Zum Jahreswechsel 2020 2021

2020 – Ein Jahr, über das nichts mehr gesagt werden muss.
Weil man es auf ein einziges Wort reduzieren kann.

Corona-Pandemie.
Und der einzige Satz, den ich noch anführen möchte, lautet: Gut, das es nun vorbei ist.

Also auf zu 2021.
Wird es besser werden?
Wir hoffen es alle.
Ich befürchte, es wird es nicht.

Denn die Versäumnisse, die Fehler, die 2020 gemacht wurden, sie werden uns ins Jahr 2021 hinein verfolgen. Ihre verheerende Wirkung erst so richtig entfalten.
Werden wir den Lauf der Welt ändern können?
Vermutlich nicht.
Ich bin zumindest skeptisch diesbezüglich.

Wenn 2020 etwas gezeigt hat, dann, daß wir nicht nur Naturgewalten hilflos ausgeliefert sind, vielmehr der Mensch – als Einzelner wie im Kollektiv einem – ich nenne es- Fatalismus des Faktischen unterliegt. Der uns im schlimmsten Fall in die Katastrophe führt. Um es überspitzt auf den Punkt zu bringen – Wer die TI widerstandslos abnickt, der wird auch der Einberufung zur Landesverteidigung nachkommen, wenn es darum gehen soll, für unser Land in den Krieg zu ziehen, sobald die Notwendigkeit dessen von Amts wegen angekündigt wird.

Zu überzogen die Betrachtung?
Mag sein. Wer allerdings bislang gemeint hat, dass alltägliche egozentrische/egoistische Entscheidungsmuster „Bleib sitzen Kind, wir haben für die U-Bahn bezahlt“ im entscheidenden Moment zugunsten heroischer Selbstaufgabe weichen würden, der hat dieses Jahr erkennen müssen, dass das Gegenteil der Fall ist.

Homo hominis lupus.
Willlkommen in 2020!

Noch schlimmer als die Erkenntnis, dass es offensichtlich keine moralischen Konstrukte mehr gibt, welche mäßigend, bremsend, korrigierend ihre Wirkung entfalten könnten, ist der Umstand, daß sich die dem postulierten Volkswohl dienenden politischen Regularien als Farce offenbaren. Noch bestehenden Stützen ausgehöhlt, untergraben, fortgeräumt werden. Die Politik und ihre Helden als Marionette der Großfinanz. Die sogenannte „Soziale Marktwirtschaft“ ein potemkinsches Dorf. Das ahnten wir immer schon, aber jetzt wird die Fassade mit grossen Planierraupen und Baggern abgerissen!

Das ist der Status Quo. Zum Jahreswechsel.
Was tun?

Das kann nur jede(r) Einzelne für sich selbst bestimmen.
Es gibt angesichts der Ohnmacht des Einzelnen und des bereits oben benannten Fatalismus des Faktischen, der Tragik, welcher das Individuums in Sinne der griechischen Antike unterliegt, keine Patentlösungen.

Trotz Allem gilt.
Die Hoffnung, den Glauben an das Gute per se nicht verlieren.

Freude in sich,
für sich
und das eigene Umfeld suchen.

Und so hoffe ich, dass auch 2021 WURZELSPITZE zur Freude im beruflichen Umfeld beiträgt. Ein wichtiger Faktor bei sicherlich nicht besser werdenden Rahmenbedingungen, unsere Profession betreffend.

Das WURZELSPITZE über das rein Fachliche hinaus zu persönlichen Begegnungen geführt hat, sich eine Reihe von ZahnärztInnen auch menschlich näher gekommen sind, sogar Freundschaften entstanden sind, lässt mich frohen Mutes in das neue Jahr voranschreiten.

In Zeiten wie diesen wichtiger, wertvoller denn je.
Daher zum Schluss noch ein paar Worte zu WURZELSPITZE . Es ist schade, das coronabedingt unsere Fortbildung „Die Drei reden über…“ nicht durchgeführt werden konnte. Wir sind angesichts des gegenwärtigen Fortbildungsangebotes mehr denn je davon überzeugt, dass es dieser Fortbildung bedarf und diese mit großer Resonanz aufgenommen werden wird. Allerdings ist es zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich, diese für 2021 zu planen und vorzubereiten. Die Rahmenbedingungen sind nicht kalkulierbar. Es vermutlich 2022 werden wird, bis an die Durchführung überhaupt zu denken ist.

Was uns sehr betrübt.
Denn wir würden gerne sofort loslegen.
Wir brennen darauf, zu sehen, welches Feedback das neue Konzept, das uns begeistert, auslösen wird.

Für unsere WURZELSPITZE Plus LIVE TALK s können wir hingegen schon vermelden, dass die Resonanz so gross und positiv ist und uns Allen das Ganze so viel Spass macht, dass wir 2021 damit regelmäßig (heisst gegenwärtig 1 mal im Monat) weitermachen wollen.

Der nächste Termin steht auch schon fest.

Es ist Mittwoch, 20.01.2020 20:00 Uhr.
Worum ging es beim letzten Mal?
Im WURZELSPITZE Plus LIVE TALK 2 haben wir gesprochen darüber, wie man die bestmögliche Bildqualität bei der Durchführung von DVT´s erhält.

Und jeder, der ein solches Gerät besitzt oder den Kauf in Erwägung zieht, hat eine Stunde lang eine Vielzahl wertvoller Tipps bekommen, die man sonst in dieser Form nirgends erfährt.
Und erst recht nicht vor dem Kauf, was vermutlich das Sinnvollste überhaupt wäre. Das kurze Zeit später bei Endonews zum Thema „Schwierigkeiten/Probleme bei der DVT Erstellung“ Anfragen eintrafen, für welche die WURZELSPITZE Plus LIVE TALK Teilnehmer nun die passenden Antworten (und viele darüber hinaus) bereits besitzen, zeigt nur, wie wertvoll dieses Medium ist.

A pro pos Emailverteiler.

Ich möchte offiziell verkünden, dass wir in 2021 hinein mit einem WURZELSPITZE – Emailverteiler starten werden.
Ebenfalls nicht frei zugänglich.
Auf den Kreis der WURZELSPITZE – Mitglieder beschränkt.

Um einen offenen Austausch Aller untereinander zu ermöglichen.
Ich bin mehr denn je der Meinung, dass dies in eine Gruppe, in der alle Mitlesenden bekannt sind, sich wesentlich besser bewerkstelligen lässt als in einer grossen anonymen Masse, deren geschriebene Inhalte Jedem zugänglich sind. Es ist nachvollziehbar, das vermutlich Jeder in einem solchen Szenario zurückhaltend agiert.

Wir wollen das Gegenteil erreichen!

Die Emailliste lautet: Wurzelspitze ZM QZ.
Die Freischaltung erfolgt Anfang 2021.
Eine Anmeldung könnte schon vorab möglich sein, wer es testen möchte, zur Anmeldeseite geht es hier.

Am 06. Januar werde ich wieder in die Praxis zurückkehren.
Dann werden wir auch die Eintragung der Mitglieder auf 2021 vornehmen. Wer also weiter an WURZELSPITZE teilnehmen möchte und es bislang noch nicht getan hat, der möge die Überweisung, seiner Teilnahmegebühr entsprechend, vornehmen.

Der Einfachheit hier noch einmal erwähnt.

