderungen herausgehen.

    Das Gute ist – wir sind heute in der Lage, mit vergleichsweise wenig Aufwand, der sich nicht nur stande pede im Praxisablauf positiv bemerkbar machen wird, sondern auch in vergleichsweise kurzer Zeit amortisieren wird, solche Neustrukturen zu etablieren.

    Fangen wir mit einem ganz einfachen banalen Beispiel als eines aus einer ganze Reihe von vielen anderen:

    Ein Kollege wandte sich kürzlich an mich, weil er durch längere Krankheit mehrerer seiner Mitarbeiterinnen gezwungen war, sich selbst um die Materialbestellungen und die Logistik der Praxismaterialien zu kümmern.

    Der Kollege war so frustriert, das er bereit war, jeden Preis zu zahlen, wenn ihm nur eine Lösung zugeführt werden würde, die ihm diese Arbeitsbelastung dauerhaft von seinen Schultern nehmen würde.

    Was würden sie dafür geben, wenn sie sich um ihre gesamte Warenwirtschaft von A-Z (von der Bestellung über den Wareneingang bis hin zur Lagerung und Bereitstellung für die jeweilige Behandlung) nicht mehr kümmern müssten, immer alles Benötigte zu jeder Zeit an seinem ihm zugedachten Platz vorhanden wäre.

    Und zu jeder Zeit bedeutet.
    Immer.
    Nicht fast immer oder meistens.
    Sie sich darum nie mehr kümmern müssten.
    Sich um diesen Bereich zukünftig keine Gedanken mehr machen müssten.
    Ihn vergessen könnten.

Wäre das nicht toll?
Testen Sie mal aus, wie viel Zeit sie dafür verwenden müssten, Woche für Woche, dass dem so ist.

Und was es sie kosten würde, wenn sie selbst das machen würden.
Und was es Ihnen wert wäre, wenn sie es nicht mehr tun müssten.
Und auch nicht der Mitarbeiter, der das bisher für sie gemacht hat.

Denn dieser Mitarbeiter, so er denn überhaupt da ist, den werden sie zukünftig sicherlich für wichtigere und vor allem wertvollere Aufgaben einsetzen werden wollen.

Und jetzt gehen sie hin und wenden sich dem Komplex QM in ihrer Praxis zu. Komplexer. Umfassender als die Warenwirtschaft. Aber zwingende Voraussetzung für den Praxisbetrieb. Wollen Sie sich damit ihr weiteres Berufsleben beschäftigen als Zahnarzt?

Und dann vor allem dem Komplex Wiederaufbereitung von Instrumenten. Ein anderer Kollege berichtete mir vor Weihnachten, das er wegen fehlender Mitarbeiter gezwungen war, diese Aufgaben selbst vorzunehmen Tag für Tag. Was insofern auch bei aller Frustration auch einen Erkenntnisgewinn mit sich brachte. Wie zeitaufwändig nämlich diese Maßnahmen sind.

Wieviel Zeit und wertvolle personelle Ressourcen würde man sparen, wenn die Wiederaufbereitung und Bereitstellung von Instrumenten für die Behandlung auf ein schätzungsweise ein Viertel der bisherigen Zeit reduziert werden könnte. Und 80 Prozent der personalen Ressourcen eingespart werden. Und darüberhinaus – Dank Neuorganisation des Arbeitsumfeldes- das Arbeiten am Patienten schneller und einfacher vonstatten ginge.

Was wäre Ihnen das wert?
Jeder Leser sollte einfach mal in sich gehen und für sich selbst seine eigene Rechnung machen.

Hier meine These Zielkorridor Zukunft Zahnmedizin

Der erfolgreiche Zahnarzt der Zukunft macht sich unabhängig von den nicht zahnmedizinischen Begleitarbeiten in der Praxis, aber auch von (zukünftig nicht mehr vorhandenen) Mitarbeitern und von teuer eingekauften externen Dienstleistungen. Diese nämlich verlagern nur, was gefährlich ist, die Abhängigkeit aus dem direkten Einflussbereich der Praxis heraus, lösen diese aber nicht auf, sondern verschärfen diese gegebenenfalls noch zusätzlich.

