Teamwork

von Ostidald Wucker

Der heutige Fall ist ein Beispiel einer sehr gut gelungenen Weiterbehandlung nach endodontischer Therapie.

Die Patientin wollte unbedingt den Zahnerhalt. Trotz unserer kritischen Betrachtung sollte der Erhalt versucht werden. Eine Implantatversorgung kam für die Patientin nicht in Betracht. Seit 9 Monaten hat sie Beschwerden und mehrere Versuche in verschiedenen Praxen führten zu keiner Besserung. Es sind zirkulär erhöhte Sondierungstiefen messbar. Lockerungsgrad 0. Die Sensibilität ist fraglich. Die Perkusssion lateral und horizontal ist unangehem aber nicht extrem schmerzhaft.

Wo sahen wir die Probleme?
Die Wurzelkaries distal. Die Sondierungstiefen von 10 mm an beiden distalen Messpunkten. Mesial 5mm, palatinal 4mm und bukkal 2.

Der präendodontische Aufbau an distal stark zerstörten endständigen Zähnen ist unter Kofferdam nicht immer möglich. In diesem Fall gelang und dies ganz gut unter Verwendung einer Ivory Matrize. Nach Gestaltung der Zugangskavität zeigte sich eine zentrale Perforation des Pulpenbodens. Die Perforation wurde nach vorheriger Desinfektion mit ProRoot MTA verschlossen. Anschließend wurde die Patientin über das weitere, bis dahin nicht bekannte Problem informiert. Nach einer Bedenkzeit von einigen Tagen wurde durch die Patientin eine Weiterbehandlung gewünscht. Die abschließende Aufbereitung und Füllung des Kanalsystems erfolgte in einer weiteren Sitzung.
Nach dem ersten Recallbild zeigte sich eine sehr gute prothetische Versorgung, welche uns optimistischer in die Zukunft blicken lässt.

Anbei Behandlungsbilder und Röntgenbilder.

Zahnhalsfüllung

von Bodald Necker

Zahnhalsfüllungen gehören in fast jeder Zahnarztpraxis zum Tagesgeschäft. Entweder keilförmige Defekte und/oder Wurzelkaries sind es, die tag-täglich zu behandeln sind. Eine deutliche Erleichterung dieser Versorgungen stellt für mich die Adhäsivtechnik dar. Mussten früher noch Unterschnitte in die Kavität präpariert  und gesunde Zahnhartsubstanz geopfert werden, reicht es heute, die Füllungen zu kleben.

Kofferdam anzulegen ist mit der richtigen Klammer meist kein großes Problem. Aber nicht alle Patienten wollen den erhöhten Aufwand bezahlen.

Um einigermassen wirtschaftlich den Zahn zu versorgen,  bietet sich ein One-Bottle System an. Ätzen, Primen und Bonden in einem Arbeitschritt.
Wir verwenden in unserer Praxis iBond von Heraeus Kulzer.

Bleibt aber noch ein Problem bei der Zahnhalsfüllung:

Die Farbe.

Wenn die Zahnfarbe schon dunkel ist, A 3,5 oder A 4, der cervicale Anteil des Schmelzes dunkler, welche Farbe dann nehmen um die noch dunklere Wurzel einigermasssen unauffällig zu versorgen?

Hier hat sich bei uns QuixFil von Dentsply bewährt. Es wird nur in (k)einer Farbe angeboten, nämlich transparent. Das hat den großen Vorteil, dass die (dunkle) Farbe des Zahnes durchscheint und sich die Füllung farblich sehr schön anpasst. Die Polymerisationsschrumpfung ist bei QuixFil relativ gering und durch die Transparenz ist die Füllung auch überdurchschnittlich schnell ausgehärtet.

Ausgearbeitet werden die Zahnhalsfüllungen bei uns mit Sof-Flex Scheibchen oder Finierdiamanten in Flammen-Form.

Auch wenn sie die Patienten für die aufwändigere Versorgung entscheiden, mit Kofferdam, Säure-Ätzung und Syntac-Classic ist das Komposit der Wahl oft QuixFil.

Zahnhalsdefekte

nach Legen der Füllung, vor der endgültigen Ausarbeitung