WCDT Lisbon 2022 Cancelled Careful planning for the 21st World Congress on Dental Traumatology in Lisbon has been underway since 2019. The COVID-19 pandemic has caused two postponements. Everything looked promising for a face-to-face meeting in May 2022, but the emergence of the highly contagious Omicron variant and the global disruption it has caused has been significant.
The 2022 abstract deadline was extended to 16th January 2022, however, widespread concerns about travel resulted in registrations remaining less than one third of expected attendance.
The conference organising committee, representing ESE, IADT and PSE, has been meeting regularly and monitoring developments over recent months. It met again, along with our Professional Congress Organiser, on 20th January 2022 to consider multiple options within the context of financial and broad educational and reputational losses.
Having weighed each option carefully, it became clear that the only viable action at this stage was to cancel the congress outright. This reality comes as a huge blow to all of those who have worked so diligently during the last several years to deliver a truly world class event; to our prospective speakers who accommodated earlier cancellations and invested greatly in preparing their presentations; to our sponsors and exhibitors who enthusiastically supported us; to those who engaged in research and then submitted abstracts, and finally to those who registered as delegates.
We communicate our heart-felt disappointment and apologise to all of you as we experience the devastating consequences of the ongoing COVID-19 pandemic on our meeting.
In contrast, we reflect positively on a strong and purposeful collaboration among the ESE, IADT and PSE organizations and sincerely hope that we are able to work jointly again in the future.
Please be assured that we will arrange a refund of registration and sponsorship fees.
Please contact AIM Group International (Lisbon), our professional congress organiser, atwcdt2022@aimgroup.eu , who will facilitate making the appropriate arrangements.
Thank you for your interest and commitment to dental traumatology.
The field remains strong, important and a key component to healthcare worldwide.
Dass das Wissen um die Behandlung von Zahntraumata nicht weite Verbreitung gefunden hat, ist eine traurige Tatsache, wie der von Christoph gerade eingestellte Fall leider einmal wieder zeigt.
Dass es um das Wissen der Ursache einer periapikalen Pathologie nach erfolgter endodotischer Behandlung mindestens genauso schlecht bestellt ist, zeigen die allwöchentlichen Vorstellungen von Patienten mit Zähnen, die einen Zustand nach erfolgloser Resektion aufweisen.
Wird es jemals möglich sein, dass die eine Resektion ausführenden Kolleginnen und Kollegen vor dem Eingriff ganz kurz nachdenken, warum die Erst- oder Zweitbehandlung fehlgeschlagen ist? Und dass das einfache Abschneiden der Wurzelspitze vollkommen an der Ursache vorbeigeht, die selten in einer extraradikulären, sondern vielmehr in einer intrakanalären bakteriellen Kontamination zu suchen ist.
Und dass es sinnvoll ist eine retrograde Wurzelfüllung anzufertigen, die einen dichten apikalen Verschluss ermöglicht. Auch wenn das heisst, dass die retrograde Füllung eine Schichtstärke von mehr als 0,5 mm aufweisen sollte? Standardwissen. Eigentlich. Und dennoch immer wieder dasselbe Bild:
Die Inhomogenität der Obturation, die hier eher mit dem Glasfaserstift, als mit Guttapercha erfolgte ist bereits im 2D-Bild zu erkennen. Und dass die retrograde Präparation hier eher als anspruchsvoll bezeichnet werden kann, führte wohl zur Abkehr vor derselben.
Da schäme ich mich fremd und wünsche mir am Ende meiner beruflichen Laufbahn, dass es irgendwann einmal in einem Semester des Zahnmedizinstudiums einen Kurs geben wird, der das Erkennen der eigenen Grenzen und den lösungsorientierten Umgang mit der Tatsache vermittelt, dass einfach nicht Jede und Jeder alles machen machen sollte, wozu er qua Approbation berechtigt ist. Und zur ständigen Frage animiert: Kann ICH das Problem vorhersagbar lösen? Und am Ende des Kurses nehmen alle, die teilgenommen haben eines mit: Es ist keine Schande, sondern Größe, zuzugeben, dass man nicht jede Behandlung so ausführen kann, wie es der jeweilige Fall erfordert.
Alio loco war bereits ein DVT erstellt worden, welches jedoch zeigt, wie wichtig die Expositionsparameter für ein hochpräzises Ergebnis sind und was passiert, wenn diese vom Optimum abweichen. Für ein X800 M ein eher mässiges Bild.
Zurück zum Behandlungsfall. Die Behandlung erfolgte aufgrund der klinischen Symptomatik zweizeitig. Eine wenig kniffelig war die Entfernung des apikalen Teils des Glasfaserstiftes. Grundsätzlich entferne ich Glasfaserstifte mittels Munce-Rosenbohrer. Sehr vorhersagbar, wenn es apikal der Stifte noch Obturationsmaterial gibt.
Wenn, wie hier, apikal des Stiftes nur apikale Lyse vorhanden ist, besteht die Gefahr, den apikalen Stiftanteil in den periapikalen Raum zu verbringen. Daher setzte ich hier U-Files ein, deren Arbeitsende ich mit einem Seitenschneider ca. 0,5 mm kürze. Das so geschärfte Arbeitsende zerlegt die Glasfaser erheblich besser, als die nichtmodifizierten U-Files.
Dabei gehe ich vom Rand des Stiftes aus und arbeite ich mich allmählich im Randbereich kreisförmig so lange um den Stift herum, bis sich dieser von der Kanalwand im Stück löst. In der Regel ist ein Freilegen von 240- 270 Grad notwendig, um die Klebung aufzubrechen.
Die Obturation erfolgte aufgrund des weiten Neo-Formens und der apikalen knöchernen Krypte nach Anlegen eines Kollagenen Widerlagers mit MTA.
Heute möchte ich Ihnen die jetzt elfjährige Loreen vorstellen.
Das junge Mädchen erlitt im März 2021 ein Frontzahntrauma an Zahn 11.