2. Service
Wenn sie fragen, wo sinnvollerweise setze ich die limitierten personellen Ressourcen (sprich die wenigen noch in der Praxis zukünftig verbleibenden Mitarbeiter sinnvollerweise in erster Priorität ein, dann würde man als Zahnarzt vermutlich sagen, in der Behandlung natürlich.

Ich verstehe diesen Reflex.
ABER – der Zahnarzt, sein Arbeitsfeld optimal dafür organisiert, kann alleine arbeiten.
In der Endodontie im Übrigen am Allerbesten sogar, aber das ist ein anderes Thema.

Wenn ich also die Wahl habe, einen Mitarbeiter mir das Instrument anzureichen oder ihn ans Telefon gehen zu lassen oder einen Patienten zu betreuen, der gerade zur Tür hineinkommt, dann entscheide ich mich zukünftig für Letzteres. Warum? Weil ich ohne Assistenz am Stuhl zwar langsamer arbeite, aber immerhin arbeite. Also Honorar erziele. Wenn ich hingegen ans Telefon müsste, dann verdient in der Zeit keiner Geld.
Capisci ?

Dann geht halt keiner ans Telefon, geht keiner an die Tür. Sagt der Kollege vor Ort auf dem Zahnärztestammtisch.
Schon klar.

Aber was unterscheidet deine Praxis dann von allen anderen?
Und wie willst Du dann Punkt Nr 3 einfordern?

Der Grundvoraussetzung dafür ist, das Du auch weiterhin zwar nicht Mitarbeiter im Überfluss, aber immerhin genügend Mitarbeiter haben wirst, die deine Praxis und vor allem ihren Status mittragen werden.

3. Aufwandgerechte Honorierung
Die erfolgreiche Zahnarztpraxis der Zukunft, welche herausragende Qualität und herausragenden Service bietet, kann und muss eine aufwandgerechte Honorierung betreiben, um ihre Existenz zu sichern. Dieser Satz an dieser Stelle muss genügen. Um hier in die Tiefe einzusteigen bedarf es (mehrerer) Extra- Kapitel. Daher jetzt nur weiter zu Punkt 4.

4. Patientenkreis – Adaptation und Selektion
Die erfolgreiche Zahnarztpraxis der Zukunft macht allen Patienten ein freundliches und wohlgemeintes Behandlungsangebot. Dieses anzunehmen oder auch dies nicht zu tun unterliegt dem Patienten. Falls der Patient in die Behandlung einwilligt, so muss ihm aber auch klar sein, dass damit auch er in gleicher Weise sich in den Behandlungskontext einbringt. Um es klar zu sagen. In der Vergangenheit konnte malignes Verhalten von Seiten der Patienten tolerierbar gewesen sein. Gut war es nie. Zukünftig wird es ohne Ausnahme inakzeptabel sein.

Fazit Praxiserfolg Zukunft (in 4 Stichworten)
Grundvoraussetzung: Herausragende Qualität
Aushängeschild: Herausragender Service

Betriebswirtschaftliche Basis: Aufwandgerechte Honorierung
Mindset: Fakultatives Behandlungsangebot statt Behandlungszwang

Endspiel 2025 (IV) – die wirklich erfolgreiche Praxis der Zukunft

Die WIRKLICH erfolgreiche Praxis der Zukunft ?
Ist die, in der das Arbeiten so sehr Spass macht, das es keine Arbeit, sondern Vergnügen ist. Ein adäquat honoriertes Vergnügen wohlgemerkt.

Wie das zu erreichen ist, das kann man hier nachlesen.

Die wirklich erfolgreiche Praxis muss dafür 2 Dinge liefern….

Feierabend-Trep Januar 2025 (I)

Heute wurde uns erstmalig von einer Kollegin ein Patient zur endodontischen Behandlung überwiesen.

