von Ostidald Wucker
Der Fall wurde hier vorgestellt.
Auf Grund der vorliegenden DVT Aufnahmen waren wenige Überraschungen in der Behandlung zu erwarten.
Trotz Anästhesie gab der Patient ein Schmerzgefühl an. Dies war bereits früher aufgefallen. Auf Kälte und elektronische Reize gab der Patient immer eine positive sensible Reaktion an.
Wir führen dies auf den flüssigkeitsgefüllten Hohlraum (Pulpa/Wurzelkanalsystem) zurück, der Druckveränderungen schnell weiterleitet. Die Sensibilität war mit der Trepanation der Pulpakammer verschwunden.
Nach dem Gestalten der Zugangskavität war ein relativ lange Sekret-, richtiger Exsudatabsaugung (30 Minuten) notwendig.
Die Aufbereitung erfolgte bis #60.04 unter aktiver ultraschallgestützter Spülung mit Natriumhypochlrit und Zitronensäure. Es wurde Ca(OH)2 (Ultracal XS) eingebracht.
In der nächsten Sitzung wurde nach einer abschließenden Desinfektion mit Natriumhypochlorit der Zahn apikal mit ProRoot MTA verschlossen. Zur besseren Kontrolle des Plugs haben wir nach einem Hinweis von Stefan Verch mit einem individualisierten Guttaperchastift und nicht mit einer Papierspitze, bzw. Plugger gearbeitet. Die Bewegung konnte in meinen Händen besser kontrolliert werden und eine apikale Überpressung ließ sich durch eine entsprechende Längenmarkierung vermeiden. Das apikale Foramen war nicht einsehbar.
Im ersten Recall nach 3 Monaten war eine Heilungstendenz erkennbar und lässt uns optimistisch in die Zukunft schauen.
- Ausgangsbild
- DVT
- Messaufnahme 1 und Ca(OH)2
- Masterpoint 1 und 2
- MTA und Abschlusskontrolle
- Abschlusskontrolle und 3 Monatsrecall
