Immer gut…2026

Hier mal wieder ein Fall aus dieser Kategorie

die Mitte 40-jährige Patientin wurde uns überwiesen, weil es nicht möglich war alle Kanalsysteme bis apikal zu erschliessen.

Unser eigenes Röntgenbild zeigte einen der Gründe dafür…

glücklicherweise war das Fragment im distalen Kanal gut visualisierbar und innerhalb weniger Minuten zu entfernen.

Die zum Teil erheblichen Schmerzen der Patientin klangen nach der ersten Sitzung innerhalb von Stunden und Tagen ab…

hier der weitere Verlauf…

Take home message :

Immer- also IMMER mach Dein eigenes Röntgenbild vor Behandlungsbeginn !

Digitest 3

Es gibt ihn wohl schon eine Weile wieder – den elektronischen Sensibilitätstester von Parkell.
https://www.mwdental.de/559089-digitest-3.html

Das Vorgänger, oder vielleicht auch das Erstmodell, soggenau weiß ich das nicht haben wir seit Jahren in der Anwendung und möchten das Gerät nicht missen.
Hier hatten wir zuletzt berichtet und nach Alternativen gesucht, die es damals nur bei eBay gab.

Der Preis, nun ja ist schon recht abenteuerlich.
Wir haben noch die Hälfte bezahlt. MW Dental hat gerade ein Sonderangebot von 499,00 Euro.

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Bild(er) des Tages 20260217 => Keine Endo wie geplant – nur eine Füllung

Der Patient kommt aus England.
Von Zeit zu Zeit kehrt er, als junger Mensch nach Groß-Britannien ausgewandert, in seine Heimatstadt zurück. Wir kennen uns seit unserer Jugend. Haben uns nach mehr als 4 Jahrzehnten 2025 wiedergetroffen und er hat mich um mich um Rat gefragt, seine Zähne betreffend. Mehrere Zähne sollten extrahiert werden, andere fehlen schon.

Zahn 45,46,47 wiesen insuffiziente Restaurationen auf und massive apikale Aufhellungen.

Der Patient war bereit, den Weg von Wales nach Deutschland für eine Behandlung auf sich zu nehmen und so haben wir im Frühjahr und Sommer 2025 die endodontischen Behandlungen an diesen Zähnen durchgeführt.
Was vielleicht nicht dies schlechteste Idee ist, ich komme gleich darauf zurück.

Gestern war der Patient zur Halb- Jahres- Kontrolle post WF da und es war in diesem Zusammenhang geplant, die postendodontischen Stabilisierungen an 45,46,47 sowie weitere endodontische Behandlungen an den Zähnen 16 und 27 durchzuführen.

Doch dazu kam es nicht.
Zunächst jedoch zeigte der Patient sich erstaunt darüber, dass an Zahn 27 überhaupt ein Behandlungsbedarf bestand, hatte er doch vor kurzem, konkret im Januar 2026 an Zahn 27 von einem Zahnarzt vor Ort eine Füllung an diesem Zahn bekommen.

Kann man es einem Patienten verdenken, wenn er misstrauisch ist, wenn ein Zahnarzt ihm einen Behandlungsbedarf suggeriert, an einem Zahn, der vor kurzem erst behandelt worden war???

Wohl kaum.

Dank Kamera am OP- Mikroskop ist es jedoch kein Problem, den Sachverhalt zu visualisieren und damit im wahrsten Sinne des Wortes sichtbar zu machen.

Hier sieht man den Status Quo von heute.

Eine Verwechslung von Seiten des Patienten, die ich zunächst angenommen hatte, kann insofern ausgeschlossen werden, dass es sich beim Zahn 27 um den einzigen noch verbliebenen Molaren im 2. Quadrant handelt und der Patient den Zahnarzt aufsuchte, weil ihm dort ein Stück vom Zahn abgebrochen war, er also die Lokalisation des Defektes diesem Zahn zuordnen konnte.

Was tun?
Die neue Füllung belassen ?

Weil sie neu ist ???
Ich habe nach Rücksprache mit dem Patienten die neue Füllung ausgetauscht.

