Wohlgeruch 3

von Christian Danzl

Hier ein weiteres Beispiel für die Praxisbeduftung:
Die Lampe Berger aus Paris.
Sieht fast aus, wie ein Spiritus-Brenner. Funktioniert auch ähnlich.
Über einen Docht wird das Duftmedium in den katalytischen Brenner gesogen. Er scheint aus poröser Keramik zu sein. Dort wird das Duftmedium angezündet. Die Flamme brennt ca. 10-15 cm hoch. Soweit noch wie beim Spiritusbrenner. Der katalytische Brenner wird dadurch aufgeheizt. Nach ca. 2 min ist die Flamme deutlich kleiner und kann ausgeblasen werden. Jetzt übernimmt der katalytische Brenner die Verbrennung: keine sichtbare Flamme, geringere Temperatur, das Schutzgitter kann aufgesetzt werden und die Duftstoffe werden freigesetzt.

Ein interessantes Verfahren.

Nachteile für den Betrieb in der Praxis:

– „offene Flamme“, kann nicht unbeaufsichtigt bleiben, deshalb
– nicht kindersicher
– muss bedient werden (anzünden, ausblasen, Schutzgitter aufsetzen, löschen mit Löschkappe)

also nicht Wartezimmertauglich

Vorteile:

– „Neutralduft“ erhältlich, auch zum Verdünnen geeignet
– geeignet für die schnelle Bekämpfung von Geruchsbelästigungen, nach 10 min riecht der Raum wieder frisch.

Einsteiger-Set mit Lampe, einem Duft und Neutralduft um die 40,- €.

Fazit: Funktioniert, aber kein „must-have“

Lampe Berger

Wohlgeruch 2

von Christian Danzl

Unsere Räucherstäbchen-Aktion zum Vertreiben der schlimmsten Gerüchen habe ich ja schon beschrieben. Es ist als „Sofortmassnahme“ nicht schlecht. Aber als Rund-um-die-Uhr Lufterfrischer nicht geeignet. Da aber fast jede Zahnarztpraxis ein wenig nach „Zahnarzt“ riecht, ist es wünschenswert einen angenehmeren, oder neutraleren Duft zu verbreiten. Auf der Suche nach einem besseren Geruch für die Praxis bin auf verschiedene Möglichkeiten gestossen.

Hier die erste:

Ein Raumlufterfrischer mit Duftöl, welches über Rattan-Stäbchen, die oben in den Behälter gesteckt werden, verteilt wird.
Zum Beispiel von Ipuro oder Leonardo.

Vorteile:
– einfach in der Anwendung. Intensität des Duftes wird über die Anzahl der Rattanstäbchen geregelt.
– relativ preiswert
– lässt sich jederzeit auch woanders einsetzen
– wieder verschliessbar (zumindest das bei mir im Gebrauch befindliche Leonardo Blue Elements) sollte man zwischendurch einen anderen Duft favorisieren

Nachteil:
– man muss es im Wartezimmer unzugänglich für (kleine) Patienten aufstellen. Es macht bestimmt unschöne Flecken auf Möbeln und  Teppich (von der folgenden „Duftbelästigung“ ganz zu schweigen) wenn die Flasche umgestoßen wird. Ebenso muss ein möglicher Verzehr von vorne herein verhindert werden.

Wohlgeruch?

von Christian Danzl

Neulich war es wieder soweit. Ich ging von einem Behandlungszimmer auf den Gang und…
…ich habe schon gerochen wer gerade die Praxis betreten hat. Wahrscheinlich bin ich nicht der einzige Zahnarzt, der Patienten mit (tw. seeeehr aufdringlichem) Körpergeruch hat. Bei uns werden diese Patienten normalerweise schnell ins Behandlungszimmer verfrachtet – damit die Patienten im Wartezimmer nicht allzusehr belastet werden – und bei offenem Fenster behandelt. Alle sind froh wenn diese, Gottseidank wenigen Patienten, die Praxis wieder verlassen haben. Mit großzügigem Lüften ist meist in 15 min der größte Mief draussen. Das klassische Flieder-Raumspray sorgt auch nicht schneller für Wohlgeruch.

Bei dem letzten „schweren Fall“ habe ich an die Räucherstäbchen gedacht, die schon länger in der Praxis liegen: Innerhalb von 10 min war die gesamte Praxis von üblen Gerüchen befreit.

Wenn Sie das nächste mal an einem Laden vorbeikommen, wo Räucherstäbchen angeboten werden (gibt es auch in Einrichtungshäusern als Raumparfum, z.B. Interio, oder bei Amazon), gehen Sie ruhig rein. Es gibt Unmengen von verschiedenen Düften, es ist bestimmt einer dabei, der Ihnen gefällt und zur Praxis passt. Lassen Sie sich beraten, es gibt bestimmt auch Düfte die „angstlösend“ sein sollen. Schaden kann es nicht. Und vielleicht gefällt es auch den Patienten, wenn es nicht immer penetrant „nach Zahnarzt“ riecht in der Praxis.