Jahresbeitrag StudentInnen 24 Euro
Jahresbeitrag angestellte ZA/ZÄ 48 Euro
Jahresbeitrag Zahnärzte (m/w/d) in eigener Praxis 96 Euro
Jahresbeitrag WURZELSPITZE Plus TeilnehmerInnen 240 Euro

Die Bankverbindung:
IBAN: DE90 5609 0000 0002 0958 08
BIC: GENODE51KRE
Kontoinhaber: S Herrmann
Verwendungszweck: Jahresbeitrag 2021 WURZELSPITZE  QZ

Wer nicht mehr teilnehmen möchte, der braucht nichts zu tun.
Er wird automatisch spätestens zum 08.01.2021 aus dem Verteiler genommen.

Wer nicht rausfliegen möchte, sollte vorab überweisen.

In diesem Sinne

Bis im neuen Jahr ! Einen guten Rutsch !

Ha-Wi Herrmann





50 nicht von der Hand zu weisende, ausgesucht gute Gründe, sich auf Endodontie zu spezialisieren“ – Episode 12: „Micro Adjustments!“



Ich bin kein Freund von Anglizismen.
Zumindest, solange es deutsche Wörter gibt, die den zu beschreibenden Sachverhalt in gleicher Weise wiedergeben und es demnach nur darum geht, cooler, hipper, trendiger rüberzukommen, statt die scheinbar verstaubte Muttersprache anzuwenden. Gerne zitiere ich in diesem Zusammenhang wieder die Mutter aller Hipster- Anglizismen, Jil Sander, mit ihrem legendären Statement aus dem Jahre 1996:

„Ich habe vielleicht etwas Weltverbesserndes. Mein Leben ist eine giving-story. Ich habe verstanden, daß man contemporary sein muß, das future-Denken haben muß. Meine Idee war, die hand-tailored-Geschichte mit neuen Technologien zu verbinden. Und für den Erfolg war mein coordinated concept entscheidend, die Idee, daß man viele Teile einer collection miteinander combinen kann. Aber die audience hat das alles von Anfang an auch supported. Der problembewußte Mensch von heute kann diese Sachen, diese refined Qualitäten mit spirit eben auch appreciaten. Allerdings geht unser voice auch auf bestimmte Zielgruppen. Wer Ladyisches will, searcht nicht bei Jil Sander. Man muß Sinn haben für das effortless, das magic meines Stils.”

Ich habe daher lange überlegt, wie ich den Begriff „micro adjustments“ in deutscher Sprache wiedergebe.
Und bin letztendlich bei „Detailverbesserungen“ hängengeblieben.
Aber so ganz trifft es das nicht.
Jil würde sagen, der spirit kommt nicht authentic rüber, die Beschreibung ist nicht edgy genug.

Daher dann doch „micro adjustments“

Was meine ich damit?

Ich versuche den Sachverhalt an einem konkreten Beispiel zu erläutern.
Haben Sie sich schon mal in ihrer Praxis Gedanken gemacht darüber, wie Ihnen die Guttaperchaspitzen im Rahmen der Wurzelkanalbehandlung angereicht werden ?

???
Ich spüre schon ihre Einwände.
Wie jetzt?
Was bitte ist an der Übergabe von Guttaperchaspitzen auch nur einen Gedanken wert ?
Und welche Möglichkeiten soll es geben, Guttaperchaspitzen anzureichen, die es wert wären, sich darüber Gedanken zu machen ?

Weiter geht es hier.

Es stand heute in der Zeitung…

29.12.2020

Es stand heute in der lokalen Tageszeitung.

Einfach hinfahren. DRK wiederholt seine Testaktion auf der Bad Kreuznacher Pfingstwiese

So die fettgedruckte Überschrift des Artikels.

Und weiterhin.

Nach dem grossen Erolg des zweitägigen Corona – Schnelltestaktion mit über 700 Teilnehmern wird die Aktion wiederholt.

Wir sind von der positiven Resonanz unseres Testangebotes begeistert. Die Menschen waren alle sehr geduldig, diszipliniert und froh über die einfache Testmöglichkeit. Die als Drive In Konzept angelegte Station war vom DRK kurzfristig organisiert worden, um Menschen vor dem Besuch von Familienmitgliedern oder Freunden an Weihnachten auf eine Covid 19-Infektion zu testen.

Unter den rund 700 Tests war auch eine kleine einstellige Anzahl positiver Testes.

Allein dafür, das wir in diesen Fällen Ansteckungen im Familien -oder Freundeskreis verhindern konnten, hat sich die Organisation gelohnt, findet der DRK-Geschäftsführer.

Daher bietet man vor Silvester nun eine Neuauflage an. Der zertifizierte Antigentest werde erneut zum Selbstkostenpreis von 40 Euro angeboten und die Abstriche wieder von geschultem DRK- Personal vorgenommen.

Soweit die Meldung.

Und ich denke dabei an das Schreiben unserer KZV kurz vor Weihnachten.

Hurra !!!!
In der Zahnarztpraxis sind Tests der Mitarbeiter möglich.

Für 9 Euro Honorar.
Materialkosten inbegriffen.

In der Zeitung steht. Was mit den 40 Euro Beitrag für einen Schnelltest passiert ? Der Test allein kostet 10 Euro, ein Schutzkittel 4 Euro, eine Schutzmaske 2 Euro, nicht gerechnet die gesamte Organisation.

Aha.
Zahnärzte bekommen nicht einmal die Auslagen für das notwendige Material ersetzt, testen also auf eigene Kosten, bringen noch Geld mit für die Testung.

Für die zweitägige Testung auf freier Wiese erhält das Deutsche Rote Kreuz 28.000 Euro. Die Zahnärzte 6300 Euro. Bei Materialkosten von 11.200 Euro.

Diesen 28.000 Euro stehen im Übrigen 5 gefundene Infizierte gegenüber. Was laut Zeitungsartikel als voller Erfolg bezeichnet wird und Begeisterung bei den Verantwortlichen hervorruft.

Keine weiteren Fragen. Ihr Zeuge, Herr Richter!

Die „radiologische Zyste“ (3)

Fall 2 aus den vorgestellten Beispielen.
Die Patientin, selbst Zahnärztin, wurde uns von einem Kollegen überwiesen.
Folgenden Bericht habe ich erhalten:

Sehr geehrter Dr. XXXX,

anbei sende ich Ihnen Röntgenaufnahmen der oberen Schneidezähne einer an Sie überwiesenen Patientin, angefertigt am 3.8. & am 24.11.2020. Bei der Patientin wurde im vergangenen Jahr eine Parodontitisbehandlung durchgeführt. Am 3.8. stellte sie sich mit einem vestibulären submukösen Abszess regio 11/21 in der Praxis vor. Ich bin von einer parodontalen Genese ausgegangen. Es wurde inzidiert und die Abszesshöhle über die Inzisionswunde auskürettiert. Zum Sulkus bestand nur eine sehr schmale Verbindung, in diesem Bereich erfolgte ein Scaling der Wurzeloberfläche. Es kam zum vollständigen Abklingen der Symptome. Am 24.11. erschien die Patientin erneut, diesmal mit einem Abszess palatinal. Die röntgenologische interradikuläre Aufhellung erscheint inzwischen aber verkleinert & schärfer begrenzt. Eine mögliche endodontische Beteiligung ist schwer einzuschätzen, der Kältetest ergibt an allen Frontzähne keine Reaktion. Ich habe gehofft, dass eine DVT mehr Klarheit und eine bessere Prognosestellung hinsichtlich der Erhaltungsfähigkeit der Zähne 11 & 21, aber auch des von einem tiefen Knocheneinbruch betroffenen 22 bringen kann. Deshalb bitte ich Sie um die Anfertigung eines DVT + eine Einschätzung, ob eine Weiterbehandlung Ihrerseits aus Ihrer Sicht empfehlenswert erscheint.

