Arretierte interne Resorption

Interne Resorptionen bedürfen einer vitalen Pulpa. Sie sind durch eine im Röntgenbild mehr oder weniger rundliche bzw. kugelige Erweiterung des Pulpakammerhohlraumes bzw. des Kanalhohlraumes gekennzeichnet. Eine den resorbierenden Geweben standhaltende Dentinschicht (PRRS, Pericanalar Resorption Resistance Sheet), wie bei der externen, zervikalen Resorption gibt es nicht.

In vorliegendem Fall wurde die zunächst noch vitale Pulpa (reproduzierbarer elektrischer Sensibilitätstest) zwischen Beratungs- und Behandlungstermin fast vollständig nekrotisch.

Der 32-jährige Patient erlitt im Alter von 7-8 Jahren eine Kronenfraktur der Zähne 21 und 11, die zunächst durch Reaatchment der Zahnfragmente behandelt worden war. Im Laufe der Jahre kam es immer wieder zum Verlust des einen oder anderen Fragmentes, welche bis auf einen Verlust vor 1,5 Jahren, immer wiederbefestigt wurden.

Seit der letzten Teilfraktur verblieb das Dentin an 11 freiliegend. Der Zahn reagierte positiv auf Kältereiz. In den letzten 3 Monaten empfand der Patient den Zahn immer wieder als etwas präsenter, als den Nachbarzahn.

Das Einzelbild zeigt die für eine interne Resorption typische Erweiterung des Kanalhohlraumes. Der elektrische Sensibilitätstest verlief reproduzierbar positiv, sodass ich etwas überrascht war, als am Tag der Behandlung, 4 Wochen später, in der Trepanationsöffnung kein vitales Gewebe erschien. Die chemo-mechanische Aufbereitung erfolgte mittels NaOCl und Eddy/XP Finisher im Bereich der Lakunen und mittels rotierender NiTi-Instrumente im apikalen Kanalanteil. Dieser enthielt – an der geringen Blutung deutlich zu erkennen – noch Reste vaskularisierten Gewebes.

Aus dem alio loco angefertigten DVT der Region 11 war zu entnehmen, dass es am Übergang vom mittleren zum unteren Wurzeldrittel einen weiten, nach labial mündenden Seitenkanal gab.

Eine apikale Aufhellung fehlte.

Die Herausforderung bestand nunmehr darin den apikalen Kanalanteil klassisch in Warmfülltechnik (Schilder) zu obturieren und anschliessend die Resorptionslakunen homogen zu füllen. Leicht, wenn die Zugangsöffnung weiter ist als der zu füllende Kanalanteil. Schwierig, wenn die Resorptionslakunen nicht visualisiert werden können.

Daher wurde nach Bestätigung der Arbeitslänge die zuvor einprobierte Wurzelfüllstange so gekürzt, dass sie etwas kürzer war, als die Position des nach labial mündenden Seitenkanals. Die Streckenlängen konnten anhand des DVT bestimmt werden.

Nunmehr wurde das kurze Masterpointstück – hier ca. 6 mm lang – auf einen durch Umbiegen verlängerten Microopener aufgesetzt/aufgespießt und dann unter direkter Sicht, mit Sealer eingestrichen, in den apikal befindlichen Originalkanal eingebracht und nach Erwärmung adaptiert. Arbeitslänge hier 22 Millimeter.

Wichtig war, dass noch keine Guttapercha in den Seitenkanal eingedrückt wurde, da dieser im nächsten Schritt mittels erwärmter Guttapercha aus dem Extruder gefüllt werden sollte

. Dazu ist ein gewisser Stempeldruck erforderlich, der wiederum ausreichend plastifizierte Guttapercha erfordert.

Nach der radiologischen Kontrolle des Downpacks (blasenfreie Obturation apikal) konnte die Obturation homogen und wandständig durchgeführt werden.

 

Tag des Frontzahnes – Recall Fall I – 6 Jahre post op

Fast sechs Jahre ist es her, dass wir diesen Fall behandelt und im Anschluss hier darüber berichtet haben…

gestern war der Patient zur Nachkontrolle erneut bei uns.

Es sieht so aus, als wären die damaligen heldenhaften Bemühungen von Erfolg gekrönt worden…

SO macht Recall Spaß

:-)

und wieder ein Fall aus der Reihe Pick, pick

Die Röntgenbilder spiegeln nicht wirklich den Zeitaufwand, den Instrumentenaufwand und die Ausdauer von Patient, Assistenz (!) und Behandler wieder.
An dieser Stelle ein ganz großes DANKE an unsere Mitarbeiterinnen, welche uns ermöglichen konzentriert diese Fälle anzugehen. Ohne diese Unterstützung wären wir nicht erfolgreich.