Zahn 26 hatte bereits vor der kürzlich erfolgten Überkronung zunehmende Beschwerden verursacht. Leider hatten diese nun in den letzten Tagen massiv zugenommen (zunächst zunehmende Kälteempfindlichkeit; nun zusätzliche Auslösung der Schmerzen durch Wärme).

Als ich den Patienten heute um 16:30 erstmalig sah gab er einen Schmerzgrad von 8 an.

Trotz mehrmaligen Novalgin-Einnahmen seien die Schmerzen zunehmend massiver.

Hier die Zuweisung der Kollegin.

Klinisch und radiologisch stellte sich die Situation wie folgt dar.

Sensibilitätstest : Zahn 26 + ; Zahn 25: schwach positiv mit dann schmerzauslösender „nachhallender“ Wirkung

Perkussion: Zahn: 26 – ; Zahn 25: ++

Aufbiss: Zahn 26: – ; Zahn 25: +

Blick auf den vestibulären Anteil der Krone 26
Radiologische Situation: laut Patient war die Füllung an Zahn 25 bereits vor Jahren bei einem anderen Zahnarzt gemacht worden

Aufgrund der Befunde (und der Tatsache, dass die Praxis morgen geschlossen ist) haben wir den Patienten nach dem regulären Behandlungsschluss um 18:30 für die „Feierabend-Trepanation“ einbestellt.

Intrakoronal/kanalär fanden sich an Zahn 25 alle Anzeichen einer Pulpitits im Endstadium…

ich hoffe, dass der Patient damit möglichst gut geholfen ist…

to be continued…

„Googeln“ mit AI…

Künstliche /Artificial Intelligence dringt ob wir es wollen oder nicht in unser Leben ein und wird es verändern. Die warnenden Stimmen geben zu denken.

Nach unseren ersten Versuchen mit Chat GBT und den damit gemachten Erfahrungen habe ich dem Thema weniger Beachtung geschenkt, es aber nicht ganz aus den Augen verloren.
Inzwischen wird die „künstliche Intelligenz“ unter Anderem auch in Suchmaschienen integriert.
Google hat diesen Trend entweder verschlafen oder weniger Aufmerksamkeit geschenkt.
Vor einiger Zeit habe ich Perplexity entdeckt.
Was macht diese Suchmaschine anders? Das beschreibt Perplexity hier selbst.

Meinen zuletzt vorgestellten Fall habe ich mit Perplexity mal erruiert.
Bzw. die Fragestellung für eine Prognose eingegeben: Perforation mit Zugang zum Sulcus.

Ich habe nicht mit einem schlüssigen Ergebnis gerechnet. Überrascht hat mich das Ergebnis meiner zugegeben recht ungenauen Beschreibung. Ich war überrascht. Zudem wurden die Quellen benannt.
Lesen Sie in den angehängten Folien selbst…

Endspiel 2025 (III) Die Analyse: Was zum Paradies uns fehlt in 2025…

1.68

Mehr Patienten in 2025 ff. als wir je werden bewältigen können ?
Ein Traum.

Und was noch besser ist.
Zum ersten Mal in den letzten 70 Jahren haben wir die Möglichkeit, in einem großen Bereich unsere Leistungen leistungsgerecht dem Patienten in Rechnung stellen zu können. Zwar strukturell normiert via Abrechnungsbestimmungen und auch nicht unbegrenzt, aber im Vergleich zu den Zeiten, als ich in die Niederlassung gegangen bin, wäre darüber sich zu beklagen auf sehr sehr hohem Niveau gejammert. Damals konnte man nämlich gar nichts dem (GKV) – Patienten (der immerhin über 90 Prozent alle Patienten ausmachte) aufwandgerecht honorieren. Es war schlicht und einfach verboten.

Also alles Bestens.
Nicht ganz.