Hier ein paar Bilder nachfolgend vom Verlauf der Behandlung.

Weiche Karies im Bereich des Füllungsrandes, die sich nach Entfernen des distalen Füllungsrandes offenbart, mesial davon das bereits exkavierte harte und helle Dentin.

Und hier das Ergebnis nach Füllung.
Eine endodontische Behandlung erscheint mir gegenwärtig nicht notwendig.

Was der Patient zum Abschluss noch erzählte.
Der Zahnarzt war kein Zahnarzt des NHS, also der gesetzlichen zahnmedizinischen Versorgung, kein „Kassenzahnarzt“, sondern ein Privatzahnarzt.

Die Behandlung in England hat 20 Minuten gedauert und umgerechnet 170 Euro gekostet.

Endo at its best! 60. Jahrestagung der „Neuen Gruppe“

Liebe Wurzelspitze-Freunde,

in meiner Funktion als aktueller Präsident der „Neuen Gruppe“ habe ich das große Vergnügen  Euch vom 19. bis 21. November 2026 zur 60. Jahrestagung der Neuen Gruppe  nach Berlin einzuladen.

„Endo at it’s best!“

Das Motto dieser Tagung ist Programm. Wir wollen zeigen, was Endodontie heute kann -präzise, praxisnah und mit Leidenschaft.

Die Tagung findet im Hotel Adlon statt – also mitten im Herzen der Hauptstadt.

Auch in Sachen Endodontie werden dort im November 2026 entscheidende Impulse gesetzt. 

Berlin ist laut, lebendig und manchmal ein bisschen widersprüchlich – genau das macht den Reiz aus.

Das Line-Up der Vorträge ist außergewöhnlich. Praxis pur gewürzt mit herausragender Wissenschaft! Dynamische Navigation, Resorptionstherapie, Regeneration nach WSR und vieles mehr warten auf Euch!

Eines der Highlights werden die 4 Hands-On-Workshops am Donnerstag, den 19. November sein.

Diese haben es wirklich in sich. Nicht nur zuhören, sondern mitmachen. Nicht nur diskutieren, sondern umsetzen. Maximal 20 Teilnehmer je Hands-On.

Hier die Details:

Antonis Chaniotis & Hugo Sousa Dias,  Blocked & Curved Canals“
Patency sichern, Gleitpfade reproduzierbar etablieren – unter dem Mikroskop. In diesem intensiven Hands-on-Kurs arbeitet jede/r Teilnehmer/in am eigenen Mikroskop an 3D-gedruckten Replikas realer Behandlungsfälle. Trainiert werden der Umgang mit Krümmungen, Kanalaufzweigungen, Stufen und Kalzifikationen – inklusive Strategien zur Vermeidung von Transportation, Perforation und Instrumentenfrakturen. High-End-Endo, maximal praxisnah.

Stéphane Browet, „Kofferdam-Mania“ Sichere Isolation auch in schwierigen Fällen: Dieser praktische Kurs vermittelt ein zielorientiertes Kofferdam-Konzept für stark zerstörte Zähne. Mit dem Target-Driven- Isolation-Protocol lernen Sie, Isolations-Challenges präzise zu analysieren, das Isolationsfeld klar zu definieren und jeden Schritt effizient umzusetzen. Mehr Kontrolle, mehr Sicherheit, besserer Workflow.

Paula & Michael Arnold,  „Fragmententfernung“ Keine Angst vor Fragmenten! Frakturierte Instrumente gehören zu den möglichen Komplikationen während der mechanischen Erweiterung komplizierter Wurzelkanalsysteme. Je schwieriger die Behandlungsfälle sind, desto größer wird das Risiko einer Instrumentenfraktur. Mehr als 90 % aller Fragmente lassen sich nach neuester Studienlage erfolgreich ohne chirurgischen Eingriff entfernen. In diesem Hands-On-Workshop werden zu Beginn folgende wichtige Fragen beantwortet:

1. Wann muss ein Fragment entfernt werden und wann kann es belassen werden?

2. Welche Methode ist zur Entfernung von Fragmenten geeignet?

3. Welche Hilfsmittel werden bei welchem Schwierigkeitsgrad benötigt?

Anschließend setzen die Teilnehmenden das zuvor Erlernte an vorbereiteten Zähnen um. Dazu ist jeder der 20 Arbeitsplätze mit einem Dentalmikroskop ausgestattet!