Klinisch konnten wir keine Anzeichen für eine Schwellung oder Fistelung erkennen. Die Patientin, 84 Jahre, erwähnte eine geschlossene PA Behandlung vor einigen Wochen.
Die Lockerungsgrade lagen bei allen 4 Frontzähnen bei I-II. Die Sondierungstiefen lagen über 8mm 22m und zwischen 6-8mm an den anderen 6 Messpunkten je Zahn.

Wir haben die Diagnostik erweitert und die Sensibilität elektronisch geprüft.

Folgende Werte wurden damit auf einer Skala von 1-65 gemessen. Wir messen dies in unklaren Fällen von labial und von palatinal. Wenn es labial eindeutig ist, messen wir pal. nicht. Zur Messung benetzen Wir die Elektrodenspitze mit CHX Gel. Folgende Werte wurden gemessen:

12 kalt: ?, Elektr.: lab. 34, pal. –
11 kalt: ?, Elektr.: lab. 64, pal. 25
21 kalt: ?, Elektr.: lab. 65, pal. 24
22 kalt: ?, Elektr.: lab. 64, pal. 63

Im Anschluß haben wir ein DVT angefertigt.

Unsere Diagnose: P. marginalis mit vertikalen Knocheneinbrüchen, Regio 11, 21 Verdachtsdiagnose infizierte Zyste des Ductus nasopalatinus.

In diesem Fall ist die Möglichkeit gegeben, daß eine nichtodontogene Zyste durch den partodontalen Zugang infiziert wurde.
Wikipedia meint zur nasopalatinalen Zyste:

Die nasopalatinale Zyste ist auch unter der Bezeichnung „Zyste des ductus nasopalatinus“ bekannt. Sie entsteht aus Epithelresten des Ganges, der zur Embryonalzeit die Mund- mit der Nasenhöhle verbunden hat. Dieser Gang besteht nach der Geburt nur noch aus einem Knochenkanal (Canalis incisivus), durch den die gleichnamigen Gefäße und Nerven verlaufen. In seltenen Fällen kann sich in diesem Gang eine Zyste bilden, die aufgrund ihrer Ursache streng median (in der Mitte) lokalisiert ist. Im Röntgenbild ist eine solche Zyste (herz- oder birnenförmig) evtl. von einer an den Wurzelspitzen der mittleren oberen Schneidezähnen gelegenen radikulären Zyste nur schwer zu unterscheiden. Eine Sensibilitätsprüfung kann hier Gewissheit geben.

Therapieempfehlung: Ggf. chirurgische Therapie, Vorstellung der Patientin in einer parodontologisch spezialisierten Praxis.
Senisbilitätskontrolle 22 in 3 Monats abständen, 12-21 halbjährlich.

Literatur:

Klicke, um auf smfz-08_07-praxis1.pdf zuzugreifen

Große Empörung bei den Ärztehonoraren

Es ging vor Kurzem durch die Medien. Die zu hohen Ärztehonorare, eine ärztliche Tätigkeit im Impfzentrum betreffend. Stellvertretend hier ein Pressebeitrag, der die Thematik umreisst.

Streit um Ärztehonorare in Corona-Impfzentren in Rheinland-Pfalz


Noch werden die Impfungen gegen Corona erst vorbereitet, schon gibt es Streit darüber. Es geht um das Honorar für die Ärzte dort. Viele scheinen mithelfen zu wollen – und bekommen dafür auch einen ordentlichen Tagessatz.

140 Euro pro Stunde – diese Honorare in den künftigen rheinland-pfälzischen Corona-Impfzentren stoßen auf Kritik. Sie seien zu hoch, sagten mehrere Ärzte dem SWR. Die Honorarhöhe hatte das Land Rheinland-Pfalz mit der Kassenärztlichen Vereinigung ausgehandelt.

Weniger als die Hälfte für Notfallmediziner

Unverhältnismäßig, unanständig, überzogen, das erklärten praktizierende Ärzte dem SWR. Auch der ehemalige Nuklearmediziner in Koblenz, Professor Helmut Wieler, der Mainzer Obdachlosenarzt Gerhard Trabert oder der Arzt und Landrat des Kreises Altenkirchen, Peter Enders, sowie der Landkreistag äußerten sich kritisch. „Unsere Skepsis ist, dass man sich bei den Impfzentren nur einbringt, weil das vielleicht vergütet wird und sonst aber niemand da ist,“ erklärte der Vorsitzende des Landkreistages, Günther Schartz, im SWR. CDU-Fraktionschef Christian Baldauf warf der Landesregierung vor, sie habe sich „über den Tisch ziehen lassen“.

Ärzte, die als Notfallmediziner arbeiteten oder Bereitschaftsdienste übernähmen, bekämen weniger als die Hälfte der 140 Euro, so die Kritiker. Für die Ärzte in den Impfzentren bedeutet das einen Tagessatz von 1.120 Euro für einen Acht-Stunden-Tag. Dafür, dass sie die Menschen vor der Impfung beraten und im Notfall eingreifen. Das ist der Tagessatz, der dann auch für Ärzte im Ruhestand gelten soll, die keine Praxis mehr haben.

Wie es der Zufall so will, ist mir am letzten Arbeitstag vor Weihnachten eine aktuelle Rechnung unseres Dentaldepots in die Hände gefallen. Der Techniker, der unsere Saugmaschine in der Praxis reparierte, stellt einen Stundenlohn von 213 Euro und 73 Cent in Rechnung. Zum Stundenlohn hinzu kommen noch eine Fahrkostenpauschale von 94 Euro, so dass, sofern, wovon ich ausgehe, der Arzt im Impfzentrum eine solche nicht erhält, der Stundenlohn des Technikers, der 3 Stunden bei uns zugegen war, sich de facto auf 245 Euro und 6 Cent erhöht.

Keine Angst vor bösen Stiften!

von Jörg Schröder

Der Titel des heutigen Beitrages schmückte in leicht abgeänderter Form sowohl einige Wurzelspitzebeiträge als auch 90-minütige Vorträge.

Der Hauptdarsteller dabei immer: Das Thomas-Post-Puller-System. Wenn es nicht bereits verfügbar wäre definitiv etwas was erfunden werden müsste.

Und, wie ich finde, eine in einer spezialisiert arbeitenden Praxis eine Investition, die sich rentiert. In Zeit (und somit in Geld) und im Sinne von vorhersagbarer Machbarkeit einer Behandlung.

Sicher, es gibt endodontische Schulen, die in der vorliegenden Situation der WSR den Vorzug geben würde. 6 Millimeter Retro-Präparation und sogar noch länger sind mit den zur Verfügung stehenden Ultraschallansätzen möglich. Doch macht das diesen Zahn mechanisch stabiler? Und was spricht gegen die orthograde Revision? Maximal der ungewöhnliche und leider zylindrische Stift. Zu allem Übel auch noch mit diamantierter Oberfläche (was ich aber zum Zeitpunkt der Behandlungsplanung jedoch noch nicht wusste).

Klinisch lief die Behandlung dann wie im nicht vorhandenen Handbuch des Thomas-Systems beschrieben:

Freilegen des Stiftes, Einschätzen der Einschubrichtung, Reduktion des koronalen Aufbaus zu einem Beinahezylinder, zylindrische Präparation mittels stirnschneidendem Trepanbohrer, Aufschrauben des Gewindeschneiders und zu guter Letzt das Ansetzen der Spreitze.

