Super-GAU – Dentapen defekt (I)

Zu Beginn der letzten Vormittagsbehandlung der Super-GAU…

während der Applikation bricht unser geliebter Dentapen ab und schaltet sich aus…

alle Versuche das Gerät wieder zum Leben zu erwecken scheitern… es scheint, als wäre er defekt…

Ein Anruf bei Septodont bringt die Ernüchterung. Es gibt keinen Support mehr…

als Bezugsquelle für einen neuen Pen werden wir hier fündig…

Auf alle Fälle wohl auch „günstiger“ als bei Aera angeboten…

ich werde berichten

Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.



Neue Dinge werfen ihre Schatten voraus…

Bald gibt’s was Neues.
Noch will ich nicht zu viel verraten – nur so viel: Es hat mit Podcasts zu tun.
Und mit dem Wunsch, Dinge ein bisschen anders zu machen.
Ein Medium, mit dem ich bisher nichts zu tun haben wollte. Weder passiv noch aktiv. Ich habe lange überlegt, warum ich mit Podcasts hadere – und was mir dabei fehlt.

Jetzt probiere ich etwas aus. WIR probieren etwas Neues aus.
Denn ich habe mich zusammengetan mit jemandem aus der Zahnmedizin, der für dieses Medium brennt.
Wir wollen das Beste aus zwei Welten verbinden – fundiertes Wissen und neue Formate.

Was genau?
Erzähle ich bald.

Und für unsere WURZELSPITZE-Patrons – Auf Patreon erfahrt ihr schon jetzt und in den nächsten Tagen genauer, worum es gehen wird…

Fälle, die man sich nicht wünscht, oder aus der Rubrik – muss ich nicht haben.

Die Patientin wurde uns mit akuten Beschwerden vom HZA überwiesen.
Er kam nicht weiter.
Es wurde leider kein Ausgangsbild, außer ein OPTG angefertigt und die Problematik dieses UK 3ers stellt sich nicht im OPTG dar. Deshalb kam es bei einem vermeintlich einfachen Eckzahn zu großen Problemen.

Der Zahn 43 zeigte ihm Röntgenbild des HZA, eine Messaufnahme mit einem Instrument, welches nicht kongruent im vermuteten Wurzelkanalverlauf zu sehen war.
Blockierungen, Stufenbildung und ggf. Perforation waren zu vermuten.
Das angefertigte DVT zeigte in der apikalen Schnittgebung keine eindeutige Kanalstruktur.
Die Feile der Messaufnahme landete wahrscheinlich in einer lateralen Kanalstruktur.

Die Aussichten den Zahn erfolgreich zu behandeln stuften wir mit unter 50% ein – Prognose ungünstig.
Trotzdem wollte der Patient einen unbedingten Erhaltungsversuch. Nach mehreren Beratungen hatten wir uns breitschlagen lassen.
Unsere einzigste Chance sahen wir in der apikalen Desinfektion durch Sweeps mit dem Fotona Skypuls.

In der Therapie stellte es sich, wie vermutet da. Nach 45 Minuten haben wir den Versuch der apikalen Erschließung der bukkalen Kanalstruktur aufgegeben. Der linguale bisher nicht behandelte Wurzelkanalließ sich nach Anlegen einesGleitpfades mit Handinstrumenten#6,#8,#10 und R-Pilot, Wave Gold #20, #25 erschließen. Die Desinfektion erfolgte mit Sweeps (Fotona Skypuls 2×30 s PIPS NaOCl 3%) und EDTA 17%.
Die Beschwerden waren nach dem ersten Behandlungstermin verschwunden.
Die Wurzelfüllung gelang in thermisch-vertikaler Warmfülltechnik mit Guttapercha und Sealer Totall Fill HiFlow.
Das 6 Monats Recall zeigte uns eine Heilungstendenz und lässt uns etwas hoffnungsvoller in die Zukunft schauen. Ich werde berichten, wie sich dieser Fall weiter entwickelt.

