IDS 2009 (2) Gedränge bei Sirona

von Hans – Willi Herrmann

Heute war der erste Tag der IDS 2009, der allen Besuchern zugänglich war.
Und – um es vorweg zu nehmen – wenn es um die Abstimmung mit den Füssen geht, dann kann man sagen, dass die Weltwirtschaftskrise noch nicht in der Zahnmedizin angekommen ist, denn die Hallen waren voll mit Besuchern.

6 Prozent mehr als 2007 an den ersten zwei Tagen sollen es gewesen sein, laut Messeinfo und wenn sich dies als Trend fortsetzen sollte, dann wäre das in der Tat ein wichtiges positives Zeichen für die Branche.

Jetzt aber – nicht evidenzbasiert – meine persönlichen Eindrücke des Tages.

Besonders groß war der Andrang bei zwei Produktgruppen: Zum einem immer dort, wo 3D – Röntgen angeboten wird.
Es bleibt abzuwarten, ob, angesichts enorm hoher Investitionskosten, die aufzubringen sind, sich das Publikumsinteresse in Käufen niederschlagen wird, doch zumindest das Interesse der Zahnärzte an den Möglichkeiten der neuen Technik ist groß.

Die andere Produktgruppe, die deutlich sichtbar im Mittelpunkt des Interesses stand, waren CAD /CAM – Systeme jeglicher Art.
Schon von weitem war angesichts der Vielzahl der Besucher bei den jeweiligen Ständen zu vermuten, dass dort zahntechnische Frässysteme oder Scanner angeboten wurden. Ich schätze, dass zukünftig das Interesse an diesen Systemen noch weiter zunehmen wird und dass nach und nach solche Produktionsstätten ihren Weg in den zahnärztlichen und zahntechnischen Alltag finden werden.

Gewinner des Tages war für mich, was das Publikumsinteresse angeht, die Firma Sirona.
Es war unglaublich.
In den letzten 16 Jahren kann ich mich nicht daran erinnern, jemals auf der IDS einen Stand dieser Firma gesehen zu haben, der so von Besuchermassen belagert war, wie dies heute mittag bei Sirona der Fall war.
Die gesamte Standfläche war mit Menschen gefüllt wie die U – Bahn in Tokyo zur Rush – Hour.
Es gab kaum ein Durchkommen.
Offensichtlich  scheint die gesamte Produktpalette von Sirona ein hohes Interesse hervorzurufen, denn es gab keine freien Flächen im Messestand selbst in Randbereichen.

Und muss ich erwähnen, dass Sirona sowohl im 3D – Bereich (Galileos) wie auch im CAD /CAM – Bereich (Cerec )  Produkte im Portfolio hat, letzteres sogar mit Alleinstellungsmerkmalen  ?

Falls dem Publikumsinteresse Kaufabschlüsse folgen sollten, dann knallen am Samstag bei Sirona nicht nur Sekt, sondern vermutlich  Champagnerkorken.

Sind die Produkte herausragend, sind sie ihr Geld wert ? Ich habe keine Ahnung. Denn die begrenzte Zeit auf der Messe liess ein längeres Anstehen für einen persönlichen Test nicht zu.

Die IDS 2009 wirft ihre Schatten voraus

von Hans- Willi Herrmann

Maillefer bringt zur IDS 2009 neue Produkte in Deutschland auf den Markt.

Darunter einen neuen kabellosen Endo – Motor, neue Ultraschallspitzen und zwei neue rotierende Nickel – Titan – Systeme.

Eines davon, die sogenannten Path -Files, rundet die maschinelle Aufbereitung nach unten hin ab. Bewußt wurde für die 3 Feilen dieses Systems  ein viereckiger Querschnitt für die Instrumente gewählt, um auch bei kleinen Instrumentendurchmessern eine möglichst hohe Torsionsbruchsicherheit gewährleisten zu können.

Nach initialer Erschließung des Wurzelkanals bis zu einer 10er Handfeile ist es damit möglich, in rotierender Aufbereitung zu arbeiten. Im Anschluss an die Path -Files können dann ProTaper -Feilen eingesetzt werden. Der bereits geschaffene Gleitpfad ermöglicht anschließend den sicheren Einsatz der initialen Shaping Files aus der Pro Taper – Reihe.

Damit scheint zumindest klar, dass das Prinzip, möglichst frühzeitig mit entsprechend grazilen Instrumenten rotierend zu arbeiten, im endodontischen Establishment angekommen zu sein scheint.

Vito Malagnino, der Erfinder des Mtwo – Systems, war für eine solche Vorgehensweise noch vor wenigen Jahren heftig kritisiert worden. Nun scheint die Zeit reif zu sein, eine solche Vorgehensweise auf breiter Basis zu propagieren.

path-files