Jana Hüsch & David Appel, „Teamarbeit in der Endodontie“ Raus aus dem Improvisieren – rein in den Endo-Flow: Ein Workshop für das gesamte Endo-Team – von Assistenz bis Behandler*in. Ihr trainiert Vier- und Sechs-Hand-Technik, ergonomische Workflows und eingespieltes Teamwork, damit Behandlungen sicherer, schneller und souveräner laufen. Mit kurzer Theorie und viel Praxis bekommt ihr sofort umsetzbare Tools für Kommunikation, Instrumentenmanagement und effizientes Arbeiten. Mehr Qualität. Mehr Routine. Mehr Teamharmonie. 

Praxisnah, greifbar, kollegial. Das ist der Kern dieser Tagung: Wir wollen Endodontie zeigen, wie sie im Alltag wirklich funktioniert – Eben „Endo at it’s best!“.

Ganz sicher ist: Wer die Workshops, Vorträge und Gespräche in Berlin erlebt, wird mit frischen Ideen nach Hause gehen.

Da es unsere 60. Jahrestagung sein wird, feiern wir nicht nur das Heute, sondern auch das, was uns hierhergebracht hat. Sechs Jahrzehnte voller Leidenschaft, Wissen, Austausch und Freundschaft.

Natürlich darf dabei das Berliner Drumherum nicht fehlen.

Wir möchten auch außerhalb der Vorträge Zeit miteinander verbringen und laden herzlich zu unserem Begrüßungsabend in die „Austernbank“ und zu unserem  Festabend ins  „The Grand“ ein.

Merkt Euch den Termin – 19. bis 21. November 2026

Freut Euch auf drei Tage voller Inspiration, spannender Einblicke und praxisnaher Begegnungen. Hier geht’s zur Anmeldung!

Ich freu’ mich jetzt schon darauf, viele Wurzelspitzler  im kommenden Jahr in Berlin begrüßen zu können – bei „Endo at it’s best!“

Herzliche Grüße Jörg Schröder

ENDO 21 Podcast Folge 8 – Das DVT in der Endodontologie Teil 1

Im ENDO 21 Podcast diese Woche – Folge 8 – reden wir über das DVT in der Endo.


Die erste von mehreren Folgen zu diesem Thema.
Wie und warum sind wir zum DVT gekommen ?

Wann war das und wie hat sich unser Arbeiten dadurch verändert ? 

Und wie war/ist die Akzeptanz dieser Art der Röntgendiagnostik ?
Damals und heute?

Luisa – Zustand nach Avulsion Zahn 11

Die heute 14-jährige Luisa stellte sich erstmals im Sommer 2025 bei uns vor. Ein paar Tage zuvor hatte sie einen Abszess in der Oberkieferfrontzahnregion entwickelt. Dieser wurde im zahnärztlichen Notdienst therapiert.

Die Anamnese ergab, dass das Mädchen circa vor vier Jahre eine Avulsion des Zahnes 11 erlitten hatte. Eine weitere Therapie erfolgte nach Replantation und Schienung seiner Zeit nicht.

Die radiologische Situation im Sommer 2025 zeigte Folgendes:

Ausgeprägte apikale Aufhellung Regio 11 und 12; infektionsbedingte Resorption Zahn 11 bei nicht abgeschlossenem Wurzelwachstum; (ViPr 12:+)

Die klinische Untersuchung ergab keine Hinweise auf eine vorliegende Ankylose. Zusammen mit der Mutter entschieden wir uns für einen Erhaltungsversuch.

Drei Monate nach dem ersten Behandlungstermin zeigte sich folgendes Bild:

Wir entschieden uns daraufhin einige Zeit später die Behandlung abzuschliessen.