Nun ist erstmal Urlaub, im September geht es wieder weiter…

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Charlotta RET im 2,5 Jahres-Recall

Und auch Charlotta war die Woche zum Recall bei uns.

Mittlerweile sind zweieinhalb Jahre vergangen…

höre ich Meinungen ?

RET – Ich liebe diese Behandlung – Update :-)

Diese Woche war der mittlerweile elfjährige Lorenz zur Nachuntersuchung seiner beiden Zähne bei uns. Initial hatte ich hier über zu diesem Fall berichtet…

Es sieht aus, als wäre die Entwicklung weiterhin positiv…

Elements Obturation Unit

Über dieses Gerät wurde schon viel berichtet.
Wir nutzen es seit Jahren, wenn nicht schon Jahrzehnten. Ich weiß es nicht mehr genau.

Leider gibt es keine Ersatzteile mehr in der EU.
Nun habe ich bei Ebay eine Quelle gefunden, wo noch in begrenzter Anzahl

– New, SybronEndo Elements Obturation Unit – Handpiece Shield

erhältlich sind.

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Was drucke ich eigentlich so für die Praxis mit meinen 3D Druckern? Hier mein Projekt 20250710

Wir nutzen NSK – Winkelstücke.

Und ich bin damit sehr zufrieden.
Halten sehr sehr lange.
Und ja, es ist kein perfektes Gerät, wirklich nicht, aber der DAC hat die Lebensdauer unserer Winkelstücke definitiv noch einmal verlängert.
In den letzten Monaten stellen wir fest, dass die Spannzange unserer roten Winkelstücke die Diamant-Bohrer nicht mehr ausreichend festhält. Der Diamant läuft Gefahr, sich bei Gebrauch im Winkelstück zu lockern. Bevor er während des Gebrauchs unbeabsichtigt sich löst, sortieren wir die Winkelstücke aus. Und früher hätte ich dann einen Batch neue Winkelstücke bestellt. 10 neue Winkelstücke gehen mit 5-6.000 Euro daher.

Dank WURZELSPITZE und diesem Beitrag von Christoph Kaaden muss ich das aber gar nicht mehr. Denn meist behebt der Austausch des sogenannten Kopftriebes (mit verbundenen Kosten von 160 Euro) innerhalb von 6 – 12 Minuten das Problem.

Ein paar Werkzeuge sind hierfür notwendig. Und da man diese nicht so oft benötigt, wäre ein sicherer, gut auffindbarer Ort der Aufbewahrung hilfreich. Und hier kam der 3D- Drucker ins Spiel. Wir haben nun eine Aufbewahrungsbox, in der nicht nur alle benötigten Hilfsmittel vorgehalten werden, sondern darüber hinaus eine spezielle Positionierhilfe innerhalb der Box die Notwendigkeit der im Youtube- Video des unbekannten Kollegen den benötigten grossen Schraubenschlüssel bzw. eine Zange obsolet macht.

A propos unbekannter Kollege aus dem YT-Video. Kennt den jemand? Ich würde mich gerne persönlich bei ihm bedanken…

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Recall-Röntgenbild des Tages 2050718

An diesen Fall erinnere ich mich ganz genau.
Auch noch 44 Monate nach Wurzelkanalfüllung.

Warum?

Weil diese Fall einer von 6 Fällen war, die ich mit den vor der Markteinführung stehenden ProTaper Ultimate-Instrumenten gemacht habe.
Weil ich ein Feedback vor Markteinführung geben sollte. So ändern sich die Zeiten. Ich kann mich noch daran erinnern, dass es früher 50 Instrumente gab, derer es vermutlich auch bedarf, um eine fundierte Einschätzung abgeben zu können. Heute geht es offensichtlich um eine Alibi- Dokumentation zu QM-Zwecken und da reicht 1 Blister vollkommen.