Das größte Problem in der Zukunft ist … das niemand mehr da ist, der uns als Assistenz in der Praxis unterstützen kann. Das Personal ist schon jetzt nicht mehr ausreichend, wird zudem noch immer weniger. Und im Vergleich zur alten Garde auch weniger leistungsfähig oder leistungswillig. Ob Letzteres gut oder schlecht ist, sei dahinstellt, denn es darf und muss sehr wohl kritisch hinterfragt werden können, ob nicht die maligne Kombination von viel stressiger Arbeit und geringer Bezahlung nicht zu genau der Problematik geführt hat, die wir jetzt haben.

Das nämlich Viele den Beruf verlassen und keine Neuen bereit dazu sind.

Ja liebe Kolleginnen und Kollegen, das, was wir für die dentale Profession beobachten, nämlich die Flucht aus dem Zahnarztdasein, sei es, indem der Beruf vorzeitig aufgegeben wird oder die KollegInnen in die innere Emigration gehen, müssen wir selbstverständlich auch in noch viel größerem Maße denjenigen zugestehen, die emotional nicht so stark wie wir dem Gewerbe verbunden sind. Weil es eben nicht ihr eigenes ist. Unseren Mitarbeitern.

Das Alles hat schwerwiegende Konsequenzen.

Der Zahnarzt der Zukunft, egal ob m/f/d wird also zunehmend alleine dastehen.
In der Behandlung und in allen Bereichen, die der eigentlichen Behandlung vor und nachgeschaltet sind.

Was doppelt schlimm ist.
Zum einen, weil niemand, der bisher, sein ganzes Berufsleben, die 20 Kilometer zur Arbeit, die er bisher mit dem Auto zurückgelegt hat, nun mit dem Fahrrad fahren möchte. Für mich ein guter Vergleich. Niemand, der bisher von seinem Chauffeur mit der Luxuslimousine jeden Morgen pünktlich von zu Hause abgeholt wurde, denn genau dieses Privileg im Rahmen unseres Arbeitens hatten wir durch unsere Assistentinnen, wird es lieben, wenn er nun den Weg zur Arbeit zu Fuss zurücklegen muss. Bei Wind und Wetter. In Sommerhitze und Winterkälte.

Zum anderen, weil nicht nur das Arbeitsumfeld an sich ein anderes sein wird, sondern auch die Qualität und die Produktivität der Arbeit darunter leiden wird.

Machen wir uns nichts vor.
Ohne Assistenz am Behandlungsstuhl wird die Essenz perfekter Teamarbeit, nämlich hohe Qualität in grosser Effizienz ein Relikt vergangener Zeiten sein. Wir werden, wenn wir alleine arbeiten, mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit schlechter, auf jeden Fall jedoch langsamer als bisher arbeiten. Und Letzteres ist insofern fatal, weil mit geringerer Produktivität der Gewinn der Praxis nach unten geht, gegebenenfalls überproportional. Schlechter, langsamer, weniger gut bezahlt. Das sind hochgradige Spasskiller.

Über den Superorganismus Zahnarztpraxis, den wir uns in den letzten 50 Jahren herangezüchtet haben und der Grundvoraussetzung für Qualität + Effizienz darstellt, hatte ich schon zum letzten Jahreswechsel geschrieben.

Hier zum Nachlesen
Gedanken zum Jahreswechsel 2023/2024 (I)
Gedanken zum Jahreswechsel 2023/2024 (II)
Gedanken zum Jahreswechsel 2023/2024 (III)
Gedanken zum Jahreswechsel 2023/2024 (IV)
Gedanken zum Jahreswechsel 2023/2024 (V)

Und was nun kann ich sagen, 1 Jahr später.
Das das Mitarbeiterproblem existent, real geworden ist.
Und zwar in prekärem Ausmaß.

Durch die ganze Republik.
In den grossen Städten, ebenso wie in der tiefsten Provinz.