In diesem Fall waren es  2 Stunden Handarbeit, ohne maschinelle Unterstützung.
Die Blockierungen ließen sich durch das bereits beschriebene Pick, Pick lösen.
Bei diesem Patienten haben wir wechselnd, beginnend mit Profile 15.04 nach vorheriger Handinstumentierung Pilotfeilen #08, #10, die Flexmaster 15.04 ein gesetzt. Immer einen Hauch kürzer als die Profile. Die Profile immer ca. 0,5- 1mm kürzen als die #10 Pilotfeile und keine „Drehen“ der Handinstrumente in Schneidrichtung!
Die Flexmaster soll uns ermöglichen die Profile mehr auf der Spitze zu belasten, als auf der gesamten Schneidfläche um Instrumentenfrakturen zu verhindern.

Hier die Bilder zum Fall.

Geschichten aus dem Endozän 20210727 „Ich hasse Zahnärzte“

„Ich hasse Zahnärzte!“.

Die Behandlung hat noch nicht begonnen, da gibt der Patient lauthals besagtes Statement ab und – um es vorwegzunehmen – er wird diesen Satz im Laufe der nächsten Stunde noch mehrmals genau so wiederholen.

Willkommen im Notdienst.
Es ist Sonntag, der Tag des EM Fussball- Finales und der Patient war am Donnerstag schon mal beim Zahnarzt. Gegen seine Schmerzen wurde ein Antibiotikum verordnet. 3 Tage später sind die Schmerzen geblieben und nur noch stärker geworden. Eine entsprechende Untersuchung – unbezahlt wie fast alles im Notdienst was wir tun – ergibt den vor Jahren bereits (suboptimal) wurzelkanalbehandelten Zahn 26 als Schmerzauslöser.

Was tun?

Den Zahn extrahieren ?
Obwohl dieser erhaltungswürdig und erhaltungsfähig ist ?
Eine Pseudo-Therapie (Schmerzmittel, Antibiotikum, Trepanation, Inzision) durchführen in der Hoffnung, dass uns der Patient bis Montag morgen 8 Uhr nicht mehr belästigt ?

Ein verlockender Gedanke im Hinblick darauf, dass mittlerweile der „ich hasse Zahnärzte“ – Satz schon zum 4. oder 5. Mal gefallen ist. Und unsere KZV eine endodontische Maßnahme unsererseits nicht bezahlt, nicht im Erfolgsfalle und gewiss nicht im Falle der Extraktion durch den Nachbehandler.

Wir wagen uns an die Endo.
Anästhesie, danach Schmerzfreiheit.
Revision der vorhandenen WF (leichter als dem Röntgenbild nach erwartet), Darstellung des bislang nicht behandelten 4 . Kanals. Desinfektion und Medikamentöse Einlage. Verschluss der Zugangskavität mit Glasionomerzement.

„Ich hasse Zahnärzte!“. Sagt der Patient, sobald wir die Behandlung beendet haben.

Ich habe die ganze Zeit geschwiegen, aber jetzt kann ich meinen Mund nicht mehr halten.

„Ich weiss nicht , ob es eine zielführende Strategie ist, den Personen, von denen Sie sich Hilfe versprechen, so einen Satz permanent an den Kopf zu werfen?“ Und muss lächeln dabei, denn die Situation entbehrt nicht einer gewissen grotesken Komik.

Eine Kontrolle am nächsten Tag ergibt Schmerzfreiheit, der Patient konnte sehr gut schlafen.

„Ich hasse Zahnärzte!“
Wieder fällt dieser Satz.

Innerlich zucke ich mit den Schultern.
Stelle einen Arztbrief aus und verweise den Patienten zur Weiterbehandlung an den Hauszahnarzt, der schon die suboptimale Primärbehandlung durchgeführt hat.

Ob der Hauszahnarzt es diesmal besser machen wird?
Ob der Hauszahnarzt diesmal den gewiss nicht banalen 4. Kanal adäquat behandeln wird ?

Präendodontischer Aufbau

Ich bin schon lange zahnärztlich tätig. Mehr als 30 Jahre lange betreibe ich dieses Metier.

Da liegt es auf der Hand, dass es bei einem halbwegs ausgeprägten Drang nach Wissen nur noch selten vorkommt, dass ich in einem Vortrag etwas sehe, was ich am Tag darauf mit meinen „Bordmitteln“ 1:1 umsetzen kann.

Und daher möchte ich meine Begeisterung für eine Technik kundtun, die Johannes Cujé bei der „DGET am Feierabend“ vergangenen Mittwoch vorgestellt hat.

Über die Vor- und Nachteile verschiedener Teilmatritzensysteme kann man lange und ausführlich diskutieren. Matritzenstärke, Wölbung, zugehörige Spannringe und Keile. Die Möglichkeiten sind Legion.

Bei tiefen Approximaldefekten setze ich seit jeher ein zweizeitiges Vorgehen ein.