Unabhängig davon waren immerhin 2 von den 6 Fällen, die ich behandelte, ganz ausserordentlich, die vorliegende Anatomie betreffend. Und das hier ist einer davon.

Tiefe apikale Gabelung des distalen Wurzelkanal von Zahn 47 (dank unserem Morita X 800 M DVT wunderbar darstellbar). Und eine WF, die ich auch nach all der Zeit immer noch als augenfällig „schön“ bezeichnen möchte. Hier noch die früheren Röntgen-Bilder, welche die apikale Regeneration der vor Behandlungsbeginn vorhandenen apikalen Knochendestruktion belegen.

3D – Drucker zur Praxisorganisation – Ein Erfahrungsbericht 6 Jahre später (II)

Als ich meinen Bambu Lab X1 Carbon kaufte, gab es nur dieses Modell. Mittlerweile ist die Produktpalette auf 6 Modelle (eigentlich sogar 7 , wenn man den neuen H2D Drucker einmal in der Laser-Kombi- Variante und einmal als Solodrucker aufzählt) angewachsen. Die Preise reichen von gerade mal 199 Euro bis hin zu Summen von 2500+ Euro.

Wie unterscheiden sich die Drucker voneinander ?

Hier ein tabellarischer Überblick, die technischen Daten betreffend, Chat GPT sei Dank.

A pro pos Chat GPT – ich habe der sogenannten „Künstlichen Intelligenz“ folgende Fragestellung zur Aufgabe gemacht: „Du bist Zahnarzt und setzt 3D-Drucker als Werkzeug zur Erstellung von Hilfsmitteln zur Praxisorganisation ein. Du hast mit Anycubic-Druckern angefangen, nutzt jetzt aber wegen ihrer Vorzüge die Drucker von Bambulab. Bitte stelle die Modelle von Bambulab mit ihren Vorzügen und Nachteilen gegenüber. Schreibe einen Erfahrungsbericht von ca. 3000 Wörtern.“

Was wurde geantwortet ? Hier die relevanten Abschnitte:

  1. Bambu Lab X1 Carbon – Das Flaggschiff
    Vorteile:
    Extrem schnell und zuverlässig: Bis zu 500 mm/s Druckgeschwindigkeit im Standardmodus.

Automatische Kalibrierung: Active Vibration Compensation, automatischer Flow-Test, Kalibrierung der Druckplatte.

Multi-Material-Station (AMS) im Lieferumfang: Einfacher Zugriff auf bis zu vier (oder durch Erweiterung bis zu 16) Materialien.

LiDAR-Sensor: Zur hochpräzisen Schichtüberwachung und ersten Layer-Kontrolle.

Vollständig geschlossen: Optimal für temperaturempfindliche Materialien wie ABS oder PETG-CF.

Kameraüberwachung: Ermöglicht Remote-Monitoring über App.

Nachteile:
Preis: Relativ hoch, aber gerechtfertigt durch die gebotene Leistung.

Lautstärke: Trotz Einhausung im Vergleich zu sehr leisen Druckern hörbar.

Komplexität: Durch die Vielzahl an Automatisierungen etwas „overengineered“ für einfache Aufgaben.

Praxisrelevanz:
Für umfangreiche Druckaufträge (z.B. ganze Schubladenorganizer, Steri-Einlagen, individuelle Boxen) ist der X1 Carbon unschlagbar. Die Multi-Material-Funktion ermöglicht zudem die Produktion farbcodierter Hilfsmittel (z.B. Ampelsysteme oder Farbsortierung bei Bohrerschienen).

  1. Bambu Lab P1S – Der Preis-Leistungs-Sieger
    Vorteile:
    Geschlossener Bauraum: Ähnlich wie beim X1 Carbon – ideal für technische Materialien.

Sehr schnell: Druckt fast gleich schnell wie der X1 Carbon.