Hierbei kam es augenscheinlich zu einer unkomplizierten Kronenfraktur. Der Defekt wurde zeitnah mittels Kompositfüllung versorgt. Eine radiologische Untersuchung des Traumas erfolgte nicht.
Sechs Monate später begann Loreen klinische Symptome in Form von pulsierenden Schmerzen an dem betroffenen Zahn zu entwickeln.
Das alio loco angefertigte Röntgenbild zeigte laut Hauszahnarzt keine sichere Diagnose.
Daraufhin wurde eine abwartende Haltung vereinbart.
Wieder acht Wochen später zeigte sich eine vestibuläre Fistel. Das ebenfalls anfertige Einzelbild zeigte nun eine horizontale Wurzelfraktur mit Osteolyse im Bruchspalt.
Als Aktumaßnahme wurde der Zahn trepaniert und mit einer medikamentösen Einlage versorgt.
Es folgte die Überweisung zur ortsansässigen Kieferchirurgin zur Entfernung des Zahnes.
Diese Kollegin wiederum verwies das Mädchen schliesslich zu uns..
Klinische imponierte eine ausgeprägte vestibuläre Fistel. Es lagen keine erhöhten Sondierungswerte vor. Der Lockerungsgrad betrug Grad I.
Radiologisch stelle sich die Situation im Januar 2022 wie folgt dar…
Fast 27 Jahre lang hat uns unser Sirona Heliodent MD – Kleinröntgengerät hervorragende Dienste geleistet. Plötzlich und unerwartet hat es sich kürzlich von uns verabschiedet. Nun ist die Zeit für etwas Neues.
Vielen Dank für die Antworten. Auch ich habe getippt und an 16 neben der P. apicalis eine Perforation, eine geknicktes oder fakturiertes Instrument, sowie an 13 eine Resorption gesehen. Die rechtfertigende Indikation mit diesen Verdachtsdiagnosen für eine DVT zur Abklärung ist gegeben und wir haben dies angefertigt. Unser Vorteil war noch die klinische Untersuchung und dabei ist eine Defekt palatinal subgingival am Zahn 16 aufgefallen. Der Befund im DVT hat allerdings überrascht. Die Perforation des Instrumentes geht in die Resorptionslakunen, mittels Elektrometrie UND Kofferdam wäre das sicher vermeidbar.
13 zeigt im DVT eine interne Resorption. Wir konnten keine Verbindung nach extern erkennen und haben ältere Röntgenbilder bei Vorbehandlern angefordert. Ein OPTG von 2016 haben wir erhalten. Dies ist mit anbei.
13 zeigt eine positive Sensibilität, keine erhöhten Sondierungstiefen und keinen Lockerungsgrad. Anamnestisch ergab sich bei der Patientin eine kieferorthopädische Behandlung vor ca. 15 Jahren über mehrere Jahre. Nach Aktivierung musste die Patientin jedesmal Schmerzmittel nehmen, da starke Zahnschmerzen auftraten.
Nun ist die Frage: 13 behandeln oder sollte man dies auf beobachten setzen? Wie sieht das die geneigte Leserschaft?
Was genau ist ein No Brainer ? Wenn ich nach der deutschen Übersetzung für No Brainer suche, dann erscheint bei der Google-Suche als Antwort „ein Klacks“.
Ich hätte es eher mit „muss ich nicht drüber nachdenken“ ins Deutsche übertragen. Und ganz ehrlich, ich bin über jede Situation, jede Handlung in der Praxis, die ich bewältigen muss, ohne drüber nachdenken zu müssen, sehr dankbar.
Was das mit dem Dentapen zu tun hat ? Eine ganze Menge.
Denn natürlich habe ich in diesem Artikel hier geschrieben, das ich sehr gut ohne den Dentapen auskommen kann. Weil es nur sehr wenige Situationen gibt, in denen er in meinen Händen den Unterschied überhaupt ausmachen könnte.
Könnte – man beachte den Konjunktiv. Nicht mal das ist also sicher.
Warum also dann doch der Dentapen ?
Weil ich – in genau diesen, ich sage es jetzt bewusst seltenen Situationen ich froh bin, den Dentapen zu haben. Er beschert mir „No Brainer“ – Momente.
Ich denke an den superängstlichen Patient, die schmerzempfindliche Patientin. Die einem Puls und Blutdruck hochtreiben.
Das ist der springende Punkt. Und jetzt wird es fast ein wenig esoterisch.
Was macht in solchen Situationen es mit einem? Zu wissen, das man mit Hilfe des Dentapen eine schmerzfreie und gut wirksame Anästhesie erzielen kann? Ohne auch nur einen Gedanken (no brainer also) daran verschwenden zu müssen, ob die gewünschte Schmerzausschaltung erzielt werden könnte.
Wieviel ist mir das wert? Dieses unbekümmert arbeiten können. Diese Frage kann nur jeder für sich selbst beantworten.
Bleibt noch der nicht unerhebliche Preis. Für etwas, auf das ich verzichten könnte. Nur selten bräuchte.
Das beschäftigt einen. Soll ich? Soll ich nicht ? Jetzt ist auch noch eines unserer Kleinröntgen-Geräte kaputt gegangen. Soll ich also die 1500 – 2000 Euro, die den Dentapen kostet, nicht besser sparen ?
Ist immerhin schon ein Viertel Röntgen-Gerät. Ich überlege.
Und dann fällt mir ein. Ich habe mehrere intraligamentäre Spritzen in der Praxis. Die ich nur hin und wieder einsetze. Aber trotzdem darauf nicht verzichten kann und möchte. Da hab ich auch nie nach dem Preis gefragt oder aber die Überlegungen angestellt, ob ich mir das Geld sparen könnte.
Der Dentapen ist Luxus für mich. Ich bräuchte ihn nicht, aber ich leiste ihn mir. Trotz seines Preises.
Ein starkes Indiz für den Nutzen eines solchen Gerätes, oder ?
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.as
Gilt es Silberstifte zu entfernen, stellt sich die Frage mit welchem Verfahren diese am sichersten entfernt werden können.