Nach Isolierung mittels Kofferdam (die Gummistegbreite muss größer als der Approximalraum sein) lege ich die Defektränder mittels Retraktionsfaden (1.) und Teflonband (2.) frei. Nach Anfrischen der Oberfläche wird der tiefste Kavitätenteil mit einem Low Flow Komposit freihändig in mehreren Schichten so aufgebaut, dass ein Segmentmatritzenband platziert werden kann.

Und hier setzt der Tipp von Johannes Cujé ein.

Da es selten so ist, dass der Freihandaufbau die Wölbung der Segmentmatritze wiedergibt, liegt diese zwar apikal an, lässt aber einen kleinen schlitzförmigen Hohlraum nach koronal entstehen.

Dieser Umstand resultiert in einem Füllungsunterschuss und einer Unterbrechung der gewölbten Kontur. Umgangen wird diese Problem indem man zunächst eine kleine Menge eines Flow-Komposites in diesen kleinen Spalt einlaufe lässt und dieses dann mit einer kleinen Menge stopfbarem Komposit nach apikal drückt. Das Resultat:

Eine apikal perfekt abschliessende und dreidimensional gewölbte Füllung zu deren Finalisierung nur noch ein einseitig belegter feiner Polierstreifen benötigt wird.

Danke, Johannes!

Die endodontische Behandlung konnte anschliessend in gleicher Sitzung durchgeführt werden. Dabei wurde für den Aufbau mit Anästhesie, Ekr, Versäubern, Füllung und Fotodokumentation knapp 60 Minuten benötigt. Die Aufbereitung, Desinfektion und Obturation der 4 Kanalsysteme benötigte weitere 80 Minuten.

Und als Sahnehäubchen gab es zum Abschluss einen zwischen MB1 und MB2 gelegenen gefüllten Seitenkanal dazu.

Krümmung Zahn 48

Kürzlich wurde uns eine Patientin überwiesen, deren Zahn 48 erhebliche Wurzelkrümmungen aufwies.

Ich möchte diesen Beitrag nutzen um unser Vorgehen in solch einem Fall vorzustellen. Gleichzeitig bin ich an Ihrem Management dieser Kurvaturen interessiert…

Hier also unser Vorgehen in diesem Fall. :

  • Überprüfung der primären (und ggf. sekundären) Zugangskavität
  • RECIPROC blue 25 bis ins mittlere Kanaldrittel
  • Endometrische Bestimmten der Arbeitslänge mittels 006 C-Pilot Instrument
  • Erzielung der Patency mit 010-Instrument
  • Ab hier Einsatz von primär reziprok angetriebenen Instrumenten
  • R Pilot (12.5)
  • Gold Glider (15.2) (-alternativ R-Glider)
  • TrueNatomy Glider (17.2) (da keine reziproke Alternative)
  • Protaper Gold S1 (18.2) (da keine reziproke Alternative)
  • TrueNatomy small (20.4) da keine reziproke Alternative)
  • Wave One small (20.7)
  • R Motion 25 (25.6)
  • Ggf. noch Wave One 25 oder RECIPROC Blue 25 zur Vergrößerung des apikalen Tapers

Nach jedem Instrument wird ferner immer die Gängigkeit verifiziert und ausgiebig schallaktiviert (EDDY) gespült.

Wie lautet Ihr präferiertes Vorgehen in einem solchen Fall?

Nutzen Sie die Kommentarfunktion.

Hier noch einige Röntgenaufnahmen der Behandlung.

Reparative endodontische Therapie -Recall nach 48 Monaten

Heute wieder ein Recall nach durchgeführter reparativer endodontischer Therapie.

Zur Vorgeschichte:

Im Frühling 2017 haben wir den damals achtjährigen Justin behandelt.

Der Junge hatte Anfang des Jahres ein Frontzahntrauma in Form einer komplizierten Kronenfraktur erlitten.

Damals wurde von der Hauszahnärztin eine direkte Überkappung mit nachfolgendem Kompositaufbau durchgeführt.

Gut drei Monate später manifestierte sich eine Pulpanekrose bei nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum.

Hier unsere Abschlußaufnahme nach zweizeitiger Therapie:

Die sehr kürzlich durchgeführte Vierjahreskontrolle der Hauszahnärztin stellt sich mehr als erfreulich dar…

Wurzelfrakturen

Traumatische Zahnverletzungen führen häufig zu Problemen in der Ersttherapie. Es ist sicher ein Gebiet, in dem Routine kaum durch die Häufigkeit der Fälle erreicht wird.
Aber es gibt verlässliche Hilfe.

Per App -> Accindent für Android und Apple.
Eine einfach geniale Hilfe.