AMS-kompatibel: Multi-Material-Druck durch Nachrüstung.

Automatische Kalibrierung: Fast identisch zum X1 Carbon, allerdings ohne LiDAR.

Kameraüberwachung: Optional nachrüstbar.

Nachteile:
Keine LiDAR-Überwachung: Erster Layer muss gelegentlich manuell geprüft werden.

Keine AMS im Standard-Paket: Muss separat erworben werden.

Praxisrelevanz:
Für die meisten zahnärztlichen Organisationstools ist der P1S absolut ausreichend. Besonders wenn man auf den LiDAR-Sensor verzichten kann, erhält man hier nahezu dieselbe Performance wie beim X1 Carbon – zu einem deutlich geringeren Preis.

  1. Bambu Lab P1P – Der Preisbrecher
    Vorteile:
    Offener Bauraum: Für PLA und PETG problemlos geeignet.

Sehr schnell: Identische Geschwindigkeit zum P1S und X1 Carbon.

Günstigster Einstieg: Für Einsteiger oder als Zweitgerät optimal.

AMS-kompatibel: Multi-Material-Nutzung bei Bedarf nachrüstbar.

Modular erweiterbar: Gehäuse, Kamera und Lüfter optional.

Nachteile:
Offen: Weniger geeignet für anspruchsvolle Materialien wie ABS.

Kein Gehäuse, keine Kamera, kein Filtersystem: Muss bei Bedarf selbst nachgerüstet werden.

Keine LiDAR-Überwachung.

Praxisrelevanz:
Der P1P ist ideal für PLA-Organisationshilfsmittel: Beschriftungsschilder, Schubladenaufteilungen, Bohrerschienen. Bei einfachen Druckanforderungen (z.B. Trays oder kleine Halter) ist er durch seine Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit ein Arbeitstier. Durch seine Erweiterbarkeit kann er mit der Zeit wachsen.

  1. Bambu Lab A1 und A1 Mini – Der Kompakte
    Vorteile:
    Sehr kompakt: Perfekt für kleinere Praxen oder den Schreibtisch.

Automatische Kalibrierung: Komfortabler Start für Einsteiger.

AMS lite verfügbar: Ermöglicht einfachen Multi-Material-Druck.

Leiser Betrieb: Besonders angenehm im Praxisumfeld.

Günstig: Niedrigste Einstiegskosten bei guter Qualität.

Nachteile:
Kleiner Bauraum: Für größere Hilfsmittel ungeeignet.

Weniger robust für den Dauereinsatz: Komponenten weniger industriell als bei den größeren Brüdern.

AMS lite weniger zuverlässig als das große AMS.

Praxisrelevanz:
Für Kleinteile wie Schilder, kleine Halter, Clips und Adapter ist der A1 Mini perfekt. Ich nutze ihn in der Praxis z.B. für schnelle Ersatzteile oder einfache Farbcodierungen. Der A1 eignet sich auch gut als Zweit- oder Drittdrucker, wenn die großen Maschinen belegt sind.

Soweit die Antwort aus der schönen neuen Welt.
Die meine Einschätzung bestätigt.
Nicht was die Drucker angeht, sondern die KI betreffend.

Die da lautet: Auf den ersten Blick scheinbar kompetent zusammengefasste, in gefälliger Semantik formulierte Informationen, die möglicherweise darüber hinwegtäuschen dass die wirklich relevanten Details, die den Unterschied ausmachen, gar nicht vorhanden sind.

Wenn ich also meinen Senf zur Sache dazugeben darf: Der Bambu Lab X1 Carbon ist ein Weltklassedrucker. Ein Traumdrucker. Sein Geld mehr als wert. Mit so vielen positiven Eigenschaften, dass es für mich keinen Sinn macht, ein paar hundert Euro einsparen zu wollen und auf die günstigeren Drucker auszuweichen.

