Hilfe, das kleine Beisl in unserer Strasse stirbt aus

Es gibt Dinge, die gehören für mich zu Wien.
Ein kleines Beisl, so nennt der Wiener ein traditionelles Gasthaus mit Hausmannskost.
Unscheinbar in einer schmalen Seitengasse.

Durch Zufall entdeckt.
Seitdem bei jedem Wienbesuch aufgesucht.

Man beachte die Vergangenheitsform.
AUFGESUCHT.

Heute stehen dort lange Schlangen vor der Tür.
Instagram hat „mein“ Beisl entdeckt.
Und ich habe es damit verloren.

Andere Beisl sperren zu. Aus Altersgründen. Keine Nachfolger. Zu viel und zu lange arbeiten möchte keiner mehr von den jungen. Und Mitarbeiter findet man auch nicht.

Meines ist noch da.
Hineingehen kann ich trotzdem nicht mehr.

Mit den traditionellen Kaffeehäusern sieht es nicht viel besser aus. Dafür gibt es jetzt Coffee Shops.
Ganz viele.

Nur.
Eine gute Tasse Kaffee macht noch kein Kaffeehaus.

Warum ich das auf WURZELSPITZE schreibe?

Weil diese Entwicklung auch uns in unseren Zahnarztpraxen längst erreicht hat.
Die Mitte gerät unter Druck.
Unsere Patienten.
Und wir selbst.

Was passiert, wenn gute Arbeit geschätzt wird, aber immer schwerer bezahlbar ist? Und wenn wir im Wettbewerb mit großen Versorgungszentren ausgerechnet das aufgeben, weshalb die Patienten zu uns kommen?

Darüber schreibe ich im vollständigen Beitrag auf der WURZELSPITZE-Patreonseite.