In diesem heute vorgestellten Fall war die Erstversorgung nicht fachgerecht und führte zu nicht unerheblichen Schmerzsensationen bei der verunfallten Patientin.

Als Bildergeschichte habe ich versucht den Fall vor zu stellen.
Wir haben die Zähne 13-23 zwei mal geschient, da durch die ungünstigen Frakturverläufe eine Verlängerung des Schienungszeitraumes notwendig erschien. Nach 4 Wochen haben wir die Schienung abgenommen kontrolliert und insgesamt 12 Wochen belassen. Als posttherapeutische Komplikationen mussten die Zähne 21,11 endodontisch therapiert werden.
Der Verlauf dieses Falles wurde von mir über 2 Jahre zusammengestellt.
Weitere Recalls werden, wenn erfolgt eingestellt.

 

Aktionsangebot Komet Endodontische Handinstrumente

Endodontische Handinstrumente kommen bei uns von VDW. Und von Maillefer.
Seit 31 Jahren arbeite ich damit.
Und sehe keinen Grund zu wechseln.

Moment.
Und sah keinen Grund zu wechseln bislang. Denn leider – ob durch Corona verursacht oder nicht – sind seit einigen Monaten schon die von uns verwendeten C Plus- und C Pilot – Feilen des öfteren nicht lieferbar. Ein für eine endodontische Praxis unzumutbarer Zustand. Als es auch nicht mehr half, besagte Feilen in größeren Mengen einzulagern, habe ich notgedrungen auf Komet- Endo-Handinstrumente zurückgegriffen. Die, so fair muss man sein, zum gleichen Preis bzw. vernachlässigbar etwas günstiger in vielen Fällen den Job genauso erfüllen wie die oben genannten Platzhirsche.

Als nun wieder mal ein Lieferdefizit sich ankündigte, habe ich erneut bei Komet bestellt. Und bei dieser Gelegenheit erfahren, das es im Moment ein Aktionsangebot gibt – 20 für 10. 10 Päckchen bestellen, 20 Päckchen werden zum gleichen Preis geliefert. Ist ein wenig marketingtechnisch geschönt, weil man vom Listenpreis ausgeht, der im Markt immer schon unterboten wurde, aber immerhin 1 Euro 8 Cent netto pro Instrument ist 50 Cent günstiger als bei den C Pilot-Instrumenten aufgerufen wird.

Das hat mich dann doch neugierig gemacht.
Und ich habe bei AERA ONLINE mal geschaut, was der Markt so hergibt.

ISO 10 K Feilen für 43 Cent das Stück.
Okay, noch mal ne Ansage, allerdings ungeblistert, das heisst, die Instrumente müssen vor Anwendung sterilisiert werden. Das macht für uns keinen Sinn. Sorry, China.

Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.

Entscheidungshilfe DVT 2


von Jörg Schröder

Dass Zahn 46 eine Vertikalfraktur der mesialen Wurzel aufweist, liegt bei der Betrachtung des also loco angefertigten Einzelbildes auf der Hand:

Schüsselförmiger Knocheneinbruch mesial, keine apikale Aufhellung und klinisch  bukkal über der mesialen Wurzel eine isolierte Sondierungstiefe von 7 mm.

Rätselhaft dagegen der Röntgenbefund an 47. Die Vollkeramikkrone verhindert den verlässlichen Sensibilitätstest. Eine Probetrepanation verbietet sich hier. Keine erhöhten Sondierungstiefen. Keinerlei Symptome oder Beschwerden.

Das DVT zeigt, dass die metalldichte schraubenartige Struktur bukkal und mesial des 47 liegt.

Auf Nachfrage erinnerte sich die Patientin zwar nicht an einen kieferchirurgischen Eingriff, wohl aber an den Umstand, dass bei der vor einigen Jahren abgeschlossenen kieferorthopädischen Behandlung eine Mini-Implantat eingesetzt worden war.

Eine Indikation zur endodontischen Behandlung besteht damit nicht. Wenngleich die semikolonartige Kanalanordnung eine spannende Aufgabe gewesen wäre.

Zahn 46 ist nicht erhaltungsfähig und wird  entfernt werden.

Z.n. Frontzahntrauma (2)

An dieser Stelle berichteten wir erstmals über den Fall.

Das Ausmaß der Alveolarfortsatzfraktur war minimal. Eine Verletzung des Wurzelzements ist trotzdem möglich und damit verbunden das Auftreten einer Resorption. Allerdings sind die Ausmaße der Zementverletzungen wahrscheinlich ebenso gering und ein traumatisch bedingte Infektion ist eher unwahrscheinlich. Die Remission sehen wir als durchaus möglichen Verlauf.

