Endodontie in Berlin!

„Bei uns zählt nicht, wo man herkommt, sondern wo man hin will! „

Endodontologische Privatpraxis Berlin

Wir sind die endodontologische Spezialpraxis in Berlin. Und wir lieben was wir tun.

Sind Sie hoch motiviert, aufgeschlossen, begegnen anderen Menschen wertschätzend und respektvoll, lieben Qualität und legen Wert auf selbständiges und verantwortungsvolles Arbeiten? Sie suchen keine eintönige Routine, sondern ein abwechslungsreiches und besonderes Arbeitsfeld? Für Sie ist Teamwork keine Worthülse, sondern etwas, was es zu leben gilt? Dann sind Sie bei uns genau richtig!

Sie verfügen über mindestens eine erfolgreich abgeschlossene curriculare Weiterbildung oder über einen Master im Bereich Endodontie und sind mit dem Arbeiten am Mikroskop vertraut? Sie haben Erfahrung in der Behandlung komplexer Revisionsfälle, beherrschen die Entfernung frakturierter Instrumente ebenso, wie die Behandlung traumatisch geschädigter Zähne? Sie streben nach Perfektion und besitzen eine Liebe zum Detail?

Dann haben wir genau das Richtige für Sie!

Einen Arbeitsplatz mit langfristiger Perspektive in unserer vollständig auf Endodontie abgestimmten und überregional renommierten Praxis.

Unsere technische Ausstattung lässt keine Wünsche offen:

3 Zeiss-Mikroskope mit angeschlossener Foto- und Videodokumentation, das derzeit für endodontische Belange wohl beste kleinvolumige DVT- Gerät (VeraView X800M, Morita), 3 Premiumbehandlungseinheiten von Morita mit in der Einheit intergrierter Endometrie (RootZX), intraorales digitales Röntgen in jedem Behandlungszimmer, 2 B-Klasse Sterilisatoren (Miele 40B), Thermodesinfektor (Miele), vollständige Instrumentenorganisation im Tray-System, um nur die wichtigsten Eckpfeiler zu nennen.

Sie erwartet ein Team von erfahrenen und motivierten Mitarbeiterinnen, das Sie in der Behandlung sowohl in 4-Hand- als auch in 6-Hand-Technik unterstützen wird.

Unsere gesamte Praxisorganisation ist darauf ausgerichtet die Kommunikation mit unseren Patienten und unseren Überweisern so reibungslos wie möglich gestalten zu können.

Wir konnten Ihr Interesse wecken?

Dann freuen wir uns über Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen und auf ein persönliches Kennenlernen.

Dr. Jörg Schröder & Mario Müller M. Sc.

Ihre Bewerbungsunterlagen senden Sie bitte an Dr. Jörg Schröder (persönlich).

Endodontologische Privatpraxis Berlin, Holsteinische Strasse 53, 10717 Berlin

Trauma, MTA und Extrusion

von Oliver Schäfer

Freitag Abend, die Praxiswoche liegt hinter mir, als plötzlich das Handy klingelt. Die 14-jährige Cousine meiner Frau ist mit dem Roller gestürzt, 1 Zahn ist abgebrochen, es blutet – mehr Infos habe ich nicht als ich etwa 30min später in der Praxis ankomme. Kurz bevor die junge Patientin eintrifft, „wünsche“ ich mir eine unkomplizierte Kronenfraktur mit aufgeschürfter Lippe. Doch schon der extraorale Befund mit massiver Weichteilschwellung lässt einen anderen Verlauf vermuten. Intraoral:

  • Massive Lazeration der Wangeninnenseite ca. 0,5cm tief, klaffend
  • 21 nach bukkal luxiert und leicht verlängert, Lockerungsgrad II, Blutung aus PA Spalt
  • 32 horizontale Kronenfraktur mit Eröffnung der Pulpa. Frakturlinie von bukkal 3mm supragingival schräg nach lingual deutlich subgingival
  • Fragment 32 vorhanden, Blutung der lingualen Gingiva
Zustand 21 nach Trauma 
Zustand 32 nach Trauma 
Mein Vorgehen der Reihe nach:
  • Tetanus Impfschutz geprüft
  • Röntgen- und Fotodokumentation – keine Muße, erstmal Weichteilblutung stoppen
  • Anästhesie, Wunde der Wange genäht
  • Röntgen muss noch warten, wir näheren uns der magischen 1h Grenze für die vitale Pulpa
  • Fragment einprobiert, Blutung und Schwellung macht ein sauberes Wiederankleben unter Koffersam unmöglich, also weiter ohne beides
  • Partielle Pulpotomie ca. 0,5 mm um evtl. infizierte Anteile abzutragen und MTA besser applizieren zu können
  • Angulus MTA appliziert und mit Flow Composite abgedeckt
  • Röntgen 32 und 21, keine Anhaltspunkte für Frakturen – „Glück“ gehabt
  • 21 mittels TTS geschient
  • Alles dokumentiert und Patientin für den kommenden Tag wieder einbestellt
Um es an dieser Stelle vorweg zu nehmen 21 und 32 weisen 1 Jahr nach dem Trauma (noch) keine Komplikationen auf, sind vital, nicht klopf- oder druckempfindlich, mit physiologischen Sondierungstiefen. 
Zustand 21, 30 Monate PostOp
Zustand 32, 30 Monate PostOp
Spannend war die Versorgung von 32. Ich entschied mich gegen die Fragmentbefestigung, da mir ein weit subgingival und unter kaum trockenhaltbaren Bedingungen befestigtes Bruchstück wenig erstrebenswert vorkam und zugleich meine PA Chirurgischen Fähigkeiten ausbaufähig sind. Da damit auch die Kronenverlängerung ausschied, blieb noch die KFO. Leider gab es in diesem Fall keinen via Multiband zu korrigierenden Engstand im UK. Also Magnetextrusion!? Ich bestellte Neodym Magnete 2x1mm und klebte einen mit Composite auf den Stumpf von 32. Das Gegenstück wurde in eine Aufbissschiene einpolymerisiert und die Patientin so in die Sommerferien geschickt. Wöchentlich erfolgte die Kontrolle und das Versetzen des Magneten in der Schiene um je 1mm.
Vom Zahntechniker hatte ich dafür Platzhalter drucken lassen, um die Magnete möglichst achsgerecht im Abstand von 1mm zueinander platzieren zu können. Eine Kunststoffpinzette aus dem Bastelbedarf war für die Handhabung unabdingbar. Nach 3 Wochen kam die vormals subgingivale „Präpgrenze“ isogingival zu liegen und es konnte für eine e.Max Krone abgeformt werden. Inzidiert habe ich dabei lediglich einmal nach 2 Wochen.
Bleibt wie bei jedem Trauma die Hoffnung, dass alles gut wird (bleibt).