Ich muss gestehen, dieser Fall hat mich selbst noch nach fast 30 jähriger zahnärztlicher Tätigkeit beim Erstgespräch ein wenig sprachlos und betroffen gemacht. Insgesamt NEUN Mal in den letzten Jahren, so die Schilderung der 58 jährigen Patientin, hat sie endodontische Behandlungen und operative Eingriffe im Bereich des linken Oberkiefers über sich ergehen lassen. Die Schmerzen sind geblieben. Jetzt soll der Zahn 23 wurzelkanalbehandelt werden, seine klinische Krone ist dunkler, opaker geworden im Laufe der Zeit. Allerdings macht der MKG- Chirurg, der die operativen Eingriffe vorgenommen hat, der Patientin wenig Hoffnung. Seine Prophezeiung? Auch diese Wurzelkanalbehandlung wird scheitern, weshalb sinnvollerweise vielleicht die sofortige Extraktion und nachfolgende Implantation die bessere Lösung wäre. Jetzt sitzt die Patientin bei uns im Behandlungsstuhl und bittet um Rat. Ihr Ehemann, dem wir 5 infauste Zähne (allesamt Zustand nach WK/WF alio loco) durch WF- Revision erhalten konnten, hatte sie zu uns geschickt.
Ein DVT des gesamten Ober- und Unterkiefers hat die Patientin mitgebracht.
Es erweist sich leider als wenig aussagekräftig und lohnt nicht des Einstellen an dieser Stelle, höchstens als abschreckendes Beispiel. Stattdessen die beiden Zahnfilme von Zahn 22, 23 und Zahn 27, die wir anfertigten und meine Frage an die Mitleser:

Wer hat eine Idee, wo die Beschwerden herkommen, welche diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen sollten ergriffen und wie sollte man mit dem Zahn 23 verfahren ?