Hier ist es wichtig, die mitgelieferten Silikonscheiben zu nutzen. Ich modifiziere diese so, dass ich an einer Stelle die Scheibe mit einem Skalpell so schlitze, dass ich sie nach dem Aufdrehen des Gewindeschneiders auf denselben aufschieben kann. So können problemlos auch, wenn erforderlich, mehrere Scheiben aufgebracht werden.

Nach Entfernung des Wurzelstiftes wurde der Zahn zwecks sicherem Kofferdamsitz adhäsiv aufbaut und dann nach Auffinden des Originalkanals aufbereitet und obturiert.

Sicher,

Kurz berichtet – Apikale Aufhellung – ausgeheilt nach Revision und MTA Applikation

Von Christoph Kaaden

Heute möchte ich kurz die Nachuntersuchung einer Prämolaren-Revision vorstellen.

Wie auf dem DVT erkennbar lag ein weit offenes Foramen vor.

Zum apikalen Verschluss verwendeten wir daher MTA.

Kontrolle der MTA-Applikation
Abschluss der Revision mit apikalem MTA Verschluss und Glasfaser-Stift

Zwei Jahre nach Abschluss der Therapie stellt sich die Situation im 2D-Röntgen erfreulich dar.

Recall zwei Jahre post-op.

Mission accomplished

:-)

Mini-Molar 06/2020 klinisch

Von Christoph Kaaden

Hier noch ein paar klinische Impressionen der Behandlung…

Mini-Molar 12/2020

Von Christoph Kaaden

Jetzt hat es doch sechs Monate gedauert, bis wir unseren nächsten Mini-Molaren seit Sommer 2020 behandeln durften.

Bei dem Zuweiser gab es Probleme die beiden bukkalen Kanalsysteme zu finden.

Ausgangssituation mit frakturierter Krone an Zahn 14_ Aufnahme alio loco (Nebenbefund: apikale PA an 15 )

Alio loco gelang es bisher nur das palatinale Kanalsystem zu präparieren…

Masterpoint-Aufnahme nach Aufbereitung des palatinalen Kanals – alio loco

Mit der entsprechenden Vergrößerung war die Darstellung und Präparation der gesamten Kanalsysteme kein Problem…

Masterpoint-Aufnahme
Abschluss-Aufnahme nach WF mit Glasfaserstift palatinal und Kompositaufbau. (Bukkal 25.08/Pal. 35.06 )

Ich hoffe, 2021 hat weit mehr dieser speziellen Anatomie für uns parat….

Die „radiologische Zyste“ (2)

Über die „Un“Möglichkeit an Hand eines Röntgenbildes eine Zyste zu diagnostizieren hatte ich bereits geschrieben.
Quintessenz: Die Diagnose Zyste als Verdachtsdiagnose oder als eine Differentialdiagnose mit Verdacht angegeben.

Der erste Fall aus dieser Reihe

Die Patientin stellte sich ohne Beschwerden, ohne Symptome bei uns vor. Der apikale Befund war ein Zufallsbefund.
Klinische Befunde zeigte eine negative Sensibilität an 24 und 25. Auf Perkussion gab die Patientin keinen Schmerz an. Eher eine Art dezente Mißempfindung an 25. Der Lockerungsrad ist 0 und die Sondierungstiefen liegen zwischen 2-4mm.

Im Röntgenbild ist eine raumfordernde, scharf begrenzte, hypodense, weichteildichte Struktur im Sinne einer P. apicalis, differentialdiagnostisch radikalere Zyste zu erkennen.

Es wurde ein DVT angefertigt.

Die Patientin wurde zur geplanten Behandlung  beraten.
Die endodontische Behandlung steht an erster Stelle. Nach Röntgendiagnostik in Abständen von 6/ 12/ 24 Monaten können wir entweder eine Heilungstendenz/Heilung beobachten oder wir sehen eine weiter bestehende röntgenlogische Situation.
In diesem Fall ist die Differentialdiagnose Zyste wahrscheinlich oder ein persistierender periapikaler auf der Wurzeloberfläche aufgelagerter Biofilm.
In diesen Fällen ist ein chirurgischer Eingriff indiziert. Entweder in Form einer apikalen Kürettage oder Teilreketion der Wurzel.

Die endodontische Behandlung wurde wie besprochen durchgeführt.
Nach 6/12 Monaten ist eine deutliche Heilungstendenz erkennbar, die derzeit eine entsprechende chirurgische Intervention nicht notwendig erscheinen lässt.

War es nun keine Zyste?

Wir wissen es nicht. Alles ist möglich…
Literatur:
Proliferation of Epithelial Cell Rests, Formation of Apical Cysts, and Regression of Apical Cysts after Periapical Wound Healing
Louis M. Lin, BDS, DMD, PhD,* George T.-J. Huang, DDS, MDS, DSc,† and Paul A. Rosenberg, DDS*

Klicke, um auf PIIS0099239907001707.pdf zuzugreifen

 

WURZELSPITZE Plus Live Talk Mittwoch 16.12.2020 20 Uhr

Kurze Erinnerung: Unser zweiter WURZELSPITZE Plus Live Talk findet am Mittwoch den 16.12.2020 um 20 Uhr statt.

Den Zugangscode für die WURZELSPITZE Plus – Mitglieder findet man hier.

Ich weiss nicht, was man dazu sagen soll…

Ich bin ein wenig gefrustet so kurz vor Weihnachten.
Und das hat ausnahmesweise nix mit Corona zu tun.

Sondern mit der Tatsache, das ich in den letzten 2 Wochen 3 Patienten zur Weiterbehandlung vorgefunden habe, bei denen die Qualität der vorausgegangenen Behandlung, ich sag mal, als stark verbesserungsfähig einzustufen ist.

Okay, das ist eigentlich mein Tagwerk und ketzerisch könnte man anführen, davon lebe ich.

Aber – was mich so frustriert ist die Tatsache, dass alle 3 Behandler junge Kollegen sind.
Die es besser wissen und können müssten, von der Motivation es bestmöglich zu tun in der frühen Phase ihre beruflichen Tätigkeit mal ganz abgesehen.

Ein Beispiel habe ich angeführt, und glauben sie mir, die beiden anderen Beispiele sind NICHT besser. NICHT besser. Ach ja, aber die Aussendarstellung funktioniert bestens, wie ein Studium der Homepage offenlegt. Und JAMEDA ist voll des Lobes. Note 1,0.

Sehe ich die Sache vielleicht zu eng, zu frustiert, zu verbittert ?

Zur Krankengeschichte: Die Patientin, Anfang zwanzig, sucht wegen Zahnschmerzen (linke Gesichtshälfte, Seitenzahnbereich) den Hauszahnarzt auf. Es wird der Zahn 37 wurzelkanalbehandelt. Die Schmerzen bleiben. Danach wird der Zahn 36 wurzelkanalbehandelt. Die Schmerzen bleiben. So wird nun der Zahn 27 endodontisch versorgt. Die Schmerzen werden danach so stark, das die Patientin den Notdienst aufsuchen muss. Die Kollegin dort schlägt die Hände über dem Kopf zusammen, angesichts des Status Quo.

Nun kommt die Patientin zu uns.
Und ein jeder möge selbst sich ein Bild machen von der Situation.

Ich habe einfach mal die Zahnfilme Zahn 37 36 27 (Zustand nach WF) und die klinischen Fotos nach der Eröffnung des Zahnes 27 angehängt.

Alternativlos?

von Jörg Schröder

Das präoperative Einzelbild ließ in Verbindung mit dem Wissen, dass die vorgefundene Situation seit mehr als 2 Jahren bestand, eigentlich nur einen Therapievorschlag als sinnvoll erscheinen: Pulpektomie in einzeitigem Behandeln.

