von Christian Danzl
So nun ist der Wasserschaden vom August letzten Jahres endlich komplett abgewickelt.
In der Nacht zum 4. August letzten Jahres ist ein Warmwasserzirkulationsrohr in der Zwischendecke über dem Büro und dem Wartezimmer gerissen. Mehrere Stunden lief heisses Wasser durch die Deckenlampen in Büro und Wartezimmer.
Schaden:
- Server und Bürocomputer standen „im Regen“
- Teppichboden vollgesogen
- Büromöbel (Schreibtische, Schränke) haben sich über den Teppichboden auch vollgesogen
- Trockenbauwände nass
- abgehängete Decke (Trockenbau) incl. Einbaulampen durchnässt und unbrauchbar
- mehrere elektrische Geräte zerstört
Zu tun war:
- Computer erneuern, Server neu aufsetzen
- Teppichboden raus
- Trockenbaudecke runter
- Wände anbohren um Trocknungebläseanschliessen zu können
- Bautrocker und Gebläse um die Wände zu hinterlüften
- nach Trocknung (2 Wochen) neuer Boden
- Büromöbel wieder provisorisch Aufgestellt
- Wände neu tapeziert und gestrichen
- neue Trockenbaudecke
- neue Büromöbel
Es hätte schlimmer kommen können, aber der „saugende“ Boden (in diesem Bereich ist Teppichboden auf einer Fehlbodendecke verlegt) hat den Totalausfall verhindert, der Teppich saugte sich voll und liess das Wasser ins untere Stockwerk durch. So hatte das Wasser nicht die Möglichkeit bis in die Behandlungszimmer vorzudringen und dort alle Möbel und die Behandlungseinheiten unbrauchbar zu machen. Somit haben sich mehrere hundert Liter Wasser nicht in der gesamten Praxis verteilt, sondern sind „abgeflossen“. Was den Schlecker Markt unter meiner Praxis nur bedingt erfreut hat.
Ich hatte schon oft überlegt, den Teppichboden durch einen PVC-Boden zu ersetzen, nach dieser Erfahrung, habe ich diese Idee wieder komplett verworfen.
Ein Gutes hat die Sache natürlich: Das komplette Büro und die Rezeption ist neu und auf die neuen Bedürfnisse angepasst.
Hingezogen hat sich alles von Anfang August bis Anfang Januar, da sich die Gutachter der Versicherungen und einige wenige Handwerker teilweise sehr viel Zeit liessen um auf der Baustelle zu erscheinen.
Zum Schluss hat sich auch die Versicherung beim Zahlen schön Zeit gelassen, obwohl die Rechnungen nicht höher waren als die Kostenvoranschläge, und diese waren schon im September bewilligt.
Ärgerlich. Aber überstanden.
Eine interessante Erfahrung, ohne die ich allerdings auch leben könnte.