Schnell ist sicher die Drahtschlaufentechnik. Diese birgt aber auch das Risiko, dass sehr dünne Silberstifte dabei durchtrennt werden können. Wie es sich zum Beispiel bei manchen Thermafill-Trägerstiften andeutet.
Da ich Vorhersagbarkeit liebe, bevorzuge ich die Kanülentechnik.
Der einzig kniffelige Punkt ist das berührungslose Freilegen von ca. 2 mm des Silberstiftes mittels Endosonorefeile. Denn berührt man den Silberstift zu oft oder zu lange mit der Feile, reduziert sich der Stiftquerschnitt mitunter deutlich und führt bei entsprechender Friktion im Kanal zu einem Abriss.
Wichtig bei der Kanülentechnik: Die Kanüle so klein wie möglich auswählen und so vorbiegen, dass das Überstülpen interferenzfrei gelingt.
Ich verwende als Befestigungsmaterial ein dualhärtendes Komposit. Das Einbringen des Komposits erfolgt per Skinny Syringe. Es ist darauf zu achten, dass die Kanüle ohne Spritze eingebracht wird, damit überflüssiger Kleber in die Kanüle zurück gedrückt werden kann.
Das Schwierigste? Das Warten auf die chemische Aushärtung.
Gute Nachrichten für alle unsere Molaren – Patrons. Es gibt Fortbildungspunkte für alle Teilnehmer des WURZELSPITZE – Qualitätszirkels. Das ist nun der offizielle Titel dessen, was einmal als WURZELSPITZE Plus – Live Talk seinen Anfang nahm und erfreulicherweise einen treuen Teilnehmerkreis ausgebildet hat. 4 mal im Jahr, im Februar, Juni, September und Dezember finden die virtuellen Treffen statt. 3 Punkte sind anvisiert pro Sitzung. Die genauen Termine, zum Vorplanen, kommen in den nächsten Tagen.
Der Patient wurde uns mit der Diagnose Stiftfraktur an 21 überwiesen. Der Zahn war mit einem Provisorium versorgt. „Die Krone war aus heiterem Himmel beim Essen weggebrochen.“ Die Anamanese ergab, daß der Zahn nach einem Sportunfall erstmals mit einer größeren Füllung versorgt werden musste. 11 zeigte in der Diagnostik keine Sensibilität. Die Sondierungstiefen waren nicht erhöht und die Zähne 11 und 21 symptomfrei. Klinisch imponierrte eine Kopfbißlage. Die daraus resultierende Überbelastung zeigte die mundgeschlossene Aufnahme des DVT eindrucksvoll. Zusätzlich bestätigte sich im DVT eine apikale Parodontitis am Zahn 11. Der Patient wünschte den unbedingten Zahnerhalt und Behandlung beider Zähne.
Auf Grund der durch die Beißlage verursachten Belastung des Zahnes 21 wurde die erweiterte palatinale Präparation notwendig. Warum die Grenzen der Physik versucht wurden zu brechen, in dem eine Art „Stiftveneer“ hergestellt wurde, war für mich nicht nachvollziehbar.
Ferrule konnte labial nur eingeschränkt erreicht werden. Das ist der Faktor der zur Prognoseneinschätzung günstig führte.
Die Überraschung war der Zirkonstift, der vom HZA nicht erwähnt wurde. Zum Glück konnte dieser ohne Substanzverlust mit Ultraschall entfernt werden. Für den präendodontischen Aufbau verwendeten wir nach Sandstrahlung, Ätzung und Bonding EverXFlow und Beautifil BW. Als Distanzhalter zur Erstellung der Zugangskavität haben wir ein Navitipp eingepasst und nach den präendodontischen Aufbau entfernt. Zur besseren Darstellung der Füllungsgrenzen haben wir ein Composite (Beautifil BW) mit farblichem Kontrast (weiß) verwendet. Nach einer abschließenden Desinfektion wurde das Kanalsystem gefüllt und ein Glasfaserstift adhäsiv inseriert. Dem Patienten und HZA haben wir eine Front/Eckzahngeführte Schiene für die nacht empfohlen um Belastungsspitzen am Zahn 21 abzufangen.
Robert Redfords kommerziell erfolgreichster Film als Schauspieler und Regisseur ist „Der Pferdeflüsterer“, eine anrührende Herz-Schmerz-Geschichte, die 1998 in die Kinos kam. Fast 20 Jahre zuvor und heute weitestgehend vergessen, spielte schon einmal die Kombination Pferd – Redford in einem seiner Filme eine bedeutende Rolle. Robert Redford war damals der „Elektrische Reiter“. Ein ehemals erfolgreicher Rodeo-Cowboy, der nun – durch zahlreiche Verletzungen nicht mehr in der Lage bei Wettkämpfen anzutreten – als Werbefigur für einen Lebensmittelkonzern auftritt. Über und über mit Glühlämpchen behängt, was dem Film seinen Namen gibt. Und an jenen Cowboy, jenen elektrischen Reiter musste ich denken, als Jörg in seinem Beitrag hier vom Cowboy – Style sprach und mit der Metapher eines Kuhfusses die Entfernung von Guttapercha aus dem Wurzelkanal mittels Hedstroem- Feile und Moskito-Klemme präsentierte.
Und ich zeige nun die „elektrische“ Variante. Die sich den gleichen physikalischen Prinzipien wie das manuelle Pendant bedient, die da lauten: Mit der Hedstroem-Feile mit Hilfe der legendären Uhraufzugs/watch winding-Bewegung in die Guttapercha nach apikal vordringen und gleichzeitig für Retention innerhalb der Guttapercha sorgen. Nutzt man dann eine Moskito- Klemme, um über ein Hypomochlion einen lateralen Druck aufzubauen, presst man die Feile noch stärker in die Guttapercha hinein, so dass die Friktion in der Guttapercha größer ist als die Friktion der Guttapercha an der Kanalwand. Gleichzeitig erfolgt nun eine koronal gerichtete Bewegung. Das Resultat ? Wie mit dem Korkenzieher eines Kellnerbestecks wird die Guttapercha aus dem Kanal herausgehebelt.