Mit dem bisherigen Heilungsverlauf bin ich mehr als zufrieden…

mal schauen, wie es weitergeht.

3 Jahre mit dem Er:Yag Laser in der endodontisch spezialisierten Praxis – Fälle (1)

Diese Fälle sind sehr speziell, zeigen lediglich welche Möglichkeiten die LAI bieten kann. Es gibt keine Evidenz dafür. Wir werden die Fälle weiter verfolgen und hier einstellen, insoweit wir es möglich ist.

Der erste Fall.
Uns wurde ein Patient geschickt, wir sollten das fakturierte Instrument entfernen und den Patienten wieder zurück überweisen zur Fortsetzung der Behandlung.
Dies lehnen wir ab. Wenn ein Fragment entfernt wird, dann ist die entsprechende weitere Aufbereitung und Wurzelfüllung meistens besonders schwierig, weil Stufen und ggf. Blockierungen die weitere Behandlung extrem erschweren oder unmöglich machen.

Nach dem Telefonat mit dem HZA haben wir uns aufgrund einer finanziell angespannten Lage des jungen Patienten entschieden, die Instrumentenentfernung zu versuchen und die Kanalstruktur (Radix entomolaris) nach Desinfektion zu füllen. Der Patient gab ständig latente Beschwerden an.

Bei dem Instrument handelte es sich um ein Reciproc-Instrument, wahrscheinlich eine R25.
Auf Grund der Lage und Wurzelanatomie ist an der Innenkurvatur wenig bis gar kein Substanzabtrag möglich, ohne die Wurzel zu perforieren. Damit ist eine problemlose Entfernung des Fragmentes fraglich.


Klinisch stellte sich die Situation, wie vermutet, dar. Das Instrument ließ sich mit Ultraschall lockern, eine Entfernung war nicht möglich. Für eine Schlaufentechnik fehlte der Platz.
Ein Passieren des Fragmentes mit Handinstrumenten war nicht möglich.
Letztendlich blieb nur der Versuch, mit mehr Substanzabtrag, das Fragment entfernt zu bekommen. Das hat aber eine Perforation mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Folge.
Alternativ

es ist ein Versuch, um das Fragment herum die Desinfektion zu erreichen.
Wir haben uns für Letzteres zusammen mit dem Patienten entschieden.
Mittels LAI haben wir zunächst versucht, das Fragment „herauszuspülen“. Das gelang nicht.
Aber das Fragment ließ sich nun deutlich bewegen. Mittels Handinstrument #08 habe ich dieses Fragment in der koronalsten Position fixiert und nochmals mit LAI (Sweeps) desinfiziert.
Anschließend wurde Ca(OH)₂ eingebracht und der Zahn provisorisch verschlossen.

Nach 14 Tagen gab der Patient an, sofort nach der Behandlung schmerzfrei gewesen zu sein.
Nach abschließender Desinfektion mittels LAI und Fragmentpositionierung mittels Handfeile erfolgte die Füllung der Kanalstruktur in einer Squirtingtechnik mit erwärmter Guttapercha und Totalfill-BC-Sealer. 
Im Recall nach 6 Monaten war der Patient weiterhin schmerzfrei und die Radix entomolaris unauffällig. 
Anbei die erklärenden Bilder.

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Endo 21 – Podcast Folge 8 – 2D-Röntgen Teil 2 Speicherfolie vs Sensor und Röntgen-Techniken in der praktischen Durchführung

Am 15. Februar um 21:12 Uhr erscheint Folge 8 unseres Endo 21 – Podcasts.
Tomas Lang und ich reden im zweiten Teil unserer 2D – Röntgtenbetrachtung über moderne 2D-Röntgentechnik in der Endodontologie:

🔹 Speicherfolie vs. Sensor – Vor- und Nachteile im klinischen Alltag
🔹 Welche Röntgentechniken bringen einen diagnostischen Mehrwert?
🔹 Wie gehe ich systematisch vor, um nach der Aufnahme genau das zu sehen, was ich sehen möchte?

