Neustart (XIV) – Digitaler Volumentomograph (II)

Von Bonald Decker

Vor längerer Zeit wurde hier auf WURZELSPITZE über die Findungsphase hinsichtlich einer DVT-Anschaffung für die Praxis berichtet. Heute möchte ich über die Entscheidung und weitere Begleitumstände berichten.

Nach langem hin und her habe ich mich schliesslich für die Anschaffung eines CS 9300 select entschieden. Im Vorfeld habe ich viele unterschiedliche Aufnahmen von diversen Geräten gesichtet (F40, CS 8100, CS 9000…) und kam zu dem Entschluss, dass das CS 9300 für mich die besten Aufnahmen produziert.

Da in den Praxisplanungen seiner Zeit bei mir ein DVT eigentlich nicht vorgesehen war, zog die Entscheidung pro DVT auch einige Umbaumaßnahmen nach sich.

Damit nahm das „Drama“ seinen Lauf.

Es würde zu weit gehen über jede Kleinigkeit zu berichten, die im Zuge der DVT Installationen und Inbetriebnahme in die Hose gegangen ist. Daher hier nur ein paar Punkte:

Schon bei der Montage gab es zeitlicher Verzögerung. Die Anlieferung am Montagetag verzögerte sich (Der Kopf des Gerätes stecke in einem Ort circa 30km weit weg fest und musste erst per Express-Kurier geschickt werden. Mittags war er endlich da) und so wurde neben den vorgesehen Tagen Mittwoch und Freitag auch noch der Donnerstag benötigt. Damit kein Patientenbetrieb in diesem Zimmer…

Ursprünglich war ferner vorgesehen dass die Depot-Abnahme am Freitag Mittag erfolgen sollte. Durch die Verzögerungen vertröstete mich der Techniker auf den kommenden Montag und ging ins „wohlverdiente“ Wochenende. Da also keine Abnahme erfolgte, konnte auch die geplante Einweisung in das Gerät durch den Hersteller am Freitag nicht erfolgen. Hierzu wurde ein neuer Termin notwendig. Zum Teil war dies natürlich mit Patientenumbestellungen etc. verbunden

An dem besagten Montag war der Techniker leider erkrankt und wir mussten einen neuen Termin festlegen. Bei diesem fiel ihm dann auf, dass er einen „speziellen“ Prüfkörper für die Abnahmescannung benötigte, den er allerdings erst bestellen müsse. (Das dieser Prüfkörper benötigt wird sei ganz „neu“ und habe er noch nicht erlebt)

Dies bedeutete, dass sich seine Abnahme um 2-3 Tage verzögerte, was wiederum bedeutet, dass wir den Termin mit dem TÜV-Sachverständigen verschieben mussten. (Wartezeit auf Termin 4 Wochen)

Als der Sachverständige dann endlich die Abnahmeprotokolle und die Uraufnahmen  etc. begutachtete lehnt er eine offizielle Abnahme des Gerätes in diesem Zustand ab.

Ab diesem Moment hat sich der Hersteller eingeschaltet und alles Weitere übernommen. Nach einigem hin und her war es dann endlich geschafft und wir „ergatterten“ die abschliessende TÜV Plakette.

Am Anfang schienen die Aufnahmen ok zu sein, allerdings kam es immer wieder zu Fehlermeldungen. Nach circa acht Techniker-„Besuchen“ und geschätzten 25 Arbeitsstunden (es wurde so ziemlich alles getauscht, was sich in dem Gerät so findet:Strahler, Motherboard etc. etc.) ohne durchschlagenden Erfolg bot man mir schliesslich an ein Neugerät in Betrieb zu nehmen. Meine Antwort darauf lautete, dass ich bereit wäre einen letzten Anlauf zu nehmen, bevor ich von meinem Kaufvertrag zurücktreten würde. So wurde der „alte“ Tomograph abgebaut und durch einen Neuen ersetzt. Seitdem sind die Aufnahmen wie gewünscht.

