An dieser Stelle haben wir den Fall letztmals vorgestellt.
Nun war die Patientin wieder zum Recall nach etwas mehr als 2 Jahren bei uns. Es klebt noch immer, kann man sagen. Beide Zähne sind klinisch symptomlos. Die Gingiva ist reizfrei und palatinal im Bereich des Kunststoffaufbaus am Zahn 11 sind erhöhte Sondierungsteifen bis 4mm zu messen. Die Lockerungsrade sind an beiden Zähnen 0.
Die dentalen Themen Abrechnung und Ergonomie stehen vermutlich in der Häufigkeit ihrer Nennung in umgekehrt proportionalem Verhältnis.
Soll heißen. Über Abrechnung sprechen gefühlt Alle, über Ergonomie so gut wie nie niemals jemand überhaupt.
Verrückt, oder ? Ergonomie erleichtert das Arbeiten. Macht es angenehmer, effizienter und schneller. Schafft ein besseres Arbeitsklima. Und ist vor allem extrem gesundheitsförderlich für die Arbeitenden.
Auf eine kurze griffige Formel gebracht: Unergonomisches Arbeiten macht krank. Ergonomisches Arbeiten hält einen gesund.
Trotzdem redet keiner drüber. Über Analogpositionen wird sich lang und breit ausgelassen. Über Teamwork in der Assistenz nicht.
Genau deshalb reden wir DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER über Ergonomie. Bei DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER III EndoErgonomie.
Und wir zeigen.
Nicht nur in Foto und Video. Sondern auch… Live. Mit dem Behandlungsstuhl im Vortragssaal. Wie Ergonomie aussieht.
EndoErgonomie: Zum Anschauen. Hinkucken. Fragen stellen.
3 Behandlungsteams, die zeigen. Wie sie ganz unterschiedlich arbeiten. 9 Uhr, 10 Uhr oder 12 Uhr ? Mitbeobachtertubus Ja/Nein Zweihändig, vierhändig, sechshändig ?
Und noch ein interessantes Kennenlern-Plus für die eine oder den anderen. Dem konventionellen Behandlungsstuhl zur Seite stellt Morita im Vortragssaal die neue Morita Signo Z300 Einheit. Die für das Arbeiten in Beach-Technik optimal ist, sich aber auch in der KFO oder der Prophylaxe bewährt. Zum Beispiel in Zwölf Uhr-Position beim zweihändigen Arbeiten. Gott bewahre erlebe ich das assistenzlose Arbeiten hoffentlich nicht mehr. Aber wenn sich die Zahnmedizin so weiterentwickelt wie in der letzten Zeit, dann ist man vielleicht zukünftig froh, wenn der Behandlungsstuhl einem in so einer Situation ergonomisch entgegenkommt. Und das er wegen nicht notwendiger Technik günstiger ist als konventionelle Stühle macht ihn ja nicht uninteressanter.
Noch eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.
Zwölf Jahre ist es her, dass ich hier intial über die Mutter aller Fallberichte geschrieben.
Gestern durfte ich die Behandlung eines Zahnes weiterführen, der eine identische Ursache für die Pulpanekrose des Zahnes 25 aufwies.
Bei der heute 26-jährigen Asiatin war ebenfalls ein Dens evaginatus dafür verantwortlich, dass es vor vielen Jahren zu einer Infektion der Pulpa gekommen war.
Die behandelnde Zahnärztin erkannte recht schnell, dass sie ohne Mikroskop nicht in der Lage sein würde, den weit offenen Apex adäquat verschliessen zu können.
„Messaufnahme“ alio locoDens evaginates kontralateral
Sie verwies sie die Patientin zu uns.
Aufgrund des Alters der Patientin entschied ich mich statt einer RE-Therapie zu einer Apexifikation.
Ausgangssituation
Aufgrund des sehr grossen apikalen Durchmessers kam nach dem kollagenen Widerlager Biodentine zum Einsatz.
Biodentine als apical plugPost-op
Ich bin guter Dinge, dass wir einen positiven Heilungsverlauf sehen werden.
