Finieren der Präparation

von Christian Danzl

Nachdem ich hier und hier schon über Brownies zum Finieren von Kronen- und Teilkronen Präparationen berichtet habe, jetzt mal wieder ein Update.

Nach Shofou und Komet Brownies bin ich nun bei Arkansas-Steinchen (Komet) für die Turbine gelandet (FG).

Die Form lässt sich immer noch mit den grünen Siliziumcarbid Zurichtstein einstellen. Die Form hält deutlich länger, es gibt mehr taktile Rückmeldung, die Oberfläche ist noch glatter und vor allem gleichmässiger – das war zumindest die Aussage vom Zahntechniker. Ich umrunde die Präp. so lange ohne Druck, bis keine Unebenheiten mehr zu spüren sind.

Die Brownies nehme ich nach wie vor her, besonders was Übergänge und das Brechen von Kanten angeht, im Kronenrand sind sie aber durch die Arkansas-Steinchen verdrängt worden.

Auf den Fotos hinten links die originale Form, die beiden anderen bereits zurecht getrimmt und beide schon mehrmals in Gebrauch.

Drehzahl bei mir 40 – 150 trpm.

Ark-1

Brownie 2

von Christian Danzl

Über den Einsatz von Brownies bei der Präparation von Kronen und Teilkronen bei mir in der Praxis habe ich hier und hier schon berichtet.

Allen Unkenrufen zum Trotz bezüglich zu glatter Oberfläche und damit einhergehendem Retentionsverlust hatte ich noch keine Dezementierungen von Kronen oder Teilkronen. Lediglich grinsende Gesichter von Zahntechnikern wegen der schönen Oberfläche mit einer damit einhergehenden deutlich besseren Passform der Restaurationen im Randbereich.

Also hatte der Shofu-Brownie einen festen Platz in meinen Schubläden.

Genau.

Hatte.

Der wird ihm jetzt streitig gemacht von einem Vertreter der gleichen Art.
Nämlich Amalgam/Edelmetall-Polierer von Komet.

Sieht eigentlich genau so aus, ist aber härter, somit nicht so stark dem Verschleiß unterworfen wie sein japanischer Bruder.

Der Polierer von Komet ist, ebenso wie der Shofu, optimiert für eine Drehzahl von ca. 6.000 rpm. Maximaldrehzahl ist mit 15.000 rpm angegeben.

Modifiziert macht er aber ohne Probleme 100.000 bis 150.000 U/min mit.

 

Komet

Shofu

 

Adventskalender 2012 (3) – Shofu Brownies

von Christian Danzl

Hier hab ich sie schon mal beschrieben, die Brownies von Shofu mit FG-Schaft.
All zu lange sind sie noch nicht im Einsatz bei mir, ich möchte allerdings nicht mehr drauf verzichten. Sie sind eine schöne Kombination zwischen Substanzabtrag und Oberfächenfinish. Verschiedene andere Möglichkeiten hab ich schon probiert, die Präparation abzurunden und Kanten zu brechen. Für mich geht es mit den Brownies am besten, Kronen- und Teilkronen-Präparationen nach zu bearbeiten, mittlerweile haben sie die Sof-Flex Scheiben weitgehend zurückgedrängt.
Von mir 4 Wurzelspitzen.
Warum nur 4?
Weil die Brownies durchaus Nachteile haben:

  • die Standartform ist meist nicht passend, sie müssen angepasst werden
  • sie unterliegen starkem Verschleiss, die Form verändert sich während des Arbeitens je nach Druck und Auflagefläche beträchtlich

Aber wie gesagt, ich würde ungern drauf verzichten.

Brownie

von Christian Danzl

in den letzten Jahren hat sich Bereich der indirekten Restaurationen vieles getan. Eine Bewegung weg vom Metall und hin zu Keramik ist zu verzeichnen. Vollgusskronen und Goldinlays fristen mittlerweile ein Schattendasein und kommen fast nur noch bei Bruxern und anderen stark belasteten Konstruktionen zum Einsatz.
Vollkeramik, wie Emax und Zirkon, sind weiter auf dem Vormarsch.
Mit dem Material hat sich auch die Präparationsform ein wenig geändert. Während die Form für Metall eine gewisse Varianz verträgt, kann eine nicht gebrochene Kante und damit einhergehende Spannungen im Material bei einer Vollkeramikkonstruktion zum Bruch der Restauration führen.
Bewährt haben sich bei mir in der Praxis Sof-flex Scheiben zum Abrunden der Präparationen. Das letzte Finish lässt sich sehr gut mit Brownies herbeiführen.
Shofu bietet Brownies FG-Schaft an, die sogar den Drehzahlen der Turbine standhalten.
Ich benutze sie aber lieber im Schnelläufer.
Auf einem Zurichtstein in die Richtige Form gebracht (siehe Bild) lassen sich so auch Kronenpräparationen – insbesondere die Präpgrenze bei der Stufe – sauber finieren.
Die Abformung wird schöner und die Kronen passen erkennbar besser durch die glatte Oberfläche.

links: Original – rechts: zurechtgetrimmt, nach dem Einsatz