In den exklusiven Praxen ebenso wie beim Landzahnarzt.
Woran ich das festmachen kann? Hier der 3 KO- Fakten: 1. Egal mit wem Du in der Zahnmedizin sprichst, es ist ein vorherrschendes Thema. Hat das Klagen über unzureichende Bezahlung abgelöst und das will schon was heissen. 2. Immer wieder hört man sogar, das die Kollegen aus Mitarbeitermangel gezwungen sind, alleine am Patienten zu arbeiten. 3. Wenn wir im Vorfeld unseres wöchentlichen Diagnose-Tages bei unseren Überweisern anrufen, weil uns Unterlagen der überwiesenen Patienten fehlen, dann haben wir es nun regelmäßig mit irgendwelchen Anrufbeantwortern zu tun. Eine telefonische Nichterreichbarkeit wäre früher ein absolutes NoGo gewesen. Heute ist es in Medizin und Zahnmedizin gefühlt allgegenwärtig vorhanden.

Endspiel 2025 Analyse (II)

Kurzer Einschub in der Sache.

Eine Reihe von Artikeln, die ich vor langer Zeit bei WURZELSPITZE geschrieben habe.

Unbedingt lesen, um zu sehen und zu beurteilen, wie es uns in all den Jahren ergangen ist, was sich getan und vor allem auch nicht getan hat in der Sache.

Der erste Artikel ist von 2009. Es stand in der New York Times…

Darin geht es um Ärztemangel und den Trend zur Spezialisierung. BTW die Spezialisierung war die beste Sache für mich beruflich überhaupt. Das sage nicht nur ich. Das sagen auch meine Mitarbeiter.

Dann eine Artikelfolge von Anfang 2011.
14 Jahre her.

In der ich zu Beginn schrieb, warum ich glaube, das sich in den nächsten 10-15 Jahren nichts ändern wird an der grundlegenden Situation der Zahnmedizin in der nächsten Zeit.

10 – 15 Jahre?
Rückblickend ziemlich zutreffend.

Denn die Zahnmedizin betreffend bedient man sich von Seiten der Politik und Standespolitik den gleichen Worthülsen und Mechanismen wie damals. Wer hat sich in all der Zeit für die Zahnmedizin von Seiten der Politik wirklich interessiert? Niemand. Wie half uns die Standespolitik? Nicht mal in homöopatischen Dosen. Und wer glaubt, es wird sich diesbezüglich zeitnah was ändern? Träum weiter, Dummchen.

Also – Hilf Dir selbst, dann hilft dir Gott!

69 Prozent (I)

69 Prozent (Teil 2) – Força Barça

69 Prozent (Teil 3) Was Lufthansa – Piloten von Zahnärzten unterscheidet

2012- Willkommen in der Realität! 4 KO – Kriterien (69 Prozent – Teil 4)

Was tun, Xavier ? (69 Prozent Teil 5)

Mein Buch des Jahres 2024…

…ist ein so banales, dass es eigentlich nicht einmal einen Artikel wert ist.
Denn sein Inhalt ist in maximal 2- 3 Sätzen zusammengefasst.

Die 1%-Methode von James Clear, im Originaltitel „Atomic Habits“, vermittelt, wie kleine, kontinuierliche Verbesserungen zu signifikanten Veränderungen führen können. Diese Methode basiert auf der Idee der Ansammlung kleiner Gewinne, die sich über die Zeit potenzieren und somit große Erfolge ermöglichen. Ein zentrales Konzept des Buches ist die Verhaltensänderung durch das Verständnis von Gewohnheiten, die in vier Phasen ablaufen: Auslösereiz, Verlangen, Reaktion und Belohnung.

Zusammengefasst ermutigt die 1%-Methode dazu, durch kleine, machbare Schritte langfristige Erfolge zu erzielen. Wenn man über einen genügend langen Zeitraum etwas konsequent und regelmäßig macht, dann zahlen sich diese Bemühungen in signifikanter Weise aus.

Das ist jetzt etwas, was man als Binsenweisheit bezeichnen würde. Und unseren Blog WURZELSPITZE habe ich im November 2008 mit den Worten „Babyschritte“ auf den Weg gebracht.