Einer bakteriellen, bzw. durch Endotoxine bedingten Ursache haben wir durch die antiresorptive endodontische Behandlung entgegengewirkt.
(Endotoxine können vom Endodont durch die Dentintubuli zur Wurzeloberfläche und somit in das Parodont gelangen.)
Das Risiko der nicht zeitnah durchgeführten endodontischen Behandlung schätzen wir als ungünstig ein. Das ist für uns der kritischste Punkt in der erfolgten Therapie.
Die rigide Schienung in der Erstversorgung war nur kurzzeitig und wurde durch ein TTS Traumasplint ersetzt, so daß wir dies als deutlich besser als gar nichts getan einschätzen.

Wenn wir den ZEPAG Score* nach Filippi zum Unfalltag bemühen, dann sieht die Prognose langfristig nicht so gut aus.

Zahnsubstanz 5
Endodnt 5
Parodont 3
Alv.-Kn. 2
Gingiva 5
Werte 2x(5+5+3+5)
Score 26

Wir präferieren eine zurückhaltende Therapie, also „aggresives Abwarten“ und kontrollieren.

Wir haben uns für eine weitere Kontrolle in 6 Monaten mit 2- und ggf. 3dimensionaller Röntgendiagnostik entschieden, sowie Sensibilitätstest der Nachbarzähne.

Wir werden demnächst weiter berichten.

*Endodontie 01/2007, SEITEN: 9-25, Berthold, Christine, Diagnostik und Dokumentation nach dentalem Trauma

 

 

 

Reparative endodontische Therapie -Recall nach 18 Monaten

Der heute achtjährige Jakob erlitt im Mai 2019 ein Frontzahntrauma in Form einer unkomplizierten Kronenfraktur an Zahn 21.

Alio loco angefertigtes Röntgenbild nach Trauma mit unkomplizierter Kronenfraktur

Knapp sechs Monate später bildete sich eine vestibuläre Fistel aus. Aufgrund des nicht abgeschlossenen Wurzelwachstums wurde uns der Junge zur Weiterbehandlung überwiesen.

Alio loco angefertigtes Röntgenbild nach Trauma mit unkomplizierter Kronenfraktur und jetzt vorhandener vestibulärer Fistel

Die Therapie erfolgte nach dem bekannten Protokoll und konnte im Januar 2020 abgeschlossen werden.

Post op nach reparativer endodontischer Therapie

Diese Woche stellte sich Jakob in Begleitung seines Vaters zur Nachkontrolle wieder vor.

Es sieht aus, als würde die reparative endodontische Therapie den erhofften Erfolg zeigen…

18 Monate nach reparativer endodontischer Therapie
Prä-op vs. 18 Monate post-op

Z.n. Frontzahntrauma (1)

Der Patient wurde beim Fussballspielen verletzt. Der Ellenbogen eines MItspielers traf seinen Zahn 11. Der Frontzahn stand danach etwas palatinal. Der Patient hat ihn selbst reponiert.
( Siehe Traumaprotokoll in den Bildern. )

Die Erstvorstellung und Behandlung erfolgte in einer Universitätsklinik. Danach wurde der Patient  an den HZA verwiesen.
Mit dem Arztbrief stellt er sich bei uns vor.

Die Sensibilität war negativ, Lockerungsgrad war nicht bestimmbar, da rigide geschient. Die Sondierungstiefen waren nicht pathologisch erhöht. Der Zahn war nicht schmerzhaft auf Perkussion.

Die Diagnose: Wurzelkfraktur war für uns nicht nachvollziehbar. Weder im angefertigten Röntgenbild noch im DVT war diese erkennbar. Der  Röntgenbildausdruck aus der Klinik war unbrauchbar. Das Original konnte uns nie zugesendet werden, da es nicht mehr auffindbar war.

Unsere Diagnose lautet: Alveolarfortsatzfraktur mit Verdacht auf Z.n. lateraler Dislokation
Wir rieten dem Patienten zur sofortigen Wurzelkanalbehandlung um ein mögliches resorptives Geschehen auf Grund der bei diesen Frakturen begleitenden Wurzelzementverletzung zu vermeiden, bzw. zeitnah entgegen zu wirken.
Der Patient bat um Bedenkzeit.
Im Juni stellte er sich wieder vor. Es war keine Sensibilität am Zahn 11 auf Kalt oder elektronsicher Prüfung erkennbar. Keine erhöhten Lockerungsgrade und kein veränderter Klopfschall. Erneut rieten wir zur Behandlung.
Nach einer Ledermixeinlage als antiresorptive Therapie erfolgte der apikale Verschluß mit MTA. Das apikale Foramen erschien klinisch stark vergrößert.

Im Laufe der weiteren Recalls bis zum Januar 2021 zeigte sich die Manifestation der apikalen Resorption. Der Zahn war ansonsten symptomlos. Keine Lockerungsgrade erkennbar und keine Klopfschallveränderung.
Was wäre nun Ihre Entscheidung zur weiteren Therapie?

