aus 7 mach 11

von Bodald Necker

Alle Jahre wieder, wenn der Pat zur Kontrolle kommt, gibt es wieder ein Bild.
Wie schon hier nach 7 Jahren gezeigt (und dazwischen auch hin und wieder) sieht die Füllung auch nach 11 Jahren auch immer noch passabel aus.
Trotz einer Mundhygiene, bei der sich der Patient sicher nicht überlastet.

Die Füllung wird weiter halten, und wird sicher auch, die – als nicht erreichbar prognostizierten – 7 Jahre, zwei mal erreichen.

 

 

11 y follow-up

11 y follow-up

 

 

 

7 Jahre

von Bodald Necker

wie schon hier prognostiziert, ist diese Füllung am 16 nun endlich 7 Jahre im Mund. Wie man es vor 11 Jahren nicht geglaubt hätte.
Mittlerweile ist der Zahnhals versorgt und der 7er hat auch eine neue Füllung.

Aber die Füllung am 16 ist in situ und funktioniert.

Und das gut.
Sogar sehr gut.

Und das wird sie noch länger tun. Wie lange?

Ich weiss es nicht.

Aber ich schätze, die 10 Jahre kriegen wir hin.

Und mehr.

Die Bilder sind übrigens – um auf den Artikel von gestern zu verweisen – mit der Sanyo Xacti E6 gemacht.
Ich bin mir nicht sicher, ob der Titel „Thronfolger“ für die Pentax eine glückliche Wahl ist.

Schutzbrille reloaded

von Christian Danzl

Endlich habe ich die Schutzbrille gefunden, die ich gesucht habe. Mit meinen 2720 von 3M bin ich sehr zufrieden. Als Standard Schutzbrille zum Arbeiten für die Helferinnen und für mich. Es gab sie nur nicht mit orange-Roter Scheibe zum Ausfiltern des Blaulichtes der Polymerisationslampe. Die Swiss-eye war schon besser als nichts, aber im neuen Ultradent-Katalog (Dan Fischer) ist sie drin: Gleiche Form wie die 3M, aber in orange-rot. Sie filtert das Licht von 290 bis 320 nm Wellenlängen aus.

Wer sie braucht?

Ich nicht, aber Patienten, zum Schutz gegen das grelle blaue Licht der Polymerisationslampe.

Und Helferinnen, die nie dorthin schauen können, wo sie Komposit polymerisieren, und somit nicht immer dass Licht da ankommt, wo es hin soll…..

Die wahre Bestimmung von Keimbestimmungsöfen (Brutschränken):

von Stefan Verch

Speicheltest? Kariesbestimmung? Lactobazillen? Streptokokken?

Wird im Mund gemacht, also klinisch beurteilt – Bakterien anzüchten macht wenig Sinn.

Und was mache ich mit meinem alten Ofen zur Bakterientestanzucht?

Nicht wegwerfen!

Kompositmaterialien sollten als hochvisköse Massen entweder bis zu einem gewissen Maße trotzdem fließend  und selbstglättend sein oder genau invers fest und modellierbar.

Erste benutze ich sehr gern als Dentimassen, die sich Nischen und Winkeln anschmiegen sollen ( Enamel Plus HFO Micerium) ; zweitere benutze ich als Schmelzmassen ( und hier Micerium Enamel Plus HRi), wenn die Modellierfähigkeit und Standfestigkeit im Vordergrund stehen. Schmelzmassen müssen und dürfen nicht mehr fließend und selbst glättend sein, da man mit ihnen Höcker oder Schneidekanten modellieren will. Das Anschmiegen an den Zahn und die Dentinmassen kann durch den Modellierdruck erwirkt werden .

Leider nimmt bei den Schmelzmassen auch die Tendenz zu, Blaseneinschlüsse und Inhomogenitäten zu erzeugen, je modellierfähiger und hochvisköser die Massen werden – also auch schlechte Verbundzonen zu tieferen Schichten.

Eigentlich fand ich bei jeder Schmelzschichtung solche unzufriedenstellenden Bereiche –  Abhilfe schafft Wärme.

Man erhitzt das Komposit einfach vor, Micerium empfiehlt zwischen 39 bis 46 ° Celsius. Die Dentinmassen werden noch fließender und selbstglättender – fast wie ein Flow. Und die Schmelzmassen haben eine tolle homogene Konsistenz, die man bei Andrücken in die Kavität regelrecht spürt und auch beim Bedecken der Anschrägungen, weil die dünn ausgedrückten Ränder nicht mehr abreißen wie beim unerhitzten Komposit .  Die Blasenbildung ist deutlich reduziert!

Zum Aufheizen der Massen kann man einen unhandlichen, unhygienischen Ofen für 400 Euro von Micerium kaufen – oder einen großen für 270 €, der eigentlich für Bakterientest Bebrütungen gedacht ist ( Cultura M).

Im zweiten Fall ist man alle Platzsorgen los: er bietet Platz für alle Farben. Im oberen Fach lagern die Auswahlfarben; im unteren werden die spezifischen Farben jedes Mal nach Portionsentnahme zwischengelagert. So bleiben die oberen Farben unkontaminiert und die unteren Tuben kann man abwischen und auch das Fach desinfizieren.

Und wenn man dabei ein „Kellerkind“ (dort lag er jahrelang)wie meinen alten Speicheltestbrutschrank reanimieren kann – dann freut man sich über die neue Bestimmung des Gegenstandes!