Der P1S würde Sinn machen.
Für diejenigen, die eine Druckfarm betreiben und ein Druckteil viele viele Male reproduzieren wollen. Dafür braucht man keinen Carbon X1 mit seiner Bauraumkamera und seinem LIdar Scanner. Und auch das einfache Display tut es hier. In der Zahnarztpraxis aber wird man den Drucker zur Prototypenherstellung und Einzelstückfertigung einsetzen. Und da sind all seine Features nicht Luxus, sondern willkommene Nützlichkeiten.

Wer hingegen in den Themenkomplex einsteigt, Newcomer ist, sich erst langsam an die Materie 3 D – Druck herantasten möchte, dem sei der Bambulab A1 empfohlen. Für einen Preis von immer mal wieder weniger als 300 Euro ebenfalls eine fette Empfehlung. Das man mit diesem nur PLA druckt und kein ABS (für das man wegen der höheren Drucktemperaturen und notwendiger Temperaturkonstanz beim Druck eine Einhausung benötigt) kann man zu Beginn seiner 3D- Druck Erfahrung akzeptieren. Dennoch – Auch für den Einsteiger lohnt sich der 1000 Euro teurere X1 Carbon. Weil sein Handling das unkomplizierteste von allen ist. Weshalb ich 3D- Druck Greenhorns und Technik-Fremdelnden den Drucker ans Herz lege, weil die Wahrscheinlichkeit, eben nix tun zu müssen ausser den Startknopf zu drücken und Filamentrollen, falls leer, wechseln zu müssen, hier am grössten ist.

Und weil das auch erfahrene 3 Druck-Hasen gut finden, habe ich letzte Woche einen weiteren X1 Carbon für mich bestellt.

Fehlt noch meine Analyse des H2D, des Bambulab Top- Modells, das ich nun seit 2 Monaten in Verwendung habe.

Darüber schreibe ich in Teil 3.
Demnächst hier.


VDW Connect Drive

Seit einigen Jahren arbeite ich mit den Connect Drive Motoren von VDW.
( Auf Wurzelspitze hieß es „Ein Traum wird wahr…)

Vom Handling sind die Motoren unschlagbar. Ergonomisch ist die iPad Einstellung nicht. Besser wäre eine Einstellung am Motor, aber das konnte ich verschmerzen.
6 Monate nach Kauf teilte mir VDW mit, das es keinen Service mehr geben wird und das die Baureihe eingestellt wird. Das hat mich nicht nicht glücklich gemacht und meine vorher gute Einstellung zu VDW Produkten sehr getrübt, zumal ich vorher mit viel Tamtam umworben wurde.

Nun passierte was man nicht hofft. An meinen beiden Ladenetzteilen ist der Stecker zerbrochen.

Das ist ein USB Mini 8 Pin Stecker mit einer ungewöhnlichen PIN-Belegung.

Diese Stecker haben wir in Deutschland nur noch einen bei einem Hersteller als Restbestand gefunden.
Aus China haben wir nun Ersatz bestellt. Ob die funktionieren, werde ich berichten können, wenn diese da sind.

Unfallkasse – immer für eine Überraschung gut

Vor einiger Zeit haben wir den heute zehnjährigen Jo nach Zahntrauma (extensive Dislokation der Zähne 11 und 21) behandelt.

Gestern nun erhielten wir nachfolgendes Schreiben:

Hier wird die Anwendung des Oberflächenanästhetikums beanstandet, da es keine rechtliche Grundlage hierfür gäbe. Ferner wird der ausführliche Arztbericht, den wir dem Zuweiser übermittelt haben nicht übernommen, da er der Unfallkasse nicht vorliegt…

was soll ich sagen…

Wann ist eine apikale Aufhellung zu gross für eine endodontische Behandlung und was ist die Alternative ? – Wie gings weiter …

Es war kurz vor Weihnachten. 2024. Und die apikale Aufhellung ausgesprochen gross.
Ein Schmerzpatient, der wirklich starke Beschwerden hatte und dessen Behandlung keine Aufschub duldete.

