Eilmeldung WHO – Empfehlung Zahnarztbesuch

Jetzt hat die Corona- Krise, wirtschaftlich betrachtet, nun auch offiziell die Zahnarztpraxen erreicht. Die Schonzeit ist vorbei.

Genf (AFP) – Um einer weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vorzubeugen, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Verzicht auf Zahnarztbesuche aufgerufen, die der reinen Vorsorge dienen. In am Dienstag veröffentlichten Richtlinien der WHO für Zahnarztpraxen heißt es, Routine-Untersuchungen, professionelle Zahnreinigungen und Prophylaxe-Behandlungen sollten verschoben werden, bis die Corona-Übertragungsrate „ausreichend“ gesunken sei. Aufgrund der Übertragung des neuartigen Coronavirus über sogenannte Aerosole, winzige Spucketröpfchen in der Luft, seien Zahnärzte besonders infektionsgefährdet.

Auch Zahnbehandlungen aus kosmetischen Gründen sollten bis auf weiteres ausgesetzt werden, empfahl die WHO. Beibehalten werden sollten jedoch weiterhin dringende Zahnbehandlungen etwa bei starken Zahnschmerzen sowie Behandlungen, die der Bewahrung der Oralfunktionen und der Lebensqualität von Patienten dienten, betonte die Organisation weiter. Nach Möglichkeit sollten Zahnärzte ihre Patienten vor der Behandlung per Telefon- oder Live-Schaltung diagnostizieren.

Zahnärzte seien einem besonders hohen Corona-Infektionsrisiko ausgesetzt und könnten im Falle einer Infektion auch selbst das Virus leicht an ihre Patienten übertragen, warnte die WHO. Das Personal in Zahnarztpraxen arbeite „über einen längeren Zeitraum sehr nah an den Gesichtern der Patienten“ und gerate in Kontakt mit deren Speichel, Blut und anderen Körperflüssigkeiten.

Der WHO-Direktor für Zahnmedizin, Benoît Varenne, sagte vor Journalisten, in 75 Prozent der WHO-Mitgliedstaaten sei die zahnmedizinische Versorgung aufgrund der Corona-Pandemie eingeschränkt oder ganz zum Erliegen gekommen. Dabei litten Schätzungen zufolge 3,5 Milliarden Menschen weltweit unter zahnmedizinischen Erkrankungen. Wichtig sei, dass Zahnärzte während der Pandemie ausreichend mit Schutzbekleidung und -material ausgestattet seien, betonte er. 

Hier noch eine englischsprachige Quelle, die diese Meldung ebenfalls aufgreift:

https://www.voanews.com/covid-19-pandemic/who-non-essential-dental-care-should-be-delayed-during-pandemic

Ergonomie Instrumentenhalter

Für mich einer der wichtigsten Punkte in der Behandlung – das Ablegen, bzw. Abnehmen der Instrumente und Geräte.
Insbesondere aus der 12 und 11 Uhr Position. Das Cart der Behandlungseinheit hat sich bei uns nicht als Ablage bewährt, da es nur von einer Seite erreichbar ist.
Auf der Assistenzseite ist ebenso die Einschränkung der einseitigen Erreichbarkeit. Insbesondere, wenn man in 6 Handtechnik behandelt.
Deshalb haben wir auf den Schwebetisch gesetzt. Auf dem über dem Patienten „schwebenden“ Tisch können wir alle Instrument ablegen. Dieser ist in Griffweite von jeder Assistenz und dem Behandler. Allerdings sind Geräte, wie Endomotor, Ultraschallhandstücke, WF Handstücke und ggf. auch Polymeristationslampen nur zusätzlich auf den Instrumenten ablegbar. Das wird schnell unübersichtlich und die Absturzgefahr steigt erheblich.
Deshalb habe ich über Varianten zur Befestigung am Schwebetisch nachgedacht.
Bisher hatten wir mit Winkeln kleine Halter von NSK angebracht. Diese waren allerdings nur für wenige Instrumente brauchbar, da es unterschiedliche Durchmesser gibt.
Dazu kommt noch das Baumarktbastel-Aussehen.

Mit dem Einführen des 3D Drucks in unsere Praxis konnten wir da schrittweise Veränderungen einführen. Noch ist die Umsetzung in der Testphase. Aber es hat unsere Behandlungsergonomie so bereichert, daß ich es hier kurz vorstellen möchte.

Zuvor noch einige Hinweise.
Der Umgang mit dem 3D Drucker erinnert mich sehr an die Anfangszeit mit dem Mikroskop. Es ist eine zeitlang frustran. Man muss sich einarbeiten und es gelingt nichts von selbst. Es gibt kaum Vorlagen und alles muss selbst konstruiert werden.
Egal, welcher Drucker, man muss Zeit investieren und sich mit der Materie auseinander setzen.

Hier nun einige Impressionen.