Außerdem – mein Plädoyer, warum die Nadelmessaufnahme ein fester Bestandteil im Curriculum Endodontologie der DGET und des Masterstudiengangs Endodontologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf sein sollte.

Unbeliebt bei den Teilnehmern, aber wirklich sinnvoll. Und umso unverzichtbarer, je weiter man noch am Anfang seiner beruflichen Karriere steht….

Endo 21 findet man bei Spotify und bei Apple Podcasts.
Jetzt vormerken: 15.02. | 21:12 Uhr

Kleine Perforation bei einem Oberkiefer-Prämolaren

Heute zeige ich einen von uns sehr kürzlich behandelten Fall eines oberen Prämolaren, bei dem es alio loco bei der Kanalsuche zu einer kleinen zentralen Perforation am Kavitätenboden kam.

Mit etwas anatomischen Wissen und entsprechender Vergrösserung war es kein grösseres Problem den sehr sehr dezenten Kanaleingang bukkal aufzufinden und das System schliesslich zu präparieren.

Der Verschluss der kleinen Perforation erfolgte mittels MTA.

Hier einige Bilder und mehr zu dem Fall…

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3 Jahre mit dem Er:Yag Laser in der endodontisch spezialisierten Praxis (5)

2022 haben wir uns für den Kauf eines Er:Yag Lasers von Fotona – SkyPulse Versa- entscheiden.

Lohnt sich die Anschaffung eines Lasers für die LAI?

Der Einsatz ist mit nicht unerheblichen Kosten verbunden, die in der Gebührenordnung für Zahnärzte berücksichtigt werden. 
Ein finanzieller Gewinn ist nicht zu erwarten!

Therapeutisch stellt sich die Situation ganz anders dar.
Nach anfänglich sporadischem Einsatz wird der Laser jetzt in fast jeder endodontischen Behandlung eingesetzt, wenn der Patient den damit auf ihn zukommenden Kosten zustimmt.

Anhand von einzelnen Fällen möchte ich darstellen, wo die Vorteile und die Chancen der LAI liegen können. Als erstes Beispiel ein Bild in einer endodontischen Zugangskavität, mit initialer Instrumentierung der Kanaleingänge, vor und nach 30 Sekunden Sweeps.

Demnächst kommen noch einige Fälle, die teilweise sehr speziell sind, nicht der Effekthascherei dienen, sondern zeigen, was mit der LAI möglich sein kann.

Aus meiner jetzigen Sicht haben sich die Anschaffung und die Einbindung der LAI in mein endodontisches Behandlungsprotokoll bewährt. Die Kosten sind sehr hoch, die Integration in die Behandlungsergonomie ist möglich, der Zeitaufwand für die Behandlung, Wartung und Instandhaltung darf nicht unterschätzt werden.

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Fundstück am Wochenende

Dem Mutigen hilft Gott !

Schiller.
Wilhelm Tell.

Warum ich das schreibe ?

Weil ich am Wochenende diesen Text wiedergefunden habe.
Fast 100 Jahre alt.

Es hat sich nix geändert.

Welche Schlüsse ich daraus ziehe und was zu tun ist sinnvollerweise, darüber berichte ich auf unserer WURZELSPITZE Patreon-Seite.

In der 7. Folge unseres Endo 21-Podcastes sprechen wir…

In der 7. Folge unseres Endo 21-Podcastes geht es zwischen Tomas Lang und mir weiter um 2D Röntgen-Techniken und dabei um die Unterschiede und jeweiligen Vor- und Nachteile von Sensoren und Speicherfolien. Und es geht um exzentrische Aufnahmen auf die eine oder andere Art und die Frage, wann man Röntgenmessaufnahmen machen sollte und ob man diese obligat benötigt.

Die Folge erscheint wie immer Sonntagabend um 21 Uhr 12.
Zusätzlich gibt es heute – ein Herzens-Anliegen von Tomas – noch eine Bonus-Folge, die, das Kinderüberraschungs-Ei als Vorbild – „in jedem siebten Ei..“ – im Siebener – Abstand zusätzlich erscheint. Und zwar dann am Sonntag Morgen um 9 Uhr 12.

