von Ronald Wecker
Zwar zeigten sich schon im zweidimensionalen Röntgenbild an diesem 46 scharf abgegrenzte intrakoronale Aufhellungen. Auch das resorptive Geschehen an der mesialen Wurzel ist offensichtlich.
Die tatsächliche resorptionsbedingte Zerstörung der Zahnhartsubstanz wird erst im DVT ersichtlich.
Statt einer endodontischen Revisionsbehandlung wird nun eine implantologische Versorgung durchgeführt.

Hallo Ronald,
warum wurde sich hier gegen die Revision entschieden? Die Schäden im Knochen sind doch bei einem Implantat auch nicht gerade förderlich… oder?
Herzliche Grüße
Haya
Hallo Haya,
es geht dabei um die Vorhersagbarkeit des Behandlunsgergebnisses. Die Prognose hat Ronald bei knapp unter 50% angesiedelt. Das Implantat liegt in den geeigneten erfahrenen Händen bei über 90 %. Da ist es umprofessionell der Patientin zur Revision zu raten. Das Risiko eines mechanischen Versagens (Wurzelfraktur) ist hoch, auch wenn der biologische Erfolg gegegeben wäre.
Herzliche Grüße
Jörg Schröder
Über 90%? Daran habe ich aber Zweifel…lg christoph
Man könnte auch sagen fast 100% ;-)
Neue Studie:
http://www.straumann.de/de/localnews/fachbeitrag-anwenderbericht/studie-niedrigere-verluste-straumann-implantaten.html
Nach 9 Jahren 0,5% Verluste!
Ob man das Ausbleiben eines Totalverlustes immer als Erfolg werten muss ist natürlich diskutabel.
Lg Tobias
Primäre Misserfolgsrate (Nichteinheilung) unserer Implantologen liegt unter 1%. Erfolg = in Funktion nach 10 Jahren über 90 %. Mag an der Fallselektion liegen, aber auch da haben wir ja ebenfalls eine Entscheidungsfreiheit.
LGJ
Hallo Jörg,
auf welchen Zeitraum prognostiziert Ronald dabei? Warum wäre das Wurzelfrakturrisiko so hoch, wegen dem ausgeprägten Verlust der Zahnhartsubstanz?
herzliche Grüße
Haya
Hallo Haya,
der ausgeprägte Hartsubstanzverlust lässt Ronald vorsichtig sein. Der biologische Erfolg mag gegeben sein, aber was nutzt es, wenn innerhalb der nächsten 5 Jahre der Zahn aufgrund einer Fraktur verloren geht? Ich persönlich würde bei mir genauso entschieden haben, wenn es mein Zahn wäre. Aber es gibt Menschen die gerne alle Möglichkeiten ausschöpfen möchten. Und das ohne die Investition an Zeit, Geld und Emotion (Hoffnung, dass die Behandlung langfristig erfolgreich ist) zu „bereuen“, sollte es nicht funktionieren. Und es gibt Menschen, die die oben erwähnten Ressourcen schonen möchten und die vorhersagbarere Variante bevorzugen.
Herzliche Grüße
Jörg
Hallo Jörg,
danke für die Info. Wenn das so ist, dann hätte ich mich in jedem Fall für die Revision entschieden, wenn es mein Zahn wäre. Fünf Jahre länger meinen eigenen Zahn behalten wäre es mit Wert. Ich würde in dieser Zeit auf eine Heilung im Knochen hoffen und eben, dass keine Fraktur eintritt. Sollte der Zahn frakturieren, ist vermutlich die Implantatlösung immer noch gut machbar. Zum finanziellen Aspekt: Je nach Entwicklung muss es im Ergebnis nicht teurer werden. Und zur Hoffnung: Die habe ich immer und für mich ist eine 50%-Chance nicht zu verachten.😉 Aber letztlich entscheidet jede/r selbst, am besten, wenn er/sie alle Vor- / Nachteile kennt.
Herzliche Grüße
Haya
Hallo Herr Kaaden.
Warum haben Sie denn in der 6er UK-Molaren-Region Zweifel an dieser Prognose?
LG