Ein paar OK- Frontzähne (II)

Dieser Fall ist nun wirklich einfach.
Zahn 21.
WF- Revision.

Nicht der erste Zahn bei dieser heute 56 jährigen Patientin, den wir im September 2016 behandelten. Und die Patientin kontaktierte den Hauszahnarzt nicht mehr, sondern meldete sich direkt bei uns.
Schön.


Wir revidierten also die WF am Zahn 21 mit seiner apikalen und lateralen Aufhellung. Vorhandene Stufen, massiv Pus nach Kanalpenetration über die gesamte Länge. Nach der Wurzelfüllung zeigte sich die Füllung des vermuteten Seitenkanals. Das war im Oktober 2015.

Zustand nach Insertion Glasfaserstift

Ein Erfolg des im August in die Praxis integrierten Morita AdvErL Evo Lasers ?
Könnte man vermuten!

Wir wollen den Laser nicht missen.
Setzen ihn intensiv in jeder Behandlung ein. Nunmehr fast 6 Jahre.

Allerdings – die insgeheim erhoffte inflationär erdrutschartige „Mehr“ an Seitenkanälen kann ich nach nunmehr fast 6 Jahren des täglichen Einsatzes nicht verifizieren. Ein wenig mehr. Ja. Exorbitante Steigerungen im Sinne von jeder Zahn und multiple PoE gefüllt a la Cliff Ruddle ? Nein.

Im September 2016 bei der Nachkontrolle von Zahn 21 bat die Patientin dann um WF- Revision an Zahn 22, sie hätte ein ungutes Gefühl bei dem Zahn. Das Übliche. Kein Schmerz, eher ein dumpfes Druckgefühl. Und der typische Druckschmerz bei Palpation der Nasiolabialfalte.

Gesagt, getan.

Zahn 22 post WF – Knochendefekte an Zahn 21 apikal und lateral vollständig ausgeheilt

Letzte Woche stellte sich die Patientin zur Kontrolle 70 bzw. 58 Monate post WF dar.
Die apikalen und lateralen Knochendefekte an Zahn 11 sind vollständig ausgeheilt, auch Zahn 22 ist klinisch wie im Zahnfilm in Ordnung.

Nachkontrolle fast 6 Jahre post WF

Wir gehen davon aus, das diese Zähne noch lange erhalten bleiben und fragen uns:
„Warum nicht gleich so ?“

Entscheidungshilfe DVT 1

von Jörg Schröder

Was würden wir nur ohne DVT machen?

Manchmal an der falschen Stelle nichts. Oder an der falschen Stelle zuviel.

Hier war die Frage des überweisenden Kollegen, wie die Situation an Zahn 25 einzuschätzen ist. Klinisch waren sowohl der eindeutig apikal aufgehellte Zahn 15 als auch der 25 vollkommen beschwerde- und symptomfrei.

Das OPG zeigt eine scharf abgegrenzte rundliche Struktur apikal des 25, die auf den ersten Blick als Aufhellung durchgehen könnte. Aufgrund der prothetischen Versorgung war ein elektrischer Sensibilitätstest nicht möglich.

Zwei Dinge sprachen gegen ein endodontisches Problem:

  1. Die „Aufhellung“ lag nicht mittenzentriert um das Foramen des 25. 
  2. Denkt man sich die röntgendichte feine rundliche Struktur weg, ist die periapikale Region genauso röntgendicht, wie die Umgebung.

Das DVT zeigt einen deutlich erkennbaren Parodontalspalt um den Apex des 25. Und die radiopake feine Linie?

Ist eine knöcherne Struktur, die offensichtlich ein Ergebnis der augmentativen Massnahmen in Regio 26 darstellt. Im achsialen Schnitt schön als kleine knöcherne Struktur bukkal des 25 zu erkennen.

Und beim 15 weist das DVT auf die tiefe Aufgabeln im unteren Wurzeldrittel des 15 hin.

 

Ein paar OK- Frontzähne (I)

Wenn man Kollegen fragt, welches die am einfachsten endodontisch zu behandelnden Zähne sind, dann wird das Votum mit überwältigender Mehrheit für Oberkieferschneidezähne ausfallen. Da bin ich sicher.

Hier eine Auswahl an Oberkieferfrontzähnen der letzten beiden Tage.
Ein buntes Sammelsurium. Und man fragt sich.

Was haben diese Zähne ?
Einfache oder schwierige Behandlung ?

Wo lauern Fallstricke ?


Mehr dazu diesen Freitag am Dienstag.

Bis dahin viel Spass beim Mutmaßen.

Das war am Montag.

Am Dienstag und Mittwoch sind dann noch mal ein paar Frontzähne dazugekommen.

Fassen wir zusammen.

Alles einfache Zähne.
Die einfachsten der einfachen.