Als Fazit bleibt für mich,dass ich insbesondere die Betreuung durch das Depot als unterirdisch empfand. Ich habe mich bei der Planung und Montage voll auf den Händler  verlassen. Das Resultat ist neben den angeführten Punkten unter anderem ein wenig „ästhetische“ Verkabelungslösung gewesen.

kabel-cs-001

Verkabelung mit und ohne Verblendung 

Als „Wiedergutmachung“ erließ mir das Depot die circa 2000 € für Montage, Installation und Abnahmeprüfungen und bot mir an für die Kosten der „Kabelverblendung“ aufzukommen. Da diese Variante von einem Freund von mir gefertigt wurde (und ich daher keine Rechung vorweisen konnte) bat ich den Aussendienstmitarbeiter sich bei dem Freund und Bastler „erkenntlich“ zu zeigen. Als Dankeschön erhielt der Kollege einen Geschenkgutschein eines Feinkostgeschäftes im Gegenwert von 150 €.

Mein Fazit lautet daher, dass ich mir eher die rechte Hand abschneiden würde, als noch einmal mit diesem Depot Geschäfte zu machen (unseren zweiten Röntgen-Sensor habe ich u.a. aufgrund der geschilderten Erfahrungen bei  F1 Dentalsysteme geordert).

Die Betreuung etc. durch Carestream hingegen empfand ich als professionell und kundenorientiert. Da mir das DVT seit dem zweiten Anlauf viel Freude macht und ich mir unsere Praxis ohne diese 3-D Diagnostik nicht mehr vorstellen könnte kann ich über die Erfahrungen der ersten Monate ein Stück weit hinwegsehen. Es bleibt aber ein fader Nachgeschmack.

Unscheinbare Helfer – Renfert Prothesenreinigungsgerät reloaded

von Hans – Willi Herrmann
Es gibt solch unscheinbare Helfer, die man eigentlich vollkommen vergessen hat, die ein unbeachtetes Dasein in der Praxis führen. Eine Forumsthread in der  WURZELSPITZE-Sommerpause brachte mir das Renfert Sympro-Prothesenreinigungsgerät wieder in Erinnerung.

Wie war ich skeptisch damals.

Und hin – und hergerissen.
Sollte ich das bekannte Schütz- Gerät kaufen ? Potthäßliches Industrie No Design, aber mit dem Ruf, unkaputtbar zu sein oder doch die brandneue schicke Renfert Alternative ?

Ich war kurz davor, gerade wegen des tollen Designs (sie kennen ja den Spruch aussen hui, innen pfui) dem Renfert-Gerät eine Absage zu erteilen, tat es aber dann doch nicht.

Und kann heute sagen, nachdem ich in der Vergangenheit  hier und hier darüber berichtet hatte, dass besagtes Gerät seit nunmehr fast 7  Jahren vollkommen einwandfrei seinen Dienst verrichtet.

Schönes Design und gute Funktion müssen sich nicht ausschliessen.
Heute kann ich guten Gewissens hier schreiben, dass der Erwerb eines Renfert Sympro keine Fehlinvestition darstellt.

 

 

Sommerpause !

WURZELSPITZE macht Sommerpause.

Ab dem 29. August sind wir hier wieder mit neuen Beiträgen zu finden.

Wer es solange nicht aushält, dem sei der Blick in unser Archiv empfohlen mit mittlerweile über 2000 Beiträgen.

Allen Lesern eine schöne Zeit !

Voreingenommenheit ist nicht hilfreich

von Ronald Wecker

Nach vielen Jahren im „Geschäft“ muss ich offensichtlich aufpassen, dass ich mit den zum Teil stark suboptimalen Ergebnissen von ohne Vergrößerung durchgeführten Erstbehandlungen im Hinterkopf (Instrumentenfrakturen, Perforationen, Begradigungen, Stufen) nicht vorschnelle Schlüsse ziehe.

Dies verdeutlicht nachfolgendes Beispiel:

Ein 77-jähriger Patient stellt sich bei mir zur Beratung vor. Ihn plagen an- und abschwellende Beschwerden am Zahn 36. Dieser ist der distale Pfeiler einer dreigliedrigen Brücke. Insbesondere Warmes ist sehr unangenehm.