Möglich wird das mit Hilfe des Morita Tri Auto ZX 2 – Handstückes. Das weist nämlich als einen seiner Arbeits-Modi eine reale Reziprok- Bewegung auf. Heisst 90 Grad hin – 90 Grad zurück. Oder auch 180 Grad hin – 180 Grad zurück – Auf jeden Fall jedoch keine Rotation. Die Guttapercha wird also nicht zerschnitten. Das ist der Trick dabei. Dann nur noch das verwendete VDW Reciproc R25 – Instrument (das ja nichts anders darstellt als eine leicht modifizierte Hedstroem- Feile. maschinell angetrieben, der elektrische Cowbiy eben) bei der Auswärtsbewegung nach lateral drücken.
Das Handstück als Kuhfuss. Funktioniert.
Natürlich nicht in jedem Fall. Aber immer wieder. So dass wir zuallererst einmal auf diese Vorgehensweise zurückgreifen im Sinne von – wenn ´s nicht funktioniert können wir immer noch was anderes machen.
Hier das Video zur Demonstration der Vorgehensweise.
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In nachfolgendem Fall kam zugegebenermaßen ein klein wenig Glück hinzu.
Dass das im MB vorhandene Instrumentenfragment nicht leicht zu entfernen sein dürfte war nach Auswertung des DVT schnell klar. Eine leicht gegenläufige s-förmige Krümmung in bukt-lingualer Richtung erhöht die Friktion erheblich.
Geplant war der Einsatz einer Drahtschlinge zu Fragmententfernung. Da MB und ML getrennte Foramina aufwiesen, wurde zunächst der koronale Teil des MB Kanals tropfenförmig in Richtung ML erweitert und das Fragment freigelegt.
Im zweiten Versuch ließ sich das Fragment entfernen, nur leider nicht in toto.
Also unternahm ich den in meinen Augen wahrscheinlich nicht vielversprechenden Versuch das apikale Fragment mittels Handinstrumenten zu passieren. Und hatte Glück! Nachdem die ISO 008 vorbei war, kamen im weiteren Verlauf der Aufbereitung Feilen der Größe 010, 012, 015 und 017 zum Einsatz. Das Passieren wurde radiologisch verifiziert.
Apikal wurden nur Handinstrumente -hier Pro Taper – bis zu einem Durchmesser von 025 verwendet. Die taktile Rückmeldung beim Kontakt mit dem Fragment schützt vor einer erneuten Fraktur.
Nach schall- und laserunterstützter Irrigation wurden die Masterpoints einprobiert und es zeigte sich, dass das Fragment in Länge und Lage verändert erscheint. Kürzer und rotiert. Erklären kann ich es mir nicht so recht, bin aber mit dem Ergebnis dennoch zufrieden.
Die Lehre für mich: Es ist erst vorbei, wenn alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind.
Der Blick in die Tageszeitung bleibt an der Überschrift hängen: Sparkassen laufen Sturm gegen Honorarpflicht – Banken fürchten um abschreckende Wirkung für Kunden
Worum geht´s ? Ich habe keine Vorstellung und lese interessiert nach. Sparkassen warnen die Politik davor, die Beratung für Finanzprodukte gegen Honorar zum Standard zu machen. Hähh ? Der Staat erlaubt euch, Geld für eine bislang kostenlose Dienstleistung zu nehmen und ihr lehnt entrüstet ab ? Ihr dürftest also von nun an eure Aktienfonds und Lebensversicherungen dem Kunden andienen und zusätzlich noch für eure Empfehlung Geld nehmen ? Euch also eure fachliche Expertise bezahlen lassen, unabhängig davon, ob der Kunde dann das empfohlene Produkt kauft oder nicht ?
Und ihr wollt das nicht ?
Die Antwort folgt sogleich. Der Präsident des Deutschen Sparkassen und Giroverbandes klärt auf: Eine verpflichtende Honorarberatung stelle für viel Kleinanleger eine unüberwindbare Hürde dar. Wenn Kleinanleger für eine Erstberatung von 2 Stunden erst einmal die tatsächlichen Kosten von durchschnittlich 360 Euro als Honorar auf den Tisch legen muss, nehmen die meisten keinerlei Beratung mehr in Anspruch. Eine solche Vorgabe schliesst grosse Teile der Bevölkerung vom Zugang zu guter Beratung aus und ist unsolidarisch.
Zorro und Robin Hood in Personalunion bei der Sparkasse ? Oder Batman und Che Guavara ?
Wird die Finanzwelt nun endlich gut ? Ein Schelm, wer Arges denkt.
Oder hat man nur Angst, dass man einen grossen Kundenkreis verliert, dem man nun nicht mehr zu irgendwelchen Finanzdeals überreden, nein ,“überzeugen“ kann, auf die er eigentlich von sich aus nie gekommen wäre ?
Sei es drum. Es ist ein anderer Aspekt, den ich so bemerkenswert finde. Die tatsächlichen Kosten, schwarz auf weiss, für die Beratung durch den (einzelnen) Bankmitarbeiter beträgt 180 Euro pro Stunde. So – und jetzt Hand aufs Herz. Wie kann es sein, das wir als Zahnärzte für eine Beratung von einer Stunde beim Kassenpatienten einen Betrag von X Euro und beim Privatpatienten von Y Euro in Rechnung stellen dürfen ? Und wie kann es weiter sein, das Niemand aus der Standespolitik diesen Missstand artikuliert ? Sind wir weniger wert, als ein Bankkaufmann, ein Versicherungskaufmann, beides im Übrigen Ausbildungsberufe. Die Ä3 ist mit 20,11 Euro, die Ä1 mit 10,72 Euro vergütet. Dem Bankkaufmann wird also – durchschnittlich wohlgemerkt – 50 – 200 % mehr Honorar zugestanden, nur um seine Kosten zu decken, von Gewinn ist hier noch gar keine Rede. Auch nicht davon, das bei uns in der Praxis, während wir beraten, ja noch ein ganzes Team von Mitarbeitern um uns herum sich befindet, deren Kosten ja noch zusätzlich in die Berechnung einfliessen müssten.