Anamnestisch wartete allerdings bereits die erste Überraschung, die nicht so recht ins Bild passen wollte: ausser geringer Missempfindungen, wenn eingepresste Speisereste mittels Zahnbürste oder Zahnstocher herausgelöst wurden, bestand weder eine Spontanschmerz, noch berichtete die Patientin über Warm- oder Kaltmissempfindungen.

Der Sensibilitätstest war nicht reizüberdauernd positiv. Klinisch war der Zahn symptomlos.

Die im Einzelbild erkennbare und im kleinvolumigen DVT ebenfalls darstellbare Hartsubstanzbarriere liessen mich dann jedoch nachdenken und die Möglichkeit einer zervikalen Pulpotomie  in Betracht ziehen. Zudem zeigten sich alle Parodontalspalten an allen Apizes durchgehend und pathologiefrei.

Somit wurde nicht zielstrebig die Pulpakammer eröffnet, sondern zunächst das kariös veränderte Dentin aus den Aussenbereichen des Defektes entfernt. Da die Form des 27 eine Belegung mit einer Kofferdamklammer stark erschwerte, entschied ich mich für eine Einzelzahnisolierung.

Um die nach initialem Versäubern verbliebenen dünnen Schmelzscherben nicht dem Risiko einer Teilfraktur auszusetzen – eine Molarenklammer kann schon erhebliche Kräfte ausüben – wurden zunächst die Wände nach Konditionierung der eskalierten Bereiche adhäsiv verstärkt.

Erst anschliessend wurde das verbliebene kariös erweichte Dentin mit neuen, sterilen Rosenbohrern entfernt. Dabei wurde nur im Bereich des palatinalen Kanalsystems die Pulpa geringfügig eröffnet.

Das Abtragen des Pulpakammerdaches wurde, ebenso wie das Reduzieren des koronalen Pulpagewebes, mit sterilen diamantierten Instrumenten unter ständiger Wasserkühlung ausgeführt. Die Blutstillung erfolgte mit in NaOCl getränkten Surgitips und liess sich problemlos realisieren. Nach Blutstillung wurde das Pulpagewebe mit grauem MTA Angelus abgedeckt und die Kavität anschliessend dentinadhäsiv verschlossen.

Da nach erfolgreichem Recall die Versorgung mit einer Teilkrone geplant ist, habe ich mich bei der Gestaltung der Füllung aus die wesentlichen Punkte konzentriert und auf ein Einfärben der Fissuren verzichtet.

Das Fragebild des Tages 20201211

Kennen Sie noch Dalli – Klick?

Ein JA des Antwortenden outet ihn als uralt.

Worum gings?
Damals?
Als das Fernsehen noch schwarz weiss war ?

Eine Quizshow (Dalli Dalli) des legendären Hans „Das war Spitze!“ Rosendahls.

Und Dalli-Klick zeigte ein Foto auf einer Leinwand das nach und nach, Klick für Klick, daher der Name, immer mehr in kleinen sich zeigenden Puzzleteilchen enthüllt wurde. Und wer es zuerst erriet von den Kandidaten, naja, ist klar, der hatte gewonnen.

Ich möchte auch so was machen.
Hier.
Immer mal wieder.
Ein Foto oder Röntgenbild zeigen.
Und dann fragen: Was sieht man? Was ist offensichtlich? Wofür steht dieses Bild/Röntgenbild?

Um den Blick zu schulen.
Und wer auf das Bild schaut und sogleich erkennt, was los ist, der darf sich gerne selbst stolz auf die Schulter klopfen. Denn für etliche Kollegen (m/w/d) ist es wahrscheinlich eben gar nicht auf der Hand liegend und ins Auge fallend.

Die Antwort gibt es im Übrigen immer schon im gleichen Beitrag.
Man kann also in Ruhe überlegen – und dann sofort überprüfen – in dem man nach unten scrollt – ob man richtig liegt.

Probieren wir doch mal sogleich aus, wie ich mir das vorstelle.

Röntgenbild 1.
Für mich typisch für die entsprechende Situation, die es herauszufinden gilt. So dass ich den Patienten sogleich im Vorgespräch drauf einstimmen kann, was uns erwartet. Und natürlich auch den Heil- und Kostenplan von vornherein anpasse. Letzteres immer sehr hilfreich.

Also? Warum geht es?
Nicht ganz offensichtlich, aber erkennbar.

Leichter wird es schon im Röntgenbild 2.
Hier gibt es schon einige deutlichere Hinweise, die auf die Lösung hindeuten.

Ganz offensichtlich dann im Röntgenbild 3.
Jetzt ist es einfach.

Worum also handelt es sich hier.
Was ist die Gemeinsamkeit in allen 3 Röntgenbildern ?

Die Auflösung findet man weiter unten.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

Schauen wir uns zunächst Röntgenbild 1 an.

Was mir auffällt ist der apikal

sehr dünne
sehr definierte
gerade
gleichmäßige
und an den Kanten scharf definierte Verlauf der Wurzelkanalfüllung.

Bei einer konventionellen Wurzelkanalfüllung würde dies unregelmäßiger aussehen.

Meine Verdachtsdiagnose ?

Eine Thermafil – Wurzelkanalfüllung.
Hätten sie es auch erkannt, auch so gesehen?

Ich finde diese Info wichtig, weil ich die PatientInnen schon im Vorfeld drauf hinweisen kann, dass die Revision keine ganz einfache werden wird, das Kunststoffstifte in den Kanälen drinstecken. Und dies spiegelt sich natürlich auch im Heil- und Kostenplan wieder.

Hier im Übrigen das Röntgenbild nach unserer Wurzelkanalfüllung.
Der Patient hatte an Zahn 46 im Übrigen keine Probleme vor Revision, die knöcherne Verdichtung apikal der distalen Wurzel sah schon in 10 Jahre alten Röntgenbildern genau so, unverändert aus. Und die Wurzelfüllung präsentiert sich im Röntgenbild mehr als einwandfrei. Nachdem wir die alte WF allerdings entfernt hatten, berichtete der Patient noch intraoperativ, das ein offensichtlich latent vorhandener Druck sich schlagartig und deutlich reduziert hatte.

Falls die Thermafil- Stifte im Fall 1 nicht erkannt wurden, wie sieht es denn mit Fall 2 aus.

Hier ist der Sachverhalt schon deutlich offensichtlicher.
Wieder auffällig, mesial die schlanke, definierte Form der Wurzelkanalfüllung apikal.

Und dann der Puff palatinal.
Ein Hinweis auf ein warmes WF- Verfahren?
Vermutlich.

Aber für eine Schilder- Technik – WF ist die Aufbereitung viel zu schmal.
Und dann noch – auch palatinal – die schnurgerade Linie mesial und die unregelmäßige WF- Verlaufsform auf der abgewandten Seite – das hier sieht mir alles schon sehr sehr stark nach Thermafil aus – und so war es dann auch.

Da wäre dann noch Fall 3.

Das ist jetzt so eindeutig Thermafil, da könnte man schon drauf wetten.
Wieder diese schlanke Form der WF apikal zu sehr dünnen Durchmessern.
Und dieser gerade Verlauf.
Eine konventionelle Guttaperchaspitze würde nie so gerade nach unten kommen in einem solch engen Kanal. Alles in Allem schon sehr eindeutig.

Und der AHA – Effekt beim Patienten, wenn Alles wie vorhergesagt eintrifft, ein wichtiger Akzent der Vertrauensbildung.

p.s.: Wie wäre es mit einer Rückmeldung in den Kommentaren ?
Ich habs gleich erkannt, ich habs nicht gesehen…

Würde mich freuen!