Bei diesem Fall hier.

6 Monate später. Letzte Woche kam der Patient wieder.
Der Zahn war in all der Zeit beschwerdefrei.
Und die apikale Aufhellung ist deutlich rückläufig.

Ursprünglich 1,7 cm gross.
Jetzt „healing in progress“ wie es ein berühmter italienischer Endodontist immer in seinen Vorträgen bezeichnete, wenn das Recallbild nach langer Zeit noch keine vollständige Ausheilung darstellen konnte. Hier jedoch kann ohne Zweifel das bisher in kurzer Zeit Erreichte als ganz wunderbar eingestuft werden.

Zeit für die Wurzelkanalfüllung.
MTA ist nicht notwendig.

Ich konditioniere den Guttapercha-Mastercone an seiner Spitze mit Eukalyptol, um eine möglichst dichte Versieglung zum Periapikalraum zu erreichen. Stichwort Intrakanaläre Abdrucknahme der Apikalregion.

Mit Erfolg.
Die vorhandene Überpressung ist minimal.
Viel viel kleiner als die angesichts des grossen Foramen apicale und der periapikalen Knochendestruktion zu erwarten gewesen wäre.
Schön auch, dass es mittels Warm Vertical Compaction (WVC) nach Schilder gelungen ist, die vom Foramen caecum ausgehende koronale Ramifikation ebenfalls abzudichten.

Recall – Bild des Tages 20250508

Upps – kann es sein ,dass ich diesen Beitrag gar nicht veröffentlicht habe ????
Hier daher (eventuell zum 2. Male) …

Noch so ein Fall mit im WF – Röntgenbild deutlich sichtbarer lateraler Wurzelkanalanatomie.

Die interradikuläre Aufhellung ist ausgeprägt, mehr als 1 cm in der Ausdehnung.
Und hat sich für die Kürze der Zeit wunderbarst zurückentwickelt.
Ist dies der laseraktivierten Reinigung durch unseren Morita Adverl Evo Erb:YAG Laser zuzuschreiben ? Wollte ich den Einsatz des Lasers propagieren, so würde ich nun die Frage nachdrücklich bejahen. So aber sage ich, „Kann sein, muss aber nicht…“.

Fakt ist, das ich den im DVT wunderbar nachverfolgbaren Seitenkanal apikal in der distalen Wurzel nicht instrumentiert habe.
Also doch der Laser ?

Halten wir aber fest – Die ossäre Ausheilung 7 Monate post WF ist als ausserordentlich positiv einzustufen. Das zeichnete sich schon zum Zeitpunkt der Wurzelkanalfüllung ab, nach 16 Wochen Liegezeit des Calciumhydroxides, aber es ist umso erfreulicher, wenn sich dieser positive Trend in den periodischen Nachkontrollen fortsetzt.

Ein schönes Ergebnis, ich denke auf dieses Statement können wir uns einigen.

Umso bedauerlicher, dass Zähne mit solchen ossären Befunden auch heute noch viel zu häufig gezogen werden, ohne das der Versuch des Zahnerhaltes überhaupt in Betracht gezogen, geschweige denn durchgeführt wird.

Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.

Z.n. Wurzelkanalbehandlung

Die Patientin ist 20 Jahre jung.
Vor 5 Jahren mussten wir den Zahn 37 endodontisch behandeln. Eine Vitalerhaltung war nicht möglich. Die Behandlung war für Patientin und Behandlerteam sehr herausfordernd, da die Patientin extrem ängstlich war. Zu einem Recall kam es nach der Behandlung nicht mehr.
Zudem hatte unsere Beratung zur Senkung des Kariesrisikos wenig Erfolg, wie wir jetzt gesehen haben.