Nichts Neues also.
Eigentlich.

Aber letztendlich haben mich die konkreten Beispiele im Buch dazu bewogen, etwas anzugehen, was ich zwar schon länger wollte, aber dann aus Trägheit dann doch nie konkret umgesetzt habe. Nämlich mittels einer Sprach-App meine Italienisch – Kenntnisse zu verbessern.

Und am Ende des Jahres kann ich sagen:

  1. Ich habe konsequent gelernt, ab Mitte des Jahres sogar mit 2 unterschiedlichen Apps. Tag für Tag. Und mein Italienisch ist besser geworden. Immer noch sehr rudimentär. Aber immerhin so weit verbessert, dass ich im Mai in Rom den Restaurantbesuch von Anfang bis Ende in italienischer Sprache absolvieren konnte und – AHA- Erlebnis – im Oktober in Tokyo mit einer älteren Japanerin, die ebensowenig der englischen Sprache mächtig war wie ich der japanischen, aber früher einige Jahre in Italien gelebt hatte, auf italienisch kommunizieren konnte und wir dadurch Besichtigungsmöglichkeiten bekamen auf unserer Reise, die wir ohne meine Kenntnisse niemals erzielt hätten.

Der Zeitaufwand, den ich aufgebracht habe, lag bei gerade mal ca. 5 – 10 Minuten pro Tag. Also wirklich überschaubar und auch immer absolvierbar.

Das Alles hat mich so motiviert, dass ich schon im Herbst diesen Jahres ein weiteres Projekt in Angriff genommen habe, für das ich freiwillig mindestens 15 Minuten pro Tag aufwende, weil es Spass macht sogar meinst noch ein paar Minuten länger.

Und für 2025 mir gleich 2 weitere Dinge vorgenommen habe, die ich konsequent angehen werde. Ich bin zuversichtlich, das ich dies Alles durchziehen werde und den entsprechenden Nutzen mit der Zeit davontragen werde.

Erste RE-Therapie 2008 – Leander

Kurz vor Jahresende erhielt ich von meiner liebsten Zuweiserin das 16-Jahres-Recall unserer allerersten – Reparativen Endodontischen Therapie – überhaupt.

Zu den Hintergründen:

Im Sommer 2008 entwickelte der damals 8-jährige Leander einer dezente Schwellung inklusive Fistelbildung Regio 22. Ursächlich für die Nekrose war eine Invagination, die zu einer bakteriellen Infektion der Pulpa geführt hatte.

Der konsultierte Notdienst hielt den Zahn für nicht erhaltungswürdig und verwies Eltern und jungen Patienten an einen niedergelassenen Zahnarzt zur weiteren Therapie.

Die daraufhin konsultierte Kollegin hatte jedoch just zuvor das TEC Endo-Curriculum absolviert und hier durch hochrangige Referenten (Trope und Kim) von der Möglichkeit der „Revitalisierung“ erfahren. Statt den Zahn also zu entfernen, verwies sie Leander an uns…

Das damalige Behandlungsprotokoll unterschied sich in einigen Schritten von dem heutigen.

Wir verwendeten NaOCl, EDTA und CHX in allen Sitzungen und ein resorbierbares Widerlager kam nicht zum Einsatz.

Insbesondere der letzte Punkt verdeutlicht, warum dies jedoch definitiv sinnvoll ist.

Das eingebrachte MTA ist für meinen heutigen „Geschmack“ zu weit apikal geraten (da das Koagulum unter dem MTA Gewicht abgesunken war). Somit war in der weiteren Folge keine Dickenzunahme der Wurzelwand im zervikalen Bereich möglich…

obgleich ich den Zahn also in einigen Punkten heutzutage anderes behandeln würde bin ich mit dem langjährigen Recall zufrieden.

P.S.: Die Röntgenästhetik lässt ferner Luft nach oben

;-)