Hier ein paar Details in bewegten Bildern…
Hätte sich jemand hier aus der Runde für eine RE-Therapie entschieden?
hier hatten wir erstmals über den Grund zur Freud berichtet. Auch in dem heutigen Fall war ich sehr erfreut als sich zeigte, daß alles genau so lieft, wie es gedacht und geplant war. Diese Dinge geben die Kraft das tägliche Chaos zu überstehen und zumindest etwas gelassener in die Zukunft zu schauen.
In diesem Fall handelt es sich um einen sehr jungen Patienten (15 Jahre). Der Befund am Zahn 46 fiel im OPTG zur kieferorthopädischen Planung auf. Nun stand die Frage kieferothopädischer Lückenschluß und Extraktion des Zahnes 46 oder Erhalt und endodontische Therapie. In diesem Fall sind der koronale Substanzverlust durch Karies überschaubar und die Chancen auf Ausheilung der apikalen Veränderung bei dem jungen Patienten gut möglich. Ich habe den Eltern und dem Patienten zum Erhalt des Zahnes geraten.
Was mich an diesem Fall optisch stört sind die Lufteinschlüsse im Composite.
Im ersten Recall ist zu sehen, daß die Entscheidung nicht falsch war. Wenn das Kariesrisiko verringert wird ist die Prognose für 46 gut.
Vor fünf Jahren kontaktierte mich ein Zuweisen (MKGler und (Studien-)Freund) mit der Bitte um Behandlung einer seiner sehr geschätzten Mitarbeiterinnen.
An Zahn 36 hatte sich eine ausgeprägte apikale Osteolyse mit nun stark zunehmenden Schmerzen manifestiert. (TST bukkal 9mm; Fistel zervikal; IKD: keine Fraktur intrakoronal/-kanalär)
Sommer 2019
In insgesamt zwei Terminen konnten wir dieses Ergebnis erzielen:
Abschluss Herbst 2019 – Präparationsdurchmesser mes&dis ISO 35 – WF mit BC Sealer&GP
Mich würde an dieser Stelle interessieren, wie es die WURZELSPITZE Leser in solchen Fällen mit der Abrechnung der Leistungen halten?
Bekommt die Mitarbeiterin einen „normalen“ Kostenplan oder erfolgt die Behandlung komplett kostenfrei?
Wenn nicht, kommt man der Patientin in einer anderen Form entgegen und wenn ja, wie?
Welche Erwartung hat wohl der Zuweiser und sollte einen das tangieren?
Vor einigen Tagen erhielten wir nun eine Terminanfrage der damaligen Patientin mit Bitte um Weiterbehandlung des mittlerweile auch nekrotisch gewordenen Zahn 37…
Wie jetzt verhalten?
Höre ich Stimmen, Meinungen und Vorschläge ?
5 Jahre post op Endo 36 – leider scheint keine proth. Neuversorgung der Teilkrone erfolgt zu sein
PS: Erfreulich, dass Zahn 36 auf die Behandlung von damals angesprochen zu haben scheint…
ist in den letzten Jahren im Berufsleben deutlich weniger geworden, oder wie man heute sagt die Freude ist nicht mehr so nachhaltig… Die tägliche Arbeit wird von immer mehr Sorgen begleitet, mal fehlen Mitarbeiter, mal ist Material nicht lieferbar, fast ständig gibt es IT Probleme ( Telematik, Röntgensoftware, hängende Updates usw. ).
Und doch gibt es Tage, wo trotz oben genannter Probleme Patienten im Recall bestellt sind und alles genau so läuft, wie es gedacht und geplant war. Das ist ein Grund zur Freude in meinem Berufsleben, den ich nicht missen möchte. Schade nur, daß dies durch o.g. Gründe relativ schnell aus dem Bewusstsein gelöscht wird.
Vielleicht schreiben wir auch zu wenig Positives… Deswegen möchte ich die zwei Fälle kurz vorstellen.