Klinisch imponiert eine in der bukkalen Furkation gelegene aktive Fistelung und eine deutlich angeschwollene marginale Gingiva. Die alio loco angelegte Trepanationsöffnung ist stark nach bukkal ausgedehnt und sicher nicht in der Lage einen Einblick auf alle Kanalorifizien zu geben.

Die klinische Sondierungstiefe beträgt bukkal in der Furkation 7 mm.Eine Zahnlockerung besteht nicht. Alle anderen Sondierungstiefen sind innerhalb physiologischer Grenzen.

Das mit einer in die Fistelöffnung eingeführten Guttaperchastange erstellte präoperative Einzelbild zeigt einen sehr zylindrischen und an der Guttaperchaspitze endenden aufgehellten Schacht.

Das aufgrund einer klinisch deutlichen Randinsuffizienz des Zahnes 34 angefertigte Einzelbild rundet das Bild ab.

Erstüberweisung einer Kollegin „um die Ecke“, die schon seit vielen Jahren dort niedergelassen ist. Suboptimaler Randschluss an 34, Lage der Zugangskavität, interradikulär gelegener Aufhellungs-Schacht: Das ist eine Perforation, ist doch glasklar.

Diplomatische Aufklärung, dass es notwendig sein kann, eine iatrogene Perforation zu verschliessen.

Das präoperative DVT lässt eine solche jedoch nicht erkennen.

Vielmehr einen großen, in der Furkation mündenden Seitenkanal in der distalen Wurzel und eine deutliche Aufhellung an der mesialen Wurzel.

Die rote Cursorlinie zeigt die Lage des Seitenkanals, der auch klinisch zu visualisieren war.

Eine Perforation war definitiv nicht vorhanden. Dafür in D eine Menge kleiner Dentikel.

Heute dann die initiale endodontische Behandlung mit Darstellung der deutlich eingeengten Kanalorifizien und nach chemo-mechanischer Aufbereitung der stark obliterierten Kanalsysteme die medikamentöse Einlage und der temporäre Verschluss. Die überweisende Kollegin hatte  den Ernst der Lage erkannt und rechtzeitig aufgehört zu suchen.

Meine Lehre? Erst die vollständige Diagnose durchführen, bevor ich mich in Spekulationen verliere.

Zustand nach traumatischer Zahnverletzung mit nachfolgender Wurzelbehandlung und Wurzelspitzenresektion

von Ostidald Wucker

Über diesen Fall haben wir hier und hier geschrieben.

Die Behandlung war vollkommen unspektakulär. Der Zahn 21 war bereits seit einiger Zeit in röntgenlogischer Beobachtung. Bisher waren keine Symptome erkennbar. Die Patientin wollte deshalb auch keine Behandlung.
In diesem Jahr stellte sie sich bei uns mit Druckbeschwerden und Aufbißbeschwerden vor. Die sich apikal darstellende Ostelolyse erscheint relativ klein.
Der Radixanker wurde aus der vorhandenen Krone „geschält“ und diese als nun Langzeitprovisorium verwendet, da kein Leckage erkennbar war. Nach der Aufbereitung des Kanalsystems und einer CaOH Einlage stellte sich die Patientin in der zweiten Behandlungssitzung ohne Beschwerden vor.
Der apikale Verschlug des Neoapex gelang nach Einbringen eines kollagenen Widerlagers mit ProRoot MTA. Die prothetische Rehabilitation ist in den nächsten Monaten geplant.

 

Stillstand (?)-Update-Update

Von Bonald Decker

Und weil es gerade in die Thematik passt hier noch zwei junge Patienten von heute:

Pat A.R: Avulsion Zahn 11 vor 2 (!) Jahren, Lagerung in Zahnrettungsbox nach 5-minütiger Extraoralzeit, keine weitere Behandlung seit Schienenentfernung, da der Zahn positiv auf Kältereiz reagierte. Letzte Woche dann starker apikaler Druckschmerz…daraufhin Vorstellung bei uns…

 

Pat. D.T.: Avulsion Zahn 22 vor 7 Wochen, Lagerung in Mundhöhle für 45 Minuten vor Replantation, Schienung durch Facharzt für Kieferorthopädie vor 7 Wochen; Schiene aktuell noch in situ, keine Antibiose, keine weitere Behandlung im Sinne einer endodontischen Therapie, da der Zahn positiv auf Kältereiz reagiert. Letzte Woche dann nachfolgendes Kontrollröntgenbild mit Verdacht auf Resorption…

es wird nicht „langweilig“

:-((((

 

Aufklärung tut weiterhin dringend Not

Stillstand (?) – Update: Stillstand !