Was die Frage impliziert: Warum überhaupt kommen diese Patienten in unsere Praxis ?

LED am ProErgo (II)

Vor circa sechs Wochen habe ich von unserer Licht-Umrüstung am Mikroskop berichtet.

Nach diesem Zeitraum fällt unserer erstes Fazit mehr als positiv aus. Ein wenig schwingt sogar der Gedanke mit…:

„Warum haben wir das nicht schon viiiel früher gemacht“…

Wir geniessen die „Stille“ durch den wegfallenden Geräuschpegel der Lüftung.

Außerdem stellt sich die Ausleuchtung als subjektiv viiiel besser da. Insbesondere in tieferen Arealen.

Daher meine uneingeschränkte Empfehlung für diese Investion.

Do it!

Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.

Kurz berichtet – Recall Pick (1)

Der Patient wurde uns wieder überwiesen. (Pick,Pick (1)) und (Pick, Pick (2))

Diese Situation nutzen wir um mögliche Recalls mit durchzuführen.
Deshalb möchte ich Ihnen das Recallbild eines vorgestellten Falls gern zeigen.

Der Zahn 27 ist schmerz- und symptomfrei.

 

 

Geschichten aus dem Endozän 20210629 Ich bin schon 4 mal geröntgt wurden an dem Zahn in der letzten Zeit!!! Muss das wirklich noch mal sein ????

Ich bin schon 4 mal geröngt wurden an dem Zahn in der letzten Zeit!!!
Muss das wirklich noch mal sein ????

Fragt die Ende zwanzig jährige Patientin. Die zur Beratung/endodontischen Weiterbehandlung von Zahn 27 an uns überwiesen wurde. „Wie alt ist denn die letzte Aufnahme ?“, frage ich.

„14 Tage“.

Also brandneu.
„Müsste ja eigentlich zur Besprechung ausreichen oder ?“
Denke ich.

Und betrachte die Aufnahmen, die uns zur Verfügung gestellt wurden.

Ich habe dann einen Zahnfilm von Zahn 27 erstellt.


Er zeigt natürlich exemplarisch die Notwendigkeit , schon allein aus juristischen Gründen auf eine solche Aufnahme nicht zu verzichten, sofern im Wurzelkanal gearbeitet wurde.

Die Aufnahme gelang im Übrigen vollkommen problemlos, weshalb die Frage nach der Notwendigkeit multipler Zahnfilme in diesem Falle sicherlich seine Berechtigung hat, wir aber der falsche Ansprechpartner sind in der Sache im vorliegenden Fall.

Also – die Aufnahme VOR Behandlungsbeginn ist OBLIGAT. Und hier die Argumentationskette (gilt im Übrigen auch für schlechte DVT´s) : Warum sollte ich auf eine GUTE und aussagekräftige Aufnahme verzichten und damit meine Arbeit kompromittieren, nur weil vorher SCHLECHTE nicht aussagekräftige Aufnahmen gemacht wurden

Dens invaginatus als Traumspätfolge

von Jörg Schröder

Das präoperative Röntgenbild und die klinische Inspektion ließen sofort an eine Invagination als Ursache für die ausgedehnte periapikale Lyse bei diesem – zu Behandlungsbeginn 13-jährigen – Patienten denken.

Die Eltern gaben an, dass es im Alter von 2 Jahren zu einer fast vollständigen Intrusion des entsprechenden Milchzahnes gekommen war. Dabei ist offensichtlich der Zahnkeim des 22 beschädigt worden.

Die klinische Krone des 22 ist nur zu etwa einem Drittel vorhanden. Die vermutliche Eintrittspforte der Bakterien ist eine in mesio-distaler Richtung verlaufende Fissur, die distal unter Zahnfleischniveau endet.

Aufgrund einer aktiven Fistelung erfolgte die Behandlung zweizeitig. Nach initialer Aufbereitung und intensiver Irrigation wurde CaOH2 eingelegt und der Zahn 14 Tage später obstruiert. Die kleine Hürde des weiten Foramens in Verbindung mit der apikalen Krümmung bei Vorliegen eines periapikalen Hohlraumes wurde mit der hier schon mehrfach beschriebenen Technik genommen. Längenbestimmung endometrisch, Verifizierung mit größenkongruenter steriler Papierspitze, Platzierung des Kollagenen Widerlagers, Überprüfung desselben mit einer neuen, größenkongruenten sterilen Papierspitze, inkrementelles Einbringen des MTA.

Erfreulich das Recall 7 Monate nach Obturation.

Nun muss der Zahn kieferorthopädisch nach labial bewegt werden, um anschliessend prothetisch versorgt werden zu können.

 

Komplexer Frontzahn


von Jörg Schröder

Im nachfolgenden Fall habe ich aus meiner Sicht alle Technik genutzt, die mir zur Verfügung stand.

