Sehhilfe

von Christian Danzl

In einer Zahnarztpraxis sind nicht nur die Geräte einer gewissen Alterung unterworfen. Auch das Personal wird im Laufe der Jahre merken, dass verschiedene Dinge nicht mehr so sind wie früher.
So bemerkt man, dass durchaus beim Lesen, dass die Arme „zu kurz“ werden, wenn Elastizität der Linse im Auge nachlässt, und die Altersweitsichtigkeit zuschlägt.
Ist nichts neues, trifft fast alle.
Also ist eine Lesebrille nicht verkehrt.
Wenn es nur ums Lesen geht, reicht es in der Zahnarztpraxis auch. Beim Assistieren am Stuhl wird es schon schwieriger, da die meisten Lesebrillen nur bedingt als Schutzbrillen geeignet sind.

Mögliche Lösung des Problems sind „Leselinsen“ oder „Nahteilsegmente“.
Das sind auf Brillengläser aufklebbare Vergrösserungslinsen.

Wir haben in der Praxis zwei Typen getestet, einmal die Nahteilsegmentfolien „Press-On“ von 3M und die „Leselinsen“ von Hydrotac.

Beide Folienlinsen werden mit einem Tropfen Wasser auf die Brillengläser (innen oder aussen) aufgebracht, positioniert, festgedrückt und der Wasserüberschuss entfernt.
Die Linsen sind abnehmbar und können auf einer anderen Brille neu angebracht werden. Sicher nicht unendlich oft.

Mein erster Gedanke: Kann nicht gehen!

Geht doch. Und zwar gar nicht mal so schlecht.

Diese Linsen sind jetzt kein Allheilmittel, da braucht man sich nichts vormachen.
Die Linsen halten zwar sehr gut auf der Brille, die Reinigung ist aber durch die entstehenden Kanten auf dem Brillenglas erschwert. Es empfiehlt sich auch die Linsen auf der Innenseite der Gläser anzubringen, da bei der Schutzbrille aussen die Verschmutzung stärker sein wird (ausser die Gläser sind zu nah am Auge, dann ist potentielle Wimperntusche auch ein Problem).
Besser gefallen haben wir die Hydrotac, da dies richtige Linsen sind, während es sich bei den 3M um Fresnel-Linsen handelt. Diese sind zwar dünner, aber wegen der unebenen Oberfläche, deutlich schlechter zu reinigen.

Preislich liegen beide Systeme um 35,- €. Nicht unbedingt ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass die meisten Standard-Schutzbrillen um weniger als die Hälfte zu haben sind. Allerdings lassen sich auch Laser- und Blaulicht-Schutzbrillen einfach umrüsten.

 

Fresnel-Linsen 3M Press-On

3M Press-On

Hydrotac

Euronda Schutzbrille Cube Orange

von Hans – Willi Herrmann

Auf der Infodental Mitte in Frankfurt am letzten Wochenende habe ich bei Euronda am Messestand die Schutzbrille Cube Orange entdeckt.

Sie sitzt gut bei angenehmem Tragekomfort und schließt sehr gut auch nach unten hin ab. Eine Schwachstelle unserer bisher genutzten Schutzbrillen beim Arbeiten unter dem Dentalmikroskop, weil sich beim liegenden Patienten doch eventuell etwas unter der dann nicht mehr optimal anliegenden Brille durchmogeln kann. Ich bin gespannt, ob sich die Brille (Preisempfehlung des Herstellers 22,90 Euro)  im Praxisalltag bewährt und werde berichten.

Update Schutzbrille

von Christian Danzl

Wie hier schon beschrieben haben wir das Modell 2720 von 3M als Schutzbrille in der Praxis. Für Mitarbeiter und Patienten. Damals war nach einem guten Jahr war bei den Brillen noch kein Verschleiss festzustellen.

Jetzt, nach einem weiteren guten Jahr, geht es bei einigen Brillen so langsam los mit dem Verschleiss. Es lassen sich kleine Kratzer in der Scheibe feststellen.

Aber nach gut 2 Jahren eine erträgliche Zeit.

Schutzbrille reloaded

von Christian Danzl

Endlich habe ich die Schutzbrille gefunden, die ich gesucht habe. Mit meinen 2720 von 3M bin ich sehr zufrieden. Als Standard Schutzbrille zum Arbeiten für die Helferinnen und für mich. Es gab sie nur nicht mit orange-Roter Scheibe zum Ausfiltern des Blaulichtes der Polymerisationslampe. Die Swiss-eye war schon besser als nichts, aber im neuen Ultradent-Katalog (Dan Fischer) ist sie drin: Gleiche Form wie die 3M, aber in orange-rot. Sie filtert das Licht von 290 bis 320 nm Wellenlängen aus.

Wer sie braucht?

Ich nicht, aber Patienten, zum Schutz gegen das grelle blaue Licht der Polymerisationslampe.

Und Helferinnen, die nie dorthin schauen können, wo sie Komposit polymerisieren, und somit nicht immer dass Licht da ankommt, wo es hin soll…..

Schutzbrille revisited

von Christian Danzl

Von meinen geliebten 2720er Schutzbrillen habe ich ja schon geschrieben.

Auch beschriebener Nachteil:
Bei 3M ist keine orange Scheibe verfügbar.

Durch Zufall habe ich beim Optiker eine alte bekannte wieder gefunden – die Swiss Eye Outbreak.
Und diese gibt es mit oranger Scheibe. Ich hatte sie vor Jahren einmal. 

Die „Outbreak“ von Swiss Eye ist der 3M-Schutzbrille seeeehr ähnlich (früher waren sogar die Bügel gleich).
Die orange Scheibe filtert das Blaulicht der Polymerisationslampe nicht komplett aus, aber die Reduktion ist deutlich zu sehen.
Das macht sich sehr gut bei Patienten und auch bei lichtempfindlichen Helferinnen, die nicht in die Richtung des Blaulichtes schauen können.

Der Preis von knapp 35 Euro aber leider fast 5mal so hoch, wie bei 3M. 
Aber bei einer 3M-Schutzbrille fehlt auch der „Coolness-Faktor“. 

 

Swiss Eye Outbreak

mit Polymerisationslampe

etwas modifizierter Bügel bei der "Outbreak"

Schutzbrille, die Zweite

von Christian Danzl

Auch bei uns in der Praxis waren Schutzbrillen ein Thema. „Gelandet“ sind wir inzwischen bei 3M, Modell 2720.

UV-Schutz, Anti-Beschlag- und Anti-Kratz-Beschichtung. Gewicht 24g. Die Scheibe aus Polycarbonat ist verfügbar in klar, gelb und grau (leider nicht in orange, um das blaue Licht der Polymerisationslampe rauszufiltern).

Ein Verschleiss ist bei unseren Brillen bis jetzt nicht zu bemerken.

Preis: von 5,75 bis ca. 10,-€
Zu beziehen über:
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Medikalprodukte 

3M 2720