Praxisbeschallung 2

von Bodald Necker

Hier hatte ich schon mal was geschrieben zum Thema Praxisbeschallung. Lange Zeit lief es bei mir in der Praxis über die vorhandene Infrastruktur, wie WLAN und Airplay.
iTunes und Airplay funktioniert bei mir gut, die Dateien musstne aber auch nicht weit gesendet werden. Internetradio und WLAN ging langfristig nicht ohne Frust, da immer wieder der Stream zum Endgerät abriss oder der Repeater sein Netz nicht fand (ich muss zugeben, dass ich kein professionelles WLAN habe mit Antenne in jedem Behandlungszimmer).
Funktionierende Multiroom-Systeme gibt es einige auf dem Markt (LINN, Naim-Audio), aber die sind meist in einem Preisbereich, in dem ich nicht einsteigen wollte.

Mehr oder weniger durch Zufall bin ich wieder auf das SONOS-System gestossen, welches ich schon kannte, ich hab mich aber nie damit beschäftigt.
Die scheint jetzt für die Praxis eine sehr gute Lösung zu sein.

Das System ist einfach zu installieren/erweitern, alles was man braucht ist ein Router, an dem entweder ein Player (Play:3, Play:5) oder die Bridge (WLAN-Modul) angeschlossen wird. Die Bridge oder die Player bauen ein eigenes WLAN auf und jede Komponente erweitert dies wieder, so dass sehr wenig Empfangsprobleme gibt.
Jeder Player braucht nur einen Stromanschluss, sie beinhalten jeweils WLAN, Verstärker und Lautsprecher. Man kann alle Player gleich ansteuern, so dass alle Komponenten die gleiche Quelle wiedergeben (ohne Zeitversatz!) oder man kann auf verschiedenen Playern verschiedene Quellen anhören.
Steuerung erfolgt über iOS-/Android-Geräte oder Mac/PC (Lautstärke- und Mute-Taster sind an jedem Player) einzeln oder gruppiert.
Als Quelle fungieren Internetradio via tune in, gebührenpflichte Straemingdienste wie Napster, Spotify o.ä.,  amazoncloud player oder die vorhandene Musikbibliothek, über iTunes, Airplay, iOS-Geräte oder NAS-Laufwerk (über LAN, auch ohne Computer).

Der Klang ist eigentlich ganz OK, er hängt aber sehr stark von Klangeinstellungen und Aufstellung der Player ab, des weiteren lassen sich zwei Play:3 zu einem Stereopaar verbinden und es lässt sich ein Subwoofer dazu kombinieren. Das verbessert zwar den Klang, treibt aber auch den Preis in die Höhe.