Prämolar nach Resektion

Von Bonald Decker

Der nachfolgende Fall fällt sicher in die Rubrik „heldenhafte Bemühungen“…

das Röntgenbild der Ausgangssituation zeigt warum:

pramolar-nach-resektion-001

Es handelt sich um einen unteren  zweiten rechten Prämolaren der circa sechs Monate nach endodontischer „Behandlung“ und prothetischer Einbeziehung in eine dreigliedrige Brücke bei wiederauftretenden Beschwerden alio loco „reseziert“ wurde.

Der nachfolgende Desktop-Mitschnitt des angefertigten DVTs zeigt die Gesamtsituation:

Trotz aller widrigen Umstände haben wir uns für einen orthograden Revisionsversuch entschieden. Hier einige Impression der Behandlung:

Entferntes WF-Material 

Bei aller Freude über die bisher erzielte Heilung müssen weitere Nachuntersuchungen die Nachhaltigkeit unserer heldenhaften Bemühungen unterstreichen…

Wurzelperforation

Von Bonald Decker

Der gestrige Beitrag widmete sich bereits dem Thema Perforation. Auch ich möchte diese Thematik heute aufgreifen und Ihnen einen weiteren Fall dieser häufigen Komplikation vorstellen. Unsere Kasuistik ist allerdings komplett anders gelagert, da es sich um eine seit vielen Jahren bestehende Wurzelperforation handelt.  Laut Kvinnsland et al. entstehen 53 Prozent aller iatrogenen Zahnverletzungen bei der Aufbereitung des Wurzelkanals für einen Wurzelstift.

Kurz zu den Hintergründen:

Im Zuge einer alio loco geplanten Parodontitis-Therapie  war bei der 74-jährigen Patientin die Problematik an Zahn 35  aufgefallen. Laut Patientin war die Krone samt Stift seit mehr als 10 Jahren in situ. Klinisch zeigten sich bei bestehender Beschwerdefreiheit keine Besonderheiten.

Nach eingehender Aufklärung über die verschiedenen Therapieoptionen entschied sich die Patientin für einen Revisionsversuch. Die Stiftentfernung gelang mittels verschiedener  Ultraschallansätze problemlos.

Da prä- und intraoperativ kein parodontaler Defekt bis zur Perforationsstelle evident war entschieden wir uns für eine „klassische“ MTA-Deckung der lateral gelegenen Perforation nach erfolgtem Downpack von Guttapercha und Sealer.

 

Das weitere Kanallumen wurde im Anschluss an die MTA-Applikation (bei Verzicht auf resorbierbares Widerlager) für die Befestigung eines adhäsiven Glasfaserstiftes genutzt.

 

 

Kürzlich war die Patientin zur Nachkontrolle sechs Monate nach Behandlungsabschluss bei uns. Es scheint, als wäre die gewählte Therapie bisher erfolgsversprechend…

 

 

Silberbiest – Molar II

von Bonald Decker

Die heute vorgestellte Silberstift-Revisionsbehandlung ist schon eine Reihe von Jahren her und bot (mir) eine Reihe von Herausforderungen.

Nicht zuletzt, weil es sich bei der Patientin um eine Kollegin handelte, was für mich die Behandlung nicht unbedingt erleichterte…

als vorteilhaft erwies sich die Tatsache, dass die Stifte einige Millimeter in das Pulpakavum reichten und so einiges an Angriffsfläche lieferten.

Während sich der mesiale Stift (recht) mühelos entfernen liess galt es distal geduldig vorzugehen, um ein Abreissen des extraradikulären Anteils zu vermeiden. Nach dem Einsatz nicht-diamantierter Ultraschallansätze und der „Hülsentechnik“ gelangt es schliesslich alle Anteile in toto zu entfernen.

Während die mesialen Kanalsysteme in der weiteren Folge mit Guttapercha und Sealer gefüllt wurden, erfolgte der Verschluss des distalen Foramen apicale mit MTA. Zum Abschluss erfolgte die adhäsive Befestigung eines Glasfaserstiftes und der Verschluss der  Zugangskavität mit einer Kompositfüllung.

Vor Kurzem war nun die Kollegin so freundlich mir die 4-Jahres-Recall-Aufnahme ihres Zahnes zuzusenden. Diese zeigt ein für Sie und mich zufriedenstellendes Ergebnis…

 

32 Monats-Recall – Apikale Aufhellung (25)

von Bonald Decker

momentan ist bei uns in der Praxis „Recall-Zeit“…

und dies gibt uns die Möglichkeit unsere eigene Arbeit klinisch und radiologisch zu reevaluieren.

So wie den nachfolgenden Fall.

Eine endodontische Initialtherapie eines Zahnes 35 mit (erheblicher) apikaler Parodontitis.

Unser Behandlungsprotokoll:

Zweizeitige Behandlung; ELM; apikale Präparationsgrösse 35.06; Spülprotokoll: NaOCl 2,5%, EDTA 15%, CHX 2%, PUI; Med.Einlage Ca(OH)2-Ultracal; PV Cavit/Ketac Molar; Folgetermin: Wurzelkanalfüllung: Guttapercha&Sealer AH plus, warm vertikale Obturation, DT light post; Rely X; Tetric flow/ceram; Neuanfertigung der Brücke empfohlen.

:-)