Beginnen wir mit dem Fall einer Patientin, welche unsere Praxis mit immer wieder kehrenden Beschwerden aufsuchte. Dar Zahn wurde bereits wurzelkanalbehandelt. Laut Aussage der Patientin wurde ihr immer mitgeteilt es sei alles in Ordnung. Der Zahn ist wetterfühlig, das ist immer mal bei wurzelkanalbehandelten Zähnen. Sie wechselte den HZA und dieser überwies sie zu uns. 46 zeigte eine unvollständige WF und eine P. apicalis. Die Krone ist suffizient, der Zahn hat keine erhöhten Sondierungstiefen und der Lockerungsgrad ist 0. Nach entsprechender Beratung haben wir uns für die Revision und den Erhaltungsversuch des Zahnes 46 entschieden. Im angefertigten Röntgenbild sieht man nicht vollständig gefüllte Kanalstrukturen mit deutlich sichtbaren apikalen Veränderungen im Sinne einer P. apicalis. Die ZE Versorgung ist suffizient. Der Zahn 46 hat Lockerungsgrad 0 und zirkular Sondierungstiefen zwischen 3 und 4mm. 46 ist zum Beratungstermin nicht perkussionsempfindlich. Die Patientin gibt an, immer mal einen Schmerz beim längeren Kauen zu verspüren. Für endodontische Revision des Zahnes 46 haben wir die Patientin beraten. Die Stufenbildung mesial und distal und das apikale Erschließen der Kanalstruktur ist mit Risiken (Instrumentenfraktur, Perforation, etc.) verbunden. Die Patientin wollte unbedingt den Zahnerhalt versuchen. Nach Entfernung des WF Materials im koronalen Bereich mit der R25 erfolgte die weitere Entfernung mit Guttasolv und Wave One Gold Small. Die apikale Erschließung gelang wie hier schon oft beschrieben. (Suche: Pick, Pick). Die weiter Aufbereitung erfolgte mit Wave One Gold #25, #35. Die Wurzelfüllung erfolgte thermisch vertikal im modifizierter Schildertechnik. Anbei die Röntgenaufnahmen und das Recall.
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Letzte Woche habe ich mich mit einem befreundeten Kollegen unterhalten. Während er wie ich früher WaveOne Gold- Instrumente zur Wurzelkanalpräparation verwendet hat, bereitet er seit einiger Zeit nun Wurzelkanäle bis zu einem Taper von 4 Prozent auf und füllt mittels Zentralstift-Technik und mit einem „biokeramischen“ Sealer die Wurzelkanäle.
Ich verstehe den Kollegen. Sowohl Aufbereitung als auch Abfüllung gelingen auf seine Art und Weise einfacher, keine Frage.
Ich hingegen möchte weiter nicht auf die warme Fülltechnik verzichten.
Warum ? 2 Tage nach unserem Gespräch dieser Fall hier. Aus dem ich für mich den Schluss ziehe, an meiner Technik weiter festzuhalten.
Zahn 36 37. Beide endodontisch behandlungsbedürftig. Beide mit radikulären Knochendestruktionen.
Zahn 36 mit massiver apikaler und interradikulärer Aufhellung wie im Ausgangs-Röntgenbild vom Januar 2024 zu sehen.
6 Monate später sehen wir im Kontroll-Röntgenbild unmittelbar nach Wurzelkanalfüllung von Zahn 36 gefüllte Anastomosen in der mesialen Wurzel. Und die Abdichtung einer apikalen Teilung des Wurzelkanals in der distalen Wurzel.
Natürlich kann niemand sagen, wie die Wurzelfüllung in der Kombi 4% + „Biokeramischer“ Sealer ausgesehen hätte.
Vielleicht genauso ? Vielleicht besser im Sinne von mehr lateraler Anatomie gefüllt ?
Wir wissen es nicht. Das macht es ja so schwierig.
Aber wenigstens hat sich der Knochendefekt in weniger als einem halben Jahr schon sehr positiv entwickelt.
Extrem erfreulich.