Nein kein Fussballspiel, das sind die Ergebnisse unserer ersten Woche, oder besser 3 Tagen mit dem DentaPen. 3 Patientinnen und Patienten empfanden dies angenehmer als die bisherige Lokalanästhesie und 3 Patienten konnten keinen Unterschied feststellen. Einige gaben an, daß der Einstich unangenehmer war. Das hing aber eher mit meiner Ungeschicktheit zusammen, da der Dentalen etwas anders in der Hand liegt als die Zylinderampullenspritze und ich den vorher abgegebenen Lokalanästhesietropfen an anderer Stelle platzierte als den Einstich. So hat es sich bis heute in der Patienteneinschätzung weiter hingezogen.
Vorgestellt wurde der DentaPen in Wurzelspitze hier. Gestern hat HaWi bereits etwas dazu berichtet und nun zeitnah sozusagen, mein Kommentar.
Eigentlich wollte ich den DentaPen erstmal testen und bat um eine Leihstellung per Mail. Dazu ist es aber nicht gekommen und ich habe den Dentalen selbst bestellt. Die Lieferzeit betrug 4 Wochen.
Wir haben den DentaPen jetzt 3 Wochen im Einsatz. Leider fehlen uns jetzt die Hygieneschutzhüllen. Der Lieferant unseres DentaPen Netdental, hat diese (noch) nicht vorrätig und es wurde auch noch nicht nach diesen nachgefragt. Bei Septodont habe ich die Herstellernummer 0015J erfahren. In AERA ist diese Herstellernummer bisher nirgendwo gelistet.
Schade, mal sehen, wie schnell wir weiter damit arbeiten können. Zusammenfassend muss ich sagen, ich hätte mir etwas mehr versprochen. Das Handling, bzw. das design ist noch optimierbar. Die konstante langsame Anästhetikaabgabe empfinde ich als Behandler durchaus sehr hilfreich und werde den Dentalen weiter einsetzen.
Da meine Rechtschreibkorrektur unerbittlich DentaPen zu Dentalen machte habe ich das P einfach groß geschrieben. Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Ich vermute mal jeder von uns kennt so einen Kollegen. Der jede Neuerung, die in seiner Praxis Einzug hält, hoch euphorisch anpreist.
Sei es ein neues Abformmaterial: „Bombe!“ Oder eine neue Endo- Feile, ein neues Composite- Material: „Sensationell!“. Wer ihn kennt, weiss aber auch, dass dieses Hochgefühl selten länger als 4- 6 Wochen anhält. Sobald der erste Misserfolg sich einstellt, das erste NiTi – Super Duper- Instrument im Wurzelkanal abgebrochen ist, die erste ZE – Arbeit als nicht passend aus dem Dentallabor zurückkommt, kehrt besagter Zahnmediziner reumütig zum früheren Status Quo zurück. Und nur auf Nachfragen irgendwann gibt er dann kleinlaut zu, daß die Geheimwaffe nun in der Schublade verstaubt.
Ganz anders mein lieber Freund Chris K(ay) aus Munich. Wenn der schon mal in Lobeshymnen ausbricht, dann kann man sicher sein, das es sich wirklich um etwas ganz Aussergewöhnliches handelt, was er uns an Herz legt. Wie kürzlich geschehen beim Dentapen von Septodont. Ich kann mich nicht erinnern, ihn schon mal nach so kurzer Zeit so euphorisch schwärmen gehört zu haben, wenn es um eine eine kleine und banale Sache geht wie ein Hilfsmittel zur dentalen Anästhesie.
Grund genug für mich, das Gerät einmal auszuprobieren. Ich war supergespannt, teilen doch Christoph und ich die gleiche beinahe schon manische Besessenheit, nämlich die orale Anästhesie für den Patienten so angenehm wie möglich durchzuführen.
Wer wissen will, wie der Dentapen funktioniert, dem seien Christophs Beiträge hier und hier und da zur Lektüre empfohlen.
Für nun ist es ausreichend, zu wissen, dass das Gerät motorunterstützt die Anästhesie erleichtert. Gewissermaßen eine Förderpumpe für minimale Mengen Articain etc. . Kennt jemand noch „The Wand“? Diese Mini – PC- Towergehäuse große, schlauchgebundene mehrere tausend Euro teure Maschine macht auch nichts anderes, der Dentapen ist gewissermaßen eine handliche und günstigere Variante.
Und wie war es nun ? Vermutlich so, wie man mit großen Erwartungen als Kind an Heiligabend an den Weihnachtsbaum herantritt, um dann festzustellen, dass man von der Oma nicht die gewünschte Carrera-Auto-Rennbahn (Willkommen im Jahr 1974) sondern nur einen doofen selbstgestrickten und obendrein kratzigen Pullover geschenkt bekommen hat.
Leicht enttäuschend.
Weil der erhoffte Aha- Effekt ausgeblieben ist. Die Patienten nämlich im Vergleich zu kürzlich erfolgten konventionellen Anästhesien am Gaumen – das ist nämlich der Acid – Test schlechthin – keinen spürbaren Unterschied festzustellen schienen. Diesen Eindruck hatten im Übrigen nicht nur ich, sondern auch meine Assistentinnen. Die übliche Frage: Was kostet das Teil ?“ Und als ich antwortete „1200 Euro“ wurde abgewunken. Zumal die Mikroplastik- Weltmeer und Nahrungs-Diskussion scheinbar in den deutschen Köpfen angekommen zu sein scheint, denn der Gebrauch des Dentapen setzt die Nutzung einer weiteren Einmal-Plastikhülle voraus und auch das wurde im Team kritisch bewertet.
Ist damit unser Beitrag zu Ende? Keineswegs.
Ist das hier ein Veriß? Auf gar keinen Fall.