2024 war wieder eine endodontische Therapie notwendig. Diese wurde am Zahn 36 in einer kieferchirurgisch/oralchirurgisch spezialisierten Praxis unter Narkose durchgeführt. Gleichzeitig wurden alle Weisheitszähne entfernt.

Das erzielte endodontische Ergebnis am Zahn 36 war suboptimal. Wahrscheinlich wurde deshalb gleich noch reseziert, oder besser gesagt, teilreseziert.

2025 ist die Patientin wieder bei uns vorstellig geworden, da unsere Behandlung sich bisher als am langlebigsten erwies und laut Patientin, der am schönsten gefüllte Zahn ist…

Jetzt geht es um 46.

Und welche Therapieoptionen 36 noch hat…
Wie sehen sie/ seht ihr den Zahn 36? Erhaltungsversuch oder Extraktion

Geschichten aus dem Endozän – Recall Spass

Gott sei Dank ging es an unserem Recall – Tag nicht die ganze Zeit so weiter.
Das Schöne am Recall-Tag ist ja nicht nur, dass man durch die Menge der nachzuschauenden Fälle einen guten Überblick bekommt, wie es um die längerfristigen Verläufe unserer Behandlungen geht, sondern dass man auch immer wieder sieht, dass auch die sogenannten „austherapierten“ Fälle über viele Jahre hinweg noch im Mund verbleiben können und so einen wertvollen Beitrag zur Zahngesundheit beitragen.

Das ist umso wichtiger, wenn es sich um einen sehr jungen Patienten handelt, in diesem Falle ging es um den Zahn 41 einer zum Zeitpunkt der Erstbehandlung 22 jährigen Patientin. Diese war wegen einer grossen apikalen Aufhellung und Fistel in der vestibulären Unterkieferfront vom Kieferchirurgen operiert worden. Als die apikale Aufhellung post OP nicht kleiner, sondern grösser wurde und die Fistel wiederkam, wurde die Patientin an unsere Praxis überwiesen. Ein aktuelles DVT brachte sie mit, nicht vergleichbar mit der Bildqualität unseres Morita X 800 M, aber man konnte zumindest sehen, das Gott sei Dank nur eine Zystektomie vorgenommen worden und die Wurzelspitzenresektion ausgespart worden war. Der 41 hatte einen Wurzelkanal und ja- der grosse Seitenkanal war im DVT nicht zu sehen – aber das Wissen um seine Existenz, die sich in einem erneuten höherauflösenden DVT offenbart hätte, hätte die Therapie nicht verändert. Ich beliess es aus Strahlenschutzgründen bei einem Zahnfilm und begann die Wurzelkanalbehandlung. Aufbereitung. Metapex-Einlage für 16 Wochen. WF. Mit gefülltem Seitenkanal.

Fast Forward.
22 Monate post WF.
Die apikale Aufhellung ist verschwunden. Ohne OP. Herrlich …

Frontzähne (II)

Vor einiger Zeit habe ich hier über einige unserer jüngsten Frontzahnbehandlungen berichtet.

Hier ein Blick in das Kanalsystem des Zahnes 11 (Fall IV) bei Zustand nach alio loco erfolgter Revision mit persistierender Fistel.

Nach unseren Bemühungen verheilte die Fistel und es zeigten sich reizfreie periapikale Verhältnisse. Der Neoapex wurde daraufhin mit MTA Angelus verschlossen…

Jetzt sind es fast 20 Jahre… Z.n. WSR

Hier hatten wir die letzten Recallbilder v vorgestellt.

Nun sind es 19 Jahre, die dieser Zahn trotz WSR und großer apikaler Osteolyse überlebt hat.
Dies war einer unserer ersten Fälle, wo ein resezierter Zahn behandelt wurde.

Damals wussten wir nicht, ob es wirklich gut geht und schon gar nicht, wie lange der Zahn weiter erhalten bleibt. Jetzt wissen wir es und bitten dies weiter zu tragen…