polar_eyes – Farbbestimmung für Fortgeschrittene

von Andreas Habash

In der zahnärztlichen Praxis hat inzwischen die dentale Fotografie einen festen Platz.

Wir nutzen die Fotografie für die unterschiedlichsten Zwecke, besonders auch zur Kommunikation mit dem zahntechnischen Labor.

Seit langer Zeit war ich auf der Suche nach Möglichkeiten, dem Zahntechniker bestmögliche Informationen zur Verfügung zu stellen.
Dank Internet und verschiedenen Kontakten in der „Dentalen-Foto-Scene“ habe ich vor fast einem Jahr die „polar-eyes“ entdeckt.

Es gab aber noch keine Händler in Deutschland.

Seit Anfang diesen Jahres sind die polar-eyes nun lieferbar (http://www.finest-dental.de/polar_eyes-new.html) und auch in unserer Praxis haben sie bereits Ihren festen Platz gefunden.

polar-eyes

  • ist ein Aufsatz der vor Objektiv und Blitz angebracht wird
  • besteht aus einem speziellen Karbon-Material
  • wird einfach auf dem Blitzgerät mit Minimagneten befestigt
  • eliminiert Reflexionen
  • zeigt Tranzparenz
  • erleichtert die Farbbestimmung
  • erleichtert die Darstellung von Zahnstrukturen z.B. dem Schneidekantenaufbau
  • zeigt auch Beläge und Entkalkungen
  • ist einfach anzuwenden

In der ästhetischen Zahnmedizin ist die korrekte Farbbestimmung eine nicht zu unterschätzende Herausforderung.

Dies liegt vor allem an den Reflexen und Spiegelungen, die im Behandlungszimmer auf der Zahnoberfläche entstehen, z.B. durch die Beleuchtung des Zimmers, die OP-Lampe, dem Blitzlicht bei der Fotografie.

Hinzu kommt, dass das Auge diese Lichterscheinungen nicht auf die eigentliche Farbinformation reduzieren kann.

Ein trainierter Behandler kann das mit Erfahrung und Wissen ausgleichen, steht aber vor dem Problem, dass er die Information an die Zahntechniker weitergeben muss.

Eine Möglichkeit ist sicher der „Zahntechniker vor Ort“ im Behandlungszimmer.

Leider besteht diese Möglichkeit nicht immer.

Daher werden immer öfter digitale Bilder zur Kommunikation verwendet.
Aber der Vorgang bleibt fehlerbehaftet.

Um die Farbbestimmung und Informationsgewinnung zu vereinfachen hat Dr. Panaghiotis Bazos, ein griechischer Zahnarzt den polar-eyes Filter entwickelt, der auf Canon Nikon Metz und Sigma Blitzgeräten für die Makrofotografie befestigt werden kann.

Durch Kreuz-Polarisation werden alle Lichtreflexe aus der Aufnahme gefiltert und es bleibt nur die Farb- und Strukturinformationen übrig.

Wie immer sagt ein Bild mehr als tausend Worte, daher hier Bilder zur Erläuterung.

Zahnhalsfüllung

von Bodald Necker

Zahnhalsfüllungen gehören in fast jeder Zahnarztpraxis zum Tagesgeschäft. Entweder keilförmige Defekte und/oder Wurzelkaries sind es, die tag-täglich zu behandeln sind. Eine deutliche Erleichterung dieser Versorgungen stellt für mich die Adhäsivtechnik dar. Mussten früher noch Unterschnitte in die Kavität präpariert  und gesunde Zahnhartsubstanz geopfert werden, reicht es heute, die Füllungen zu kleben.

Kofferdam anzulegen ist mit der richtigen Klammer meist kein großes Problem. Aber nicht alle Patienten wollen den erhöhten Aufwand bezahlen.

Um einigermassen wirtschaftlich den Zahn zu versorgen,  bietet sich ein One-Bottle System an. Ätzen, Primen und Bonden in einem Arbeitschritt.
Wir verwenden in unserer Praxis iBond von Heraeus Kulzer.

Bleibt aber noch ein Problem bei der Zahnhalsfüllung:

Die Farbe.

Wenn die Zahnfarbe schon dunkel ist, A 3,5 oder A 4, der cervicale Anteil des Schmelzes dunkler, welche Farbe dann nehmen um die noch dunklere Wurzel einigermasssen unauffällig zu versorgen?

Hier hat sich bei uns QuixFil von Dentsply bewährt. Es wird nur in (k)einer Farbe angeboten, nämlich transparent. Das hat den großen Vorteil, dass die (dunkle) Farbe des Zahnes durchscheint und sich die Füllung farblich sehr schön anpasst. Die Polymerisationsschrumpfung ist bei QuixFil relativ gering und durch die Transparenz ist die Füllung auch überdurchschnittlich schnell ausgehärtet.

Ausgearbeitet werden die Zahnhalsfüllungen bei uns mit Sof-Flex Scheibchen oder Finierdiamanten in Flammen-Form.

Auch wenn sie die Patienten für die aufwändigere Versorgung entscheiden, mit Kofferdam, Säure-Ätzung und Syntac-Classic ist das Komposit der Wahl oft QuixFil.

Zahnhalsdefekte

nach Legen der Füllung, vor der endgültigen Ausarbeitung