Von Bonald Decker

Heute ein Update zu dem im Sommer 2013 hier eingestellten Fall.

Am 22.Mai jährte sich das Frontzahntrauma von Rudi zum vierten Mal.Der junge Mann war damals beim Radfahren gestürzt und hatte sich Zahn 21 avulsiert. Der Therapiebeginn erfolgte damals bei uns leider erst Mitte Oktober 2012.

Hier die aktuelle Situation vier Jahre nach Trauma:

Es sieht tatsächlich so aus, als wären die (entzündliche bedingten externen) Resorptionsprozesse zum Stillstand gekommen. Ferner geben weder Lockerungsgrad noch Klopfschall von Zahn 21 klinisch einen Anhalt für eine Ersatzresorption.

Statt „Stillstand ?“ scheint es also nun „Stillstand !“ zu heissen…

hier noch der Verlauf von Mai 2012 bis Juli 2016:.

 

 

So sieht´s der Gutachter (3)

von Hans – Willi Herrmann

Für mich der größte Coup der Gesundheitspolitik, die Zahnmedizin betreffend seit 1987.

Die Reform des BEMA 2004 2005.

Das Beeindruckende – wie reibungslos – angesichts der enormen Veränderungen, die diese Reform enthielt als Konsequenzen für Zahnärzte und Patienten – diese Reform über die Bühne ging.

Bis dato gab es ja immer im Vorfeld große Aufregung, es gab Protestdemostrationen, Flugblätter in den Praxen, Medienrummel ohne Grenzen, es gab den großen Run zu Ende des betreffenden Jahres. Blüm- Bauch, Seehofer-Bauch, die Schlagworte. Endlose Überstunden. Arbeiten rund um die Uhr für Zahnlabors und Praxen im letzten Quartal, aber  auch leere Wartezimmer in der Zeit danach.

Natürlich hatte die Politik gelernt aus den Fehlern der Vergangenheit.
Und war dazu übergegangen, die Reformen so schnell wie möglich zur Ausführung zu bringen.

Aber das alleine, das in kurzer Zeit in Stille das Gesetz verabschieden per se macht nicht das Außergewöhnliche aus.

Insbesondere nicht, wenn man betrachtet, was diese Reform an negativen Dingen für die Patienten beinhaltet:

Zahnsteinentfernung auf KVK Karte nur noch einmal pro Jahr.
Bis dato sooft wie notwendig und nachgefragt.

PAR Behandlung erst ab 4 mm Taschentiefe im Rahmen des BEMA s erbring- und abrechenbar, bis dato ab 3 mm Taschentiefe. Bedeutete im Schnitt bei unseren PAR – Patienten das mehr als die Hälfte der Zähne plötzlich nicht mehr bezuschussfähig waren.

Was die Endo anging (unvollständige Auflistung): Die Phys  ersatzlos aus dem Leistungskatalog gestrichen. Ohne Evidenz, im Gegenteil.
Ausschluss von wertvollen kautragenden Zähnen, die ohne Probleme endodontisch behandelt werden könnten, lediglich das Problem haben, einen Zahn hinter sich, aber keinen Zahn direkt vor sich zu haben. Oder keinen Antagonisten haben. Oder bereits wurzelkanalbehandelt wurden, leider jedoch insuffizient.

Und dann natürlich die Änderungen im ZE – Bereich. Wenn mehrere Möglichkeiten des Zahnersatzes zur Verfügung stehen, wird nur noch die kostengünstigste Variante gezahlt, wünscht der Patient eine höherwertige Versorgung, muss er alle Mehrkosten selbst tragen.