Sturz im Bad (III)

Von Christoph Kaaden

Vor ein paar Tagen erreichte uns eine kurz gehaltene E-Mail des Zuweisers zu diesem bzw. diesem Traumafall.

Magdalena war heute bei mir zur Kontrolle. Beschwerdefrei, klinisch fest, keine apikale Druckdolenz“

Hier noch die mitgeschickten Recallaufnahmen.

Alio loco angefertigtes Kontrollröntgenbild ca. 6 Monate nach Trauma

Klinische Situation – alio loco aufgenommen

Ich werde weiter über den Verlauf bei Magdalena berichten…

Die „radiologische“ Zyste

Und da war sie wieder die Diagnose: Zyste. Radiologisch erhoben. Am Telefon von einem Kollegen, der wiederum hat sie von einem Kieferchirurgen und wo der diese Diagnose her hat, weiß ich nicht.

Die Definition Zyste: Zysten sind als pathologischer Hohlraum mit epithelialer Auskleidung definiert.

Quelle: Johnson N R, Gannon O M, Savage N W, Bat­
stone M D: Frequency of odontogenic cysts
and tumors: a systematic review. J Investig Clin Dent 5: 9–14 (2013)

Nun stellt sich mir die Frage, kann ich im Röntgenbild ein Epithel erkennen?
Nein.
Kann ich dann die Diagnose Zyste stellen?
Nein.
Dann sollte als Diagnose eine Verdachtsdiagnose oder eine Differentialdiagnose mit Verdacht angegeben werden.

In der Endodontie 2019 kann man das wunderbar  nach lesen:

Radiologie
Die mitgebrachten radiologischen Aufnahmen wurden zur Diagnostik mit herangezogen: Das OPG (Abb. 1) zeigt ein bleibendes adultes Gebiss mit persistierendem Milchzahn 85. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war der Zahn 21 noch in situ. Die zarten und inhomogenen Verschattungen im In neren des Zahns sind als Zeichen einer versuchten Wurzelkanalbehandlung zu interpretieren. Apikal und lateral der Wurzelspitze des Zahns 21 sind re- lativ scharf begrenzte, rundliche Aufhellungen zu erkennen. Die Zähne 21 und 22 sind im Bereich der Wurzel deutlich divergent. Die Osteolyse er- streckt sich scheinbar polyzystisch (2-kammerig) nach kranial bis oberhalb der Spina nasalis und verdrängt die faziale Kieferhöhlenwand. Die Ein- zelzahnaufnahme (Abb. 2, gleiches Datum) bestätigt die Osteolysen in Regio 21/22.
Aufgrund der geplanten Zystektomie und der Größe der Zyste wurde alio loco ein Dental-CT
Abb. 2 Einzelzahnaufnahme gleichen Datums mit apikaler Par- odontitis an Zahn 21.
angefertigt. Das vorhandene axiale Schnittbild auf Höhe der Wurzelspitzen (Abb. 3) zeigt zwei von- einander getrennte Zystenlumina in die einerseits Zahn 21 und andererseits Zahn 22 bis 24 hineinragen. Es ist eine deutliche Auftreibung der vesti- bulären Kortikalis von 22 bis 24 zu erkennen. Die zum Palatum durum gerichtete Auftreibung ist nur minimal.
In den sagittalen Schnittbildern (Abb. 4 und 5) sind in Abhängigkeit von der Schnittpositionie- rung entweder ein oder zwei getrennte Zystenlu- mina zu sehen.
Nach der Befundung der Röntgenbilder wurde die Verdachtsdiagnose einer infizierten Zyste ausgehend von der Invagination an Zahn 22 gestellt.

Endodontie 28 (2019), Nr. 3, Seite 365-369
Zwei benachbarte Zysten
Bürklein, Sebastian / Schäfer, Magdalena

Nun stelle ich drei Röntgenbilder vor und bitte um die Bewertung Verdachtsdiagnose Zyste oder röntgenlogisch erkennbare apikale Aufhellung, oder was noch?

35 mit tiefer Aufgabelung

von Jörg Schröder

Bereits das präoperative Röntgenbild liess zumindest ein linguales Kanalsystem vermuten.

Das DVT zeigte jedoch,. dass sich B in der Tiefe in MB und DB aufgabelte, wobei DB in Krümmung nach Distel und MB eher als eine Art Sackgasse und deutlich vor der Arbeitslänge des DB endete.

Trotz Erweiterung des B über das normale Mass hinaus – das PostOp-Bild zeigt dies deutlich – gelang es nicht die Aufgabelung in der Tiefe zu visualisieren. Vorgebogene ProTaper-Handinstrumente liessen sich in MB bis zu S1 auf Patency führen.

Der linguale Kanal war besonders initial sehr unangenehm aufzubereiten, da er zunächst auf deutlicher Strecke zunächst nach bukkal verlief.

Nach Insertion des Masterpoints in DB und thermisches Kürzen desselben bis kurz vor die Aufgabelung wurde MB in reiner Squirttechnik gefüllt.

Das Recall wird zeigen, ob laser- und schallaktivierte Spülung erfolgreich gewesen waren.

Beim Geld hört gewöhnlich die Freundschaft auf

Beim Geld hört gewöhnlich die Freundschaft auf.
So lautet ein altes Sprichwort, dem vermutlich nur die Wenigsten den Bezug zur Realität abstreiten wollen. Im Gegenteil in diesem kurzen Satz steckt viel Wahres drin.

Weil unsere Freundschaft mit dem Leser aber genau daran – am schnöden Mammon – nicht scheitern soll, möchte ich nicht in wenigen Sätzen innerhalb eines Kommentares, sondern ausführlich und für Alle im Rahmen dieses Beitrages den Sachverhalt, den WURZELSPITZE – Jahresbeitrag betreffend, erläutern.

Zunächst darf der geneigte Leser davon ausgehen, dass – wer mich kennt, weiss dies – ich mir sehr viele Gedanken gemacht habe, Niemanden zu überfordern.

Nicht den Leser, aber auch nicht die Leser untereinander.
Und ja, es war uns klar, dass irgendwann es Stimmen gegeben würde, die angesichts einer jährlichen Entrichtung des Mitgliedsbeitrages (unabhängig vom Eintritt in den Verteiler) sich ungerecht behandelt fühlen.

Auf einen ersten Blick betrachtet kann ich diese Affektion auch gut nachvollziehen.
Denn wäre nicht das genaue Gegenteil des gegenwärtig Gehandhabten, sprich eine tagesgenaue Abrechnung, die gerechtere Variante ?

Ich vermute, dass die Kollegen, die erst im Verlaufe des Jahres, erst im September oder Oktober zu uns gestossen sind, diese Abrechnungsvariante bevorzugen würden. Darauf hin deuten die 2 Kommentare, man möge sich bitte erklären.

Zunächst – was man diesbezüglich wissen muss – Wir könnten eine solche Zahlvariante in der gegenwärtigen Konstellation nicht bewältigen. Man müsste den Jahresbeitrag, durch 365 geteilt, mit der Anzahl der teilgenommenen Tage multiplizieren, wobei in jedem einzelnen Fall überprüft werden müsste, wann genau der Teilnehmer der Liste beigetreten ist und wann gegebenenfalls er/sie wieder die Liste wieder verlassen habe. Erschwerdend kommt hinzu, dass wir nicht einen, sondern 4 mögliche Jahresbeiträge haben, je nach Status der Lesers (Student/Angestellter Zahnarzt/Niedergelassener Zahnarzt/Wurzelspitze Plus Mitglied (alle m/w/d selbstverständlich).