Was ich hier mache, ist das, was wir, das dentale Marketing betreffend, eigentlich wünschenswerterweise immer gerne hätten. Keine unreflektiereten Lobeshymnen, sondern eine differenzierte Betrachtung, das Für und Wider abwägend. Der Dentapen ist nämlich ein wunderbares Hilfsmittel. Punkt. Nicht für jeden, aber für all diejenigen Behandler*innen, die aus welchen Gründen auch immer sich eher schwer damit tun, die Anästhesie am Patienten wirklich schmerzfrei durchzuführen.
Und ich kann jedem nur empfehlen, den Dentapen mal auszuprobieren um sich
a) selbst ein Bild davon zu machen und
b) mit eigenen Augen zu sehen, wie langsam und gefühlvoll man injizieren muss, um eine solche Wirkung zu erzielen. Das dauert nämlich. LANGE. Geduld ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Wer sie aufbringt und das Feingefühl bei der Injektion mitbringt, der braucht keinen Dentapen. ABER – jetzt kommt der Moment, bei dem ich mich ertappe, stark mit dem Dentapen zu liebäugeln, obwohl ich ihn eigentlich nicht brauche. WEIL – er mir die ganze Arbeit oder sollte ich besser sagen die Konzentration auf den Vorgang abnimmt. Vorsichtig einstechen, den Knopf drücken und – im Geiste – abschalten. „Den Kopf freimachen“ meine ich damit. Oder in Ruhe dem Patient erzählen, was nun als Nächstes in der Behandlung ansteht.
Das mache ich ohne Dentapen zwar auch. Aber -das ist nicht das Gleiche. Das eine mal hochkonzentriert, das andere mal relaxed. Ich habe jedes Mal diese Momente genossen.
Kann das der mir geneigte Leser nachvollziehen? Mich verstehen? Ich schlage vor, den Dentapen zu testen und ein eigenes Urteil zu fällen.
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Gerade bei der Fragmententfernung gibt das DVT wertvolle Hinweise auf den einzuschlagenden Weg. Wie muss der Zugang modifiziert werden, damit der koronale Fragmentanteil visualisiert werden kann? In welcher Richtung sollte dem Fragment ein „Angebot“ gemacht werden? Welche Entfernungsmethode ist am besten geeignet, dass Fragment vorhersagbar zu entfernen?
Der schwierige Teil in nachfolgendem Fall?
1. Dass es sich um eine Hedströmfeile handelt, die in den meisten Fällen eine gegenüber einem reamerähnlichen Fragment eine erhöhte Friktion erwarten lässt.
2. Die Länge des fakturieren Instrumentes.
3. Das aufgrund der Vorspannung mesial mit etwas Federkraft anliegende Fragment liess sich nach dem ovalen Erweitern des Kanaleinganges nach palatinal bewegen. Und bewegte sich bei der leichtesten Berührung wieder in die Ausgangslage zurück und verhindert somit das verwerfen der Drahtschlinge.
Nach mehreren Versuchen konnte ich den Fragmentkopf mittels Micropener so positionieren, dass ein kleiner Abstand zwischen Dentin und Fragment entstand. Leider hielt der Microopener nicht von alleine. Also habe ich meine Mitarbeiterin gebeten den Microopener zu übernehmen, nachdem ich ihn positioniert hatte. Kübra kontrollierte die Position über den Bildschirm.
Dann hielten wir beide den Atem an. Das Überstreifen gelang im ersten Versuch. Nun musste nur noch die Schlaufe halten. Was sie tat.
Denn noch am nächsten Morgen sprach Kübra noch mit Glitzern in den Augen von gemeinsam erreichten Erfolg!
Ich habe so wie es jetzt aussieht einen Workaround gefunden, der zumindest für die WURZELSPITZE Patrons den bisherigen Zustand wieder herstellt und ihr wie gewohnt über die WordPress Seite, die nun www.wurzelspitze.blog heisst, mitlesen könnt. Der Support beider millardenschwerer Unternehmen war und ist unterirdisch. Beide Supports schieben das Problem dem jeweilig anderen Partner zu. Beispiel gefällig : WordPress schreibt: Since this is a third-party plugin, our team has a limited scope of support as we aren’t familiar with the inner workings of their product, but I’ll try my best to point you in the right direction. Und verweist dann auf Teilnehmer- Selbsthilfeforen. Patreon schreibt: Hi there,Unfortunately, we are unable to provide support on the API on our end. Und verweist dann , na , worauf wohl – auf Teilnehmer-Selbsthilfeforen. Schöne neue Welt!
In unserem Fall kommen mehrere „Zahnräder“ in Betracht, die (knirschend) ineinandergreifen. Die Einbindung des Patreon Plug Ins. Der dafür notwendige Domain-Wechsel. Das bei vielen Teilnehmern vorhandene Cache, die alten Adresse beinhaltend und die mit der alten Adresse besetzten Lesezeichen in den Browsern und Mobile Apps.Dann gab und gibt es allerdings definitive Bugs auf WORDPRESS Seite. Das Backend betreffend, so das der Leser davon verschont bleibt. Die tauchen im täglichen Autoren- Arbeiten auf (Olaf kann davon nicht ein Lied, eher eine ganze Oper singen) allerdings nicht für alle und unregelmäßig, was die Fehlersuche schwierig bis unmöglich macht. Man entwickelt im Laufe der Zeit einen Workaround. Das Wort trifft es in der Übersetzung sehr gut. Geht, ist aber super nervig. Jüngstes Beispiel. Ich habe das Patreon plug in deaktiviert. Und die Seite wieder auf privat gestellt. Zum Jahreswechsel löschen wir hierzu alle Zugangsberechtigungen und laden die Abonnenten des neuen Jahres danach wieder als Leser neu ein. So war es zumindest bisher. Nachdem ich also alle Leser entfernt hatte, wollte ich die aktuellen Leser wieder als solche einladen. Daraufhin gibt WORDPRESS aus, dass diese bereits alle als Leser vorhanden sind. Fakt ist aber. Keiner der Leser kann mitlesen. Und keiner ist als Leser gelistet, die Seite ist und bleibt leer. Stattdessen erscheinen (wie ich zufällig 2 Tage später feststelle) in unserer Teamseite (in der bislang nur die Autoren stehen) nun zwei neue Namen. Als Abonnenten gelistet. Mit der Einbindung des Patreons – plug in wurde eine neue Kategorie eingeführt – Abonnenten. Die zwar auch nur Leser sind, aber nicht bei diesen, sondern bei uns gelistet werden. Unlogisch. Sei es drum. Das bringt mich auf die Idee, alle Leser nicht als Leser, sondern als Abonnenten noch einmal einzuladen. Leider geht die Einladung nicht wie gewohnt in 10er Gruppen. Wenn man es versucht, erscheint eine Fehlermeldung, diese Teilnehmer sind bereits eingeladen. Ich muss also jeden einzelnen händisch einladen.
