Zeiss Pro Ergo ????- Die andere Seite des Spektrums

Noch als ich das ich das Paket öffnete, war ich der festen Überzeugung, Geld zum Fenster rausgeschmissen zu haben. Gut, es waren nur 11 Euro, aber für China Plastik-Schrott sind auch kleinste Beträge zuviel, vom Umweltgedanken ganz abgesehen. Vor mit liegt eine Plastik- Lupenbrille. In leicht mattem Weiss, von der Formensprache her an einer DCI Video Drohne allererster Generation erinnernd, allerdings nur die Billig-Kopie davon, was einiges heissen will. In einem stabilen und haptisch überraschend solide daherkommenden schwarzen Extra-Kästchen dabeiliegend 4 Plastikvorsätze in Dioptrienstärke 1.0, 1.5, 2, 2.5, 3.5.
Die eigentlichen Vergrößerungshilfen.

Ich wähle einen Plastikvorsatz, schiebe ihn in die vorgesehene Halterung.
Er rastet solide ein, ich setze die Brille auf und bin bass erstaunt.

Man sieht – erstaunlich gut.
Was schon mal per se ein Statement ist, denn ich arbeite seit 30 Jahren mit Lupenbrille. Zunächst mit einer Keeler 2,5 Dioptrien-Klappbrille, später dann wurde es ein Orascoptic 4,3 TTL Modell.

Die Messlatte liegt also hoch.
Eigentlich hatte ich die CLB (China – Lupenbrille), ein Tipp von Michael Logies via Zahnmed, für einer meiner Assistentinnen bestellt. Wir werden alle älter und eine gewisse Altersweitsichtigkeit hat nach mir nun auch ein Teil meines Teams erreicht.

Aber natürlich will ich wissen, wie gut oder schlecht die CLB funktioniert, daher tausche ich für einen Tag mit meinen optischen Referenzgläsern.

Die CLB liegt (meiner) Kopfform gut an, die Nasenbügel lassen sich durch leichtes Biegen justieren. Ohne eingebaute Batterien (ja, die CLB verfügt über eine integrierte LED-Beleuchtung) trägt die CLB wenig auf, was Grundvoraussetzung ist dafür, dass man die Sehhilfe über den Tag hinweg akzeptiert. Die Beleuchtung kann professionelle dentale Lösungen nicht ersetzen, für kleinere Tätigkeiten im Zahnlabor oder Steri ist sie jedoch auf jeden Fall eine Unterstützung.

Ich arbeite dennoch ohne das LED-Licht, um das Gewicht der Konstruktion über dem Nasensteg geringer zu halten. So bringt mich die CLB gut durch den Tag. Sowohl Brillen – wie auch Lichtposition lassen sich in ihrer Neigung unabhängig voneinander variieren, Vermutlich findet so jeder die für ihn angenehme Blick-Position.

Kommen wir zum Fazit.
Für das schon ein Tag Arbeiten ausreicht.
Wegen 10 Euro 99 Cent nämlich muss ich nicht länger nachdenken. Die CLB ist ein Knüller und sollte jedem Zahnmedizinstudent der Welt am Tage seines Studienbeginns als Geschenk überreicht werden. Werden professionelle Lupenbrillen dadurch obsolet ? Auf gar keinen Fall. Aber die CLB ist irgendwie eine Königin der Herzen, der heimliche Preis/Leistungs-Sieger aller Klassen.

Gekauft via Amazon.

Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.

Werden SiFi-Filmszenarien wahr ?

Ist das ein machbarer Weg für die Reduktion des Covid -Infektionsrisikos in der Zahnarztpraxis ?

Wir haben ein Air Purifier – Gerät in der Praxis.
Den Nutzen schätze ich eher gering ein.
Es mag zwar möglich sein, die Raumluft über die Zeit hinweg zu reinigen, aber die Viren, die es erfasst, verbleiben ja zunächst im Raum selbst. Der MicroClimate – Helm setzt gewissermaßen an der Wurzel des Problems an, er hindert die Viren am Kontakt mit dem Träger.

Ich würde den MicroClimate Helm nutzen wollen, auch auf die Gefahr hin, dass er nichts bringt. Ich habe schon viel viel mehr Geld unnütz in der Praxis über die letzten 3 Jahrzehnte ausgegeben, da kommt es auf 200 Euro nicht an. Aber 2 Voraussetzungen müssen erfüllt sein: Der Helm darf von innen nicht beschlagen und ich muss mit dem Operationsmikroskop damit arbeiten können. Zumindest bei Letzterem zweifle ich, meine Erfahrungen mit einem Faceshield zugrundlegend.

Entscheidungshilfe in der Argumentation Pro DVT

Die Erstellung eines DVT´s im Zusammenhang mit endoodontischen Behandlungen ist immer ein Streithema, spätestens wenn es zum Punkt der Kostenerstattung der privaten Krankenversicherer und Beihilfestellen kommt. Hier eine neue Studie, die den Nutzen des DVT´s unterstreicht.


Clinical decision‐making and importance of the AAE/AAOMR position statement for CBCT examination in endodontic cases
M. Bhatt J. Coil B. Chehroudi A. Esteves J. Aleksejuniene D. MacDonald
First published: 31 August 2020 https://doi.org/10.1111/iej.13397
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Abstract
Aim

To compare conventional radiographic and cone beam computed tomography (CBCT) findings with reference to the American Association of Endodontics and American Academy of Oral and Maxillofacial Radiology (AAE/AAOMR) joint position statement and to determine the effect of the CBCT on the initial diagnoses and treatment plans in a single‐centre Postgraduate Endodontic Programme.

Methodology

The clinical CBCT scans of patients, treated at the Endodontic Department of the University of British Columbia, were reviewed for CBCT referrals by comparing them with corresponding radiographs. The features considered were periapical lesions, missed/extra canals, root fractures, complex anatomy, calcified canals and root resorption of tooth/teeth in question. Reasons for the CBCT prescriptions were assigned to 3 groups: to formulate the primary diagnosis, to confirm the diagnosis achieved by clinical examination and conventional radiographs, and to assist in treatment planning. Variables were compared statistically using chi‐square and McNemar tests.

Results

A total of 128 CBCT examinations were performed on 110 patients. No CBCT examination was performed more than once on the same tooth. Overall, 76% of CBCT examinations were performed on previously root filled teeth. CBCT images revealed a significantly higher incidence of periapical lesions (P = 0.002), missed canals (P < 0.001), vertical root fractures (P = 0.004) and complex anatomy (P = 0.008) than periapical radiographs. CBCT was prescribed most frequently to assist surgical treatment planning (62%) rather than for generating a diagnosis (9%) or confirming diagnoses (29%). Both the diagnosis (P = 0.001) and the treatment plan (P = 0.005) initially made by examining periapical radiographs were altered significantly by the subsequent CBCT examination by revealing information such as new periapical lesions, missed canals or involvement of buccal or lingual cortical bone.

Conclusion

CBCT examinations were prescribed mainly to assist treatment planning rather than for diagnosis. The majority of CBCT examinations were performed on previously root filled teeth. The additional information obtained from CBCT scans resulted in the alteration of the initial diagnoses as well as subsequent treatment plans in 59 out of 128 cases.

Finde den Fehler!

In der Süddeutschen Zeitung vom letzten Freitag auf der Titelseite.

„Es reicht einfach nicht.“


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