Aber auch die zweite Variante, einer Laufzeit für exakt 365 Tage ist für uns nicht handhabbar. Setzt dies doch voraus, das wir uns das genaue Ablaufdatum für jeden Einzelnen merken und zu gegebener Zeit die Mitgliedschaft beenden.

Um es ganz klar zu sagen: Wir können dies nicht bewerkstelligen.
Es übersteigt unsere Resourcen. Aber gerade deshalb haben wir auch vor dem Wiederaufleben von WURZELSPITZE verschiedene kommerzielle Dienstleister untersucht, die sich dieser Thematik professionell annehmen.

Wir haben uns dagegen entschieden.
Auch wenn für uns dies am einfachsten wäre.
Und diese Diskussion und diesen Sonntagvormittag- Artikel unnötig machen würde.

Warum ?
Weil die Bezahlportale für die banale Dienstleistung des Geldentgegennehmens und Weiterleitens unterm Strich eine saftige Gebühr von ca 12 – 18 Prozent verlangen.

Unserer Meinung nach viel Geld, das wir dem Leser sparen wollen. Aber – sollte der allgemeiner Konsens hier so sein, das die Mehrheit eine solche Abrechnungsart wünschte und bereit ist, die Mehrkosten hierfür zu tragen, so werden wir dem Wunsch nachkommen.

Ein anderer Grund wog aber noch schwerer.
Der meines Erachtens die vermeintlich gerechte tagesgenaue Bezahlung als falsch entlarvt.

Worum handelt es sich bei WURZELSPITZE?

WURZELSPITZE ist ein zahnmedizinisches Fortbildungsmedium.
Eine Wissenssammlung.
Ein Nachschlagewerk.

In analogen Zeiten wäre es vielleicht ein Buch geworden.
Oder, die Älteren kennen es vielleicht noch, eine Wissenskartei als Loseblattsammlung a la DAISY. In eine Box einzuordnen oder, wie andere analoge Print – Infomodelle, die es gab und vermutlich immer noch gibt, in einen Schnellhefter einzuordnen.

Dies berücksichtigend, betrachten wir nun 2 Szenarien im Hinblick auf eine vermeintlich gerechte tagesweise Abrechnung von WURZELSPITZE:

ad 1
Es ist vollkommen egal, ob jemand das Buch „WURZELSPITZE“ am 1. Januar 2020 oder am 31. Dezember 2020 kauft. Der Käufer kann auf alle Inhalte von WURZELSPITZE zurückgreifen, er kann alle Seiten des Buches durchblättern. Und nicht nur das. Er kann neben 2020 noch auf alle früheren Jahre bis ins Jahr 2008 zurückschauen. Auf die Endo übertragen wäre das der Fall, wenn ich beim Kauf der 14. Ausgabe der „Pathway of the Pulp“ noch alle 13. früheren Ausgaben kostenlos hinzugeliefert bekäme.

Niemand käme auf die Idee, beim Kauf eines Buches, das am 01. 01. 2020 erstveröffentlicht wurde, beim Kauf kurz vor Weihnachten einen Nachlass zu fordern.
Das wäre absurd.

Warum also bei WURZELSPITZE?
Vielleicht, weil das tägliche Erscheinen den Vergleich zur Tageszeitung suggeriert und in unseren Alltag mittlerweile ja zahlreiche Abo – Modelle, denken wir an den Fitness Club oder Sky TV – Einzug gehalten haben. So gesehen ist die Frage nach tagesgerechter Abrechnung eine nicht nur naheliegende, sondern sogar eine sich zwangsläufig aufdrängende.

ad 2
Betrachten wir zunächst das Beispiel der Tageszeitung.
Tag für Tag kaufe ich am Kiosk die täglichen Neuigkeiten oder ich schliesse ein Jahresabo ab. So oder so erhalte ich immer genau das, wofür ich zahle. Ein bestimmte Anzahl bedruckten Papiers. Mit dem Zugang zu WURZELSPITZE hingegen häufen wir ein riesiges Paket aller Zeitungen des Jahres auf den Tisch. Streng genommen einen babylonischen Turm von Ausgaben aus über 11 Jahren, aber lassen wir Letzteres aussen vor und betrachten nur 2020. Würden wir tagesanteilig berechnen, wäre dies eine Ungerechtigkeit all den Leuten gegenüber, die zum Ersterscheinungsdatum die WURZELSPITZE -„Zeitung“ kaufen würden. Wer am 01.01. 2020 beitritt, zahlt 365 Tagesausgaben, wer am 31.12.2020 beitritt, nur eine einzige Ausgabe. Bekommt aber dennoch alle 365 Ausgaben geliefert.

Man sieht, eine solche tagesabhängige Abrechnung, so naheliegend und gerecht sie erscheinen mag, sie ist es nicht. Es gibt keine gerechte Abrechnungsmöglichkeit auf dieser Basis, nur eine vorteilhafte für den einen oder den anderen. Beim tagesbezogenen Modell profitiert am meisten derjenige, der am 31.12. eintritt, am wenigsten der vom 01.01. Und dann nähern sich die Unterschiede im Verlauf des Jahres bis zur Jahresmitte immer mehr an.

Beim Kauf eines Buches hingegen gibt es, die Inhalte betreffend, keine Ungerechtigkeit dahingehend, dass jeder für den gleichen Inhalt die gleiche Summe zahlt. Oder, um bei der Zeitung zu bleiben. Alle kriegen den gleichen Stapel für den gleichen Preis. Die einen bekommen den Stapel früher geliefert und in Einzellieferungen, der andere später und im großen Haufen.

Aber alle zahlen gleich viel.
Das erscheint mir als die gerechtere Variante.

Bleibe noch der Vergleich zum Fitnesstudio oder zu Sky TV.
Bei ersterem ist klar und das macht es ja auch so einfach in der Abrechnung. Wer erst im November eintritt, konnte bis Oktober nicht trainieren. Muss auch nicht zahlen. Um auf die Tageszeitung zurückzukommen, wer erst ab November zahlt, bekommt auch nur ab diesem Tag X die Zeitung. Im Zeitungsarchiv der letzten 11 Jahre blättern, geht nicht. Könnten wir theoretisch bei WURZELSPITZE auch machen. Als Newsletter. Aber das macht für uns keinen Sinn. Ist ja genau das, was wir nicht wollen. Wir wollen, das Jeder JEDE der 11 Jahresausgaben durchblättern kann.

Bliebe noch SKY TV.
Auch dort ist es so, dass die zeitraumabhängige Abrechnung im Abo – Modell den Vergleich zum WURZELSPITZE- Wissensarchiv nicht standhält. Ich kann nämlich immer nur das schauen, was gerade angeboten wird. Und der tolle Film im März ist im September nicht mehr verfügbar. All diese Abo-Modelle beruhen darauf, dass einer bestimmten Summe X eine begrenzte Auswahl an Resourcen gegenübersteht und unterscheiden sich daher fundamental von dem, was WURZELSPITZE bietet.

Kommen wir zurück zur Abrechnungsdatei DAISY.
Mit dem Kauf (egal ob am 01.01. oder am 31.12.) erwirbt man das DAISY-Grundwissen aller früheren Jahre bis heute. Mit dem Abo in gleicher Höhe für das jeweilige nächste Kalenderjahr die zukünftigen Neuerungen.

Genau so ist es mit WURZELSPITZE.


Zeit heilt nicht alle Wunden.

von Jörg Schröder

Vor 20 Monaten stellte sich der Patient zum ersten Mal in unserer Praxis mit diesem Befund vor.