Aber als Folge von was? Der grösser getaperten Aufbereitung? Die eine effizientere Spülung und Desinfektion ermöglichte? Die schallgestützte Irrigation mittels VDW Eddy? Die lasergestützte Irrigation mit dem Morita Adverl Evo Erb:YAG Laser im Sinne des PIPS-Verfahrens? Die medikamentöse Wirkung unserer Langzeit-Calciumhydroxid-Einlage?
Fragen über Fragen. Auf die es auch 100 Jahre nach Hess und Walkhoff und 60 Jahre nach Seltzer, Bender und Schilder keine allgemeingültigen Antworten gibt.
So oder so – wie soll man nun ?
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Nun haben wir es doch getan. Schon einige Zeit habe ich mit dem OP Stuhl Balance von Brumaba geliebäugelt. Allerdings hatte ich Bedenken, daß der Stuhl zu groß ist. Bisher haben wir mit den Stühlen von Jaden gearbeitet. Diese haben uns lange Zeit gute Dienste geleistet. Leider hat sich die Alukonstuktion der Armlehnen durch den langen Hebel als nicht langzeitstabil erwiesen. Deshalb haben wir den OP Stuhl Balance Advance von Brumaba getestet. Dieser macht einen äußerst stabilen Eindruck. Zeigt vielfältige Einstellungsmöglichkeiten und hat sich sehr gut in unserem Behandlungskonzept ergonomisch eingefügt. Der Stuhl ist breiter als der Jadentstuhl. Dies muss man beachten. Bei uns war das kein Problem.
Was zeichnet den Brumaba Stuhl aus: Stabile und perfekt einstellbare Positionen der Armstützen (Neigung, Rotation und Länge sind einstellbar) und der Sitzfläche. Die Polster sind angenehm weich. Die Armauflagenpolster sind abnehmbar. Die Sitzfläche ist in der Höhe und Neigung verstellbar, ebenso die Rückenlehne. Auf die Bremse für die Rollen haben wir verzichtet. Die Rollen laufen leicht. Die Höhenverstellung des Stuhles geht per Fusstableau problemlos. Ein tolles Produkt aus heimischer Produktion, wie es früher mal die Regel war. Besonders hervorheben möchte ich die unkomplizierte Leihstellung zum Testen des Stuhls.
Die Armabstützungen am Behandlerstuhl sind für mich ergonomisch nicht mehr wegdenkbar. Vor vielen Jahren habe ich in Dessau mit Christoph Huhn ein Wochenende das Konzept von Dr. Beach im individuellen Training studieren dürfen. Das Konzept ist sehr gut durchdacht und unbedingt zu empfehlen! Die locker hängenden Arme aus dem Konzept haben bei mir am Mikroskop nicht funktioniert. Einige Zeit habe ich es probiert. Dann habe ich mir einen Stuhl eines dänischen oder schwedischen Herstellers gekauft. Die Armstützen waren kurz und nicht fixierbar. Das funktionierte nicht. Danach kam der Jadenstuhl, der bis jetzt mein Favorit war. An diesem hat sich die Aluschiene für die Armstützen nach einigen Jahren verdreht und musst ausgetauscht werden. Das trat wieder auf und deshalb musste nach Alternativen gesucht werden.
Der Brumaba Stuhl hat diesen nun abgelöst. Finanziell spielt der Brumabastuhl auch in einer anderen Liga. Wie sich der Stuhl bewährt werden wir weiter berichten. Was fehlt mir: Optimal wäre die Vorstellbarkeit zwischen Armauflagen und Sitzfläche. Damit kann man auf unterschiedliche Oberarmlängen eingehen. Impingement-Syndrom möchte ich hier nur mal als Schlagwort einwerfen.
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Es kommt gar nicht mehr so oft vor, dass noch etwas Neues im Bezug auf maschinelle Nickel- Titan-Instrumente der dentalen Welt vorgestellt wird.
Und so ganz neu ist es auch gar nicht, worüber ich heute berichten möchte, bedenkt man, dass die Coltene Hyflex EDM-Instrumente doch schon etliche Jahre auf demMarkt sind.