Eine große teleskopierende Versorgung kostete zu Beginn meiner Praxistätigkeit den Patienten 3000 DM. Später dann 3000 Euro, nun,  nach dem Reform  sind es möglicherweise 5000 oder 7000 oder 8000 Euro. Pro Kiefer wohlgemerkt.

Man sollte meinen, dass angesichts dieser entscheidenden und einschneidenden Einschnitte ein Aufschrei durch die Zahnärzteschaft gehen würde, doch dieser blieb aus. Warum ? Man würde das Gegenteil vermuten. Die Erklärung: Es wurde in Aussicht gestellt (und auch mit der Reform eingeführt) das Leistungen, die nicht im Rahmen des BEMA erbracht werden dürfen, der Zahnarzt mit dem Patienten privat vereinbaren darf.

Dies war bis dato nicht möglich und – halten wir es an dieser Stelle fest – die Möglichkeit, dem GKV – Patienten eine an den Bedürfnissen des Patienten orientierte moderne Zahnmedizin anzugedeihen lassen und dem Aufwand entsprechend honorieren zu dürfen, ist eine wichtige und sinnvolle Verbesserung.

Ändert aber nichts an folgender Konstellation: Die Neuregelung bringt Staat und Krankenkassen enorme Einsparungen, was de facto auch in den nachfolgenden Jahren mit enormen Gewinnen nachgewiesen wurde, den Zahnärzten keine Einbussen oder sogar nach einer gewissen Latenzzeit der ersten Jahre, die offensichtlich für die Marktanpassung notwendig war, eine Steigerung der Einnahmen.

Einzig der Patient war der Leidtragende.
Gleichbleibende oder bestenfalls geringe Reduzierung der Krankenkassenbeiträge, dafür jedoch deutlich Steigerung die Kosten betreffend, wenn er das Niveau seiner Versorgung halten wollte.

Ein endodontisches Beispiel ?

Zahn 36 muss wurzelkanalbehandelt werden.
Zahn 35 fehlt. Zahn 37 und Zahn 34 sind vorhanden.

Die Kosten für diese endodontische Behandlung, wir reden hier von einem Betrag von möglicherweise über 1000 Euro sind vom GKV – Patienten selbst zu tragen.

Zum Jahr 2012 dann die lang ersehnte Reform der privaten Gebührenordnung.
Längst überfällig.
Schließlich war die letzte Anpassung bereits 1987 erfolgt.

Auch diese – ich kann es vorwegnehmen – brachte für die Patienten keine nennenswerte Verbesserung (man möge mich gegebenenfalls korrigieren, mir fällt auf Anhieb nix ein).

Wiederum jedoch Einsparungen für Staat und Versicherungsunternehmen.

Und die Zahnärzte ?
Würden auch diese an der Reform partizipieren können ?
Die Erwartungen waren – angesichts der verstrichenen Zeit – hoch – die Einschätzungen gedämpft optimistisch.

Heute – 4 Jahre später – zeigt sich drastisch, dass dem fatalerweise nicht so ist.

Darüber  – und wie besagter Gutachter ins Spiel kommt – berichte ich in der nächsten Folge dieser Beitragsreihe.

 

 

 

 

 

Schnappschuss des Tages

Von Christian Danzl

Goldkronen kennt jeder von uns zur Genüge. Waren sie früher eigentlich Standard, werden sie immer weniger, da sie den meisten Patienten ästhetisch nicht mehr genügen, und die bereits eingesetzten scheiden dahin, sehr oft durch Abnutzung und Verschleiss von okklusal. Das kennt jeder Zahnarzt.

Komplett neu für mich war deshalb eine Perforation einer alten goldenen Vollgusskrone von mesial. Hatte ich bis dato noch nie gesehen. Therapie bleibt gleich, Neuanfertigung.

Ursachen?

Verschleiss durch Abnutzung fällt eher aus, entweder ein Herstellungsfehler wie Gusslunker, wahrscheinlicher aber eine Stelle, die während der Herstellung perforiert, mit Lot wieder verschlossen wurde, und im Laufe der Jahrzehnte wieder aufging.