Misserfolg bei -Grossbaustelle-

Von Bonald Decker

Letzte Woche habe hier ich einen Fall vorgestellt, der rein radiologisch gesehen als recht „spektakulär“ bezeichnet werden kann.

Leider stellt sich (bei uns) nicht jeder Behandlungsfall so erfreulich dar und ich möchte heute einmal die „andere Seite der Medaille präsentieren“.

Erinnern Sie sich noch an die vor einiger Zeit vorgestellte Situation dieser „Grossbaustelle„?

Im Zuge der endodontischen Behandlungen haben wir unter anderem Zahn 14 revidiert. Präoperativ zeigte sich eine (moderat ausgeprägte) apikale Parodontitis bei insuffizienter endodontischer Vorbehandlung.

Prä-op

Prä-op

Unser Vorgehen erfolgte (,wie immer in solchen Fällen,) zweizeitig. Als medikamentöse Einlage wählten wir Ca(OH)2. Ferner kamen NaOCl, EDTA und CHX (inklusive Ultraschallaktivierung) als Spüllösungen zum Einsatz. Die apikalen Aufbereitungsdurchmesser betrugen bukkal wie palatinal 35.06. Als Wurzelkanalfülltechnik wählten wir die warm-vertikale Verdichtung von Guttapercha und Sealer (AH plus) gefolgt von einem (tiefen) adhäsiven Verschluss der Zugangskavität.

Hier das postoperative Resultat unserer „Bemühungen“:

Post-op

Rein radiologisch betrachtet war ich mit dem erzielten Ergebnis zufrieden…

Erhebliche „Ernüchterung“ stellte sich meinerseits (und natürlich auch bei der Patientin) bei Betrachtung der Röntgenaufnahme sechs Monate postoperativ ein.

Recall

Nicht nur, dass unsere bisherigen Massnahmen keinen Heilungsprozess initiiert haben … nein, die die Situation hat sich im Vergleich zur Ausgangssituation sogar deutlich verschlechtert…

was nun?

Jetzt sind Sie „dran“… was denken Sie über diesen Fall?

Feuer frei…