Es ist Ende September und ich habe keine Ahnung, ob es bereits Lebkuchen und Spekulatius in den Supermärkten gibt.
Aber das erste Weihnachtsgeschenk lag schon am 24. September bei mir in der Post.
Der VDZE hat mit dem Elsevier- Verlag eine Übereinkunft erzielt, seinen Mitgliedern den Zugang zur Onlineausgabe des JOE zu ermöglichen.
Für 20 Euro im Jahr.
Ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass die Druckversion 180 Euro kosten würde.
Heute stehen demnach dem endodontischen Interessierten an wissenschaftlichen Journalen die „Endodontie“, das IEJ, das JOE und die ENDO Endodontic Practice Today zur Verfügung, zu einem Bruchteil des Preises, den man noch vor ein paar Jahren hierfür zahlen musste.
Und WURZELSPITZE gibts sogar noch als Zugabe umsonst obendrein.
In diesem Sinne – schon jetzt eine schöne Vorweihnachtszeit.
Zum 1. Januar 2012 wurde die Endodontie-Sektion des Triple O eingestellt [1]. Eine kurze Ära geht zu Ende, die zum einen für hervorragende Literatur stand, wie auch mit großen Namen verbunden war. Diese Sektion wurde im Jahre 1995 in die Zeitschrift aufgenommen und wichtiger Bestandteil dieses Journals. Hervorzuheben ist die Arbeit von Dr. Larz Spångberg, der von 2000 bis 2011 als Section Editor fungierte.
Warum hat man sich zu diesem Schritt entschlossen?
Das Journal of Endodontics [JOE] unter der Leitung von Dr. Kenneth Hargreaves gehört mittlerweile auch zur „Elsevier-Familie“. Zu den Top-5-Zeitschriften für Zahnmedizin – in Bezug auf die Impact-Faktor [2] – gehörend, soll nun das JOE als die Standard-Publikation für die endodontische Spezialität dienen. Die Fokussierung des Triple O wird auf den Bereichen Chirurgie, Medizin, Pathologie und Radiologie liegen. Grundsätzlich ist diese Entscheidung der Herausgeber im Sinne der Konzentration auf ein Journal sicher sinnstiftend. Wichtig bleiben wird das Triple O für diejenigen Endodontologen, die sich intensiver mit den radiologischen Untersuchungsverfahren befassen und natürlich seiner Literaturdatenbank wegen. Wichtig wäre es aber auch gewesen, die Leser im Vorfeld über diese sicher nicht spontane Verlagsentscheidung in Kenntnis zu setzen. OOOOE kostet in 2012 auch ohne E $ 327.
[1] M W Lingen, Looking back as we move forward, Editorial, OOO, 113 (1)
[2] The Journal of Endodontics is ranked 3rd out of 74 journals in the Dentistry, Oral Surgery & Medicine category on the 2010 Journal Citation Reports®, published by Thomson Reuters, and has an Impact Factor of 3.291. http://www.jendodon.com/aims
Als ich zum ersten Mal eine Abbildung des Lee- Block sah
(es war im IEJ oder JOE, ist einige Jahre her, ich habe die Quelle jetzt gesucht, aber auf die Schnelle nicht gefunden, vielleicht kann ein Mitleser helfen),
da dachte ich spontan, „Interessante Idee, muss ich sofort ausprobieren, bin mir aber nicht sicher, ob das wirklich so gut funktioniert“.
Ich arbeitete zu diesem Zeitpunkt mit den Dovgan MTA- Carriern. Die funktionierten gut, allerdings musste man peinlichst genau darauf achten, dass die Carrier unmittelbar nach der Anwendung gründlichst von MTA-Rückständen befreit wurden, da ansonsten die dünnen Kanülen sich sofort zusetzten und das teure Instrument damit unbrauchbar wurde.
Für den Lee- Block hatte ich damals keine Bestellmöglichkeit in Deutschland und so beschloss ich, um auszuprobieren, ob der Lee- Block überhaupt funktioniert, mir ein Testmodell herzustellen.
Ich nahm einen Kunststoff- Plexiglasblock, wie wir ihn als Modell für Wurzelkanäle für die Endo -Fortbildungen verwendeten und schliff Rillen hinein. Mit einem Komet- Diamanten, Typ dünne rote Flamme und alternativ Korund- Trennscheiben setzte ich hierfür ein.
Überraschung 1. Es funktionierte einwandfrei. Überraschung 2: Die Kunststoffblöcke sind sterilisierbar.
Sie werden mit der Zeit gelblich, können aber viele Male wiederverwendet werden, so dass sowohl die geringen Materialkosten für den Block wie auch die Zeit für die Herstellung überkompensiert werden und sich auszahlen.
Warum ich trotzdem einen Lee- Block gekauft habe ?
Ich wollte irgendwann wissen, ob das Original besser ist als die Kopie.
Ist es, das ändert aber nichts am absoluten Gebrauchsnutzen und der Alltagstauglichkeit des Selbstbau – Teils.