Allerdings nicht nur in der kollegialen, sondern sogar in der firmeninternen Wahrnehmung von Coltene immer irgendwie ein Aschenputtel-Dasein geführt haben. Anders ist es nicht zu erklären, das Coltene die ganzen Jahre die Hyflex CM – Instrumente in den Vordergrund gestellt und das Produkt-Portfolio ihrer EDM- Instrumente eher stiefmütterlich behandelt hat. Vor allem nie ein optimal aufeinander abgestimmtes Gesamt-System vorgestellt hat.
Das hat sich jetzt geändert. OGSF ist das Stichwort. OGSF steht für Opener Glider Slider Finisher.
Und EDM steht im Übrigen für Electrical Discharge Machining. Zu Deutsch Funkenerosion. Die NiTI-Instrumente werden also nicht konventionell durch Fräsung erzeugt, sondern das Ganze funktioniert wie folgt – ich zitiere Wikipedia: Das Elektrodenwerkzeug wird bis auf Bruchteile von Millimetern an das Werkstück herangeführt. Im richtigen Moment wird der Überschlag von Funken durch eine Erhöhung der anliegenden Spannung herbeigeführt. Die Funken lassen das Material punktförmig aufschmelzen und verdampfen. Das Abtragsergebnis wird von Intensität, Frequenz, Dauer, Länge, Spaltbreite und Polung der Entladungen beeinflusst. Das Werkzeug wird mit Hilfe einer CNC-Steuerung bewegt. Es lassen sich komplexe geometrische Formen herstellen.
Ich gestehe an dieser Stelle, das ich mit dem Hyflex CM-System nie so richtig warmgeworden bin. Jörg Schröder arbeitet gerne damit, mir fehlt die Möglichkeit, lateral Druck ausüben zu können, wie ich es von WaveOne Gold und VDW Reciproc gewohnt bin. Ausserdem mag ich das leichte Aufdrehen der CM-Instrumente unter Belastung nicht, aber das Alles sind persönliche Vorlieben pro oder contra. Die Coltene Hyflex EDM Instrumente kommen mir mehr entgegen. Hier kann trotz aller möglichen Biegsamkeit und vor allem Vorbiegsamkeit, beides Eigenschaften wiederum, die ich hingegen sehr schätze, auch lateral „gebürstet“ werden.
Das OGSF-System ist ein Single Length-System. Die Kanäle werden also behutsam mit zierlichen flexiblen Instrumenten maschinell erschlossen und das OGSF-System nutzt, wie schon vom legendären John Mc Spadden vor 30 Jahren angeraten, eine behutsame Steigerung des Tapers (hier 15.03 => 18.4,5 vom Glider zum Shaper). Mit dem Finisher mit einem Spitzendurchmesser von 0,3 mm und einem Taper von 4 Prozent wird dann die Aufbereitung abgeschlossen, sofern keine größeren Instrumente benötigt werden.
Ich bin gespannt, wie sich die Instrumente in der Praxis bewähren werden.
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Leider stellt sich die Situation diesmal nicht so erfreulich dar.
Zu den Hintergründen in Kurzform:
Der heute 10-jährige Laurenz erlitt in den Osterferien 2022 ein Frontzahntraum an Zahn 11 (Sturz auf Eisenstange, unkomplizierte Kronenfraktur + starker Lockerungsgrad)
Die weiteren Schritte:
– Notfallzahnarzt (Italien) Erstellung eines OPGs; keine weitere Therapie – 10 Tage später Vorstellung bei ÜW – Vipr negativ – LG III -Zahn leicht intrudierbar, zudem schmerzhaft – Schienung für 2 Wochen – CP-Behandlung -> Ktr. nach 2 Wochen – Schiene ex – beschwerdefrei, Zahn gefestigt – Vipr weiter negativ /jetzt grau verfärbt
– Mai 2022 ausgeprägte Schwellung. s.h. Handyfoto der Mutter
Bei uns erfolgte die RE-Behandlung in zwei Terminen und konnte im Juli 2022 abgeschlossen werden.