Wie immer gibt es „dankbare“ und undankbare Überweisungen.
Für mich zählt der Überweisungsgrund: „massive Obliteration – wir finden die Kanäle nicht“
zu der ersten Kategorie.
Hier also so ein Fall der jüngsten Vergangenheit.
Zustand nach alio loco begonnener Behandlung Zahn 16 bei einer 54-jährigen Patientin
Der Zuweiser hatte bisher nur den palatinalen Kanal gefunden. Glücklicherweise hatte er nach einigem „Suchen“ recht schnell aufgegeben…
Alio loco angefertigte Zugangskavität mit Kunststoff-Verschluss
Mit der entsprechenden Sehvergrösserung und LED-Ausleuchtung (I love it :-))), etwas anatomischen Wissen und geeigneten Instrumentarium war die Aufgabenstellung recht gut beherrschbar…
hier die Impressionen des Falls…
Zustand nach Füllungsentfernung. Blick auf Sekundär-und Tertiärdentin mit teilweise erkennbarem PulpakammerbodenHöhere Vergrösserung der oben genannten Situation Alio loco aufgefundenes palatinales Orifizium
Beginn der Kanaldarstellung mb1 und mb2 ; distales Kanalsystem bisher nur durch Dentineinpressungen erkennbar, deutlich erkennbare Abgrenzung von dunklem Kammerboden zu heller Wand mit SekundärdentinMesiale Kanalsysteme nach Darstellung und Präparation Blick auf Initial dargestellten distalen Kanal. Farblich gut erkennbarer Unterschied zwischen Boden und Wand bzw Sekundärdentin„Danger Zone“ mit vorhandnen Dentintubuli – eine weitere „Kanalsuche“ hier würde sicher zu einer Perforation führen.Blick auf vollständig dargestellten und präparierten distalen Kanal mit deutlicher Differenzierbarkeit zwischen Pulpakammer-Boden und Wand mit Sekundärdentin mit Tubuli Vier Kanalsysteme fertig präpariertMaterpoint-AufnahmeAbschluss-Aufnahme
Die Präparation erfolgte mit folgenden Instrumenten: C-Pilot 006-010; R-Pilot, RECIPROC Blue 25, Wave One Gold 20, 25 und 35 (palatinal); Wurzelkanalfüllung mit Guttapercha & BC Sealer high flow; zwei Termine (a 90 bzw. 60 Minuten)
Ich hoffe 2022 bringt viele dieser „dankbaren“ Zuweisungen…
Auch in folgendem Fall war das DVT entscheidend für das vorhersagbare Aufbereiten dieses 25.
Und wieder ist eine gewisse Skepsis angebracht gewesen, wie mein eigenes präoperatives Einzelbild zeigt. Anders als im übermittelten OPG befanden sich zwei Fragmente in diesem stark nach mesial gekrümmten OK-Prämolaren.
Das DVT zeigt, dass das koronaler gelegene Fragment in P lokalisiert ist und P und B nach dem in B jenseits der Krümmung gelegenen Fragment konferieren um s-förmig nach apikal zu verlaufen.
Also war die Taktik klar:
Entfernung des in P befindlichen Fragmentes
Belassen des Fragmentes in B und manuelle Patency mit stark vorgenogener Handfeile ISO 008 und 010.
Messaufnahme P nach Erzielen von Patency
Darstellen des Fragmentes in B und Freilegen des Fragmentes durch Entfernen der koronal des Fragmentes gelegenen Dentinmassen.
Nachdem beide Fragmente entfernt waren, zeigte der Austausch der Spülflüssigkeit zwischen beiden Kanälen, dass die Kommunikation frei war.
Die Aufbereitung von P wurde nach den Handfeilen ISO 10 mittels EndoWave 10/02, 15/02 und anschliessend HyFlex 15/03 durchgeführt. Nach Einsatz vorgebogener ProTaper-Handinstrumente S1 und S2 in B konnte auch hier die vorhandene iatrogene Stufe überwunden und der Kanal bis auf Patency aufbereitet werden.
Nach medikamentöser Einlage wurden beide Kanalsysteme in der Folgesitzung mittels HyFlex CM-Feilen final erweitert und anschliessend obturiert. Und auch die iatrogene Stufe war vollständig gefüllt.
Am Ende trafen alle nach Auswertung des DVT erstellten Annahmen zu. Ein großer Unterschied zu dem früheren Versuch-und Irrtum-Vorgehen.
Manchmal frage ich mich ob die Digitalisierung nicht uns beherrscht, statt andersherum. Immer wieder mal verändert WordPress seinen Editor und dazugehörigen Module. Das führt zu plötzlichen nicht erwarteten Problemen bei der Beitragserstellung. Da sich dadurch der Zeitaufwand zumindest bei mir stark erhöht, stört mich das sehr.
Keiner Ahnung warum man die Kunden verärgert und Frust erzeugt. Das scheint aber heute zum Geschäftsprinzip zu gehören. Oder man möchte die Leute so beschäftigen, daß diese keine Zeit haben, sich nach Alternativen umzuschauen. Ich möchte an dieser Stelle nur um Verständnis bitten, warum jetzt vielleicht das eine oder andere Bild, bzw. Erklärung nicht an der richtigen Stelle platziert ist.