Mittlerweile hat sich die Resorption den Weg zur Pulpakammer gebahnt.

Interessant zu sehen, wie die bukkale Wurzelkontur knöchern ersetzt worden ist.

Wie verhalten ? (II)

Von Christoph Kaaden

Letzte Woche habe ich hier über einen aktuellen Behandlungsfall berichtet…

ich steckte moralisch in einer gewissen Zwickmühle…

ich entschloss ich schliesslich dazu der Patientin anzubieten, sie doch noch am Freitagnachmittag zu behandeln. Zu den genauen Beweggründen hierfür erkläre ich mich zu einem späteren Zeitpunkt.

Wir trafen uns also um 16:30 in unserer Praxis in der Münchner Innenstadt. Die Revision verlief für mich wunschgemäß und ich bat die Patientin mich am darauffolgenden Tag zu kontaktieren um zu berichten, ob sich das Schmerzbild veränderte…

nach ingesamt 1:30 Stunden verliess ich die Räumlichkeiten wieder, um den 30 minütigen Nachhauseweg anzutreten…

hier noch ein Desktop-Mitschnitt des präoperativ angefertigten DVTs sowie ein intrakanaläres Foto nach Revision.

Der darauffolgende Tag verging und ich hörte nichts weiter von der geplagten Patientin.

Am Sonntagvormittag entschloss ich mich schliesslich dem Ehemann eine SMS zu schicken:

„Hallo Herr J. Nachdem ich nichts mehr gehört habe wollte ich mal nachfragen. Hat die Behandlung was gebracht? Geht es ihrer Frau ein stückweit besser?

Kurz drauf seine Antwort:

„Guten Morgen Dr. Kaaden,vielen Dank der Nachfrage. Meine Frau hat schon ein schlechtes  Gewissen, weil sie gestern nicht geschrieben hat….Nach der Behandlung am Freitag hatte sie zunächst weiter starke Schmerzen …heute ist es viel besser und der Wurzelschmerz ist fast weg. 1000 Dank nochmal für Ihren Sondereinsatz. Wie soll meine Frau weiter verfahren? Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie einen schönen Sonntag. Mit besten Grüßen AJ

Demnächst mehr zu dieser Thematik…

Recruiting

Wer hat keine Personalnot? Der kann trotzdem weiter lesen.

Vor 12 Monaten hätte ich gesagt, ich habe keine Not.

In 12 Monaten hat sich alles verändert.
2 Mitarbeiterinnen wurden schwanger, 1 ist in Elternzeit.
1 weitere Mitarbeiterin ist von heute auf morgen aus familiären Gründen verzogen. Das ist für eine kleine Praxis mit 2 Behandelrn eine Katastrophe. Zumal wir ein sofortiges Beschäftigungsverbot für die schwangeren Mitarbeiterinnen ausgesprochen haben. 

Als fast Krönung ist auch die Putzfrau aus Angst vor einer Cvid-19 Infektion zeitiger in Pension gegangen – zum selben Zeitpunkt.
Und gibt es noch etwas zum Steigern?
Ja, unser Thermodesinfektor, Getinge ist ausgefallen und seit dem 14.08.2020 steht er beim Händler und soll repariert werden. Getinge liefert nicht die notwendigen Teile, bzw. nennt keine Liefertermine. ( Stand 22.11.2020 – immer noch defekt )

Wie soll man mit diesen Veränderungen umgehen?
Ehrlich gesagt bin ich jetzt froh, daß mich 40 Jahre Sozialismus etwas abgehärtet haben.
Allerdings hilft das bei den derzeit verrückten Materialengpässen in Kombination mit den oben genannten Probleme immer weniger.

Was tun?
Zunächst haben wir auf einschlägigen Portalen annonciert. Arbeitsamt, KZV Seite, Indeed, Ebay Kleinanzeigen etc.
Ergebnis: Man lernt unglaublich viele Recruiting Teams kennen. Alle bieten gerade Sonderpreise an. 

Hat mein einmal auf indeed annonciert wird man mit Recruiting-Mails überschwemmt.
Nimmt man die Annonce raus, sind sofort weniger Recruiting-Mails.Mobile Recruiting – mit dem Smartphone neues Personal finden…
Schnellestelle.de

Wir haben viel Geld für Klicks und keine Bewerbungen ausgegeben. 

Recruiting – Rekrutieren habe ich zuletzt in der Nationalen Volksarmee gehört. Da war ich Rekrut. Das war eine wenig angenehme Zeit.
Und nun sind Sie wieder hinter mir her und wollen mich, oder vielleicht auch für mich rekrutieren. Für mich ist dieses Wort schlecht besetzt. Aber Anglizismen sind in.
Mehr Infos gibt es auch in diesem Wiki.

Unsere Versuche über Ebay Kleinanzeigen brachte:

  • 114 Besucher
  • 2 mal gemerkt

Kosten: 2 x €18,95 (Topanzeige)  gesamten November

Indeed:

  • 21 Klicks
  • 1 Bewerber – Zahnarzt die eine Stelle suchte, keine ZMF. Dafür musste ich noch €12,58 extra zahlen, obwohl es nicht zum Bewerberprofil passte

Kosten: €73,63
Obwohl ich die Anzeige erst wieder im Oktober aktiviert habe, sind Gesamtkosten seit August von €200,32 entstanden. Hier fehlt mir die Transparenz.
Seit wir die Annonce pausiert haben, kommen auch keine Personalvermittlermails.
Haben wir deren Klicks bezahlt? Wahrscheinlich…

Verstärkung haben wir bekommen durch eine ehemalige Mitarbeiterin. Die Einarbeitung ist dadurch leichter, da die Arbeistabläufe nicht ganz unbekannt sind. Sie ist glücklich wieder bei uns arbeiten zu können.
Mal sehen, wie es weiter geht. Wir suchen weiter – über unsere Mitarbeiterinnen und Ebay Kleinanzeigen. Ach, ja und über das gute alte Arbeitsamt auch weiterhin. Das hat uns ebenso Bewerberinnen eingebracht. Eine aus dem Endobereich, nur leider unbedingt jetzt ZMP werden möchte.

 

Einschreibung WURZELSPITZE für 2021

Ab heute, dem 1. Dezember läuft die Einschreibung für das Jahr 2021 bei WURZELSPITZE.

Die Gebühren sind unverändert: 2 Euro pro Monat für Studenten/Studentinnen, 4 Euro pro Monat für angestellte Zahnärzte (m/w/d), 8 Euro pro Monat für selbstständige Zahnärzte/Zahnärztinnen und 20 Euro pro Monat für Wurzelspitze Plus – Mitglieder.
Demnach 24, 48, 96 und 240 Euro für 2021 insgesamt.

Wer nicht mehr teilnehmen möchte, der muss im Übrigen nichts weiter tun.
Der Zugang läuft dann zum 01.01.2021 aus. Heisst aber auch, sinnvollerweise, für Alle, die gerne bleiben möchten, am besten zeitnah anmelden, damit das Ganze nicht im Covid- Vorweihnachts-Stress untergeht und man im neuen Jahr ohne Zugang darsteht.

Hier noch die Bankverbindung:

Kontoinhaber: Susanne Herrmann
IBAN DE90 5609 0000 0002 0958 08

Verwendungszweck: Teilnahmegebühr QZ WURZELSPITZE 2021

Und abschließend- damit es im Vorweihnachtsstress nicht untergeht – der Hinweis auf den nächsten WURZELSPITZE Plus Live Talk: Mittwoch 16.12.2020 20 Uhr.