Wie sich die Bilder doch gleichen…
Der geneigte Leser erinnert sich.
Ein Zahn 36 mit 3 Kanälen in der mesialen Wurzel.
Und – gleicher Tag, andere Seite – ein Patient mit einem Zahn 46 und ebenfalls 3 Kanälen mesial.
In beiden Fällen unauffällige Erscheinung im Zahnfilm, das DVT offenbart die besondere Anatomie.
Rufen wir uns an dieser Stelle also wieder ins Gedächtnis, wir sind umgeben von besonderer Anatomie. Und nicht immer, um nicht zu sagen, vermutlich in vielen Fällen erschliessen sich diese anatomischen Besonderheiten dem Auge des Klinikers, selbst wenn es Dentalmikroskop- bewehrt sein sollte.
Auch diesmal die orthograde WF- Kontrollaufnahme eher unspektakulär.
BTW solche Zähne sind für mich der größte Albtraum. Präparation und Abformung durch den Hauszahnarzt ist bereits erfolgt, demnach keine Chance, am vorhandenen insuffizienten Aufbau etwas ändern zu können, geringste Retention bei zudem endständigen Zahn, verbesserungsfähiges Provisorium und und und…
Dazu passt – gewissermaßen als Zugabe und aus aktuellem Anlass auch dieser Fall von Freitag.
Ein Zahn 47. Auch er im konventionellen 2D – Röntgenbild unauffällig. Und ich gebe zu, ohne DVT wäre ich niemals auf die Idee gekommen, die tiefe Aufspaltung im mesiolingualen Kanal zu suchen, ich wäre froh gewesen, diesen überhaupt gefunden bzw. über die vorhandene Stufe hinweg erschliessen zu können.
