Mikado …

von Ronald Wecker

… an dieses Geschicklichkeitsspiel aus Kindertagen musste ich denken, als ich das Bild der im Pulpakavum versammelten Masterpoints sah.

26D.005

Klinisch fiel nach Anlegen der Zugangskavität der lange und breite Isthmus zwischen DB und P auf. Dort teilten sich DB1 und DB2  auf den letzten drei Millimetern des gemeinsamen Kanalverlaufs in zwei eigenständige Kanalsysteme auf.Dder MB2 zweigte nach einigen Millimetern von MB1 ab. Der MB3 hatte eher eine für einen MB2 typische Lokalisation.

 

 

 

Adventskalender 2012 (13): MB3

von Ostidald Wucker

Das Deppeler- Instrument MB3 C habe ich seit einigen Jahren im Einsatz. Die Empfehlung erhielt ich auf einem Kurs von Winfried Zeppenfeld.

Das Instrument dient zur Konturierung und Modellation der Kaufläche. Durch die doppelte Angulation eines Arbeitsendes ist die distale und distoplatainale, bzw. distolinguale Modelation der Schmelzrandleiste oder Höcker erheblich erleichtert.

Von mir dafür 5 Wurzelspitzen.

Deppeler MB3 C

Kannst Du mal schauen…

von Bodinald Wecker

… ich finde nur 2 Kanäle in dem 26. Das waren die ersten Worte eines sehr netten und kompetenten Kollegen.

Natürlich konnten wir schauen.

Es hat mich nicht gewundert, dass der Kollege nur 2 Kanäle gefunden hat, denn das Pulpacavum war grosszügig mit einem Pulpastein zugewachsen. Der distale und der distobuccale Kanal waren schon dargestellt, als der Patient bei mir auftauchte. Nach kurzer Zeit war der mesiobuccale Kanal gefunden und dann ging es auf die Suche des mb2.
Also mit dem Mounce-Discovery-Bur vom mb nach palatinal rübergezogen und geschaut, was sich so zeigt.

Das waren in der mb Wurzel schon mal 4 Eingänge. Das ist nichts besonderes, die reduzieren sich meistens doch auf 2 Kanäle. Also die Kanäle mit Rosenbohrern verfolgt.

Es bleiben 4. Die zwei mittleren werden sich jedoch im Laufe der Aufbereitung mit Sicherheit vereinigen.
Die initiale Aufbereitung erfolgte mit der Sequenz für schwierige Kanäle, die Michael Arnold aus Dresden vor einigen Jahren vorgeschlagen hat:
ProFile 15/04 aktiv – ProFile 20/04 passiv – Flexmaster 15/06 passiv.
Immer wieder wiederholen, bis der Apex erreicht ist.
Immer nass und unter Sicht (Mikroskop!) langsam mit Gefühl in den Kanal einführen, und beim Rausziehen kontrollieren, ob sich die Feile verform hat. Wenn ja, diese verwerfen.

Zum Schluss waren es dann noch 3 mesiale Kanäle. Der mb wurde aufbereitet bis 35/06, mb2 und mb3 bis 25/06.

WF erfolgte warm, vertikal.

Bei 5 Kanälen in einem oberen 6er wird immer fotografisch dokumentiert, die Bilder dem Patienten mit der Aufforderung mitgegeben, er solle sie beim Einreichen der Rechnung gleich mitschicken, da man darauf warten kann, dass der PKV-Sachbearbeiter mit 5 Kanälen überfordert ist, und nur (maximal) 4 Kanäle zur Erstattung freigibt. Den Sachverhalt im Nachhinein zu belegen ist unter Umständen schwierig, wenn, wie in diesem Fall, die WF-Kontrollaufnahme in Rechtwinkeltechnik ausgeführt wurde und mesial nur ein gefüllter Kanal erkennbar ist.