So nun genug herumgenörgelt…
Im heutigen Fall stelle ich einen Fall mit einem Fehler vor, wie ich ihn bisher noch nicht hatte. Da man aus Fehlern mehr lernt, als von toll anzuschauenden Fällen halte ich diese Beiträge für nicht unwichtig. Eigentlich lief bei der Patientin alles nach Plan. Akute Beschwerden beginnend in der Adventszeit mit submukösem Abszess. Der HZA schickte die Patientin umgehend zu uns und die Ursache war röntgenlogisch gut erkennbar. Distal apikal imponierte ein weiter Seitenknanal und ein ausgedehnte P. apicalis.
Die mesial unvollständige Wurzelfüllung ließ eine ausgeprägte Stufenbildung vermuten, was sich klinisch auch so darstellte. Die Überwindung der Stufen gelang mit vorgebogenen Handinstumenten in einer Balance Forced Technik. Die apikale Krümmung war sehr aprupt. Die maschinelle Aufbereitung mesial erfolgte bis #35.04. Im Kontrollbild der Wurzelfüllung dann plötzlich die Überraschung. Obwohl die Guttaperchapoints bis zur Markierung entsprechend der Masterpointaufnahme eingebracht wurden, fehlte ein erheblicher Teil der WF apikal. Wir hatten die Downpackaufnahme eingespart. Es hätte uns Einiges an Arbeit erspart, nicht darauf zu verzichten. Nun erfolgte die Revision der mesialen Kanäle. Wir verwendeten den Hitzeplugger der Obturation Unit und konnten die weitere GP mit Hedströmfeilen entfernen. Dabei zeigte sich, daß beide apikale Bereiche der GP-Points umgeknickt waren. Um dies zu vermeiden, werden die Points von uns mit Alkohol benetzt und durch die dabei entstehende Verdunstungskälte etwas stabiler beim Einbringen mit dem Sealer. Genau das haben wir in diesem Fall versäumt und wurden sofort bestraft. Durch die beschriebenen Fehler haben wir unsere Behandlungszeit um 60 Minuten verlängert.
Sahen früher irgendwie traurig aus, die Steiff-Tiere. Lag es an den harten Zeiten damals ?
Neues Jahr, neues Glück ?
Das können wir alle für 2022 noch mehr brauchen als in den Jahren zuvor. Wir von WURZELSPITZE wünschen allen unseren Lesern und vor allem auch unseren Patrons einen guten Start in die noch kommenden 361 Tage.
Womit wir schon bei ersten Änderungen im noch jungen Jahr angekommen sind.
Zum einen. WURZELSPITZE hat eine neue (und kurze) URL. Wir sind jetzt unter https://www.wurzelspitze.blog zu finden.
Die Änderung war notwendig geworden, weil unsere Seite jetzt mit Patreon verknüpft ist. Diese Plattform erfreut sich zunehmender Beliebtheit bei Webvideoproduzenten, Musikern, Podcastern und Bloggern. Über Patreon, 2013 vom Musiker Jack Conte ins Leben gerufen, können Künstler und Kreative von ihren Unterstützern regelmäßig einen selbstbestimmten Geldbetrag erhalten. Dieser hilft uns , den Blog WURZELSPITZE weiter zu betreiben. Und eine zwar unvollständige, aber zumindest semiquantitative Kompensation darstellt, den Aufwand betreffend, der für uns mit dem Schreiben der vielen Beiträge für WURZELSPITZE verbunden ist.
Für die WURZELSPITZE- Unterstützer ist durch die Patreon- Plattform (die nächsten Tage der Umstellung mal aussen vorgelassen) eine deutliche Vereinfachung verbunden. Passwörter werden nicht mehr notwendig, weil Patreon automatisch die Freischaltung der jeweiligen Inhalte vornimmt. Auch die notwendigen Belege für den Steuerberater sind ad hoc verfügbar. Von den Inhalten ändert sich nichts Grundlegendes. Allerdings wollen wir ein paar Dinge in 2022 angehen, die noch nicht oder coronabedingt nicht mehr möglich waren bislang.
Zum einen Webinars, also kurze, wenige Minuten lange „How to Do“-Videos zu endodontischen Arbeitsweisen. Ein persönliches Treffen der WURZELSPITZE Community würden wir gerne machen. Sowie die schon seit langem durch unsere Köpfe spukende „Die Drei reden über…“ Fortbildung stattfinden lassen.
Die Drei – das sind Ha-Wi Herrmann, Christoph Kaaden und Jörg Schröder. Und wir versprechen, sofern das Virus uns lässt, eine endodontische Fortbildung, wie es Sie bisher noch nicht gegeben hat.
Der Fall fing an, wie so viele. Die alio loco begonnene Erstbehandlung konnte nicht erfolgreich beendet werden. P war überhaupt nicht darzustellen, weil koronal vollkommen obliteriert. In B ging es nicht weiter, weil ein sehr dünnes Instrumentenfragment den Kanal blockierte.
Und es erwies sich einmal mehr als vernünftig, ein eigenes präoperatives Bild zu erstellen, denn in B befand sich ein sehr feines Instrumentenfragment, welches sich im mitgeschickten Einzelbild nicht vorfand.
Die Visualisierung und Aufbereitung des P verlief problemlos.
Ganz anders der B. Und dann nahmen das (vorübergehende) Unglück und die Dummheit ihren Lauf.
Da ich den sekundären Zugang etwas nachlässig präpariert hatte, konnte ich zunächst das kleine Fragment nicht sehen und zog es nach manueller Exploration vor, ein Passieren zu versuchen. Dumm. Und das Passieren endete in der Fraktur eines ProFile-Instrumentes. Und das, nachdem zuvor bereits zwei andere ProFiles klar gezeigt hatten, dass es nicht die beste Idee war, hier passieren zu wollen. Doppelt dumm. Und so verbrachte ich, nachdem ich beide Fragmente fotografisch erfasst hatte, die nächsten 10 Minuten damit zunächst mein ProFile Fragment und dann, das fremde Fragment zu entfernen.
Der Rest war wieder Standard. Erstaunlich, wie stark der palatinale Kanal apikal nach palatinal abbiegt. Ein Umstand, der nur in exzentrischer Projektion zu erkennen ist.