Es geht dabei um nicht-zahnmedizinische Themen, wenngleich sicherlich der Bezug zur Endo immer wieder durchblitzen wird.

Aus zwei mach eins

Bei dem nachfolgenden Patienten (25 Jahre mit Zahntrauma in der Vergangenheit) wurden wir vor einiger Zeit gebeten zwei Unterkiefer-Frontzähne endodontisch zu behandeln.

Unsere klinisch-radiologische Untersuchung zeigte allerdings, dass voraussichtlich nur ein Zahn eine Intervention benötigt…

post-op nach endodontischer Behandlung zweier Kanalsysteme in insgesamt 2 Terminen

knapp 1 1/2 Jahre später scheint sich unsere Einschätzung zu bestätigen…

Immer gut kritisch zu bleiben ;-)

Freu :-)

3 Jahre mit dem Er:Yag Laser in der endodontisch spezialisierten Praxis (4)

2022 haben wir uns für den Kauf eines Er:Yag Lasers von Fotona – SkyPulse Versa- entscheiden. Hier, Hier und hier berichteten wir bereits.

Wie stellt sich die Kostensituation dar?

Neben den Kosten des Gerätes sind folgende Kosten wiederkehrend:
Faserspitzen, je nach Anwendung – hier im Fotona-Shop
Die Spitzen sind bruchanfällig. Anfänglich haben diese bei uns für max. 3–4 Anwendungen gehalten. Einige Vorsichtsmaßnahmen haben dazu geführt, daß die Faserspitzen deutlich länger funktionieren. (Bei täglicher Anwendung sind 2 Monate möglich.)
Die Faser selbst hält lange, aber in dem Metallkörper ist auf der Faser ein kleine, klarglasige Kugel. Diese bricht irgendwann ab und die Faserspitze ist dann unbrauchbar.

Ersatzteile für das Handstück – hier im Fotona-Shop
Pro Jahr und Handstück haben wir ca. 2 Spiegel verbraucht.

Hinzu kommen Kosten für Wartung und Sicherheit – jährlich:
Wartung – STK-Prüfung – ausschließlich durch qualifiziertes Fotona-Servicepersonal –
Der Tausch der Ionisierungskartusche und des Kühlluftfilters erfolgt bei dieser Wartung.
Kosten: ca. 1500 Euro.

Welche Veränderungen gibt es im Zeitmanagement der endodontischen Therapie?

Der Einsatz des Lasers für die LAI in der endodontischen Therapie hat pro Behandlungssitzung einen Mehraufwand.
Dieser setzt sich wie folgt zusammen:
– Ca. 10 Minuten/Sitzung in der Behandlungsphase für den einmaligen Einsatz des Lasers, 15 Minuten für zwei LAI/Sitzung.
(Vorbereitung: Alle Mitarbeiter und Patienten müssen Laserschutzbrillen aufsetzen, die Fenster müssen abgedeckt sein, Laserwarnleuchte muss eingeschaltet werden.)
– Ca. 20 Minuten/Sitzung für die Vorbereitung und Nachbereitung inklusive Sterilisation und Wartung.
Zusätzlich haben sich bei uns die Spülmengen mit NaOCl und EDTA mindestens verdoppelt.
(Zwischen ca. 10–30 ml NaOCl und ca. 10–20 ml EDTA.)

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Die 7. Hand am OPM – Wir nähern uns der finalen Version

So sah das Ganze am OP- Mikroskop montiert aus. Die eingebauten Knebelschrauben haben wir genutzt, um eine sinnvolle Winkelstellung herauszufinden.

Am Ende haben wir uns für diese Position hier entschieden.

Die habe ich dann zu Hause in eine statische Version überführt, die deutlich leichter und weniger sperrig daherkommt.

Ich bin gespannt, wie sie morgen früh sich am Pro Ergo bewährt.
Und ob Alles so passt, wie ich mir das vorgestellt habe.