30 Jahre und kein bisschen weise…

Im Juni 1990 habe ich in Mainz mit dem Staatsexamen mein Studium abgeschlossen.  Und die Behandlungsdefizite im Rahmen der Studentenausbildung, sowie mein Wunsch, zu lernen und besser zu werden, haben mich letztendlich auf den Weg gebracht.

Der Rest ist Geschichte.

Fast Forward.
30 Jahre später.

Wo ist die Zeit hin ?
Und was hat sich getan, was hat sich verändert ?

Scheinbar viel, wenn ich mich bei meinen Besuchen diverser Universitätskliniken im In- und Ausland umschaue. Technik vom Feinsten. OP- Mikroskope, Intraorale Kameras, Cerec, Scanner, DVT´s.

Und dann aber doch nichts.
Die Patientin hat ihre Tocter mitgebracht. Die studiert im 9. Semester Zahnmedizin und würde gerne mal zuschauen. Da freu ich mich. Und frage nach dem Studienort. Mainz, meine Alma Mater.  Wir anästhesieren. UK – Leitung. Zahn 37. Ich erkläre und kläre auf, die Anästhesie betreffend. Dann legen wir Kofferdam an. „Das kennen sie ja von ihrer Tochter!?!“  „Nein ???“ Assistenz und Zahnarzt schauen sich fassungslos an. „Wann soll denn in der Kons im Studentenkurs Kofferdam angelegt werden ?“ frage ich die angehende Zahnärztin. „Eigentlich nur bei der Endo“ ist die Antwort. „Es dauert einfach zu lange, deshalb soll bei allen anderen Maßnahmen kein Kofferdam gelegt werden“. Sagen die Kursassistenten.

So war das schon zu unserer Zeit.

Ein Wort.
UNGLAUBLICH.