Warum? Weil ich sicher sein wollte, dass zumindest der technische Teil der Behandlung so gut, wie nur irgendwie möglich abläuft. 

Die 36-jährige Patientin hatte vor vielen Jahren ein Frontzahntrauma erlitten in dessen Verlauf es zu einer Kronenteilfraktur ohne Pulpabeteiligung, jedoch mit Dentinfreilegung am 21 und zu einer Kronenfraktur mit Pulpaeröffnung am 11 gekommen war.

Während Zahn 11 endodontisch behandelt und mit einem gegossenen Stiftaufbau nebst Metallkeramikkrone versehen wurde, blieb Zahn 21 unversorgt.

11 entwickelte vor kurzem eine Wurzellängsfraktur mit Aussprengung eines palatinalen Wurzelanteils, sodass die behandelnde Implantologin (sic!) nach klinischer und radiologischer Befundung die Patientin zur Klärung des möglichen Zahnerhaltes des 21 an uns überwiesen hatte.

Bereits das Einzelbild lässt die zu nehmenden Hürden erahnen:

Die klinische Krone ist vollständig obliteriert. Es folgt ein resorptionsbedingt unregelmässig nach beiden Seiten erweiterter Kanalquerschnitt.

Das DVT zeigt, dass es in Folge der Resorption zu einer labialen Aussackung des Wurzelkanals gekommen war. Im apikalen Viertel der Wurzel war im DVT kein Kanalquerschnitt zu erkennen.

Da sowohl Obliterationen als auch interne Resorption einer vitalen Pulpa bedürfen, birgt der unterlassene Versuch den apikalen Anteil aufzubereiten das Risiko, dass die interne Resorption zu einem Zeitpunkt nach prothetischen Neuversorgung weiter voran schreiten könnte.

Insofern sollte versucht werden, auch den apikalen Wurzelanteil endodontisch zu behandeln.

Um den koronalen Defekt so klein wie möglich zu halten und gleichzeitig jedoch die Option zu sichern, den apikalen Kanalanteil vorhersagbar adressieren zu können, habe ich mich für eine schablonengeführte Aufbereitung entschieden. So konnte sowohl die koronale Obliteration achsengerecht überwunden, als auch der apikale Anteil sicher aufbereitet werden.

 

Nachdem die Schablone – hier eine weitere von Jürgen Mehrhof vorgeschlagene Modifikation mit Querverstrebung – ohne Kofferdam und vor der Anästhesie  einprobiert worden war, erfolgte die Isolierung mit Kofferdam von 16 nach 26.

Nachdem der ordnungsgemässe Sitz auch mit Kofferdam erzielt wurde – die Schablone musste palatinal ein wenig eingekürzt werden – konnte der Resorptionsanteil in sehr kurzer Zeit erreicht werden.

Nach Erweiterung der Zugangskavität wurde anschliessend das vitale Gewebe mit Hilfe des XP-Finishers und mittels  schall- und ultraschallunterstützter Spülung entfernt.

Nunmehr war es möglich die apikale Aussackung zu visualisieren. Ein Originalkanalverlauf war nicht zu erkennen. Das änderte sich nach dem Einsatz des ErYAG-Lasers. Unmittelbar nach der laserunterstützten Spülung zeigte sich etwas distal der Aussackung ein kleiner Blutungspunkt, in den eine Handfeile ISO 008 unter direkter Sicht eingeführt und unter endometrischer Kontrolle bis zum Foramen vorgeschoben werden konnte.

Nach rotierender Aufbereitung des apikalen Kanalanteiles wurde erneut schall.- und laserunterstützt irrigiert. Da sich die lateralen Aussackungen im mittleren Wurzeldrittel sowohl nach apikal (leicht zu füllen) als auch nach koronal (schwer zu füllen bei seitlichem Zugang) ausdehnten wurde das apikale Drittel in warmer vertikaler Kompakten mit AH26 und Guttapercha gefüllt. Zur Obturation der Aussackungen des mittleren Drittels wurde BC Sealer und warme Guttapercha aus dem Extruder eingesetzt.

Nun bleibt zu hoffen, dass der Zahn nicht aus mechanischen Gründen versagen wird.

 

 

 

Schraube vs. Zahn – reloaded (II)

Von Christoph Kaaden

Drei Tage, nachdem diese Patientin bei uns gewesen war entwickelte der Zahn pulpitische Schmerzen.

Daraufhin leitete der Zuweiser die endodontische Behandlung ein und bat uns anschliessend die Weiterbehandlung zu übernehmen.

Ausgangsröntgenbild nach alio loco durchgeführter Trepanation

Hier ein paar klinische Impressionen und Röntgenbilder.

Abschlussaufnahme
Präop vs. postop

Alle Beteiligten sind sehr gespannt, wie es in diesem Fall weitergeht…