Im Mai 2023 zeigte sich folgendes Bild:
Im Juni 2024 nun so:
Wie schätzen Sie die Situation ein und wie soll die weitere Therapie aussehen?
Hier hatten wir über diesen Fall berichtet. Die Patientin ist vollkommen schmerzfrei. Das 12 Monatsrecall zeigt eine deutliche Heilungstendenz. Zu diesen Fällen habe ich vor einige Zeit mit Kieferorthopäden gesprochen. Diese Entwicklungsstörung im Bereich der Zähne und die entsprechende Therapie war nicht bekannt. Deshalb stelle ich zu diesem Fall noch einmal alle Bilder ein.
Wenn es nicht schon heute morgen geschehen ist, so sollte im Laufe des Tages die Anmeldung für DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER III EndoErgonomie freigeschaltet werden. Wer teilnehmen möchte, kann sich bei Morita auf der Homepage unter Morita Acedemy nun registrieren. Allen Teilnehmern der Veranstaltung DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER II vom 08. Juni ist bis Mitte Juli der Platz für DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER III EndoErgonomie reserviert. Da jedoch diesmal auch die Teammitglieder dabei sein dürfen und sollen (Ergonomie ist TEAMARBEIT) und deren Plätze limitiert sind, ist es vielleicht doch sinnvoll, die Anmeldung frühzeitig vorzunehmen.
DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER III EndoErgonomie ist der letzte Teil der Reihe. Wie schon geschrieben wird es zu dieser Veranstaltung keine Wiederholung geben.
Diesmal wird auch wieder kontrovers diskutiert. Ganz anders als bei DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER II.
Die Ergonomie wird ganz offensichtlich in unseren Praxen sehr unterschiedlich ausgelebt. Es zeigt sich schon im Vorfeld, dass die Unterschiede zwischen den 3 Praxen hier wesentlich grösser sind als zum Beispiel in der Behandlungssystematik der Kanalaufbereitung. Wo es doch eher die wichtigen Details waren, die den Unterschied ausmachten. Und es immer ein verbindendes Grosses gab.
Das ist bei DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER III EndoErgonomie nicht der Fall. Hier stehen sich die Konzepte unversöhnlich gegenüber. Das findet sich auch in der Vortragsstruktur wieder.
Jeder der Referenten hat jeweils 2 Stunden Zeit für seine 4 Themenfelder, die er eigenverantwortlich bedienen muss. Insgesamt also 12 mal Ergonomie aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln.
Heute vormittag lag es auf meinem Tisch. Das Kleine 1*1 der Endodontie.
Ein Fachbuch zur Wurzelkanalbehandlung, das sich – wie der Titel suggeriert – Kleines Einmaleins ist Grundschule – an den Endo-Einsteiger richtet. Dem möchte ich zumindest ein wenig widersprechen. Auch der erfahrene Wurzelkanalbehandler kann möglicherweise das eine oder andere Nützliche hier erfahren und für das eigene Arbeiten mitnehmen. Gut angelegte 128 Euro demnach. Von denen die vielen namhaften Autoren – auch DIE3 HERRMANN KAADEN SCHRÖDER sind darunter – keinen einzigen Cent sehen. Sie alle haben unentgeltlich an diesem Werk mitgewirkt. Finanzielle Interessen, die Erwähnung des Buches hier bei WURZELSPITZE betreffend, können also ausgeschlossen werden.
Dennoch nachfolgend der bekannte Disclaimer, eine Anmerkung in merkwürdigen Zeiten: Da bereits die bloße Nennung eines Produktes auf einer Homepage als Werbung interpretiert werden kann, benennen wir diesen Blogbeitrag (wie auch jeden bereits geschriebenen sowie alle zukünftigen Beiträge, in denen Produkte benannt werden) als unbezahlte Werbung. Sollten wir (jemals) finanzielle Zuwendungen von Firmen erhalten, die Erwähnung bestimmter Produkte betreffend, werden wir die entsprechenden Blogbeiträge als „bezahlte Werbung“ ausweisen.